Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 6. Dezember 2020 bis Samstag 12. Dezember 2020

Zweite Woche im Advent

Felix Honekamp

Ein verrĂŒcktes VorbildSonntag
Jesus ins ZentrumMontag
Magd und Knecht des HerrnDienstag
Ruhe fĂŒr die SeeleMittwoch
Echte GrĂ¶ĂŸeDonnerstag
Leben in FĂŒlleFreitag
Gottes TreueSamstag


Ein verrĂŒcktes Vorbild

6. Dezember 2020

Zweiter Adventssonntag
Hl. Nikolaus, Bischof von Myra

Felix Honekamp

Mk 1,1-8
Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes: Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg fĂŒr dich bahnen. Eine Stimme ruft in der WĂŒste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! So trat Johannes der TĂ€ufer in der WĂŒste auf und verkĂŒndigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der SĂŒnden. Ganz JudĂ€a und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre SĂŒnden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen GĂŒrtel um seine HĂŒften, und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. Er verkĂŒndete: Nach mir kommt einer, der ist stĂ€rker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bĂŒcken, um ihm die Schuhe aufzuschnĂŒren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, ich weiß, dass du immer bei mir bist, vor allem im Gebet, wenn ich mich an dich wende, oder wenn ich versuche, dich besser zu verstehen. Ich glaube, dass du mein Leben mit GĂŒte und Barmherzigkeit siehst, und manchmal mit Mitleid. Ich hoffe, dass ich jeden Tag lerne, mehr auf deine Stimme zu hören, um dir nachzufolgen. Ich liebe dich, lehre mich, dich zu lieben, wie du mich liebst.

Bitte: Mein Herr und mein Gott, begleite mich auf meinem Lebensweg. Du schenkst mir alles, was ich brauche, um zu dir zu finden. Leite mich an, die Mittel zu nutzen, die du mir an die Hand gibst.

1. Beeindruckend. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich jemanden wie Johannes den TĂ€ufer heute wohl als Spinner abtun wĂŒrde. Wenn er heute an einem Fluss stĂŒnde und Menschen predigen und sie taufen wĂŒrde ... wie schnell wĂ€ren wohl Polizei und Krankenwagen da? Auch zu seiner Zeit haben ihn die Menschen kritisch gesehen ... sie waren aber dennoch beeindruckt, weil er sein Leben ganz in den Dienst einer Sache gestellt hat. Heute ist das verrĂŒckt ... aber sollte es nicht eher ein Vorbild sein – auch fĂŒr mich?

2. â€žIch bin es nicht wert.“ An anderer Stelle beschreibt Jesus Johannes als den bedeutendsten Menschen, wobei selbst die Geringsten im Himmelreich grĂ¶ĂŸer seien als er (vgl. Lukas 7,28). Das muss auch Johannes irgendwie gewusst haben: Seine Botschaft ist klar. Er hat keine Hemmungen, den MĂ€chtigen seiner Zeit den Spiegel vorzuhalten. Aber auch er weiß, dass er nur ein Werkzeug in den HĂ€nden Gottes ist. Sein Auftreten zeugt von großem, notwendigem Selbstbewusstsein, und dennoch kennt er seine Rolle als bloßer Wegbereiter sehr gut. Ist das bei mir auch so ... oder nicht eher umgekehrt, dass ich kleinlaut mit der christlichen Botschaft auf Menschen zugehe und glaube, mir damit GrĂ¶ĂŸe vor Gott zu erwerben? Dabei entscheidet nur einer – aus Gnade – ĂŒber meine GrĂ¶ĂŸe im Himmelreich. Ich sollte einfach nur „meinen Job“ machen, und dabei durchaus selbstbewusst wissen, was meine Sendung und wer „mein Boss“ ist.

3. Wem folgen? NatĂŒrlich sind die Heilige Schrift, die Sakramente und das persönliche Gebet die „Leitplanken“ eines gelingenden Lebens. Trotzdem hilft es jedem Menschen auch, Vorbilder in der Lebensgestaltung zu haben. Dass ein solches Vorbild Jesus nicht ersetzen kann, sondern –wie Johannes – auf ihn hinweisen muss, sollte klar sein. Aber bin ich darĂŒber hinaus sicher, dass ich als Vorbilder wirklich Menschen finde, die mich auf den richtigen Weg fĂŒhren? Oder sind es eher meine persönlichen Vorlieben, die mich auf der Suche nach einem Vorbild leiten? WĂŒrde ich, bildlich gesprochen, einem in Kamelhaaren gekleideten Mann, der von Heuschrecken und wildem Honig lebt und mich zur Umkehr aufruft, folgen, oder doch jemandem, der meinen Ohren schmeichelt?

