Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 4. Juli 2021 bis Samstag 10. Juli 2021

Vierzehnte Woche im Jahreskreis

Annika Bauer

Begeistert von der Menschlichkeit JesuSonntag
Mit dir werde ich lebendig seinMontag
Die Ernte ist gro├čDienstag
Das Reich seiner Liebe in die H├Ąnde von Menschen gelegtMittwoch
Dich verk├╝ndenDonnerstag
Mach mich zu deinem WerkzeugFreitag
Wem will ich geh├Âren?Samstag


Begeistert von der Menschlichkeit Jesu

4. Juli 2021

Vierzehnter Sonntag im Jahreskreis
Hl. Ulrich von Augsburg, Bischof

Annika Bauer

Mk 6,1b-6
In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine J├╝nger folgten ihm nach. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuh├Ârten, gerieten au├čer sich vor Staunen und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das f├╝r eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und was sind das f├╝r Machttaten, die durch ihn geschehen? Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Ansto├č an ihm. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends ist ein Prophet ohne Ansehen au├čer in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. Und er konnte dort keine Machttat tun; nur einigen Kranken legte er die H├Ąnde auf und heilte sie. Und er wunderte sich ├╝ber ihren Unglauben. Und Jesus zog durch die benachbarten D├Ârfer und lehrte dort.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, lenke jetzt all meine Aufmerksamkeit auf dich. Diese Zeit des Gebets soll allein zu deiner gr├Â├čeren Ehre dienen.

Bitte: Ich bitte dich um ein tieferes Verst├Ąndnis deiner Menschlichkeit, damit ich davon fasziniert bin und nicht an dir Ansto├č nehme.

1. Staunen ├╝ber die Gottheit Jesu und Entt├Ąuschung ├╝ber seine Menschlichkeit. Den Menschen, vor denen Jesus predigte, fiel es nicht schwer, das G├Âttliche in ihm zu sehen. Die Weisheit und die Wunder hatten g├Âttlichen Charakter. Doch Jesus ist eben nicht nur Gott, sondern f├╝r uns auch dieser Mensch aus Nazaret geworden. Das Erkennen seiner vollen Menschlichkeit brachte die Menschen dazu, an ihm Ansto├č zu nehmen. Am ersten Gr├╝ndonnerstag dr├╝ckte Jesus auf dem Weg zum ├ľlberg seinen J├╝ngern seine Gef├╝hle so aus: ÔÇ×Ihr alle werdet an mir Ansto├č nehmen.ÔÇť Selbst mit seinen Aposteln erging es ihm so, und das muss schmerzhaft f├╝r Jesus gewesen sein.

2. Die Gefahr, Gott nicht im Alltag zu erkennen. Man kann in Jesus Christus das G├Âttliche nicht vom Menschlichen trennen oder nur das G├Âttliche sehen wollen. Wer Jesus besser kennen lernen will, wird auch lernen m├╝ssen, Ihn im Allt├Ąglichen zu erkennen. Viele Situationen unseres Lebens erscheinen uns auf den ersten Blick wenig spektakul├Ąr. Doch Jesus will mein ganzes Leben ber├╝hren und beeinflussen: in der Hingabe meines Arbeitskollegen, in meiner Arbeit, in der Geborgenheit meiner Familie und bei Freunden, beim Kochen und Putzen. So k├Ânnen wir unseren Alltag heiligen.

3. Jesus begegnet uns ÔÇ×inkognitoÔÇť. Warum? ÔÇô Weil unter dem Schleier der Menschlichkeit Jesu ein gro├čes Geheimnis versteckt ist, das entdeckt werden will. Er wollte unsere menschliche Natur teilen. Das Allt├Ągliche. Dem├╝tig. Nehme ich an seiner Schwachheit Ansto├č, oder bin ich von seiner Menschlichkeit fasziniert? Kann ich seine St├Ąrke entdecken, die in der Schwachheit liegt? Wie oft ist Gott im Alltag gegenw├Ąrtig und ich entdecke ihn nicht! Weil ich Erwartungen an ihn herantrage. Dennoch ist er unscheinbar am Wirken, aber eben anders als erwartet. Jesus zeigt mir, dass gerade auch schwierige Situationen, dort, wo ├Ąu├čerlich nur Versagen sichtbar ist, eine Einladung zur Begegnung mit ihm sein k├Ânnen. Und dass er so Wunder tut.

