Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 13. März 2022 bis Samstag 19. März 2022

Zweite Woche der Fastenzeit

Edeltrud Fuhr und Felix Honekamp

Ein „himmlischer“ AugenblickSonntag
Andere SichtweiseMontag
Bist du echt?Dienstag
Ein anderes ReichMittwoch
Drohbotschaft?Donnerstag
UrteileFreitag
Beschützer des ErlösersSamstag


Ein „himmlischer“ Augenblick

13. März 2022

Zweiter Fastensonntag – „Reminiscere“

Edeltrud Fuhr

Lk 9,28b-36
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und stieg auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und siehe, es redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ende, das er in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. Und es geschah: Als diese sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während er noch redete, kam eine Wolke und überschattete sie. Sie aber fürchteten sich, als sie in die Wolke hineingerieten. Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Während die Stimme erscholl, fanden sie Jesus allein. Und sie schwiegen und erzählten in jenen Tagen niemandem von dem, was sie gesehen hatten.

EinfĂĽhrendes Gebet: Jesus, immer wieder hast du dir Zeiten fĂĽr das Gebet genommen. Auch ich komme jetzt zu dir. Lass mich ruhig werden bei dir und offen fĂĽr dein Wort. In deiner Gegenwart will ich verweilen und deine Liebe immer tiefer erkennen.

Bitte: Lass mich nie mĂĽde werden, ĂĽber das groĂźe Geschenk deiner Gegenwart zu staunen und dankbar zu sein.

1. Die mĂĽden JĂĽnger. Zweimal hören wir in der Heiligen Schrift, dass Jesus, drei seiner JĂĽnger in seiner unmittelbaren Nähe haben wollte. Beim Gebet auf dem Berg Tabor und bei seinem Gebet auf dem Ă–lberg. Bei seiner Verklärung und in seiner Todesangst. Und was machen die JĂĽnger? Sie werden mĂĽde und schlafen ein! Jesus, wecke mich aus meiner geistigen „Schläfrigkeit“ auf. Alltägliche Sorgen und Routine können mich oberflächlich und gleichgĂĽltig machen. Komm, Heiliger Geist, und lass mich wachsam sein!

2. Taborerlebnis. Danke, Jesus, dass du in der Heiligen Eucharistie leibhaftig gegenwärtig bist. Wenn ich mir vorstelle, dass du in jedem Tabernakel zwar unter dem Schleier der Gestalten verborgen, aber genauso „real“ bist wie bei der Verklärung auf dem Berg, dann kann ich nur staunen. Was wäre wohl, wenn wir, wie die drei JĂĽnger, dein strahlendes göttliches Licht sehen dĂĽrften? „Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freu dich und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem! Der König Israels, der Herr, ist in deiner Mitte; du hast kein Unheil mehr zu fĂĽrchten.“

3. Auf ihn sollt ihr hören. Unser Vater im Himmel gibt uns genaue „Anweisung“: Auf seinen Sohn sollen wir hören. Es liegt an mir selbst, wie empfangsbereit ich fĂĽr Jesu Worte bin. Es braucht vor allem den nötigen Willen, die Entscheidung zur Umkehr. Fange heute schon damit an! So kann ein kleines StoĂźgebet zwischendurch zu einem Taborerlebnis werden.

Gespräch mit Christus: Komm, Heiliger Geist, und schenke mir die Gabe der Gottesfurcht. Lass mich ĂĽber deine göttliche Schönheit staunen. Schenke mir die Freude, dich real gegenwärtig zu spĂĽren. Diese Fastenzeit soll bei mir eine Zeit der echten Umkehr sein, damit mein Glaube lebendiger wird.

Vorsatz: Heute nutze ich eine Möglichkeit zur Eucharistischen Anbetung oder verrichte ein Gebet vor einem Tabernakel.


Andere Sichtweise

14. März 2022

Montag der zweiten Woche der Fastenzeit
Hl. Mathilde, Königin

Edeltrud Fuhr

Lk 6,36-38
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden. Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.

