Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 10. April 2022 bis Samstag 16. April 2022

Heilige Woche - Karwoche

P. Konstantin Ballestrem LC

Entschlossen zum H├ÂchstenSonntag
Verschwendung und GeizMontag
Verraten an das Reich der FinsternisDienstag
Verkauft an die M├Ąchtigen dieser WeltMittwoch
So m├╝sst auch ihr einander die F├╝├če waschenDonnerstag
Es ist vollbrachtFreitag
Wacht und hofft!Samstag


Entschlossen zum H├Âchsten

10. April 2022

Palmsonntag

P. Konstantin Ballestrem LC

Lk 19,28-40
In jener Zeit ging Jesus nach Jerusalem hinauf. Und es geschah: Er kam in die N├Ąhe von B├ętfage und Bet├ínien, an den Berg, der ├ľlberg hei├čt, da schickte er zwei seiner J├╝nger aus und sagte: Geht in das Dorf, das vor uns liegt! Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr dort ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und bringt es her! Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann antwortet: Der Herr braucht es. Die Ausgesandten machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. Als sie das Fohlen losbanden, sagten die Leute, denen es geh├Ârte: Warum bindet ihr das Fohlen los? Sie antworteten: Weil der Herr es braucht. Dann f├╝hrten sie es zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Fohlen und halfen Jesus hinauf. W├Ąhrend er dahinritt, breiteten die J├╝nger ihre Kleider auf dem Weg aus. Als er sich schon dem Abhang des ├ľlbergs n├Ąherte, begann die Schar der J├╝nger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Machttaten, die sie gesehen hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der K├Ânig, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Ehre in der H├Âhe! Da riefen ihm einige Pharis├Ąer aus der Menge zu: Meister, weise deine J├╝nger zurecht! Er erwiderte: Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, heute beginnt die Heilige Woche. So viel hast du durchlebt in diesen Tagen. Ich will mit dir gehen durch diese Tage, bei dir sein durch die Worte des Evangeliums und im Gebet. Sei du auch bei mir, Herr.

Bitte: Herr, ich will dich nicht nur feiern, sondern dir auch treu sein. Gib mir ein tapferes, mutiges Herz!

1. Jesus geht nach Jerusalem hinauf. Wei├č er nicht, was ihn dort erwartet? Doch, er wei├č es. Genau deswegen geht er ÔÇ×hinaufÔÇť. Er will vollenden, wozu er gekommen ist: um uns die barmherzige Liebe des Vaters zu offenbaren, und uns zu erl├Âsen. Er tritt in die letzte Woche seines Lebens ein. Jeder wei├č, dass Jesus zur Fahndung ausgeschrieben ist. Aber Jesus geht festen Sinnes auf die Erf├╝llung seiner Berufung zu, mitten in den Sturm hinein. Den J├╝ngern muss es mulmig zumute sein. F├╝r sie kommt ein neuer Zeitpunkt der Entscheidung. Gehen sie mit? Gehe ich mit?

2. Weil der Herr es braucht. Diese paar Worte gen├╝gen den Besitzern des Esel-Fohlens. Ob sie wissen, welche Rolle ihm zugedacht ist? Jedenfalls wird seitdem jedes Jahr in den Evangelien von ihm berichtet. Aber selbst wenn nicht von ihm berichtet w├╝rde ÔÇô es hat eine wichtige Rolle gespielt in der Erf├╝llung der Prophezeiung: Der K├Ânig kommt auf einem Esel (Sach 9,9). Der Herr l├Ądt mich ein, Teil seines Erl├Âsungswerkes zu sein, eine Rolle zu spielen in dieser Karwoche. Welche Rolle? Er wei├č es. Mir soll gen├╝gen, dass er mich brauchen will.

3. Gesegnet sei der K├Ânig, der kommt im Namen des Herrn. Das Empfangskomitee ist ├╝berw├Ąltigend. Hier, f├╝r einen Augenblick, scheint alles so zu sein, wie es sein soll: Jesus wird als der Messias-K├Ânig anerkannt, der Retter, der kommt im Namen des Herrn. Jesus l├Ąsst das geschehen. Er will auf keinen Fall die Verk├╝ndigung dieser Wahrheit unterbinden: Sonst w├╝rden die Steine anfangen zu schreien. Aber er wei├č auch, dass die Feierstimmung schon ganz bald kippen wird. Er l├Ąsst sich nicht beirren. Es ist wahr, dass er der K├Ânig ist. Es ist aber auch wahr, dass dieser K├Ânig gekreuzigt werden wird. Beides will er erf├╝llen ÔÇô f├╝r mich.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du l├Ąsst dich feiern und wei├čt doch, dass dieser Einzug in Jerusalem auch der Einzug in die schlimmste Woche deines Lebens ist. Wie schaffst du das? Hilf mir, mit dir zu gehen, bei dir zu bleiben. Denn ich wei├č, dass du auch immer bei mir bleibst, durch dick und d├╝nn.

