Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 17. April 2022 bis Samstag 23. April 2022

Osteroktav

P. Raphael Ballestrem LC

Lass die Dunkelheit weichenSonntag
Eine lebensver├Ąndernde BegegnungMontag
Deine Entscheidung f├╝r JesusDienstag
Die sch├Ânste BegegnungMittwoch
Fasst mich doch an!Donnerstag
Ein Wunder!Freitag
Geht hinaus!Samstag


Lass die Dunkelheit weichen

17. April 2022

Ostersonntag

P. Raphael Ballestrem LC

Joh 20,1-9
Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala fr├╝hmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen J├╝nger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Da gingen Petrus und der andere J├╝nger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere J├╝nger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schwei├čtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere J├╝nger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen m├╝sse.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, mehre an diesem Osterfest meinen Glauben an deine Auferstehung. St├Ąrke meine Hoffnung und Vorfreude auf den Himmel. Entz├╝nde in mir eine brennende Liebe zu dir und meinen Mitmenschen.

Bitte: Herr, schenke mir Licht und Freude, auch inmitten von Schwierigkeiten. Mach mich zu einem Apostel, der in vielen Menschen Zuversicht und Vertrauen inspiriert.

1. Dunkelheit und Aufregung. Maria von Magdala zieht es zum Grab, zu Jesus. In der Dunkelheit geht sie zu seiner Begr├Ąbnisst├Ątte. Die Dunkelheit spiegelt den Zustand der Gem├╝ter wider: Jesus war gekreuzigt worden und ist vor ihren Augen gestorben. So viel Leid hatte er erfahren! Nun machte sich unter den J├╝ngern Traurigkeit und Unverst├Ąndnis breit. Es war eine Situation, die uns auch immer wieder zusto├čen kann: Inmitten von Schwierigkeiten sehen wir kein Licht. Aber die Herzen der J├╝nger sind immer noch bei Jesus verankert. Deswegen eilen sie dorthin, die beiden J├╝nger laufen um die Wette. Jesus ist gestorben, aber nicht ihre Liebe zu ihm.

2. Hinweise. Die Leinenbinden lagen dort und das Schwei├čtuch fanden sie zusammengebunden an einer besonderen Stelle. Das muss die beiden J├╝nger stutzig gemacht haben. Maria von Magdala hatte ja gesagt, sie h├Ątten den Herrn weggenommen. Aber die Binden und das Tuch schienen das nicht gerade zu best├Ątigen. Welcher R├Ąuber w├╝rde sich schon die M├╝he machen, alles so geordnet zu hinterlassen? Erst zusammen mit den Worten der Schrift, dem Zeugnis der Engel und Jesu Erscheinung wird es klar: Jesus ist auferstanden. Er lebt!

3. Er sah und glaubte. In den J├╝ngern vollzieht sich ein Wandel. Die anf├Ąngliche Dunkelheit weicht. Es kommt ein wenig Licht in ihre Herzen. Sie sehen und glauben. Die Traurigkeit schwindet. Es wendet sich alles zum Guten. Der Tod Jesu und das Kreuz haben wohl doch nicht das letzte Wort. Es wird hell. Sie werden sehen: der Tod ist besiegt. Jesus lebt. Er wird bei ihnen sein. Alles, was sie bis jetzt erlebt haben, war erst der Anfang. Jesus wird sie und die anderen J├╝nger f├╝hren und ermutigen. Ihre Hoffnung wird so gro├č werden, dass sie begreifen: Die Auferstehung Jesu gibt uns Zuversicht und Hoffnung auf unsere eigene Auferstehung. Halleluja!

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, f├╝hre auch mich aus der Dunkelheit meiner ├ängste und Sorgen. Du kannst alles zum Guten f├╝hren. Du bist auch an meiner Seite. Flute mein Herz mit Vertrauen und Hoffnung auf dich.

Vorsatz: Ich will heute andere Menschen mit der Osterfreude anstecken.


