Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 31. Juli 2022 bis Samstag 6. August 2022

Achtzehnte Woche im Jahreskreis

Pedro Cadena und P. Joachim Richter LC

Jesus ist der SchatzSonntag
Die Einladung GottesMontag
Wo es kriselt, da besteht auch eine ChanceDienstag
Ausdauernd betenMittwoch
Nicht das, was leicht ist, macht uns gl├╝cklichDonnerstag
Echte WeisheitFreitag
ErleuchtungSamstag


Jesus ist der Schatz

31. Juli 2022

Achtzehnter Sonntag im Jahreskreis
Hl. Ignatius von Loyola, Priester, Ordensgr├╝nder

Pedro Cadena

Lk 12,13-21
In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen! Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, h├╝tet euch vor jeder Art von Habgier! Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im ├ťberfluss seines Besitzes lebt. Und er erz├Ąhlte ihnen folgendes Gleichnis: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da ├╝berlegte er bei sich selbst: Was soll ich tun? Ich habe keinen Platz, wo ich meine Ernte unterbringen k├Ânnte. Schlie├člich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abrei├čen und gr├Â├čere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorr├Ąte unterbringen. Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Seele, nun hast du einen gro├čen Vorrat, der f├╝r viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freue dich! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zur├╝ckfordern. Wem wird dann das geh├Âren, was du angeh├Ąuft hast? So geht es einem, der nur f├╝r sich selbst Sch├Ątze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, ich bete dich an und preise dich, weil du Gott bist. Ich lobe dich, weil du gut bist. Ich danke dir, weil du immer bei mir bist. Du kennst meine Schw├Ąchen und meine St├Ąrken, meine Gr├Â├če und meine Kleinheit. Danke, dass du mich so liebst, wie ich bin. Danke, dass du mich eingeladen hast, mich von dir lieben zu lassen. Erlaube mir, mich heute, hier und jetzt, von dir lieben zu lassen.

Bitte: Herr Jesus, schenke mir das, was ich am meisten n├Âtig habe.

1. Jesus h├Ârt mir immer zu. Jesus, ein Mann spricht zu dir. Er verlangt von dir, was er will, das, was er f├╝r gut und richtig h├Ąlt. Auch ich sage dir heute, Jesus, was ich f├╝r angemessen und recht halte. Ich wei├č, dass du mir heute zuh├Ârst, so wie du diesem Mann zugeh├Ârt hast. Ich wei├č nicht, wie deine Antwort aussehen wird. Ich wei├č aber, dass deine Antwort das ist, was ich wirklich brauche. Jesus, ich vertraue auf dich. St├Ąrke mein Vertrauen.

2. Was soll ich tun? Der Mann in dem Gleichnis fragt sich: Was soll ich tun? Ich stelle mir die gleiche Frage, Herr Jesus. Du hast dem Mann im Gleichnis eine reiche Ernte beschert. Du hast ihm einen cleveren Verstand gegeben. Auch mir hast du Geschenke gemacht. Einige mag ich gerne, andere sind mir eher unbequem. Was soll ich mit deinen Geschenken und Gaben tun, Herr? Wie soll ich sie einsetzen? Ich vertraue auf dich, Herr. Erlaube mir, das zu tun, wozu du mich einl├Ądst.

3. Meine Sch├Ątze. Jesus, der Mann in dem Gleichnis hat sich Reicht├╝mer verschafft. Auch ich habe Sch├Ątze, Herr. Auch ich habe Dinge aufbewahrt, die ich mag. Ich habe Gaben gesammelt, die du mir gegeben hast. Aber du sagst auch, dass es gut f├╝r mich ist, in deinen Augen reich zu sein. Wie kann ich in deinen Augen reich sein, Herr? Was brauche ich, um in Gottes Augen reich zu sein? Wozu l├Ądst du mich ein? Zeig mir den Weg. Ich m├Âchte dich lieben, Herr. Gew├Ąhre mir, dass ich dich heute ein wenig mehr liebe.

