Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 25. September 2022 bis Samstag 1. Oktober 2022

Sechsundzwanzigste Woche im Jahreskreis

Svenja Nonnenmacher

Der reiche Mann und LazarusSonntag
Jesus und die KinderMontag
Sie nahmen ihn nicht aufDienstag
Jesus nachzufolgen, ist nicht leichtMittwoch
Jesus und NatanaelDonnerstag
Weh dir!Freitag
Der Glaube als GeschenkSamstag


Der reiche Mann und Lazarus

25. September 2022

Sechsundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis
Hl. Nikolaus von Fl├╝e, Einsiedler

Svenja Nonnenmacher

Lk 16,19-31
In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharis├Ąern: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag f├╝r Tag glanzvolle Feste feierte. Vor der T├╝r des Reichen aber lag ein armer Mann namens L├ízarus, dessen Leib voller Geschw├╝re war. Er h├Ątte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschw├╝ren. Es geschah aber: Der Arme starb und wurde von den Engeln in Abrahams Scho├č getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von Weitem Abraham und L├ízarus in seinem Scho├č. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schick L├ízarus; er soll die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge k├╝hlen, denn ich leide gro├če Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, erinnere dich daran, dass du schon zu Lebzeiten deine Wohltaten erhalten hast, L├ízarus dagegen nur Schlechtes. Jetzt wird er hier getr├Âstet, du aber leidest gro├če Qual. Au├čerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, un├╝berwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch f├╝nf Br├╝der. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie h├Âren. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht h├Âren, werden sie sich auch nicht ├╝berzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

Einf├╝hrendes Gebet: Lieber Vater, ich danke dir f├╝r die Zeit, die ich heute wieder mit dir verbringen darf. Lass mich ganz eintauchen in deine Wahrheit und erkennen, was du mir mit dieser Bibelstelle sagen m├Âchtest.

Bitte: Hilf mir, mit dieser Meditation wieder ein St├╝ck n├Ąher zu dir zu kommen.

1. Der ├Ąu├čere Schein tr├╝gt. Wenn man diese Bibelstelle liest, denkt man sich vielleicht: Was ist daran falsch, reich und gl├╝cklich leben zu wollen? M├Âchten wir das nicht alle und wird unser Leben am Ende dann etwa auch so aussehen, wie das des Reichen? Die Antwort ist: Ja, wenn wir die anderen dabei vergessen. Wir sollen nicht nur auf uns und unsere Erf├╝llung schauen, sondern auch das Leid der anderen im Blick haben. So wird auch uns eines Tages Barmherzigkeit widerfahren, wenn wir barmherzig waren.

2. Gerechtigkeit erf├Ąhrt man nicht unbedingt hier auf der Erde. Vielleicht denken wir uns, dass Gott Lazarus doch schon viel eher h├Ątte tr├Âsten oder helfen k├Ânnen und nicht erst im Himmel. Wir aber kennen Gottes Wege und Absichten nicht, k├Ânnen jedoch immer darauf vertrauen, dass jedes Leid, das wir hier auf Erden erfahren haben, uns in der Ewigkeit ein unvorstellbares ├ťbergewicht an Freude bringen wird, da der Vater f├╝r uns nur das Beste will, auch wenn wir das nicht immer sofort erkennen k├Ânnen.

3. Aber wenn einer von den Toten kommt! Ist das nicht auch manchmal unser Denken? Wie ist es denn im Himmel? Was erwartet uns dort? Wie gerne h├Ątten auch wir die M├Âglichkeit, mit jemandem zu sprechen, der uns das beantworten kann. Hier gilt es aber, von einer Haltung wegzukommen, wonach wir hierauf irgendein Anrecht h├Ątten. Es gibt ja Menschen, die in diesem Sinn besondere Gnaden empfangen haben, z.B. der heilige Paulus. Der Herr weist aber darauf hin, dass wir diese Antworten zuerst in der Heiligen Schrift suchen sollen und finden k├Ânnen. Im Vertrauen auf die Worte Jesu.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, ich bitte dich, lass mich erkennen, wie ich hier auf Erden leben soll, um das Jenseits und den Himmel so zu erleben, wie du es f├╝r mich vorgesehen hast.

Vorsatz: Heute will ich mir ├╝berlegen, wo ich mich in meinem Denken und Handeln ├Ąndern kann, um in meinem Leben ein besseres Vorbild zu sein und immer mehr Gott die Ehre zu geben.


