Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 16. Februar 2020 bis Samstag 22. Februar 2020

Sechste Woche im Jahreskreis

P. Anton Vogelsang LC

Die ErfĂŒllung des Gesetzes Sonntag
Zeichenforderung der PharisÀerMontag
Der Sauerteig der PharisÀerDienstag
Heilung eines Blinden in BetsaidaMittwoch
Das Messiasbekenntnis des PetrusDonnerstag
Die Bedingungen der Nachfolge JesuFreitag
Messiasbekenntnis und Primat des PetrusSamstag


Die ErfĂŒllung des Gesetzes

16. Februar 2020

Sechster Sonntag im Jahreskreis

P. Anton Vogelsang LC

Mt 5,17-37
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen JĂŒngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfĂŒllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hĂ€lt und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit grĂ¶ĂŸer ist als die der Schriftgelehrten und PharisĂ€er, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zĂŒrnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfĂ€llt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gebe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe. Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, so lange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener ĂŒbergeben, und du wirst ins GefĂ€ngnis geworfen. Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lĂŒstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verfĂŒhrt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser fĂŒr dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verfĂŒhrt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser fĂŒr dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt. Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlĂ€sst, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlĂ€sst, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch. Ihr habt gehört. dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört ĂŒberhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel fĂŒr seine FĂŒĂŸe, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfĂŒllen. Jesus sagt: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben! Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfĂŒllen.“ Das griechische Wort fĂŒr ‚erfĂŒllenÊ» bedeutet eigentlich ‚vollkommen machen, vollendenÊ». Jesus will damit sagen, dass es Aspekte im Alten Testament gibt, die zwar gut sind, die aber vervollkommnet werden mĂŒssen. Sie sind nicht ganz so, wie Gott sie ursprĂŒnglich fĂŒr sein Volk gedacht hat. Jesus bringt das Gesetz zur Vollendung, indem er uns eine Reihe von Antithesen aufzĂ€hlt, in denen er den gesetzlichen Bestimmungen des Alten Testaments das Gesetz des Evangeliums gegenĂŒberstellt. Das heutige Evangelium enthĂ€lt vier solcher Antithesen.

2. Der wirkliche Grund fĂŒr das Morden ist hĂ€ufig der Zorn. Das alte Gesetz verbietet Mord. Das neue Gesetz geht ĂŒber das Verbot zu töten hinaus, indem es auch verbietet, jemandem zu zĂŒrnen oder ihn zu beleidigen. Jesus will damit nicht das GefĂŒhl von Zorn verbieten, das wir alle dann und wann empfinden, z.B. wenn uns etwas Übles widerfĂ€hrt. Was er verbietet, ist die innere Zustimmung zum Zorn, weil uns das in letzter Konsequenz zur Tat fĂŒhren kann, indem wir jemanden verletzen, ihn verfluchen oder ihn sogar töten. Wir sehen daran, dass er das Gesetz des Alten Testaments nicht aufhebt, sondern dass er im Gegenteil tiefer in das menschliche Herz hineinschaut. Der wirkliche Grund fĂŒr das Morden ist hĂ€ufig der Zorn.

3. Das neue Gesetz schaut tiefer in das menschliche Herz. Das alte Gesetz verbietet Ehebruch. Das neue Gesetz schaut tiefer in das menschliche Herz. Wir begehen in unserem Herzen bereits Ehebruch, wenn wir eine andere Person voller Begehren anschauen. GemĂ€ĂŸ der Bibel ist unser Herz nicht der Sitz unserer GefĂŒhle, sondern unseres Willens. Die Menschen treffen in ihrem Herzen eine Entscheidung und stimmen innerlich dem Guten oder dem Bösen zu. Das bedeutet nicht, dass wir jedes Mal sĂŒndigen, sobald wir jemanden attraktiv finden. Sich von jemandem angezogen zu fĂŒhlen, ist ein natĂŒrliches GefĂŒhl, das oft unbeabsichtigt in uns hochsteigt und nicht zu mehr fĂŒhren muss. Aber wenn wir innerlich begehrlichen Gedanken zustimmen oder uns sogar in unserer Fantasie Dinge mit einer anderen Person ausmalen, dann haben wir uns entschieden, Ehebruch zu begehen.