EinfĂĽhrendes Gebet: Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir. (Niklaus von FlĂĽe)

Bitte: Herr, schenke mir einen geduldigen und aufmerksamen Blick fĂĽr meinen Nächsten.

1. Verurteilung. Richtet nicht und verurteilt nicht. Beim Evangelist Matthäus gebraucht Jesus zu diesem Thema noch folgendes Bild: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und dabei steckt in deinem Auge ein Balken? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen“. Echte Selbsterkenntnis und ehrliche Reflexion ĂĽber das eigene Handeln können schon viel bewirken. Die Verwandlung fängt bei mir an.

2. Ein Bumerang. Ein Sprichwort sagt: „Wie ich in den Wald hineinrufe, so schallt es auch hinaus.“ Paulus schreibt: „Macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmĂĽtig und einträchtig, dass ihr nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei tut. Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst“ (Phil 2,2-4). Der Heilige Geist sieht immer nur das Gute im Menschen. Komm, Heiliger Geist, und fĂĽhre mich, dass mein Blick mehr auf die Stärken und positiven Aspekte des anderen gerichtet ist, und hilf mir, die richtigen Worte zu finden, um meinen Nächsten zu bestärken und aufzurichten.

3. Geben ist seliger als Nehmen. Loben, Danken und Schenken bewirkt Freude, bei dem Beschenkten, aber auch bei dem, der schenkt. Man sagt auch: Liebe ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt. Wie geht es mir mit dem Teilen und Schenken. Kommt es von Herzen, oder bin ich berechnend?

Gespräch mit Christus: Jesus, du hast uns das wichtigste Gebot gelehrt. „Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Danke, Jesus, dass ich meinen „Liebestank“ bei jedem Gebet mit dir auffĂĽllen darf und so frohgemut deine Liebe an meinen Nächsten weiterschenken kann. Ja deine Liebe ist immer ĂĽberflieĂźend.

Vorsatz: Heute ĂĽberrasche ich jemanden mit einer kleinen Freude.


Bist du „echt“?

15. März 2022

Dienstag der zweiten Woche der Fastenzeit
Hl. Klemens Maria Hofbauer, Ordenspriester, Stadtpatron von Wien

Edeltrud Fuhr

Mt 23,1-12
In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi - Meister – nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

EinfĂĽhrendes Gebet: Wachse Jesus, wachse in mir. In meinem Geist, in meinem Herzen, in meiner Vorstellung, in meinen Sinnen. Wachse in mir in deiner Milde, in deiner Reinheit, in deiner Demut, deinem Eifer, deiner Liebe. Wachse in mir mit deiner Gnade, deinem Licht und deinem Frieden. Wachse in mir zur Verherrlichung deines Vaters, zur größeren Ehre Gottes. (Pierre Olivaint)

Bitte: Herr, lass mich ganz dein Eigen sein.

1. â€žSie reden nur, tun selber aber nicht, was sie sagen“. Was ist am „wirkungsvollsten“ bei einem missionarischen Einsatz? Wann springt der „Funke“ am ehesten ĂĽber? Wenn ein Christ seinen Glauben authentisch lebt. Wenn Kopf und Herz, Idee und Tat in Gleichklang mit dem Evangelium stehen. Paulus schreibt im ersten Korintherbrief: „Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wĂĽsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzten könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer ĂĽbergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nĂĽtzte es mir nichts“.