Gespr├Ąch mit Christus: Herr Jesus, heute hat sich etwas in mir bewegt. Was f├╝hle ich? Warum? Du kennst die Antwort, Herr. Du kennst mein Herz. Lass mich sehen, was ich sehen soll. Lass mich wissen, was in dieser Zeit des Gebets geschehen ist. Lass mich wissen, wonach ich mich im Tiefsten meiner Seele sehne. Schenke es mir, Herr. Wie kann ich heute dieser Sehnsucht entsprechend leben?

Vorsatz: Heute will ich Gott nach dem sakramentalen Kommunionempfang besonders f├╝r seine N├Ąhe zu mir danken. Wenn ich ihn nur geistig empfangen kann, danke ich ihm f├╝r diese Form seiner N├Ąhe.


Die Einladung Gottes

1. August 2022

Montag der achtzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Alfons Maria von Liguori, Ordensgr├╝nder, Bischof, Kirchenlehrer
Gedenktag

Pedro Cadena

Mt 14,13-21
In jener Zeit, als Jesus h├Ârte, dass Johannes enthauptet worden war, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber die Leute in den St├Ądten h├Ârten davon und gingen ihm zu Fu├č nach. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren. Als es Abend wurde, kamen die J├╝nger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist schon sp├Ąt geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die D├Ârfer gehen und sich etwas zu essen kaufen k├Ânnen. Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur f├╝nf Brote und zwei Fische bei uns. Darauf antwortete er: Bringt sie her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die f├╝nf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den J├╝ngern; die J├╝nger aber gaben sie den Leuten, und alle a├čen und wurden satt. Als die J├╝nger die ├╝brig gebliebenen Brotst├╝cke einsammelten, wurden zw├Âlf K├Ârbe voll. Es waren etwa f├╝nftausend M├Ąnner, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, ich bete dich an und preise dich, weil du Gott bist. Ich lobe dich, weil du gut bist. Ich danke dir, weil du immer bei mir bist. Du kennst meine Schw├Ąchen und meine St├Ąrken, meine Gr├Â├če und meine Kleinheit. Danke, dass du mich so liebst, wie ich bin. Danke, dass du mich eingeladen hast, mich von dir lieben zu lassen. Erlaube mir, mich heute, hier und jetzt, von dir lieben zu lassen.

Bitte: Herr Jesus, schenke mir das, was ich am meisten n├Âtig habe.

1. Jesus war traurig. Jesus, es muss traurig sein, wenn jemand, den du liebst, nicht mehr bei dir ist. Es musste dich zutiefst ersch├╝ttern, dass der K├Ânig deinen Cousin hat hinrichten lassen. Du bist Gott, Herr Jesus, aber du bist auch ganz Mensch. Ich danke dir, dass du mich verstehen kannst, wenn ich traurig bin. Ich bitte dich: Steh den Traurigen und Leidenden bei, und tr├Âste sie. Lass mich dir dabei so helfen, wie ich es kann.

2. Die Menschen sind in Not. Ich bin ein Mensch, Herr Jesus, und ich wei├č aus Erfahrung, dass ich immer ÔÇ×in NotÔÇť bin. Wie die Menschenmenge muss auch ich essen. Wie alle, die bei dir waren, muss auch ich schlafen. Ich brauche Liebe. Ich brauche Verzeihung. Ich bin in Not, Herr Jesus, und so geht es allen Menschen. Ich danke dir, dass du Mitleid mit mir hast. Ich danke dir, dass ich dir wichtig bin. Ich preise dich, weil du mich unendlich liebst. Danke, Jesus, dass du mich kennst und dich um mich k├╝mmerst.

3. Alle a├čen und wurden satt. Jesus, es ist wirklich beeindruckend, dass du tausende von Leuten mit f├╝nf Broten und zwei Fischen gespeist hast. Darin zeigst du mir deine Macht und deine G├╝te. Herr, ich wei├č, dass ich auf dich vertrauen kann. Ich wei├č, dass, wenn ich auf dich vertraue und das tue, was du mir sagst, ich deine G├╝te und Allmacht auf einer besonderen Art und Weise erfahren werde. Ich vertraue auf dich, Herr Jesus. St├Ąrke mein Vertrauen!

