Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 2. August 2020 bis Samstag 8. August 2020

Achtzehnte Woche im Jahreskreis

Dorit Wilke-Lopez

Mit Jesus im Gras sitzenSonntag
Immer und ĂĽberall: FĂĽlle!Montag
Christian LeadershipDienstag
Wenn euch der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei (Joh 8,36)Mittwoch
Mit Jesus auf dem BergDonnerstag
Das Kreuz tragenFreitag
Leben in DunkelheitSamstag


Mit Jesus im Gras sitzen

2. August 2020

Achtzehnter Sonntag im Jahreskreis
Hl. Eusebius, Bischof

Dorit Wilke-Lopez

Mt 14,13-21
In jener Zeit, als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, zog er sich allein von dort mit dem Boot in eine einsame Gegend zurück. Aber die Volksscharen hörten davon und folgten ihm zu Fuß aus den Städten nach. Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen und heilte ihre Kranken. Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen! Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier. Er antwortete: Bringt sie mir her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein, zwölf Körbe voll. Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder.

EinfĂĽhrendes Gebet: Dreifaltiger, unvorstellbarer Gott, mein Schöpfer und Vater, ich bezeichne mich bewusst und achtsam mit dem Kreuzzeichen und trete damit in deine Gegenwart ein. Ich verbinde mich jetzt mit dir, Jesus, und mit deinem Kreuz, das fĂĽr uns die BrĂĽcke zum Vater ist. Du bist das lebendige Wort des Vaters. Du und ich, lass uns jetzt zusammen im Heiligen Geist den Vater anbeten. Komm mit mir in die Mitte meines Herzens, in mein innerstes Sein. Ich möchte dort mit dir allein sein.

Bitte: Ich will dir alle meine Sorgen ĂĽberlassen. Wem nĂĽtzen die Sorgen? Ich gebe sie dir, Herr. KĂĽmmere du dich darum. Sorge du.

1. Von Mitleid ergriffen. Jesus, obwohl du Ruhe brauchst, wird dein Herz von Mitleid mit den Menschen zerrissen, und du heilst bis zur Erschöpfung. Wer dich sieht, sieht den Vater. Vater im Himmel, wie der barmherzige Vater im Gleichnis läufst du uns Menschen bis in unser Elend hinein entgegen. Es zerreiĂźt dir das Herz, uns leiden zu sehen. Ich bringe jetzt mit Jesus zu dir, was mich gerade am meisten belastet. (Ich ĂĽberlege, was ich dem Vater abgeben will am heutigen Tag). Ich vertraue auf dich. Sorge du, Jesus.

2. FĂĽnf Brote und zwei Fische. Oft fĂĽhle ich mich hilflos vor dem Kummer und dem Leid, dem ich begegne. Meine Mittel sind so begrenzt! Oft strenge ich mich dann noch mehr an: noch ein tröstendes Gespräch, noch eine Spende, noch ein Gebet. Der Teufel versucht dann, mich in die Erschöpfung zu treiben. Aber in diesem Evangelium ist es ein kleiner Junge, der Jesus nur das gibt, was er eben hat: fĂĽnf Brote und zwei Fische. Das gibt er ab, und dann vertraut er. Jesus, ich will genauso vertrauen. Ich gebe jetzt all meine kleinen Möglichkeiten, das Leid zu verringern, an dich ab. Wenn ich sie dir gebe, tust du den Rest dazu. Sorge du, Jesus.

3. Alle aĂźen und wurden satt. Jesus, ich möchte bei dir sein und mich auf das Gras setzen und darauf warten, dass du meinen Hunger stillst. Ich glaube an dich. Ich glaube dir, dass du mich satt machst. Am größten ist mein Hunger nach Liebe, Jesus. Zeig mir jetzt in diesen Minuten der Meditation deine Liebe. Ich werde nicht weggehen von diesem stillen Platz in meinem Herzen, bis du mich umarmt hast. Nimm mich in deine Arme, Herr.

Gespräch mit Christus: Herr, wenn ich am Ende dieser Meditation von dir genötigt werde, aufzustehen und ins Boot zu steigen, in das Boot meines Alltags, dann nehme ich deine Liebe mit. Ich will dir vertrauen, dass du heute meine kleinen Fähigkeiten und selbst meine SĂĽnden und Fehler fĂĽr dein Königreich nutzen und verwandeln wirst in etwas GroĂźes und Schönes, wenn ich sie wie der kleine Junge dir ĂĽbergebe.

