Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 11. September 2022 bis Samstag 17. September 2022

Vierundzwanzigste Woche im Jahreskreis

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi und P. Georg Rota LC

Mein VaterSonntag
Jesus, ich vertraueMontag
MitleidDienstag
Im Kreuz ist HeilMittwoch
Die MiterlöserinDonnerstag
Das Reich GottesFreitag
Mit aufrichtigem Herzen hörenSamstag


Mein Vater

11. September 2022

Vierundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 15,1-32
In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen. Da erzählte er ihnen dieses Gleichnis und sagte: Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Wüste zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war! Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr nötig haben. Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie die Drachme findet? Und wenn sie diese gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir, denn ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte! Ebenso, sage ich euch, herrscht bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt. Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht! Da teilte der Vater das Vermögen unter sie auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er begann Not zu leiden. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner! Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn zu ihm: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt einen Ring an seine Hand und gebt ihm Sandalen an die Füße! Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn dieser, mein Sohn, war tot und lebt wieder er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein Fest zu feiern. Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte seinem Vater: Siehe, so viele Jahre schon diene ich dir und nie habe ich dein Gebot übertreten; mir aber hast du nie einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber man muss doch ein Fest feiern und sich freuen; denn dieser, dein Bruder, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.

EinfĂĽhrendes Gebet: Jesus, zu Beginn meines Gebets möchte ich einige Minuten der Stille verbringen, um mir bewusst zu werden, dass ich mit meinem Hirten spreche, und zu erkennen, welche Stimmen in mir laut sind. Manchmal hilft mir ein MusikstĂĽck oder ein Lied, das ich mir anhöre, um zu spĂĽren, wie du fĂĽr mich sorgst und der Glaube mich in allem trägt.

Bitte: Bitte, Jesus, hilf mir, öffne mein Herz, damit ich deine Stimme hören kann.

1. Das Verlorene. Es ist auffallend, wie viele Gleichnisse Jesus in dieser Evangelienstelle bringt, worin es um das Verlorene geht: die verlorene MĂĽnze, das verlorene Schaf und, vor allem, der verlorene Sohn. Halten wir einmal inne und betrachten wir, was Jesus mit dem „Verlorenen“ meint. In allen drei Geschichten geht es um etwas, was dem Besitzer – und noch deutlicher – dem Vater, sehr wertvoll, ja gleichsam unersetzlich ist. Wie der Evangelist zu Anfang schon erklärt, erzählt Jesus diese Gleichnisse, weil die Pharisäer empört sind, dass er mit SĂĽndern isst und sich mit ihnen abgibt. Das Verlorene ist fĂĽr die Pharisäer Abschaum, der abzustoĂźen ist und dessen man sich entledigen muss. FĂĽr Jesus ist das Verlorene das, was er wiederfinden, zurĂĽckholen, retten und wieder bei sich wissen will. Jesus sucht und rettet den SĂĽnder wirklich.

2. FrĂĽchte. Im geistlichen Leben wird man immer wieder vor die Herausforderung gestellt, wahrhaft die Stimme des Herrn zu hören, sie zu erkennen und ihr zu folgen. Ich weiĂź nicht, ob es dem ein oder anderen ebenso ergeht wie mir, wenn ich manchmal nicht erkenne, ob eine Eingebung oder ein Gedanke die Stimme des Herrn oder die des Widersachers ist. Vielleicht ist es dem jĂĽngeren Sohn ähnlich ergangen. Er hatte nicht von Vornherein erkannt, dass seine Forderung nach seinem Erbe sich gegen den Himmel und seinen Vater richtete. Man darf doch nach seinem Erbe fragen und es einfordern, oder? Dass sein Wille, nicht beim Vater zu bleiben, vom Widersacher stammte, war ihm nicht klar gewesen. Erst die Art und Weise, wie er mit seinem Erbe umging, zeigte, dass in ihm nicht der Heilige Geist am Wirken war. Tatsächlich hörte er auf die Stimme seiner gefallenen Natur und die des Widersachers.

