Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 30. April 2023 bis Samstag 6. Mai 2023

Vierte Woche der Osterzeit

Br. Luis Trujillo LC

Die TĂŒr zum LebenSonntag
Das Hindernis der HeimatMontag
Sag es uns offen!Dienstag
Der WegMittwoch
Ich bin esDonnerstag
Im Hause meines VatersFreitag
Zeig uns den VaterSamstag


Die TĂŒr zum Leben

30. April 2023

Vierter Sonntag der Osterzeit – „Misericordia Domini“
Hl. Pius V., Papst
Sel. Pauline von Mallinckrodt, Ordensfrau

Br. Luis Trujillo LC

Joh 10,1-10
In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die TĂŒr hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein RĂ€uber. Wer aber durch die TĂŒr hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der TĂŒrhĂŒter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und fĂŒhrt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzĂ€hlte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die TĂŒr zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und RĂ€uber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die TĂŒr; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in FĂŒlle haben.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, du bist der gute Hirt, der uns auf den rechten Weg fĂŒhrt. Lass uns deine Stimme immer hören und erkennen, damit wir dir folgen und vor den VerfĂŒhrungen der Welt geschĂŒtzt sind. Öffne unsere Herzen und unseren Verstand, damit wir deine Botschaft verstehen und bereit sind, sie in unserem Leben umzusetzen. Amen.

Bitte: Herr Jesus, lass uns deine Stimme hören und deine Liebe spĂŒren, damit wir in deinem Schutz und unter deiner FĂŒhrung leben können. Wir vertrauen darauf, dass du uns niemals verlassen oder im Stich lassen wirst und dass du uns immer den Weg zum Leben weisen wirst.

1. Der Hirte. Jesus benutzt ein Bild ĂŒber Schafe und ihren Hirten, um seine Beziehung zu uns zu beschreiben. Er sagt, dass nur der wahre Hirt, der durch die TĂŒr in den Schafstall hineingeht, die Schafe fĂŒhren kann. Die Schafe erkennen die Stimme des Hirten und folgen ihm, wĂ€hrend sie vor einem Fremden fliehen. – Herr, wir wissen, dass es viele Stimmen gibt, die versuchen, uns von deinem Weg abzubringen. Es sind Stimmen von Dieben und RĂ€ubern, die uns tĂ€uschen und uns von deiner Liebe und deiner Wahrheit wegfĂŒhren wollen. Aber wir wissen auch, dass du uns beschĂŒtzt und uns die Kraft gibst, diesen Stimmen zu widerstehen.

2. Die TĂŒr. Dann sagt Jesus, dass er selbst die TĂŒr zu den Schafen ist und dass alle, die vor ihm kamen, Diebe und RĂ€uber sind. Er ist der einzige Weg zur Rettung und wer durch ihn hindurchgeht, wird Leben in FĂŒlle haben. Die Diebe kommen nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Diese Worte Jesu erinnern mich daran, wie wichtig es ist, im Leben die richtigen Wege zu wĂ€hlen. Es ist wichtig, dass wir auf die Stimme unseres Hirten hören und ihm folgen. Wenn wir uns von Dieben und RĂ€ubern fĂŒhren lassen, werden wir letztendlich nur Verlust und Zerstörung erfahren.

3. FĂŒlle des Lebens. Wir mĂŒssen uns also entscheiden, wer unser Hirt sein soll. Wenn wir Jesus als unseren Hirten wĂ€hlen, wird er uns sicher durch das Leben und uns zur FĂŒlle des Lebens fĂŒhren. Achten wir also darauf, dass wir auf seine Stimme hören und ihm nachfolgen, um das Leben zu finden, das er uns versprochen hat.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, ich bin dir schon immer wieder als dem Guten Hirten begegnet, wenn du mich auf die Schultern nahmst und zurĂŒck in den Stall gebracht hast. Ich danke dir fĂŒr die Geduld und Liebe, mit der du dabei auf mich gewartet hast.

Vorsatz: Ich werde bewusster auf die Stimme Gottes in meinem Leben achten. Eine gute Idee wĂ€re es, ein Notizbuch zu besorgen, in dem ich Dinge aufschreiben kann, die ich glaube, dass Gott sie mir mitteilt, und es an einem zugĂ€nglichen Ort aufzubewahren.