Vorsatz: Jesus, ich vertraue dir. Sorge du.


Immer und ĂĽberall: FĂĽlle!

3. August 2020

Montag der achtzehnten Woche im Jahreskreis

Dorit Wilke-Lopez

Mt 14,22-36
Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme. Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn. Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennesaret. Als die Leute dort ihn erkannten, schickten sie Boten in die ganze Umgebung. Und man brachte alle Kranken zu ihm und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.

EinfĂĽhrendes Gebet: Jesus, heute erinnerst du mich schon wieder an die Brotvermehrung. Lass uns heute wieder darĂĽber ins Gespräch kommen. Es ist dir offenbar wichtig. Ich möchte dich preisen, Gott, fĂĽr deine GroĂźzĂĽgigkeit, deine FĂĽlle, deine Macht. Ich möchte dich preisen fĂĽr deine Liebe.

Bitte: Lass mich in deiner FĂĽlle leben.

1. â€žDie Zeit ist schon vorgerĂĽckt.“ Es ging damals auf den Abend zu. Auch heute scheint die Zeit vorgerĂĽckt zu sein, wir leben etwa 1987 Jahre nach dem Ereignis, das hier beschrieben wird. Auch meine Lebenszeit ist vorgerĂĽckt, das finde ich immer wieder erstaunlich oder beängstigend, je nach Tagesverfassung. Die Zeit geht so schnell vorbei! Und sie reicht nie! Ich möchte Jesus heute meine Zeit hinhalten, damit er sie vermehren kann. Dann kann ich sie austeilen an alle, die sie brauchen. Ich habe immer wieder erlebt, dass die Zeit reicht, wenn ich sie Jesus anvertraue.

2. Sie brauchen nicht wegzugehen. Heute bin ich bei der milliardenstarken Schar von Menschen, die Jesus folgt. Ich stehe in einer unĂĽberschaubaren Menge, die ihm zuhört, um die er sich kĂĽmmert. Auch zu mir sagt er: Du brauchst nicht wegzugehen. Ich will das heute wörtlich nehmen: Wenn ich aus dieser Meditation in meinen Alltag zurĂĽckgehe, will ich weiter bei ihm bleiben. Mein Arbeiten, meine Begegnungen, mein Sport, meine Mahlzeiten sollen die Fortsetzung meines Gebetes sein, indem ich alles zusammen mit ihm tue. Die Geste des Kreuzzeichens nach dieser Meditation soll Zeichen dafĂĽr sein, dass ich Jesus, den Gekreuzigten, angezogen habe und mit allem, was ich tue, mit ihm zusammen den Vater verherrliche.

3. Und die JĂĽnger gaben sie den Volksscharen. Die JĂĽnger gaben die Brote damals den Volksscharen. Keiner wurde ausgeschlossen. Keiner wurde gefragt, ob er wĂĽrdig oder gläubig genug sei. Ich bete seit einigen Jahren darum, dass ich Andersdenkende besser lieben kann. Nach meiner Bekehrung war ich andersdenkenden Katholiken gegenĂĽber intolerant, weil ich so glĂĽcklich war, die Wahrheit kennen gelernt zu haben, und die steht nun mal in der Bibel und im Katechismus, und abweichende Auffassungen erschienen mir irrig, und ich verurteilte sie. Als Antwort auf mein Gebet hat mich der Herr einige Menschen begleiten lassen, die er ĂĽber ganz verworrene Wege näher an sich gezogen hat: ĂĽber unerfĂĽllbare oder moralisch sĂĽndhafte Liebesbeziehungen, ĂĽber spirituelle AusflĂĽge in Hinduismus oder esoterische Sekten, oder ĂĽber die Verzweiflung an der rigiden Moral der eigenen islamischen Religion. Ich habe gelernt, mehr dem Heiligen Geist zu vertrauen, der an allen Regeln vorbei die Menschen berufen und fĂĽhren kann. Gemeinsam war all diesen Menschen die Sehnsucht nach dem erst noch unbekannten Gott. So teilt Jesus sich im Heiligen Geist immer noch an alle in der Volksmenge aus, die ihn suchen. Er geht den Menschen auf ihren Irrwegen hinterher. Ich staune ĂĽber die unermessliche schöpferische Kreativität des Heiligen Geistes. Er schafft wirklich alles neu! Sonst hätte auch ich keine Chance gehabt! Seitdem gebe ich geduldig Zeugnis und warte gespannt auf Gottes FĂĽhrung, wenn Menschen noch nicht den geraden Glaubensweg gefunden haben.