GesprĂ€ch mit Christus: Mein Jesus, ich will dir mein Leben in die Hand geben. Doch dir zu folgen, fĂ€llt mir immer wieder schwer; meistens gibt es ganz viele Dinge, die gerade wichtiger erscheinen. Ich hoffe aber, dass du mein BemĂŒhen siehst und mich durch die Herausforderungen trĂ€gst, die ich alleine nicht bewĂ€ltigen kann.

Vorsatz: Ich stelle mir der Frage, welche Menschen meine Vorbilder sind, welchen Menschen ich nacheifere und auf deren Urteil ich Wert lege – fĂŒhren sie mich zu Jesus?


Jesus ins Zentrum

7. Dezember 2020

Hl. Ambrosius, Bischof, Kirchenlehrer
Gedenktag

Felix Honekamp

Lk 5,17-26
Eines Tages, als Jesus lehrte, saßen unter den Zuhörern auch PharisĂ€er und Gesetzeslehrer; sie waren aus allen Dörfern GalilĂ€as und JudĂ€as und aus Jerusalem gekommen. Und die Kraft des Herrn drĂ€ngte ihn dazu, zu heilen. Da brachten einige MĂ€nner einen GelĂ€hmten auf einer Tragbahre. Sie wollten ihn ins Haus bringen und vor Jesus hinlegen. Weil es ihnen aber wegen der vielen Leute nicht möglich war, ihn hineinzubringen, stiegen sie aufs Dach, deckten die Ziegel ab und ließen ihn auf seiner Tragbahre in die Mitte des Raumes hinunter, genau vor Jesus hin. Als er ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: Deine SĂŒnden sind dir vergeben. Da dachten die Schriftgelehrten und die PharisĂ€er: Wer ist das, dass er eine solche GotteslĂ€sterung wagt? Wer außer Gott kann SĂŒnden vergeben? Jesus aber merkte, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was habt ihr fĂŒr Gedanken im Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine SĂŒnden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde SĂŒnden zu vergeben. Und er sagte zu dem GelĂ€hmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Im gleichen Augenblick stand der Mann vor aller Augen auf. Er nahm die Tragbahre, auf der er gelegen hatte, und ging heim, Gott lobend und preisend. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten voller Furcht: Heute haben wir etwas Unglaubliches gesehen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, ich weiß, dass du immer bei mir bist, vor allem im Gebet, wenn ich mich an dich wende, oder wenn ich versuche, dich besser zu verstehen. Ich glaube, dass du mein Leben mit GĂŒte und Barmherzigkeit siehst, und manchmal mit Mitleid. Ich hoffe, dass ich jeden Tag lerne, mehr auf deine Stimme zu hören, um dir nachzufolgen. Ich liebe dich, lehre mich, dich zu lieben, wie du mich liebst.

Bitte: Mein Herr und mein Gott, hilf mir, dich immer ins Zentrum meines Lebens zu stellen. Du, nicht ich, bist der Held meiner Geschichte. Hilf mir, mich von meiner Selbstzentriertheit zu lösen.

1. Glaube, der DĂ€cher abdeckt. VordergrĂŒndig geht es hier neben der Geschichte der Vergebung und der Heilung besonders um den Glauben; interessanterweise nicht der des GelĂ€hmten sondern seiner Freunde, die ihn zu Jesus bringen. Ihr Glaube an die HeilungskrĂ€fte Jesu bringt sie dazu, das Dach abzudecken, um den Mann vor Jesu FĂŒĂŸen abzusetzen. Was muss das fĂŒr eine Aktion gewesen sein (ich frage mich auch immer, was wohl der Besitzer des Hauses davon gehalten hat)? Diese MĂ€nner wollen ihrem Freund helfen und lassen sich durch nichts davon abhalten, schon gar nicht durch Menschenmengen oder ein Hausdach. Ist mein Glaube auch so groß? Und ist mein Wille, Menschen in Not zu helfen, auch so stark?

