Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 4. September 2022 bis Samstag 10. September 2022

Dreiundzwanzigste Woche im Jahreskreis

Edeltrud Fuhr

Festes VertrauenSonntag
Ein liebender BlickMontag
Zwölf ApostelDienstag
„Anleitung“ zum glĂŒcklich sein!Mittwoch
Der besondere GeburtstagDonnerstag
Das „Brett vorm Kopf“Freitag
FruchtbarkeitSamstag


Festes Vertrauen

4. September 2022

Dreiundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

Edeltrud Fuhr

Lk 14,25-33
In jener Zeit begleiteten viele Menschen Jesus; da wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, BrĂŒder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein JĂŒnger sein. Wer nicht sein Kreuz trĂ€gt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein JĂŒnger sein. Denn wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und berechnet die Kosten, ob seine Mittel fĂŒr das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, wĂŒrden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende fĂŒhren. Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und ĂŒberlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrĂŒckt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Ebenso kann keiner von euch mein JĂŒnger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, deine Worte sind Leben und Wahrheit. Öffne mein Herz, damit ich heute deine Worte im richtigen Sinne verstehe. Du liebst mich und willst mich immer mehr an dein Herz ziehen. Voll Sehnsucht wartest du auf mein bedingungsloses „Ja“ zu dir.

Bitte: Jesus, stĂ€rke mein Vertrauen zu dir und lass mich deinen Willen erkennen.

1. Echte JĂŒnger oder MitlĂ€ufer. Jesus kennt die Menschen, die ihn begleiten, bis in ihre tiefste Herzensgesinnung hinein. Weil er sie liebt und noch nĂ€her an sich ziehen will, erklĂ€rt er ihnen die „Voraussetzungen“ fĂŒr seine Nachfolge: „Stellt Gott auf den ersten Platz in eurem Leben!“ Wir hören dazu heute in der ersten Lesung: „denn der vergĂ€ngliche Leib beschwert die Seele, und das irdische Zelt belastet den um vieles besorgten Geist. Wer hat je deinen Plan erkannt, wenn du ihm nicht Weisheit gegeben und deinen Heiligen Geist aus der Höhe gesandt hast?“

2. Bauherren und KriegsfĂŒhrer. Sollen wir jetzt kleinlich das „pro“ und „contra“, fĂŒr unser Leben mit Gott auflisten? Worauf kommt es Jesus bei diesen Gleichnissen an? Er „braucht“ unser volles Vertrauen zu ihm. Der Glaube an ihn ist unsere Sicherheit. Wenn wir uns ihm schenken, verlieren wir nichts, sondern können nur gewinnen. „Macht euch keine Sorgen denn, die Freude am Herrn ist eure StĂ€rke.“

3. Festhalten am „Besitz“. Woran hĂ€ngt mein Herz? „Darum kann keiner von euch mein JĂŒnger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“ Und Jesus geht sogar noch einen Schritt weiter: „Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, BrĂŒder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein JĂŒnger sein. Sehe ich meine Familienangehörigen als „Besitz“ an? Welche Erwartungen und eigenen Vorstellungen prĂ€gen mein Zusammenleben in meiner Familie? Wahre Liebe macht frei.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, du sollst meine „Nummer 1“ sein. Hilf mir, jeden Tag neu mein Kreuz zu tragen. Es können schon kleine Widrigkeiten im Alltag sein, die ich geduldig und froh annehme und ertrage, die dann den Unterschied machen. Danke, Heiliger Geist, dass du mich stĂ€rkst, leitest und mir Frieden schenkst.

Vorsatz: Heute möchte ich unser Zusammensein in der Familie oder Gemeinschaft als ein großes Geschenk dankbar genießen.