Eine lebensver├Ąndernde Begegnung

18. April 2022

Ostermontag

P. Raphael Ballestrem LC

Lk 24,13-35
Am ersten Tag der Woche waren zwei von den J├╝ngern Jesu auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander ├╝ber all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah: W├Ąhrend sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das f├╝r Dinge, ├╝ber die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen ÔÇô er hie├č Kl├ęopas ÔÇô antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht wei├čt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, m├Ąchtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und F├╝hrer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erl├Âsen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in gro├če Aufregung versetzt. Sie waren in der Fr├╝he beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zur├╝ckkamen, erz├Ąhlten sie, es seien ihnen Engel erschienen und h├Ątten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverst├Ąndigen deren Herz zu tr├Ąge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift ├╝ber ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie dr├Ąngten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah: Als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften er├Âffnete? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zur├╝ck und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erz├Ąhlten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, mehre in dieser Osterzeit meinen Glauben an deine Auferstehung. St├Ąrke meine Hoffnung und Vorfreude auf den Himmel. Entz├╝nde in mir eine brennende Liebe zu dir und meinen Mitmenschen.

Bitte: Herr, du hast mit deiner Gegenwart und im pers├Ânlichen Gespr├Ąch mit den J├╝ngern deren Leben ver├Ąndert. Wo Trauer war, hast du Hoffnung ges├Ąt, wo Entmutigung herrschte, hast du Zuversicht geschenkt. Verwandle auch mein Leben!

1. Der Herr des Lebens und der Geschichte. In schwierigen Momenten f├╝hlen wir uns einsam und verlassen. Der Gedanke liegt nahe, dass selbst Gott weit weg und wom├Âglich mit anderen Dingen besch├Ąftigt ist. Den beiden J├╝ngern geht es ├Ąhnlich. Sie k├Ânnen nicht fassen, was in den letzten Tagen in Jerusalem geschehen ist. Aber dann beginnt ihr Herz auf einmal zu brennen. Sie lernen, dass die Schrift diese Geschehnisse schon vorhergesagt hatte. Sie begreifen, dass Gott einen Plan hat, dass er sorgt, dass er der Herr des Lebens und der Geschichte ist, dass sie niemals an seiner N├Ąhe und G├╝te zweifeln brauchen.

2. Jesus erkennen. Als die beiden J├╝nger auf diesen Tag zur├╝ckschauten, konnten sie wahrscheinlich den besten Moment sehr klar benennen: als sie Jesus erkannten. Dieser Moment hat alles ver├Ąndert. Wenn es nun so ist, dass Jesus auch in unserem Leben wirkt und nahe ist, dann k├Ânnen wir ihn auch erkennen. Vielleicht ist sein Wirken oft unscheinbar und unauff├Ąllig. Wir k├Ânnen unseren Blick aber schulen, um es wahrzunehmen.

3. Da erz├Ąhlten sie auchÔÇŽ Die Herzen der beiden J├╝nger spr├╝hen vor Freude. Erst h├Âren sie den Aposteln zu, aber dann m├╝ssen auch sie erz├Ąhlen, was ihnen widerfahren ist. ÔÇ×Denn wovon das Herz ├╝berflie├čt, davon spricht der MundÔÇť (Lk 6,45). Das sind die ersten Glieder einer langen Kette von Menschen, die den Glauben an den auferstandenen Jesus weitererz├Ąhlt haben, sodass er zweitausend Jahre sp├Ąter auch bei uns angekommen ist. M├Âge der Heilige Geist jeden von uns zu einem brennenden Apostel machen.

Gespr├Ąch mit Christus: Herr, ich m├Âchte auf dich vertrauen, darauf, dass du auch mir nahe bist und mein Leben f├╝hrst. Schenke mir Zuversicht. Gew├Ąhre mir einen starken Glauben an die Auferstehung. Mach, dass dieser Glaube mein Leben pr├Ągt.

Vorsatz: Ich m├Âchte heute bewusst Optimismus verbreiten und eine gute Nachricht mit anderen teilen.


