Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 15. Januar 2023 bis Samstag 21. Januar 2023

Zweite Woche im Jahreskreis

Jutta Spörl

Das Lamm GottesSonntag
BrÀutigamMontag
MenschensohnDienstag
HeilandMittwoch
Sohn GottesDonnerstag
MessiasFreitag
EmanuelSamstag


Das Lamm Gottes

15. Januar 2023

Zweiter Sonntag im Jahreskreis
Hl. Arnold Janssen, OrdensgrĂŒnder (SVD)

Jutta Spörl

Joh 1,29-34
In jener Zeit sah Johannes der TĂ€ufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die SĂŒnde der Welt hinwegnimmt! Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist der Sohn Gottes.

EinfĂŒhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, erfĂŒlle mein Herz und entzĂŒnde in mir das Feuer deiner Liebe. Sende aus deinen Geist und du wirst das Angesicht der Erde erneuern. Herr, du erleuchtest die Herzen deiner GlĂ€ubigen mit dem Licht des Heiligen Geistes, mach mich fĂŒgsam fĂŒr seine Eingebungen, damit ich immer das Gute erfahre und seinen Trost genießen kann, darum bitte ich durch Christus, meinen Herrn. Amen.

Bitte: Jesus, ich bitte dich heute, durch deine Gnade weiter in der Tugend des Glaubens wachsen zu können. Heilige Jungfrau Maria, Mutter Gottes, bitte fĂŒr uns.

1. Ewig. Manchmal mag es uns schwerfallen, uns daran zu erinnern, dass Jesus schon von Ewigkeit her war – seit Anbeginn der Zeit mit dem Vater und dem Heiligen Geist. Dass er bei seiner Taufe von Johannes als Lamm Gottes bezeichnet wird, weist außerdem darauf hin, wie tief seine Sendung mit seiner IdentitĂ€t verknĂŒpft ist; auch in Jesaja (53,6-7) wird dieses Bild des Lammes verwendet, und schon auf seine Passion hingedeutet.

2. Offenbarung. Johannes sagt, er taufe mit Wasser, damit Jesus Israel offenbart wird. Einerseits können wir ihn also nicht von selbst aus erkennen, sondern er muss uns offenbart werden; und andererseits mĂŒssen wir offen und aufmerksam sein, bereit sein, dieses Geschenk des Glaubens zu empfangen. Und dies aus reiner GĂŒte und GroßzĂŒgigkeit des Herrn, sowie auf seine Initiative hin. Das kann eine Einladung zu zwei Haltungen sein: zum einen zum Warten auf die Zeichen, die er gibt, und zum anderen dazu, von dem, was wir sehen, Zeugnis zu geben.

3. Sendung. Nehmen wir uns einen Moment Zeit, um uns unsere eigene Firmung in Erinnerung zu rufen. Wenn wir betrachten, wie Johannes den Weg fĂŒr Jesus bereitete, als er mit Wasser taufte, können wir dann unsere persönliche Sendung auch in diesem Sinne verstehen, als ein Den-Weg-fĂŒr-Jesus-Bereiten? Damit Er die RealitĂ€t in unserem Leben berĂŒhrt und zu den Menschen in unserer Umgebung kommt?

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, es fĂ€llt mir manchmal schwer, fĂŒr die Zeichen, die du tĂ€glich gibst und in denen du zu mir sprichst, aufmerksam zu bleiben. Ich bitte dich, lass mich dich sehen und in diesen und in den Menschen, zu denen du mich fĂŒhrst, dich erkennen. Bitte hilf mir, so in meiner Sendung nach deinem Willen voranzuschreiten.

Vorsatz: In der nĂ€chsten Heiligen Messe will ich mit großem Bewusstsein das Glaubensbekenntnis sprechen.