Ein liebender Blick

5. September 2022

Montag der dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Mutter Teresa, OrdensgrĂŒnderin, Mitpatronin von Kalkutta

Edeltrud Fuhr

Lk 6,6-11
An einem anderen Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die PharisĂ€er gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nĂ€mlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber wusste, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund. Da wurden sie von sinnloser Wut erfĂŒllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

EinfĂŒhrendes Gebet: Danke, Jesus, fĂŒr diese Zeit mit dir. Du bist mein Herr und Heiland. Du machst Leib und Seele gesund, alles machst du heil. Ich komme vor dein Angesicht und lasse mich von deinem liebenden Blick anschauen.

Bitte: Jesus, nimm jetzt alle Ablenkung und Zerstreuung von mir.

1. Ein Blick fĂŒr den Leidenden. Es sind wohl viele Menschen in der Synagoge. Doch Jesus hatte lĂ€ngst schon den Mann mit der verdorrten Hand gesehen. Wir wissen nicht, ob dieser Mann direkt Jesus um Hilfe gebeten hat. Vielleicht genĂŒgte schon der Austausch eines sehnsuchtsvollen Blicks, den beide einander zuwarfen. Heute gedenken wir der großen Heiligen „Mutter Teresa“. Sie ist uns ein großes Vorbild in der NĂ€chstenliebe und in der Tugend der „Großherzigkeit“. Sie hatte immer einen Blick fĂŒr die Ärmsten der Armen.

2. Ein liebender Blick, der zur Umkehr mahnt. Jesus hat die Gesinnung der Schriftgelehrten und PharisĂ€er durchschaut. Es ist ihm ein „brennendes“ Anliegen, ihre HerzenshĂ€rte und Verstocktheit aufzulösen. Er schaut sie der Reihe nach an! Jetzt ist die Chance der Umkehr! Dass sie ihren Stolz, ihre Überheblichkeit, ihre Kleinkariertheit, ihre Eifersucht und ihren Egoismus erkennen, aufgeben und sich von Jesus heilen lassen. Danke, Jesus, denn jeden Tag neu schenkst du mir die Chance zur Umkehr.

3. â€žVerdorrte“ Hand. Was ist wohl eine „verdorrte Hand“? Ich stelle mir einen ausgetrockneten, spröden, brĂŒchigen Ast vor. Ohne Lebenssaft. Gibt es Zeiten in meinem Leben, wo mein Glaube, mein Gebet und mein Leben mit Gott in Ă€hnlicher Weise „verdorrt“ ist? Jesus sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: „Streck die Hand aus!“ Jesus hat mich im Blick und er wartet nur darauf, mir neues Leben zu schenken.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, du kennst und liebst jeden von uns. Du weißt um unsere Sorgen, Nöte und Ängste. StĂ€rke mein Vertrauen zu dir und zum Willen des Vaters. Komm, Heiliger Geist, und erinnere mich immer wieder, dass ich heute, egal was geschieht, unter deinem liebenden Blick stehe.

Vorsatz: Ich ĂŒberlege mir, wem ich heute eine helfende Hand sein kann.


Zwölf Apostel

6. September 2022

Dienstag der dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis

Edeltrud Fuhr

Lk 6,12-19
In jenen Tagen ging er auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. Als es Tag wurde, rief er seine JĂŒnger zu sich und wĂ€hlte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel. Es waren Simon, dem er den Namen Petrus gab, und sein Bruder Andreas, dazu Jakobus und Johannes, Philippus und BartholomĂ€us, MatthĂ€us und Thomas, Jakobus, der Sohn des AlphĂ€us, und Simon, genannt der Zelot, Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum VerrĂ€ter wurde. Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner JĂŒnger stehen, und viele Menschen aus ganz JudĂ€a und Jerusalem und dem KĂŒstengebiet von Tyrus und Sidon strömten herbei. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. Alle Leute versuchten, ihn zu berĂŒhren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.

EinfĂŒhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, fĂŒhre und lenke mein Gebet. Jesus, so wie du immer wieder die NĂ€he zu deinem Vater gesucht hast, so komme ich jetzt auch zu dir. Schon damals war deine Heilsmacht hier auf Erden zu spĂŒren, und sie wirkt bis zum heutigen Tag.