2. Jesu Blick. Gleichzeitig geht es aber auch um die Reaktion der Schriftgelehrten und PharisĂ€er. Eigentlich haben sie doch Recht und sind der Wahrheit nĂ€her, als sie denken: „Wer außer Gott kann SĂŒnden vergeben?“ Wie mag Jesus sie angesehen haben, als er ihre Gedanken erkannte? Ich kann mir bei ihm keinen genervten oder gar wĂŒtenden Blick in dieser Situation vorstellen – schon eher einen interessierten: „Werden sie erkennen, was hier geschieht? Werden sie erkennen, wer ich bin?“ Dem weiteren Verlauf der Geschichte Jesu kann man entnehmen, dass sie das nicht erkannt haben ... aber sie standen kurz davor. Und ich frage mich: Bin ich offen fĂŒr Jesu Wirken in meinem Leben, vielleicht auch durch andere Menschen? Oder stelle ich ihm Hindernisse in den Weg?

3. Er stand auf und ging heim. Worum es bei dieser Geschichte nicht, oder jedenfalls nur kaum geht, ist der geheilte GelĂ€hmte. So wie sie berichtet wird, waren alle fassungslos ĂŒber das Geschehen, aber der Geheilte „ging heim“. Vermutlich war es etwas anders, und er war ebenfalls außer sich vor Freude, aber dem Evangelisten kam es darauf bei diesem Bericht gar nicht an. Zentrum des Handelns, Zentrum des Interesses ist Jesus. Die Freunde des GelĂ€hmten hatten nur einen Wunsch: ihn zu Jesus zu bringen. Und so ist es auch fĂŒr mich selbst am wichtigsten, zu Jesus zu kommen. Es geht nicht in erster Linie um Wunder, um die körperliche Heilung, um die Lösung von Problemen: Es geht darum, zu Jesus zu kommen, ihn ins Zentrum zu stellen. Kann ich das, oder kreise ich eher um meine eigenen Themen?

GesprĂ€ch mit Christus: Mein Jesus, dein grĂ¶ĂŸter Wunsch ist es, alle Menschen zu dir zu fĂŒhren. Und mein erster Glaubensschritt ist der, mir klar zu werden, dass du dir das auch von mir wĂŒnschst. Denn oft meine ich, dass du mit mir vielleicht gar nichts anfangen kannst, mit all meinen Fehlern. Ich will dir ganz nahe sein, auch wenn das bedeutet, meine eigenen Themen hintanzustellen. Jesus, komm und begegne mir heute.

Vorsatz: Ich werde mich ehrlich fragen, was in meinem Leben immer noch eine zu hohe PrioritĂ€t einnimmt (was mich zum Beispiel vom Gebet abzuhalten vermag).


Magd und Knecht des Herrn

8. Dezember 2020

Hochfest der ohne ErbsĂŒnde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

Felix Honekamp

Lk 1,26-38
In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in GalilĂ€a namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrĂŒĂŸt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak ĂŒber die Anrede und ĂŒberlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: FĂŒrchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebĂ€ren; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird ĂŒber das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird ĂŒber dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich ĂŒberschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat. Denn fĂŒr Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, ich weiß, dass du immer bei mir bist, vor allem im Gebet, wenn ich mich an dich wende, oder wenn ich versuche, dich besser zu verstehen. Ich glaube, dass du mein Leben mit GĂŒte und Barmherzigkeit siehst, und manchmal mit Mitleid. Ich hoffe, dass ich jeden Tag lerne, mehr auf deine Stimme zu hören, um dir nachzufolgen. Ich liebe dich, lehre mich, dich zu lieben, wie du mich liebst.

Bitte: Mein Herr und mein Gott, du hast uns Maria als unser Vorbild geschenkt. Lass mich das Geheimnis ihres Lebens, ihrer Entscheidungen und ihrer Demut besser verstehen. Und hilf mir, ihr nachzueifern.

