Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 23. Januar 2022 bis Samstag 29. Januar 2022

Dritte Woche im Jahreskreis

P. Anton Vogelsang LC

Gott spricht zu uns durch die Bibel Sonntag
Die SĂŒnde wider den Heiligen GeistMontag
Die Bekehrung des hl. PaulusDienstag
Das Gleichnis vom SĂ€mannMittwoch
Jesus, das Licht der WeltDonnerstag
Zwei Gleichnisse ĂŒber das Reich GottesFreitag
Jesus stillt den SturmSamstag


Gott spricht zu uns durch die Bibel

23. Januar 2022

Dritter Sonntag im Jahreskreis
Sel. Heinrich Seuse, Ordenspriester, Mystiker

P. Anton Vogelsang LC

Lk 1,1-4;4,14-21
Schon viele haben es unternommen, eine ErzĂ€hlung ĂŒber die Ereignisse abzufassen, die sich unter uns erfĂŒllt haben. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. Nun habe auch ich mich entschlossen, nachdem ich allem von Beginn an sorgfĂ€ltig nachgegangen bin, es fĂŒr dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der ZuverlĂ€ssigkeit der Lehre ĂŒberzeugen, in der du unterwiesen wurdest. In jener Zeit kehrte Jesus, erfĂŒllt von der Kraft des Geistes, nach GalilĂ€a zurĂŒck. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkĂŒnde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfĂŒllt.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Menschenwort. Dank dieser Zeilen des Evangeliums können wir erkennen, wie Gott zu uns durch die Bibel spricht. Lukas war zweifellos von Gott inspiriert, dennoch schrieb er aus freien StĂŒcken an Theophilus. Gott zwang ihn nicht dazu, denn er respektierte seine Freiheit, wie er auch unsere Freiheit respektiert. Lukas hatte dieses Vorhaben, und so macht er sich daran, den Tatsachen gewissenhaft und mit Engagement nachzugehen, mit Augenzeugen zu sprechen und einen geordneten Bericht zu schreiben. Aus diesem Grund sagen wir, dass in der Bibel das Wort Gottes in Menschenwort ausgedrĂŒckt ist.

2. Gotteswort. Die Bibel ist aber auch Wort Gottes, Gotteswort. Denn wĂ€hrend Lukas das Evangelium schrieb, war Gott auch tĂ€tig in ihm. Er animierte ihn, das niederzuschreiben, was Gott ihm gebot. Wie ist das zu verstehen? Papst Leo XIII. erklĂ€rt in seiner Bibel-Enzyklika: „Denn er [der Heilige Geist] selbst hat sie durch eine ĂŒbernatĂŒrliche Kraft so zum Schreiben angeregt und bestimmt, und den Verfassern also Beistand geleistet, dass sie all das und nur das, was er sie hieß, richtig im Geiste erfassten, getreulich niederschreiben wollten und passend mit unfehlbarer Wahrheit ausdrĂŒckten; sonst wĂ€re der Heilige Geist nicht selbst Urheber der gesamten Heiligen Schrift.“ (Providentissimus Deus)

3. Jesus ist die ErfĂŒllung des Alten Testamentes. Die Bibel ist nicht nur eine Sammlung einzelner BĂŒcher, die Bibel ist ebenso ein Buch, das eine fortlaufende Geschichte erzĂ€hlt, und zwar die Heilsgeschichte. Indem Jesus die Jesaja-Prophetie vortrĂ€gt, sagt er uns, dass sein Leben und seine Mission Teil dieser erhabenen Geschichte ist. Er ist die ErfĂŒllung dieser Geschichte. Darum ist es notwendig, das Alte Testament kennenzulernen, wenn wir Jesus kennenlernen wollen. Jesaja spricht von der RĂŒckkehr Israels aus dem Exil nach der Zerstörung Jerusalems. Doch obwohl einige Juden heimkehrten und die Stadt wiederaufbauten, verblieben sie wegen ihrer SĂŒnden in einem spirituellen Exil, wie uns die Propheten sagen. In der heutigen Lesung teilt Jesus uns mit, dass er die ErfĂŒllung dieser Prophetie ist, weil er uns aus diesem geistlichen Exil befreien wird.