Bitte: ErfĂŒlle meine Seele mit Dankbarkeit und Freude ĂŒber deine Wunder, die du auch heute noch wirkst.

1. Vom JĂŒnger zum Apostel. Schon einige Zeit vor dieser Stelle im Evangelium wird von der Berufung der einzelnen JĂŒnger berichtet. Jesus hat Menschen berufen, die er in seiner NĂ€he haben wollte. Menschen, die ihm zuhören und sozusagen seine SchĂŒler sind. Heute hören wir im Evangelium, dass Jesus zwölf JĂŒnger als „Apostel“ benennt. Das heißt, sie sind „Gesandte“ oder auch „Boten“. Ihr Auftrag: „Das Reich Gottes zu verkĂŒnden“, nimmt Gestalt an. Bin ich mit dabei?

2. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen! Wir hören genaue NamensĂŒberlieferungen. Namen, die eine Herkunft bezeugen. Namen, die uns Informationen ĂŒber die IdentitĂ€t der MĂ€nner geben. Und Jesus geht sogar so weit, dass er dem JĂŒnger Simon einen neuen Namen gibt: Petrus, der Fels. Und somit seinen ganz persönlichen Auftrag in seiner Nachfolge erteilt. Unsere Namen sind eingeschrieben ins Buch des Lebens. Gott fĂŒhre uns zu dem Ziel, das er uns zugedacht hat!

3. Gibt es heute noch Wunder? â€žAlle Leute versuchten ihn zu berĂŒhren, denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.“ Glaube ich an Wunder? Gibt es sie heute noch? Wir kennen so viele Wallfahrtsorte, wo die KirchenwĂ€nde voll mit Bildern der Danksagung geschmĂŒckt sind. Sind das alles nette MĂ€rchen? Ich glaube auch an kleine Wunder in meinem Alltag. Wenn z.B. zwei „StreithĂ€hne“ wieder die ersten Versöhnungsschritte aufeinander zu machen.

GesprĂ€ch mit Christus: Danke, Jesus, dass du mich bei meinem Namen gerufen hast. Als ein geliebtes Kind Gottes bin ich ausgesandt, um Zeugnis zu geben von deiner Liebe. Danke fĂŒr die vielen kleinen und großen Zeichen, die ich als von dir ausgehend in meinem Alltag vernehme! Manchmal ist es ein Wort aus der Heiligen Schrift, oder ich staune ĂŒber deine Wunder in der Schöpfung.

Vorsatz: Heute möchte ich besonders aufmerksam fĂŒr die „kleinen Wunder“ sein, mit denen mich Gott beschenken will.


„Anleitung“ zum glĂŒcklich sein!

7. September 2022

Mittwoch der dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis

Edeltrud Fuhr

Lk 6,20-26
In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine JĂŒnger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre VĂ€ter mit den Propheten gemacht. Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre VĂ€ter mit den falschen Propheten gemacht.

EinfĂŒhrendes Gebet: Noch bevor wir dich suchen, bist du bei uns. Bevor wir deinen Namen kennen, bist du schon unser Gott. Öffne unser Herz fĂŒr das Geheimnis, in das wir aufgenommen sind; dass du uns zuerst geliebt hast und dass wir glĂŒcklich sein dĂŒrfen mit dir. Nicht weil wir gut sind, dĂŒrfen wir uns dir nĂ€hern, sondern, weil du Gott bist.

Bitte: Herr, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. â€žSelig“ könnte auch „glĂŒcklich“ heißen. Wann sind wir Menschen glĂŒcklich? Ist es schon der Genuss meiner Lieblingsspeise oder ein Entspannungsbad? Es kann auch der Sieg in einem Wettkampf sein oder die bestandene PrĂŒfung! Einem anderen Menschen zu helfen und ihm eine Freude zu bereiten, kann mir auch Freude und GlĂŒck bereiten. Doch alle diese „GlĂŒcksmomente“ haben ein Ende. Alle diese „GlĂŒcksbringer“ kommen wohl an eine Grenze und nĂ€hren nur das Verlangen nach mehr.

