Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 11. Oktober 2020 bis Samstag 17. Oktober 2020

Achtundzwanzigste Woche im Jahreskreis

Jan Burghardt

Heilige Messe, das Hochzeitsmahl des LammesSonntag
Jesus ist der EinzigeMontag
Das Innere zÀhltDienstag
Sich zu Christus bekennenMittwoch
Mutig Apostel seinDonnerstag
Mutig widersagenFreitag
Mit dem Heiligen Geist unterwegsSamstag


Heilige Messe, das Hochzeitsmahl des Lammes

11. Oktober 2020

Achtundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis
Hl. Johannes XXIII., Papst

Jan Burghardt

Mt 22,1-14
In jener Zeit erzĂ€hlte Jesus den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen GĂ€ste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Siehe, mein Mahl ist fertig, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Sie aber kĂŒmmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen ĂŒber seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die GĂ€ste waren nicht wĂŒrdig. Geht also an die Kreuzungen der Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein! Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal fĂŒllte sich mit GĂ€sten. Als der König eintrat, um sich die GĂ€ste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Menschen, der kein Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Freund, wie bist du hier ohne Hochzeitsgewand hereingekommen? Der aber blieb stumm. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm HĂ€nde und FĂŒĂŸe und werft ihn hinaus in die Ă€ußerste Finsternis! Dort wird Heulen und ZĂ€hneknirschen sein. Denn viele sind gerufen, wenige aber auserwĂ€hlt.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, du bist der König meines Lebens. Bei dir ist die FĂŒlle, die Freude und die Liebe. Du liebst mich wie kein anderer. Du hast mir das grĂ¶ĂŸte Geschenk gemacht und mich zu der Hochzeit deines Sohnes eingeladen. Lass mich dieses grĂ¶ĂŸte aller Geschenke immer wĂŒrdig annehmen. Ich danke dir von ganzem Herzen, dass du mich auserwĂ€hlt hast. Danke fĂŒr deine unendliche Liebe.

Bitte: Ich bitte dich, Herr, lass mich immer und immer wieder erkennen, dass es nichts GrĂ¶ĂŸeres auf Erden gibt, als in der tĂ€glichen heiligen Messe das Hochzeitmahl des Lammes mit dir zu feiern. Gott, stĂ€rke mich, dass ich nie etwas der sonntĂ€glichen heiligen Messe vorziehe, und sei es auch noch so scheinbar wichtig. Und wenn ich wirklich auf die Teilnahme an ihr verzichten muss, lass mich sie wenigstens geistigerweise mitfeiern.

1. â€žMit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.“ Wir alle stehen in der RealitĂ€t, dass wir Zeugen der Hochzeitsvorbereitungen Gottes fĂŒr seinen Sohn sind. Sehen wir diese geistliche Wirklichkeit? Erkennen wir, dass die Geschichte der Schöpfung, der Menschen auf ein Hochfest zulĂ€uft? Kann ich das große Geschenk annehmen, dass ich erwĂ€hlt bin, zu Tische zu sitzen bei Gott, unserem Herrn? Wir bekommen, jeder, eine persönliche Einladung. Gott wĂŒnscht sich nichts sehnlicher, als dass wir die Einladung annehmen. Welch eine Ehre ist es, beim König eingeladen zu sein. Welch eine Freude ist es, an einer Hochzeit teilzunehmen. Wer den Sohn liebt, wird freudig zur Hochzeit kommen. Wir werden uns schick kleiden, wir machen uns hĂŒbsch und werden unseren Beitrag fĂŒr ein unvergessliches Hochzeitsfest leisten.

2. â€žKommt zur Hochzeit!“ Auch in Coronazeiten: Wie oft ruft Christus uns zur Versammlung in seine Kirche? Wie hĂ€ufig wartet er sehnsuchtsvoll auf uns in der heiligen Messe oder in der eucharistischen Anbetung? Wie die zur Hochzeit geladenen GĂ€ste haben wir hĂ€ufig scheinbar Wichtigeres zu tun. Wir glauben, dass die alltĂ€glichen Notwendigkeiten wichtiger sind, als am Hochzeitsmahl des Lammes teilzunehmen. Dem König die Ehre zu erweisen, fordert uns heraus. Die TrĂ€gheit, der Stolz, die GleichgĂŒltigkeit, das stressige AlltagsgeschĂ€ft hindern uns, uns auf den Weg zur Hochzeit zu machen. Die sonntĂ€gliche Teilnahme an der heiligen Messe ist ein Liebesdienst, der uns die freudige Erinnerung an unserer Bestimmung zur Teilnahme am Leben Gottes bringt. Bereiten wir uns auf unsere Zukunft vor, denn unser aller Zukunft ist Gott.