Das Hindernis der Heimat

1. Mai 2023

Montag der vierten Woche der Osterzeit
Hl. Josef der Arbeiter

Br. Luis Trujillo LC

Mt 13,54-58
In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge. Da staunten alle und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun? Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine BrĂŒder? Leben nicht alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie. Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich kommen zu dir und bitten dich, mich in diesem Moment zu begleiten und mir deinen Geist zu schenken, damit ich deine Worte hören, verstehen und in meinem Herzen aufnehmen kann. Amen.

Bitte: Herr Jesus, ich bitte dich, mir zu helfen, deinen Willen zu erkennen und danach zu handeln. Gib mir die Kraft und den Mut, mich von Ă€ußeren Urteilen und Vorurteilen zu lösen und auf den Glauben und das Vertrauen in dich zu konzentrieren.

1. Die Heimatstadt. In diesem Evangelium erzĂ€hlt uns der Evangelist von einem Besuch Jesu in seiner Heimatstadt. Dort lehrt er die Menschen in der Synagoge und erstaunt sie mit seiner Weisheit und mit der Kraft, Wunder zu vollbringen. Doch die Menschen fragen sich auch, woher er all dies hat. Sie kennen ihn als den Sohn des Zimmermanns und als Teil einer ganz normalen Familie. Sie nehmen Anstoß an ihm und lehnen ihn ab.

2. Prophet des Höchsten. Jesus erklĂ€rt, dass ein Prophet in seiner Heimatstadt und in seiner Familie nicht viel Ansehen hat. Es scheint, als wĂŒrden die Menschen ihn nicht als Propheten anerkennen, sondern nur als den Sohn des Zimmermanns betrachten. Jesus hat wegen ihres Unglaubens in seiner Heimatstadt nur wenige Wunder vollbracht. Dieses Evangelium erinnert uns daran, dass der Glaube nicht einfach eine Frage der Herkunft oder der Ă€ußeren UmstĂ€nde ist. Wir sollten nicht nur auf die Ă€ußere Erscheinung einer Person schauen, sondern auf das, was in ihrem Herzen ist. Wir sollten uns daran erinnern, dass jeder Mensch das Potenzial hat, von Gott berufen zu werden und dass wir alle, unabhĂ€ngig von unserem Hintergrund oder unserer Herkunft, in der Lage sind, Glauben und Vertrauen in Gott zu haben, und Propheten des Höchsten zu werden.

3. Gott zuerst. Denken wir heute also daran, dass Glaube an Gott und Vertrauen auf ihn nicht von Ă€ußeren UmstĂ€nden abhĂ€ngen. Wir sollten nicht in erster Linie auf das Urteil anderer Menschen hören, sondern auf das, was Gott uns sagt. Möge Gott uns helfen, unsere Augen und unser Herz fĂŒr die Wahrheit zu öffnen, damit wir in der Lage sind, das Wesentliche zu erkennen und unser Leben im Glauben an ihn zu leben.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, weite meinen Blick und den Blick der Menschen, die du mir anvertraut hast, fĂŒr die ĂŒbernatĂŒrliche Welt und die Welt des Unsichtbaren, die du auch geschaffen hast. Lass uns darin zuhause sein und in der AtmosphĂ€re von Glauben, Hoffnung und Liebe leben.

Vorsatz: Heute werde ich versuchen, mich von Ă€ußeren Erscheinungen und Urteilen zu lösen und auf das Wesentliche zu schauen. Ich werde heute versuchen, Jesus in meine Heimatstadt zu bringen, an die gewöhnlichen Orte und zu den Menschen, die ich tĂ€glich treffe.


Sag es uns offen!

2. Mai 2023

Dienstag der vierten Woche der Osterzeit
Hl. Athanasius, Bischof, Kirchenlehrer
Gedenktag

Br. Luis Trujillo LC

Joh 10,22-30
In Jerusalem fand das Tempelweihfest statt. Es war Winter, und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab. Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch willst du uns hinhalten? Wenn du der Messias bist, sag es uns offen! Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis fĂŒr mich ab; ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist grĂ¶ĂŸer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, wir kommen zu dir und bitten dich, uns fĂŒr dein Wort und deine Weisheit zu öffnen. Hilf uns, unsere Herzen und unseren Verstand zu weiten, um dich besser zu verstehen und deinen Willen zu erkennen.

