Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 2. Januar 2022 bis Samstag 8. Januar 2022

Zweite Woche nach Weihnachten

Svenja Nonnenmacher

Wie alles begannSonntag
Von der Taufe mit Wasser zur Taufe mit dem Heiligen GeistMontag
Der Jordan als Ort der BegegnungDienstag
Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen?Mittwoch
Der Stern hat sie gef├╝hrtDonnerstag
Denn es sollte sich erf├╝llenFreitag
Die wundervolle BrotvermehrungSamstag


Wie alles begann

2. Januar 2022

2. Sonntag nach Weihnachten
Hll. Basilius der Gro├če und Gregor von Nazianz, Bisch├Âfe, Kirchenlehrer

Svenja Nonnenmacher

Joh 1,1-5.9-14
Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne es wurde nichts, was geworden ist. In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.

Einf├╝hrendes Gebet: Vater, heute komme ich zur dir und bitte dich, mir zu helfen, dein Wort besser zu verstehen. Ich m├Âchte es mit meinem Herzen und nicht nur mit meinem Verstand aufnehmen. Ich danke dir, dass du mich liebst und immer f├╝r mich da bist.

Bitte: Schenke mir ein tieferes Verst├Ąndnis f├╝r die Heilige Schrift.

1. Das Wort. Ein einziges Wort hat alles vollbracht. Gott hat es ausgesprochen, und alles wurde dadurch erschaffen. Man muss sich dies einmal vorstellen. Die ganze Welt, das Universum, alle Tiere und Menschen ÔÇô erschaffen nur durch ein einziges Wort. Was f├╝r eine Kraft hat unser Gott?!

2. Das Licht. Licht, das die Finsternis nicht erfassen konnte. Ein Licht, das allen leuchtet, auch mir! Wie strahlend muss dieses Licht sein? Jesus selbst ist es, das wahre Licht. Sehe ich das auch so? Erstrahlt Jesus f├╝r mich in diesem Glanz und leuchtet er mir den Weg, wenn es manchmal dunkel um mich herum wird? Man darf dieses Licht auch erbitten.

3. Das Fleisch. Jesus ist real. Er ist kein Mythos, eine fromme Geschichte oder eine Legende. Er ist da. Sowohl damals als auch heute. Auch wir k├Ânnen heute noch seine Herrlichkeit schauen. Machen wir uns auf die Suche nach dem Licht, das Fleisch geworden ist. Wo kann ich es finden? In der Kirche, in der Eucharistie, in der Heiligen Schrift, in meiner Familie und meinen Mitmenschen?

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, manchmal lese ich die Heilige Schrift und verstehe nicht, was das f├╝r mich heute bedeutet. Ich m├Âchte beginnen, ganz tief in deine Wahrheit einzutauchen und den Sinn f├╝r mich und mein Leben zu begreifen.

Vorsatz: Heute stelle ich mir vor, was alles aus einem Wort geworden ist und danke Gott f├╝r unsere wundervolle Welt und mein Leben.


Von der Taufe mit Wasser zur Taufe mit dem Heiligen Geist

3. Januar 2022

Montag in der Weihnachtszeit
Heiligster Name Jesu

Svenja Nonnenmacher

Joh 1,29-34
In jener Zeit sah Johannes der T├Ąufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die S├╝nde der Welt hinwegnimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekannt zu machen. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Das habe ich gesehen, und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, ich danke dir f├╝r diesen neuen Tag, den du mir geschenkt hast und freue mich, dass ich dir heute wieder ein wenig n├Ąherkommen darf, indem ich jetzt diese Meditation mit gro├čer Hingabe verrichten werde.

Bitte: Schenke mir deinen Heiligen Geist zur Hilfe.

1. Johannes der T├Ąufer. Wie sch├Ân muss es f├╝r Johannes gewesen sein, als Jesus endlich vor ihm stand. Er hatte Jesus ja vorher als Person noch nicht gekannt, obwohl er die Menschen auf dem Weg vorbereitete, indem er sie taufte. Welch gro├če Verantwortung, welches Vertrauen und welche Hingabe. Sie wurden belohnt, als Jesus dann auf einmal wirklich und real vor ihm stand.