3. â€žâ€Šdie GĂ€ste waren es nicht wĂŒrdig.“ Wie oft sind wir nicht wĂŒrdig, am Hochzeitsmahl teilzunehmen. Wir alle haben gesĂŒndigt, in Gedanken, Worten und Werken. Und doch reichst du uns immer wieder die Hand. Du lĂ€dst uns immer wieder von neuem ein, uns mit deinem Sohn zu versöhnen, in der heiligen Beichte die Vergebung der SĂŒnden zu erfahren, unser Gewand in der Beichte rein zu waschen und im reinen weißen Hochzeitsgewand am Festmahl teilzunehmen. Deine Liebe ist so ĂŒbergroß, deine Barmherzigkeit ist unendlich, und doch bleibst du immer auch gerecht.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, wie oft rufst du mich zum Hochzeitsmahl, zur heiligen Messe. Wie oft wohne ich der heiligen Messe bei, ohne wirklich anwesend zu sein. Gedanken, Ablenkungen, EinflĂŒsterungen lassen mich die Schönheit der Feier manchmal nicht erkennen. Ein anderes Mal ist mein Gewand verschmutzt, das schlechte Gewissen plagt mich. Jesus, hilf mir, nahe bei dir zu sein, bei dir Vergebung zu erfahren, an deinem Herzen zu ruhen.

Vorsatz: Ich nehme mir heute vor, nur bei Gott zu sein, der heiligen Messe wĂŒrdig beizuwohnen und die von Gott geschenkte Sonntagsruhe fĂŒr mich in Anspruch zu nehmen. Alles, was mich von Gott abhĂ€lt, kann warten bis morgen.


Jesus ist der Einzige

12. Oktober 2020

Montag der achtundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Maximilian, MĂ€rtyrer

Jan Burghardt

Lk 11,29-32
In jener Zeit als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona. Denn wie Jona fĂŒr die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn fĂŒr diese Generation sein. Die Königin des SĂŒdens wird beim Gericht gegen die MĂ€nner dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo. Die MĂ€nner von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus Christus, lass mich erkennen, dass du das einzig wahre Zeichen fĂŒr mich bist. Lass mir neu bewusst werden, dass du dein Leben fĂŒr mich hingegeben hast. Du bist fĂŒr mich gestorben. Du bist der Einzige, der ewiges Leben schenkt. Niemand außer dir kann mich auf dem schmalen Pfad und durch das enge Tor in das ewige Leben fĂŒhren.

Bitte: Jesus, bleib immer bei mir, und liebe mich mit all meinen SchwĂ€chen. Sei bitte immer an meiner Seite.

1. Das Zeichen des Jona. Wie Jona im Fisch „begraben“ war, so wurdest du, Jesus, ins Grab gelegt. Jona war nicht gestorben in seinem Fisch-Grab, sondern hat ĂŒberlebt. Jesus, du bist so viel grĂ¶ĂŸer. Man hat LĂŒgen ĂŒber dich verbreitet, man hat dich – heute wĂŒrde man sagen - gemobbt, man hat dich hintergangen, dich bespuckt, und letztlich hat der Hass und die Niedertracht der Menschen dich getötet. Doch selbst der leibliche Tod konnte dir nichts anhaben. Du hast das Grab wieder lebendig verlassen, so wie der nie gestorbene Jona den Fisch. Das ist kein kleines, sondern ein ĂŒberwĂ€ltigendes, noch nie da gewesenes Zeichen. Wie gĂŒtig ist Gott, und wie sehr kommt er uns entgegen und will auch uns vor dem ewigen Tode retten.