Deine Entscheidung f├╝r Jesus

19. April 2022

Dienstag der Osteroktav

P. Raphael Ballestrem LC

Mt 28,8-15
Nachdem die Frauen die Botschaft des Engels vernommen hatten, verlie├čen sie sogleich das Grab und eilten voll Furcht und gro├čer Freude zu seinen J├╝ngern, um ihnen die Botschaft zu verk├╝nden. Pl├Âtzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegr├╝├čt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine F├╝├če. Da sagte Jesus zu ihnen: F├╝rchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Br├╝dern, sie sollen nach Galil├Ąa gehen, und dort werden sie mich sehen. Noch w├Ąhrend die Frauen unterwegs waren, kamen einige von den W├Ąchtern in die Stadt und berichteten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Diese fassten gemeinsam mit den ├ältesten den Beschluss, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld und sagten: Erz├Ąhlt den Leuten: Seine J├╝nger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, w├Ąhrend wir schliefen. Falls der Statthalter davon h├Ârt, werden wir ihn beschwichtigen und daf├╝r sorgen, dass ihr nichts zu bef├╝rchten habt. Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. So kommt es, dass dieses Ger├╝cht bei den Juden bis heute verbreitet ist.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, mehre in dieser Osterzeit meinen Glauben an deine Auferstehung. St├Ąrke meine Hoffnung und Vorfreude auf den Himmel. Entz├╝nde in mir eine brennende Liebe zu dir und meinen Mitmenschen.

Bitte: Herr, du bist der gute Hirt. Schenke mir die Gnade, stets auf deine Stimme zu h├Âren und dir zu folgen. Du f├╝hrst mich zu den Ruhepl├Ątzen am Wasser.

1. Furcht. Die Frauen haben Angst. Die J├╝nger f├╝rchten sich. Die Soldaten ebenso. So viele Menschen leben in Furcht. Jesus m├Âchte der Furcht ein Ende bereiten. Er sagt mit Autorit├Ąt: ÔÇ×F├╝rchtet euch nicht!ÔÇť Er nimmt die Gefahren nicht gleich weg. Er r├Ąumt auch nicht alle Schwierigkeiten aus dem Weg. Aber er kann diese Worte sprechen, weil er Gott ist und weil er bei ihnen ist. Solange wir Jesus nicht verlieren, brauchen wir uns vor nichts zu f├╝rchten.

2. Sie h├Âren. Die Frauen sind aufgew├╝hlt. Es ist unfassbar, was in den letzten Stunden alles passiert ist: der Tod Jesu, seine Grablegung, die Dunkelheit, der zerrissene Vorhang im Tempel. Und jetzt ist Jesus auch noch auferstanden. Und in all dem bewahren sie ein h├Ârendes Herz. Sie f├╝hren den Auftrag aus, den der Engel und Jesus selbst ihnen gegeben haben. Unter allen Umst├Ąnden auf die Stimme Gottes zu h├Âren will ge├╝bt sein.

3. Zwischen Gut und B├Âse. Der Kampf zwischen Gut und B├Âse geht weiter. Jede Person ist in ihren Entscheidungen frei. Die Hohepriester sind immer noch in den Netzen der S├╝nde verfangen. Sie wollen diese Geschichte abschlie├čen und laden daf├╝r neue Schuld auf sich. So wie die S├╝nde Trauer und Unfrieden hervorbringt, genauso bringt die Entscheidung f├╝r Gott Freude und inneren Frieden hervor. St├Ąrken wir in uns den Wunsch, uns stets f├╝r Gott zu entscheiden!

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, schenke mir Demut. Hilf mir, mich in den schwierigen Momenten f├╝r dich zu entscheiden. Lass nicht zu, dass ich mich durch Reichtum oder Ansehen verf├╝hren lasse. Lass mich erfahren, wie wertvoll und sch├Ân die Freundschaft mit dir ist.

Vorsatz: Ich m├Âchte heute ein kleines Gebet f├╝r diejenigen sprechen, die Gott nicht kennen.


Die sch├Ânste Begegnung

20. April 2022

Mittwoch der Osteroktav

P. Raphael Ballestrem LC

Joh 20,11-18
In jener Zeit stand Maria drau├čen vor dem Grab und weinte. W├Ąhrend sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in wei├čen Gew├Ąndern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die F├╝├če des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich wei├č nicht, wohin man ihn gelegt hat. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der G├Ąrtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebr├Ąisch zu ihm: Rabbuni!, das hei├čt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Br├╝dern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala ging zu den J├╝ngern und verk├╝ndete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, mehre in dieser Osterzeit meinen Glauben an deine Auferstehung. St├Ąrke meine Hoffnung und Vorfreude auf den Himmel. Entz├╝nde in mir eine brennende Liebe zu dir und meinen Mitmenschen.

Bitte: Hilf mir, heute zu erfahren, dass du mich kennst und wie sehr du mich liebst.