Gespräch mit Christus: Heute lasse ich die Geste des bewusst ausgefĂĽhrten Kreuzzeichens sprechen: Im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes. Amen.

Vorsatz: Vielleicht möchte ich heute den Tag ganz besonders mit dem Heiligen Geist durchleben und mich von ihm fĂĽhren und ĂĽberraschen lassen.


Christian Leadership

4. August 2020

Hl. Johannes Maria Vianney, Priester (Pfarrer von Ars)
Gedenktag

Dorit Wilke-Lopez

Mt 15,1-2. 10-14
In jener Zeit kamen von Jerusalem Pharisäer und Schriftgelehrte zu Jesus und sagten: Warum missachten deine Jünger die Überlieferung der Alten? Denn sie waschen sich nicht die Hände vor dem Essen. Und er rief die Leute zu sich und sagte: Hört und begreift: Nicht das, was durch den Mund in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern was aus dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Da kamen die Jünger zu ihm und sagten: Weißt du, dass die Pharisäer über deine Worte empört sind? Er antwortete ihnen: Jede Pflanze, die nicht mein himmlischer Vater gepflanzt hat, wird ausgerissen werden. Lasst sie, es sind blinde Blindenführer. Und wenn ein Blinder einen Blinden führt, werden beide in eine Grube fallen.

EinfĂĽhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist. Erleuchte mich. Erleuchte deine Kirche. Wenn deine Worte ohne dein Licht in uns hineinkommen, verhallen sie und bringen keine Frucht. Gehe du diese Meditation mit mir durch. Gib mir dazu die nötige Stille und die nötige Zeit. Danke, Heiliger Geist.

Bitte: Ă–ffne unsere Augen.

1. BlindenfĂĽhrer. Wenn Jesus ĂĽber die Pharisäer schimpft, bin ich immer geneigt, mich auf die andere Seite zu stellen. Ich bin ja nicht Pharisäer, wie gut. Die Pharisäer waren die religiösen FĂĽhrer des Volkes Israel. Ich lebe als Christ in der Kirche und in der säkularen Gesellschaft. Wir Christen sollen Licht fĂĽr die Welt sein, Salz fĂĽr die Erde. Das heiĂźt fĂĽr mich: Ob ich will oder nicht, ich habe eine Wirkung auf andere. Ich kann mich dem nicht entziehen. Man kann unmöglich nicht kommunizieren! Insofern bin auch ich Pharisäer, religiöser FĂĽhrer bzw. FĂĽhrerin in einer säkularen Gesellschaft, aber auch fĂĽr die Christen, die gemeinsam mit mir Jesus folgen. Das Zweite Vatikanum spricht vom allgemeinen Prophetentum aller Gläubigen. Im Regnum Christi nennen wir es Christian Leadership. Was fĂĽr ein AnfĂĽhrer, was fĂĽr eine AnfĂĽhrerin bin ich?

2. Blinde FĂĽhrer? Jesus wirft den Pharisäern Blindheit vor. Kann er mir das auch vorwerfen? Kann er das der Kirche vorwerfen? Blindheit bedeutet hier, die Vorschriften um ihrer selbst willen blind zu befolgen, ohne den Sinn dahinter zu sehen, und daraus auf den Wert einer Person zu schlieĂźen. Was ist der Sinn aller christlichen Gebote? Dass die Liebe zu Gott und zum Nächsten Raum findet und wachsen kann. Nur wenn ich die Gebote aus Liebe befolge, strahle ich Liebe aus und bin ich Licht fĂĽr andere. Ich muss zum Beispiel immer wieder mit mir kämpfen, wenn ich Bettlern Almosen gebe. Wenn ich es widerwillig oder gedankenlos tue, strahle ich Druck und Zwang oder Lieblosigkeit aus. Wenn ich es aus Liebe zu dem Anderen in seiner unerquicklichen Lage tue, mit einem herzlichen Lächeln, wird dieser Augenblick ein bisschen heller. Ich kann meine Ausstrahlung nicht einfach abschalten. Alles, was ich tue, und wie ich es tue, hat Wirkung auf andere! Jeder ist Influencer, wie es heute so schön heiĂźt, davor kann sich keiner von uns drĂĽcken, dem kann sich keiner entziehen.