BrÀutigam

16. Januar 2023

Montag der zweiten Woche im Jahreskreis

Jutta Spörl

Mk 2,18-22
Da die JĂŒnger des Johannes und die PharisĂ€er zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine JĂŒnger nicht, wĂ€hrend die JĂŒnger des Johannes und die JĂŒnger der PharisĂ€er fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die HochzeitsgĂ€ste fasten, solange der BrĂ€utigam bei ihnen ist? Solange der BrĂ€utigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der BrĂ€utigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten. Niemand nĂ€ht ein StĂŒck neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab, und es entsteht ein noch grĂ¶ĂŸerer Riss. Auch fĂŒllt niemand neuen Wein in alte SchlĂ€uche. Sonst zerreißt der Wein die SchlĂ€uche; der Wein ist verloren, und die SchlĂ€uche sind unbrauchbar. Neuer Wein gehört in neue SchlĂ€uche.

EinfĂŒhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, erfĂŒlle mein Herz und entzĂŒnde in mir das Feuer deiner Liebe. Sende aus deinen Geist und du wirst das Angesicht der Erde erneuern. Herr, du erleuchtest die Herzen deiner GlĂ€ubigen mit dem Licht des Heiligen Geistes, mach mich fĂŒgsam fĂŒr seine Eingebungen, damit ich immer das Gute erfahre und seinen Trost genießen kann, darum bitte ich durch Christus, meinen Herrn. Amen.

Bitte: Jesus, ich danke dir fĂŒr all die Hoffnung, die du mir gibst und ich bitte dich, stĂ€rke sie in mir. Heilige Jungfrau Maria, Mutter der Schmerzen, bitte fĂŒr uns.

1. Fragen. Wenn wir versuchen, die Haltung der PharisĂ€er zu verstehen, mit der sie Fragen an Jesus stellen, so können wir ĂŒberlegen, aus welchen BeweggrĂŒnden wir selbst Fragen stellen, wenn uns RegelverstĂ¶ĂŸe auffallen. Wie schauen wir auf die Situation und auf die beteiligten Personen? Mit welcher inneren Freiheit und Gelassenheit? Oder tun wir es aus Impulsen der Abgrenzung, um Recht zu behalten oder uns selbst zu rechtfertigen?

2. Fasten. Auch können wir uns fragen, wieso wir heutzutage Fasten und was der Sinn dahinter ist. „Es werden Tage kommen, da wird ihnen der BrĂ€utigam genommen sein“ heißt es, doch Jesus ist in der Eucharistie immer bei uns. Allerdings können wir es vielleicht als die Zeiten der PrĂŒfung oder Schwierigkeiten sehen, denen wir heute begegnen? Auch als Momente, in denen wir uns von ihm entfernt haben? Auch wenn Jesus dann trotzdem bei uns ist, kann es sein, dass es uns schwerfĂ€llt, ihn wahrzunehmen und auch aufzunehmen. Fasten kann auch heißen, diese Schwierigkeiten aufzuopfern, kann heißen, etwas in Demut anzunehmen, auf einen Kommentar zu verzichten oder auch ein paar Minuten mehr Zeit im Gebet zu verbringen. In gewisser Weise kann es eine „Mittel“ sein, gegen etwas zu kĂ€mpfen, was mir den „BrĂ€utigam“ nimmt und so neuen Platz fĂŒr ihn zu schaffen und neue Freiheit im Herzen zu gewinnen.

3. Brot und Wein. Was bedeutet es fĂŒr mich, dass Jesus in der Eucharistie zugegen ist? Macht es einen Unterschied in meinem Leben, dass er so gegenwĂ€rtig ist? In seiner Gegenwart können wir uns immer erneuern lassen. Man könnte den Wein hier als Botschaft oder als Gnaden des Herrn ansehen, fĂŒr die man bereit sein muss (und wĂ€hlen kann, sich vorbereiten zu lassen), um sie aufzunehmen. Wie wir in der Parallelstelle im Evangelium nach MatthĂ€us lesen, bleibt dann beides erhalten.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, in dir ist meine Hoffnung und Zuversicht verankert. Ich will fĂŒr dich in meinem Leben Platz schaffen und meine Zeit und Erlebnisse mit dir teilen. Sei du, Herr, zugegen in meinem Leben.