2. â€žSo wird es auch der Menschensohn fĂŒr diese Generation sein.“ Der auferstandene Herr Jesus Christus ist das Zeichen fĂŒr unsere Generation, fĂŒr uns Menschen von heute. Jeder Einzelne von uns hat die Wahl. Keiner kann dieser Wahl ausweichen, ob jung oder alt, gebildet oder ungebildet, arm oder reich. Ob muslimisch, buddhistisch oder atheistisch, Herkunft spielt keine Rolle. Jeder muss sich entscheiden, muss selbst fĂŒr sich herausfinden, was die einzige Wahrheit ist, die zĂ€hlt. Hier reicht es auch nicht zu sagen, „Aber meine Eltern, mein Lehrer, mein Freund haben mir gesagt
“. Nein, ich bin angefragt. Ich ganz allein, ich ganz persönlich. Ausreden zĂ€hlen nicht. Hier muss jeder von uns wĂ€hlen: leben ohne Gott oder mit ihm. Weiter so oder Umkehr. Hölle oder ewiges Leben. Jesus ist das einzige Zeichen, die einzige Frage, die es zu Lebzeiten zu beantworten gilt. Und es gibt nur eine einzige richtige Antwort.

3. â€žSie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt.“ Umkehren „geht“. Jeder kann es. Einzelne können es und StĂ€dte und ganze LĂ€nder können es. Es braucht Einsicht, Erkenntnis und Reue. Die katholische Kirche verfĂŒgt ĂŒber das grĂ¶ĂŸte Gnadengeschenk Gottes, die Vollmacht zur Vergebung der SĂŒnden. Etwas, was Jesus auf Petrus, die Apostel, die Bischöfe und Priester ĂŒbertragen hat. Nutzen wir die Beichte! Sie ist so leicht, erhebend und gnadenbringend. Erst wenn wieder viele Katholiken – und in der Folge die weiteren Christen in Deutschland – die Heiligkeit suchen und umkehren, den Wert der Reue und Hinwendung zu Gott, der Beichte, erkennen und diese regelmĂ€ĂŸig nutzen, hat Deutschland wieder eine Chance, ein christliches, gottgefĂ€lliges Land zu werden. Worauf warten?

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, du bist der Einzige, der Wahre, der Lebendige, der Ewige. Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Jesus, es gibt so viele Irrlehrer, innerhalb und außerhalb unserer Kirche. Die BĂŒcherregale sind voll von Esoterik, falschen Propheten, unwahren Glaubenslehren und BĂŒchern, die Heil und Liebe versprechen. Unmengen von Menschen folgen halbseidenen Wahrheiten, verstricken sich in Tarot, Yoga, Engelskarten oder suchen ihr Heil bei falschen Religionen wie beispielsweise dem Buddhismus oder anderen Religionsgemeinschaften. Dabei bist du es. Du bist der Weg. Du bist der König. Du bist der Wahre. Alles, was dir nicht bedingungslos nachfolgt, wird auf Erden schon keinen Bestand haben und fĂŒr die Ewigkeit nicht bestehen können.

Vorsatz: Jesus, ich werde heute versuchen, von neuem nahe an dich heranzurĂŒcken. Ich werde meine Liebe zu dir erneuern und alles, was mich in den vergangenen Tagen von dir entfernt hat, werde ich aus meinem Leben verbannen.


Das Innere zÀhlt

13. Oktober 2020

Dienstag der achtundzwanzigsten Woche im Jahreskreis

Jan Burghardt

Lk 11,37-41
In jener Zeit lud ein PharisĂ€er Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch. Als der PharisĂ€er sah, dass er sich vor dem Essen nicht die HĂ€nde wusch, war er verwundert. Da sagte der Herr zu ihm: O ihr PharisĂ€er! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit. Ihr UnverstĂ€ndigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen? Gebt lieber, was in den SchĂŒsseln ist, den Armen, dann ist fĂŒr euch alles rein.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, du bist hier sehr hart zu den PharisĂ€ern. Vielleicht hĂ€tte ich mich auch gewundert, wenn ich dich zum Abendessen eingeladen hĂ€tte und du dir vor dem Essen nicht die HĂ€nde gewaschen hĂ€ttest. NatĂŒrlich kennst du den PharisĂ€er, wie mich auch, durch und durch. Jedes Haar auf meinem Kopf hast du gezĂ€hlt. Jede Habgier, Raffsucht und Bosheit, jeden meiner - oftmals nicht liebevollen – Gedanken kennst du.

Bitte: Christus, lass mich immer mehr ein verstehender Mensch mit liebendem Herzen werden. Nimm alles Hartherzige von mir, und schenke mir ein reines Herz. Bewahre mich vor jeder Hartherzigkeit.