1. Engel. Wie mag dieser Moment ausgesehen haben? Wie sieht ein Engel aus, der vor einen hintritt? Oft wurde in Filmen versucht, sich dem zu nĂ€hern, aber man kommt nicht an der Tatsache vorbei, dass wir nicht wissen, wie Engel wirklich aussehen. Was wir hingegen ĂŒber sie wissen, ist, dass sie mĂ€chtig sind, Geistwesen, geschaffen von Gott. Erschreckend könnte es also fĂŒr Maria gewesen sein, als der Engel ihr gegenĂŒberstand. Doch die Bibel spricht nur darĂŒber, dass Maria ĂŒber die Anrede erschrak. Vielleicht hat der Engel also eine Gestalt angenommen, vor der sich Maria nicht fĂŒrchten musste – schließlich war die Botschaft erschreckend genug. Wenn ich also glaube, dass auch heute Engel wirken, sollte ich nicht damit rechnen, dass ich sie als geflĂŒgelte Wesen erkenne, sondern an ihren Botschaften von Gott. Vielleicht weitet das meinen Blick?

2. Ein geschenkter Auftrag. Der Engel leitet seine Botschaft mit dem „FĂŒrchte dich nicht“ ein, das wir von vielen solchen Szenen her kennen. Doch was ist die erste Nachricht? „Du hast bei Gott Gnade gefunden.“ Man könnte ja meinen, jungfrĂ€uliche Mutter Gottes zu werden, sei durchaus eine BĂŒrde (was es in gewissem Sinne ja auch gewesen ist), aber der Engel beschreibt das als einen Folgeeffekt der Gnade. Maria hat Gnade bei Gott gefunden und „darf“ seinem Auftrag folgen. Abgesehen von der Nachfrage, wie das geschehen soll, nimmt Maria den Auftrag auch in diesem Sinne an. Und wie ist das bei mir: Habe ich einen Auftrag, eine Berufung? Und folge ich der froh, weil Gott mich mit dieser Gnade ausgestattet hat, oder ist das nicht oft eher eine Belastung? Vielleicht brauche ich einen Perspektivenwechsel, um meinen Auftrag als Geschenk, als Gnadenerweis Gottes zu sehen?

3. Ja, natĂŒrlich! Marias Antwort auf den ungewöhnlichen Auftrag des Engels ist klar und deutlich: „Ich bin die Magd des Herrn“ bedeutet nichts anderes, als dass sie sich dem Plan Gottes natĂŒrlich unterordnet. Ich stelle mir vor, dass sich Maria durchaus Gedanken darĂŒber gemacht hat, wie das nun weitergehen soll. Vielleicht wenige Sekunden danach mag sie sich gefragt haben, wie Josef wohl darauf reagieren wird, wie die Dorfgemeinschaft sie beurteilt und was die Geburt des Sohnes Gottes fĂŒr sie noch alles bedeuten wird. Trotzdem ein klares „Ja, natĂŒrlich mache ich das!“. Wie viel Vertrauen muss in diesem Satz gesteckt haben. Und wie wenig Vertrauen habe ich manchmal, wenn mich ein unangenehmer Auftrag Gottes erreicht?

GesprĂ€ch mit Christus: Mein Jesus, du hast uns deine Mutter Maria am Kreuz als unsere Mutter geschenkt. Wenn ich ihr Leben betrachte, dann sehe ich viel Demut und vor allem viel Bereitschaft, den Willen Gottes zu erfĂŒllen. Mir dagegen fallen immer Ausreden ein, warum dein Plan gerade jetzt „ungĂŒnstig“ ist. Ich möchte mein Leben mehr in deine HĂ€nde geben ... und brauche dazu dennoch deine Hilfe.

Vorsatz: Welchen Auftrag erkenne ich in meinem Leben? FĂŒr heute? FĂŒr diesen Monat? ... FĂŒr mein Leben?


Ruhe fĂŒr die Seele

9. Dezember 2020

Mittwoch der zweiten Woche im Advent

Felix Honekamp

Mt 11,28-30
In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gĂŒtig und von Herzen demĂŒtig; so werdet ihr Ruhe finden fĂŒr eure Seele. Denn mein Joch drĂŒckt nicht, und meine Last ist leicht.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, ich weiß, dass du immer bei mir bist, vor allem im Gebet, wenn ich mich an dich wende, oder wenn ich versuche, dich besser zu verstehen. Ich glaube, dass du mein Leben mit GĂŒte und Barmherzigkeit siehst, und manchmal mit Mitleid. Ich hoffe, dass ich jeden Tag lerne, mehr auf deine Stimme zu hören, um dir nachzufolgen. Ich liebe dich, lehre mich, dich zu lieben, wie du mich liebst.