Vorsatz: Ich will ĂŒberlegen, ob es etwas in meinem Leben gibt, durch das mich der Herr einlĂ€dt, bald ein „sinnvolles“ Fastenopfer zu bringen, um mehr Freiheit zu gewinnen und ihm so nĂ€her zu kommen.


Menschensohn

17. Januar 2023

Dienstag der zweiten Woche im Jahreskreis
Hl. Antonius der Große, Mönchsvater
Gedenktag

Jutta Spörl

Mk 2,23-28
An einem Sabbat ging Jesus durch die Kornfelder, und unterwegs rissen seine JĂŒnger Ähren ab. Da sagten die PharisĂ€er zu ihm: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat verboten. Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten - wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Begleitern davon gab? Und Jesus fĂŒgte hinzu: Der Sabbat ist fĂŒr den Menschen da, nicht der Mensch fĂŒr den Sabbat. Deshalb ist der Menschensohn Herr auch ĂŒber den Sabbat.

EinfĂŒhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, erfĂŒlle mein Herz und entzĂŒnde in mir das Feuer deiner Liebe. Sende aus deinen Geist und du wirst das Angesicht der Erde erneuern. Herr, du erleuchtest die Herzen deiner GlĂ€ubigen mit dem Licht des Heiligen Geistes, mach mich fĂŒgsam fĂŒr seine Eingebungen, damit ich immer das Gute erfahre und seinen Trost genießen kann, darum bitte ich durch Christus, meinen Herrn. Amen.

Bitte: Jesus, dein Wissen ist grĂ¶ĂŸer und vollkommener als das aller Menschen, ich bitte dich, mir zu zeigen, was wahre Klugheit bedeutet und wie ich in dieser Tugend wachsen kann. Kluge Jungfrau Maria, Mutter der Kirche, bitte fĂŒr uns.

1. Gebote. Letztlich sagt uns Jesus, dass Gott als weiser Geber des Gesetzes ĂŒber dem Gesetz steht, denn wir haben es von ihm empfangen, damit es uns zu ihm geleitet. Wir mĂŒssen aufpassen, denn es ist leicht, dies aus dem Blick zu verlieren und es zu nutzen, um sich selbst zu rechtfertigen oder andere zu beurteilen. Vielmehr geht es aber darum, es in Liebe, Vertrauen und Demut anzunehmen und zu befolgen. So können wir in der Liebe und Freiheit, zu der Gott uns ruft, wachsen.

2. Heiliges Brot. Im Alten Testament lesen wir, dass nur die Priester diese heiligen Brote am Sabbat essen durften, als „dauernde Bundesleistung von seiten der Israeliten“ (Lev 24,8), und so waren sie etwas Hochheiliges. Gott hat nun in Jesus mit den Menschen einen neuen und endgĂŒltigen Bund geschlossen, und so können wir darĂŒber nachdenken, wie wir heute das Brot, das er uns gibt, empfangen. Wie bereiten wir uns darauf vor, die Kommunion in der heiligen Messe zu empfangen?

3. Hunger. Wenn wir ĂŒberlegen, dass Jesus sagt, der Sabbat ist fĂŒr den Menschen da und nicht der Mensch fĂŒr den Sabbat, was bedeutet das fĂŒr uns und die Art und Weise, wie wir unsere Tage der Ruhe leben? Ruhen wir wirklich oder fĂŒllen wir sie mit mehr „LĂ€rm“? Beachten wir unser BedĂŒrfnis nach Ruhe und innerer Stille? Wie suchen wir es zu stillen? Was kann dabei helfen, unsere Ruhetage so zu leben, dass der Tag fĂŒr uns da ist, nicht wir fĂŒr den Tag?

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, manchmal fĂ€llt es mir schwer zu unterscheiden, was das Bessere ist und es dann zu wĂ€hlen. Ich bitte dich darin um deine Hilfe, so dass ich in der wahren Freiheit deine Kinder wachsen und leben kann.