Gespr├Ąch mit Christus: Mein Jesus, ich will keine Gelegenheit verpassen, dir zu begegnen. Du bist nicht nur dann gegenw├Ąrtig, wenn spektakul├Ąre, au├čergew├Âhnliche Dinge passieren, sondern zu jeder Zeit. In den t├Ąglichen Begebenheiten. Gerade auch in der Schwachheit. Danke, dass du alles mit mir teilen willst und durch deine Menschwerdung schon ber├╝hrt hast. Du willst in mir wirken und Wunder tun. Lass mich das Geheimnis deines Menschseins noch tiefer erkennen.

Vorsatz: Ich will ein paar Minuten die Augen schlie├čen und mir Jesus in der Zeit vor seinem apostolischen Wirken in Nazaret vorstellen. Was hat er getan? Wie hat er es getan?


Mit dir werde ich lebendig sein

5. Juli 2021

Montag der vierzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Antonius Maria Zaccaria, Priester, Ordensgr├╝nder

Annika Bauer

Mt 9,18-26
In jener Zeit als Jesus redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig. Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen J├╝ngern. Da trat eine Frau, die schon zw├Âlf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und ber├╝hrte den Saum seines Gewandes; denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand ber├╝hre, werde ich geheilt. Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt. Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Fl├Âtenspieler und die Menge der klagenden Leute sah, sagte er: Geht hinaus! Das M├Ądchen ist nicht gestorben, es schl├Ąft nur. Da lachten sie ihn aus. Als man die Leute hinausgedr├Ąngt hatte, trat er ein und fasste das M├Ądchen an der Hand; da stand es auf. Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, lenke jetzt all meine Aufmerksamkeit auf dich. Diese Zeit des Gebets soll allein zu deiner gr├Â├čeren Ehre dienen.

Bitte: Ich bitte dich um die innere Erkenntnis, dass du mir Leben schenken willst, dass du das Leben bist und mich lebendig willst.

1. Sie wird wieder lebendig werden / Ich werde geheilt. Uns begegnen zwei verschiedene Frauen unterschiedlichen Alters, ein junges M├Ądchen und eine ├Ąltere Frau. Die Geschichte zweier Menschen, die beide in Jesus ihr Leben gefunden haben. Die erste Geschichte berichtet von einem bereits verstorbenen M├Ądchen und ihrem Vater, der seine Hoffnung ganz auf Jesus setzt. Im zweiten Bericht begegnet uns eine Frau, die aufgrund ihrer Krankheit gro├čes Leid durchmacht, vielleicht auf den Tod zugeht, und in Jesus ihre letzte Chance auf Leben sieht. Auff├Ąllig ist, wie sehr sie von der lebenspendenden Kraft Jesu ├╝berzeugt und sich dieser gewiss ist.

2. Jesus schenkt Leben. Es ist ein Versprechen, dass er uns auch heute geben will. F├╝r die Frauen war Jesus die einzige Hoffnung. Ist er das auch f├╝r mich? Oder suche ich nach eigenen L├Âsungen, um mich lebendig zu f├╝hlen? Vielleicht ber├╝hrt mich nicht direkt der Tod, doch auch in mir gibt es Bereiche, die noch von Jesus lebendig gemacht werden wollen. In welchen Momenten meines Lebens habe ich mich lebendig gef├╝hlt?

3. Meine Sendung ist die gleiche wie die seine. Unsere Sendung ist es, Leben zu schenken. Es ist ein schmerzhaftes Gef├╝hl zu vermeinen, dass man anderen kein Leben schenkt. Jedem von uns wurden Gaben gegeben, um diesen Sendungsauftrag zu verwirklichen. Jedem auf ganz pers├Ânliche und einzigartige Weise. Mit uns zusammen will Jesus heute anderen Leben bringen.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, ich will jetzt alles, was noch tot in mir ist, vor dich hinlegen und von dir ber├╝hren lassen. Selbst das, worunter ich schon seit so langer Zeit leide, was mir schon tot erscheint. Ich m├Âchte jetzt meinen Glauben erneut ausdr├╝cken: Du kannst mir Leben schenken. Du willst mir Leben schenken. Danke auch, dass du mich an deiner Sendung, Leben weiterzugeben, teilhaben l├Ąsst. Ich darf anderen Leben schenken, dich zu anderen bringen.