3. Fallen beide in die Grube? Am schwierigsten, aber gleichzeitig am wichtigsten finde ich in diesem Zusammenhang das Gebet. Unser Gebet ist die zentrale Schnittstelle zu Gott, wo die Liebe hin und her flieĂźt. Aber wie schnell bete ich mehr mit den Lippen als mit dem Herzen! Wie abschreckend kann ein gedankenlos heruntergerasseltes Gebet auf Suchende und Ungläubige wirken, und wie berĂĽhrend kann ein mit dem Herzen gesprochenes Gebet sein! Wie bewegend ist eine heilige Messe, wenn Gemeinde und Priester mit liebendem und dankbarem Herzen dabei sind. Ich fĂĽhle mich von der Atmosphäre in einer solchen Gemeinde immer bewegt und getragen. Wie wenig Liebe kann ausgetauscht werden, wenn ich beim Gebet nicht im Herzen bei Gott bin. Wie wenig kann ich dann auftanken mit der Liebe, die die Welt von mir bekommen soll. Mit innerer Anteilnahme zu beten, ist aber eine Herausforderung. Wenn ich viel bete, ist das gut, kann aber zur Routine erstarren, zum Abbeten eines Pensums. Wenn ich wenig bete, kann die Beziehung zum Herrn verloren gehen. Es ist klar, dass an diesem Angelpunkt unserer Gottesbeziehung der Teufel ansetzt, um uns von Gott wegzutreiben. Und dann, ohne wahres Gebet, wird es dunkel und wir werden blind. Dann sind wir automatisch blinde BlindenfĂĽhrer und fallen nicht nur selbst in die Grube, sondern fĂĽhren auch noch die anderen hinein.

Gespräch mit Christus: Lieber Jesus, danke fĂĽr die Ermahnung. Ich hätte nicht gedacht, dass die Aufgabe der Pharisäer, das Volk zu fĂĽhren, als Christ in gewissem Sinne auch meine Aufgabe ist. Das ist schwer, Jesus, richtig schwer, aber ich verstehe, dass ich mich dem nicht entziehen kann, weil ich Teil eines groĂźen Netzes aus Menschen bin, das auf mich reagiert. Herr, ich brauche da dringend deine Hilfe, heute und immer. Ohne dich können wir nichts tun. Liebe du in mir bei allem, was ich tue und unterlasse… Sei du mein Licht…Sei du meine Liebe…

Vorsatz: Vielleicht nehme ich mir heute vor, mit mehr Liebe zu beten und eine Tätigkeit, die ich sonst nur widerwillig oder routiniert ausfĂĽhre, bewusst – wie man heute gern sagt, mit Achtsamkeit – und voller Liebe auszufĂĽhren


Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei

5. August 2020

Mittwoch der achtzehnten Woche im Jahreskreis
Weihetag der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom

Dorit Wilke-Lopez

Mt 15,21-28
In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast Recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.

EinfĂĽhrendes Gebet: Herr, ich möchte heute zu dir kommen wie die kanaanäische Frau. Auch ich suche deine Nähe. Auch ich vertraue dir. Auch mir liegen Menschen am Herzen, denen es nicht gut geht. Leite mich mit deinem Heiligen Geist durch dieses Gebet. Lass durch dein Wort einen Raum entstehen, in dem meine Seele dir begegnet. Ich möchte dich im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Bitte: Stärke unseren Glauben. Wir können ihn nicht selber machen, und ohne dich können wir nichts tun.