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, heute hat sich etwas in mir bewegt. Was f├╝hle ich? Warum? Du kennst die Antwort, Herr. Du kennst mein Herz. Lass mich sehen, was ich sehen soll. Lass mich wissen, was in dieser Zeit des Gebets geschehen ist. Lass mich wissen, wonach ich mich im Tiefsten meiner Seele sehne. Schenke es mir, Herr. Wie kann ich heute dieser Sehnsucht entsprechend leben?

Vorsatz: Heute will ich eine anstehende Entscheidung f├╝r 10 Minuten vor Gott bringen und ihn darum bitten, meinen Willen nach dem seinen zu lenken.


Wo es kriselt, da besteht auch eine Chance

2. August 2022

Dienstag der achtzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Eusebius von Vercelli, Bischof

Anonym

Mt 14,22-36
Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die J├╝nger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Sp├Ąt am Abend war er immer noch allein auf dem Berg. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die J├╝nger ├╝ber den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; f├╝rchtet euch nicht! Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme. Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging ├╝ber das Wasser auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingl├Ąubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die J├╝nger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn. Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennesaret. Als die Leute dort ihn erkannten, schickten sie Boten in die ganze Umgebung. Und man brachte alle Kranken zu ihm und bat ihn, er m├Âge sie wenigstens den Saum seines Gewandes ber├╝hren lassen. Und alle, die ihn ber├╝hrten, wurden geheilt.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, ich bin kleingl├Ąubig. So sehr w├╝nsche ich mir, tiefer zu glauben, aber ├ängste und Unsicherheiten machen mich befangen. An deiner Seite jedoch f├╝hle ich mich sicher.

Bitte: Schenke mir, Herr, tiefen Glauben und tiefes Vertrauen, damit ich in jeder Not zuerst zu dir gehe. Best├Ąrke mich in der Gewissheit, dass mit dir nichts unm├Âglich ist.

1. Wenn ├ängste uns befallen. Nach ehemaliger j├╝discher Sichtweise waren Meer und See Zug├Ąnge zur Unterwelt. Dass die J├╝nger meinten, ein Gespenst zu sehen, hei├čt, dass sie um ihr Leben f├╝rchteten. Wir erleben manchmal wahrhaft f├╝rchterliche Augenblicke, in denen wir nicht wissen, ob es das Ende ist und wie es weitergehen soll. Tr├Ąnen flie├čen. Ein Gef├╝hl der Hilflosigkeit macht sich in unserem Innern breit. Wir sp├╝ren, dass das Leben unm├Âglich so weitergehen kann.

2. Vertrauen verlangt einen Schritt. Jesus fordert die J├╝nger auf, Vertrauen zu haben. Und Petrus begriff, dass es zum Vertrauen dazugeh├Ârt, Entscheidungen zu f├Ąllen. Intuitiv f├Ąllte er so den Entschluss, den Schritt des Vertrauens zu setzen und auf das Wasser hinauszugehen. Und Jesus war zufrieden mit seiner Entscheidung! Wie oft wissen wir intuitiv, welchen Schritt des Vertrauens wir setzen m├╝ssten, tun es aber nicht? Zieht nicht so manche Chance, um im Glauben und im Vertrauen zu wachsen, an mir vor├╝ber, weil ich das bisschen Glaube und Vertrauen nicht aufbringen und keine Entscheidung f├Ąllen will?

3. Das bisschen Glaube und Vertrauen f├╝hren sehr weit. Auch wenn bei mir Glaube und Vertrauen klein sind, gibt es eine L├Âsung. Petrus zeigt uns, wie man es macht: indem man auf Jesus schaut! In seiner Not drehte Petrus sich nicht um, um bei seinen Gef├Ąhrten Hilfe zu suchen. Er rief Jesus an. Jesus wird uns aus aller Gefahr, Ungewissheit, Bedrohung und Verlust retten, solange wir das bisschen Glauben und Vertrauen aufbringen und ihn um Hilfe anrufen. Denn auch wenn Glaube und Vertrauen klein sind wie ein Senfkorn, k├Ânnen sie dennoch Berge versetzen.