GesprĂ€ch mit Christus: Guter Jesus, es gibt so vieles, wofĂŒr ich dir danken möchte, weil du mir so viel geschenkt hast. Am heutigen Tag möchte ich dir besonders fĂŒr das Geschenk der Bibel danken, dein Wort fĂŒr mich. Ich glaube nĂ€mlich, dass ich in der Bibel nicht bloß ĂŒber Vergangenes lese, sondern ich begegne dir heute. Bei dir zu sein, danach verlange ich. Hilf mir, dass ich dir immer tiefer in der Eucharistie, in der Bibel und in der Betrachtung deines Kreuzes begegne.

Vorsatz: Ich begleite Jesus den ganzen Tag, indem ich ĂŒber meine Lieblingsbibelstelle nachdenke.


Die SĂŒnde wider den Heiligen Geist

24. Januar 2022

Dritter Montag im Jahreskreis
Hl. Franz von Sales, Bischof, OrdensgrĂŒnder, Kirchenlehrer
Gedenktag

P. Anton Vogelsang LC

Mk 3,22-30
In jener Zeit sagten die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des AnfĂŒhrers der DĂ€monen treibt er die DĂ€monen aus. Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Form von Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plĂŒndern. Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und LĂ€sterungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lĂ€stern mögen; wer aber den Heiligen Geist lĂ€stert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine SĂŒnde wird ewig an ihm haften. Sie hatten nĂ€mlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. VerhĂ€rtet nicht euer Herz. Jesus erfĂŒllt durch Taten und Worte die Vorhersage, von der wir gestern im Evangelium gelesen haben: Er verkĂŒndet gute Botschaften, er heilt den Blinden und befreit die von DĂ€monen Besessenen. Die meisten Menschen freuen sich darĂŒber. Doch manche sind erbittert, denn ihre Herzen sind verhĂ€rtet, sie diffamieren ihn, indem sie behaupten, er sei von Beelzebul besessen. Wie reagiere ich selber auf das Gute, das ich andere Menschen vollbringen sehe? Freue ich mich mit ihnen? Oder kritisiere ich sie, weil auch mein Herz verhĂ€rtet ist?

2. All meinen Feinden hast du den Kiefer zerschmettert. Jesus sagt: „Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plĂŒndern.“ Der Starke, auf den Jesus sich bezieht, ist Satan. Dieser hat Besitz von der Welt ergriffen und die Menschen zu Sklaven der SĂŒnde gemacht. Jesus ist gekommen, um ihn zu fesseln und uns von seiner Herrschaft zu befreien. Jesus setzt sich gegen Satan, unseren Feind, ein, um uns zu befreien. In Psalm 3,8 lesen wir: „HERR, steh auf, mein Gott, bring mir Hilfe! Denn all meinen Feinden hast du den Kiefer zerschmettert, hast den Frevlern die ZĂ€hne zerbrochen.“