2. Ein GlĂŒck, das uns nicht genommen werden kann! Das GlĂŒck, das in Gott zu finden ist, kann uns nie genommen werden. „Die Seligpreisungen entsprechen dem natĂŒrlichen Verlangen nach GlĂŒck. Dieses Verlangen geht auf Gott zurĂŒck. Er hat es in das Herz des Menschen gelegt, um ihn an sich zu ziehen, denn Gott allein vermag es zu erfĂŒllen.“

3. Der SchlĂŒssel zum GlĂŒck! Wie könnten wir diese Seligpreisungen und Wehe-Rufe zusammenfassen? Der SchlĂŒssel ist wohl meine Liebe zum HERRN. Wenn ich ihm vertraue und voll Demut mein Leben mit all seinen Höhen und Tiefen annehme und mit IHM zusammen durchstehe, dann bin ich auf dem richtigen Weg.

GesprĂ€ch mit Christus: Liebster Jesus, manchmal sind deine Worte fĂŒr mich gar nicht so einfach zu verstehen. Zu sehr bin ich noch an meine weltlichen Sicherheiten und Annehmlichkeiten gebunden. Mein Blick ist auf mich und meine Befindlichkeit gerichtet. Komm, Heiliger Geist, und schenke mir die Gabe der Weisheit, Erkenntnis und die Gabe des Rates. Schenke mir die Sehnsucht nach deiner Liebe und ein Leben in FĂŒlle in dir.

Vorsatz: Ich ĂŒberlege mir, auf was ich heute aus der Liebe zum Herrn verzichten werde.


Der besondere Geburtstag

8. September 2022

Donnerstag der dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
MariÀ Geburt
Fest

Edeltrud Fuhr

Mt 1,1-16.18-23
Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: Abraham war der Vater von Isaak, Isaak von Jakob, Jakob von Juda und seinen BrĂŒdern. Juda war der Vater von Perez und Serach; ihre Mutter war Tamar. Perez war der Vater von Hezron, Hezron von Aram, Aram von Amminadab, Amminadab von Nachschon, Nachschon von Salmon. Salmon war der Vater von Boas; dessen Mutter war Rahab. Boas war der Vater von Obed; dessen Mutter war Rut. Obed war der Vater von Isai, Isai der Vater des Königs David. David war der Vater von Salomo, dessen Mutter die Frau des Urija war. Salomo war der Vater von Rehabeam, Rehabeam von Abija, Abija von Asa, Asa von Joschafat, Joschafat von Joram, Joram von Usija. Usija war der Vater von Jotam, Jotam von Ahas, Ahas von Hiskija, Hiskija von Manasse, Manasse von Amos, Amos von Joschija. Joschija war der Vater von Jojachin und seinen BrĂŒdern; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft. Nach der Babylonischen Gefangenschaft war Jojachin der Vater von SchealtiĂ«l, SchealtiĂ«l von Serubbabel, Serubbabel von Abihud, Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor. Azor war der Vater von Zadok, Zadok von Achim, Achim von Eliud, Eliud von Eleasar, Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob. Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird. Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. WĂ€hrend er noch darĂŒber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fĂŒrchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebĂ€ren; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen SĂŒnden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfĂŒllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebĂ€ren, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt ĂŒbersetzt: Gott ist mit uns.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, wo du bist, da ist auch deine Mutter Maria. Sie lĂ€dt uns immer wieder zum Gebet ein, und es ist ihr sehnlichster Wunsch, dass alle Menschen gerettet werden. Ich will mich ganz deinem Herzen und dem Herzen Mariens anvertrauen.

Bitte: Maria, erneuere das Gebet in den Familien!