Bitte: Mein Herr und Gott, du bist immer fĂŒr mich da. Ich darf mit all meinen Sorgen und Schwierigkeiten, den großen und auch den kleinen, zu dir kommen. Ich bitte dich, segne heute meinen Tag, vor allem in den Angelegenheiten, die mir unangenehm sind oder ĂŒber die ich mir Sorgen mache. Danke, dass ich damit zu dir kommen darf.

1. Kleinigkeiten? Diese SĂ€tze Jesu sind so bekannt, dass die Gefahr besteht, einfach ĂŒber sie hinwegzulesen. Aber richten sie sich ĂŒberhaupt an mich? Mancher behauptet von sich, er sei doch gar nicht zu sehr belastet, vor allem im Vergleich mit anderen, die ein hĂ€rteres Schicksal getroffen hat. Aber was wĂ€re, wenn das nur eine falsche Bescheidenheit wĂ€re? Was, wenn Jesus durchaus meine / deine Lasten sieht und sich wĂŒnscht, dass wir ihn helfen lassen? Kann ich mich auch mit (vermeintlich) kleinen Lasten an Jesus wenden, oder traue ich mich nicht, ihn mit meinen Kleinigkeiten zu behelligen?

2. Loslassen. Auch wenn ich anscheinend keine oder nur wenige Sorgen habe, kommt es vor, dass meine Seele unruhig ist. Vielleicht glaube ich sogar, dass ich mich in Hektik stĂŒrzen, noch mehr Aufgaben, noch mehr Verantwortung ĂŒbernehmen muss, in der Familie, bei der Arbeit, in der Gemeinde oder Gemeinschaft. Jesus dagegen weiß, und darum sagt er es, dass ich mich nach Ruhe fĂŒr meine Seele sehne. Warum fĂ€llt es mir so schwer, loszulassen? Warum kann ich nicht meine Lasten abgeben, wenn mich doch Jesus dazu auffordert?

3. Er sorgt fĂŒr euch. Seit einiger Zeit habe ich zu der Bibelstelle des heutigen Tages eine wunderbare ErgĂ€nzung im Hinterkopf: „Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt fĂŒr euch.“ Diesen Satz kann man wunderbar zu einem Teil seines tĂ€glichen Gebetslebens machen. Ich kann, ich darf, ja, ich soll sogar meine Lasten bei Gott abladen, gerade dann, wenn sie meine Seele unruhig werden lassen. Viele Dinge kann ich nicht (alleine) lösen, oder ich kann sie im Moment nicht lösen. Wie gut ist es dann, sie Jesus abzugeben, ihn zu bitten „Sorge du, Jesus.“

GesprĂ€ch mit Christus: Mein Jesus, ich möchte dir alles geben, was mich bedrĂŒckt. Ich ĂŒbergebe dir auch die Menschen, denen ich helfen möchte und nicht kann. Was muss ich loslassen, um Ruhe in meiner Seele zu finden? Danke, dass ich dir alles ĂŒbergeben darf.

Vorsatz: Ich bete das obige „GesprĂ€ch mit Jesus“ und fĂŒlle es mit meinen heutigen Themen.


Echte GrĂ¶ĂŸe

10. Dezember 2020

Donnerstag der zweiten Woche im Advent

Felix Honekamp

Mt 11,7b.11-15
In jener Zeit begann Jesus zu der Menge ĂŒber Johannes zu reden: Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen grĂ¶ĂŸeren gegeben als Johannes den TĂ€ufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist grĂ¶ĂŸer als er. Seit den Tagen Johannes' des TĂ€ufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die GewalttĂ€tigen reißen es an sich. Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz ĂŒber diese Dinge geweissagt. Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll. Wer Ohren hat, der höre!

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, ich weiß, dass du immer bei mir bist, vor allem im Gebet, wenn ich mich an dich wende, oder wenn ich versuche, dich besser zu verstehen. Ich glaube, dass du mein Leben mit GĂŒte und Barmherzigkeit siehst, und manchmal mit Mitleid. Ich hoffe, dass ich jeden Tag lerne, mehr auf deine Stimme zu hören, um dir nachzufolgen. Ich liebe dich, lehre mich, dich zu lieben, wie du mich liebst.

