Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 13. Februar 2022 bis Samstag 19. Februar 2022

Sechste Woche im Jahreskreis

P. Bertalan Egervári LC

Nahrung, die die Seele brauchtSonntag
Gott wirkt durch die MenschenMontag
Alles eine Sache der EinstellungDienstag
Mit Augen des GlaubensMittwoch
Eine Frage der PerspektiveDonnerstag
Die Frohe Botschaft vom Kreuz?Freitag
Beim verkl├Ąrten JesusSamstag


Nahrung, die die Seele braucht

13. Februar 2022

Sechster Sonntag im Jahreskreis

P. Bertalan Egervári LC

Lk 6,17-18a.20-26
In jener Zeit stieg Jesus mit den Zw├Âlf den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer gro├čen Schar seiner J├╝nger stehen und viele Menschen aus ganz Jud├Ąa und Jerusalem und dem K├╝stengebiet von Tyrus und Sidon waren gekommen. Jesus richtete seine Augen auf seine J├╝nger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch geh├Ârt das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet ges├Ąttigt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch aussto├čen und schm├Ąhen und euren Namen in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; denn siehe, euer Lohn im Himmel wird gro├č sein. Denn ebenso haben es ihre V├Ąter mit den Propheten gemacht. Doch weh euch, ihr Reichen; denn ihr habt euren Trost schon empfangen. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh, wenn euch alle Menschen loben. Denn ebenso haben es ihre V├Ąter mit den falschen Propheten gemacht.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus Christus, du hast Worte des ewigen Lebens. Du sprichst zu uns durch die Heilige Schrift. Sprich jetzt zu meiner Seele und hilf mir, auf deine Stimme zu h├Âren.

Bitte: Herr, zeige uns, was wir zum Leben wirklich brauchen.

1. Die Suche nach Gott. Damit das Lesen und Betrachten des Wortes Gottes wirklich fruchtbar wird, brauchen wir eine Haltung des Zuh├Ârens und der Suche nach Gott. Eine gro├če Menschenmenge hat sich um Jesus versammelt, hei├čt es in unserer Bibelstelle. Alle haben Jesus geh├Ârt. Aber nicht alle haben einen Nutzen daraus gezogen. Vielleicht sind sie nur aus Neugier gekommen, vielleicht sogar, um Wunder zu sehen. Dabei spricht Jesus Worte des Lebens, die den Menschen ver├Ąndern und ihn innerlich frei machen, wenn er sich nur auf sie einl├Ąsst und sie in sein Leben integriert. Einfache Neugier oder die Hoffnung auf gro├če Ver├Ąnderungen im Leben sind zu wenig. Wer aber ehrlich Gott sucht und bereit ist, sein Leben entsprechend dem Wort Gottes zu ver├Ąndern, f├╝r den wird es tats├Ąchlich zu einem Wort des Lebens.

2. Unerwartete Botschaft. Vielleicht war ein Teil der Zuh├Ârer entt├Ąuscht ├╝ber die Botschaft Jesu. Jedenfalls d├╝rfte der Inhalt seiner Predigt kaum das sein, was sie sich erwartet haben. Selig ihr Armen? Selig, die ihr jetzt hungert? Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch aussto├čen und schm├Ąhen und euren Namen in Verruf bringen um des Menschensohnes willen? Was hat das alles mit der Frohen Botschaft zu tun? Ist das nicht alles eine billige Vertr├Âstung auf die Zukunft? Ja, die Worte Christi sind paradox. Er verspricht uns eine Seligkeit genau dort, wo wir rein menschlich das Gegenteil erfahren. Niemand hungert gerne, wird gern ausgesto├čen oder gehasst. Jesus Christus zeigt uns, dass der Mensch zu einer seelischen Freude f├Ąhig ist, die alles menschliche Leid ├╝bersteigt.

3. Die Seele braucht keinen irdischen Reichtum. Umgekehrt bedenkt Christus alle, denen es gut geht, mit Wehe-Rufen. Reich sein, satt sein, lachen oder gelobt werden scheinen ein Problem zu sein. Soll das hei├čen, wir sollen nicht froh sein? Das w├╝rde nicht zum Rest seiner Botschaft passen. Eher warnt er uns davor, nur diese Dinge zu suchen oder zu sehr an ihnen zu h├Ąngen. Die Suche nach Gott, der Dienst am N├Ąchsten, das Wahre und Richtige tun und nach dem eigenen Gewissen handeln sind alles Dinge, die uns nicht unbedingt reich oder satt machen oder uns Lob einbringen. Sie sind es jedoch, auf die wir unsere Anstrengungen richten sollen. Sie sind es, die uns wirklich froh machen. Reichtum und Gel├Ąchter tun uns zwar menschlich gut, sie sind aber nicht die Nahrung, die die Seele braucht. Im Zweifelsfall lenken sie uns nur von dem ab, wof├╝r wir wirklich geschaffen sind.