Jesus und die Kinder

26. September 2022

Montag der sechsundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hll. Kosmas und Damian

Svenja Nonnenmacher

Lk 9,46-50
In jener Zeit kam unter den J├╝ngern die Frage auf, wer von ihnen der Gr├Â├čte sei. Jesus wusste, was in ihrem Herzen vorging. Deshalb nahm er ein Kind, stellte es neben sich und sagte zu ihnen: Wer dieses Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer unter euch allen der Kleinste ist, der ist gro├č. Da sagte Johannes: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen D├Ąmonen austrieb, und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er nicht mit uns zusammen dir nachfolgt. Jesus antwortete ihm: Hindert ihn nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, der ist f├╝r euch.

Einf├╝hrendes Gebet: Lieber Vater, danke, dass du mir diesen neuen Tag geschenkt hast. Ich m├Âchte ihn heute ganz besonders mit dir verbringen und dir nahe sein.

Bitte: Bitte hilf mir zu erkennen, wo ich mich vielleicht ├╝ber andere Leute stelle.

1. Wer ist der Gr├Â├čte? Kennt ihr das, dass man gerne der Schnellste, Kl├╝gste oder Wortgewandteste ist? Hand aufs Herz, streben wir nicht oft danach, gelobt zu werden und gut dazustehen?

2. Die Kinder sind die wahren Gewinner. Mit viel Geduld stellt Jesus den J├╝ngern ein Kind vor die Nase und erkl├Ąrt ihnen und damit uns allen, worauf es ankommt: sich nicht so wichtig zu nehmen. Ein klares, reines Herz ohne Falschheit, das m├Âchte er von uns. Lernen wir von der Unbeschwertheit der Kinder!

3. Aber er geh├Ârt ja nicht zu uns. Darf er das dann? Ich finde diese Frage immer noch sehr aktuell. Geht es darum, dass wir exklusiv sind und allein schon mit der Wahl unserer Glaubensrichtung die Wahrheit und das ewige Leben gepachtet haben? Jesus gibt hier eine klare Antwort. Die Intention, die innere Ausrichtung auf das Gute, Wahre und Sch├Âne ÔÇô auf Christus ÔÇô hin, ist das Wichtige. Wer nicht gegen ihn ist, ist f├╝r ihn. Manchmal ganz einfach.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, hilf mir, ein kindliches Herz zu erlangen und zu erkennen, dass die meisten Menschen dich ernsthaft suchen und kennen lernen wollen. Helfen wir lieber einander und bereichern wir uns gegenseitig, anstatt mit dem Finger aufeinander zu zeigen.

Vorsatz: Heute m├Âchte ich mir ├╝berlegen, wo auch ich offener auf andere zugehen und f├╝r mich lernen kann, dass es eine Vielfalt gibt, die nicht automatisch spalten muss.


Sie nahmen ihn nicht auf

27. September 2022

Dienstag der sechsundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Vinzenz von Paul, Priester, Ordensgr├╝nder
Gedenktag

Svenja Nonnenmacher

Lk 9,51-56
Als die Zeit herankam, in der Jesus in den Himmel aufgenommen werden sollte, entschloss er sich, nach Jerusalem zu gehen. Und er schickte Boten vor sich her. Diese kamen in ein samaritisches Dorf und wollten eine Unterkunft f├╝r ihn besorgen. Aber man nahm ihn nicht auf, weil er auf dem Weg nach Jerusalem war. Als die J├╝nger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel f├Ąllt und sie vernichtet? Da wandte er sich um und wies sie zurecht. Und sie gingen zusammen in ein anderes Dorf.

Einf├╝hrendes Gebet: Guter Vater, mein Kopf ist manchmal so voll mit Dingen, dass ich deine Stimme nicht h├Âre. Bitte gib mir bei dieser Meditation eine Zeit der Ruhe, so dass ich mich sammeln und ganz deinem Worte lauschen kann.

Bitte: Ich m├Âchte dir heute diese Zeit schenken und bitte dich, dass meine Meditation Fr├╝chte tr├Ągt.