Vorsatz: â€žNur diejenigen können als klug bezeichnet werden, die von seiner Lehre getrĂ€nkt sind;“ Ich lese heute, was im Katechismus der Katholischen Kirche ĂŒber die Klugheit steht (Nr. 1806), und nehme mir 5 Minuten Zeit, um darĂŒber nachzudenken.


Heiland

18. Januar 2023

Mittwoch der zweiten Woche im Jahreskreis
Beginn der Weltgebetswoche fĂŒr die Einheit der Christen

Jutta Spörl

Mk 3,1-6
In jener Zeit als Jesus in eine Synagoge ging, saß dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war. Und sie gaben acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nĂ€mlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen. Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer ĂŒber ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus, und seine Hand war wieder gesund. Da gingen die PharisĂ€er hinaus und fassten zusammen mit den AnhĂ€ngern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, erfĂŒlle mein Herz und entzĂŒnde in mir das Feuer deiner Liebe. Sende aus deinen Geist und du wirst das Angesicht der Erde erneuern. Herr, du erleuchtest die Herzen deiner GlĂ€ubigen mit dem Licht des Heiligen Geistes, mach mich fĂŒgsam fĂŒr seine Eingebungen, damit ich immer das Gute erfahre und seinen Trost genießen kann, darum bitte ich durch Christus, meinen Herrn. Amen.

Bitte: Jesus, du bist vollkommen gerecht, ich bitte dich, lehre mich und lass mich teilhaben an deinem VerstĂ€ndnis von dem, was Gerechtigkeit wirklich bedeutet, so dass ich in dieser Tugend wachsen kann. Heilige Maria, Königin des Himmels, bitte fĂŒr uns.

1. Ein Blick. Wie oft haben wir eine bestimmte Vorstellung von jemandem und ordnen alles, was die Person tut, danach ein? Scheinbar nehmen hier die PharisĂ€er nicht das Wohl des Mannes oder sein GlĂŒck wahr, stattdessen suchen Sie das Weite, gehen hinaus und entfernen sich vom Ort des Wunders, von einem Ort, wo Liebe und Glaube sichtbar wurden. Wie schrĂ€nken Vorurteile unseren Blick ein? Wir können uns fragen, wie Jesus auf die anderen schaut und immer wieder versuchen, die Augen neu zu öffnen.

2. Das Herz. Es heißt, Jesus war voll Zorn und Trauer ĂŒber ihr verstocktes Herz, als er sie der Reihe nach, jeden einzeln, ansah. Dies ist eine Reaktion auf etwas, was gegen die Liebe geht, und ihr widerspricht. Wie die Herzen dieser Menschen nicht frei fĂŒr die Liebe sind, so können und wollen sie das Gute scheinbar weder wahrnehmen noch annehmen.

3. Mit Vertrauen. Blicken wir auf den Mann, den Jesus geheilt hat. Seine Hand war verdorrt, das kann heißen von Geburt an oder aufgrund einer langen Krankheitsgeschichte. Nichtsdestotrotz hört er auf Jesus und stellt sich in die Mitte, vor die anderen. Er glaubt ihm und an ihn. Jesus sagt ihm nicht „Streck deine Hand aus und sie wird heil“, er hat ihn auch nicht berĂŒhrt, der Mann hat einfach auf ihn gehört und in Vertrauen und Glaube gehandelt, im klaren Bewusstsein, dass er seine Hand eigentlich nicht ausstrecken kann.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich bin mir bewusst, dass ich deine Hilfe brauche und bitte dich: Bewahre mein Herz vor Verstocktheit und Verschlossenheit. Bitte hilf mir, deine Sichtweise zu suchen und zu finden, besonders in den Dingen, die ich nicht verstehe oder mir sehr schwerfallen.

Vorsatz: â€ž[
] nur diejenigen sind gerecht, deren SĂŒnden durch seine Barmherzigkeit vergeben wurden;“ Ich lese heute, was im Katechismus der Katholischen Kirche ĂŒber die Gerechtigkeit steht (Nr. 1807), und nehme mir 5 Minuten Zeit, um darĂŒber nachzudenken.