Gespr├Ąch mit Christus: Guter Gott, du hast uns geschaffen als Wesen mit Leib und Seele. Hilf uns, dass wir nicht nur f├╝r unseren Leib sorgen, sondern auch und vor allem f├╝r unsere Seele. Zeige uns, was die Seele braucht, was sie froh und gl├╝cklich macht und gib, dass wir uns immer mehr f├╝r das seelische Wohl aller, unser eigenes und das unserer Mitmenschen, einsetzen.

Vorsatz: Ich werde heute von Herzen f├╝r einen Mitmenschen beten.


Gott wirkt durch die Menschen

14. Februar 2022

Hl. Cyrill, M├Ânch, und hl. Methodius, Bischof, Schutzpatrone Europas
Fest

P. Bertalan Egervári LC

Lk 10,1-9
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle St├Ądte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist gro├č, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter f├╝r seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die W├Âlfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Gr├╝├čt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm w├╝nscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zur├╝ckkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus Christus, du hast damals deine J├╝nger ausgesandt, damit sie dich und deine frohe Botschaft verk├╝nden. Lass diese Botschaft jetzt zu mir gelangen und mache auch mich zu einem ├╝berzeugten J├╝nger.

Bitte: Lass mich meine Sendung erkennen.

1. Gabe und Aufgabe. Christus hat nicht nur zw├Âlf Apostel ausgesandt, er hatte viel mehr ÔÇ×MitarbeiterÔÇť. Er hat nicht nur die Zw├Âlf und die 72 mit der Aufgabe der Verk├╝ndigung betraut, sondern im Kleineren durften alle, jeder seiner J├╝nger, ihn als den Erl├Âser bezeugen. Wie vielen Menschen, die von ihm auf irgendeine Weise beschenkt wurden, war es sogar ein gro├čes Bed├╝rfnis, von ihm zu erz├Ąhlen! Tats├Ąchlich ist es so, dass jede Gabe Gottes mit einer Aufgabe verbunden ist. Jede Gabe ist gleichzeitig eine Einladung Gottes an uns, sei es, die Beziehung zu ihm pers├Ânlich zu vertiefen, sei es, um in der Beziehung zu den Mitmenschen zu wachsen. Denn in dieser Welt m├Âchte Gott haupts├Ąchlich durch uns Menschen handeln.

2. Auf die Vorsehung vertrauen. Egal, ob jemand wie die 72 unmittelbar zur Verk├╝ndigung ausgesandt ist oder ob er sein Christsein im Alltag leben m├Âchte, f├╝r alle trifft gleicherma├čen die Aufforderung Jesu zu, ganz auf die Vorsehung Gottes zu vertrauen. Die J├╝nger sollen keinen Geldbeutel und keine Vorratstasche mitnehmen. Sie sollen sich keine Sorgen machen um das, was kommt. Alles Materielle soll f├╝r sie nebens├Ąchlich sein. In der Vorsehung Gottes ist f├╝r alles schon gesorgt. Die J├╝nger sollen nicht ans Morgen denken, sondern daran, wie sie heute Jesus Christus und die Frohe Botschaft verk├╝nden k├Ânnen. ÔÇ×Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben.ÔÇť Erst so machen sie es m├Âglich, dass Gott ganz durch sie wirkt.

3. Mitarbeiter Gottes. Welch ein Geschenk ist es, dass Gott durch uns Menschen wirken m├Âchte! Wir machen uns meistens viel zu wenig bewusst, wie gro├č das ist. Gott braucht niemanden und k├Ânnte ganz alleine wirken, aber er m├Âchte uns einbeziehen. Er vertraut uns und l├Ąsst uns wichtige Dinge an seiner Stelle tun. Freilich, am Ende ist er es, der durch uns wirkt, aber das ├Ąndert nichts daran, dass er uns gro├č machen m├Âchte, dass er sich freut, wenn seine Kinder mit ihm mitarbeiten. Es ist unsere freie Entscheidung. Bin ich bereit, ihn durch mich wirken zu lassen? Bin ich bereit, seinen Willen zu tun? Wei├č ich, dass ich t├Ąglich eingeladen bin, anderen die Liebe Gottes weiterzugeben?

