Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 12. Januar 2020 bis Samstag 18. Januar 2020

Erste Woche im Jahreskreis

Br. Jonathan Fuhr LC

Jesus, der geliebte SohnSonntag
Jesus ruft zu einem neuen LebenMontag
Jesus, der LehrerDienstag
Jesus, das Heil der MenschenMittwoch
Jesus befreitDonnerstag
Jesus vergibtFreitag
Jesus ruft zur UmkehrSamstag


Jesus, der geliebte Sohn

12. Januar 2020

Taufe des Herrn
Fest

Br. Jonathan Fuhr LC

Mt 3,13-17
In jener Zeit kam Jesus von GalilĂ€a an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich mĂŒsste von dir getauft werden, und du kommst zu mir Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit, die Gott fordert, ganz erfĂŒllen. Da gab Johannes nach. Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.

EinfĂŒhrendes Gebet: Zu Beginn dieser neuen Woche möchte ich dich loben und preisen. Danke fĂŒr diesen neuen Tag, fĂŒr das Geschenk deiner Gegenwart in meinem Leben. Jesus danke, dass du in diese Welt gekommen bist, um uns die Liebe des Vaters zu offenbaren und um uns zu erlösen.

Bitte: Jesus, lass mich immer tiefer erkennen, was es heißt, ein Kind Gottes zu sein.

1. Jesus beugt sich hinab. Wir stehen am Beginn der Zeit im Jahreskreis, wĂ€hrend der wir das öffentliche Leben Jesu betrachten. Heute wird uns deshalb Jesus vorgestellt. Er ist in die Welt gekommen und begann sein öffentliches Leben mit der Taufe, die er aus den HĂ€nden Johannes des TĂ€ufers empfing. Er wird dadurch noch mehr einer von uns. Denn in der Taufe der Umkehr mischt er sich als Gerechter unter uns SĂŒnder, um uns nahe zu sein. Betrachten wir seine Einfachheit, seine Demut.

2. Der Sohn Gottes. Jesus ist nicht irgendwer, er ist der Sohn Gottes, der in diese Welt gekommen ist. Er ist der geliebte Sohn des Vaters. Das wird an dieser Stelle ganz deutlich: Es ist das erste Mal, dass Jesus öffentlich als der Sohn Gottes bezeichnet wird. Es soll sich herumsprechen: Gott schickt seinen Sohn in diese Welt, um uns Menschen zu erlösen. Denn Gott Vater hat etwas Großes mit uns Menschen vor.

3. Wir sind Kinder Gottes. Er möchte, dass wir Menschen wieder teilhaben an seiner Liebe, er möchte uns zu seinen Kindern machen. Durch die Taufe nimmt uns Gott als unser Vater an. Er möchte uns nahe sein und möchte das Beste fĂŒr uns. Lassen wir ganz bewusst zu, dass er in unser Leben eintritt, und erneuern und betrachten wir heute am Fest der Taufe des Herrn, was es bedeutet, ein Kind Gottes zu sein. Danken wir dem Herrn fĂŒr dieses Geschenk, das er uns gemacht hat.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich bin dein Bruder, du bist bei mir und gehst den Weg durch das Leben mit mir. Ich bitte dich, hilf mir, immer tiefer zu begreifen, was es heißt, ein Sohn Gottes zu sein und von ihm geliebt zu werden. Jesus, du kennst mein Herz, und du weißt um die Momente, in denen es mir schwerfĂ€llt, die Liebe des Vaters anzunehmen. Danke Jesus, du bist mir nahe und zeigst mir, wie man als Sohn Gottes in dieser Welt leben soll; was es heißt, in Einheit mit Gott zu leben und immer darin zu wachsen.

Vorsatz: Heute könnte ich das Taufversprechen erneuern. D.h. ich wende mich einmal mehr bewusst von allem Bösen ab, widersage seinen Verlockungen und Satan, dem Urheber des Bösen. Und ich bekrĂ€ftige meinen Glauben an Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, indem ich das apostolische Glaubensbekenntnis spreche.


Jesus ruft zu einem neuen Leben

13. Januar 2020

Montag der ersten Woche im Jahreskreis
Hl. Hilarius, Bischof und Kirchenlehrer

Br. Jonathan Fuhr LC

Mk 1,14-20
Nachdem man Johannes ins GefĂ€ngnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach GalilĂ€a; er verkĂŒndete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfĂŒllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium! Als Jesus am See von GalilĂ€a entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nĂ€mlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er ein StĂŒck weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des ZebedĂ€us, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater ZebedĂ€us mit seinen Tagelöhnern im Boot zurĂŒck und folgten Jesus nach.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich danke dir fĂŒr diesen neuen Tag und die Zeit, die ich nun mit dir verbringen darf. Ich glaube an deine Gegenwart in meinem Leben und möchte meine Liebe zu dir erneuern. Du weißt, was fĂŒr mich am besten ist im Leben. Zeige mir den Weg durch diesen Tag, und sprich nun zu meinem Herzen.

Bitte: Lass mich deinen Ruf hören!