1. Die sch├Ânste Begegnung. Was f├╝r eine ├╝berraschende Begegnung mit Jesus! Maria war traurig, als sie zum Grab kam. Aber dann erkennt sie den Herrn und es wird eine innige Begegnung mit ihm. Sie hatte ihm ja schon ihr Herz ausgesch├╝ttet, bevor sie ihn erkannt hatte. Der Drang und die Liebe, mit der sie den Herrn gesucht hatte, wird nun belohnt. M├Âge Maria uns inspirieren, den Herrn mit demselben Eifer zu suchen.

2. ÔÇ×MariaÔÇť. Jesus kennt sie. Er spricht sie mit ihrem Namen an. Pers├Ânlich. Liebevoll. Sie ist nicht ÔÇ×eine mehrÔÇť. Maria hat eine Geschichte. Jesus spielt in dieser Geschichte eine Rolle. Sie hatten besondere Begegnungen. Jesus kennt ihr Herz. Er macht ihr keine Vorw├╝rfe, im Gegenteil, er schaut mit Liebe auf sie. Genauso schaut er auch auf dich.

3. Zeugnis. ÔÇ×Ich habe den Herrn gesehen.ÔÇť Das war kein beil├Ąufiges Ereignis f├╝r Maria. Diese Begegnung hat nicht nur ihren Tag ver├Ąndert, sondern ihr Leben. Und jetzt erz├Ąhlt Maria den Aposteln von diesem ergreifenden Treffen mit Jesus. Ihr Herz flie├čt ├╝ber vor Freude und Staunen. Und diese Freude steckt an, sie l├Ąsst Hoffnung und Zuversicht aufkommen. Marias Zeugnis l├Ąsst das Vertrauen auf den Herrn wachsen. Es ist unbeschreiblich, was ein pers├Ânliches Zeugnis bewirkt!

Gespr├Ąch mit Christus: Maria von Magdala, sei du unsere F├╝rsprecherin. Auf dass auch in meinem Herzen die Sehnsucht wachse, Jesus zu begegnen. Auf dass auch ich ihm begegnen und seine ├╝bergro├če Liebe sp├╝ren darf. Auf dass auch ich Zeugnis davon geben darf, dass Jesus die Auferstehung und das Leben ist.

Vorsatz: Ich m├Âchte heute jemanden anrufen, der alleine ist, um ihm eine Freude zu bereiten.


Fasst mich doch an!

21. April 2022

Donnerstag der Osteroktav
Hl. Anselm von Canterbury, Bischof, Kirchenlehrer
Hl. Konrad von Parzham, Ordensbruder

P. Raphael Ballestrem LC

Lk 24,35-48
Die beiden J├╝nger, die von Emmaus zur├╝ckgekehrt waren, erz├Ąhlten den Elf und den anderen J├╝ngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. W├Ąhrend sie noch dar├╝ber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten gro├če Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so best├╝rzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine H├Ąnde und meine F├╝├če an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine H├Ąnde und F├╝├če. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein St├╝ck gebratenen Fisch; er nahm es und a├č es vor ihren Augen. Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erf├╝llung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen ├╝ber mich gesagt ist. Darauf ├Âffnete er ihnen die Augen f├╝r das Verst├Ąndnis der Schrift. Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen V├Âlkern, angefangen in Jerusalem, verk├╝nden, sie sollen umkehren, damit ihre S├╝nden vergeben werden. Ihr seid Zeugen daf├╝r.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, mehre in dieser Osterzeit meinen Glauben an deine Auferstehung. St├Ąrke meine Hoffnung und Vorfreude auf den Himmel. Entz├╝nde in mir eine brennende Liebe zu dir und meinen Mitmenschen.

Bitte: Jesus, oft sp├╝re ich deine Gegenwart nicht. Ich f├╝hle mich manchmal leer und einsam. Lass mich heute deine N├Ąhe erfahren.

1. Ich bin da! Ist es nicht beeindruckend, wie oft Jesus nach seiner Auferstehung den J├╝ngern und vielen anderen Personen erscheint? Den einen erscheint er am Grab, anderen unterwegs, wieder anderen hinter verschlossenen T├╝ren. Und mehr noch: er spricht zu ihnen und erkl├Ąrt ihnen die Schrift. Jesus m├Âchte auch uns heute seine N├Ąhe sp├╝ren lassen. Er m├Âchte auch uns die Schrift erkl├Ąren und zu uns sprechen. Er m├Âchte auch dich und mich tr├Âsten und ermutigen. Er wendet sich an uns auf verborgenere Weise. Aber z├Âgern wir nicht, ihm Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Es k├Ânnte auch unser Leben komplett ver├Ąndern!