1. â€žEr war verwundert.“ Jesus, wie oft bin ich wie der PharisĂ€er verwundert. Ich bin auf das fixiert, was mich meine Kultur gelehrt hat, was man mir beigebracht hat, wie man sich zu verhalten hat. Viele GlaubenssĂ€tze und Regeln habe ich unreflektiert ĂŒbernommen. Wie oft schaue ich nur auf das Äußere und meist mehr noch auf das Äußere des Anderen. Betet der GegenĂŒber genauso andĂ€chtig den Rosenkranz, bleibt die Kirchenbank – Nachbarin bis zum letzten Orgelton andĂ€chtig sitzen, sind alle zur Feier der heiligen Messe angemessen und wĂŒrdig gekleidet? Doch letztlich bist du Gott, so ganz anders. Dir geht es nicht um Äußerlichkeiten oder einen Gesetzes-Glauben. Dir geht es um unser Inneres, letztlich darum, dass wir Liebende werden und sind.

2. â€žIhr UnverstĂ€ndigen!“ Jesus spricht klar, ja hart. Zu den Menschen, die dachten, dass sie es besonders gut machen. Eine Warnung fĂŒr uns. Verlassen wir uns nicht auf die religiösen Äußerlichkeiten. Nur weil ich beispielsweise Kommunionhelfer, Lektorin, Religionslehrer oder Pastoralreferentin bin, bin ich nicht automatisch ein liebender Christ und ein wĂŒrdiger Nachfolger Christi. Werden wir verstĂ€ndige und liebende Christen. Laden wir unser Herz ein, beim Herrn und bei den Menschen zu sein.

3. â€žDas Innere zĂ€hlt.“ Wir Menschen haben ein feines GespĂŒr dafĂŒr, wo Liebe und Wahrhaftigkeit gelebt wird, wir wissen, wem wir vertrauen können. Wer Jesus liebt und immer in seiner NĂ€he bleibt, wird nicht anders können, als zu lieben, die Wahrheit zu verkĂŒnden. Äußerlichkeiten, Macht, vor den Menschen gut dastehen, wird einem Liebenden nicht wichtig sein. Wer liebt, lebt von innen nach außen. Er hat nur ein Ziel im Blick: Christus und das ewige Leben.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, oft habe ich ein Bild von Gott, das dem der PharisĂ€er gleicht. Ich achte auf alle Gesetze, halte mich an die zehn Gebote, gehe zur sonntĂ€glichen Messe, spende Geld fĂŒr die Kirche, weil man es so macht, weil es so vorgeschrieben ist. Dabei merke ich bei aller PflichterfĂŒllung hĂ€ufig nicht, dass ich trotz alledem hart geworden bin, mein Umfeld ebenso an der Regeleinhaltung beurteile und mir dabei unmerklich die Liebe zu dir und zu den Menschen abhandengekommen ist.

Vorsatz: Jesus, hilf mir, dass ich dir gefalle, dass ich dich inniglich liebe. Hilf mir auch, all jenen zu verzeihen, die sich aus Bosheit, Raffgier, Macht und LĂŒge an mir schuldig gemacht haben.


Sich zu Christus bekennen

14. Oktober 2020

Mittwoch der achtundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Kallistus I., Papst, MĂ€rtyrer

Jan Burghardt

Lk 11,42-46
In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch PharisĂ€ern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, GewĂŒrzkraut und allem GemĂŒse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen. Weh euch PharisĂ€ern! Ihr wollt in den Synagogen den vordersten Sitz haben und auf den Straßen und PlĂ€tzen von allen gegrĂŒĂŸt werden. Weh euch: Ihr seid wie GrĂ€ber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darĂŒber, ohne es zu merken. Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, damit beleidigst du auch uns. Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rĂŒhrt ihr keinen Finger dafĂŒr.

EinfĂŒhrendes Gebet: Gott, du hast uns deine Gebote zur Freiheit gegeben. Du schenkst uns deine Liebe und wĂŒnschst dir, dass wir es im Umgang mit unseren Mitmenschen dir gleichtun. Du kennst mich und weißt, dass ich hĂ€ufig schwach bin. Oft gar ignoriere ich dich und will mein Leben alleine gestalten. Ich will tun, was mir lieb ist, und dabei vergesse ich zu oft dich. Bei alledem bist du die Liebe und ohne dich ist alles nichts.