Sohn Gottes

19. Januar 2023

Donnerstag der zweiten Woche im Jahreskreis

Jutta Spörl

Mk 3,7-12
In jener Zeit zog sich Jesus mit seinen JĂŒngern an den See zurĂŒck. Viele Menschen aus GalilĂ€a aber folgten ihm. Auch aus JudĂ€a, aus Jerusalem und IdumĂ€a, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie von all dem hörten, was er tat. Da sagte er zu seinen JĂŒngern, sie sollten ein Boot fĂŒr ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrĂŒckt werde. Denn er heilte viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrĂ€ngten, um ihn zu berĂŒhren. Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Er aber verbot ihnen streng, bekannt zu machen, wer er sei.

EinfĂŒhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, erfĂŒlle mein Herz und entzĂŒnde in mir das Feuer deiner Liebe. Sende aus deinen Geist und du wirst das Angesicht der Erde erneuern. Herr, du erleuchtest die Herzen deiner GlĂ€ubigen mit dem Licht des Heiligen Geistes, mach mich fĂŒgsam fĂŒr seine Eingebungen, damit ich immer das Gute erfahre und seinen Trost genießen kann, darum bitte ich durch Christus, meinen Herrn. Amen.

Bitte: Jesus, ich bitte dich, lehre mich und hilf mir, tapfer zu sein. Zeige mir, wie ich das in den jeweiligen Situationen leben kann. Heilige Mutter Maria, treue Dienerin des Herrn, bitte fĂŒr uns.

1. Ein Mensch. In verschiedenen Momenten in diesem Evangelium können wir die Menschlichkeit Jesu betrachten und uns vorstellen, dass er das BedĂŒrfnis hatte, sich mit seinen JĂŒngern zurĂŒckzuziehen; schauen wir zum Beispiel, wie nahe er den Menschen kommt und wie er mitten unter ihnen ist, so dass ihn die Menge fast erdrĂŒckt; betrachten wir, wie er viele Menschen von ihren Leiden heilt, wie er sich um sie kĂŒmmert, obwohl er jetzt vielleicht selbst eine Pause brĂ€uchte.

2. Der Sohn Gottes. Es heißt, „alle die ein Leiden hatten, drĂ€ngten sich an ihn heran, um ihn zu berĂŒhren.“ Tun wir das auch in unserem Leid und mit unseren Wunden? Wieso nicht oder wieso zögern wir vielleicht? Also, wir dĂŒrfen uns nicht nur langsam und in einiger Entfernung neben ihn hinstellen, wir dĂŒrfen uns sogar an ihn herandrĂ€ngen und uns von ihm, dem Sohn Gottes, berĂŒhren lassen!

3. Der Glaube kommt vom Hören. Weiterhin heißt es, dass Scharen von Menschen zu ihm kamen als sie hörten, was er tat. Sie hörten, was er tat, weil jemand ihnen davon berichtet hatte, weil jemand davon sprach. Wie und wann berichten wir von dem, was er in unserem Leben tut? Hören wir auf seine Stimme in unserem Inneren, so dass er uns die Worte dazu geben und die Wege zeigen kann, um seine Botschaft weiterzugeben? Vielleicht sogar, ohne dass wir uns direkt dessen bewusstwerden.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, oft fehlt mir Tapferkeit, wo ich sie benötige im Dienst an den anderen und in deinem Dienst. Auch wenn es mir schwerfallen kann, weiß ich, dass ich mich dir annĂ€hern darf und dass ich mich auf deine StĂ€rke verlassen kann.

Vorsatz: â€ž[
] nur diejenigen sind tapfer, die sich an das Beispiel seiner Geduld halten, wenn sie von Leiden geplagt werden.“ Ich lese heute, was im Katechismus der Katholischen Kirche ĂŒber die Tapferkeit steht (Nr. 1808), und nehme mir 5 Minuten Zeit, um darĂŒber nachzudenken.