Vorsatz: Ich will ├╝berlegen, wie ich ganz konkret Leben schenken kann.


Die Ernte ist gro├č

6. Juli 2021

Dienstag der vierzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Maria Goretti, Jungfrau, M├Ąrtyrin

Annika Bauer

Mt 9,32-38
In jener Zeit brachte man zu Jesus einen Stummen, der von einem D├Ąmon besessen war. Er trieb den D├Ąmon aus, und der Stumme konnte reden. Alle Leute staunten und sagten: So etwas ist in Israel noch nie geschehen. Die Pharis├Ąer aber sagten: Mit Hilfe des Anf├╝hrers der D├Ąmonen treibt er die D├Ąmonen aus. Jesus zog durch alle St├Ądte und D├Ârfer, lehrte in ihren Synagogen, verk├╝ndete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren m├╝de und ersch├Âpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen J├╝ngern: Die Ernte ist gro├č, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter f├╝r seine Ernte auszusenden.

Einf├╝hrendes Gebet: Mein Jesus, lenke jetzt all meine Aufmerksamkeit auf dich. Diese Zeit des Gebets soll allein zu deiner gr├Â├čeren Ehre dienen.

Bitte: Ich bitte dich darum, besser erkennen zu d├╝rfen, wo du s├Ąst, damit ich so Raum f├╝r dich schaffen und an der Ernte mitwirken kann.

1. ÔÇ×Die Ernte ist gro├č.ÔÇť In einer Botschaft zum Gebetstag f├╝r Berufungen zeigt sich Papst Franziskus erstaunt ├╝ber diese Aussage. Wie kommt es, dass die Ernte gro├č ist? ÔÇô Gott hat gewirkt, war seine einzig schl├╝ssige Antwort. Und er wirkt auch heute. Als Mitarbeiter Gottes ist es unsere Aufgabe zu erkennen, wie Gott wirkt und wo er s├Ąt. So k├Ânnen auch wir dar├╝ber staunen, dass die Ernte gro├č ist.

2. Denn sie waren m├╝de und ersch├Âpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Es ist ein Blick voller Mitleid, der Jesus erkennen l├Ąsst, dass die Ernte gro├č ist. Wenn wir diesen Blick ein├╝ben, dann nehmen auch wir in unseren Mitmenschen die Sehnsucht nach Gott wahr. Die Sehnsucht nach einem Hirten. Lasse ich mich bewegen von den Situationen, die mich umgeben? Wo mir Menschen begegnen, die m├╝de und ersch├Âpft sind, wie Schafe, die keinen Hirten haben? Erkenne ich in diesen Situationen eine Einladung zur Ernte zu schreiten?

3. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter f├╝r seine Ernte auszusenden. Jesus will nicht alleine arbeiten. Nein, er sehnt sich nach Mitarbeitern. Diese Bitte Jesu wird auch als Einladung gesehen, f├╝r geistliche Berufungen zu bitten, die sich ganz in seinen Dienst stellen. Wir brauchen so sehr Hirten, die ernten, wo Gott ges├Ąt hat.

Gespr├Ąch mit Christus: Herr, danke, dass du auch heute wirkst. Ich will daran mitarbeiten, zu ernten, wo du ges├Ąt hast. Lass mich staunen ├╝ber deine Werke und erkennen, wo du wirkst.

Vorsatz: Heute will ich ganz besonders den Herrn darum bitten, Arbeiter f├╝r seine Ernte auszusenden.