2. Der „Augenschein“! â€žAlles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen.“ Die Pharisäer und Schriftgelehrten lebten sehr auf sich selbst bezogen. Es ging ihnen nur um ihr eigenes Ansehen. Wie sieht das bei mir aus? Was ist meine Motivation bei meinen Handlungen, Diensten und Arbeiten? Wie wichtig ist mir mein Ansehen bei den anderen? Paulus schreibt: „Arbeitet nicht nur, um euch bei den Menschen einzuschmeicheln und ihnen zu gefallen, sondern fĂĽrchtet den Herrn mit aufrichtigem Herzen! Tut eure Arbeit gern, als wäre sie fĂĽr den Herrn und nicht fĂĽr Menschen; ihr wisst, dass ihr vom Herrn euer Erbe als Lohn empfangen werdet. Dient Christus, dem Herrn!“

3. Christus in mir. Alles Gute in uns kommt vom Heiligen Geist. Wir dĂĽrfen uns von Ihm fĂĽllen und fĂĽhren lassen. SchlieĂźen wir uns einem Gebet von Charles de Foucauld an: „Mein Vater, ich ĂĽberlasse mich dir; mach mit mir, was dir gefällt. Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir. Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an. Wenn nur dein Wille sich an mir erfĂĽllt und an allen deinen Geschöpfen, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott. In deine Hände lege ich meine Seele. Ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, ohne MaĂź, mit einem grenzenlosen Vertrauen. Denn du bist mein Vater.“

Gespräch mit Christus: Danke, Jesus, dass ich in dieser Fastenzeit wieder neu die Chance zur Umkehr geschenkt bekomme. Ja, ich will sie dankbar ergreifen. Zeige mir, wo noch Wandlung bei mir nötig ist. Jesus, ich will dir fest vertrauen.

Vorsatz: Ich nehme mir heute Zeit fĂĽr eine gute Beichtvorbereitung


Ein anderes Reich

16. März 2022

Mittwoch der zweiten Woche der Fastenzeit

Felix Honekamp

Mt 20,17-28
In jener Zeit, als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er unterwegs die zwölf Jünger beiseite und sagte zu ihnen: Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden übergeben, damit er verspottet, gegeißelt und gekreuzigt wird; aber am dritten Tag wird er auferstehen. Damals kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte. Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen. Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es. Da antwortete er ihnen: Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

EinfĂĽhrendes Gebet: Herr, du allein bist vollkommen, und doch forderst du mich auf, es dir gleichzutun. Du traust mir zu, dir immer ähnlicher zu werden. Du traust mir viel mehr zu als ich mir selbst. Und deine Liebe hört auch nicht auf, wird nicht geringer, wenn ich scheitern sollte – dann hilfst du mir wieder auf, und traust es mir erneut zu. Ich danke dir, Vater, fĂĽr dein Vertrauen in mich.

Bitte: Mein Herr und mein Gott, zeige mir, an welchen Stellen du heute in mir am Werk bist: Ist es mein Hochmut, mein Stolz, meine Eitelkeit, mein Neid? Zeige mir den Weg, dir ähnlicher zu werden; zeige mir den Weg in dein Reich.

1. Ausgeliefert sein & Sich ausliefern. Jesus spricht mit seinen JĂĽngern sehr offen darĂĽber, was mit ihm in Jerusalem passieren wird. Und das ist keine Option; er sagt nicht: „Es kann sein, dass …“, er sagt, „Dort wird …“ Jesus ist Gott, er könnte diesem Ausgeliefertsein ausweichen, aber er wird es nicht tun. Letztlich liefert er sich selbst aus; nimmt seinen Auftrag an. Gibt es Themen, denen ich ausweichen möchte? Gibt es Dinge, die von mir (zu Recht) erwartet werden, die ich lieber abgebe, aussitze, hoffe, dass sie an mir vorĂĽbergehen? Bin ich dann in der Lage, selbst Verantwortung zu ĂĽbernehmen und zu sagen: Ich nehme das auf mich, weil es richtig ist?