Bitte: Mein Herr und Gott, in Johannes dem TĂ€ufer und in vielen Heiligen schenkst du uns Vorbilder fĂŒr unser Leben. Ihnen kann ich nacheifern ... solange mir klar ist, dass nur du Gott bist. Ich danke dir, dass du mich berufen hast, auch zu dir ins Himmelreich zu kommen. Danke fĂŒr deine Gnade.

1. Der GrĂ¶ĂŸte. Jesus spricht hier scheinbar widersprĂŒchlich ĂŒber Johannes den TĂ€ufer. „Unter allen Menschen hat es keinen grĂ¶ĂŸeren gegeben“ sagt er zunĂ€chst. Aber was macht die GrĂ¶ĂŸe des Johannes aus? Und muss ich genauso werden wie er, mich in die WĂŒste zurĂŒckziehen, mich in Kamelhaare kleiden und mich von wildem Honig ernĂ€hren? Die eigentliche GrĂ¶ĂŸe des Johannes besteht darin, dass er sich nicht selbst predigt, gar nicht selbst die Botschaft ist. Wie es auf einem Bild auf dem Isenheimer Altar dargestellt ist, verweist alles von ihm auf Jesus. FĂŒr mich bedeutet das, dass ich in jeder Kleidung, in jeder Lebenssituation, in jedem Stand Johannes nacheifern kann ... so lange mein Leben auf Jesus verweist. Und vielleicht fiele mir Letzteres sogar schwerer, als Ă€ußerlich so zu sein wie Johannes? Darum ist er der GrĂ¶ĂŸte.

2. Der Kleinste. â€žDer Kleinste im Himmelreich ist grĂ¶ĂŸer als er“, sagt Jesus direkt im Anschluss. Ist das nicht ein Widerspruch? Johannes der TĂ€ufer war eben auch nur ein Mensch, Geschöpf Gottes. Abgesehen von Jesus selbst und Maria gab und gibt es keinen Menschen, der rein von SĂŒnde ist, auch nicht Johannes. Im Himmelreich aber bin ich von meinen SĂŒnden gereinigt. Dort kann ich Gott sehen, wie er ist, und alle Fragen und Zweifel, die auch Johannes beschleichen, sind dann beantwortet. Wie groß wird die Freude sein, wenn ich das Himmelreich erst erreicht habe.

3. Gewalt. â€žDem Himmelreich wird Gewalt angetan“ ist an dieser Stelle sicher ein Hinweis darauf, was mit Johannes passiert, was mit Jesus passieren wird, und was auch in unserer Zeit noch immer passiert: Jesu VerkĂŒndigung des Himmelreichs wird allzu oft nicht angenommen, sie wird abgelehnt oder so verfĂ€lscht, dass man die Botschaft leichter ertragen kann. Aber was das Himmelreich ist und wie ich es erreiche, erfahre ich nur durch das Leben Jesu, durch die Kirche, die Sakramente und das Gebet. Es gibt keinen „billigeren“ Weg in den Himmel als den der Nachfolge. Aber bevor ich mit dem Finger auf andere zeige: Wo tue ich dem Himmelreich auf diese Art Gewalt an? Wo ertrage ich die gute Nachricht nicht?

GesprĂ€ch mit Christus: Mein Jesus, es fĂ€llt mir schwer, dem Beispiel des Johannes nachzueifern. Aber ich muss auch gar nicht genauso sein wie er, solange man in meinem Leben ein Spiegelbild von dir erkennen kann. Du hast einen speziellen Auftrag fĂŒr mich; dem darf ich folgen, mit dem kann ich „groß“ werden wie Johannes und dann, weil ich doch immer noch „klein“ bin, mit deiner Gnade auch das Himmelreich erreichen.

Vorsatz: Erneut kann ich mich fragen: Welchen Auftrag erkenne ich in meinem Leben? FĂŒr heute? FĂŒr diesen Monat? ... FĂŒr mein Leben? Und ergĂ€nzend: Welchen Auftrag nehme ich nur ungern an? Warum?