Gespr├Ąch mit Christus: Guter Gott, du m├Âchtest durch uns Menschen wirken, um uns gro├č zu machen. Du vertraust uns dein wertvollstes Gut an, unsere Mitmenschen, deine Kinder. Es soll mir immer mehr bewusstwerden, dass du jeden Tag durch mich wirken m├Âchtest. Hilf mir, ein gutes Werkzeug deiner Liebe zu sein.

Vorsatz: Ich werde heute jemand, dem ich begegne, Gutes tun.


Alles eine Sache der Einstellung

15. Februar 2022

Dienstag der sechsten Woche im Jahreskreis

P. Bertalan Egervári LC

Mk 8,14-21
In jener Zeit hatten die J├╝nger vergessen, bei der Abfahrt Brote mitzunehmen; nur ein einziges hatten sie dabei. Und Jesus warnte sie: Gebt acht, h├╝tet euch vor dem Sauerteig der Pharis├Ąer und dem Sauerteig des Herodes! Sie aber machten sich Gedanken, weil sie kein Brot bei sich hatten. Als er das merkte, sagte er zu ihnen: Was macht ihr euch dar├╝ber Gedanken, dass ihr kein Brot habt? Begreift und versteht ihr immer noch nicht? Ist denn euer Herz verstockt? Habt ihr denn keine Augen, um zu sehen, und keine Ohren, um zu h├Âren? Erinnert ihr euch nicht: Als ich die f├╝nf Brote f├╝r die F├╝nftausend brach, wie viele K├Ârbe voll Brotst├╝cke habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten ihm: Zw├Âlf. Und als ich die sieben Brote f├╝r die Viertausend brach, wie viele K├Ârbe voll habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten: Sieben. Da sagte er zu ihnen: Versteht ihr immer noch nicht?

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus Christus, du kannst aus dem wenigen, was wir haben, so viel Gutes machen. Lass auch jetzt mein Gebet Frucht bringen f├╝r viele Menschen.

Bitte: Schenke mir ein h├Ârendes Herz.

1. Gef├Ąhrliche Mentalit├Ąten. ÔÇ×H├╝tet euch vor dem Sauerteig der Pharis├Ąer und dem Sauerteig des Herodes.ÔÇť Die Pharis├Ąer und Herodes stehen auch heute sinnbildlich f├╝r zwei Gruppen von Menschen, deren Mentalit├Ąt sch├Ądlich ist. Leider haben solche Mentalit├Ąten die Eigenschaft, sich schleichend zu verbreiten, ohne dass man es merkt und erst recht, ohne dass man sich aktiv um sie bem├╝ht. Wie der Sauerteig mit der Zeit den ganzen Teig durchwirkt, so gen├╝gt ein bisschen von einer falschen Mentalit├Ąt, um nach einiger Zeit den ganzen Menschen zu ver├Ąndern.

2. Nach au├čen perfekt. Die Pharis├Ąer verk├Ârpern klassischerweise Menschen, die ihre Religion als eine Ansammlung von Regeln sehen, an die man sich zu halten hat. ├äu├čerlich erf├╝llen sie selbst kleinste Details peinlich genau und sind dadurch ├╝berzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein. Dass die Regeln aber Ausdruck einer inneren Haltung sind und dass das Innere das ist, was eigentlich z├Ąhlt, lassen sie leider v├Âllig au├čer Acht. Gott will nicht, dass wir im Erf├╝llen der Gebote perfekte Zollbeamte sind. Er will unser Herz. Er m├Âchte, dass wir von Herzen das Wahre und Gute suchen und uns darum bem├╝hen. So kann er uns innerlich erneuern, uns mit seiner Liebe, seiner Freude, seinem Frieden, seinem Wohlwollen und seiner Barmherzigkeit erf├╝llen. Unser Bem├╝hen, seine Gebote zu halten, soll eine Frucht dieser inneren Haltung sein.