Vorsatz: Diese letzte Woche der Fastenzeit will ich ganz bewusst mit Jesus verbringen, das Evangelium betrachten, mit ihm besprechen.


Verschwendung und Geiz

11. April 2022

Montag der Karwoche
Hl. Stanislaus von Krakau, Bischof, M├Ąrtyrer

P. Konstantin Ballestrem LC

Joh 12,1-11
Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte. Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente, und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren. Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Narden├Âl, salbte Jesus die F├╝├če und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des ├ľls erf├╝llt. Doch einer von seinen J├╝ngern, Judas Iskariot, der ihn sp├Ąter verriet, sagte: Warum hat man dieses ├ľl nicht f├╝r dreihundert Denare verkauft und den Erl├Âs den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz f├╝r die Armen gehabt h├Ątte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte n├Ąmlich die Kasse und veruntreute die Eink├╝nfte. Jesus erwiderte: Lass sie, damit sie es f├╝r den Tag meines Begr├Ąbnisses tue. Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch. Viele Juden hatten erfahren, dass Jesus dort war, und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte. Die Hohenpriester aber beschlossen, auch Lazarus zu t├Âten, weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, wie angenehm war dir immer die Zeit bei deinen Freunden in Betanien. Beim letzten Besuch hast du gro├čz├╝gige Liebe aber auch zugeschn├╝rten Geiz erfahren. Ich will heute wie Maria zu deinen F├╝├čen dir zuh├Âren und meine Liebe ├╝ber dich ausgie├čen.

Bitte: Herr, gib mir ein gro├čz├╝giges, f├╝r dich verschwenderisches Herz!

1. Verschwendung. LazarusÔÇś Familie scheint wohlhabend gewesen zu sein, wenn das Narden├Âl so kostbar war. Beeindruckender aber ist, dass Maria ohne Weiteres bereit war, diese Kostbarkeit ├╝ber Jesus auszugie├čen. Wie sch├Ân ihre Seele, wie liebend ihr Herz, wie gro├čz├╝gig ihr ganzes Sein! Es ist ein Opfer (immerhin ein Jahresgehalt), aber Jesus ist es ihr wert, er ist ihr mehr wert als das ├ľl. Bin ich bereit, mich Jesus verschwenderisch hinzugeben?

2. Geiz. Ganz anders Judas. Er kann die Szene nicht mit ansehen, es dreht sich ihm der Magen um. Das gute ├ľl, das sch├Âne Geld! Einfach weggegossen! ÔÇô Nein, nicht weggegossen, sondern ausgegossen ├╝ber den, der es hundertmal verdient! Das kann Judas nicht sehen, nicht nachvollziehen. Sein Herz hat sich schon zusammengezogen und ist einer solchen ÔÇ×VerschwendungÔÇť nicht mehr f├Ąhig. Er ist Jesus nachgefolgt, er wollteÔÇŽ Aber die Welt hat ihn in ihren Bann gezogen und er ist habs├╝chtig geworden. Ein Jahresgehalt f├╝r Jesus! So viel? ÔÇô das kann das enge Herz des Judas nicht verstehen, weil es nicht mehr liebt. Welch ein Segen, sich f├╝r Jesus verschwenden zu k├Ânnen!