3. Der Vater. Der Vater sah ihn von weitem kommen und fiel ihm um den Hals. FĂĽr uns ist Gott, der Vater, schon offenbart. In der Zeit Jesu war es noch nicht so. Die Juden kannten Gott nur durch die Propheten. Und oft waren es furchterregende Bilder, die ihnen vermittelt worden waren, von einem Gott, der jede SĂĽnde rächt und das Böse ausmerzt. Von einem Gott, der versucht hatte, persönlich mit seinem Volk zu sprechen, welches aber vor lauter Angst und Schauer Moses gebeten hatte, weiterhin allein mit Gott zu sprechen. Als also Jesus mit ihnen sprach, ĂĽberwog in ihren Herzen das Bild von der Macht und der Größe Gottes. Umso reifer war die Zeit, um ĂĽber einen Vater zu sprechen, der sanft und barmherzig ist. Angst und Schrecken vor der SĂĽnde waren in ihre Herzen gemeiĂźelt. Gottes Liebe zum SĂĽnder hingegen zeichnete sich erst im Angesicht Jesu ab: Gott ist mein Vater.

Gespräch mit Christus: Mein Vater, ich möchte auch in deine Arme laufen. Lass mich heute in meinem Leben solch eine Erfahrung machen.

Vorsatz: Vielleicht kann ich zum Schluss dieses Gebets das Vaterunser sehr langsam und bewusst beten.


Jesus, ich vertraue

12. September 2022

Montag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Maria Namen

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 7,1-10
In jener Zeit als Jesus seine Rede vor dem Volk beendet hatte, ging er nach Kafarnaum hinein. Ein Hauptmann hatte einen Diener, der todkrank war und den er sehr schätzte. Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige von den jüdischen Ältesten zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten. Sie gingen zu Jesus und baten ihn inständig. Sie sagten: Er verdient es, dass du seine Bitte erfüllst; denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut. Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen: Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden. Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden. Und als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurückkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.

EinfĂĽhrendes Gebet: Jesus, zu Beginn meines Gebets möchte ich einige Minuten der Stille verbringen, um mir bewusst zu werden, mit wem ich spreche – mit dir, dem Arzt meiner Seele, und erkennen, welche Stimmen in mir laut sind. Manchmal hilft mir ein MusikstĂĽck oder ein Lied, das ich mir anhöre, um zu spĂĽren, wie du fĂĽr mich sorgst und der Glaube mich in allem trägt.

Bitte: Bitte, Jesus, hilf mir, öffne mein Herz, damit ich deine Stimme hören kann.

1. Betrachtung. Stellen wir uns diese Bibelstelle vor: Jesus war auf einem Berg gewesen, hatte dort seine zwölf Apostel berufen und ist mit ihnen den Berg hinabgestiegen, um eine groĂźe JĂĽngerschar aus Judäa, Jerusalem und den KĂĽstengebieten Tyrus und Sidon zu lehren und Kranke zu heilen. Alles geschah vor dem Ort Kafarnaum. Ich kann jetzt betrachten, wie Jesus in das Dorf hineingeht. Auf der StraĂźe kommen einige ältere Herren auf ihn zu, die ihrem Aussehen nach Gelehrte sein mĂĽssen. Sehr eilig und hastig schreiten sie auf Jesus zu, ja fast im Laufschritt. Jesus sieht sie schon weitem, schenkt seine Aufmerksamkeit aber noch den Menschen, die ihn begleiten. Die Ă„ltesten erreichen Jesus und drängen sich zu ihm heran. Während Jesus innehält, reden sie auf ihn ein; flehend, bittend drĂĽcken ihre Gesichter die Worte aus, die zu hören sind. Jesus lässt sich zunächst wortlos auf alles ein und geht mit ihnen. Auf einmal höre ich: „Sprich nur ein Wort…“ Was spĂĽre ich da? Vielleicht Bewunderung?

2. â€žSprich nur ein Wort.“ Gottes Wort ist allmächtig. Es spendet Licht: „Gott sprach: Es werde Licht und es ward Licht.“ Es ist lebenspendend: „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott… In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen.“ Dieses Wort ist nicht nur kraftvoll, es ist schöpferisch wirksam. Es erschafft aus dem Nichts. Kein Mensch wird je in der Lage sein, etwas aus dem Nichts zu erschaffen. Der Hauptmann jedoch glaubte an die Macht des Wortes, das aus Jesu Mund hervorging. Er wusste: Wenn Jesus ein Wort spricht, wird es wahr. Heilung kann geschehen, wenn wir glauben.