Das Reich seiner Liebe in die H├Ąnde von Menschen gelegt

7. Juli 2021

Mittwoch der vierzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Willibald, Bischof, Glaubensbote

Annika Bauer

Mt 10,1-7
In jener Zeit rief Jesus seine zw├Âlf J├╝nger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zw├Âlf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebed├Ąus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholom├Ąus, Thomas und Matth├Ąus, der Z├Âllner, Jakobus, der Sohn des Alph├Ąus, und Thadd├Ąus, Simon Kanan├Ąus und Judas Iskariot, der ihn sp├Ąter verraten hat. Diese Zw├Âlf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verk├╝ndet: Das Himmelreich ist nahe.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, lenke jetzt all meine Aufmerksamkeit auf dich. Diese Zeit des Gebets soll allein zu deiner gr├Â├čeren Ehre dienen.

Bitte: Lass mich bitte erkennen, dass du mich immer suchst.

1. Die Wahl der Zw├Âlf. Das, was wir gerade gelesen haben, erscheint unbedeutend. In einem Satz werden ohne gro├če Erkl├Ąrung die Namen der Apostel aufgez├Ąhlt. Doch es war f├╝r Jesus ein sehr bedeutsamer Moment. Die Wahl seiner Apostel. Im Evangelium nach Lukas k├Ânnen wir lesen, dass Jesus zuvor die ganze Nacht im Gebet mit seinem Vater verbracht hatte. Wahrscheinlich hatten sie ├╝ber jeden Einzelnen gesprochen.

2. Das Vertrauen in die Zw├Âlf. Im Gespr├Ąch mit seinem Vater muss es auch um die Schw├Ąche seiner J├╝nger gegangen sein. Es war ein gro├čes Risiko, die Ausbreitung seines Reiches in schwache H├Ąnde zu legen. Und dennoch trafen sie die Entscheidung, mit diesen Menschen zusammenarbeiten zu wollen.

3. Als Antwort. Jesus sieht eine Menschheit, die der F├╝hrung bedarf. Denn sie waren m├╝de und ersch├Âpft, wie Schafe, die keinen Hirten haben. Als Antwort auf diese Not setzt er seine Apostel ein. Wir brauchen Begleitung auf dem Weg zu Gott.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du willst nicht, dass ich allein den Weg zu dir suche. Und du vertraust mich der F├╝hrung anderer an, die schon mehr Erfahrung auf diesem Weg haben. Danke, dass du mich nicht allein l├Ąsst.

Vorsatz: Ich will f├╝r die beten, die mich bis jetzt auf dem Weg zu dir begleitet haben.


Dich verk├╝nden

8. Juli 2021

Donnerstag der vierzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Kilian, Bischof und Gef├Ąhrten Kolonat und Totnan, Glaubensboten, M├Ąrtyrer

Annika Bauer

Mt 10,7-15
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Geht und verk├╝ndet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Auss├Ątzige rein, treibt D├Ąmonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Steckt nicht Gold, Silber und Kupferm├╝nzen in euren G├╝rtel. Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt. Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn ihr in ein Haus kommt, dann w├╝nscht ihm Frieden. Wenn das Haus es wert ist, soll der Friede, den ihr ihm w├╝nscht, bei ihm einkehren. Ist das Haus es aber nicht wert, dann soll der Friede zu euch zur├╝ckkehren. Wenn man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt und eure Worte nicht h├Âren will, dann geht weg, und sch├╝ttelt den Staub von euren F├╝├čen. Amen, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, lenke jetzt all meine Aufmerksamkeit auf dich. Diese Zeit des Gebets soll allein zu deiner gr├Â├čeren Ehre dienen.

Bitte: Ich bitte dich, Herr, lass mich dich durch mein Handeln verk├╝nden. Immer mehr. Und dabei nur deine Ehre suchen.

1. ÔÇ×Geht und verk├╝ndet: Das Himmelreich ist nahe.ÔÇť Was bedeutet das f├╝r mich? ÔÇô Ja, es ist auch Jesu Auftrag an mich, sein Reich zu verk├╝nden. Umsonst haben wir empfangen, umsonst sollen wir deshalb auch geben. Wie kann ich mit dem, was ich empfangen habe, dein Reich verk├╝nden? Ein Reich, in dem die Liebe regiert. Und das stets die Botschaft der Liebe vermitteln will.