3. Die SĂŒnde wider den Heiligen Geist. Das Wort Jesu: „wer aber den Heiligen Geist lĂ€stert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine SĂŒnde wird ewig an ihm haften“ ist ein erschreckender Gedanke. Gemeint ist, dass es SĂŒnden ohne Vergebung gibt. In der Tradition deutete man die SĂŒnde wider den Heiligen Geist als endgĂŒltige Unbußfertigkeit oder Vermessenheit. Das gilt, wenn jemand eine schwere SĂŒnde begeht und darĂŒber entweder keine Reue empfindet oder ohne wahre Umkehr von Gottes Barmherzigkeit ausgeht. Jedenfalls verschließt das Fehlen von Reue die TĂŒr zu Gottes Barmherzigkeit. NatĂŒrlich nimmt Gott einen SĂŒnder, der sich besinnt und bereut, sogleich freudig wieder an, denn Reue empfinden ist schon ein Werk des Heiligen Geistes. Gott wird sich nie von einem Menschen abwenden, der in Demut mit einem reuevollen Herzen zu ihm zurĂŒckkehrt.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, ich bin ein SĂŒnder, erbarme dich meiner. Ich bekenne meine SĂŒnde, die mir leidtut. Hilf mir, guter Gott, dass ich immer wieder wegen meiner SĂŒnde Reue in meinem Herzen erwecke und deiner göttlichen Barmherzigkeit tiefer vertraue! Ich danke dir fĂŒr deine vollkommene und nie versagende Liebe zu mir – und fĂŒr alles. Jesus, ich vertraue auf dich.

Vorsatz: Ich werde heute ĂŒber die reiche Barmherzigkeit Gottes nachdenken und auch ĂŒber meine eigene Verantwortung, meine SĂŒnden aufrichtig zu bereuen.


Die Bekehrung des hl. Paulus

25. Januar 2022

Dritter Dienstag im Jahreskreis
Bekehrung des hl. Apostels Paulus
Fest

P. Anton Vogelsang LC

Mk 16,15-18
In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkĂŒndet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lĂ€sst, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie DĂ€monen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die HĂ€nde auflegen, werden gesund werden.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Gottes Barmherzigkeit. Wir feiern den Festtag der Bekehrung des hl. Paulus. Seine Bekehrung zeigt, dass Gottes Barmherzigkeit grĂ¶ĂŸer ist als unsere SĂŒnde. Paulus war ein SĂŒnder. Er selber bezeichnet sich als den grĂ¶ĂŸten SĂŒnder: „Christus Jesus ist in die Welt gekommen, um die SĂŒnder zu retten. Von ihnen bin ich der Erste” (1 Tim 1,15). Er hat frĂŒher Jesus und seine AnhĂ€nger verfolgt und war ein gewalttĂ€tiger Mann. Aber durch die Gnade Jesu wurde Paulus umgewandelt zu einem neuen, glĂ€ubigen und liebenden Menschen.

2. Vorbild fĂŒr alle. Was könnte wohl ein grĂ¶ĂŸeres Beispiel fĂŒr die Macht des Evangeliums sein, einen Menschen zu verĂ€ndern, als das Leben des Apostels Paulus? Er war der grĂ¶ĂŸte SĂŒnder, und doch schenkte Gott ihm seine Gnade. Warum? Damit sein Leben und seine Erfahrung ein bleibendes Zeugnis fĂŒr die einzigartige Macht Gottes werden. Paulus sagt weiter: „Aber ich habe gerade darum Erbarmen gefunden, damit Christus Jesus an mir als Erstem seine ganze Langmut erweisen konnte, zum Vorbild fĂŒr alle“ (1 Tim 1,16).

3. Weh mir. Nachdem Paulus Gottes barmherzige Liebe erfahren hatte, zog er aus und predigte das Evangelium in der ganzen Welt. Dadurch erfĂŒllte er Jesu Auftrag, von dem wir in der heutigen Lesung gehört haben. Seine Sehnsucht, Gottes Liebe anderen mitzuteilen, war so stark, dass er sogar ausrief: „Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkĂŒnde!“ (1 Kor 9,16).

GesprĂ€ch mit Christus: Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, hab Erbarmen mit mir, einem SĂŒnder. Ich bekenne meine Schuld, aber ich weiß, dass deine Liebe und Barmherzigkeit grĂ¶ĂŸer sind als alles, was ich zur Wiedergutmachung tun kann. Ich danke dir, dass du mich so sehr liebst und mich durch deine Gnade in einen neuen Menschen umwandelst.