Bitte: Jesus, lass dein Wort nicht an mir vorĂŒbergehen, sondern lass es mich hören. Lass mich deine Botschaft in meinem Herzen empfangen, öffne meine Ohren, um deine Stimme zu hören und meine Augen, um dein Werk in meinem tĂ€glichen Leben zu erkennen.

1. Ich habe es euch gesagt. Heute hören wir von Jesus, der im Tempel in Jerusalem betend umherwandelte und dort von Juden umzingelt wurde, die ihn fragten, ob er der Messias sei. Jesus antwortete, dass er es ihnen bereits gesagt habe, aber sie ihm nicht glaubten. Er sagte auch, dass die Werke, die er im Namen seines Vaters vollbringe, Zeugnis fĂŒr ihn ablegten, aber sie glaubten nicht, weil sie nicht zu seinen Schafen gehörten. Jesus beschreibt seine Schafe als diejenigen, die auf seine Stimme hören, ihm folgen und ihm vertrauen. Er gibt ihnen ewiges Leben und niemand kann sie seiner Hand entreißen, denn sein Vater, der ihm seine Schafe gegeben hat, ist grĂ¶ĂŸer als alle.

2. Ich bin immer bei dir. An dieser Stelle fordert uns Jesus auf, ihm und seiner Stimme zu folgen und ihm zu vertrauen. Er ist der gute Hirt, der uns beschĂŒtzt und fĂŒr uns sorgt. Aber manchmal können wir daran zweifeln oder uns fragen, ob wir wirklich zu den Schafen Jesu gehören. Wir können uns verloren oder verlassen fĂŒhlen, besonders in schwierigen Zeiten. Aber wir sollten uns oft daran erinnern, dass Jesus immer bei uns ist und uns nie verlassen wird.

3. Folge mir nach! Lasst uns heute ehrlich daran arbeiten, uns auf Jesus zu verlassen und ihm zu vertrauen, auch wenn wir uns verloren oder verlassen fĂŒhlen. Lassen wir uns von ihm fĂŒhren und beschĂŒtzen, auf den Weg des ewigen Lebens bringen, wie er uns versprochen hat. Denken wir immer daran, dass wir Jesu SchĂ€flein sind und dass er uns nie im Stich lassen wird.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, so oft hast du völlig offen zu mir gesprochen und mir zugeflĂŒstert, dass du ganz nahe bei mir bist. Gib mir die Kraft und den Mut, hinter dir herzugehen und dir in deinen Fußstapfen nachzufolgen.

Vorsatz: Heute möchte ich jeweils einen Aspekt meines Lebens erkennen, sei es eine Einstellung, ein Verhalten, eine Handlung oder eine Beziehung, die es mir erlaubt oder nicht erlaubt, die Stimme Jesu zu erkennen und ihr zu folgen. Ich möchte darĂŒber nachdenken, wie ich das vor Jesus bringen kann, damit er es unterstĂŒtzen oder verwandeln kann.


Der Weg

3. Mai 2023

Mittwoch der vierten Woche der Osterzeit
Hl. Philippus und Hl. Jakobus, Apostel
Fest

Br. Luis Trujillo LC

Joh 14,6-14
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen JĂŒngern: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genĂŒgt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch grĂ¶ĂŸere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, wir kommen heute zu dir mit offenem Herzen und Geist, bereit, deine Worte zu hören und sie in unser Leben zu integrieren. Wir vertrauen darauf, dass du uns deinen Heiligen Geist senden wirst, um uns zu leiten und zu stĂ€rken. Amen.

Bitte: Wir bitten dich um FĂŒhrung und Segen, damit wir verstehen können, was du uns durch das Evangelium mitteilen willst.

1. Der Weg. Die Wahrheit ist eine Person, und diese Person bezeichnet sich selbst als den Weg. Man kann eine Person nicht besitzen, aber man kann ihr innig nahe sein. Man kann einen Weg nicht anpassen, aber man kann ihm folgen. Diese Person und dieser Weg sind gestern, heute und immer derselbe, aber wir sind es nicht. Diese Welt ist in stĂ€ndiger VerĂ€nderung, aber Christus bleibt derselbe. Christus kommt, Christus ruft und Christus rettet. Christus ist die einzige Wahrheit und der einzige Weg. Und was er will, ist, dass wir unser endgĂŒltiges Ziel erreichen. Dass wir in die Umarmung unseres himmlischen Vaters kommen. Die Wahrheit, der Weg hat den ersten Schritt getan.