3. Das Leben genie├čen. Herodes war ein Mensch, der einzig f├╝r die Gen├╝sse dieser Welt gelebt hat. F├╝r seinen durch und durch egoistischen Lebensstil ging er sogar ├╝ber Leichen. An der Wurzel dieser Mentalit├Ąt liegt eine v├Âllige Gottvergessenheit und ein Ausblenden der Ewigkeit. Hauptsache viel Geld, gutes Essen und Trinken, m├Âglichst viel Spa├č und Vergn├╝gen, viel Luxus und Pomp. Auch uns heute kann die Sorge um verg├Ąngliche Dinge ganz in Anspruch nehmen. Das wirklich Wichtige verlieren wir nur gar zu schnell aus den Augen. Wir bem├╝hen uns um unsere Arbeit, unseren Lebensunterhalt, um Auto, Haus und Altersvorsorge, um Politik und Wirtschaft, um unsere Gesundheit, und dann muss nat├╝rlich noch Zeit f├╝r Familie und FreundeÔÇŽ und ausgiebig Platz f├╝r unsere HobbiesÔÇŽ und Erholung und Freizeit sein. Leider verlieren wir damit aber ohne ausdr├╝cklich schlechte Absicht Gott und die Ewigkeit immer mehr aus den Augen.

Gespr├Ąch mit Christus: Guter Gott, ich m├Âchte ganz gem├Ą├č dem Evangelium leben. Hilf mir, deine Gebote zu befolgen, aber nicht, damit ich gut von mir denken kann, sondern um dir Freude zu machen. Gib mir die rechte Herzenshaltung ein, damit ich ein echter Apostel deiner Liebe sein kann.

Vorsatz: Ich will pr├╝fen, ob ich in letzter Zeit manchmal pharis├Ąisch oder ÔÇ×herodianischÔÇť gehandelt habe.


Mit Augen des Glaubens

16. Februar 2022

Mittwoch der sechsten Woche im Jahreskreis

P. Bertalan Egervári LC

Mk 8,22-26
In jener Zeit kamen Jesus und seine J├╝nger nach Betsaida. Da brachte man einen Blinden zu Jesus und bat ihn, er m├Âge ihn ber├╝hren. Er nahm den Blinden bei der Hand, f├╝hrte ihn vor das Dorf hinaus, bestrich seine Augen mit Speichel, legte ihm die H├Ąnde auf und fragte ihn: Siehst du etwas? Der Mann blickte auf und sagte: Ich sehe Menschen; denn ich sehe etwas, das wie B├Ąume aussieht und umhergeht. Da legte er ihm nochmals die H├Ąnde auf die Augen; nun sah der Mann deutlich. Er war geheilt und konnte alles ganz genau sehen. Jesus schickte ihn nach Hause und sagte: Geh aber nicht in das Dorf hinein!

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus Christus, w├Ąhrend deines irdischen Lebens hast du so vielen Menschen Gutes getan. Du hast den Blinden geheilt. Heile auch meine Seele von ihrer Blindheit und lass mich deine Liebe und dein Wirken in der Welt erkennen.

Bitte: St├Ąrke meinen Glauben.

1. Gott wirkt im Verborgenen. Bei dieser wundersamen Heilung sucht Christus nicht den spektakul├Ąren Effekt oder die Aufmerksamkeit der Masse. Er m├Âchte lieber au├čerhalb des Dorfes unbemerkt bleiben. Zwar hat er auch ├Âffentlich gro├če Wunder gewirkt, aber es geht ihm nicht darum, viele Menschen zum Staunen zu bringen oder sie von sich zu ├╝berzeugen. Es geht ihm um die Heilung dieses einen Menschen. Die meisten Gnadenerweise wirkt Gott unbemerkt im Verborgenen. Er wirkt viele Wunder in den Seelen, ohne dass wir es auch nur ahnen. Ja, es geschieht viel Gutes auf dieser Welt, ohne dass es L├Ąrm macht. Hoffentlich bleibt unser Blick nicht nur auf dem Negativen haften, das in der ├ľffentlichkeit geschieht, sondern ist auch f├Ąhig, im Verborgenen das Gute zu erkennen.