3. Der Glaube. â€žUnd er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden.“ Das Einzige was wir tun mĂĽssen, um das Wort Jesu wirksam werden zu lassen, ist, ihm zu glauben. Es sagt sich leichter, als es getan ist. Glauben zu können, setzt Vertrauen voraus. Man kann leicht jemandem vertrauen, den man kennt, der einem gut gesinnt ist und mit dem man schon sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Wir brauchen diese innere Sicherheit, weil wir uns oft davor fĂĽrchten, verletzt oder enttäuscht zu werden. Wir wissen zwar, dass wir Jesus vertrauen können, aber wenn wir selber im Schmerz sind, schlechte Erfahrungen gemacht haben, machen wir Gott VorwĂĽrfe und fragen ihn, warum er das zulässt. Genau dann brauchen wir diesen einfachen Glauben des Hauptmannes: „Sprich nur ein Wort…“ Jesus, du wirst handeln! Ich weiĂź, denn dein Wort ist allmächtig, licht- und lebenspendend.

Gespräch mit Christus: Jesus, ich vertraue auf dich, auch wenn es mir schwerfällt. Ich vertraue auf dich.

Vorsatz: Vielleicht kann ich mich heute dem Herzensgebet widmen. Beim Einatmen spreche ich in Gedanken: Jesus, mein Retter,und beim Ausatmen: Ich vertraue auf dich.


Mitleid

13. September 2022

Dienstag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Johannes Chrysostomus, Bischof, Kirchenlehrer
Gedenktag

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 7,11-17
In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm. Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück. Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen. Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.

EinfĂĽhrendes Gebet: Herr, zu Beginn meines Gebets möchte ich einige Minuten der Stille verbringen, um mir bewusst zu werden, mit wem ich spreche, und zu erkennen, welche Stimmen in mir laut sind. Du bist der Herr der Geschichte und ĂĽber jedes Menschen Leben. Manchmal hilft mir ein MusikstĂĽck oder ein Lied, das ich mir anhöre, um zu spĂĽren, wie du fĂĽr mich sorgst und der Glaube mich in allem trägt.

Bitte: Bitte, Jesus, hilf mir und öffne mein Herz, damit ich deine Stimme hören kann.

1. GroĂźe Menschenmenge. Versuchen wir einen Moment, uns dieser Bibelstelle ĂĽber die Wahrnehmung unsere Sinne zu nähern. Jesus war in Kafarnaum gewesen und geht nach NaĂŻn. Auf diesem Weg folgt ihm eine groĂźe Menschenmenge. Was sehe ich? Zunächst die groĂźe Menschenmenge; dann ist mein Augenmerk auf Jesus und auf die JĂĽnger gerichtet. Vielleicht sehe ich Menschen, die vor kurzem geheilt worden sind. In der Luft liegt ein sommerlicher Duft. Eine Brise weht ab und zu durch die Felder, die den herben Geruch von frisch abgeerntetem Weizen in die Nase steigen lässt. Plötzlich kommt ein Trauerzug aus dem Tor. Menschen weinen. Zunächst höre ich ein leises Murmeln, weit weg, dann immer lauter, bis ich Gesprächsfetzen aufnehmen kann. Dann ebenso ein Schluchzen. Als der Trauerzug sichtbar wird, spĂĽre ich eine innere Beklemmung, ja Lähmung. Hilflosigkeit ĂĽberkommt mich. Und ich spĂĽre die Ruhe, die von Jesu Wort ausgeht: Weine nicht! Wo stehe ich in dieser Begegnung?