1. Warum ein Stammbaum? Die Menschwerdung Jesu ist fest in der Geschichte eingeschrieben. Wir lesen viele MĂ€nnernamen und auch vier Frauennamen. Alle gehören zum großen Heilsplan Gottes. Am Ende des Stammbaums steht Maria, die in Wirklichkeit ein neuer Angang ist. Sie ist eine neue Schöpfung. Sie ist die „Unbefleckte EmpfĂ€ngnis“. Sie ist ohne SĂŒnde.

2. Ein heiliges Paar. Josef und Maria hatten sich verlobt. Im Jahr der Familie, das offiziell in der Kirche bis zum 26. Juni andauerte, aber wohl nie ein Ende hat, kann uns die Heilige Familie ein sehr großes Vorbild und eine Hilfe sein. Wie kann man die Liebe dieser beiden zueinander beschreiben? „Die Liebe ist langmĂŒtig, die Liebe ist gĂŒtig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie blĂ€ht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lĂ€sst sich nicht zum Zorn reizen
 hĂ€lt allem Stand.

3. Gott ist mit uns. â€žSeid gewiss, ich bin bei euch alle Tage eures Lebens!“ Wenn er mit uns ist, warum leben wir dann so oft in den Tag hinein, als ob es ihn gar nicht gĂ€be? Maria und Josef hatten das sehr große GlĂŒck, ĂŒber viele Jahre hinweg mit Jesus in ihrer Mitte Familie zu leben. Hat Jesus auch in meinem Leben einen „festen Platz“?

GesprĂ€ch mit Christus: Danke, Jesus, dass du uns deine Mutter als unsere Mutter geschenkt hast. Möge in mir die Sehnsucht und die Freude am Gebet immer grĂ¶ĂŸer werden. Voll Vertrauen lege ich die WertschĂ€tzung und den Schutz der Familie in unserer heutigen Gesellschaft in deine und Mariens HĂ€nde.

Vorsatz: Ich ĂŒberlege mir, wie ich heute der Muttergottes eine kleine Geburtstagsfreude bereiten kann.


Das „Brett vorm Kopf“

9. September 2022

Freitag der dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis

Edeltrud Fuhr

Lk 6,39-42
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen JĂŒngern: Kann ein Blinder einen Blinden fĂŒhren? Werden nicht beide in eine Grube fallen? Der JĂŒnger steht nicht ĂŒber seinem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, wĂ€hrend du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu Eigen dir.

Bitte: Jesus, zeige mir, wo ich noch der Umkehr bedarf.

1. Kann denn ein Blinder einen Blinden fĂŒhren?“ Kann es sein, dass ich manchmal vor lauter Übereifer „blind“ geworden bin? Ich betrachte die Dinge nur aus meiner Perspektive und denke, es ist nur richtig, wenn es nach meinen Vorstellungen lĂ€uft. Dann kann ich auch sehr gut RatschlĂ€ge austeilen, welche bei den anderen als „SchlĂ€ge“ ankommen.

2. Balken und Splitter. Oft ist es gerade so, dass mir die Fehler und SchwĂ€chen der anderen sehr schnell auffallen. Darin liegt eine große Gefahr und es lenkt mich von meiner eigenen Umkehr ab. Komm, Heiliger Geist, und zeige mir meine Halbheiten, SĂŒnden und SchwĂ€chen. Lass mich mit deiner Hilfe zuerst bei mir „aufrĂ€umen“. Dann verĂ€ndert sich auch mein Blick auf meinen NĂ€chsten. Ich werde achtsamer und dankbarer.

3. Den Splitter entfernen.  â€žDann kannst du versuchen, den Splitter deines Bruders herauszuziehen.“ Wie geht das? Ganz gewiss nicht mit einer moralisierenden Anklage. Um jemand zur Umkehr zu bewegen, ist es notwendig, den anderen von Herzen zu lieben. Vertraue auf Gott und ĂŒberlasse diese Situation ganz seinem Willen. Bitte um Gottes Segen fĂŒr diesen Menschen. Lass alles negative Reden ĂŒber diese Person und schau, wie du selbst ein lebendiges Vorbild sein kannst. Glaube, dass Gott stĂ€rker ist.