2. Der Zeuge. Johannes sah das Zeichen vom Himmel und dadurch wurde ihm klar, wer dieser Mensch war, der ihm nun gegen├╝berstand. Jesus, der Sohn Gottes. Manchmal schickt Gott Zeichen, damit wir besser oder tiefer verstehen. Wichtig ist es, offen f├╝r diese Zeichen zu sein. Habe ich auch schon einmal ein Zeichen von Gott erhalten oder um eins gebeten?

3. Er tauft mit dem Heiligen Geist. Das ist der Unterschied. Die Taufe mit dem Wasser ist quasi eine Vorbereitung, sie gibt die Reinheit, die die Natur schenkt, aber die eigentliche Taufe geschieht durch den Heiligen Geist, ein Geschenk der Gnade. W├Ąre es nicht sch├Ân, wenn ich diesen Geist einfach einmal n├Ąher kennenlernte?

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du l├Ąsst uns hier nie alleine, auch wenn du vor tausenden Jahren gestorben bist. Der Heilige Geist ist z.B. unser Tr├Âster, aber nicht nur das. Er kann uns viele Gaben schenken, die uns auf dem Weg der Heiligkeit helfen.

Vorsatz: Heute will ich mir die Gaben des Heiligen Geistes genauer anschauen. Sie sind: Weisheit, Einsicht, Rat, St├Ąrke, Erkenntnis, Fr├Âmmigkeit und Gottesfurcht.


Der Jordan als Ort der Begegnung

4. Januar 2022

Dienstag in der Weihnachtszeit
Hl. Angela von Foligno, Mystikerin

Svenja Nonnenmacher

Joh 1,35-42
In jener Zeit stand Johannes wieder am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner J├╝nger standen bei ihm. Als Jesus vor├╝berging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden J├╝nger h├Ârten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das hei├čt ├╝bersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes geh├Ârt hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias hei├čt ├╝bersetzt: der Gesalbte ÔÇô Christus. f├╝hrte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas hei├čen. Kephas bedeutet: Fels - Petrus.

Einf├╝hrendes Gebet: Lieber Vater, heute hast du mir wieder einen neuen Tag geschenkt. Daf├╝r danke ich dir und freue mich, dass du mich durch meine Gebetszeit begleitest. Ich m├Âchte ganz still werden, mir die Szene vorstellen und mitten eintauchen und so am Jordan stehen zu der Zeit, an der dies passierte.

Bitte: Ich bitte dich um Weisheit, um zu verstehen, was du mir ganz pers├Ânlich durch diese Bibelstelle sagen m├Âchtest.

1. Seht, das Lamm Gottes! Wie oft haben wir diesen Satz schon geh├Ârt oder gelesen? Das Lamm Gottes ÔÇô Christus ist dieses Lamm. Was verbinde ich mit dieser Aussage? Vielleicht die Eigenschaften eines Lammes, also zum Beispiel: lammfromm? Ein junges Tier, das nichts B├Âses tut oder vermuten l├Ąsst? Aber auch ein Opfertier, dessen Blut, damals schon zu Moses Zeiten, an die T├╝rrahmen der H├Ąuser in ├ägypten gestrichen wurde?

2. Wo wohnst du? Die beiden J├╝nger gehen Jesus hinterher und wollen mehr von ihm wissen. ÔÇ×Wo wohnst du?ÔÇť, ist ihre Frage. Wo wohnst du ÔÇô meint aber mehr als, in welcher Stadt und welcher Stra├če? Es kann auch bedeuten, wer lebt mit dir? Hast du einen Besitz? Wo muss ich hinkommen, um dich zu treffen? Wei├č ich, wo Jesus wohnt? Wohin kann ich gehen, um ihn zu treffen?