2. Diener sein & Sich zum Diener machen. â€žDienen“ hat keinen guten Ruf, klingt nach Unterordnung, nach Tätigkeiten, die ein anderer nicht machen möchte. Und genau das ist es auch – und es ist genau das, was Jesus selbst tut. Er wird beim Abendmahl den JĂĽngern die FĂĽĂźe waschen…, und er wird sich fĂĽr meine Erlösung dem Spott, der Folter und dem Tod ĂĽbergeben. Er mĂĽsste nicht, aber er tut es. Und ich: Kann ich Diener sein, einfach weil es richtig ist? Versuche ich, Diensten aus dem Weg zu gehen, weil sie „unter meiner WĂĽrde“ sein könnten? Gerade (aber nicht nur) als Mann: Versuche ich zu herrschen, oder ertrage ich es, zu dienen (meiner Familie, meiner Gemeinde, meinen Kollegen…)?

3. Den Platz zu seiner Rechten und zu seiner Linken. Wer wollte nicht im Himmelreich zur Rechten oder Linken Jesu sitzen (mal abgesehen von dem ungĂĽnstigen Zeitpunkt, zu dem die Mutter von Johannes und Jakobus gefragt hat)? Und wieso kann Jesus diesen Platz nicht selbst vergeben? Aber vielleicht fĂĽhren uns diese Fragen auch nur auf eine falsche Fährte, wie die JĂĽnger: Wenn ich in seinem Reich sein werde, ist es ganz unerheblich, ob ich zu seiner Rechten oder Linken sitzen sollte. Und ich werde dann weder neidisch auf diejenigen da oben schauen (eine davon, da bin ich sicher, wird Maria sein) noch werden diese abschätzig auf den Rest des Festsaales schauen – sonst wäre es nicht sein Reich. Der Himmel genĂĽgt und er ist mehr, als ich mir verdienen oder auch nur vorstellen könnte.

Gespräch mit Christus: Mein Jesus, du zeigst mir immer wieder, was wirklich wichtig ist. Manchmal ist es auch beruhigend zu sehen, wie selbst deine JĂĽnger, die doch sicher einen festen Platz in deinem Thronsaal reserviert haben, ab und zu auf Abwege gekommen sind. Und trotzdem möchte ich von ihnen lernen, vor allem aber von dir. Und heute möchte ich lernen, zu dienen. Stärke, mein Jesus, meine Demut, jedem zu dienen, der meinen Dienst braucht.

Vorsatz: Ich werde ab heute ganz unauffällig Dienste in der Familie, im BĂĽro, unter Freunden … ĂĽbernehmen, denen ich bislang aus dem Weg gegangen bin.


Drohbotschaft?

17. März 2022

Donnerstag der zweiten Woche der Fastenzeit
Hl. Gertrud von Nivelles, Ă„btissin
Hl. Patrick, Bischof, Glaubensbote

Felix Honekamp

Lk 16,19-31
In jener Zeit sprach Jesus: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag herrlich und in Freuden lebte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und schick Lazarus zu mir; er soll wenigstens die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, denk daran, dass du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, so dass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

EinfĂĽhrendes Gebet: Herr, meine Beziehung zu dir ist nie eine 1:1-Beziehung; sie hat immer auch mit meinen Beziehungen zu anderen Menschen zu tun. Dich zu lieben und meinen Nächsten nicht zu lieben, ist nicht möglich. Ich darf mich auf deine bedingungslose Liebe verlassen, bin mir aber auch bewusst, dass mein Handeln oder Nicht-Handeln Konsequenzen hat.

Bitte: Mein Herr und mein Gott, zeige mir, wie ich deine Liebe zu den Menschen in meine Umgebung bringen kann! Bewahre mich vor jeder Art von GleichgĂĽltigkeit.

1. Unaufmerksam. Von dem reichen Mann, dessen Name hier nicht genannt wird, erfahren wir nicht, in welchem Verhältnis er zu Lazarus stand. Jesus erwähnt in dem Gleichnis nicht, ob er ihn vielleicht direkt schlecht behandelt, ihn zum Beispiel wegen seiner Bettelei weggeschickt oder gar beschimpft haben mag. Er hat ihn „nur“ nicht beachtet. Ich komme nicht umhin: Dieses Bild beunruhigt mich, wenn ich daran denke, wie oft ich anderen Menschen nicht helfe, selbst wenn ich sehe, dass sie hilfsbedĂĽrftig sind. Auf Unkenntnis kann sich der Reiche nicht berufen – das werde ich auch nicht tun können.