1. Dunkle Brillen. Dämonen besitzen geistige Kräfte, die uns unsere Freiheit rauben und uns daran hindern, zu lieben. Wenn wir durch SĂĽnde verletzt werden oder selber sĂĽndigen, bekommen sie Zutritt zu unserer Seele und besetzen ein kleines StĂĽck von unserem seelischen Terrain, auf dem dann die Liebe nicht mehr wachsen kann. Jemand hat mich verletzt, ich habe Angst oder ärgere mich, ziehe mich zurĂĽck und bin voller Angst oder Groll. Es kann dann so sein, als ob ich eine dunkle Brille aufgesetzt habe, durch die das Licht, in das alle Begegnungen mit anderen Menschen getaucht ist, verdunkelt wird. Ich bin voller Kritik, alle nerven mich, ich reagiere gereizt und entsprechend sind die Reaktionen. Das Dunkel vermehrt sich und der Geist des Unfriedens und des Ă„rgers oder der Angst nimmt sich in meiner Seele noch mehr Raum.

2. Widerstand. Seit Adam und Eva versucht der Teufel, die Menschen von Gott abzubringen. Der heilige Petrus warnt: „Seid nĂĽchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brĂĽllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann“.Gleich im nächsten Satz fährt er fort: „Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!“

3. Befreiung. Wenn uns also diese finsteren Stimmungen und Gedanken befallen, machen wir es wie die Kanaanäerin: Wir wissen nicht, wie viel sie ĂĽber Jesus wusste. Sie hatte von Jesus gehört, und was sie gehört hatte, brachte sie zu dem Glauben, dass er stärker als der Dämon sein wĂĽrde, der ihre Tochter in Besitz genommen hatte. Also ging sie zu Jesus. Und zwar in einer ganz nĂĽchternen Haltung, die ausdrĂĽckte: Ich selber bin zu schwach, und ich habe auch keinerlei Anrecht darauf, dass du mir hilfst, aber ich glaube an dich! Schaff du diesen Dämon weg! Bitte! Ich werde mich nicht abweisen lassen! Ich lasse nicht locker, bis du mir geholfen hast! Diese Art zu bitten liebt Gott. Ich habe das immer wieder so erfahren: wenn ich aus eigener Kraft versucht habe, einen bestimmten Fehler abzulegen und daran zu arbeiten, fĂĽhrte das so gut wie immer dazu, dass er noch schlimmer wurde. Ich habe ihn dann monate- und jahrelang im Bewusstsein meiner Schwäche gebeichtet und täglich darum gebetet, dass Jesus mich davon befreit. Und dann hat er es mir ganz allmählich geschenkt.

Gespräch mit Christus: Jesus, ja, ich glaube, dass du stärker bist als die ungezählten Geister der Angst, des Misstrauens, des Grolls, der falschen Begierde, der schlechten Laune und der finsteren Weltsicht, die mich anfallen. Jesus, ja, ich glaube, dass du die Lösung bis, die Er-Lösung, die Befreiung. Ich will mich jedes Mal, wenn ich während des Tages eine solche böse Macht in mir spĂĽre, sofort an dich wenden, damit du sie wegschickst und mich mit deinem kostbaren Blut reinigst und beschĂĽtzt. Ich will diesen Mächten dann mit der ganzen Kraft meines Glaubens in deinem Namen widersagen und deinen heiligen Geist des Friedens, der Versöhnung und der Liebe in mich hinein bitten.

Vorsatz: Vielleicht will ich wie die Kanaanäerin beharrlich und nĂĽchtern um Freiheit von einer bestimmten Schwierigkeit bitten, ohne im Vertrauen nachzulassen.


Mit Jesus auf dem Berg

6. August 2020

Verklärung des Herrn
Fest

Dorit Wilke-Lopez

Lk9,28b-36
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und stieg auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und siehe, es redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ende, das er in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. Und es geschah: Als diese sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während er noch redete, kam eine Wolke und überschattete sie. Sie aber fürchteten sich, als sie in die Wolke hineingerieten. Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Während die Stimme erscholl, fanden sie Jesus allein. Und sie schwiegen und erzählten in jenen Tagen niemandem von dem, was sie gesehen hatten.

EinfĂĽhrendes Gebet: Jesus, nimm mich bitte jetzt mit auf den Berg. Lass mich teilhaben an diesem Wunder, das Petrus, Jakobus und Johannes sehen durften. Lass mich ein GespĂĽr fĂĽr deine Herrlichkeit bekommen. Lass mich jetzt ganz still werden und die Niederungen des Alltags hinter mir lassen.