Bitte: Gott, du verdienst es, die absolute Mitte meines Lebens zu sein. Hilf mir, dir tatsĂ€chlich diese Stellung zu geben und unterscheiden zu können, was dem entgegensteht.

1. â€žDie Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr.“ Wieder eine aus Liebe gegebene ErklĂ€rung Jesu. Und er spricht energisch, weil die Menschen so sicher sind, richtig zu handeln. Die ganze religiöse Kultur sagt es ihnen so. Kann es auch bei uns, in unserem Leben solches geben? Dass wir nur das Äußere erfĂŒllen, uns innerlich aber lĂ€ngst von Gott und der Lehre der Kirche verabschiedet haben? Jesus sagt, dass wir beides tun sollen, den Zehnten geben und fĂŒr das Recht und die Barmherzigkeit in Liebe eintreten.

2. â€žIhr seid wie GrĂ€ber, die man nicht mehr sieht.“ Sind wir nicht auch wie GrĂ€ber, die man nicht mehr sieht? Merken unsere Mitmenschen, dass wir fĂŒr Christus und seine heilige katholische Kirche und die Lehre der Kirche brennen? Oder wollen wir uns lieber verstecken, wegducken, nicht auffallen und Teile der Lehre der Kirche leugnen, vielleicht gar verdrehen, relativieren und bewusst falsch wiedergeben? Ist es uns peinlich, dass wir uns als Katholiken zu Gott, Jesus, dem Heiligen Geist, der Gottesmutter Maria und der Lehre der Kirche bekennen?

3. â€žIhr ladet den Menschen unertrĂ€gliche Lasten auf.“ Oft denken wir, die Lasten, die uns Gott auferlegt, sind schwer. Doch dies ist eine LĂŒge. Die Lasten der Welt und unser Egoismus machen uns mĂŒde. Die Pflichten, die uns nicht von Gott, sondern von anderen aufgebĂŒrdet werden, machen uns kraftlos. Die Gebote Gottes hingegen machen uns frei. Wenn unser Blick rein und unbelastet ist, erkennen wir: Sie sind leicht zu halten und fĂŒhren uns zum ewigen Leben. Sie bedeuten keinen Verzicht, sondern FĂŒlle. Sie fĂŒhren uns zu Gott und lassen uns in seiner Liebe bleiben. Glaube ich das?

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, ich danke dir, dass du so klar zu uns sprichst. Du weißt, wie gern wir uns selbst betrĂŒgen und uns selbst schönreden. Ich danke dir, dass du meinen Blick, mein Herz weiten willst. Das „duale“ Leben, „sowohl als auch“: Gnade und Werke, beten und arbeiten, Gott und die Menschen lieben, von innen nach außen. Erinnere mich bitte immer wieder daran, dass ein Leben ohne dich sinn- und wertlos ist.

Vorsatz: Heute will ich jede Gelegenheit nutzen, um den Menschen, denen ich im Alltag begegne, von Christus, seiner einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche und der Liebe Gottes zu uns Menschen erzĂ€hlen.


Mutig Apostel sein

15. Oktober 2020

Donnerstag der achtundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Theresia von von Ávila, Ordensfrau (OCD), Kirchenlehrerin

Jan Burghardt

Lk 11,47-54
In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch! Ihr errichtet DenkmĂ€ler fĂŒr die Propheten, die von euren VĂ€tern umgebracht wurden. Damit bestĂ€tigt und billigt ihr, was eure VĂ€ter getan haben. Sie haben die Propheten umgebracht, ihr errichtet ihnen Bauten. Deshalb hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden, und sie werden einige von ihnen töten und andere verfolgen, damit das Blut aller Propheten, das seit der Erschaffung der Welt vergossen worden ist, an dieser Generation gerĂ€cht wird, vom Blut Abels bis zum Blut des Zacharias, der im Vorhof zwischen Altar und Tempel umgebracht wurde. Ja, das sage ich euch: An dieser Generation wird es gerĂ€cht werden. Weh euch Gesetzeslehrern! Ihr habt den SchlĂŒssel der TĂŒr zur Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, die hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert. Als Jesus das Haus verlassen hatte, begannen die Schriftgelehrten und die PharisĂ€er, ihn mit vielerlei Fragen hartnĂ€ckig zu bedrĂ€ngen; sie versuchten, ihm eine Falle zu stellen, damit er sich in seinen eigenen Worten verfange.