3. Mich habt ihr nicht immer bei euch. Jesus stellt sich auf die Seite Marias. Er billigt die ÔÇ×VerschwendungÔÇť. Es geht ihm nicht um Geldbetr├Ąge. In den Armen wird er immer bei uns sein, in Menschen, die der Hilfe bed├╝rfen. Auch in Reiche(re)n wird er immer bei uns sein, in Menschen, die helfen k├Ânnen und wollen. Jesus aber schaut in jedem Fall auf die Liebe, das ist ihm das Wichtige. Das lobt er in Maria: ihre selbstvergessene Gro├čz├╝gigkeit. Bereit sein, loszulassen um Jesu willen, der selbst ganz und gar Geschenk sein will f├╝r mich. Und was man losl├Ąsst, kann ein ÔÇ×Verm├ÂgenÔÇť sein oder die zwei kleinen M├╝nzen der Witwe (Lk 21,2): Hauptsache, du gibst von Herzen, was du gibst. Und ja: Gib, verschenke, denn was du erh├Ąltst, ist viel gr├Â├čer.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du willst mich so gro├čz├╝gig beschenken, du willst mein einziger Schatz sein. Mach mein Herz gro├čz├╝gig, dass ich bereit bin, mich f├╝r dich zu verschwenden. Nimm daraus Geiz und Engherzigkeit weg, lass mich lieben wie du.

Vorsatz: Ich will heute nicht geizig sein mit meinem Fastenopfer, sondern gro├čz├╝gig ÔÇô f├╝r Jesus.


Verraten an das Reich der Finsternis

12. April 2022

Dienstag der Karwoche

P. Konstantin Ballestrem LC

Joh 13,21-33.36-38
In jener Zeit, als Jesus mit seinen J├╝ngern bei Tisch war, wurde er im Innersten ersch├╝ttert und bekr├Ąftigte: Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten. Die J├╝nger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte. Einer von den J├╝ngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte. Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche. Da lehnte sich dieser zur├╝ck an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es? Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald! Aber keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte. Weil Judas die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was wir zum Fest brauchen!, oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben. Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht. Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen. Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin k├Ânnt ihr nicht gelangen. Simon Petrus sagte zu ihm: Herr, wohin willst du gehen? Jesus antwortete: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber sp├Ąter folgen. Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich f├╝r dich hingeben. Jesus entgegnete: Du willst f├╝r mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kr├Ąht, wirst du mich dreimal verleugnen.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, die letzten Stunden mit deinen geliebten J├╝ngern. Licht und Finsternis, Freude und Verrat. Lass mich an deiner Seite ruhen, deinen Herzschlag vernehmen.

Bitte: Herr, schenke mir ein Herz wie das deine. Lass nicht zu, dass ich mich jemals von dir trenne. Gib, dass ich dir treu bin und dich nie verrate.

1. Einer von euch wird mich verraten. Ist das denn die M├Âglichkeit!? Jetzt sitzt der Sohn Gottes da im Kreise seiner innigsten Freunde, und einer davon ist sein Verr├Ąter! Schwer zu fassen. Oder doch nicht? Ist der Verrat von mir so weit weg, dass ich meine, mich ├╝ber die Szene emp├Âren zu d├╝rfen? Petrus, der ÔÇ×FelsÔÇť, verspricht Treue bis in den Tod. Wir wissen, was daraus wurde. Ehrlich: Ich wei├č sehr wohl, wie man Jesus verr├Ąt. Ich sehe es um mich herum, ich sehe es auch in mir. Und auch ich geh├Âre zu seinen Freunden, z├Ąhle zu seinen Br├╝dern und Schwestern. Heute ist nicht ein Tag, um mit dem Finger auf Judas zu zeigen, sondern auf mich. Ein Tag, um den Vorsatz zu erneuern, bei Jesus bleiben zu wollen, auch wenn es hart auf hart kommt.

2. Im Innersten ersch├╝ttert. Der Verrat l├Ąsst Jesus alles andere als kalt. Johannes hat uns einige solche Gem├╝tsbewegungen Jesu ├╝berliefert. Es macht Jesus ÔÇ×menschlicherÔÇť f├╝r uns, nahbarer. Wir sehen, was ein Verrat mit Gottes Sohn macht: Er ersch├╝ttert ihn. Jesus schwebt nicht abgehoben durch diese Karwoche hindurch. Er ist im Innersten ersch├╝ttert, er ist zu Tode betr├╝bt, er leidet TodesangstÔÇŽ Wir sollen das an uns rankommen lassen, denn es vermittelt uns, was Jesus f├╝r uns getan hat, und auch, wie wir ihn tr├Âsten k├Ânnen.