Gespr├Ąch mit Christus: Herr und Gott, dass du so nahe bist, ist unfassbar. Du kennst mein Innerstes und willst mit mir jeden Schritt gehen. Dabei nimmst du mir aber nicht meine Verantwortung. Gern will ich lernen, bewusst mit dir Entscheidungen zu treffen und ein Leben nach deinem Willen zu f├╝hren.

Vorsatz: Ich will jemandem, der in Not ist, Mut zusprechen und ihn darin best├Ąrken, auf Jesus zu vertrauen.


Ausdauernd beten

3. August 2022

Mittwoch der achtzehnten Woche im Jahreskreis

P. Joachim Richter LC

Mt 15,21-28
In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zur├╝ck. Da kam eine kanaan├Ąische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem D├Ąmon gequ├Ąlt. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine J├╝nger zu ihm und baten: Befrei sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast Recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist gro├č. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.

Einf├╝hrendes Gebet: Gott, segne und beh├╝te uns und die Menschen, die wir lieben, in jeder Not. Sei uns nahe, wenn die Wasser der Verzweiflung ├╝ber uns zusammenschlagen, wenn das Dunkel undurchdringlich erscheint und wir die Hoffnung verloren haben, an das rettende Ufer zu gelangen. ÔÇ×Bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesus Christ. Ach, bleib mit deiner Gnade, Herr Jesus Christ. Ach, bleib mit deiner Gnade bei uns, du treuer GottÔÇť.

Bitte: HERR, h├Âre mein Bittgebet! Mein Schreien dringe zu dir! Verbirg dein Angesicht nicht vor mir! Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu! Wenn ich dich rufe, eile und erh├Âre mich!

1. Glaube. Das Erste, was mir an der kanaan├Ąischen Frau auff├Ąllt, ist ihr gro├čer Glaube. Sie traut Jesus alles zu. Sie ist ├╝berzeugt, dass Jesus die Gnaden Gottes so reichlich austeilt, dass das Volk der Juden, zu denen Jesus geh├Ârt, nicht einmal in der Lage ist, alle Gnaden ÔÇ×aufzubrauchenÔÇť. So rechnet sie fest damit, dass vom Tisch der Gnaden gen├╝gend f├╝r ihre kranke Tochter ├╝brigbleibt.

2. Demut. Es ist beeindruckend, fast k├Ânnte man es als peinlich bezeichnen, wie sehr sich diese Frau erniedrigt. Sie tut es aus Liebe zu ihrer Tochter. Die Liebe tut solche verr├╝ckten Dinge. Wer sich vor Gott klein macht, dem kann er nichts verweigern. Selig, die arm sind im Geist, denn ihnen geh├Ârt das Himmelreich.

3. Beharrlichkeit. Noch etwas k├Ânnen wir uns f├╝r unser christliches Leben bei dieser Frau abschauen: Sie bittet beharrlich, sie bleibt hartn├Ąckig, l├Ąsst sich weder abwimmeln noch entmutigen. Sie gibt nicht auf. Was f├╝r ein leuchtendes Beispiel f├╝r ein ausdauerndes Gebet!

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, diese kanaan├Ąische Frau macht mir Mut. Menschlich gesehen hatte sie keine gro├čen Chancen auf Erfolg. Aber sie lie├č sich weder entmutigen noch von jemandem abwimmeln. Sie wollte zu dir vordringen, weil sie unersch├╝tterlich daran glaubte, dass du in der Lage bist, der Not ihrer Tochter wirksam Abhilfe zu schaffen. So will ich neu und fest vertrauen, dass du mir in jeder Lebenssituation alles gibst, was ich brauche.

Vorsatz: Eine einfache Liste von Personen schreiben (evtl. im Handy und ein Foto anh├Ąngen), f├╝r die ich regelm├Ą├čig beten will.