2. Die Augen des Glaubens. Mit unseren Augen sehen wir alle mehr oder weniger gut. Unsere geistigen Augen k├Ânnen aber oft blind sein. Wie selten sehen wir das Wirken Gottes in unserem eigenen Leben oder in der Welt. Dabei ist Gott st├Ąndig und au├čerordentlich viel am Werk. Ohne Unterlass besch├╝tzt, leitet und beschenkt er uns. Da sein Wirken aber unsichtbar bleibt und meistens auf der Ebene des Geistes, der Seele, geschieht, bemerken wir nichts und w├Ąhnen uns vielleicht sogar von ihm verlassen. Tats├Ąchlich kann nur Gott selbst unsere geistigen Augen ├Âffnen, damit wir sein Eingreifen erkennen. Die Gabe des Glaubens ist es, die uns dazu f├Ąhig macht. Wir m├╝ssen viel um Glauben bitten und den Glauben, der uns schon geschenkt wurde, h├Ąufig nutzen.

3. Den eigenen Teil beitragen. Unser Glaube und die F├Ąhigkeit, das Wirken Gottes in unserem Leben zu erkennen, k├Ânnen oft schwerf├Ąllig und unge├╝bt sein. Auch der Blinde im Evangelium war nicht sofort geheilt, sondern Christus musste ihm ein zweites Mal die H├Ąnde auf die Augen legen. Sicher lag es nicht daran, dass er etwas falsch gemacht oder nur ein schwaches Wunder gewirkt hat. Es liegt meistens an uns Menschen, dass die Gnade Gottes nicht oder nicht ganz bei uns ankommt. Wir m├╝ssen unseren Teil dazu beitragen. Wenn Gottes Gnade und menschliches Glauben und Handeln zusammenwirken, dann gibt es echte Ver├Ąnderungen zum Guten im eigenen Leben und in der Welt.

Gespr├Ąch mit Christus: Guter Gott, du bist uns nahe und hast uns den Glauben geschenkt als Weg zu dir. St├Ąrke unseren Glauben und lass uns unseren Teil beitragen, damit deine Gaben nicht unwirksam bleiben, sondern in der Welt Frucht bringen und dein Reich w├Ąchst.

Vorsatz: Ich will heute einige allt├Ągliche Situationen aus der Perspektive des Glaubens sehen lernen.


Eine Frage der Perspektive

17. Februar 2022

Donnerstag der sechsten Woche im Jahreskreis
Hl. Gr├╝nder des Servitenordens

P. Bertalan Egervári LC

Mk 8,27-33
Jesus ging mit seinen J├╝ngern in die D├Ârfer bei C├Ąsarea Philippi. Unterwegs fragte er die J├╝nger: F├╝r wen halten mich die Menschen? Sie sagten zu ihm: Einige f├╝r Johannes den T├Ąufer, andere f├╝r Elija, wieder andere f├╝r sonst einen von den Propheten. Da fragte er sie: Ihr aber, f├╝r wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias! Doch er verbot ihnen, mit jemand ├╝ber ihn zu sprechen. Dann begann er, sie dar├╝ber zu belehren, der Menschensohn m├╝sse vieles erleiden und von den ├ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er werde get├Âtet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen. Und er redete ganz offen dar├╝ber. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorw├╝rfe. Jesus wandte sich um, sah seine J├╝nger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus Christus, die J├╝nger durften dich begleiten, langsam kennen lernen und in der ├ťberzeugung wachsen, dass du der Erl├Âser bist. Wirke auch in unserer Seele, damit wir in jedem Moment unseres Lebens sagen k├Ânnen: Du bist der Messias.

Bitte: Lass mich wollen, was du willst.

1. Was bedeutet es, Messias zu sein? F├╝r wen haltet ihr mich? Das ist die zentrale Frage dieser Evangelienstelle. Christus m├Âchte, dass seine Apostel dar├╝ber nachdenken und zu einer pers├Ânlichen Antwort gelangen. Vor allem aber ist ihm eines wichtig: Er m├Âchte ihnen zeigen, was seine Sendung als Messias ausmacht. Es sind nicht die Wunder, nicht die Heilungen, nicht die Befreiung aus der r├Âmischen Zwangsherrschaft. Sein Leiden, Tod und Auferstehen ist es, was ihn zum Erl├Âser macht. Denn seine Sendung ist eine ├╝bernat├╝rliche Sendung. Er bringt nicht den Himmel auf Erden, sondern ├Âffnet uns mit seinem f├╝r uns erlittenen Opfertod die Tore zu Gott und zur Ewigkeit. So soll auch das Ziel unseres Glaubens nicht ein sch├Ânes Leben f├╝r uns und die Menschen um uns herum sein, sondern das gemeinsam erstrebte ewige Leben, das unser Erl├Âser uns schenken m├Âchte.