2. Sohn des Vaters. Wir können jederzeit mit unseren Fragen zu Jesus kommen. So bat ihn Philippus, ihm den Vater zu zeigen. Aber Jesus antwortete ihm, dass er bereits den Vater gesehen hatte, da der Vater in ihm ist und er im Vater ist. Jesus ist nicht nur ein Prophet oder Lehrer, sondern er ist der Sohn Gottes, der als Mensch in die Welt gekommen ist, um uns den Weg zum Vater zu zeigen. Jesus fĂŒhrt uns zum Vater, aber nicht nur das, er ist unser Leben. Er lebt in uns und verwandelt uns durch das Wirken des Heiligen Geistes. Wenn wir an ihn glauben und ihm folgen, werden wir die Werke vollbringen, die Jesus vollbracht hat, und noch grĂ¶ĂŸere Werke tun, weil Jesus zum Vater geht und uns den Heiligen Geist sendet.

3. Jesus lebt in mir. Als Christen sollten wir immer daran denken, dass Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist und dass wir durch ihn zu Gott gelangen. Wir sollten ihn um FĂŒhrung und StĂ€rke bitten, damit wir in der Lage sind, seine Werke in der Welt zu vollbringen und das Reich Gottes zu verkĂŒnden. Lasst uns beten, dass wir in unserem tĂ€glichen Leben immer seinen Weg gehen und seine Liebe zu anderen ausstrahlen können.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, aus dir bin ich hervorgegangen, zu dir bin ich unterwegs. Du bist die Quelle meines Seins, du bist mein Ziel und auch die ganze Mitte dazwischen: mein Weg dorthin. Lass mich – eingespannt zwischen diesem Anfang und diesem Ende – jeden Schritt auf dem Weg gehen, der du fĂŒr mich sein möchtest.

Vorsatz: Ich spreche das Glaubensbekenntnis und bekenne dabei, dass Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist und dass ich nur durch ihn zum Vater gelangen kann. Ich verpflichte mich heute, nach seinen Wegen zu suchen und seine Liebe zu anderen auszustrahlen.


Ich bin es

4. Mai 2023

Donnerstag der vierten Woche der Osterzeit
Hl. Florian, MĂ€rtyrer und Hl. MĂ€rtyrer von Lorch

Br. Luis Trujillo LC

Joh 13,16-20
Nachdem Jesus seinen JĂŒngern die FĂŒĂŸe gewaschen hatte, sprach er zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht grĂ¶ĂŸer als sein Herr, und der Abgesandte ist nicht grĂ¶ĂŸer als der, der ihn gesandt hat. Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt. Ich sage das nicht von euch allen. Ich weiß wohl, welche ich erwĂ€hlt habe, aber das Schriftwort muss sich erfĂŒllen: Einer, der mein Brot aß, hat mich hintergangen. Ich sage es euch schon jetzt, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt: Ich bin es. Amen, amen, ich sage euch: Wer einen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, in dieser Zeit der Besinnung erinnerst du uns daran, dass wir alle Teil deines göttlichen Plans der Liebe sind und dass du uns eine wichtige Sendung anvertraut hast. Wir möchten unserer Berufung folgen und deinen Traum der Liebe entdecken und verwirklicht sehen.

Bitte: Wir bitten dich, hilf uns, deine Worte nicht nur zu hören, sondern sie auch in die Tat umzusetzen. Gib uns die Kraft und den Mut, unseren NĂ€chsten zu dienen und ihnen deine Liebe und Barmherzigkeit zu erweisen. Hilf uns, auch in schwierigen Situationen geduldig und verstĂ€ndnisvoll zu sein und anderen zu vergeben, genau wie du uns vergeben hast.

1. Die Liebe ruft. An dieser Stelle spricht Jesus ĂŒber die Beziehung zwischen einem Herrn und seinen Sklaven sowie zwischen einem Gesandten und demjenigen, der ihn gesandt hat. Er betont, dass niemand grĂ¶ĂŸer sein kann als derjenige, der ihn gesandt hat. Er sagt auch, dass jeder, der einen aufnimmt, den er gesandt hat, ihn aufnimmt. Er lĂ€dt uns ein, ihn zu empfangen und ihm zu dienen. Durch unseren Dienst an ihm dienen wir auch seinem Vater. Es ist wichtig, zu erkennen, dass unser Handeln Auswirkungen auf andere hat und dass es der Liebe, die uns ruft, entsprechen oder widersprechen kann.