Nicht das, was leicht ist, macht uns gl├╝cklich

4. August 2022

Donnerstag der achtzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Johannes Maria Vianney, Pfarrer von Ars, Patron der Pfarrer
Gedenktag

Anonym

Mt 16,13-23
In jener Zeit als Jesus in das Gebiet von C├Ąsarea Philippi kam, fragte er seine J├╝nger: F├╝r wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen f├╝r Johannes den T├Ąufer, andere f├╝r Elija, wieder andere f├╝r Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, f├╝r wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die M├Ąchte der Unterwelt werden sie nicht ├╝berw├Ąltigen. Ich werde dir die Schl├╝ssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden l├Âsen wirst, das wird auch im Himmel gel├Âst sein. Dann befahl er den J├╝ngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei. Von da an begann Jesus, seinen J├╝ngern zu erkl├Ąren, er m├╝sse nach Jerusalem gehen und von den ├ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde get├Âtet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorw├╝rfe; er sagte: Das soll Gott verh├╝ten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, ich glaube, dass du der Sohn des lebendigen Gottes bist. Ich vertraue auf dich, dass du mich beim Namen nennst, mich kennst und mich in deine N├Ąhe rufst. Ich liebe dich von ganzem Herzen.

Bitte: Jesus, ich bitte dich, gib mir die Kraft, angesichts des Leidens in der Welt nicht den Mut zu verlieren. Schenke mir das feste Vertrauen, dass du immer bei mir bist und dass ich mit dir alle Herausforderungen und Schwierigkeiten meistern kann.

1. Die Menschen suchen den leichteren Weg. Wir besitzen die F├Ąhigkeit zu erkennen, was das Richtige ist. Allerdings sind wir oft zu bequem, uns daf├╝r zu entscheiden! Und wir treffen keine Entscheidungen, weil wir daf├╝r nicht die Verantwortung tragen wollen. Manchmal scheint es einem leichter, keine Verantwortung tragen zu m├╝ssen. Wir meinen, die ├ťbernahme von Verantwortung stelle eine freudenlose Zukunft in Aussicht. Petrus erkennt Jesus gerne als Messias an, aber von den Folgen dieser Anerkennung will er nichts wissen. Er wollte einen Jesus ohne Kreuz. Er wollte nur den Freund Jesus, aber nicht die Verantwortung f├╝r sein Reich.

2. Das Kreuz geh├Ârt zu Jesus. Jesus will uns ermutigen: Jeder Mensch tr├Ągt ein Kreuz. Kraft seines ungeheuren Leidens wird Jesus auch unser Kreuz verwandeln. Wir sollen davor keine Angst haben, sondern Dankbarkeit und Zuversicht empfinden. Petrus war wie wir: Er wollte gern die glorreichen Aspekte des Lebens mit Jesus teilen, aber die schwierigen Aspekte, die Verleumdungen, Verfolgungen und Beschimpfungen wollte er nicht. Diese geh├Âren aber zu Jesu K├Ânigtum, denn er stellt sich mit dem neuen Gesetz der Liebe quer gegen die typische Mentalit├Ąt der Welt: ÔÇ×Wenn es dir nicht mehr gef├Ąllt, kann es nicht richtig sein.ÔÇť

3. Jesus l├Ąsst uns nicht allein. Uns f├╝r das Richtige entscheiden zu k├Ânnen, ist der Sinn unserer Freiheit. Was f├╝r eine Freude empfinden wir, wenn wir in ├ťbereinstimmung mit unserem Gewissen handeln! Jesus will sich in allen unseren Entscheidungen hinter uns stellen. Wir k├Ânnen in der Kraft Christi und seines Reiches leben und handeln, wenn wir auch bereit sind, mit ihm auf seinem Leidensweg zu gehen. Dazu geh├Ârt das Bekenntnis wie auch die Bereitschaft, alle Folgen einer Entscheidung um seinetwillen auf sich zu nehmen: mit ihm das Kreuz zu tragen, um auch mit ihm verherrlicht zu werden.

Gespr├Ąch mit Christus: Herr Jesus, gerne bekenne ich dich als meinen Gott und K├Ânig, aber ich habe Angst vor deinem Kreuz. Ich gebe es zu. Ich schaue mein Kreuz nicht gerne an. Wenn ich dieses Kreuz aus Liebe zu dir annehme, werde ich tiefen Frieden finden. Danke, dass du mir das zeigst.