Bitte: Vermehre meine Ehrfurcht vor deiner Heiligkeit.

1. Wer darf mit auf den Berg? Wir wollen heute mit Jesus zusammen auf den Berg gehen. Die Lage mit ihm hatte sich damals zugespitzt. Eindringlich hatte er die Apostel an seine Wunder erinnert und ihre Stellungnahme herausgefordert, wer er sei. Sie hatten in ihm den Messias erkannt, worauf er sein Leiden und Sterben angekĂĽndigt hatte. Jetzt waren sie verwirrt und aufgewĂĽhlt, wussten das nicht einzuordnen. Was war davon zu halten? Petrus hatte dagegen protestiert und war von Jesus scharf getadelt worden, und Jakobus und Johannes hatten die Gelegenheit zu dem Versuch genutzt, sich schon einmal die besten Plätze im Himmelreich, rechts und links neben Jesus, zu sichern. Und genau diese drei nimmt er jetzt auf den Berg mit.

2. WĂĽnsche der Liebe. Ich kenne das auch. Ich will nicht, dass Jesus fĂĽr mich leidet. Ich finde, das ist schwer anzunehmen: dass der, den ich liebe, fĂĽr mich so gelitten hat. Ich kann auch Jakobus und Johannes verstehen. Ich wĂĽrde auch gern ganz nah bei Jesus im Himmelreich sein und hätte das sehr gerne schon mal schriftlich. Und Jesus zeigt uns in diesem Evangelium, dass er diese WĂĽnsche versteht und die Liebe hinter diesen WĂĽnschen wahrnimmt. Und er beantwortet sie auf dem Berg: er nimmt die drei Apostel und mit ihnen uns alle, die Jesus lieben, auf den Berg mit und gibt ihnen - und durch den Evangelisten auch uns heute - schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf die Herrlichkeit, um die es wirklich geht.

3. Die MĂĽhen des Aufstiegs. Auf dem Berg ist es still, es ist ein Ort, der den Wanderer dem Alltag enthebt, der ĂĽber den Alltag hinausragt. Es ist ein Ort der Weite und des Lichts. Aber es kostet MĂĽhe, hinauf zu gelangen. Um mit Jesus auf den Berg der Stille und Abgeschiedenheit zu kommen, braucht es Vertrauen – er kennt das Ziel, ich nicht. Habe ich dieses blinde Vertrauen? Es braucht Entschlossenheit und MĂĽhe – der Berg ist steil. Bin ich bereit, den Weg mit Jesus zu gehen, auch wenn es anstrengend oder leidvoll wird? Es braucht die Bereitschaft, sich von Freunden wegfĂĽhren zu lassen – ein GroĂźteil der JĂĽnger bleibt unten. Bin ich bereit, anders zu sein als die anderen, wenn Jesus das von mir verlangt? Und auf dem Berg gilt es, alle Sinne fĂĽr Ihn zu öffnen, fĂĽr die Begegnung mit dem unbegreiflich schönen dreifaltigen Gott. Habe ich die Sinne offen fĂĽr Gott?

Gespräch mit Christus: Herr, bitte stärke meine Liebe zu dir und mein BedĂĽrfnis, deine Nähe zu suchen. Stärke mein Vertrauen, wenn du mich anstrengende Wege fĂĽhrst. Stärke meine Entschlossenheit, mit dir zu gehen. Stärke meinen Mut, den Alltag immer wieder zu verlassen und Zeiten der Stille und Abgeschiedenheit fĂĽr dich zu reservieren. Stärke meine Hoffnung, dass nach Anstrengung und Leid deine Herrlichkeit kommt. Und dann öffne meine Augen fĂĽr deinen Glanz und dein Licht…

Vorsatz: Vielleicht möchte ich Jesus sagen, dass ich in den nächsten Tagen meine Gebetszeit ein wenig verlängern möchte und ihn um eine tiefere Begegnung mit ihm bitten. Vielleicht auch etwas anderes...


Das Kreuz tragen

7. August 2020

Freitag der achtzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Xystus II., Papst, Märtyrer
Hl. Kajetan, Priester, OrdensgrĂĽnder

Dorit Wilke-Lopez

Mt 16,24-28
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen. Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.