GesprĂ€ch mit Christus: Lieber Jesus, welche Dinge in meinem Herzen mĂŒssen zur Vollendung gebracht werden? Hilf mir besonders, meinen Zorn zu kontrollieren, indem ich lerne, zu vergeben und zu vergessen, so wie du es am Kreuz getan hast. Hilf mir auch, alle Menschen so zu lieben, wie du es getan hast: mit einem reinen Herzen.

Vorsatz: Jemandem, der mir lĂ€stig ist, etwas Nettes sagen.


Zeichenforderung der PharisÀer

17. Februar 2020

Montag der sechsten Woche im Jahreskreis
Die heiligen sieben GrĂŒnder des Servitenordens

P. Anton Vogelsang LC

Mk 8,11-13
In jener Zeit kamen die PharisĂ€er und begannen ein StreitgesprĂ€ch mit Jesus; sie forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen. Da seufzte er tief auf und sagte: Was fordert diese Generation ein Zeichen? Amen, das sage ich euch: Dieser Generation wird niemals ein Zeichen gegeben werden. Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Die PharisĂ€er weigern sich zu glauben. Die PharisĂ€er begannen ein StreitgesprĂ€ch mit Jesus und forderten ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Jesus bereits viele Zeichen vollbracht hat. Als Johannes der TĂ€ufer seine JĂŒnger zu Jesus schickte, um ihn zu fragen: „Bist du der, der kommen soll, oder mĂŒssen wir auf einen andern warten?“, antwortete Jesus ihnen: „Geht und berichtet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen wieder, Lahme gehen und AussĂ€tzige werden rein; Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium verkĂŒndet. Diese Zeichen wurden alle im Alten Testament vorhergesagt. Aber die PharisĂ€er weigern sich zu glauben. Ihre Herzen sind verhĂ€rtet. FĂŒr uns ist es manchmal einfach, die PharisĂ€er zu verurteilen, aber sind wir nicht hĂ€ufig genauso wie sie?

2. Das Zeichen des Jona. Bei Markus steht nichts davon, ob Jesus ihnen ein Zeichen gab, aber in der Parallelstelle bei MatthĂ€us lesen wir: „Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein Zeichen gegeben werden außer das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei NĂ€chte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei NĂ€chte im Schoß der Erde sein.“ Wie sieht das Zeichen des Jona aus? Wir alle wissen, dass Jona von einem Wal verschluckt wurde. Aber wenn man den Text sorgfĂ€ltig liest, erkennt man, dass Jona tatsĂ€chlich starb: „Das Wasser reichte mir bis an die Kehle, die Urflut umschloss mich; Schilfgras umschlang meinen Kopf. Bis zu den Wurzeln der Berge bin ich hinabgestiegen in das Land, dessen Riegel hinter mir geschlossen waren auf ewig.“ Die „Urflut“ ist der Ort der Toten (hebr. Sheol). Dass Jona von einem Wal verschluckt wurde, war ein Zeichen des Todes und der Auferstehung. So wie Jona wird Jesus sterben und auferstehen. Das ist das grĂ¶ĂŸte und bedeutendste Zeichen.

3. Jesus liebt uns. Jesus geht nicht deshalb so streng mit den PharisĂ€ern um, weil er Ă€rgerlich auf sie ist oder sie verurteilt. Ganz im Gegenteil, er ist so streng mit ihnen, weil er sie liebt und retten will. Aber um das zu tun, muss er ihre verhĂ€rteten Herzen aufbrechen. Viele PharisĂ€er bekehrten sich nach der Auferstehung Jesu. Jesus behandelt uns genauso. Er liebt uns und will uns retten, aber er muss unsere verhĂ€rteten Herzen aufbrechen.

GesprĂ€ch mit Christus: Lieber Jesus, es gibt Zeiten in meinem Leben, da ist mein Herz so verhĂ€rtet wie das der PharisĂ€er, und ich warte auf Zeichen. Hilf mir, im Glauben zu wachsen, damit ich wirklich glauben kann, dass du fĂŒr mich gestorben und auferstanden bist. Das ist das grĂ¶ĂŸte Zeichen, das du mir gegeben hast. Hilf mir, in der Hoffnung zu wachsen und darauf zu vertrauen, dass du immer bei mir bist. Hilf mir, deine Liebe zu mir neu zu erfahren und mit meiner Liebe auf die deinige zu antworten.