2. Ein Traum der Liebe. Jesus ermutigt uns dazu, zu erkennen, dass wir alle Teil eines göttlichen Traums der Liebe sind. Jesus war sich bewusst, dass er bald verraten und verlassen werden wĂŒrde. Trotzdem teilte er diese Wahrheit mit seinen JĂŒngern, um sie darauf vorzubereiten. Er wusste, dass es fĂŒr sie schwierig sein wĂŒrde, aber er wollte sicherstellen, dass sie nicht ĂŒberrascht wĂ€ren, wenn es passiert. Er wollte, dass sie verstehen, dass auch das Teil des göttlichen Traums der Liebe war.

3. Liebe leben. Diese Stelle lĂ€dt uns ein, den göttlichen Traum der Liebe zu entdecken und die Liebe zu leben. Jesus ermutigt uns, uns um andere zu kĂŒmmern und sie in unseren Herzen willkommen zu heißen, insbesondere diejenigen, die er zu uns sendet. Indem wir anderen dienen, dienen wir auch Jesus selbst und ehren denjenigen, der ihn gesandt hat.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, mach mich bereit, dir und meinen Mitmenschen absichtslos zu dienen, deinen Traum mitzutrĂ€umen und mich von dir reinigen zu lassen.

Vorsatz: Heute will ich daran denken, dass unser Glaube nicht nur aus Worten, sondern auch aus Taten besteht. Ich werde also mit anderen meine FĂ€higkeiten und meine Zeit teilen. Ich will auch bereit sein, anderen zu vergeben und sie bedingungslos zu lieben, wie Jesus uns geliebt hat.


Im Hause meines Vaters

5. Mai 2023

Freitag der vierten Woche der Osterzeit
Hl. Godehard, Bischof

Br. Luis Trujillo LC

Joh 14,1-6
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen JĂŒngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wĂ€re, hĂ€tte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz fĂŒr euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz fĂŒr euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

EinfĂŒhrendes Gebet: Guter Gott, wir kommen zu dir mit dankbarem Herzen, da du uns durch deinen Sohn Jesus Christus einen Weg zur ewigen Gemeinschaft mit dir gezeigt hast. Wir öffnen unsere Herzen und Gedanken fĂŒr deine Liebe und deine Weisheit, die uns in unserem Leben immer fĂŒhren und uns den Weg zu dir weisen.

Bitte: Guter Gott, wir bitten dich, uns zu helfen, auf Jesus zu vertrauen und ihm zu folgen, damit wir den Weg zu dir finden können. Lass uns deine Liebe und deinen Frieden in unserem Herzen spĂŒren, damit wir gestĂ€rkt werden.

1. Glaubt an mich! Das Evangelium von heute erinnert uns daran, dass wir uns in Phasen befinden können, in denen unser Herz verwirrt und besorgt ist. Doch Jesus sagt zu uns: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich!“ Er gibt uns diese Worte und lĂ€dt uns damit ein, uns auf ihn und seinen Vater zu verlassen. Er will unseren Glauben stĂ€rken und uns vor dem Chaos der Welt schĂŒtzen.

2. Im Haus meines Vaters. Jesus spricht von dem Haus seines Vaters, in dem es viele Wohnungen gibt. Das ist ein wunderbarer Gedanke, der uns Hoffnung und Trost schenkt. Wir können uns vorstellen, dass wir eingeladen sind, in dieser wunderbaren Residenz zu wohnen, die Jesus fĂŒr uns vorbereitet hat. Wenn wir uns ganz auf diese Verheißung verlassen, können wir auch in schwierigen Zeiten voller Zuversicht sein.

3. Unser letztes Ziel: bei Ihm wohnen. Jesus sagt uns auch, dass er gehen wird, um einen Platz fĂŒr uns vorzubereiten. Gleichzeitig versichert er uns, dass er zurĂŒckkehren wird, um uns zu sich zu holen. Dies ermutigt uns, geduldig auf die Ankunft Jesu zu warten und darauf zu vertrauen, dass er uns zu sich bringen wird. Wir brauchen uns keine Sorgen darĂŒber zu machen, wo wir hingehen oder wie wir dorthin kommen werden, denn Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wie Thomas haben auch wir manchmal Zweifel und wissen nicht, wohin Jesus geht oder wie wir ihm folgen sollen. Aber Jesus versichert uns, dass wir durch ihn und mit Hilfe des Heiligen Geistes zum Vater kommen werden. Wenn wir ihm folgen, werden wir nie verloren gehen, sondern zu unserem letzten Ziel gelangen.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, nimm mich und die, die du mir gegeben hast, eines Tages bei dir auf, in den Wohnungen deines Vaters.