3. Er wei├č genau, wer Simon ist. Jesus trifft Simon das erste Mal und wei├č genau, wer er ist. Der Sohn des Johannes. Aber nicht nur die Tatsache, dass er wei├č, wer Simon ist, ist spannend, sondern auch, wer er sein wird, denn er gibt ihm den Namen Kephas ÔÇô Fels / Petrus. Wir alle sind unserem Gott so vertraut. Er kennt uns in- und auswendig. Wie sch├Ân zu wissen, dass wir einfach zu ihm kommen k├Ânnen und er in uns liest, wie in einem Buch. Wir m├╝ssen nicht viele Worte machen, uns erkl├Ąren oder lange Reden schwingen. Manchmal reicht es einfach, bei ihm zu sein und zu sagen: Hier bin ich. Jesus wei├č, was wir brauchen, f├╝hlen, vermissen, leiden und welche unsere Sorgen sind.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, keiner kennt mich so gut wie du. Ich kann und brauche dir nichts vorzumachen. Du liebst mich, und ich bin dein Kind. Nimm mich heute einfach einmal in deine Arme, und lass mich an deinem Herzen ausruhen.

Vorsatz: Heute will ich keine gro├čen Worte machen, sondern mich einfach einmal von Jesus ÔÇ×nurÔÇť lieben lassen.


Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen?

5. Januar 2022

Mittwoch in der Weihnachtszeit

Svenja Nonnenmacher

Joh 1,43-51
In jener Zeit wollte Jesus nach Galil├Ąa aufbrechen; da traf er Philippus. Und Jesus sagte zu ihm: Folge mir nach! Philippus war aus Betsaida, dem Heimatort des Andreas und Petrus. Philippus traf Natana├źl und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, ├╝ber den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den Sohn Josefs. Da sagte Natana├źl zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh! Jesus sah Natana├źl auf sich zukommen und sagte ├╝ber ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Natana├źl fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natana├źl antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der K├Ânig von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Gr├Â├čeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel ge├Âffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen ├╝ber dem Menschensohn.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, damals hast du die Menschen um dich herum gesammelt und hast sie zu deinen J├╝ngern gemacht. Hilf auch mir, dich immer besser kennenzulernen und dir nachzufolgen. Schenke mir die Entschlossenheit, dich auch zu den anderen Menschen zu bringen, die dich noch nicht kennen.

Bitte: Oft hemmt mich meine Menschenfurcht. Schenke mir ein gro├čes Herz, das f├╝r dich und meine Mitmenschen schl├Ągt, und den Mut, f├╝r dich einzustehen.

1. Jesus aus Nazaret. Jesus ist so unspektakul├Ąr. Er wohnt in keinem Palast, kommt aus einem Ort, der keine gro├če Bedeutung hat, aber gerade das wirkt auf die Menschen und l├Ąsst sie aufhorchen, neugierig werden und sie lassen diesen Menschen an sich heran. Bei ihm braucht man keine Ber├╝hrungs├Ąngste zu haben, denn er ist einer von ÔÇ×ihnenÔÇť.

2. Ein Mann ohne Falschheit. Jesus trifft augenscheinlich das erste Mal auf Natanael, kennt aber sein Innerstes. Er wei├č, wen er vor sich hat. Natanael nimmt diese Aussage an und fragt nur: Woher kennst du mich? F├╝r ihn war diese Einsch├Ątzung genau auf den Punkt. Und Jesus konnte auch genau den Ort nennen, an dem er sich vor kurzem noch aufgehalten hat. Jesus sieht uns!

3. Du wirst noch Gr├Â├čeres sehen. Natanael erkennt Jesus als den, der er ist, und glaubt. Das passiert direkt und ohne weitere Erkl├Ąrungen. Er erkennt tief in seinem Inneren, wen er vor sich hat. Aber welch gro├če Dinge wird er noch zu sehen bekommen? Den Himmel offen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen. Ein wundersch├Ânes und hoffnungsvolles Bild.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du wei├čt, dass mein Glaube manchmal klein ist und ich das Gro├če und Ganze oft nicht erkennen kann, aber ich wei├č, dass du immer da bist und mir helfen m├Âchtest. Auch ich sitze manchmal unter meinem ÔÇ×FeigenbaumÔÇť und f├╝hle mich vielleicht alleine und suche Schutz. Dann m├Âchte ich daran denken, dass ich nie alleine bin, du mich ├╝berall siehst, von mir Notiz nimmst und ich so wertvoll f├╝r dich bin.