Leben in FĂŒlle

11. Dezember 2020

Freitag der zweiten Woche im Advent
Hl. Damasus I., Papst

Felix Honekamp

Mt 11,16-19
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen: Wir haben fĂŒr euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen. Johannes ist gekommen, er isst nicht und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem DĂ€mon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und SĂ€ufer, dieser Freund der Zöllner und SĂŒnder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, Recht bekommen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, ich weiß, dass du immer bei mir bist, vor allem im Gebet, wenn ich mich an dich wende, oder wenn ich versuche, dich besser zu verstehen. Ich glaube, dass du mein Leben mit GĂŒte und Barmherzigkeit siehst, und manchmal mit Mitleid. Ich hoffe, dass ich jeden Tag lerne, mehr auf deine Stimme zu hören, um dir nachzufolgen. Ich liebe dich, lehre mich, dich zu lieben, wie du mich liebst.

Bitte: Mein Herr und Gott, du bist auch fĂŒr mich SĂŒnder auf die Welt gekommen. Du willst, dass ich das Leben habe und es in FĂŒlle habe. Danke fĂŒr die vielen Geschenke, die du mir machst.

1. Besessen. Wenn wir im heutigen sĂ€kularen Sprachgebrauch von Besessenheit sprechen, dann ist gemeint, dass ein bestimmtes Thema einen (zu) hohen Stellenwert in unserem Leben einnimmt, zum Beispiel ein Hobby oder eine andere Person. Und auch mit dem geĂ€ußerten Vorwurf gegen Johannes ist etwas Ähnliches gemeint: Er hat sein Leben voll und ganz in den Dienst der VerkĂŒndigung Jesu gestellt. Nichts, jedenfalls nichts Weltliches, soll davon ablenken. Auch wenn diese Art von Besessenheit hier negativ gemeint gewesen ist: Bin ich ausreichend „besessen“ von Gott? Steht er so im Mittelpunkt meines Lebens, dass andere sich darĂŒber wundern?

2. Fresser und SĂ€ufer. Beim Lesen der Geschichte Jesu, finden wir immer wieder Beispiele dafĂŒr, wie er gefeiert hat. Mein Lieblingsbeispiel ist das von der Hochzeit zu Kana, wo er einer Hochzeitsgesellschaft, die die WeinvorrĂ€te schon vertilgt hatte, noch Unmengen an zusĂ€tzlichem und wirklich gutem Wein „spendierte“. Dabei geht es natĂŒrlich nicht um ein sinnloses Betrinken, sondern darum, die Geschenke, die Gott mir auch in Speisen und GetrĂ€nken macht, anzunehmen und zu genießen. Kann ich das? Oder beschleicht mich manchmal das GefĂŒhl, jeder genossene Luxus sei eine SĂŒnde?

3. Freund der SĂŒnder. Vermutlich war die Bezeichnung „Freund der Zöllner und SĂŒnder“ fĂŒr die Juden zu Jesu Zeiten eine der grĂ¶ĂŸten Beleidigungen. Dabei ist es doch tatsĂ€chlich eine Auszeichnung: FĂŒr genau diese Menschen, so sagt es Jesus selbst, ist er in die Welt gekommen: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. [...] Denn ich bin gekommen, um die SĂŒnder zu rufen, nicht die Gerechten.“ (vgl. MatthĂ€us 9,12-13). Wenn Jesus so gehandelt hat, dann sollte auch ich das tun: Bin ich ein Freund der SĂŒnder (nicht der SĂŒnde)? Oder meide ich diejenigen, die meiner Meinung nach Gefahr laufen, das ewige Leben nicht zu erreichen?

GesprĂ€ch mit Christus: Mein Jesus, du bist ein Freund der SĂŒnder ... und darum darf ich darauf vertrauen, dass du auch mein Freund bist, gerade dann, wenn ich falle. Ich kann darauf vertrauen, dass du mich auch dann nicht „links liegen“ lĂ€sst, wenn ich mal wieder so gar nicht gut handle. Danke, dass du mein Freund bleibst.

Vorsatz: Welche meiner SĂŒnden und Laster wĂŒrde ich am liebsten vor Jesus verbergen, weil ich glaube, dass er sie kaum vergeben kann, mich ihretwegen weniger liebt? Ich bringe sie ganz bewusst im Gebet und dann in der Beichte vor Jesus und bespreche mit ihm, welches Bild er dabei von mir hat.