2. Gott ist unsere Sicherheit. Wenn Jesus jemanden beruft, f├╝r sein Reich zu arbeiten, dann muss diese Person ihr ganzes Vertrauen auf ihn setzen; sich an keine anderen Sicherheiten klammern: kein Gold, keine Vorratstasche, keine Schuhe, kein Wanderstab, kein Bauen auf die eigenen St├Ąrken, keine Suche nach Anerkennung oder Macht. Er will unsere ganze Sicherheit sein. Den Blick auf ihn gerichtet, indem wir ihn zum Zentrum unseres Lebens machen, sollen wir ihm folgen, in Einfachheit.

3. Eine Botschaft des Friedens. Die konsequente Suche nach Gott in allem bewirkt einen tiefen Frieden. Dieser Frieden beruht nicht auf ├Ąu├čeren Sicherheiten und wird nicht durch Umst├Ąnde beeinflusst, sondern er entsteht aus einem Leben mit Ihm. Die J├╝nger w├╝nschen diesen Frieden, den Gott gibt. Wir sind geliebte Kinder Gottes.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, du kennst mich ganz. Du hast mich geschaffen, damit ich dich, so wie ich bin, verk├╝nde. Hilf mir, dass ich nicht mich verk├╝nde, sondern dich. Meine Sicherheit entsteht durch die Gewissheit, dass du bei mir bist. Schenke mir deinen Frieden. Auf dich vertraue ich.

Vorsatz: Ich will mit Jesus ├╝ber meine Unsicherheiten sprechen.


Mach mich zu deinem Werkzeug

9. Juli 2021

Freitag der vierzehnten Woche im Jahreskreis

Annika Bauer

Mt 10,16-23
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die W├Âlfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben! Nehmt euch aber vor den Menschen in acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen. Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und K├Ânige gef├╝hrt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt. Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. Br├╝der werden einander dem Tod ausliefern und V├Ąter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet. Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den St├Ądten Israels, bis der Menschensohn kommt.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, lenke jetzt all meine Aufmerksamkeit auf dich. Diese Zeit des Gebets soll allein zu deiner gr├Â├čeren Ehre dienen.

Bitte: Ich bitte dich: Hilf mir, mich heute ein wenig mehr f├╝r dich zu entscheiden.

1. Der Anspruch der Nachfolge Jesu. Die Bibelstelle, die wir gerade gelesen haben, ist nicht gerade eine Werbung f├╝r die Nachfolge Jesu und daf├╝r, sein J├╝nger zu sein. Sie enth├Ąlt sein Versprechen an uns, von allen gehasst zu werden. Jesus macht uns nichts vor und spricht die Anspr├╝che der Nachfolge an. Sie ist die Entscheidung, f├╝r Gott zu k├Ąmpfen, ├╝ber sich selbst hinauszuwachsen und nichts anderes zu suchen als Gott allein. Echte Liebe verlangt uns einiges ab, doch sie f├╝hrt uns in die F├╝lle und zum ewigen Leben.

2. Ein Weg, nichts anderes zu w├╝nschen als deine EhreÔÇŽ Jeden Tag k├Ânnen wir erneut diese Entscheidung f├╝r Gott treffen und so in der Liebe wachsen. Wir brauchen daf├╝r Gottes Gnade und Seine Hilfe. Auch wenn wir noch nicht ganz bereit sein sollten, nichts anderes zu w├╝nschen als das, was Gott f├╝r uns w├╝nscht, so k├Ânnen wir ihn doch darum bitten, dahin zu gelangen.