3. Der Satan und die Nacht. Es gibt ihn, diesen Krieg zwischen Gut und B├Âse. In der Karwoche wird es uns ganz plastisch vor Augen gef├╝hrt. Jesu Botschaft und seine Lebensweise, der Weg, den er geht und uns vorschl├Ągt, sie sto├čen frontal mit denen der Welt und ihres ÔÇ×HerrschersÔÇť zusammen. In Judas hat das Reich der Finsternis einen Zugang gefunden, und durch ihn streckt es gierig und rasend seine H├Ąnde nach Jesus aus. Ich darf und soll dar├╝ber erschrecken, mich entschieden und energisch dagegen auflehnen, in mir und in der Welt.

Gespr├Ąch mit Christus: Ach Jesus, wie konnte es nur mit Judas so weit kommen? Wie konnte es nur mit mir auch schon so oft so weit kommen? Erbarme dich meiner Schwachheit und verzeihe auch meine Bosheit. Ich will meine Liebe erneuern. Erlaube mir, in deiner N├Ąhe zu bleiben!

Vorsatz: Ich will heute allen Einladungen des Heiligen Geistes zum Guten Folge leisten.


Verkauft an die M├Ąchtigen dieser Welt

13. April 2022

Mittwoch der Karwoche
Hl. Martin I., Papst, M├Ąrtyrer

P. Konstantin Ballestrem LC

Mt 26,14-25
In jener Zeit ging einer der Zw├Âlf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm drei├čig Silberst├╝cke. Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern. Am ersten Tag des Festes der Unges├Ąuerten Brote gingen die J├╝nger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl f├╝r dich vorbereiten? Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister l├Ąsst dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen J├╝ngern das Paschamahl feiern. Die J├╝nger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. Als es Abend wurde, begab er sich mit den zw├Âlf J├╝ngern zu Tisch. Und w├Ąhrend sie a├čen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern. Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr? Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Sch├╝ssel getaucht hat, wird mich verraten. Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift ├╝ber ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. F├╝r ihn w├Ąre es besser, wenn er nie geboren w├Ąre. Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, ich will weiter diese Karwoche mit dir verbringen, will deinen Schritten folgen, deinen Herzschlag h├Âren, deine Liebe erfahren und erwidern.

Bitte: Jesus, erlaube mir, bei dir zu sein und meine Freundschaft mit dir zu vertiefen.

1. Das Mahl. Es herrscht eine ganz besondere Stimmung in jedem Winkel der Stadt Jerusalem: Das Pascha steht bevor! Feierliche Gef├╝hle, uralte Traditionen und Riten, liebe ErinnerungenÔÇŽ Die J├╝nger sind ganz davon umgeben, als sie das Mahl vorbereiten wollen. Jesus wei├č, dass es sein letztes ist. Mit seinen geheimnisvollen Anweisungen scheint er die Spannung noch gr├Â├čer zu machen. In Wirklichkeit will er wohl vermeiden, dass Judas den Ort kennt und vor der Zeit mit den Schergen auftaucht. Ich habe drei M├Âglichkeiten: 1) Mich nur oberfl├Ąchlich zu freuen auf Ostern; 2) jemand sein, dem Jesus verheimlichen muss, wo er Ostern feiert; 3) bei Jesus bleiben und alles in der Tiefe mit ihm zu durchleben.

2. Drei├čig Silberst├╝cke. Der Preis eines Sklaven (Ex 21,32). Mehr sind die W├╝rdentr├Ąger nicht bereit zu zahlen, und auch Judas ist mit der Summe einverstanden. Jesus ist ihm so viel wert wie ein Sklave. Rechtzeitig sichert er sich einen Vorteil aus seinem Verrat. Wie tief kann ein Mensch sinken! War es ihm bewusst? Auch heute will ich vorsichtig sein mit meinem Zeigefinger. Wie viel ist Jesus mir wert? Wert gewesen bisher? Habe ich ihn wom├Âglich schon f├╝r weniger ÔÇ×verkauftÔÇť? Es ist gut, Licht darauf zu werfen, um mein ganzes Elend zu erkennen und die Barmherzigkeit Gottes darauf herabzuflehen.

3. Der Menschensohn muss seinen Weg gehen. Was, wenn Judas Jesus nicht verraten h├Ątte? H├Ątte ein anderer einspringen m├╝ssen, damit sich die Schrift erf├╝llt? ÔÇ×Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot a├č, hat die Ferse gegen mich erhoben.ÔÇť (Ps 41,10) Die Geheimnisse der Pl├Ąne Gottes ├╝bersteigen uns. Wir sollen vor allem verstehen, dass Gott zu keinem Zeitpunkt das Ruder aus der Hand lief: Alles war Teil seiner Vorsehung. Welche Rolle wir in seinen Pl├Ąnen spielen wollen, ist ganz unsere freie Entscheidung. So war es auch f├╝r Judas. ÔÇ×Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich.ÔÇť (Mt 12,30) Und ich?