Vorsatz: Ich werde heute versuchen, meine Sorgen und Zweifel loszulassen und auf die Verheißungen Jesu zu schauen, damit ich in Frieden und Zuversicht leben kann.


Zeig uns den Vater

6. Mai 2023

Samstag der vierten Woche der Osterzeit

Br. Luis Trujillo LC

Joh 14,7-14
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen JĂŒngern: Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genĂŒgt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch grĂ¶ĂŸere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

EinfĂŒhrendes Gebet: Heiliger Gott, ich komme heute in deiner Gegenwart, um deine Wahrheit und Weisheit zu suchen. Ich bitte dich, mich durch das Wort deines Sohnes Jesus Christus zu leiten. Er lehrt uns, dich zu erkennen und eine tiefere Beziehung zu dir aufzubauen. Ich danke dir dafĂŒr, dass ich durch meinen Glauben an Jesus Christus die Möglichkeit habe, deine Gegenwart auszustrahlen, deine Werke zu vollbringen und deinen Namen zu verherrlichen.

Bitte: Herr, gib uns die Kraft und den Mut, in Jesu Namen zu handeln und in der Liebe zu leben. ErfĂŒlle uns heute mit deiner Gnade und deinem Segen, damit wir dich in allem, was wir tun, ehren und verherrlichen können. Wir beten im Namen deines Sohnes Jesus Christus, der uns gelehrt hat, dass jeder, der an ihn glaubt, die Werke, die er vollbracht hat, auch vollbringen wird.

1. Das Wort des Vaters. Jesus spricht zu seinen JĂŒngern ĂŒber die Beziehung zwischen ihm und seinem Vater. Wenn sie ihn erkennen, erkennen sie auch den Vater. Doch Philippus versteht nicht und bittet Jesus im Namen aller, ihnen den Vater zu zeigen. Jesus antwortet ihm, dass, wer ihn gesehen hat, den Vater gesehen hat, weil er im Vater ist und der Vater in ihm. Die Worte, die Jesus spricht, sind vom Vater, und der Vater vollbringt seine Werke durch Jesus.

2. Jesus wirkt in mir. Jesus fordert uns auf, an ihn zu glauben, damit wir in der Lage sind, seine Werke zu vollbringen und sogar noch grĂ¶ĂŸere Werke, als er selbst vollbracht hat. Wir sollten uns bewusst machen, dass unser Glaube an Jesus uns befĂ€higt, in seinem Namen großartige Dinge zu tun. Wir sollten uns auch daran erinnern, dass unsere Bitten und WĂŒnsche im Namen Jesu erfĂŒllt werden, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Das grĂ¶ĂŸte Wunder ist die Liebe. Wir können am Werk der Erlösung teilhaben, indem wir lieben. Liebe verwandelt die Welt. Und die Liebe macht sich durch den Heiligen Geist, der in uns lebt, gegenwĂ€rtig.

3. Wirkt in meinem Namen! Wir sollten uns fragen, ob wir Jesus wirklich erkannt haben. Haben wir ihn als unseren Herrn und Retter angenommen? Haben wir eine enge Beziehung zu ihm aufgebaut und unser Leben ihm anvertraut? Wenn ja, sollten wir uns bewusst machen, dass wir durch unseren Glauben an Jesus in der Lage sind, Großes in seinem Namen zu tun.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, du hast uns nicht nur deinen kleinen Finger gegeben, sondern alles, was du bist und hast, sogar deine innerste Beziehung zum Vater. Lass uns immer wieder den Glaubensmut finden, uns auf diese gnadenhafte Beziehung mit dir und dem Vater einzulassen.

Vorsatz: Ich möchte mir Zeit nehmen, um zu ĂŒberlegen, wie ich das Werk Jesu in meinem Bereich in die Tat umsetzen kann. Es geht nĂ€mlich um die Verwandlung der Welt durch die Liebe zu meinem NĂ€chsten – die Personen, mit denen ich direkt in Kontakt stehe.