Vorsatz: Wenn jemand mich heute krĂ€nkt, werde ich barmherzig sein und ihm vergeben, so wie Jesus barmherzig mit mir ist und mir vergibt.


Das Gleichnis vom SĂ€mann

26. Januar 2022

Dritter Mittwoch im Jahreskreis
Hl. Timotheus und Titus, Bischöfe, ApostelschĂŒler
Gedenktag

P. Anton Vogelsang LC

Mk 4,1-20
In jener Zeit lehrte Jesus wiederum einmal am Ufer des Sees, und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Form von Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen: Hört! Ein SĂ€mann ging aufs Feld, um zu sĂ€en. Als er sĂ€te, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat, und sie brachte keine Frucht. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach. Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre Als er mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse. Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt; denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird. Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? Der SĂ€mann sĂ€t das Wort. Auf den Weg fĂ€llt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesĂ€t wurde. Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fĂ€llt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf; aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbestĂ€ndig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrĂ€ngt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall. Bei anderen fĂ€llt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar, aber die Sorgen der Welt, der trĂŒgerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es, und es bringt keine Frucht. Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesĂ€t, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Warum sollte jemand Saatgut auf einem Pfad ausstreuen? Wir fragen uns vielleicht, warum ein Bauer sein Saatgut auf einem Pfad, auf felsigem Boden oder zwischen Dornen sĂ€t, aber das war kein Problem fĂŒr diejenigen, die Jesus hörten. Heute pflĂŒgen die Bauern ihre Felder vor der Aussaat, aber wir wissen aus rabbinischen Quellen, dass sie damals das Gegenteil taten. Das heißt, sie sĂ€ten zuerst das Saatgut aus und pflĂŒgten dann das Land. Daher sind die Situationen, die Jesus beschreibt, plausibel. Ein Bauer konnte durchaus sein Saatgut auf einem Weg aussĂ€en und danach pflĂŒgen; oder beim PflĂŒgen wĂŒrde er feststellen, dass der Boden felsig war. Und dann wĂŒrde das Unkraut zusammen mit der Ernte wachsen. Dieses Beispiel zeigt uns, dass wir den historischen und kulturellen Kontext kennen mĂŒssen, wenn wir die Evangelien verstehen wollen.

2. Der SĂ€mann sĂ€t das Wort. Die Apostel verstehen das Gleichnis nicht, also bitten sie Jesus, es ihnen zu erklĂ€ren. Er weist darauf hin, dass das Reich Gottes dem Ă€hnelt, was bei der Landwirtschaft geschieht. Samen werden verstreut, ein Teil davon wĂ€chst zu Pflanzen heran, die dann ihre FrĂŒchte oder ihr Getreide produzieren. Der Akt der Aussaat entspricht der VerkĂŒndigung des Wortes Gottes – „Der SĂ€mann sĂ€t das Wort“ (Mk 4,14). Jesus beschreibt sich also selbst. Er ist gekommen, um das Wort Gottes in die Herzen aller zu sĂ€en, nicht nur in seine JĂŒnger, sondern auch in die verhĂ€rteten Herzen derer, die ihn ablehnen werden – die PharisĂ€er, AnhĂ€nger des Herodes, die Schriftgelehrten und seine Familie und Freunde.

3. Eine unglaubliche Ernte. Das Überraschende in diesem Gleichnis ist die GrĂ¶ĂŸe der Ernte. Obwohl drei Viertel des Samens verschwendet wurden, brachte die Ernte „das Dreißigfache und Sechzigfache und hundertfache“. Das wĂ€re fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse eine unglaubliche Ernte gewesen. Obwohl viele Gottes Wort ablehnen werden, können wir absolut sicher sein, dass auch heute sein Wort eine große Ernte hervorbringen wird.