Vorsatz: Heute will ich mich an eine Situation erinnern, in der ich mich einsam und alleine gef├╝hlt habe und stelle mir vor, dass Jesus da ist und mit mir durch diese Schwierigkeit geht, mich st├Ąrkt und mit mir f├╝hlt. Er l├Ąsst mich nie alleine!


Der Stern hat sie gef├╝hrt

6. Januar 2022

Donnerstag in der Weihnachtszeit
Erscheinung des Herrn
Hochfest

Svenja Nonnenmacher

Mt 2,1-12
Als Jesus zur Zeit des K├Ânigs Herodes in Betlehem in Jud├Ąa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene K├Ânig der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als K├Ânig Herodes das h├Ârte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er lie├č alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Sie antworteten ihm: in Betlehem in Jud├Ąa; denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den f├╝hrenden St├Ądten von Juda; denn aus dir wird ein F├╝rst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und lie├č sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgf├Ąltig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige! Nach diesen Worten des K├Ânigs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr gro├čer Freude erf├╝llt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Sch├Ątze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zur├╝ckzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Einf├╝hrendes Gebet: Lieber Vater, heute feiern wir das Fest der Heiligen Drei K├Ânige, die sich auf den Weg gemacht haben, um durch den Stern geleitet zu Christus zu finden.

Bitte: Herr, leite auch du mich, dass ich dich finde in meinem Leben.

1. Sternendeuter oder K├Ânige. Waren es denn nun Sternendeuter oder K├Ânige, die sich auf den Weg gemacht haben, das neugeborene Kind zu suchen und ihm zu huldigen? In der Schrift steht nicht, dass es K├Ânige waren, sondern ÔÇ×MagierÔÇť, ÔÇ×SterndeuterÔÇť, dennoch feiern wir heute genau dieses Fest, das der heiligen drei K├Ânige. Ist es wichtig, was ihr Beruf oder Stand war, oder kommt es nicht einfach darauf an, dass es Menschen gab, die dem Stern folgten und sich aufmachten, um seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen?

2. ÔÇ×Er erschrak und mit ihm ganz Jerusalem.ÔÇť Ist es nicht seltsam, dass ein m├Ąchtiger K├Ânig und ein ganzer Ort erschrecken, nur weil drei M├Ąnner einem Stern folgen, um ein Kind zu suchen? Aber es war eben nicht irgendein Stern, sondern ÔÇ×seinÔÇť Stern, der aufgegangen war. Gro├če Aufregung bei allen, denn sie wussten, was dies bedeutete. Ein Ereignis von besonderer Tragweite, angek├╝ndigt durch einen kleinen Himmelsk├Ârper. Unser Gott offenbart sich oft durch kleine Zeichen. Er ├╝berfordert uns nicht.

3. Sie wurden von sehr gro├čer Freude erf├╝llt. Als sie nach ihrer Reise endlich dort angekommen waren, wohin der Stern sie f├╝hrte, wurden sie von sehr gro├čer Freude erf├╝llt. Stellt euch bitte einmal dieses Bild vor. Eine lange Reise, Aufregung, Gespr├Ąch mit K├Ânig Herodes und nun, final, stehen die drei vor einem einfachen Haus, ├╝ber dem der Stern anh├Ąlt ÔÇô und das soll ihr Ziel sein? Sucht man hier nach einem K├Ânig, dem Hirten eines ganzen Volkes, dem Christus? Und dennoch wussten sie im Glauben, dass sie ihr Ziel erreicht hatten. Und Gott f├╝llte ihre Herzen mit sehr gro├čer Freude.

Gespr├Ąch mit Christus: Lieber Gott, du kannst schenken, was die Welt nicht schenken kann. Eine tiefe innere Freude. Wie wundervoll, wenn ich diese erfahre und wei├č, dass du nun ganz nahe bist. Du in mir und ich in dir. Aber wie finde ich diese Freude? Ich muss mich auf die Suche nach dir begeben!