EinfĂŒhrendes Gebet: Bevor ich dich um irgendetwas bitte, Herr, möchte ich dir danken fĂŒr all deine Gaben, fĂŒr meinen Glauben, fĂŒr meine Familie, heute besonders fĂŒr deine klaren Worte. Es ist alles Ausfluss deiner Liebe, und das gibt mir den Mut, zu dir zu kommen. Danke, dass du mich so sehr liebst.

Bitte: Christus, bitte hilf mir, ein Apostel deiner Liebe zu sein.

1. â€žâ€Šbis zum Blut des Zacharias.“ Hier erfahren wir einer apokryphen Tradition aus dem Protoevangelium des Jakobus nach etwas ĂŒber den Tod des Vaters von Johannes (dem TĂ€ufer). Anderen Auslegungen nach handelt es sich um den letzten Mord, der im letzten Buch des jĂŒdischen Bibelkanons berichtet wird (2. Chr 24,20-22). In jedem Fall zeigt uns Jesu Ausspruch, wie hart der Kampf um das Evangelium ist. Der Kampf betrifft nicht nur Jesus, nein, auch seine Familie und sein Umfeld sind davon massiv betroffen. Alle, die ihm folgen, werden angegriffen werden. Angegriffen werden wegen unserer Treue zu Christus und zur Lehre der römisch-katholischen Kirche ist immer auch ein gutes Zeichen. NĂ€mlich auf dem richtigen Weg zu sein, den schon die Apostel vor uns gegangen sind.

2. â€žIhr habt den SchlĂŒssel zur Erkenntnis weggenommen.“ Was fĂŒr ein Vorwurf! Aber ist es heute nicht Ă€hnlich? Wo hört der Mensch vom Evangelium? Woher bekommt er den SchlĂŒssel dazu? Teile ich den SchlĂŒssel, den ich bekommen habe, mit jenen, die ihn noch nicht kennen? Bete ich nur fĂŒr mich alleine, und bin alleine glĂŒcklich, dass ich Christus kennen gelernt habe, oder erzĂ€hle ich meinen Freunden und Freundinnen, warum ich Christus ĂŒber alles liebe?

3. â€žâ€Šsie lauerten ihm auf.“ Die Welt meint es oft nicht gut mit den Christen. Und auch in der Kirche ist viel Falschheit, Verlogenheit, oder Vereinsmeierei. Teils geht es nur um Macht und Eitelkeiten und nicht um die Liebe zu Christus und den Menschen. Distanzieren wir uns von solchen inneren Haltungen. Relativieren wir Jesu Aussagen nicht. Seien wir Apostel, auch wenn es uns etwas kostet. Äußern wir uns, auch wenn es Ansehen, den erhofften Job, die nĂ€chste Gehaltserhöhung kosten sollte. VerkĂŒnden wir das Evangelium, ob gelegen oder ungelegen. Seien wir mutig, stehen wir mit Christus unter dem Kreuz und geben wir mutig Zeugnis von unserem Glauben.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich bewundere den Mut der Apostel. Oft fĂŒhle ich mich klein und verzagt, deiner nicht wĂŒrdig. Mein Mund will sich nicht öffnen, wo ich mich zu dir bekennen mĂŒsste. Bitte stĂ€rke meinen Glauben, und gib mir die Kraft, dir unerschrocken nachzufolgen und mich mutig zu dir und zu deiner Kirche zu bekennen.

Vorsatz: Ich werde heute allen Menschen in meinem Umfeld Zeugnis dafĂŒr geben, dass ich Christus und seine heilige, katholische und apostolische Kirche sehr liebe.


Mutig widersagen

16. Oktober 2020

Freitag der achtundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Margareta-Maria Alacoque, Ordensfrau (OVM)
Hl. Gallus, Mönch, Einsiedler, Glaubensbote
Hl. Hedwig