Vorsatz: Ich werde fĂŒr die beten, die um ihren Glauben ringen.


Der Sauerteig der PharisÀer

18. Februar 2020

Dienstag der sechsten Woche im Jahreskreis

P. Anton Vogelsang LC

Mk 8,14-21
In jener Zeit hatten die JĂŒnger vergessen, bei der Abfahrt Brote mitzunehmen; nur ein einziges hatten sie dabei. Und Jesus warnte sie: Gebt acht, hĂŒtet euch vor dem Sauerteig der PharisĂ€er und dem Sauerteig des Herodes! Sie aber machten sich Gedanken, weil sie kein Brot bei sich hatten. Als er das merkte, sagte er zu ihnen: Was macht ihr euch darĂŒber Gedanken, dass ihr kein Brot habt? Begreift und versteht ihr immer noch nicht? Ist denn euer Herz verstockt? Habt ihr denn keine Augen, um zu sehen, und keine Ohren, um zu hören? Erinnert ihr euch nicht: Als ich die fĂŒnf Brote fĂŒr die FĂŒnftausend brach, wie viele Körbe voll BrotstĂŒcke habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten ihm: Zwölf. Und als ich die sieben Brote fĂŒr die Viertausend brach, wie viele Körbe voll habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten: Sieben. Da sagte er zu ihnen: Versteht ihr immer noch nicht?

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Ihre Herzen sind ebenfalls verhĂ€rtet. Das Brot, das die JĂŒnger vergessen hatten mitzunehmen, war nicht irgendein Brot. Es war das Brot, das bei der wunderbaren Speisung der Viertausend ĂŒbriggeblieben war. Die JĂŒnger hatten sieben Körbe mit dem restlichen Brot gefĂŒllt, aber das hatten sie nun nicht mitgenommen. Jetzt diskutieren sie untereinander ĂŒber das Brot. Sie machen sich Gedanken, was sie essen werden. Jesus hatte bereits zweimal bewiesen, dass er große Menschenmengen sĂ€ttigen kann, wann immer er es möchte. Die JĂŒnger begleiten Jesus die ganze Zeit, aber wie die PharisĂ€er haben sie die Bedeutung der Zeichen nicht verstanden. Ihre Herzen sind ebenfalls verhĂ€rtet. Sie haben ebenso wie jene Augen, die nicht sehen, und Ohren, die nicht hören. Sie sorgen sich darum, kein Brot dabei zu haben, und deshalb weist Jesus sie zurecht, so wie er die PharisĂ€er getadelt hat.

2. Wer ist so blind wie mein Knecht? Daran erkennen wir, dass nicht nur Jesu Gegner blind sind. Seine JĂŒnger sind ebenfalls blind. Diese Situation wurde bereits im Alten Testament vorhergesagt. Der Prophet Jesaja hat darĂŒber geschrieben: „Wer ist so blind wie mein Knecht und so taub wie der Bote, den ich sende? Wer ist so blind wie der Wiederhergestellte und so blind wie der Knecht des HERRN? Vieles hast du gesehen, aber es nicht beachtet; die Ohren sind offen und doch hört er nicht.“

3. Die JĂŒnger verstehen trotzdem nicht. Die Apostel sind diejenigen, die ausgesendet werden, doch sie sind blind und taub. Die Gefahr liegt darin, dass wir ĂŒber Jesus viel sehen, hören und wissen können, aber oberflĂ€chlich. Das reicht nicht. Wir brauchen ein tiefes ĂŒbernatĂŒrliches VerstĂ€ndnis, einen tief lebendigen Glauben. Die JĂŒnger, die Jesus aus erster Hand kennengelernt haben, verstehen trotzdem nicht, wer er ist und was es bedeutet, ihm nachzufolgen. Das kann auch uns passieren.