2. Wer ist Jesus Christus f├╝r mich? Dazu muss ÔÇô wie die Apostel ÔÇô jeder einzelne von uns diese Frage f├╝r sich beantworten: F├╝r wen halte ich Jesus Christus? Wer ist er f├╝r mich? Ist er eine historische Figur, die uns zu einem guten Leben auffordert? Ist er der Sohn Gottes, der es sowieso gut mit uns meint, sodass ich mich deswegen entspannt zur├╝cklehnen kann? Wie ernst meint er es, wenn er sagt, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt? Wie nahe ist er mir wirklich? Und wie gut meint er es wirklich mit mir? Unsere innere Beziehung zu ihm gestaltet sich je nachdem, wie wir diese Fragen f├╝r uns beantworten. Hoffentlich besch├Ąftigen uns diese Fragen weit ├╝ber diese kurze Evangelienbetrachtung hinaus.

3. Eine ├╝bernat├╝rliche Sichtweise. Weg mit dir, Satan. Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. Petrus bekommt harte Worte zu h├Âren. Da ist er also einer Versuchung des Teufels erlegen. Dabei will er doch nur, dass es Jesus gut geht. Er ist ihm wichtig, deshalb soll ihm nichts passieren, schon gleich gar nicht etwas so Schreckliches. Was ist so schlimm an diesem Wunsch? Schlimm ist daran gar nichts. Das Problem ist nur, dass Gott viel Gr├Â├čeres im Sinn hat, als das Wohlbefinden eines Einzelnen hier auf Erden. Wir sehen diesen ├╝bernat├╝rlichen Plan normalerweise nicht und haben eben Menschliches im Sinn. Leider ist dieses Menschliche manchmal dem Plan Gottes entgegengesetzt. Wenn die Frage lautet: Soll ich einen schrecklichen Tod sterben oder nicht, dann ist die Antwort ein klares Nein. Wenn sie aber lautet: Das ewige Gl├╝ck der Menschen, die mir am liebsten sind, steht auf dem Spiel. Bin ich bereit, alles f├╝r sie zu tun, damit sie es nicht verlieren? Dann sieht die Antwort ganz anders aus. Wie wichtig ist also die ├╝bernat├╝rliche Perspektive f├╝r unser Leben!

Gespr├Ąch mit Christus: Herr Jesus Christus, du hast uns gezeigt, wie man mit den Augen des Glaubens lebt und den gro├čen Plan Gottes nie aus dem Blickfeld verliert. Dir waren die ewigen und ├╝bernat├╝rlichen Dinge immer wichtiger als die menschlichen und nat├╝rlichen. Hilf uns, dass auch wir das Wesentliche an diesem Leben erkennen, es w├Ąhlen und so das ewige Leben erlangen. Lass uns erkennen, wer du wirklich bist. Schenke uns die unersch├╝tterliche Gewissheit, dass alles besitzt, wer dich kennt und liebt.

Vorsatz: Ich will mich heute nicht innerlich ├╝ber die Lasten des Alltags beschweren, sondern den gro├čen Plan zu erkennen versuchen.


Die Frohe Botschaft vom Kreuz?

18. Februar 2022

Freitag der sechsten Woche im Jahreskreis

P. Bertalan Egervári LC

Mk 8,34-9,1
In jener Zeit rief Jesus die Volksmenge und seine J├╝nger zu sich und sagte: Wer mein J├╝nger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten. Was n├╝tzt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einb├╝├čt? Um welchen Preis k├Ânnte ein Mensch sein Leben zur├╝ckkaufen? Denn wer sich vor dieser treulosen und s├╝ndigen Generation meiner und meiner Worte sch├Ąmt, dessen wird sich auch der Menschensohn sch├Ąmen, wenn er mit den heiligen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommt. Und er sagte zu ihnen: Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie gesehen haben, dass das Reich Gottes in seiner ganzen Macht gekommen ist.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du um meinetwillen Mensch geworden bist und so viel f├╝r mich getan hast. Du hast nicht an dich, dein Wohlergehen, deine Vorlieben oder Bed├╝rfnisse gedacht, sondern immer das Wohl der anderen deinem eigenen vorgezogen. Danke f├╝r dieses Beispiel selbstloser Liebe.

Bitte: Nimm uns die Angst vor dem Kreuz.