GesprĂ€ch mit Christus: Danke Jesus, dass du jeden von uns bedingungslos liebst. Ich kann mit allen Schwierigkeiten zu dir kommen. Bei dir ist nichts unmöglich. Du kannst meine inneren Wunden heilen. Ich glaube fest daran, dass Gott bei allen, die ihn lieben, alles zum Guten fĂŒhren kann.

Vorsatz: Heute achte ich darauf, dass ich mehr lobe und danke und nicht anklage und nörgele.


Fruchtbarkeit

10. September 2022

Samstag der dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis

Edeltrud Fuhr

Lk 6,43-49
Es gibt keinen guten Baum, der schlechte FrĂŒchte hervorbringt, noch einen schlechten Baum, der gute FrĂŒchte hervorbringt. Jeden Baum erkennt man an seinen FrĂŒchten: Von den Disteln pflĂŒckt man keine Feigen, und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage? Ich will euch zeigen, wem ein Mensch gleicht, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt. Er ist wie ein Mann, der ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte. Als nun ein Hochwasser kam und die Flutwelle gegen das Haus prallte, konnte sie es nicht erschĂŒttern, weil es gut gebaut war. Wer aber hört und nicht danach handelt, ist wie ein Mann, der sein Haus ohne Fundament auf die Erde baute. Die Flutwelle prallte dagegen, das Haus stĂŒrzte sofort in sich zusammen und wurde völlig zerstört.

EinfĂŒhrendes Gebet: Danke Jesus, fĂŒr diese Gebetszeit mit dir. Du bist mein Fels und meine Liebes- und Lebensquelle. Jeden Tag neu darf ich aus deiner FĂŒlle schöpfen. Als Empfangende und Beschenkte darf ich deine Liebe weiterschenken.

Bitte: ErfĂŒlle uns alle mit Begeisterung, KĂŒhnheit, Mut, Kraft und einer heiligen Entschiedenheit, damit wir dir mit großer Freude in der Kirche und in der Welt dienen.

1. Das „Gute“ im Herzen. Gott selbst, der den Menschen nach seinem Bild erschaffen hat, schrieb in sein Herz das Verlangen, ihn zu sehen. Auch wenn dieses Verlangen oft verkannt wird, hört Gott nicht auf, den Menschen an sich zu ziehen. Denn er soll leben und in ihm jene FĂŒlle der Wahrheit und des GlĂŒcks finden, die er unablĂ€ssig sucht.

2. FrĂŒchte „1 a“. Unter welchen Bedingungen wachsen gute FrĂŒchte heran? In Psalm 1 lesen wir: „Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, nicht auf dem Weg der SĂŒnder geht, nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, ĂŒber seine Weisung nachsinnt, bei Tag und bei Nacht. Er ist wie ein Baum, der an WasserbĂ€chen gepflanzt ist, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen BlĂ€tter nicht welken. Alles, was er tut, wird ihm gut gelingen.“

3. Die Kraft des Wachsens. Nur wenn die FrĂŒchte mit dem Lebenssaft des Baumes verbunden bleiben, können sie aus dieser Kraft reifen. Wer ist im geistlichen Sinne meine Lebenskraft? Der Heilige Geist! Seine FrĂŒchte sind: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, GĂŒte, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit und Keuschheit. Kann ich bei mir auch das eine oder andere „FrĂŒchtchen“ erkennen?

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, lass mich ganz dein eigen sein. Bei jedem Gebet und in jeder Heiligen Kommunion nĂ€hrst, stĂ€rkst und wandelst du mich. Du bist der Weinstock und ich möchte eine fruchtbare Rebe sein.

Vorsatz: Ich wĂ€hle mir eine Frucht des Heiligen Geistes aus und achte diesbezĂŒglich auf mein Verhalten den anderen gegenĂŒber.