GesprĂ€ch mit Christus: Lieber Jesus, wie oft bin ich ebenso wie die JĂŒnger blind und taub. Wie oft habe ich Zeichen deiner Liebe zu mir erfahren und trotzdem vergesse ich sie immer wieder. Dadurch verliere ich meinen inneren Frieden. Trotzdem kehre ich zu dir zurĂŒck, auf deine Liebe vertrauend.

Vorsatz: Erinnere dich an eine Begebenheit, bei der du Gottes Liebe zu dir erfahren hast, oder bitte Gott um eine solche Erfahrung.


Heilung eines Blinden in Betsaida

19. Februar 2020

Mittwoch der sechsten Woche im Jahreskreis

P. Anton Vogelsang LC

Mk 8,22-26
In jener Zeit kamen Jesus und seine JĂŒnger nach Betsaida. Da brachte man einen Blinden zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berĂŒhren. Er nahm den Blinden bei der Hand, fĂŒhrte ihn vor das Dorf hinaus, bestrich seine Augen mit Speichel, legte ihm die HĂ€nde auf und fragte ihn: Siehst du etwas? Der Mann blickte auf und sagte: Ich sehe Menschen; denn ich sehe etwas, das wie BĂ€ume aussieht und umhergeht. Da legte er ihm nochmals die HĂ€nde auf die Augen; nun sah der Mann deutlich. Er war geheilt und konnte alles ganz genau sehen. Jesus schickte ihn nach Hause und sagte: Geh aber nicht in das Dorf hinein!

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Was lief schief? Dieses Wunder ist sehr interessant, weil es das einzige Wunder im Neuen Testament ist, das offensichtlich nicht „funktioniert“ – zumindest am Anfang nicht. Wie kommt das? Lief etwas schief? NatĂŒrlich nicht. Wir wissen, wer Jesus ist. Er ist Gott und kann alles vollbringen, was er will. Er hat dies unzĂ€hlige Male bewiesen. Könnte es sein, dass das Wunder beim ersten Versuch misslang, weil der Mann nicht genĂŒgend Glauben hatte? Aber darauf weist nichts in der ErzĂ€hlung hin. Im Gegenteil, er scheint Glauben zu haben. Er kommt zu Jesus mit der Bitte um Heilung. Also, was lief schief?

2. Jesus will uns etwas lehren. Da Jesus nichts ohne Grund tut, will er uns etwas lehren. ZunĂ€chst ist die Wahrnehmung des Mannes befremdlich. Er sieht Menschen, die wie wandelnde BĂ€ume aussehen. Das bedeutet, dass das erste Wunder schon eine gewisse positive Wirkung hatte. Der Mann war blind, und nun kann er sehen, wenn auch auf eine unvollkommene Weise. Dieses Wunder ist wie ein prophetisches Zeichen, mit dem Jesus uns etwas mitteilen will. Um das zu verstehen, mĂŒssen wir sehen, dass das heutige Evangelium mit dem gestrigen in Verbindung steht. In Mk 8,18 sagt Jesus zu seinen JĂŒngern: „Habt ihr denn keine Augen, um zu sehen?“ Dieses Wunder ist eine Lektion fĂŒr die JĂŒnger. Nachdem sie eine Zeit mit Jesus verbracht haben, haben sie eine eingeschrĂ€nkte Sicht, das bedeutet, sie haben Glauben, aber ihr Glaube ist noch unzureichend.

3. Jesus heilt den Mann. Jesus heilt den Mann, indem er ihn beiseite nimmt und Speichel auf seine Augen streicht. In Mk 7,33 heilt Jesus einen tauben Mann auf eine ganz Ă€hnliche Art und Weise: „Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren und berĂŒhrte dann die Zunge des Mannes mit Speichel.“ Dies sind die beiden einzigen Male, wo Jesus so etwas tut. Das bedeutet, dass die beiden Wunder in einer Verbindung stehen. Durch diese Taten und Lehren heilt Jesus allmĂ€hlich den Mangel an Glauben, den seine JĂŒnger haben, und die VerhĂ€rtung ihrer Herzen. Aber es ist ein langsamer Prozess, der Zeit braucht.