1. Erst kommt die M├╝he, dann die Freude. Die ├╝bliche Reaktion auf die Worte Jesu, dass wir uns selbst verleugnen und unser Kreuz auf uns nehmen sollen, ist negativ und ablehnend. Unsere nat├╝rliche Tendenz geht immer zum Angenehmen, Bequemen, zu dem, was sich gut anf├╝hlt. Christus l├Ądt uns hier zum Gegenteil ein, um das Leben zu gewinnen. Leben bedeutet aber viel mehr als ÔÇ×nurÔÇť das Leben nach dem Tod. Es bedeutet schon hier auf Erden inneren Frieden und Freude, es bedeutet Gemeinschaft mit Jesus Christus selbst, der Weg, Wahrheit und eben ÔÇ×das LebenÔÇť ist, jenes Leben, f├╝r das wir Menschen geschaffen sind und nach dem sich unsere Seele im Tiefsten sehnt, ohne es zu wissen. Sich selbst verleugnen f├Ąllt also unserer menschlichen Natur schwer, bringt uns aber Frieden und Freude.

2. Das Gute denken und tun. So wertvoll ist dieses Leben, das Jesus Christus selbst ist und das er uns schenken m├Âchte, dass es sich lohnt, sogar das eigene Leben daf├╝r zu geben. Dazu haben wir t├Ąglich Gelegenheit, indem wir f├╝r andere da sind, helfen, tr├Âsten, Mut machen, zuh├Âren, Zeit schenken, dienen, manchmal andere geduldig ertragen oder auf irgendeine andere Weise die Liebe leben. Sie beginnt schon in Gedanken, wo wir aktiv das Gute im N├Ąchsten sehen und suchen k├Ânnen, ihnen nichts B├Âses unterstellen und, wenn n├Âtig, bereit sind zu vergeben. So gibt es zahllose Anl├Ąsse, uns selbst zu verleugnen um Christi und des Evangeliums willen.

3. Die positive Seite. F├╝r uns alle ist die Gefahr gro├č und es ist eine st├Ąndige Versuchung, nur das Negative an der Botschaft Christi zu sehen. Ehe wir uns versehen, bleibt in unserem Kopf h├Ąngen, dass es haupts├Ąchlich um Selbstverleugnung, um das Tragen des Kreuzes oder ├Ąhnlich belastende Dinge geht. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Christus ist gekommen, um uns Frieden, Freude, F├╝lle zu schenken, und zwar nicht nur in den guten Zeiten, sondern auch und gerade in den schlechten. Wir h├Ątten gerne ein bequemes Leben ohne Kreuze und Probleme. Christus nimmt uns dieses Negative nicht weg. Aber er m├Âchte uns inmitten alles Negativen noch gr├Â├čeren Frieden, Freude und F├╝lle schenken. Das ist die Frohe Botschaft, die Botschaft des Kreuzes: Christus wandelt jedes Kreuz und Leid um und das Positive wird das Negative bei weitem ├╝berwiegen. Bedingung ist, dass wir nicht vor dem Kreuz fliehen, sondern es mit Glauben annehmen und tragen.

Gespr├Ąch mit Christus: Guter Gott, es f├Ąllt uns schwer, auf dich zu h├Âren und deinen Willen zu tun, weil unsere menschliche Natur lieber den eigenen Vorlieben folgt. Hilf uns, nicht so sehr auf unsere irdischen, materiellen N├Âte zu achten, sondern mehr auf die ├╝bernat├╝rlichen, wahren G├╝ter.

Vorsatz: Ich will heute bewusst und freiwillig etwas tun, das mir rein menschlich schwerf├Ąllt, von dem ich aber wei├č, dass es richtig und gut ist.


Beim verkl├Ąrten Jesus

19. Februar 2022

Samstag der sechsten Woche im Jahreskreis

P. Bertalan Egervári LC

Mk 9,2-13
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und f├╝hrte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend wei├č, so wei├č, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei H├╝tten bauen, eine f├╝r dich, eine f├╝r Mose und eine f├╝r Elija. Er wusste n├Ąmlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr h├Âren. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich au├čer Jesus. W├Ąhrend sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgendjemand zu erz├Ąhlen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort besch├Ąftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen. Da fragten sie ihn: Warum sagen die Schriftgelehrten, zuerst m├╝sse Elija kommen? Er antwortete: Ja, Elija kommt zuerst und stellt alles wieder her. Aber warum hei├čt es dann vom Menschensohn in der Schrift, er werde viel leiden m├╝ssen und verachtet werden? Ich sage euch: Elija ist schon gekommen, doch sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, wie es in der Schrift steht.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus Christus, du bist das Licht, du bist reine Liebe, Freude und G├╝te. Es ist gut, bei dir zu sein. Lass uns immer wieder deine Liebe erfahren und st├Ąrke uns so in deiner Nachfolge.