GesprĂ€ch mit Christus: Guter Jesus, offenbar sind so viele Menschen in unserer Gesellschaft nicht mehr an dir und deiner Kirche interessiert. Ihre Herzen sind verhĂ€rtet, und sie lehnen die christlichen Werte, die du vermittelt hast, ab. Und doch hast du versprochen, dass dein Wort eine große Ernte hervorbringen wird. Ich bete fĂŒr all diese Menschen, besonders fĂŒr die mir nahestehenden. Mache ihre Herzen weich, damit sie dich kennenlernen und dich lieben. Ich bete aber auch darum, dass du mir Mut und Kraft gibst, weiterhin dein Wort mit ihnen zu teilen.

Vorsatz: Ich werde heute mit irgendjemandem ĂŒber Jesus sprechen.


Jesus, das Licht der Welt

27. Januar 2022

Donnerstag der dritten Woche im Jahreskreis
Hl. Angela Merici, OrdensgrĂŒnderin

P. Anton Vogelsang LC

Mk 4,21-25
In jener Zeit sprach Jesus: ZĂŒndet man etwa ein Licht an und stĂŒlpt ein GefĂ€ĂŸ darĂŒber oder stellt es unter das Bett? Stellt man es nicht auf den Leuchter? Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht an den Tag kommt. Wenn einer Ohren hat zum Hören, so höre er! Weiter sagte er: Achtet auf das, was ihr hört! Nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden, ja, es wird euch noch mehr gegeben. Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Licht der Welt. In diesem Gleichnis spricht Jesus ĂŒber sich selbst. Er erklĂ€rt, warum er gekommen ist. Er ist gekommen, um Licht in diese Welt zu bringen. Das entspricht dem, was wir im Johannes-Evangelium lesen: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8,12) und in den Psalmen: „Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht fĂŒr meine Pfade“ (Ps 119,105).

2. Dazu bin ich gekommen. Markus 4,21 ist nicht genau ĂŒbersetzt. Das griechische Wort, das Markus benutzt (erchetai) bedeutet „kommen“. Und wenn er von der Lampe sprach, benutzte er eher den bestimmten als den unbestimmten Artikel. Eine wörtlichere Übersetzung wĂ€re also: „Kommt die Lampe unter einen Scheffel oder unter ein Bett und nicht auf einen StĂ€nder?“ Das ist sonderbar, denn normalerweise sagen wir nicht, dass Leuchten ‚kommen‘. In Markus 1,38 sagt Jesus: „Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkĂŒnde; denn dazu bin ich gekommen.“ Dies könnte ein weiterer Hinweis darauf sein, dass Jesus in diesem Gleichnis von sich selber spricht.

3. Gebt, dann wird auch euch gegeben werden! Was wir von Gott bekommen, wird von dem abhĂ€ngen, was wir anderen geben. Jesus sagt an anderer Stelle: „Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden! Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden! Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden! Gebt, dann wird auch euch gegeben werden!“ (Lk 6,37-38) Wenn wir Gottes Liebe und Barmherzigkeit erhalten möchten, dann sollten wir zuerst gewillt sein, anderen das Gleiche zu geben.

GesprĂ€ch mit Christus: Guter Jesus, ich weiß, dass du großzĂŒgiger Geber bist. Du hast uns all deine Liebe und dein ganzes Leben gegeben. Hilf mir, ein wahrer JĂŒnger zu sein und dich darin nachzuahmen. Bitte mach mein Herz empfindsam, damit ich andere lieben kann, wie du mich geliebt hast.

Vorsatz: Ich will versuchen, jemandem, den ich nicht mag oder mit dem ich nicht gut auskomme, mit NĂ€chstenliebe zu begegnen.