EinfĂĽhrendes Gebet: Herr Jesus, in dieser Gebetszeit will ich zusammen mit dir auf das Kreuz schauen. In deinem Kreuz ist Leben und Hoffnung. Das will mir nicht immer so einleuchten, Herr. Da bin ich oft wie Petrus. Heiliger Geist, komm jetzt, erfĂĽlle mich mit dem göttlichen Licht und der göttlichen Kraft. Komm jetzt, und öffne mich fĂĽr dieses Geheimnis des Kreuzes. Lass mich heute davon das verstehen, was du fĂĽr mich vorbereitet hast.

Bitte: Lehre mich, dem Kreuz nicht auszuweichen.

1. Kein Rosengarten. Der Blick auf das Kreuz ist die einzig realistische Perspektive auf diese gefallene Welt. Ăśberall ist Unrecht, Krankheit, Leid, Gewalt, Hunger, Not, Ausbeutung. Jesus leugnet das nicht weg und verspricht uns keinen Rosengarten, wenn wir ihm nachfolgen. Diese Welt ist eben seit dem SĂĽndenfall nicht mehr ĂĽberall gut. Leide ich mit ihm am Bösen, Unguten, oder mache ich die Augen davor zu? Ich glaube, es ist wichtig, mit ihm daran zu leiden, denn Jesus – und damit auch der himmlische Vater – leidet in einer Weise daran, die wir uns in unserer Hartherzigkeit nicht vorstellen können.

2. Gott leidet. Dieses Leid wird körperlich offenbar am Kreuz. Die SĂĽnde geiĂźelt Gott und schlägt ihn dann ans Kreuz. Betrachte bewusst das nächste Kruzifix, das du heute siehst. Dann braucht es keine Worte mehr: Er leidet unermesslich. Aber er hört nicht auf zu lieben: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Kann auch ich vergeben und weiter lieben, wenn ich Schmerzen habe, seelisch oder körperlich?

3. Das Kreuz tragen. Ich leide nicht gern und habe spontan erst einmal Angst vor meinem Kreuz, das ich Jesus doch nachtragen sollen. Aber ich weiĂź auch, dass das Kreuz in diesem Leben immer dazu gehört. Wenn ich leide, durchlaufe ich persönlich mehrere Stadien: Erst wehre ich mich, bis mir auffällt, dass ich ja gerade ein Kreuz trage, das dazugehört, wenn ich Christus nachfolgen will. Dann kann ich es besser annehmen, das Geschehen wird quasi „normal“. Dann kommt die Phase, wo ich merke, dass ich das Kreuz mit Christus zusammen trage. Dadurch wird es sofort leichter. Am Ende darf ich durch mein eigenes Kreuz tief in das Leiden Christi eintauchen, und er ist dann ganz in mir und ich in ihm. Dann bin ich ihm ganz nah. Auch das ist Kommunion. Dann bin ich im Herzen Gottes. Und der feste Grund, auf dem diese Schritte sich ereignen, ist die Hoffnung auf das Danach: auf die Auferstehung.

Gespräch mit Christus: Jesus, das Leiden ist ein solches Geheimnis in dieser Welt. Ich kann es nicht verstehen. Ich kann nur versuchen, dir nachzufolgen, deinen Weg mit dir zu gehen, den Weg des Leidens. Ich glaube dir, dass es in dieser Welt um die Liebe geht, die durch dich in das Dunkel unserer Herzen kommt. Du zeigst mir, dass die Liebe den Hass entmachten kann. Du trägst die Liebe durch allen Hass hindurch, der dich leiden lässt. Hilf mir, dass ich mit dir zusammen dasselbe tun kann. Das kann ich nicht aus eigener Kraft. Hilf mir, Herr. Ich brauche dich, besonders im Leid.

Vorsatz: Vielleicht möchte ich heute bewusst ein Kreuz anschauen. Vielleicht möchte ich Jesus fĂĽr ein Kreuz danken, das ich tragen muss. Oder ihm mein Leid klagen. Er trägt es mit.