Bitte: Lass mich dich sehen und deine Liebe erfahren.

1. Ungleiche Behandlung. Wenn wir es nicht besser w├╝ssten, k├Ânnten wir meinen, Christus behandelt viele Menschen ungerecht und bevorzugt nur einige wenige. Anscheinend reicht es nicht, dass er nur zw├Âlf M├Ąnner zu Aposteln erw├Ąhlt hat. Jetzt erlaubt er sogar nur drei von diesen zw├Âlf, ihn auf den Berg zu begleiten. Das sieht auf den ersten Blick wirklich ungerecht aus. Es soll uns aber zeigen, dass jeder Mensch eine andere Sendung und Aufgabe im Leben hat. Die n├Âtigen Gnaden schenkt Gott jedem entsprechend seiner Sendung, und sogar unter den besonders Auserw├Ąhlten gibt es Unterschiede. Eines jedoch ist sicher: Je gr├Â├čer die Gnaden, die ein Mensch erh├Ąlt, desto gr├Â├čer ist auch seine Verantwortung.

2. Besser f├╝r den Glauben?  In ├Ąhnlicher Weise scheint es auf den ersten Blick unlogisch, dass Christus nur drei Apostel mitnimmt, damit sie ihn in seinem verkl├Ąrten Zustand sehen. W├Ąre es nicht von unsch├Ątzbarem Wert f├╝r den Glauben, wenn alle Menschen den verkl├Ąrten, g├Âttlichen Christus sehen k├Ânnten? Wir k├Ânnten meinen: ÔÇ×Wenn ich ihn so sehen k├Ânnte, w├╝rde ich ganz anders glauben und lebenÔÇť. Die Evangelien zeigen uns aber, dass es Petrus im entscheidenden Moment der Kreuzigung keine Hilfe war. Feste Glaubens├╝berzeugungen entstehen anders. Au├čergew├Âhnliche Erfahrungen oder Erlebnisse k├Ânnen eine Hilfe sein, der Glaube wird aber vor allem in den vielen kleinen Pr├╝fungen des Alltags geschmiedet. Es liegt an uns, ob wir den Alltag einfach an uns geschehen lassen oder ob wir ihn bewusst mit den Augen des Glaubens sehen und leben.

3. Es ist gut, bei Gott zu sein. Der Moment der Verkl├Ąrung muss f├╝r die Apostel eine sehr besondere Erfahrung gewesen sein. So benommen war Petrus von seinem Gl├╝ck, dass er den ungew├Âhnlichen Vorschlag macht, drei H├╝tten zu bauen. Die Apostel dachten in diesem Moment ├╝berhaupt nicht daran, dass sie etwas Gro├čes in ihrem Leben tun oder haben m├╝ssten, sie waren wunschlos gl├╝cklich. Es war einfach gut, da zu sein. Auch wenn wir es nicht so erfahren wie die drei, es gibt nichts Gr├Â├čeres als bei Gott zu sein. Dazu k├Ânnen wir uns die Allgegenwart Gottes bewusst machen. Wir k├Ânnen im Gebet bei ihm sein, der durch die Taufe im Tempel unseres Leibes in uns Wohnung genommen hat. Oder wir k├Ânnen seine leibhaftige Gegenwart in der Eucharistie suchen und in der Kirche vor ihm verweilen. In keinem dieser F├Ąlle sehen wir Christus verkl├Ąrt, doch es bleibt jedes Mal seine g├Âttliche Gegenwart.

Gespr├Ąch mit Christus: Guter Gott, du bist immer bei mir und m├Âchtest mich vor allem B├Âsen bewahren. Hilf mir, dass auch ich bewusst bei dir, in deiner Gegenwart bin. M├Âge meine Seele immer mit dir verbunden sein, dein Geist in mir wirken, deine Liebe mich erf├╝llen.

Vorsatz: Ich will mir heute h├Ąufig die liebende Gegenwart Gottes bewusst machen.