Jan Burghardt

Lk 12,1-7
In jener Zeit strömten Tausende von Menschen zusammen, so dass es ein gefĂ€hrliches GedrĂ€nge gab. Jesus wandte sich zuerst an seine JĂŒnger und sagte: HĂŒtet euch vor dem Sauerteig der PharisĂ€er, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhĂŒllt, was nicht enthĂŒllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen TĂŒren ins Ohr flĂŒstert, das wird man auf den DĂ€chern verkĂŒnden. Euch aber, meinen Freunden, sage ich: FĂŒrchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, euch aber sonst nichts tun können. Ich will euch zeigen, wen ihr fĂŒrchten sollt: FĂŒrchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fĂŒrchten. Verkauft man nicht fĂŒnf Spatzen fĂŒr ein paar Pfennig? Und doch vergisst Gott nicht einen von ihnen. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezĂ€hlt. FĂŒrchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, wie oft tun wir schlechte Dinge im Verborgenen oder denken lieblos ĂŒber Menschen in unserem Umfeld. Wir werden nicht mĂŒde, ĂŒber die SchwĂ€chen anderer zu reden, wir vergleichen uns, werten und urteilen, flĂŒstern leise „hinten her“, manchmal bewusst, oft unbewusst. Hilf uns Menschen in unserer Schwachheit, lass uns gut ĂŒber unsere Mitmenschen denken, und lass uns liebende Nachfolger werden.

Bitte: Bitte hilf mir, dass ich auch im Verborgenen nur Dinge denke und tue, die dir und deinem Herzen gefallen.

1. â€žNichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.“ Jesus sagt uns, dass alles, was wir sagen, denken und tun, bekannt wird. Deshalb bringen wir alles im Schuldbekenntnis vor Gott – „in Gedanken, Worten und Werken“. Alle unsere guten und bösen Taten kommen spĂ€testens in unserer Sterbesekunde ans Licht. Lassen wir es nicht so weit kommen. Nutzen wir das große Geschenk der heiligen Beichte, und versöhnen wir uns immer wieder mit Gott. Nehmen wir uns ein Beispiel an den großen Heiligen, die sehr hĂ€ufig gebeichtet haben. Leben wir so, dass wir jederzeit sterben können und im Stand der Gnade sind.

2. â€žIhn sollt ihr fĂŒrchten.“ Es gibt noch Kreise unter Christen, Priestern und pastoralen Mitarbeitern, wo man das Bewusstsein von der Existenz des Teufels nicht ernst nimmt und verdrĂ€ngt. Man hört öfters die Behauptung, die Hölle gebe es nicht. Dabei ist das alles so real, wie die Wahrheit selbst – Jesus Christus –, es hier zu schildern weiß. Lassen wir uns nicht einreden, den Teufel gĂ€be es nicht. Wir haben alle die Erfahrung, wie leicht wir uns vom Bösen in Versuchung fĂŒhren oder in Fallen locken lassen. Haben wir keine Angst vor dem Teufel, bleiben wir an Jesu Christi Seite. Er ist der Sieger und unser Retter.

3. â€žFĂŒrchtet euch nicht!“ Gott liebt uns ĂŒber alles. Er kennt uns durch und durch, er weiß, wo wir schwach sind. In Gottes Augen sind wir das Wertvollste, was es gibt. Sind wir uns dessen bewusst? Weiß ich, dass ich mir keine Sorgen um mich und mein Leben machen muss? Jesus wird nicht mĂŒde, uns in der gesamten Heiligen Schrift immer wieder zuzurufen: „FĂŒrchtet euch nicht“. Denken wir bei der nĂ€chsten sorgen- und angstvollen Situation daran: „FĂŒrchte dich nicht!“

GesprĂ€ch mit Christus: Christus, du hast den Teufel besiegt! So oft lasse ich mich entmutigen, mir vom Bösen Dinge einreden, die mir mein Selbstvertrauen rauben, mich Ă€ngstlich machen, mich sorgenvoll in die Zukunft schauen lassen. So oft lasse ich mir einreden, ich sei nichts wert, ich sei schlecht, nutzlos und klein. Doch du, Christus, sprichst zu mir und sagst mir immer wieder, dass ich mich nicht fĂŒrchten soll. Du liebst mich, wie ich bin. DafĂŒr danke ich dir. Christus, ich liebe dich ĂŒber alles.

Vorsatz: Ich werde heute jeder Entmutigung, jeder inneren Einredung sowie jeder LĂŒge, die von außen an mich herangetragen wird, entschieden entgegentreten.