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, es geht mir nah zu betrachten, wie Judas dich verkauft und verraten hat. So viel geschieht in diesen Tagen, so viel Durcheinander, so wenig Klarheit in so vielen Dingen. F├╝r das Eine wenigstens m├Âchte ich mich fest entscheiden: Ich will zu deinen Freunden geh├Âren, mit dir sein, dich nicht verlassen!

Vorsatz: Ich will Jesu Freund sein und nichts tun, was er nicht tun w├╝rde.


So m├╝sst auch ihr einander die F├╝├če waschen

14. April 2022

Gr├╝ndonnerstag

P. Konstantin Ballestrem LC

Joh 13,1-15
Es war vor dem Paschafest Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hin├╝berzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung. Es fand ein Mahl statt und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Isk├íriot, schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern. Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zur├╝ckkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umg├╝rtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Sch├╝ssel und begann, den J├╝ngern die F├╝├če zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umg├╝rtet war. Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die F├╝├če waschen? Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch sp├Ąter wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die F├╝├če waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine F├╝├če, sondern auch die H├Ąnde und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die F├╝├če zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste n├Ąmlich, wer ihn ausliefern w├╝rde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. Als er ihnen die F├╝├če gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die F├╝├če gewaschen habe, dann m├╝sst auch ihr einander die F├╝├če waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, ich m├Âchte im Kreis deiner J├╝nger Platz nehmen und diese so tiefen und bedeutenden Augenblicke mit ihnen ganz in deiner N├Ąhe erleben.

Bitte: Jesus, gib mir ein dem├╝tig dienendes, liebendes Herz wie das deine!

1. Jesus wussteÔÇŽ ÔÇ×Dass seine Stunde gekommen warÔÇŽ Dass er von Gott gekommen warÔÇŽÔÇť Kurz: Jesus wusste, dass er Gottes Sohn, dass er Gott war. Das bedeutet: Alles, was jetzt geschieht, geschieht in diesem klaren Bewusstsein. Es folgt eine Offenbarung ├╝ber die Natur Gottes. Johannes schickt das voran, weil er selbst wei├č, dass uns das, was Jesus beim letzten Abendmahl getan hat, erstaunlich und unglaublich vorkommt. Es tut uns gut, das noch einmal zu bedenken: Es ist der allm├Ąchtige Gott, der uns die F├╝├če w├Ąscht, der bei uns bleibt in der Eucharistie, der f├╝r uns am Kreuz stirbt.

2. Jesus w├Ąscht den J├╝ngern die F├╝├če. Das ist ein Sklavendienst. Jesus aber ist kein Sklave. Er tut es als freier Mann, als Gottes Sohn. Gottes Liebe ist bereit, so weit zu gehen. Er ist sich nicht ÔÇ×zu schadeÔÇť, so etwas zu tun, um uns f├╝r die Liebe zu gewinnen. Er macht nicht halt vor einer Erniedrigung, nicht einmal vor dem sch├Ąndlichen Verbrechertod. Petrus str├Ąubt sich, er sp├╝rt etwas Unpassendes in der Situation. Aber Jesus besteht darauf. Wie unglaublich dem├╝tig und gro├č ist doch Gottes Liebe! Bin ich bereit, mich so von Gott, von Jesus lieben zu lassen?

3. Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Wahrscheinlich nicht. Aber wir versuchen es: Jesus hat uns gezeigt, dass Gott mit seiner Liebe ganz f├╝r uns da ist. Dass er immer auf uns zugehen wird, dass er uns immer dienen m├Âchte, dass es ihm immer um uns geht und er nichts f├╝r sich sucht. Er ist tats├Ąchlich der Einzige, der stets vollkommen selbstlos liebt. Er hat mich zuerst geliebt, er hat mir zuerst gedient. Wie soll ich antworten? Kann ich anders antworten, als mit dem ehrlichen Vorsatz, auch so gro├čherzig wie m├Âglich zu lieben? ÔÇ×Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.ÔÇť

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, auch wenn es mir sehr peinlich ist: Wasch mir bitte die F├╝├če. Nicht, weil ich es verdiene, nicht, weil ich mich freue, dass du dich dem├╝tigst, sondern weil ich diese deine Liebe brauche. Die Liebe, die reinigt und heilt, die mich umf├Ąngt und erl├Âst.