Vorsatz: Heute m├Âchte ich dich in meinem Leben suchen. In meiner Familie, meinen Mitmenschen, meiner Gemeinde oder vielleicht auch ganz alleine in meinem K├Ąmmerlein.


Denn es sollte sich erf├╝llen

7. Januar 2022

Freitag in der Weihnachtszeit
Hl. Raimund von Penyafort, Ordensgr├╝nder
Hl. Valentin, Bischof

Svenja Nonnenmacher

Mt 4,12-17.23-25
In jener Zeit, als Jesus h├Ârte, dass man Johannes ins Gef├Ąngnis geworfen hatte, zog er sich nach Galil├Ąa zur├╝ck. Er verlie├č Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali. Denn es sollte sich erf├╝llen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Stra├če am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galil├Ąa: das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen. Von da an begann Jesus zu verk├╝nden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er zog in ganz Galil├Ąa umher, lehrte in den Synagogen, verk├╝ndete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden. Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien. Man brachte Kranke mit den verschiedensten Gebrechen und Leiden zu ihm, Besessene, Monds├╝chtige und Gel├Ąhmte, und er heilte sie alle. Scharen von Menschen aus Galil├Ąa, der Dekapolis, aus Jerusalem und Jud├Ąa und aus dem Gebiet jenseits des Jordan folgten ihm.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, du bist durch das Land gezogen und hast deinen Auftrag in der ├ľffentlichkeit zu erf├╝llen begonnen. Wie sch├Ân zu lesen, dass sich alles erf├╝llen sollte, was durch den Mund der Propheten gesprochen worden war. Ihre Worte waren wirklich Gottes Worte, denn er wusste, was passieren w├╝rde, und gab ihnen diese Prophezeiungen ein. Lese ich die Bibel auch wirklich so und ziehe den Bogen vom Alten zum Neuen Testament?

Bitte: Ich m├Âchte mehr in der Bibel lesen und verstehen, dass dies wirklich Gottes Wort ist und nichts, was dort steht, dem Zufall ├╝berlassen wurde.

1. War das sein Startsignal? Jesus lebte viele Jahre in Nazaret, aber als Johannes ins Gef├Ąngnis kam, ging er von dort endg├╝ltig weg und begann seine ├Âffentliche Mission. Johannes war der Wegbereiter und nun kommt seine Zeit. War das sozusagen der Startschuss f├╝r ihn? Von dem Tag an fing er an zu verk├╝nden, und die Worte des Propheten erf├╝llten sich mehr und mehr.

2. Er heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden. Ich liebe diese Stelle. Er heilte ÔÇ×alleÔÇť Krankheiten und Leiden. Nicht nur einige ja und einige nicht, die von dem Gl├Ąubigen ja, aber die von dem Ungl├Ąubigen nicht, sondern ÔÇ×alleÔÇť. So ist unser Gott. Gro├čz├╝gig und voller Liebe zu uns. Es spiegelt sich in seinem Sohn wider. Wir alle sind es wert, geheilt zu werden. Jede(r) Einzelne von uns.

3. Scharen folgten ihm. Was muss Jesus f├╝r eine Ausstrahlung gehabt haben? Ich glaube nicht, dass die Leute alle sensationsgierig waren und ihm nur deshalb gefolgt sind. So einen Menschen hatte es noch nie gegeben. Er heilte alle, die man zu ihm brachte, zog umher und verk├╝ndete das Evangelium = die Frohe Botschaft.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du liebst alle Menschen und willst f├╝r uns alle nur das Beste. Bin ich mir dessen bewusst, oder meine ich manchmal, dass ich nicht gut genug bin. Bin ich es wert, dass du mich heilst? Nicht nur meine ├Ąu├čeren, sondern auch meine inneren Wunden?

Vorsatz: Heute will ich mir vorstellen, wie Jesus mich mit seinen liebenden Augen betrachtet, und dankbar annehmen, dass ich unendlich geliebt, wertvoll und ein K├Ânigskind bin.