Gottes Treue

12. Dezember 2020

Samstag der zweiten Woche im Advent
Unsere Liebe Frau von Guadalupe (Patronin des amerikanischen Kontinents)

Felix Honekamp

Mt 17,9a.10-13
WĂ€hrend Jesus und seine JĂŒnger den Berg hinabstiegen, fragten ihn die JĂŒnger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst mĂŒsse Elija kommen? Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt, und er wird alles wiederherstellen. Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden mĂŒssen. Da verstanden die JĂŒnger, dass er von Johannes dem TĂ€ufer sprach.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, ich weiß, dass du immer bei mir bist, vor allem im Gebet, wenn ich mich an dich wende, oder wenn ich versuche, dich besser zu verstehen. Ich glaube, dass du mein Leben mit GĂŒte und Barmherzigkeit siehst, und manchmal mit Mitleid. Ich hoffe, dass ich jeden Tag lerne, mehr auf deine Stimme zu hören, um dir nachzufolgen. Ich liebe dich, lehre mich, dich zu lieben, wie du mich liebst.

Bitte: Mein Herr und Gott, du zeigst mir zu so vielen Gelegenheiten deine Treue. Lass mich nie vergessen, wie treu du bist, im Großen wie im Kleinen. Und hilf mir, deiner Treue nachzueifern.

1. Treue im Kleinen. Elija muss vor dem Messias kommen – das wissen die Schriftgelehrten und das wissen auch viele Juden. Das ist es, was die Schriften die Juden gelehrt haben ... und das ist es, woran sich auch Gott hĂ€lt. HĂ€tte er das tun mĂŒssen? HĂ€tte er nicht auch ohne Elija oder Johannes den Menschensohn senden können? Doch, hĂ€tte er! Aber warum sollte er das tun? Er hĂ€lt sich an das, was er selbst sagt (auch wenn wir das manchmal anders interpretiert hĂ€tten). Auch er ist im Kleinen treu. Gott ist in jeder Situation vertrauenswĂŒrdig – und ich kann mich fragen: Vertraue ich ihm? Dass alles gut wird? Dass auch mir die Dinge, unter denen ich leide, zum Guten gereichen?

2. Treue im Großen. Der Messias wird das Volk Israel erlösen ... und mit ihm alle Menschen. Auch daran haben die Juden geglaubt, auch hier ist er treu. Aber auch hier „funktioniert“ Befreiung anders, als sich das die Juden gedacht haben und als ich mir das oft wĂŒnsche. Es ist eben nicht die Freiheit von menschlichen Leiden in diesem Leben; es ist nicht die Befreiung von UnterdrĂŒckung durch die Römer (oder im ĂŒbertragenen Sinne von heutigen alltĂ€glichen Belastungen). Es ist die Befreiung von der Last der SĂŒnde. Diese Erlösung ist viel grĂ¶ĂŸer ... und viel kostspieliger.

3. Ausblick. Warum wagt die Kirche mit diesem Evangelium in der Adventszeit einen Ausblick auf das Leiden Jesu? Vielleicht damit wir erkennen, dass die Geburt Jesu, die Freude ĂŒber die Menschwerdung Gottes, mit seinem Leiden eng verbunden ist? Vielleicht, damit ich lerne, dass Befreiung von Schuld nicht umsonst zu haben ist? Jesu Geburt und die Vorbereitung darauf ist eine Zeit der Freude. Aber sie wĂ€re unvollstĂ€ndig ohne das Leiden. Jesus hat mich erlöst, und ich darf mich darĂŒber freuen ... sollte aber nicht vergessen, was er dafĂŒr getan hat.

GesprĂ€ch mit Christus: Mein Jesus, dein ganzes Leben, deine Geburt, dein Wirken auf der Erde, dein Leiden, dein Tod und deine Auferstehung, das alles ist ein Beweis deiner Treue zu uns Menschen. Du willst, dass ich frei bin von SĂŒnde, frei von weltlichen Ketten. Darum hast du das alles gemacht – auch fĂŒr mich. Ich dagegen bin dir oft untreu, zweifle an dir und suche meinen eigenen Weg. Aber ich gebe mir MĂŒhe, und mit deiner Gnade kann ich treuer werden. Lass mich darum auch in den Momenten nicht los, in denen ich mich von dir entferne.

Vorsatz: Wie sieht es mit meiner Treue zu Jesus aus? Welchen Aspekt meines Lebens möchte ich am liebsten vor ihm verheimlichen? Kann ich Jesus mit vollem Ernst mein Leben, also meinen Geist, meine Seele, meinen Körper, mein Herz, meinen Verstand und meinen Willen ĂŒbergeben?