2. Jesus hat Mitleid. Ich stelle mir vor, dass Jesus sehr vertieft in das Gespräch mit den Menschen um sich herum war. Sie mussten ihm viele Fragen gestellt und mit EindrĂĽcken und Dank bombardiert haben. Er war wohl sehr berĂĽhrt von all den Menschen, die er zutiefst kennt, belehrt und ganz bei sich haben möchte. Dann kommt dieser Trauerzug. Eine Mutter, die so herzzerreiĂźend weint, dass es Jesu Mitleid erregt: „Weine nicht!“ – Jesus kann uns nicht weinen sehen. Er möchte nicht, dass wir weinen. Noch weniger, wenn eine Mutter ihr Kind verliert. Vielleicht hat er in diesem Moment an seiner Mutter gedacht, die ebenso wie diese Frau eine Witwe ist. „Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurĂĽck.“ Vielleicht ist das Ereignis ein kleines Vorzeichen fĂĽr das, was mit ihm geschehen wird. Auch er wird bald sterben. Seine Mutter wird ebenso tiefen Schmerz erfahren, ihren Sohn leiden sehen und ihn verlieren. Doch gibt es Hoffnung. Wie dieser Sohn der Witwe, wird auch er auferstehen. Mehr noch: durch seine Auferstehung wird er uns alle zu einer neuen Schöpfung machen.

3. Nach dem Wunder. â€žAlle wurden von Furcht ergriffen…“ Der Evangelist Lukas beschreibt die menschliche Reaktion nach so einem Wunder treffend. Zunächst steigt in uns Furcht auf. Wir empfinden Furcht, wenn wir uns in Gefahr oder bedroht fĂĽhlen. Die Furcht wird auch etwas von einem GefĂĽhl des inneren Staunens begleitet. Keiner dieser Menschen können sich dieses Ereignis erklären. Sie sind ergriffen, fĂĽhlen sich aus einer sonst bekannten Welt herausgerissen. Lukas schreibt weiter: „…sie priesen Gott und sagten: Ein groĂźer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.“ Die Furcht verwandelt sich in Staunen und schlägt dann in innere Freude und Dankbarkeit um. Die Menschen drĂĽcken es durch Lobpreis aus. Sie erkennen, dass sie vor jemandem stehen, der mächtig, ist, der die Gefahr entschärft und neues Vertrauen schenkt; der den Tod besiegt und Leben schenkt. SchlieĂźlich mĂĽssen wir fast schmunzelnd hinzufĂĽgen, dass wir Menschen so etwas nicht fĂĽr uns behalten können, wir mĂĽssen es anderen erzählen.

Gespräch mit Christus: Jesus, ich weine oft, oder mir ist manchmal innerlich danach zumute. Manchmal lasse ich es nicht zu, weil ich „stark“ sein will. Lass mich vor dir meine GefĂĽhle ausdrĂĽcken und zeige mir, dass du auch mit mir Mitleid hast.

Vorsatz: Vielleicht nehme ich mir heute einmal bewusst die Zeit, um meinen GefĂĽhlen Raum zu geben und diese Jesus zu ĂĽbergeben, von ihm berĂĽhren zu lassen.


Im Kreuz ist Heil

14. September 2022

Mittwoch der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Kreuzerhöhung
Fest

P. Georg Rota LC

Joh 3,13-17
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodémus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

EinfĂĽhrendes Gebet: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst!

Bitte: Jesus, ich danke dir, dass du mich erlöst hast.

1. Ein himmlischer Bote. Gott hat den Menschen nicht seinem Schicksal ĂĽberlassen. Es ist ihm nicht egal, wie wir leben oder ob wir leiden. Er hat seine himmlische Wohnung verlassen und sich auf den Weg zu uns gemacht. Er sandte seinen Sohn, um uns zu beweisen, dass wir ihm nicht gleichgĂĽltig sind. Ja, er ist wirklich in allem uns gleich geworden, auĂźer der SĂĽnde. Er wollte ein Gott zum Anfassen sein, und vor allem wollte er uns berĂĽhren und aus unserer Einsamkeit und Abschottung befreien.

2. Christus Medicus. Christus ist aber nicht mit leeren Händen vom Himmel gekommen, sondern mit unermesslichen Gnaden, um mich zu heilen und zu heiligen. So wie Mose das Volk aus der Sklaverei in Ă„gypten gefĂĽhrt hat, hat Christus sein Volk aus der Sklaverei der SĂĽnde befreit. Und so wie Mose die Kupferschlange als Heilmittel in der WĂĽste aufgestellt hat, brachte auch Christus uns Heilung von unseren geistlichen Krankheiten, v.a. vom Gift der SĂĽnde, das uns zum Guten träge macht. Der Unterschied ist, dass Christus der Arzt ist, der sich uns selbst als Medizin schenkt und das mit seinem Leben bezahlt.