3. Seine Liebe an die Grenzen bringen. Gott will, dass wir seine Liebe ├╝berall dort hintragen, wo sie noch nicht herrscht. In mir und in meiner Umgebung. Liebe st├Â├čt auf Widerstand und man muss um sie k├Ąmpfen. Gott w├╝nscht uns nicht den Kampf, sondern die F├╝lle Seiner Freude. Jedoch ist der Kampf auch Konsequenz der Nachfolge.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, deine Nachfolge fordert mich heraus und sie l├Ąsst mich an meine Grenzen sto├čen. Hilf mir, nur das zu w├╝nschen, was du f├╝r mich willst. Ich will loslassen und dir die Kontrolle ├╝berlassen, denn ich wei├č, dass du das Beste f├╝r mich willst. Ein Gebet von Franz von Assisi: ÔÇ×Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens, dass ich liebe, wo man hasst; dass ich verzeihe, wo man beleidigt; dass ich verbinde, wo Streit ist; dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist; dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht; dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung qu├Ąlt; dass ich Licht entz├╝nde, wo Finsternis regiert; dass ich Freude bringe, wo Kummer wohnt. Herr, lass mich trachten, nicht, dass ich getr├Âstet werde, sondern dass ich tr├Âste; nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe; nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer sich hingibt, der empf├Ąngt; wer sich selbst vergisst, der findet; wer verzeiht, dem wird verziehen; und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Vorsatz: Ich will mich fragen, welche Entscheidung ich heute f├╝r Gott treffen kann.


Wem will ich geh├Âren?

10. Juli 2021

Samstag der vierzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Erich von Schweden, Knud von D├Ąnemark, Olaf von Norwegen, K├Ânige und M├Ąrtyrer

Annika Bauer

Mt 10,24-33
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Ein J├╝nger steht nicht ├╝ber seinem Meister und ein Sklave nicht ├╝ber seinem Herrn. Der J├╝nger muss sich damit begn├╝gen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn. Wenn man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt, dann erst recht seine Hausgenossen. Darum f├╝rchtet euch nicht vor ihnen! Denn nichts ist verh├╝llt, was nicht enth├╝llt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr fl├╝stert, das verk├╝ndet von den D├Ąchern. F├╝rchtet euch nicht vor denen, die den Leib t├Âten, die Seele aber nicht t├Âten k├Ânnen, sondern f├╝rchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der H├Âlle st├╝rzen kann. Verkauft man nicht zwei Spatzen f├╝r ein paar Pfennig? Und doch f├Ąllt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gez├Ąhlt. F├╝rchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, lenke jetzt all meine Aufmerksamkeit auf dich. Diese Zeit des Gebets soll allein zu deiner gr├Â├čeren Ehre dienen.

Bitte: Ich bitte dich, besch├╝tze mich vor meinen ├ängsten und hilf mir, sie in deiner Kraft zu besiegen.

1. ÔÇ×F├╝rchtet euch nicht!ÔÇť Es geh├Ârt zur Strategie des Feindes, Furcht zu verbreiten. Angst ist h├Ąufig der Ursprung f├╝r unsere Unfreiheit und f├╝r viele unserer Entscheidungen gegen Gott. Sie stiftet Verwirrung; l├Ąsst uns im Dunkeln. Welche Strategie verfolgt der Feind in meinem Leben?

2. Wem will ich geh├Âren? Gott will uns die Augen ├Âffnen, damit wir erkennen, dass wir bei ihm alles haben. In ihm erkennen wir die Wahrheit ├╝ber uns. Er will, dass wir im Licht leben und frei sind. Er schenkt Frieden. F├╝r welchen Blick auf mich, angstvoll oder angstfrei, m├Âchte ich mich entscheiden? Wem m├Âchte ich geh├Âren?

3. Mein Wert. Es nimmt uns alle Angst, zu erkennen, wie wertvoll wir in den Augen des Vaters sind. Bin ich diesem Blick des Vaters bereits begegnet? Was will Gott mir ├╝ber meinen Wert sagen? Ich bin geliebt, ohne dass ich leiste. Ich bin gutÔÇŽ Welche weiteren Wahrheiten spricht Gott ├╝ber mich?

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, ich m├Âchte mich nicht von meinen ├ängsten leiten lassen, sondern von deiner Liebe. Du zeigst mir, wie wertvoll ich in deinen Augen bin. Hilf mir, mich immer wieder f├╝r dich zu entscheiden, so dass ich frei werde und es bin.

Vorsatz: Ich m├Âchte dar├╝ber nachdenken, welche Strategie der Feind in meinem Leben verfolgt und wie Gott darauf antwortet.