2. Strafe. Jesus lässt auch keinen Zweifel an der Strafe, die den Reichen ereilt. Sicher dĂĽrfen wir immer auch auf die Barmherzigkeit Gottes bauen; auch darauf, dass es keine Einzelereignisse sind, die wir bereuen, die uns den Weg in Abrahams SchoĂź versperren, sondern eher die Grundhaltung. Was Jesus aber dennoch deutlich macht: Was wir tun, hat Konsequenzen – bis zur Strafe, den Himmel nicht zu erreichen.

3. Warnung. Ist das nun eine „Drohbotschaft“, die der „Frohbotschaft“ des Evangeliums widerspricht? Muss ich am Ende doch vor Angst zittern, dass ich nicht das Schicksal des Reichen teile? Das Evangelium besteht nicht aus einem Satz, nicht aus einem Gleichnis, und wenn es auch wahr ist, dass ich mir den Himmel nicht „verdienen“ kann, so darf ich doch auch darauf vertrauen, dass Jesus mir den Himmel verdient hat – durch sein Leiden und seine Auferstehung. Trotzdem bleibe ich fĂĽr meinen Nächsten mitverantwortlich; trotzdem gilt das doppelte Liebesgebot, und ich sollte – ohne Angst aber auch ohne GleichgĂĽltigkeit – auf die Not meiner Nächsten achten.

Gespräch mit Christus: Mein Jesus, ich lese dein Gleichnis und mache mir Sorgen, ob ich wohl genug tue. Aber ich werde mir den Himmel nicht durch gute Taten und nicht durch Abwesenheit von SĂĽnden verdienen können. Ich darf mich nur darauf verlassen, dass du mich auch dann liebst, wenn ich den Nöten meiner Nächsten gegenĂĽber unaufmerksam war. Ich möchte mich auf die Suche begeben, um zu sehen, wie ich deine Liebe den Menschen bringen kann, wenn sie besonders darauf angewiesen sind, aus materieller oder aus seelischer Not.

Vorsatz: Ich werde im Gebet bewusst die Menschen durchgehen, mit denen ich regelmäßig zu tun habe, darĂĽber nachdenken, ob sie in (materieller oder geistlicher) Not sind und ihnen zur Hilfe eilen, so, wie ich es kann.


Urteile

18. März 2022

Freitag der zweiten Woche der Fastenzeit
Hl. Cyrill von Jerusalem, Bischof, Kirchenlehrer

Felix Honekamp

Mt 21,33-43.45-46
In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes: Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen. Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, einen dritten steinigten sie. Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal; mit ihnen machten sie es genauso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun? Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist. Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt. Als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, dass er von ihnen sprach. Sie hätten ihn gern verhaften lassen; aber sie fürchteten sich vor den Leuten, weil alle ihn für einen Propheten hielten.

EinfĂĽhrendes Gebet: Herr, ich danke dir fĂĽr die Heilige Schrift, die mir alles aufzeigen kann, was dir wichtig ist. Ich muss nur zuhören und mich von dir leiten lassen.

Bitte: Mein Herr und mein Gott, hilf mir, deine Stimme in meinem Leben wahrzunehmen und dir zu folgen. Schenke mir die Gabe der rechten Unterscheidung der Geister.

1. Klare Sache. Wenn ich Jesu Gleichnis heute lese, ist die Sache doch völlig klar: Die beschriebenen Winzer sind ĂĽble Gesellen, und die Antwort der Hohenpriester und Pharisäer, was mit ihnen geschehen soll, erscheint nachvollziehbar. Es ist wie in Action-Krimis, in denen es sich fĂĽr den Zuschauer durchaus gut „anfĂĽhlt“, wenn den Bösen endlich die Rechnung präsentiert wird. In meinem Innern staut sich bei solchen Geschichten Wut auf, die scheinbar nur durch so etwas wie Rache befriedigt werden kann.