Die wundervolle Brotvermehrung

8. Januar 2022

Samstag in der Weihnachtszeit
Hl. Severin, M├Ânch

Svenja Nonnenmacher

Mk 6,34-44
In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange. Gegen Abend kamen seine J├╝nger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist schon sp├Ąt. Schick sie weg, damit sie in die umliegenden Geh├Âfte und D├Ârfer gehen und sich etwas zu essen kaufen k├Ânnen. Er erwiderte: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Sollen wir weggehen, f├╝r zweihundert Denare Brot kaufen und es ihnen geben, damit sie zu essen haben? Er sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht und seht nach! Sie sahen nach und berichteten: F├╝nf Brote, und au├čerdem zwei Fische. Dann befahl er ihnen, den Leuten zu sagen, sie sollten sich in Gruppen ins gr├╝ne Gras setzen. Und sie setzten sich in Gruppen zu hundert und zu f├╝nfzig. Darauf nahm er die f├╝nf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den J├╝ngern, damit sie sie an die Leute austeilten. Auch die zwei Fische lie├č er unter allen verteilen. Und alle a├čen und wurden satt. Als die J├╝nger die Reste der Brote und auch der Fische einsammelten, wurden zw├Âlf K├Ârbe voll. Es waren f├╝nftausend M├Ąnner, die von den Broten gegessen hatten.

Einf├╝hrendes Gebet: Mein geliebter Vater, ich danke dir, dass du mich erschaffen hast und ich dich kennen darf. Du bist so voller G├╝te, Barmherzigkeit und Liebe f├╝r mich, dass ich oft nicht wei├č, womit ich das verdient habe.

Bitte: Hilf mir bitte, deine unverdiente Liebe in meinem Leben anzunehmen und im Glauben immer tiefer zu wachsen.

1. Er hat Mitleid mit ihnen! Jesus, du siehst die Menschen und hast Mitleid mit uns. Dein Blick auf uns ist ganz anders als der Blick, den wir oft auf unsere Mitmenschen oder uns selber haben. Du kennst unsere Sorgen, N├Âte, ├ängste und Unsicherheiten und wei├čt, was wir am meisten brauchen. Deine Gegenwart und N├Ąhe ist es!

2. Gebt ihr ihnen zu essen! Jesus bezieht seine J├╝nger in alle Dinge mit ein. Sie sind ein Teil seines Heilsplans und wichtig, obwohl er die Dinge eigentlich auch alle selbst machen k├Ânnte. Aber darum geht es Gott nicht. Er will, dass wir ihm helfen. Das Essen ist f├╝r die Menschen wichtig, und sie k├Ânnten es auch in den umliegenden D├Ârfern kaufen. Jesus aber will, dass die J├╝nger sehen, zu was er f├Ąhig ist, um ihren Glauben immer mehr zu st├Ąrken und zu zeigen, dass er ihre Mithilfe m├Âchte.

3. Und alle a├čen und wurden satt. Jesus, du wei├čt, was wir ben├Âtigen, und wenn wir dir vertrauen, k├Ânnen wir alles von dir erbitten. Eine gro├če Schar von 5.000 M├Ąnnern mit ihren Frauen und Kindern wurde satt ÔÇô durch 5 Brote und 2 Fische. Das ist eigentlich unm├Âglich. Du ├╝berraschst uns immer wieder mit deinen Wundern. Welch wundervolle Szene spielte sich an diesem Abend ab, und stellt euch einmal die Gesichter der Menschen vor, die austeilten und empfingen.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, wenn wir dir vertrauen und auf dich h├Âren, dann werden auch wir in unserem Glauben an dich wachsen. Du liebst es, wenn wir mitarbeiten und freust dich ├╝ber unser Staunen. Selbst als die J├╝nger alles austeilten und gaben, was sie hatten, blieb noch nach der Speisung ein ├ťberfluss zur├╝ck. Keiner ging leer aus und alle wurden satt.

Vorsatz: Heute m├Âchte ich ├╝berlegen, wo auch ich schon einmal die Gro├čz├╝gigkeit Gottes kennengelernt habe und das f├╝r mich aufschreiben.