Vorsatz: Lieben wie Jesus, im selbstlosen Dienen: Wo kann ich heute so handeln wie er an mir gehandelt hat?


Es ist vollbracht

15. April 2022

Karfreitag

P. Konstantin Ballestrem LC

Joh 19,16-30 (Auszug aus der Passion nach Johannes)
Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur so genannten Sch├Ądelh├Âhe, die auf hebr├Ąisch Golgota hei├čt. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte Jesus. Pilatus lie├č auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der K├Ânig der Juden. Dieses Schild lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag. Die Inschrift war hebr├Ąisch, lateinisch und griechisch abgefasst. Die Hohenpriester der Juden sagten zu Pilatus: Schreib nicht: Der K├Ânig der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der K├Ânig der Juden. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben. Nachdem die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, f├╝r jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war. Sie sagten zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es geh├Âren soll. So sollte sich das Schriftwort erf├╝llen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies f├╝hrten die Soldaten aus. Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den J├╝nger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem J├╝nger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der J├╝nger zu sich. Danach, als Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erf├╝llte: Mich d├╝rstet. Ein Gef├Ą├č mit Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund. Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, ich will deine Passion betrachten, Schritt f├╝r Schritt mit dir gehen. ├ľffne meine Augen und mein Herz f├╝r die gro├če Liebe, die du mir zeigst.

Bitte: Herr, lass mich heute mit dir trauern, schenke mir ein reum├╝tiges Herz.

1. Dort kreuzigten sie ihn. Die Leidensgeschichte Jesu erstreckt sich ├╝ber nicht einmal 24 Stunden. Und doch kommt sie uns unendlich lang vor, weil so viel Leid und Schmerz so geballt auf einen Menschen hereinbricht. Sie endet am Kreuz, an dem das lebendige Fleisch des Sohnes Gottes angenagelt wird. Welch uns├Ągliche k├Ârperliche Schmerzen! Welch unergr├╝ndliche seelische Pein! Niemand wird es je ganz fassen k├Ânnen, auch ich nicht. Aber ich will den leidenden und sterbenden Jesus betrachten, um nicht zu vergessen, dass er das f├╝r mich getan hat, und um bei ihm zu sein in dieser schrecklichsten Stunde.

2. Siehe, dein Sohn ÔÇô siehe, deine Mutter. Maria, die gro├če Frau, weicht nicht von der Seite ihres Sohnes und ihres Meisters. Zu eng verbunden sind ihre beiden Herzen. Auch wenn sie tief mit ihm leidet, ÔÇ×ein Schwert ihre Seele durchdringtÔÇť (vgl. Lk 2,35), will sie bei ihm sein. Am Fu├č des Kreuzes, das ist ihr Platz. Das soll auch unser Platz sein. Dort wird sie uns allen zur Mutter gegeben, als ein letzter Wunsch Jesu. Seitdem nimmt sie diese Rolle sehr ernst. Sie bringt uns zu Jesus, besonders in dieser Stunde, damit wir der gekreuzigten Liebe ins Auge blicken und verstehen lernen, wie sehr Gott uns geliebt hat, uns liebt. Ich will mich von ihr an der Hand nehmen und mich von ihr zu Jesus f├╝hren lassen.

3. Es ist vollbracht. Was ist vollbracht? Ein Leben im Einklang mit dem Willen des Vaters, im Gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Das Opfer, dass alle alten Opfer ersetzt und erf├╝llt, durch das wir ein f├╝r allemal freigekauft sind vom Tod. Die Offenbarung der Liebe Gottes und seiner Barmherzigkeit. Das alles ist vollbracht in diesem Augenblick, in dem Jesus seinen Geist aufgibt, in die H├Ąnde des Vaters. Er hat das alles f├╝r mich getan, weil ihn nach mir ÔÇ×d├╝rstetÔÇť, weil er mich erl├Âsen wollte, mir eine Chance erwerben wollte f├╝r ein Leben in F├╝lle, f├╝r ein ewiges Leben. Wie viel muss mir diese Frucht des Kreuzes wert sein!