2. Klare Sache? Was in diesem Gleichnis nicht steht, ist die Frage, wieso die Winzer so gehandelt haben. Und so ist die Antwort der Pharisäer auf die Frage Jesu, was mit ihnen wohl geschehen solle, nicht grundsätzlich falsch. Aber sie richten sich damit selbst, weil sie sich ein solches Urteil anmaĂźen. Sie haben zu dem Zeitpunkt nicht nur nicht erkannt, dass sie selbst gemeint sind, sie lehnen sich in ihrem Urteil auch noch weit aus dem Fenster. Und an dieser Stelle bin ich ihnen doch oft gar nicht so unähnlich: Wie oft urteile ich ĂĽber andere, die objektiv Böses getan haben? Wie oft urteile ich damit auch ĂĽber ihre Motive, die ich gar nicht kenne?

3. Sie merkten, dass er von ihnen sprach. Die Pharisäer hören die Gleichnisse Jesu und sie können sie sicher nachvollziehen. Sie geben alle richtigen Antworten, aber sie wissen trotzdem zunächst nicht, dass Jesus von ihnen selbst redet. Es besteht immer die Gefahr, dass ich die Botschaften, die Jesus fĂĽr mich hat, missverstehe. Bin ich in seinen Gleichnissen, bin ich in den Erzählungen der Bibel immer der Gute? Kann ich es mir „erlauben“ auf die Pharisäer „herabzuschauen“? Aber auch umgekehrt: Bin ich immer der Böse? Werte ich Gottes Wirken in meinem Leben nicht zu sehr ab, wenn ich mich gar nicht traue, auch mal festzustellen, dass er mich in einem Tadel nicht gemeint haben könnte? Kann ich Gott absolut offen fragen, was er mir in den Worten der Bibel ganz persönlich sagen möchte?

Gespräch mit Christus: Mein Jesus, in deinen Gleichnissen hältst du nicht nur deinen direkten Zuhörern, sondern auch mir einen Spiegel vor. Ab und zu sehe ich aber selbst in diesem Spiegel nicht klar. Ich ĂĽbersehe, wo ich gemeint bin, verstehe nicht, was die Geschichte fĂĽr mich bedeuten könnte. Dann brauche ich deinen Heiligen Geist, damit ich nicht in die Irre gehe. Danke fĂĽr den Heiligen Geist, der mich in meinem Leben begleitet und mich immer näher zu dir fĂĽhrt.

Vorsatz: Ich versetze mich in diesem und in anderen Gleichnissen zukĂĽnftig immer nacheinander in unterschiedliche Rollen und bitte dabei um den Beistand des Heiligen Geistes, um zu verstehen, wie Jesus mich direkt anspricht. Ich hĂĽte mich vor zu schnellem Urteilen – ĂĽber andere und ĂĽber mich selbst.


Beschützer des Erlösers

19. März 2022

Hl. Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria
Hochfest

Felix Honekamp

Mt 1,16.18-21.24a
Jakob zeugte den Josef, den Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird. Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte.

EinfĂĽhrendes Gebet: Herr, du bist Mensch geworden und hast dich der Obhut der Menschen anvertraut. Du bist als Mensch durch die Hand von Menschen gestorben, aber zu allen Zeiten gibt es auch Menschen, die sich dir zugewandt haben. Ihrem Beispiel will ich folgen.

Bitte: Mein Herr und mein Gott, zeige mir den Weg, dir in Freude und Gehorsam zu folgen. Du willst nur mein Bestes, und mein Weg besteht darin, deine Liebe als Geschenk anzunehmen.