Leben in Dunkelheit

8. August 2020

Hl. Dominikus, Priester, OrdensgrĂĽnder (OP)
Gedenktag

Dorit Wilke-Lopez

Mt 17,14-20
In jener Zeit trat ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden. Immer wieder fällt er ins Feuer oder ins Wasser. Ich habe ihn schon zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen. Da sagte Jesus: O du ungläubige und unbelehrbare Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir! Dann drohte Jesus dem Dämon. Der Dämon verließ den Jungen, und der Junge war von diesem Augenblick an geheilt. Als die Jünger mit Jesus allein waren, wandten sie sich an ihn und fragten: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben? Er antwortete: Weil euer Glaube so klein ist. Amen, das sage ich euch: Wenn euer Glaube auch nur so groß ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort!, und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein.

EinfĂĽhrendes Gebet: Allmächtiger, lieber Vater, du willst, dass es deinen Kindern gut geht. Du liebst mich und die Menschen, die mir wichtig sind. Danke, dass du mich daran heute erinnerst. Danke, dass du mich zu diesem Termin mit dir heute gerufen hast. Du willst mit mir reden, Herr. Ich will meine Ohren öffnen. Ich bin ein bisschen schwerhörig, Herr. Rede so mit mir, dass ich verstehe, was du mir sagen willst. Hilf mir, dass ich mich ganz auf dich konzentriere und eigene Gedanken, Handy und To-do-Liste beiseitelege.

Bitte: Stärke meinen Glauben daran, dass du auch heute noch heilst.

1. MondsĂĽchtig. Der Sohn dieses Vaters lebt in der Dunkelheit. Statt der Sonne – fĂĽr uns ein Symbol fĂĽr Christus – folgt er dem Gestirn der Nacht, dem Mond, der nur ein Abglanz der richtigen Sonne ist, und von dem er ins Feuer und ins Wasser gefĂĽhrt wird, beides tödliche Gefahren. Herr, zeige mir, welche Finsternisse gibt es in mir? Zeige mir: Gibt es in mir Bereiche, die ich peinlich finde, die ich lieber wegdränge, die ich verstecke? Gib mir Ruhe, dir jetzt zuzuhören…Ich bitte dich, dass du, Jesus, jetzt alles durchdringst, mit deinem kostbaren Blut reinigst und mit dem Licht deines Geistes erfĂĽllst. Nur so kann es gut werden, Herr…

2. FĂĽrbitte. Der Vater bittet fĂĽr den Sohn. Kenne auch ich jemanden, der in Dunkelheit lebt? Vielleicht kann ich so fĂĽr diese Person beten:Herr Jesus Christus, ich werfe mich vor dir auf die Knie. Du bist unsere einzige Hoffnung. Ich trage jetzt… (Namen einsetzen) vor dich hin, und ich bitte dich, heile und rette dein Kind, deine Kinder. Ich bringe dir auch die vielen getauften Kinder und Jugendlichen unserer Kirche, die fern von dir leben, ohne dass deine JĂĽnger – Paten, Eltern, Priester, Gemeinden – das ändern können.Herr, in diesem Evangelium reagierst du ungehalten auf den Unglauben der JĂĽnger. Verzeih uns, dass unser Glaube wahrscheinlich noch viel kleiner ist. Ich vertraue auf deine Barmherzigkeit und falle vor dir auf die Knie, und ich höre nicht auf zu bitten, Herr, fĂĽr diese Kinder und Jugendlichen, und fĂĽr die Menschen, die mir am Herzen liegen und fern von dir leben.

3. Stärke. Jesus, du bist stärker als die Dämonen des Teufels, die Menschen ins Feuer werfen oder ertränken können. Danke, dass du in die Welt gekommen bist, um uns von diesen bösen Mächten zu befreien. Danke, dass du uns die Vollmacht hinterlassen hast, uns in deinem Namen gegen die Bosheit und die dunklen Mächte zu wehren. Lass den Glauben an dich in deiner Kirche wachsen. Ich bin Teil deiner Kirche, deshalb stärke auch meinen Glauben. Und weil der nicht ausreicht: Tritt du fĂĽr mich beim Vater ein.

Gespräch mit Christus: Ich bete dich an, Herr, denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit…

Vorsatz: Vielleicht möchte ich einen dunklen Bereich in mir oder eine Person, die in Dunkelheit lebt, heute mit Vertrauen besonders vor Christus bringen.