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du hast dein Leben f├╝r mich hingegeben. Du bist tats├Ąchlich f├╝r mich gestorben, nach einem schrecklichen Leiden einen grausamen Tod. Ich kann es kaum fassen, aber ich will es an mein Herz heranlassen, damit es weich wird, damit ich Reue empfinde und den Vorsatz fasse, dich nicht noch weiter zu verletzen.

Vorsatz: Heute will ich die Stationen des Kreuzwegs betrachten und immer bedenken, wie sehr Jesus mich geliebt hat.


Wacht und hofft!

16. April 2022

Karsamstag
Der Tag der Grabesruhe Christi ist ein stiller Tag ohne liturgische Feier. Es werden nur die Tagzeiten gebetet.

P. Konstantin Ballestrem LC

Mt 27,57-61 (Text dient nur zur Reflexion)
Josef aus Arimath├Ąa war ein J├╝nger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur heimlich. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu d├╝rfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab. Es kam auch Nikodemus, der fr├╝her einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim j├╝dischen Begr├Ąbnis Sitte ist. An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. Wegen des R├╝sttages der Juden und weil das Grab in der N├Ąhe lag, setzten sie Jesus dort bei.

Einf├╝hrendes Gebet: Es ist vollbracht und alles ist ruhig. Grabesruhe. Ich will trauern, wachen, hoffen, zusammen mit dir, Maria.

Bitte: Herr, schenke mir ein wachendes und hoffendes Herz.

1. Josef von Arimath├Ąa und Nikodemus. Beide geh├Âren zum Hohen Rat. Beide waren Sympathisanten der Bewegung Jesu, hatten aber zu seinen Lebzeiten Angst vor ihren Standesgenossen. Auf einmal scheint ihnen das gleichg├╝ltig zu sein, jetzt, wo Jesus tot ist. Ganz ├Âffentlich und noch riskanter als vorher treten sie jetzt f├╝r die Sache Jesu ein, tun, was man jetzt eben tun kann. Dass dieser Mann auf diese Weise gestorben ist, beeindruckte offenbar nicht nur den Hauptmann am Fu├č des Kreuzes (vgl. Lk 23,47). Die Gnaden, die Jesus am Kreuz erworben hat, beginnen schon, in den Herzen der Menschen ihre Wirkung zu zeigen. Ich will mich auch ber├╝hren lassen von der Liebe Jesu.

2. Das Grab. Man kann es ├╝berlesen oder f├╝r selbstverst├Ąndlich halten. Aber das Grab ist ganz wesentlich f├╝r die Ostergeschichte. Es gibt Zeugnis davon, dass Jesus wirklich gestorben war, den Tod erlitten hatte, die Trennung von Seele und Leib. Denn der Sieg der Auferstehung ist ├╝ber den Tod und die Macht des Todes. Jesu Leichnam lag im Grab, einbalsamiert und eingewickelt, hinter einem schweren Stein. Von dort ist er auferstanden, derselbe Leib, derselbe Jesus, zu einem neuen Leben. Das Herabsinken ins Grab ist wie ein Schritt auf dem tiefen Weg unserer Hoffnung auf ein ewiges Leben, das so auch uns nach unserem Grab erwartet. Ich will die Grabesruhe auf mich wirken lassen, damit die Osterfreude umso gr├Â├čer wird.

3. Was tut Maria? Sie trauert, sie wartet, sie hofft. In ihr ist nicht alles erloschen. In ihrem Herzen brennt die Gewissheit, dass Gott auch in der gerade erlebten schrecklichen Katastrophe, dem scheinbaren Ende aller Hoffnungen, trotzdem alles in der Hand hat. Sie n├Ąhrt die feste Hoffnung, dass er auch aus diesem ma├člosen ├ťbel etwas Gutes machen kann. Sie ist traurig, nat├╝rlich, aber nicht hoffnungslos. Ich m├Âchte mit ihr trauern, und ich m├Âchte mit ihr hoffen. Ich m├Âchte beides von ihr lernen.

Gespr├Ąch mit Christus: Maria, wie schrecklich das alles f├╝r dich war! Wer hat je mehr mit Jesus mitgelitten? Jetzt scheint alles vorbei, alles zerst├Ârt. Aber nicht deine Hoffnung. Sie leuchtet wie ein Licht in der Nacht. Ich will mit dir wachen und hoffen.

Vorsatz: Ich will heute mit Maria wachen und hoffen, z.B. ein Ges├Ątz vom Rosenkranz mit ihr betrachten.