1. Jesus tritt an das Ufer unseres Lebens. Zu Beginn seines öffentlichen Lebens geht Jesus auf die Suche nach Menschen, die ein offenes Herz haben und ihm helfen sollen, seine Sendung zu erfĂŒllen. Er ergreift also die Initiative und begibt sich auf die Suche. Er möchte am Leben der Menschen, die seine Apostel sein werden und aller, die sie mit seinem Wort erreichen, teilhaben. Deshalb geht er auf sie zu. Jesus steht auch am Wegrand unserer Tage, unseres alltĂ€glichen Lebens. Schauen wir auf unser Leben und betrachten wir die Momente, in denen er sich sichtbar macht.

2. Jesus ruft uns beim Namen. Jesus kennt uns, er kennt unsere Namen, er kennt unser Herz. Das ist unglaublich schön, denn er liebt uns so, wie wir sind, und nennt uns bei unserem Namen. Er bejaht uns in unserem Sein. Vor ihm können wir so sein, wie wir sind. Vor ihm brauchen wir keine Masken aufzusetzen. Lassen wir uns von ihm ansprechen und versuchen wir, seine Stimme in unserem Herzen zu hören. Lauschen wir auf seine Stimme und öffnen wir unser Herz fĂŒr die Liebe, die er uns vermittelt, wenn er unseren Namen ausspricht.

3. Jesus lĂ€dt uns ein, unsere Komfortzone zu verlassen. Auf diesen Ruf Jesu an unser Herz folgt eine Einladung. Nicht eine Einladung, etwas Unmögliches zu tun. Vielmehr möchte er unsere Talente, unsere FĂ€higkeiten auf eine neue Ebene bringen. Denn die zukĂŒnftigen Apostel lĂ€dt er nicht dazu ein, zu predigen und Wunder zu tun, nein, er lĂ€dt sie ein, an seiner Seite Menschenfischer zu werden. Fischen können sie, und deshalb können sie mit ihm zusammen auch lernen, Menschen zu fischen. So lĂ€dt Jesus jeden von uns auf eine besondere Art und Weise ein, ihm unsere Talente in die HĂ€nde zu legen.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus danke fĂŒr diesen Moment des Gebetes. Danke, dass du mir heute im Gebet begegnest und mich beim Namen gerufen hast. Ich möchte dir mein ganzes Sein ĂŒbergeben. Hilf mir, immer mehr zu einem Werkzeug nach deinem Herzen zu werden. Herr Jesus, ich ĂŒbergebe dir meine HĂ€nde, um deine Arbeit zu tun. Ich ĂŒbergebe dir meine Schritte, um deinen Spuren zu folgen. Ich ĂŒbergebe dir meine Augen, um zu sehen, wie du siehst. Ich ĂŒbergebe dir meine Zunge, um deine Worte zu sprechen. Ich ĂŒbergebe dir meinen Verstand, damit du in mir denkst. Ich ĂŒbergebe dir meinen Geist, damit du in mir betest. Vor allem ĂŒbergebe ich dir mein Herz, damit du in mir deinen Vater und alle Menschen liebst. Ich ĂŒbergebe dir mein ganzes Sein, damit du, Christus, in mir wĂ€chst, arbeitest und betest. Amen.

Vorsatz: Heute meine Talente auf ein Blatt Papier schreiben und Gott dafĂŒr danken.


Jesus, der Lehrer

14. Januar 2020

Dienstag der ersten Woche im Jahreskreis

Br. Jonathan Fuhr LC

Mk 1,21-28
In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stĂŒrzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkĂŒndet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von GalilĂ€a.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus ich danke dir fĂŒr diesen neuen Tag. DafĂŒr, dass du heute auf eine persönliche Art und Weise zu meinem Herzen sprechen möchtest und ich dich etwas besser kennen lernen darf.

Bitte: Herr, lass mich die Kraft deiner Worte erfahren.

1. Jesus lehrt die Menschen. In diesem Evangelium können wir viele verschiedenen Aspekte Jesu betrachten. Denn zuallererst macht er etwas ganz Normales fĂŒr einen „Rabbi“: Er geht in die Synagoge und lehrt die Menschen. Er erzĂ€hlt ihnen von Gott und möchte seine Zuhörer immer nĂ€her zu Gott Vater bringen. Doch da er der Sohn Gottes ist, spricht er anders als andere Schriftgelehrte, denn er hat eine tiefe innere Erfahrung: er kennt den Vater auf ganz persönliche Weise; er ist mit Gott vereint und, indem er die Menschen lehrt, bringt er ihnen seine Liebe.

2. Jesus liebt die Menschen. Somit ist er nicht nur jemand, der lehrt, sondern ihm liegen die Menschen am Herzen. Er liebt die Menschen, so wie Gott Vater die Menschen liebt. Er belehrt sie also nicht nur mit Informationen, sondern mit seinen Worten vermittelt er die Liebe des Vaters. Und das merken die Menschen. Denn seine Worte ziehen sie in Bann. Sie können seine Liebe spĂŒren, in seinem Blick, in der WĂ€rme seiner Worte. Lassen wir uns vom Herrn gefangen nehmen und hören wir in unser Herz hinein. Was möchte er uns heute sagen?