Zwei Gleichnisse ĂŒber das Reich Gottes

28. Januar 2022

Dritter Freitag im Jahreskreis
Hl. Thomas von Aquin, Ordenspriester, Kirchenlehrer
Gedenktag

P. Anton Vogelsang LC

Mk 4,26-34
In jener Zeit sprach Jesus: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sĂ€t; dann schlĂ€ft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wĂ€chst, und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sĂ€t. Ist es aber gesĂ€t, dann geht es auf und wird grĂ¶ĂŸer als alle anderen GewĂ€chse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. Durch viele solche Gleichnisse verkĂŒndete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen JĂŒngern aber erklĂ€rte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Das Gleichnis vom Wachsen der Saat. Wir sehen, dass derjenige, der das Saatgut aussĂ€t und das Getreide erntet, dieselbe Person ist. Die Botschaft dieses Gleichnisses ist, dass das Saatgut in sich die Kraft enthĂ€lt, zu wachsen und seine FrĂŒchte zu produzieren. Der Bauer braucht nichts zu tun, außer bis zur Ernte zu warten. Und so ist es mit dem Wort Gottes, das Jesus in unsere Welt gesĂ€t hat. Es hat in sich die Kraft einer großen Ernte. Wir mĂŒssen nur geduldig warten.

2. Das Gleichnis vom Senfkorn. In diesem Gleichnis vergleicht Jesus das Reich Gottes mit einem Baum und spricht von Vögeln, die darin nisten und in seinem Schatten ruhen. Er war nicht der erste, der diese Bildsprache verwendete. „Die BĂ€ume des Herrn sind reichlich bewĂ€ssert, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat. In ihnen bauen die Vögel ihre Nester.“ (Ps 104, 16-17) Und: „So spricht GOTT, der Herr: Ich selbst nehme vom hohen Wipfel der Zeder und setze ihn ein. Einen zarten Zweig aus ihren obersten Ästen breche ich ab, ich selbst pflanze ihn auf einen hohen und aufragenden Berg. Auf dem hohen Berg Israels pflanze ich ihn. Dort treibt er dann Zweige, er trĂ€gt FrĂŒchte und wird zur prĂ€chtigen Zeder. Alle Vögel wohnen darin; alles, was FlĂŒgel hat, wohnt im Schatten ihrer Zweige.“ (Ez 17,22–23) – In der Stelle aus Ezechiel benutzt Gott eine Zeder, um sowohl vom Königreich Israel als auch vom messianischen Königreich zu sprechen. Und zwar geschieht das, weil sie eine der edelsten BĂ€ume ist, die es gibt. Sie ist stark, langlebig und duftend; sie ist sehr hoch und breitet ihre Zweige weit aus, so dass sogar der Adler dort sitzt und sein Nest baut; und ihr Holz ist von solcher QualitĂ€t, dass es beim Bau von Tempeln, PalĂ€sten, Streitwagen und Schiffen weit verbreitet war.

3. Die Kirche ist wie ein Senfbaum. Das Unerwartete in diesem Gleichnis ist, dass Jesus das Reich Gottes mit einem Senfbaum anstelle einer Zeder vergleicht. Diese VerĂ€nderung muss fĂŒr seine Zuhörer ziemlich schockierend gewesen sein, denn ein Senfbaum ist ĂŒberhaupt nicht wie eine Zeder. Biologisch gesehen ist er nicht einmal ein Baum, sondern ein sehr großer Strauch, der höchstens drei Meter hoch werden kann. Zedern hingegen können bis zu vierzig Meter erreichen. Indem Jesus diese Wendung in ein ansonsten bekanntes Bild einfĂŒhrt, sagt er uns, dass das Reich Gottes auf Erden nicht aussehen wird, wie wir es erwarten. Wir stellen uns oft vor, dass die Kirche perfekt, heilig und schön sein sollte, wie eine Zeder. Aber die Wahrheit ist, dass sie eher wie ein bescheidener Senfbaum aussieht. Sie ist eine rĂ€tselhafte RealitĂ€t, voller Heiligen und SĂŒnder, aber wir können sicher sein, dass sie auf geheimnisvolle Weise wachsen und die Ernte hervorbringen wird, die Gott von ihr erwartet.