GesprĂ€ch mit Christus: Lieber Jesus, ich glaube an dich, aber stĂ€rke meinen Glauben. Ich glaube, dass du jetzt hier bist und mit mir sprechen willst. Hilf mir, mein Herz und meinen Geist fĂŒr dich zu öffnen.

Vorsatz: Jemandem durch Wort oder Tat Zeugnis von meinem Glauben an Jesus geben.


Das Messiasbekenntnis des Petrus

20. Februar 2020

Donnerstag der sechsten Woche im Jahreskreis
Hl. Jacinta Marto, Seherkind von Fatima

P. Anton Vogelsang LC

Mk 8,27-33
Jesus ging mit seinen JĂŒngern in die Dörfer bei CĂ€sarea Philippi. Unterwegs fragte er die JĂŒnger: FĂŒr wen halten mich die Menschen? Sie sagten zu ihm: Einige fĂŒr Johannes den TĂ€ufer, andere fĂŒr Elija, wieder andere fĂŒr sonst einen von den Propheten. Da fragte er sie: Ihr aber, fĂŒr wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias! Doch er verbot ihnen, mit jemand ĂŒber ihn zu sprechen. Dann begann er, sie darĂŒber zu belehren, der Menschensohn mĂŒsse vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen. Und er redete ganz offen darĂŒber. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm VorwĂŒrfe. Jesus wandte sich um, sah seine JĂŒnger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Du bist der Christus! Die Verbindung zwischen dem Blinden, von dessen Heilung wir im gestrigen Evangelium gehört haben, und den Aposteln wird im heutigen Evangelium deutlich. Unterwegs fragt Jesus die Apostel, fĂŒr wen ihn die Leute halten. Sie antworten ihm: „Einige fĂŒr Johannes den TĂ€ufer, andere fĂŒr Elija, wieder andere fĂŒr sonst einen der Propheten.“ Das heißt, die Leute wissen nicht, wer Jesus eigentlich ist. Sie sind seiner wahren IdentitĂ€t gegenĂŒber blind. Die Apostel sind ebenso blind wie die Leute, aber nachdem sie Zeit mit Jesus verbracht haben, fangen sie an zu sehen. Jesus fragt die Apostel: „Ihr aber, fĂŒr wen haltet ihr mich?“ Petrus, der nicht lĂ€nger blind ist, antwortet ihm: „Du bist der Christus!“

2. Jesus wird ein leidender Messias sein. Aber das, was als NĂ€chstes geschieht, zeigt, dass Petri Wahrnehmung noch immer nicht vollstĂ€ndig ist. Er sieht, aber noch eingeschrĂ€nkt. Als Petrus Jesus ausdrĂŒcklich als Messias bekennt, erklĂ€rt ihm Jesus, welche Art von Messias er sein wird. Er wird ein leidender Messias sein, er wird ein verratener Messias sein, er wird ein Messias sein, der von den AnfĂŒhrern des Volkes getötet werden wird, der aber am dritten Tag aufersteht. Petrus bekennt, dass Jesus der Christus ist, aber er kann noch nicht akzeptieren, dass Jesus zurĂŒckgewiesen und getötet werden wird. Sein Glaube ist noch unzureichend, wie bei dem Mann, der Menschen wie wandelnde BĂ€ume sah.

3. Petrus weist Jesus zurecht. Petrus nimmt Jesu Belehrung nicht gut auf. Er nimmt Jesus zur Seite und weist ihn zurecht. Wir alle neigen dazu zu denken, wir wĂŒssten gewisse Dinge besser als der Herr. Und natĂŒrlich ist das Unsinn. Wie Petrus, so handeln auch wir jedes Mal töricht, wenn wir uns einbilden, es besser als Gott zu wissen, und ihn zurechtweisen. Jesus kennt Gottes Plan genau und weiß, was er auf Golgota vollbringen wird, nur Petrus versteht es noch nicht.

GesprĂ€ch mit Christus: Lieber Jesus, ich glaube, dass du nicht nur der glorreiche Messias bist. Du bist auch der leidende Messias, der verratene Messias, der gekreuzigte Messias. Danke fĂŒr alles, was du fĂŒr mich erlitten hast. Wie kann ich es dir je vergelten?