1. Er schickte Boten vor sich her. Jesus ging nach Jerusalem und lie├č Boten vor sich hergehen. Diese berichteten bestimmt alles, was sie erlebt hatten und waren voller Bewunderung ├╝ber die Geschehnisse. Dann kamen sie in ein samaritisches Dorf. Und dort nahm man Jesus nicht auf. Man stelle sich ihre Entt├Ąuschung vor!

2. Die J├╝nger wollen Feuer vom Himmel. Jakobus und Johannes sind offensichtlich dar├╝ber entsetzt, dass trotz der Boten und Jesu pers├Ânlichem Kommen keiner ihn hier aufnehmen will. Und so fordern sie ihn dazu auf, seine Macht zu beweisen und alles zu vernichten.

3. Jesus ist barmherzig. Jesus hat es nicht n├Âtig, seine Gottheit unter Beweis zu stellen. Er ist gelassen und weist seine J├╝nger sogar zurecht, weil sie Solches von ihm fordern. Und er geht einfach weiter in ein anderes Dorf.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, warum bist du weitergegangen und hast deine J├╝nger zurechtgewiesen? Gott kennt das Herz eines jeden Menschen. Vielleicht waren die Einwohner einfach noch nicht bereit, sich auf die Frohe Botschaft einzulassen und er wusste und respektierte das. Gott wirbt um uns, aber er l├Ąsst uns unsere Freiheit, und wir k├Ânnen uns f├╝r oder gegen ihn entscheiden. Manchmal braucht man auch etwas mehr Zeit oder Mut.

Vorsatz: Jesus, heute m├Âchte ich meine Liebe zu dir bekennen und werde jemandem erz├Ąhlen, was der Glaube mir bedeutet.


Jesus nachzufolgen ist nicht leicht!

28. September 2022

Mittwoch der sechsundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Lioba, Äbtissin
Hl. Wenzel, M├Ąrtyrer

Svenja Nonnenmacher

Mt 9,57-62
In jener Zeit als Jesus und seine J├╝nger auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die F├╝chse haben ihre H├Âhlen und die V├Âgel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben. Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verk├╝nde das Reich Gottes! Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zur├╝ckblickt, taugt f├╝r das Reich Gottes.

Einf├╝hrendes Gebet: Lieber Vater, du bist immer f├╝r mich da und liebst mich. Ich kann deine Liebe nicht verdienen, sie mir aber schenken lassen. Ich danke dir daf├╝r.

Bitte: Bitte hilf mir, dich in den kleinen und gro├čen Dingen in meinem Leben zu sehen und zu erkennen.

1. Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Der Mann hat es sicherlich sehr ehrlich und aufrichtig gemeint, als er Jesus sagte, dass er ihm folgen will, wohin er auch geht. Aber Jesu Antwort zeigt, dass sein Zuhause ein anderes ist, als die unseren. Er hat kein Heim, keine Heimat, hier auf dieser Erde. Wir wissen, positiv, dass seine Heimat der Himmel, der Scho├č des Vaters, ist. Doch hier hat er es einmal blo├č negativ ausgedr├╝ckt.

2. Lass mich erst meinen Vater begraben. Klingt es nicht im ersten Moment etwas barsch, wenn Jesus sagt, dass die Toten die Toten begraben sollen und er von dem Mann w├╝nscht, dass er das Reich Gottes verk├╝ndet. Ich habe einmal geh├Ârt, dass jemand sagte, vielleicht war der Vater noch nicht gestorben und es w├╝rde auch noch Jahre dauern. Das w├╝rde Sinn machen, denn dann h├Ątte der Mann einen l├Ąngeren Aufschub gew├╝nscht aber Jesus wollte, dass er ÔÇ×jetztÔÇť das Reich Gottes verk├╝ndet.

3. Auch kein Abschied von der Familie. Kennen wir das nicht auch? Wenn wir unsere Familie um uns haben, f├╝hlen wir uns wohl und sicher. Wenn wir uns verabschieden, dauert unsere Abwesenheit meist l├Ąnger. Man bekommt dann vielleicht gute Ratschl├Ąge f├╝r die Reise oder die anderen sorgen sich. So ein Abschied kann auch Zweifel oder Unsicherheit hervorrufen. Deshalb sollen wir uns f├╝r den Weg entscheiden und nicht zur├╝ckblicken.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, bin ich nicht auch manchmal unsicher, wenn ich dir nachfolgen will? Oft ist die Welt so ganz anders und wenn ich dann anfange zu ├╝berlegen, welche Konsequenzen es haben k├Ânnte, verliere ich den Mut.