2. Friede. ÔÇ×Friede sei mit euch!ÔÇť Damit begr├╝├čt Jesus die J├╝nger. Und sp├Ąter sagt er, die Menschen sollen umkehren, damit ihre S├╝nden vergeben werden. Was meint er damit? Er leidet darunter, uns in Unfrieden zu sehen, beladen mit Schuld und S├╝nde. Er m├Âchte unsere Wunden versorgen und uns aufrichten. Er m├Âchte uns ein neues Leben in Freundschaft mit ihm schenken.

3. Ich bin es selbst! Fasst mich doch an! Jesus war tot und lebt wieder. Er hat einen Leib. Die J├╝nger k├Ânnen ihn anfassen. Er isst. Thomas wird sp├Ąter seine Hand in die Seite Jesu legen. Manch einer k├Ânnte neidisch werden: Wenn auch ich heute, am 21. April 2022, Jesus ber├╝hren und anfassen k├Ânnte, wenn ich ihn einmal so richtig umarmen k├Ânnte, dann w├Ąre alles ganz anders. Das mag sein! Aber vergessen wir nicht: Auch wir sehen sein Fleisch, wenn wir vor der Eucharistie knien. Auch wir ber├╝hren seinen Leib, wenn wir die Kommunion empfangen. Das ist dein pers├Ânlicher Moment mit dem Auferstandenen!

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du l├Ąsst uns nicht allein. Im Gegenteil, du bist uns nahe und begleitest uns. Tagein tagaus bist du an meiner Seite. Du m├Âchtest mir Frieden schenken. Du l├Ąsst mich deinen Leib sehen oder sogar ber├╝hren. Mit anderen Worten: Du ├╝berh├Ąufst mich mit Liebe.

Vorsatz: Ich besuche heute eine Kirche oder Kapelle, in der Jesus in der Eucharistie gegenw├Ąrtig ist.


Ein Wunder!

22. April 2022

Freitag der Osteroktav

P. Raphael Ballestrem LC

Joh 21,1-14
In jener Zeit offenbarte Jesus sich den J├╝ngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, Natana├źl aus Kana in Galil├Ąa, die S├Âhne des Zebed├Ąus und zwei andere von seinen J├╝ngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die J├╝nger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der J├╝nger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus h├Ârte, dass es der Herr sei, g├╝rtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen J├╝nger mit dem Boot - sie waren n├Ąmlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundf├╝nfzig gro├čen Fischen gef├╝llt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den J├╝ngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den J├╝ngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, mehre in dieser Osterzeit meinen Glauben an deine Auferstehung. St├Ąrke meine Hoffnung und Vorfreude auf den Himmel. Entz├╝nde in mir eine brennende Liebe zu dir und meinen Mitmenschen.

Bitte: Herr, erleuchte meinen Verstand, damit ich die Sch├Ânheit dieses Wunders begreife und verstehe.

1. Das Wunder. Jesus beschenkt die Apostel mit einem riesengro├čen Fischfang. Und bekanntlich war das nicht das erste Mal. Daran erkennen sie ihn: Es ist der Herr! Sind aber diese Wunder nur sch├Âne Erinnerungen aus der Vergangenheit? Ich bin ├╝berzeugt: Auch heute wirkt Jesus Wunder. Auch heute ├╝berrascht er dich und mich auf pers├Ânliche Weise. Vielleicht ist es nicht immer spektakul├Ąr. Aber ein offenes und liebendes Herz bemerkt die Geschenke Jesu sehr schnell.

2. 153 Fische. Die Zahl 153 verweist auf eine Vollzahl an Fischen. Das eine Netz der Kirche h├Ątte eigentlich rei├čen sollen, so viele waren es, doch es erhielt die F├Ąhigkeit, alle zur Erl├Âsung Bestimmten zu fassen. Das offenbart uns einmal mehr die Gro├čz├╝gigkeit Jesu. Er spart nichts auf. Er h├Ąlt nichts zur├╝ck. Er gibt im ├ťberma├č. Und er gibt der Kirche alle Gnaden, um ihre ├╝bernat├╝rliche Sendung zu erf├╝llen.