Mit dem Heiligen Geist unterwegs

17. Oktober 2020

Hl. Ignatius von Antiochien, Bischof, MĂ€rtyrer
Gedenktag

Jan Burghardt

Lk 12,8-12
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen JĂŒngern: Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden. Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lĂ€stert, dem wird nicht vergeben. Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. Denn der Heilige Geist wird euch in der gleichen Stunde eingeben, was ihr sagen mĂŒsst.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich liebe dich ĂŒber alles. Mir hĂ€tte nichts GrĂ¶ĂŸeres auf Erden passieren können, als dir zu begegnen und dich zu lieben, und mich von dir lieben zu lassen. Ich danke dir fĂŒr deine Liebe und deine Sorge um mein ewiges Heil.

Bitte: Gott, lass mich im Vertrauen auf Jesu Wort und seine unendliche Liebe sowie im steten Vertrauen auf den Heiligen Geist leben. Lass mich geistig wachsen und Christus mutig unter den Menschen bekennen.

1. â€žPosition beziehen.“ Jesu Wirken hier auf Erden ist ein einziges Zeugnis fĂŒr unseren Auftrag in dieser Welt. Wir sollen Christus vor den Menschen bekennen, von ihm erzĂ€hlen und die Menschen in unserem Bekanntenkreis mit Liebe zu Christus fĂŒhren. Das ist unser Auftrag, das ist unsere Daseinsberechtigung. Jesus wĂŒnscht sich nichts sehnlicher, als dass wir ĂŒberall, wirklich ĂŒberall, in der Schule, im Arbeitsalltag, unter Freunden, bei Kunden, in der Familie ĂŒber ihn sprechen, von ihm begeistert reden, seine Liebe allen Menschen kundtun. Letztlich mĂŒssen wir die Menschen zu Christus fĂŒhren. Das war auch sein letzter Wille vor der Himmelfahrt an die JĂŒnger, an uns.

2. â€žBekenntnis!“ Je mehr ich die Herrlichkeit Christi und seine Gnade erkenne, desto mehr werde ich ihn verkĂŒnden. Je mehr wir fĂŒr Christus brennen, je mehr wir ihn lieben, umso mehr werden wir Christus vor den Menschen als unseren Heiland und einzigen Retter bekennen. Bin ich lau und Ă€ngstlich, wird mein Zeugnis auch Ă€rmlich ausfallen! Seien wir mutig, seien wir stark, auch wenn es uns wie dem ersten MĂ€rtyrer Stephanus ergeht und es uns das Leben kostet. Letztlich wĂ€re auch dies nicht tragisch, denn der wahre Liebende sehnt sich nach nichts mehr als bei Gott zu sein und die gesamte Ewigkeit mit ihm zu verbringen.

3. â€žDer Heilige Geist hilft.“ Der Heilige Geist hilft uns immer. Er lehrt uns, er schenkt uns Weisheit. Er ist es, der uns stark macht. Er sorgt dafĂŒr, dass wir die richtigen Worte in angemessenem Ton sagen, immer dann, wenn wir bei Christus sind. Sind wir in der Liebe und in der Einheit mit Christus, kann uns nichts passieren. Jesus hat uns den Beistand gesendet, damit wir mutig sind und nicht verzagt. Der Heilige Geist lehrt uns, die Schrift zu verstehen und zu erkennen, wie Jesus den Willen des Vaters erfĂŒllt hat. Der Heilige Geist tröstet uns auch, wenn mal etwas nicht so lĂ€uft. Doch zweifeln wir nicht. Jesu Liebe ist mĂ€chtiger als alles auf dieser Welt.

GesprĂ€ch mit Christus: Christus, wie oft fĂ€llt es mir in Alltagssituationen schwer, mich zu dir zu bekennen. Da ist Verzagtheit, SchĂŒchternheit, Angst vor verbalen Angriffen und Ausgrenzung. So oft fĂŒhle ich mich schwach, traue mich nicht, glaube nicht, dass mein Wort wichtig ist, dass ich gehört werde. Angst vor ZurĂŒckweisung und BelĂ€chelt-werden machen mich schwach. Herr, hilf mir, mutig und stark zu sein. Hilf mir, jedem, der mir begegnet, von dir und deiner Liebe zu den Menschen zu erzĂ€hlen, getreu dem Motto „wovon das Herz voll ist, davon erzĂ€hlt der Mund“.

Vorsatz: Ich werde heute mutig mit dem Heiligen Geist an meiner Seite vor jedem, der mir an diesem Tag begegnet, von meiner Liebe zu Christus Zeugnis ablegen.