Vorsatz: Jemanden besuchen oder anrufen, der krank oder einsam ist.


Die Bedingungen der Nachfolge Jesu

21. Februar 2020

Freitag der sechsten Woche im Jahreskreis
Hl. Petrus Damiani, Bischof und Kirchenlehrer

P. Anton Vogelsang LC

Mk 8,34-9,1
In jener Zeit rief Jesus die Volksmenge und seine JĂŒnger zu sich und sagte: Wer mein JĂŒnger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten. Was nĂŒtzt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbĂŒĂŸt? Um welchen Preis könnte ein Mensch sein Leben zurĂŒckkaufen? Denn wer sich vor dieser treulosen und sĂŒndigen Generation meiner und meiner Worte schĂ€mt, dessen wird sich auch der Menschensohn schĂ€men, wenn er mit den heiligen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommt. Und er sagte zu ihnen: Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie gesehen haben, dass das Reich Gottes in seiner ganzen Macht gekommen ist.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Jesus fĂ€hrt fort, die Blindheit seiner JĂŒnger zu heilen. Jesus fĂ€hrt mit seinem Werk der ErtĂŒchtigung an seinen JĂŒngern fort. Wie er den blinden Mann geheilt hat, indem er ihn aus der Blindheit ĂŒber die partielle zur vollen SehfĂ€higkeit brachte, so fĂŒhrt er seine JĂŒnger aus der Blindheit des Geistes ĂŒber den partiellen Glauben zum vollen Glauben. Der erste Schritt dazu war, sie ĂŒber seine IdentitĂ€t aufzuklĂ€ren, nĂ€mlich dass er der Messias ist. Der zweite Schritt bestand darin, ihnen beizubringen, dass er der leidende Messias ist. Nun bringt er ihnen langsam bei, dass sie ihm in seinen Fußstapfen folgen mĂŒssen: „Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

2. Die Hauptthemen im Evangelium nach Markus. In der modernen Literatur steht die Hauptidee eines Textes meistens in der Einleitung oder in der Zusammenfassung. In der antiken Literatur war es ĂŒblich, den Hauptgedanken in der Mitte des Textes anzufĂŒhren. So verfĂ€hrt auch Markus. ZĂ€hle die Seiten seines Buches in deiner Bibel und vergleiche. Diese drei Belehrungen (Jesus ist der Messias; der Weg, dem er folgen muss, fĂŒhrt ins Leiden und in den Tod; seine JĂŒnger mĂŒssen ihm auf diesem Weg folgen) stehen genau in der Mitte des Markusevangeliums. Dies sind die Hauptthemen im Evangelium nach Markus. Alles, was Jesus sagt oder tut, ist auf einen dieser drei Punkte bezogen.

3. Glaube ist ein Geschenk Gottes. Solange wir diese drei Wahrheiten nicht im Glauben annehmen, werden wir so blind bleiben wie die PharisĂ€er. Glaube ist ein Geschenk Gottes, aber wir mĂŒssen glauben wollen und den Heiligen Geist darum bitten, unseren Glauben zu vermehren.

GesprĂ€ch mit Christus: Lieber Jesus, wie oft bin ich wie Petrus? Ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes. Ich glaube auch, dass du der leidende Messias bist. Aber es fĂ€llt mir schwer anzunehmen, dass ich mein Kreuz auf mich nehmen und dir folgen muss, wenn ich dein JĂŒnger sein will. Hilf mir, die Kreuze in meinem Leben anzunehmen und in Liebe zu tragen.

Vorsatz: Ich will heute im Verborgenen ein kleines Opfer bringen oder ein Werk der NĂ€chstenliebe tun.