Messias

20. Januar 2023

Freitag der zweiten Woche im Jahreskreis
Hl. Fabian, Papst, MĂ€rtyrer
Hl. Sebastian, MĂ€rtyrer

Jutta Spörl

Mk 3,13-19
In jener Zeit stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwĂ€hlt hatte, und sie kamen zu ihm. Und er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten und mit seiner Vollmacht DĂ€monen austrieben. Die Zwölf, die er einsetzte, waren: Petrus - diesen Beinamen gab er dem Simon -,Jakobus, der Sohn des ZebedĂ€us, und Johannes, der Bruder des Jakobus - ihnen gab er den Beinamen Boanerges, das heißt Donnersöhne -, dazu Andreas, Philippus, BartholomĂ€us, MatthĂ€us, Thomas, Jakobus, der Sohn des AlphĂ€us, ThaddĂ€us, Simon KananĂ€us und Judas Iskariot, der ihn dann verraten hat.

EinfĂŒhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, erfĂŒlle mein Herz und entzĂŒnde in mir das Feuer deiner Liebe. Sende aus deinen Geist und du wirst das Angesicht der Erde erneuern. Herr, du erleuchtest die Herzen deiner GlĂ€ubigen mit dem Licht des Heiligen Geistes, mach mich fĂŒgsam fĂŒr seine Eingebungen, damit ich immer das Gute erfahre und seinen Trost genießen kann, darum bitte ich durch Christus, meinen Herrn. Amen.

Bitte: Jesus, alles findet sein rechtes Maß, wenn du im Zentrum meines Lebens bist. Ich bitte dich, hilf mir, in der Tugend der MĂ€ĂŸigung zu wachsen. Heilige Jungfrau Maria, Königin der Apostel, bitte fĂŒr mich und fĂŒr uns.

1. Berge. Auch an anderen Stellen im Evangelium lesen wir, dass Jesus auf einen Berg steigt, beziehungsweise sich dort befindet. Es sind Momente, in denen er wichtige Entscheidungen trifft oder sie vorbereitet und im Gebet verweilt. Zum Beispiel vor der Bergpredigt, bei seiner VerklĂ€rung, oder am Ölberg; in Stille, ZurĂŒckgezogenheit und enger Verbundenheit mit dem Vater.

2. Die Wahl. Wenn wir auf die „Tuwörter“ schauen, die an dieser Stelle verwendet werden, so sind das zunĂ€chst: „er wĂ€hlte“, „er rief“, „sie kamen“ und „er setzte ein“, die „er bei sich haben wollte“. Hier geht es um die 12 Apostel, aber wir dĂŒrfen uns bewusstwerden, dass auch wir ihm mit unserem Namen bekannt und von ihm zu einer engen Beziehung gerufen sind, durch die er auch uns zu sich einlĂ€dt und uns bei sich haben will.

3. Apostel. Weiter heißt es: Er sandte sie aus, zu predigen und mit seiner Vollmacht zu handeln. In den Aposteln (vom griechischen apostoloi: „die Gesandten“) setzt Jesus seine Mission und Sendung fort. Deswegen heißt die Kirche ‚apostolisch‘, denn durch die ununterbrochene Nachfolge seit Petrus sind wir mit diesem Ursprung verbunden, also mit dem Beginn ihres Lebens und ihrer Sendung in der Welt. Und so haben alle Mitglieder der Kirche daran Anteil. Der Begriff „Apostolat“ schließt so letztlich jede AktivitĂ€t des mystischen Leibes Christi, seiner Kirche, ein.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, bitte hilf mir, all das Gute, das du in dieser Welt geschaffen hast an seinen rechten Platz zu stellen. Möge mir das helfen, meinen Weg zu dir und mit dir zu gehen, so dass ich allen Dingen in der Freiheit einer deiner Apostel begegnen und sie in rechter Weise nutzen und schĂ€tzen kann.