Vorsatz: Heute will ich mich ganz bewusst f├╝r Jesus entscheiden und ihn bitten, dass er mir hilft, den Glauben authentisch zu leben.


Jesus und Natanael

29. September 2022

Donnerstag der sechsundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hll. Erzengel Michael, Gabriel und Rafael, Erzengel
Fest

Svenja Nonnenmacher

Joh 1,47-51
In jener Zeit sah Jesus Natana├źl auf sich zukommen und sagte ├╝ber ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Natana├źl fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natana├źl antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der K├Ânig von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Gr├Â├čeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel ge├Âffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen ├╝ber dem Menschensohn.

Einf├╝hrendes Gebet: Gro├čer Gott, die ├╝bersteigst mit deinem Sein all unser Denken und wir k├Ânnen nur erahnen, wie gro├č du wirklich bist. Du kennst jeden Einzelnen von uns und wir d├╝rfen uns von dir geliebt wissen.

Bitte: Wenn uns auch manchmal Zweifel kommen, sei du an unserer Seite und st├Ąrke unseren Glauben.

1. Jesus ÔÇ×sahÔÇť Natanael. Jesus ÔÇ×siehtÔÇť die Menschen und erkennt sie direkt. Es ist, als schaue er ihnen direkt in ihr Herz. Wie w├╝rde ich reagieren, wenn Jesus mir so entgegentreten w├╝rde?

2. Ich habe dich unter dem Feigenbaum gesehen. Feigenb├Ąume sind gro├č und werfen Schatten. Oft kann man gar nicht genau erkennen, wer darunter sitzt, um sich vor der Hitze des Tages zu sch├╝tzen. Vielleicht sa├č Natanael als Kind bereits darunter, dann w├╝rde das bedeuten, dass Jesus ihn zu der Zeit schon gesehen hat. Ob es das war, was Natanael so sehr in seinem Inneren getroffen hat, dass er erkannte, wer Jesus wirklich ist?

3. Du wirst noch Gr├Â├čeres sehen. Was f├╝r eine sch├Âne Prophezeiung! Wird es so am letzten Tag sein? Der Himmel wird offenstehen und die Engel Gottes steigen ├╝ber dem Menschensohn auf und nieder. Lassen wir dieses Bild, diese Gr├Â├če und Sch├Ânheit einmal auf uns wirken.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du kennst und liebst mich. Wie sch├Ân, wenn wir eines Tages zusammen sein werden und du mir alles erz├Ąhlen kannst ├╝ber mich: Wann du bei mir warst, mich getr├Âstet hast, mit mir gek├Ąmpft hast oder gelacht; geweint und gelitten. Du bist immer da.

Vorsatz: Heute will ich einmal ├╝berlegen, wann ich Jesus besonders in meinem Leben gesp├╝rt habe.


Weh dir!

30. September 2022

Freitag der sechsundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Hieronymus, Priester, Kirchenlehrer
Gedenktag

Svenja Nonnenmacher

Lk 10,13-16
In jener Zeit sprach Jesus: Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen w├Ąren, die bei euch geschehen sind - man h├Ątte dort in Sack und Asche Bu├če getan. Tyrus und Sidon wird es beim Gericht nicht so schlimm ergehen wie euch. Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen. Wer euch h├Ârt, der h├Ârt mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.

Einf├╝hrendes Gebet: Guter Vater, heute m├Âchte ich dir alle Menschen bringen, die nicht an dich glauben.

Bitte: Ich bitte dich, lass mich dein Werkzeug sein, um die Frohe Botschaft weiterzutragen.

1. Weh dir! Nun, wenn man das liest, dann h├Ârt man schon ganz genau hin. Jesus sagt: ÔÇ×Weh dir!ÔÇť Hier scheint er etwas ganz ernst zu meinen. Er spricht eine Warnung ├╝ber die St├Ądte aus.

2. Tyrus und Sidon. Das scheinen Orte zu sein, die es trotz ihrer Verwerflichkeit gerade noch einmal so geschafft haben. Aber was genau ist in diesen St├Ądten passiert oder nicht passiert, dass Jesus ein solches Sammelurteil ├╝ber sie spricht? Er weist auf die Wunder hin, die dort geschehen oder nicht geschehen sind. Das ist die Seite Gottes. Auf der Seite des Menschen ist die Antwort des Glaubens, die gegeben oder verweigert wird.