Messiasbekenntnis und Primat des Petrus

22. Februar 2020

Kathedra Petri
Fest

P. Anton Vogelsang LC

Mt 16,13-19
In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von CĂ€sarea Philippi kam, fragte er seine JĂŒnger: FĂŒr wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen fĂŒr Johannes den TĂ€ufer, andere fĂŒr Elija, wieder andere fĂŒr Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, fĂŒr wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus - der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die MĂ€chte der Unterwelt werden sie nicht ĂŒberwĂ€ltigen. Ich werde dir die SchlĂŒssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr unsere gemeinsame Zeit. Ich möchte alle meine Sorgen und AktivitĂ€ten hinter mir lassen, damit ich einfach nur hier bei dir sein kann. Ich glaube, dass du mich erschaffen hast und mich zu dir zurĂŒck in den Himmel fĂŒhren willst. Danke fĂŒr deine Liebe. Ich weiß, dass ich sie nicht verdiene, aber ich will versuchen, dich im Gegenzug zu lieben.

Bitte: Jesus, sanft und demĂŒtig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.

1. Selig bist du, Simon Barjona. Heute feiern wir das Fest der Kathedra Petri. Die Lesung Ă€hnelt der vom Donnerstag, ist aber diesmal dem Evangelium nach MatthĂ€us entnommen. Jesus fragt: „Ihr aber, fĂŒr wen haltet ihr mich?“ Petrus antwortet ihm: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Mit seiner Antwort „Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“ will Jesus sagen, dass Petrus nicht durch seine eigene FĂ€higkeit zu dieser Erkenntnis gekommen ist. Petrus war nicht klĂŒger als die anderen JĂŒnger, er war auch nicht der einzige, der klar sehen konnte oder der immer recht hatte. Petrus hatte mit Sicherheit nicht immer recht und beging auch oft Fehler. Aber er erkannte, wer Jesus war, weil der Vater beschlossen hatte, es ihm zu offenbaren.

2. Jesus Ă€ndert Petri Namen. In seiner Erwiderung auf Petrus sagt Jesus sehr wichtige Dinge. ZunĂ€chst Ă€ndert er Petri Namen. NamensĂ€nderungen sind in der Bibel immer sehr wichtig. Jedes Mal, wenn Gott den Namen eines Menschen Ă€ndert (Abram zu Abraham; Jakob zu Israel; Saulus zu Paulus), gibt er ihm einen neuen Auftrag. Petrus bedeutet Fels, und so besteht seine neue Aufgabe darin, der Fels zu sein, der die sichtbare Grundlage der Kirche bildet.Danach verleiht Jesus Petrus die SchlĂŒsselgewalt ĂŒber das Reich Gottes und sagt: „
 was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“ Was bedeutet das? GemĂ€ĂŸ der alten jĂŒdischen Tradition ernennt Jesus Petrus zum „Premierminister“ seines Königreiches. Das bedeutet, in seinem Reich steht Petrus nach Jesus an zweiter Stelle. Er hat die AutoritĂ€t ĂŒber die ganze Kirche und soll ĂŒbe sie wie ein Hausvater regieren. Und zu guter Letzt erhĂ€lt er die LehrautoritĂ€t, um bindende Entscheidungen zu treffen.

3. Jesus fĂŒhrt ein Amt ein. Es war nicht nur ein persönliches Geschenk, das Jesus dem Petrus mit dem Amt des „Premierministers“ ĂŒbergab. Jesus fĂŒhrt ein Amt ein, das mit dem Tod des Petrus nicht wegfĂ€llt. Es gibt eine Nachfolge. Das Geschenk des Primats in der Kirche wird durch alle Jahrhunderte hindurch von einer Person zur nĂ€chsten weitergegeben an jeweils die Person, die dem Petrus in seinem Amt nachfolgt, das heißt an die PĂ€pste. Und das feiern wir heute.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr Jesus, danke fĂŒr das Geschenk des Papsttums und die Sicherheit der Lehre, die damit auch fĂŒr mich verbunden ist. Durch Papst Franziskus fĂŒhrst du auch weiterhin deine Kirche. Wie Petrus ist auch Jorge Bergoglio nicht Papst geworden, weil er der klĂŒgste oder heiligste Mensch ĂŒberhaupt war. Er wurde Papst, weil du ihn - wie Petrus - auserwĂ€hlt und ihm die Gaben gegeben hast, die er fĂŒr die Leitung der Kirche braucht. Daran glaube ich.

Vorsatz: Ein GesĂ€tz des Rosenkranzes oder ein anderes Gebet fĂŒr den Papst beten.