GesprĂ€ch mit Christus: Guter Jesus, ich danke dir, dass du mir gezeigt hast, dass ich nicht so vollkommen sein muss, damit du mich liebst. Doch hilf mir auch zu verstehen, dass du deine Kirche liebst, obwohl sie nicht vollkommen ist und eher einem hĂ€sslichen Senfbaum gleicht als einer schönen Zeder.

Vorsatz: Ich will fĂŒr die Kirche beten und besonders fĂŒr jene in ihr, die nicht denken und handeln, wie sie es meines Erachtens tun sollten.


Jesus stillt den Sturm

29. Januar 2022

Samstag der dritten Woche im Jahreskreis

P. Anton Vogelsang LC

Mk 4,35-41
An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen JĂŒngern: Wir wollen ans andere Ufer hinĂŒberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn. Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass es sich mit Wasser zu fĂŒllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kĂŒmmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: Was ist das fĂŒr ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Was ist das fĂŒr ein Mensch? Wer ist Jesus? Wir können sagen, dass dies ein wichtiges Thema fĂŒr Markus war, denn er zeigt uns oft die Reaktionen der Menschen auf ihn. NatĂŒrlich weiß Markus, wer er ist, aber wir sehen dann, wie andere Menschen durch Jesu Lehren und Handlungen herausgefordert wurden. Wer mit ihm in BerĂŒhrung kommt, ringt darum, seine IdentitĂ€t zu erfassen. Das gilt auch heute fĂŒr uns. Auch wir fragen uns, was ist das fĂŒr ein Mensch?

2. Jesus ist Gott. Jesus wirkte Wunder, nicht bloß um vielen Menschen zu helfen. Seine Wunder haben eine pĂ€dagogische Aufgabe, da er uns dadurch seine IdentitĂ€t zeigt. Das wird deutlich, wenn wir lernen, alle Taten Jesu mit dem Alten Testament zu verbinden. Vergleichen wir die heutige Lesung mit der folgenden Passage aus dem Psalm 107! „Er [der HERR] sprach und ließ den Sturmwind aufstehn, der hoch die Wogen tĂŒrmte, sie stiegen empor zum Himmel, in die Urtiefen sanken sie hinab, sodass ihre Seele vor Not verzagte, sie wankten und schwankten wie Betrunkene, verschlungen war all ihre Weisheit. Sie schrien zum HERRN in ihrer BedrĂ€ngnis und er fĂŒhrte sie heraus aus ihren Nöten, er machte aus dem Sturm ein SĂ€useln und es schwiegen die Wogen des Meeres.“ (Psalm 107,25-29) - Was sagt uns dies ĂŒber Jesus?

3. Da ergriff sie große Furcht. Nachdem die Apostel eine gewisse Zeit mit Jesus verbracht haben, beginnen sie, ZusammenhĂ€nge zu erkennen und zu vermuten, dass er nicht ein Mensch wie jeder andere ist – mehr als nur ein Lehrer unter vielen. Darum fragen sie sich voller Angst: „Was ist das fĂŒr ein Mensch?“ Sie sind noch immer nicht bereit, in ihm den Messias und den Sohn Gottes zu erkennen; aber sie realisieren, dass er ein ganz besonderer Mensch ist.

GesprĂ€ch mit Christus: Guter Jesus, ich glaube, dass du wahrer Gott bist und dass du in diese Welt gekommen bist, um uns von unseren SĂŒnden zu retten. Aber manchmal, wenn etwas schwierig wird oder wenn sich StĂŒrme in meinem Leben erheben, vergesse ich das und beginne, mich zu fĂŒrchten. StĂ€rke meinen Glauben, und lass mich verstehen, dass ich nichts zu fĂŒrchten brauche, wenn ich bei dir bin.

Vorsatz: Ich will fĂŒr jemanden beten, der vor einer schwierigen Situation steht.