Vorsatz: Heute nehme ich mir vor, eine Baustelle in meinem Leben genau zu betrachten und mit Jesus den n├Ąchsten Schritt zu planen.


Echte Weisheit

5. August 2022

Freitag der achtzehnten Woche im Jahreskreis
Weihetag der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom

Pedro Cadena

Mt 16,24-28
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen J├╝ngern: Wer mein J├╝nger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was n├╝tzt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einb├╝├čt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zur├╝ckkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen. Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner k├Âniglichen Macht kommen sehen.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, ich bete dich an und preise dich, weil du Gott bist. Ich lobe dich, weil du gut bist. Ich danke dir, weil du immer bei mir bist. Du kennst meine Schw├Ąchen und meine St├Ąrken, meine Gr├Â├če und meine Kleinheit. Danke, dass du mich so liebst, wie ich bin. Danke, dass du mich eingeladen hast, mich von dir lieben zu lassen. Erlaube mir, mich heute, hier und jetzt, von dir lieben zu lassen.

Bitte: Herr Jesus, schenke mir das, was ich am meisten n├Âtig habe.

1. Wer mein J├╝nger sein will... Jesus, heute l├Ądst du jeden, der dein J├╝nger sein will, ein, drei Dinge zu tun. Das sind schwierige Dinge, Herr! Warum, Herr, warum sind deine Anweisungen so schwer? Aber ich will das tun, was du sagst. Im Tiefsten meines Herzens sehne ich mich nach deinen Geboten. Erlaube mir, dieser Sehnsucht nachzukommen. Gib, dass ich dir erlaube, mich zu erobern. Bitte bring mich dazu, dir zuzuh├Âren.

2. Was n├╝tzt es mir? Das ist eine gute Frage. Eine ausgezeichnete Frage, eine Frage, die manchmal be├Ąngstigend ist - was n├╝tzt mir das, wenn ich meine Seele verliere? ÔÇô Herr, was n├╝tzt es mir, die Welt zu gewinnen, wenn ich dich dabei f├╝r immer verliere? Was n├╝tzen mir Geld und Kontrolle, wenn meine Seele zugrunde geht, weil ich dich nicht habe? Gib mir Mut, damit ich dir folge und niemandem und nichts anderem.

3. VergeltÔÇÖs Gott! Gott m├Âge es dir vergelten! Jesus, du sagst, dass du jedem Menschen vergelten wirst, wie es seine Taten verdienen. Wie wirst du mir meine Taten vergelten? Vergelte mir nach deiner Barmherzigkeit. Ich will Werke der Liebe tun, Herr. Ich sehne mich danach, dich immer zu lieben, mich immer zu lieben, meinen N├Ąchsten immer zu lieben. Heute m├Âchte ich es noch einmal versuchen. Vergelte mir das, Herr Jesus! Gib mir das Licht, um diesen Weg zu sehen und zu erkennen, und die Kraft, um ihn zu gehen.

Gespr├Ąch mit Christus: Herr Jesus, heute hat sich etwas in mir bewegt. Was f├╝hle ich? Warum? Du kennst die Antwort, Herr. Du kennst mein Herz. Lass mich sehen, was ich sehen soll. Lass mich wissen, was in dieser Zeit des Gebets geschehen ist. Lass mich wissen, wonach ich mich im Tiefsten meiner Seele sehne. Schenke es mir, Herr. Wie kann ich heute dieser Sehnsucht entsprechend leben?

Vorsatz: Ich m├Âchte heute jemandem einen kleinen Dienst oder Gefallen tun, so wie Jesus das tun w├╝rde.