3. So sehr hat Gott die Welt geliebt. Was bewegt einen Vater, seinen einzigen Sohn hinzugeben? Es ist eine unaussprechliche Liebe, die der Evangelist kaum in Worte zu fassen vermag. Wir mĂĽssen zwischen den Zeilen des „so sehr hat Gott die Welt geliebt“ lesen. Ein Gott, der nichts zurĂĽckhält, nicht einmal sein eigenes Leben. Warum? Aus Liebe zu mir. Ja, er kommt nicht um Gericht zu halten, sondern um Erlösung zu schenken.

Gespräch mit Christus: Danke, Jesus, dass du mich durch dein heiliges Kreuz erlöst hast. Du zeigst mir dadurch, dass ich in meinem Leiden nicht allein bin und es dir nicht egal ist. Du bist hier bei mir. Ein Blick auf dein Kreuz soll mir Kraft und Trost spenden.

Vorsatz: Jedes Mal, wenn ich heute ein Kruzifix sehe, will ich bewusst hinsehen und Jesus danken.


Die Miterlöserin

15. September 2022

Donnerstag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Gedächtnis der Schmerzen Mariens
Gedenktag

P. Georg Rota LC

Joh 19,25-27
In jener Zeit standen bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den JĂĽnger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem JĂĽnger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der JĂĽnger zu sich.

EinfĂĽhrendes Gebet: Maria, ich lege dieses Gebet in deine Hände und bitte dich, mir ein so mitfĂĽhlendes Herz zu schenken wie das deine.

Bitte: Mutter der Schmerzen, bitte fĂĽr mich!

1. Mutter der Schmerzen. Was muss es fĂĽr eine Mutter bedeuten, ihren Sohn im Todeskampf am Kreuz hängen zu sehen? Was muss es darĂĽber hinaus fĂĽr Maria, das edelste Geschöpf Gottes bedeuten, ihren Gott am Kreuz zu sehen? Das ist wahrhaft der Moment, den der greise Simon prophezeit hatte: „Deine Seele wird ein Schwert durchdringen.“ Und doch steht sie trotz ihres Schmerzes unter dem Kreuz, unerschĂĽtterlich. Die hingebungsvolle Liebe einer Frau und Mutter ist wohl eine der reinsten Formen der Liebe, die wir hier auf Erden kennen. Sie verleiht weitaus mehr innere Kraft als die Stärke der Männer, die – bis auf eine Ausnahme – alle geflĂĽchtet sind.

2. Priester des neuen Bundes. Es ist kein Zufall, dass Johannes als Priester des neuen Bundes unter dem Kreuz steht.

3. Mutter der Kirche. Jesus wendet sich an seine Mutter nicht mit der vertraulichen Anrede „Mama“, sondern er nennt sie „Frau“. Diese Distanz erlaubt es Maria zu erkennen, dass sie in diesem Moment zur neuen Frau, zur neuen Eva wird, der Mutter aller, die ewig leben werden. Ihre Leiden sind die Geburtswehen, unter denen die Kinder der Kirche geboren werden, sie ist die Mutter der Kirche. Sie, als Frau, ergänzt die männliche Liebe des Johannes, indem sie dem Priester ĂĽber sein eigenes Leiden hinweghilft und ihn dazu bringt, seine eigene Liebe als Mann denjenigen zu spenden, die sie als Frau in ihrem SchoĂź geborgen hält. Er hat jetzt eine Aufgabe, nämlich sich um sie zu kĂĽmmern, fĂĽr sie zu leben. Diese Szene wird zur Ikone der Beziehung des Priesters zur Kirche. Der Priester schenkt sich der Kirche in ihrem Leid und ihrer BedĂĽrftigkeit – und dadurch wird sein eigenes Leben durch sie geformt. Am FuĂź des Kreuzes erleidet die Kirche ihre Geburtswehen, um die Glieder ihres mystischen Leibes zur Welt zu bringen.

Gespräch mit Christus: O Jesus, hilf mir, dem Beispiel deiner Mutter zu folgen, und mit dir mitzuleiden. Maria, du bist meine Mutter, nimm mich an die Hand, und hilf mir, eine Liebe voller Hingabe zu leben. Hilf mir, fĂĽr meinen Nächsten da zu sein, vor allem fĂĽr jene, die leiden.