3. Wer mich ablehnt, lehnt den ab, der mich gesandt hat. Auch hier wird Jesus wieder ganz klar. Nur durch ihn k├Ânnen wir zu Gott kommen. Er ist die T├╝r. Das wird in besonderer Weise am Sakrament der Taufe deutlich. Es ist f├╝r uns das Eingangstor zur Gotteskindschaft, denn es macht uns zu S├Âhnen und T├Âchtern im Sohn.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du meinst es ernst mit uns und m├Âchtest, dass wir gerettet werden. Hier sprichst du mit Vollmacht und mit ganzer Klarheit. Bin ich mir dessen bewusst, was du uns sagen oder wie du uns warnen m├Âchtest?

Vorsatz: Heute m├Âchte ich in der Bibel lesen und erfahren, was die Menschen in Tyrus und Sidon getan haben.


Der Glaube als Geschenk

1. Oktober 2022

Samstag der sechsundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Theresia vom Kinde Jesus, Ordensfrau, Kirchenlehrerin
Gedenktag

Svenja Nonnenmacher

Lk 10,17-24
In jener Zeit kehrten die Zweiundsiebzig zur├╝ck und berichteten voll Freude: Herr, sogar die D├Ąmonen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen. Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu ├╝berwinden. Nichts wird euch schaden k├Ânnen. Doch freut euch nicht dar├╝ber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch dar├╝ber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind. In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erf├╝llt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unm├╝ndigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles ├╝bergeben worden; niemand wei├č, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand wei├č, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die J├╝nger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. Ich sage euch: Viele Propheten und K├Ânige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten h├Âren, was ihr h├Ârt, und haben es nicht geh├Ârt.

Einf├╝hrendes Gebet: Himmlischer Vater, was f├╝r eine sch├Âne Bibelstelle d├╝rfen wir heute f├╝r unsere Meditation lesen. Danke!

Bitte: Bitte schenke mir eine immer gr├Â├čere Liebe zu deinem Wort und Wachstum in deiner Nachfolge.

1. Sogar die D├Ąmonen gehorchen uns. ÔÇ×Sind D├Ąmonen nicht ├╝berholt? Gibt es so etwas ├╝berhaupt? Ja, damals waren die Menschen noch nicht so aufgekl├Ąrt und haben daran geglaubt.ÔÇť Kennt ihr solche Argumente? Achtung! Jesus hat seinen J├╝ngern diese Vollmacht gegeben und das ist eine Tatsache, genauso real, wie die Dinge, die passiert sind und aufgeschrieben wurden. Heute haben wir Einblick in physische, psychische und medizinische Zusammenh├Ąnge gewonnen, die es damals nicht gab, doch wie kann man die f├╝r alles grundlegende geistige Ebene vergessen, ohne den Einblick ins Wesentliche zu verlieren und aufzuh├Âren, den Menschen als Leib-Seele-Einheit zu betrachten, die mit Gott und den geistigen Wirklichkeiten in Kontakt steht?

2. Den Weisen und Klugen ist es verborgen. Auch hier sucht Jesus wieder die Kleinen, die Unm├╝ndigen, die im weltlichen Sinn nicht so Klugen aus, um zu demonstrieren, wer hier eigentlich handelt: Es ist Gott, der durch diese Menschen wirkt, und nicht die Menschen selber bringen das zustande. Jesus m├Âchte uns immer die Wahrheit ├╝ber sich und den Vater offenbaren.

3. Viele wollten sehen und h├Âren. Es kommt nicht nur alleine darauf an, dass man sehen und h├Âren will, sondern man muss auch zulassen, dass Gott sich so zeigt, wie er es will, und sich damit beschenken lassen. Der Glaube ist ein Geschenk, ich kann ihn nicht ÔÇ×erzeugenÔÇť, etwa, weil ich es will. Wer ein reines Herz hat, wird damit beschenkt werden.

Gespr├Ąch mit Christus: Lieber Jesus, ich danke dir, dass auch ich die Chance bekommen habe, dein Wort kennen zu lernen, und das Geschenk des Glaubens erhalten habe.

Vorsatz: Heute m├Âchte ich ├╝berlegen, was der Glaube mir bedeutet.