3. Kommt her und esst! Hier schlie├čt sich ein Kreis. Jesus wurde in Betlehem geboren, ├╝bersetzt ÔÇ×Haus des BrotesÔÇť. Es war Jesus, der das Brot vermehrt hatte, um tausende Menschen zu s├Ąttigen. Er sagte von sich: ÔÇ×Ich bin das Brot des Lebens.ÔÇť Und: ÔÇ×Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungernÔÇť (Joh 6,35). Beim letzten Abendmahl hatte er das Brot genommen und gesagt ÔÇ×Das ist mein Leib, der f├╝r euch hingegeben wirdÔÇť (Lk 22,19). Und nun gibt er den J├╝ngern erneut zu essen. Das Weizenkorn ist gestorben und bringt nun reiche Frucht.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du bist das Brot des Lebens. Ich hungere nach dir. Ich hungere nach Liebe. Ich hungere nach Frieden. Komm du in mein Herz!

Vorsatz: Ich m├Âchte Jesus heute f├╝r ein kleines oder gro├čes Wunder danken, das er in meinem Leben gewirkt hat.


Geht hinaus!

23. April 2022

Samstag der Osteroktav
Hl. Adalbert von Prag, Bischof, Glaubensbote, M├Ąrtyrer
Hl. Georg, M├Ąrtyrer

P. Raphael Ballestrem LC

Mk 16,9-15
Als Jesus am fr├╝hen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben D├Ąmonen ausgetrieben hatte. Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und die nun klagten und weinten. Als sie h├Ârten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht. Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten. Auch sie gingen und berichteten es den anderen, und auch ihnen glaubte man nicht. Sp├Ąter erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verk├╝ndet das Evangelium allen Gesch├Âpfen!

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, mehre in dieser Osterzeit meinen Glauben an deine Auferstehung. St├Ąrke meine Hoffnung und Vorfreude auf den Himmel. Entz├╝nde in mir eine brennende Liebe zu dir und meinen Mitmenschen.

Bitte: Jesus, hilf mir, dein Evangelium zu verk├╝nden. Lehre mich, meinen N├Ąchsten zu lieben.

1. Maria aus Magdala. Sie war eine S├╝nderin gewesen. Sie war von sieben D├Ąmonen besessen gewesen. Und all das hindert Jesus nicht daran, ihr besondere Gnaden zu schenken und ihr seine Liebe zu offenbaren. Lassen wir uns nie von unserer S├╝nde entmutigen. Bekennen und bereuen wir sie aufrichtig, im Bewusstsein, dass Jesus auch durch uns S├╝nder Gro├čes wirken m├Âchte.

2. Sie glaubten nicht. Jesus hat so oft versucht, den Glauben der J├╝nger an seine Auferstehung zu st├╝tzen. Er hat so oft versucht, durch andere zu ihnen zu sprechen. Sie brauchten viel Zeit, um ihr Herz zu ├Âffnen. Jesus m├Âchte auch heute zu uns sprechen, nicht zuletzt durch die Schrift. Wenn wir still werden und immer wieder unser Herz ├Âffnen, kann Jesus auch zu uns sprechen, uns ermutigen und inspirieren.

3. Geht hinaus! ÔÇ×Denn wovon das Herz ├╝berflie├čt, davon spricht der MundÔÇť. Wenn wir Jesus begegnet sind, wenn er uns ber├╝hrt hat, wenn er uns gest├Ąrkt und ermutigt hat, dann k├Ânnen wir nicht mehr stillsitzen. Dann d├╝rfen auch wir hinausgehen und unserer Familie, unseren Nachbarn und Bekannten verk├╝nden, dass Jesus lebt. Meistens braucht es daf├╝r nicht viele Worte. Oft reicht eine gute Tat.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du hast den Tod besiegt. Du hast die S├╝nde besiegt. Ich m├Âchte dich einfach nur loben und preisen. Du hast gesagt, du bleibst bei uns alle Tage. Jesus, auf dich vertraue ich.

Vorsatz: Ich m├Âchte heute jemandem im Stillen etwas Gutes tun.