Vorsatz: Heute werde ich versuchen, bei Gelegenheit jemandem in seinen Schwierigkeiten Gehör zu schenken.


Das Reich Gottes

16. September 2022

Freitag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Kornelius, Papst, Märtyrer und Hl. Cyprian von Karthago, Bischof, Märtyrer
Gedenktag

P. Georg Rota LC

Lk 8,1-3
In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn, außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

EinfĂĽhrendes Gebet: Herr, ich trete vor dich hin und will mich ganz und gar in deine Gegenwart versetzen. Du bist groĂź und wunderbar! Du bist der Schöpfer des ganzen Universums. Du bist mein Vater und Freund.

Bitte: Durchflute mein Herz mit Liebe!

1. Liebe auf Wanderschaft. Jesus, der menschgewordene Sohn Gottes, berĂĽhrt mit seinen FĂĽĂźen die Erde. Er geht umher und wandert von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf. Er ist kein Gott, der weit weg ist. Er ist auch kein König, der sich in seinem prunkvollen Palast verschanzt. Er geht hinaus in die Randgebiete. Er ist der gute Hirte, der sich auf die Suche nach seinen Schäfchen begibt. Das Unvorstellbare und doch so Wahre: Er sucht auch nach mir, hier und heute. Er möchte mir begegnen. Allein die Tatsache, dass ich jetzt diese Zeilen lese, ist ein Beweis dafĂĽr.

2. Jesus ist nicht allein. Jesus zieht nicht allein durch die Welt. Er lässt sich begleiten. Wie viel kann man lernen, wenn man zusammen mit Jesus auf Reisen geht. Man lauscht zusammen mit den FĂĽnftausend aufmerksam seiner groĂźen Rede. Man hört aber auch das, was er nur im kleinen Kreis zu seinen engsten Vertrauten sagt. Man sieht, wie er den Leidenden und Kranken begegnet, wie er durch BerĂĽhrung Zeichen und Wunder wirkt. Man merkt, wie er sich nachts auf den Berg begibt, um mit seinem Vater viele Stunden im Gebet zu verbringen. Er lädt auch mich ein, von ihm zu lernen, und ihn besser kennenzulernen, indem ich mich von ihm leiten lasse.

3. Gott braucht Hände und FĂĽĂźe. Die Zeit, zu welcher der Sohn Gottes als Mensch auf Erden wandelte, ist vorĂĽber. Jetzt ist seine Botschaft vom Reich Gottes, sein Evangelium darauf angewiesen, dass es jemand in die Welt und zu den Menschen trägt. Er braucht meine Hände und FĂĽĂźe. Jeder, der sich auf die Reise mit Jesus begeben hat, ihn Schritt fĂĽr Schritt kennenlernt, seine Worte hört und seine Wunder sieht, ist irgendwann auch dazu berufen als Apostel selbst hinauszugehen und Jesus gegenwärtig zu machen. Unsere Welt hungert und dĂĽrstet nach ihm, und oft sind wir vielleicht die Einzigen, die ein StĂĽck vom Brot des Lebens und einen Schluck lebendiges Wasser anbieten können, weil wir es bereits besitzen.

Gespräch mit Christus: Herr, danke, dass du mir so nahekommst, und nach mir suchst. Gib mir den Mut, dich und deine Botschaft in die Welt zu tragen. Ich muss nichts geben, was ich nicht selbst schon bekommen hätte.

Vorsatz: Wie könnte ich heute das Evangelium durch mein Beispiel, meine Worte oder meine Taten verkĂĽnden?


Mit aufrichtigem Herzen hören

17. September 2022

Samstag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Hildegard von Bingen, Ă„btissin, Mystikerin