Vorsatz: â€ž[
] nur diejenigen sind mĂ€ĂŸig, die sich bemĂŒhen, seine Lebensweise nachzuahmen;“ Ich lese heute, was im Katechismus der Katholischen Kirche ĂŒber das Maßhalten steht (Nr. 1809), und nehme mir 5 Minuten Zeit, um darĂŒber nachzudenken.


Emanuel

21. Januar 2023

Samstag der zweiten Woche im Jahreskreis
Hl. Agnes, Jungfrau, MĂ€rtyrin
Hl. Meinrad, Mönch, Einsiedler, MÀrtyrer

Jutta Spörl

Mk 3,20-21
In jener Zeit ging Jesus in ein Haus, und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass er und die JĂŒnger nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurĂŒckzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, erfĂŒlle mein Herz und entzĂŒnde in mir das Feuer deiner Liebe. Sende aus deinen Geist und du wirst das Angesicht der Erde erneuern. Herr, du erleuchtest die Herzen deiner GlĂ€ubigen mit dem Licht des Heiligen Geistes, mach mich fĂŒgsam fĂŒr seine Eingebungen, damit ich immer das Gute erfahre und seinen Trost genießen kann, darum bitte ich durch Christus, meinen Herrn. Amen.

Bitte: Jesus, du bist das beste Vorbild fĂŒr mich, jedoch fĂ€llt es mir hĂ€ufig schwer, in wahrer NĂ€chstenliebe zu handeln. Bitte mach mein Herz weit und bereit, deine Liebe zu empfangen, dir in Liebe zu antworten und sie an meinen NĂ€chsten weiterzugeben. Heilige Maria, demĂŒtige Magd des Herren, bitte fĂŒr uns.

1. DemĂŒtige Hingabe. Es scheint fast so, als wĂ€re es nichts Neues, dass dort, wo Jesus ist, immer viele Menschen zusammenströmen und ihm und seinen JĂŒngern so nahekommen, dass sie daran gehindert werden, ĂŒberhaupt etwas zu essen. Wie mag er wohl reagiert haben? Und wie reagieren wir, wenn wir durch Nöte oder BedĂŒrfnisse anderer manchmal daran gehindert werden unseren eigenen BedĂŒrfnissen nachzugehen?

2. Ein Vergleich. Im Alten Testament sehen wir das Bild des Zeltes, als Wohnung Gottes unter seinem Volk. Heute können wir unser Herz als seine Wohnung in uns verstehen und unseren Körper als den Tempel des Heiligen Geistes. Kommen manchmal in mir, in diesem Haus, in das ich Jesus einlade und in dem ich ihn empfange, so viele „Menschen“ beziehungsweise Dinge, Sorgen oder Angelegenheiten zusammen, dass Jesus kaum Platz findet, um sich zu setzen, geschweige denn, dass ich es schaffe, mir die Zeit und Ruhe zu nehmen, mich zu ihm zu setzen und mit ihm ein Mahl einzunehmen?

3. Angehörige. Als Christen leben wir zwar in der Welt, aber wir sind nicht mehr von der Welt. Insofern kann es durchaus passieren, dass das, was wir denken und auch wie wir handeln, hĂ€ufiger nicht mit dem einhergeht, was in der Welt als normal angesehen wird. Vielleicht sagt man sogar ĂŒber uns, wie sie es auch ĂŒber Jesus gesagt haben: wir seien „von Sinnen“. Aber zu wem gehören wir? Wir können vielmehr sagen, dass uns Jesus zu seinen Angehörigen gemacht hat und dass wir jetzt zu ihm gehören anstatt zur Welt.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, bitte hilf mir, inmitten der verschiedenen GerĂ€usche deine Stimme herauszuhören. Möge sie mir immer bekannter und vertrauter werden. Ich bitte dich um deine Hilfe, im Vertrauen auf dich, großzĂŒgig in der Liebe an meinem NĂ€chsten zu handeln und so auch dir meine Liebe zu zeigen.

Vorsatz: Ich will mir 5 Minuten Zeit nehmen, um zu ĂŒberlegen, wer in meinem Leben und wer genau heute mein „NĂ€chster“ ist.