1. ZwickmĂĽhle. Josef wird als „gerecht“ beschrieben. So ein Charakterzug macht es einem nicht immer leicht. Er hätte Maria verlassen können, niemand hätte es ihm ĂĽbelgenommen. Er hätte sie auch „verraten“ können. FĂĽr einen Gerechten ist das alles aber keine echte Option – die zeigt erst der Engel auf, indem er Josef eine ganz andere Erklärung liefert, als er sie bislang hatte sehen können. Die Botschaft Gottes, hier ĂĽberbracht durch den Engel, befreit auch mich aus meinen ZwickmĂĽhlen. Das ist dann nicht immer der einfachste Weg (der wäre auch bei Josef ein anderer gewesen) aber zumindest einer, der richtig und wirklich gerecht ist.

2. Der Name ist Programm. Den Namen seines Ziehsohnes kann Josef nicht auswählen, er wird ihm vom Engel vorgeschrieben (wer wĂĽrde einem Engel widersprechen, der sagt „Du sollst …!“?). Denn der Name ist hier ganz besonders wichtig „Jesus“ bzw. hebräisch „Joschua“ bedeutet „Retter“. Und auch wenn dieser Name zu dieser Zeit nicht ungewöhnlich war, so ist er doch hier ganz besonders wesentlich: Jesus heiĂźt nicht nur, er ist der Retter. Er rettet von Schuld und SĂĽnde, er rettet aus der Macht der SĂĽnde und aus seelischen Bindungen, die zur SĂĽnde fĂĽhren; er rettet nicht zuletzt vor dem kommenden Gericht (Joh 5,24: „Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinĂĽbergegangen.“) Kenne ich die Macht dieses Namens? Kann ich den Namen Jesu so aussprechen, dass ich auch glaube, was ich sage? Bin ich gerettet?

3. Gehorsam. Zu guter Letzt noch das Offensichtliche: Josef „tat was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte“. Interessanterweise steht hier nichts von der Ăśberzeugung oder gar „Begeisterung“, die Josef gezeigt haben mag. Im Matthäus-Evangelium kommt der heilige Josef, dessen Hochfest wir heute feiern, noch zwei Mal vor, nämlich wenn ihm der Engel vorgibt, vor Herodes nach Ă„gypten zu fliehen und dann wieder aus Ă„gypten zurĂĽckzukehren. Damit sind die zwei wesentlichen Eigenschaften Josefs, des Ehemanns von Maria, beschrieben: Gerechtigkeit und Gehorsam. Wie schwer fällt es mir dagegen, sowohl als Christ aber auch als Ehemann und Vater, meine Geschicke einfach in die Hand Gottes zu legen. Wie sehr bin ich auf der Suche nach eigenen Lösungen, vielleicht, weil ich dem Herrn im Grunde doch noch nicht hundertprozentig vertraue?

Gespräch mit Christus: Mein Jesus, mit Maria, deiner Mutter, hast du gleichzeitig einen wunderbaren Ziehvater erhalten, den heiligen Josef, den wir heute feiern und den wir anrufen, wenn wir Hilfe benötigen. Du bist der, der rettet, aber in deinem Ziehvater hast du uns einen FĂĽrsprecher und vor allem ein Beispiel geschenkt, dem wir folgen können. Danke, dass du Mensch geworden bist, uns unverdient errettest und so reich beschenkst.

Vorsatz: Ich bete das Gebet zum heiligen Josef, das Papst Franziskus uns im Schreiben „Patris corde“ ans Herz gelegt hat: „Sei gegrĂĽĂźt, du BeschĂĽtzer des Erlösers und Bräutigam der Jungfrau Maria. Dir hat Gott seinen Sohn anvertraut, auf dich setzte Maria ihr Vertrauen, bei dir ist Christus zum Mann herangewachsen. O heiliger Josef, erweise dich auch uns als Vater, und fĂĽhre uns auf unserem Lebensweg. Erwirke uns Gnade, Barmherzigkeit und Mut, und beschĂĽtze uns vor allem Bösen. Amen.“