P. Georg Rota LC

Lk 8,4-15
In jener Zeit als die Leute aus allen Städten zusammenströmten und sich viele Menschen um ihn versammelten, erzählte er ihnen dieses Gleichnis: Ein Sämann ging aufs Feld, um seinen Samen auszusäen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg; sie wurden zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf Felsen, und als die Saat aufging, verdorrte sie, weil es ihr an Feuchtigkeit fehlte. Wieder ein anderer Teil fiel mitten in die Dornen, und die Dornen wuchsen zusammen mit der Saat hoch und erstickten sie. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfach Frucht. Als Jesus das gesagt hatte, rief er: Wer Ohren hat zum Hören, der höre! Seine Jünger fragten ihn, was das Gleichnis bedeute. Da sagte er: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen. Zu den anderen Menschen aber wird nur in Gleichnissen geredet; denn sie sollen sehen und doch nicht sehen, hören und doch nicht verstehen. Das ist der Sinn des Gleichnisses: Der Samen ist das Wort Gottes. Auf den Weg ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort zwar hören, denen es aber der Teufel dann aus dem Herzen reißt, damit sie nicht glauben und nicht gerettet werden. Auf den Felsen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort freudig aufnehmen, wenn sie es hören; aber sie haben keine Wurzeln: Eine Zeit lang glauben sie, doch in der Zeit der Prüfung werden sie abtrünnig. Unter die Dornen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort zwar hören, dann aber weggehen und in den Sorgen, dem Reichtum und den Genüssen des Lebens ersticken, deren Frucht also nicht reift. Auf guten Boden ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, daran festhalten und durch ihre Ausdauer Frucht bringen.

EinfĂĽhrendes Gebet: Herr, du bist der Sämann, der jetzt seinen Samen auf den Acker meines Lebens aussäen möchte. Mache mein Herz bereit, dein Wort aufzunehmen und Frucht bringen zu lassen.

Bitte: Herr schenke mir ein hörendes Herz!

1. Jesus lehrt. Aus allen Städten strömen Menschen zusammen, um Jesus zu hören und zu sehen. Er ist ein echtes Phänomen und zieht ganze Scharen von Menschen in seinen Bann. Er lehrt sie mit einfachen Worten und bildhaften Vergleichen. Jeder kann ihn verstehen, vorausgesetzt er hat ein offenes und einfaches Herz. Jesus hält keine hochtrabenden, theologischen Vorträge. Er spricht zum Herzen, und doch gibt es einige, die den Sinn des Gleichnisses nicht erfassen. Einsicht in die Geheimnisse Gottes schenkt der Heilige Geist, nicht eine groĂźe Belesenheit. Das sollte auch ich mir immer wieder bewusst machen. Jesus ist der Lehrer aller Weisheit.

2. Die Ohnmacht des Sämanns. Es ist klar, dass Gott der Sämann ist, und dass er guten Samen aussät. Und doch trägt nicht jeder Samen Frucht. Das ist eigentlich eine Ungeheuerlichkeit, dass der allmächtige Gott in dieser Hinsicht so hilflos ist! Wie sollte es dann mir anders gehen, wenn ich mich fĂĽr die Ausbreitung seines Reiches und die VerkĂĽndigung seines Wortes einsetze? Ich kann zwar säen, muss mir aber immer wieder vor Augen halten, dass ich nichts tun kann, um sicherzustellen, dass im Weinberg Gottes nur gute FrĂĽchte wachsen. Denn das liegt letztlich nicht in meinen Händen. Ich kann sogar alles richtig machen und trotzdem keine Frucht erzielen; oder es kann sein, dass mir ein Samen zufällig aus der Tasche fällt und Frucht bringt.

3. Der Ackerboden. Worauf ich sehr wohl Einfluss habe, ist der Ackerboden meines eigenen Herzens. Wie viel Zeit wende ich auf, um ihn gut zu bereiten? BemĂĽhe ich mich, die Steine zu entfernen, die das Wort Gottes daran hindern, Wurzeln zu schlagen? Was sind meine Steine, die SĂĽnden die mich von Gott trennen und dem Teufel die Möglichkeit geben, mir das Wort Gottes zu entreiĂźen? Welche Sorgen oder Zerstreuungen ersticken in mir vielleicht das Wort Gottes? Was kann ich noch tun, um zu gewährleisten, dass das Wort Gottes in mir Frucht bringt? Welche Freude schlieĂźlich, wenn man sieht, dass der Samen ein Vielfaches an Frucht bringt! Gottes Wort in uns bewegt oft mehr, als wir uns zunächst erträumen.

Gespräch mit Christus: Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.

Vorsatz: Ich werde heute entscheiden, welchen Stein und welche Dornen ich aus meinem Herzen entfernen möchte.