Erleuchtung

6. August 2022

Samstag der achtzehnten Woche im Jahreskreis
Verkl├Ąrung des Herrn
Fest

P. Joachim Richter LC

Lk 9,28b-36
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und stieg auf einen Berg, um zu beten. Und w├Ąhrend er betete, ver├Ąnderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend wei├č. Und siehe, es redeten zwei M├Ąnner mit ihm. Es waren Mose und El├şja; sie erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ende, das er in Jerusalem erf├╝llen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei M├Ąnner, die bei ihm standen. Und es geschah: Als diese sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei H├╝tten bauen, eine f├╝r dich, eine f├╝r Mose und eine f├╝r El├şja. Er wusste aber nicht, was er sagte. W├Ąhrend er noch redete, kam eine Wolke und ├╝berschattete sie. Sie aber f├╝rchteten sich, als sie in die Wolke hineingerieten. Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein auserw├Ąhlter Sohn, auf ihn sollt ihr h├Âren. W├Ąhrend die Stimme erscholl, fanden sie Jesus allein. Und sie schwiegen und erz├Ąhlten in jenen Tagen niemandem von dem, was sie gesehen hatten.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, manchmal werde ich beim Beten etwas tr├Ąge und schl├Ąfrig; damit meine ich, dass ich mir durch die Routine gar nicht mehr so bewusst bin, wie gro├č das ist, dass ich dir, meinem Sch├Âpfer, im Gebet begegnen darf. Danke, dass ich dir heute begegnen kann.

Bitte: Bitte, Herr, offenbare dich mir, wie du dich damals den J├╝ngern auf dem Berg Tabor offenbart hast. Ich will dich sehen, mehr von dir erkennen, deine N├Ąhe erfahren.

1. Auszeiten nehmen. Im Getriebe unserer Alltagsbesch├Ąftigungen und in der Flut der auf uns einstr├Âmenden Informationen ist es kaum m├Âglich, Gottes Stimme zu h├Âren. Wie sehr brauchen wir Orte und Zeiten der Ruhe und Stille, Momente der Entschleunigung unseres Lebens. Diese Erkenntnis ist keineswegs neu. Schon im 5. Jahrhundert hielt es ein Benedikt von Nursia aufgrund des L├Ąrms, des Gestanks und des unmoralischen Lebens in der Stadt Rom nicht mehr aus. Deshalb zog er sich in die Einsamkeit nach Subiaco zur├╝ck und gr├╝ndete dann das erste Kloster der Benediktiner auf dem Monte Cassino, um einen Platz f├╝r die Stille und das H├Âren auf Gott zu schaffen. Auch wir, die Menschen zu Beginn des dritten Jahrtausends, brauchen regelm├Ą├čig Zeiten, in denen wir ├Ąu├čerlich und innerlich in die Stille gehen.

2. Strahlendes Licht. Petrus und die J├╝nger waren erstaunt ├╝ber das strahlende Licht, das von Jesus ausging. Sie f├╝hlten sich unglaublich wohl und wollten dieses Gef├╝hl festhalten. Solche Erfahrungen sind kostbare Geschenke Gottes, die er nicht selten denen zuteilwerden l├Ąsst, die ihn aufrichtig suchen und offen f├╝r seinen Willen sind.

3. Die richtige Stimme h├Âren. Meinen ÔÇÜBetriebsamkeitslevelÔÇś reduzieren, ÔÇ×runterkommenÔÇť und Momente der Stille wertsch├Ątzen. So werde ich empfangsbereit f├╝r das, was Gott mir sagen will. Dann kann ich seine Stimme wieder viel klarer aus dem Stimmengewirr heraush├Âren und sp├╝ren, wie wahr die Worte sind: ÔÇ×Das ist mein auserw├Ąhlter Sohn, auf ihn sollt ihr h├Âren.ÔÇť

Gespr├Ąch mit Christus: Herr, ich will mir die Weisheit der heiligen Mutter Teresa zu eigen machen. Welch gro├čartige Fr├╝chte gedeihen, wenn man Stille und Gebet sch├Ątzt und praktiziert! Die Frucht der Stille ist das Gebet. Die Frucht des Gebets ist der Glaube. Die Frucht des Glaubens ist die Liebe. Die Frucht der Liebe ist das Dienen. Die Frucht des Dienens ist der Friede.

Vorsatz: Ich suche Angebote f├╝r stille Exerzitien und Einkehrtage und reserviere in meinem Kalender gr├Â├čere und kleinere, auch kurze t├Ągliche Zeiten f├╝r Stille und Gebet.