3. Jesus hat die Macht. Am Ende des Evangeliums wird dann ĂŒberaus deutlich, dass er jemand ganz Besonderes ist. Denn die unreinen Geister gehorchen ihm. Sie wissen, wer er ist und fĂŒrchten ihn. Jesus hat die Macht und die Kraft, uns zu befreien. Vor ihm mĂŒssen wir uns entscheiden, ob wir fĂŒr ihn oder gegen ihn sind. Wer ist der Herr fĂŒr mich? Was gibt es in meinem Leben, das mich gefangen hĂ€lt? – Halten wir es dem Herrn hin, damit er es uns nehmen kann und uns in seiner Kraft und Vollmacht befreit.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich danke dir fĂŒr diese Zeit, ich kenne dich jetzt etwas besser. Ich weiß, wer du bist, du bist der Sohn Gottes, du bist der Herr. Du möchtest mein Bestes, du bist gekommen, um mein Herz mit deiner Liebe zu erfĂŒllen. Hilf mir, dir mein Herz zu öffnen, damit du der Herr meines Lebens wirst und in meinem Herzen lebst.

Vorsatz: Heute den Herrn in einer Kirche oder Kapelle besuchen und ihm das eigene Leben darbringen.


Jesus, das Heil der Menschen

15. Januar 2020

Mittwoch der ersten Woche im Jahreskreis
Hl. Arnold Janssen, OrdensgrĂŒnder (SVD)

Br. Jonathan Fuhr LC

Mk 1,29-39
In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus ĂŒber sie, und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte fĂŒr sie. Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der HaustĂŒr versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele DĂ€monen aus. Und er verbot den DĂ€monen zu reden; denn sie wussten, wer er war. In aller FrĂŒhe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz GalilĂ€a, predigte in den Synagogen und trieb die DĂ€monen aus.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus heute komme ich zu dir. Ich möchte meinen Glauben an deine Gegenwart in meinem Leben erneuern. Du bist hier bei mir und möchtest mir deine Liebe zeigen. Danke, dass du mir die Gnade geschenkt hast, dich zu kennen. Lass mich immer tiefer in dein Herz eindringen. Ich brauche dich Jesus, hab Erbarmen mit mir.

Bitte: Jesus, heile mein Herz.

1. Jesus kommt zu uns nach Hause. Es passiert etwas sehr Schönes. Jesus besucht seinen neuen Freund Petrus direkt in seinem Haus. Petrus lĂ€dt ihn in sein Leben ein, er lĂ€sst Jesus teilhaben an seinem Leben. Es zeigt, wie sehr Petrus Jesus vertraut. Er hat keine Geheimnisse mehr vor dem Herrn. Jesus möchte in sein Haus kommen und er lĂ€sst Petrus die Freiheit, diese Einladung auszusprechen, doch wenn er dann tatsĂ€chlich eingeladen wird, kommt er auch gerne. Laden wir den Herrn heute in unser Haus, in unser Herz ein, damit er ein Teil unseres Lebens werden kann.

2. Er heilt uns. Jesus kommt und nimmt uns so an, wie wir sind. Er sieht die Probleme in unserem Leben, er sieht die Schwierigkeiten und die schönen Dinge. Er kennt die Tiefen unseres Herzens. Wenn wir ihn lassen, kennen wir sie gemeinsam. Und dann macht er etwas Großartiges: Jesus heilt uns, so wie er die Schwiegermutter des Petrus geheilt hat. Jesus befreit uns von unseren Sorgen und Ängsten und stĂ€rkt uns, damit wir ihn voll Freude aufnehmen und ihm dienen können.

3. Er zieht weiter und bleibt doch gegenwĂ€rtig. Jesus zieht dann direkt weiter, doch er hat etwas hinterlassen. Eine Spur im Leben derer, die er berĂŒhren konnte. Diese werden Jesus immer weiter suchen und sich von ihm leiten lassen. So bleibt Jesus in unserem Leben gegenwĂ€rtig. Er hinterlĂ€sst eine Spur, die unsere Sehnsucht, Hoffnung und Liebe nĂ€hrt. Schauen wir nun auf unser Leben und suchen wir die Momente, in denen der Herr uns berĂŒhrt und geheilt hat. Danken wir ihm und lassen wir nicht zu, dass er aus unserm Leben gedrĂ€ngt wird.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich lege mich voll Vertrauen in deine HĂ€nde. Nimm mein Leben und bring die Saat zum BlĂŒhen, die du gesĂ€t hast. Heile all das, was noch krank ist und hilf mir, dir mein Herz immer mehr zu öffnen; dich immer besser zu kennen, sodass du wirklich der König meines Herzens bist.

Vorsatz: Heute jemanden um Vergebung bitten, dem ich Leid zugefĂŒgt habe.


Jesus befreit

16. Januar 2020

Donnerstag der ersten Woche im Jahreskreis

Br. Jonathan Fuhr LC

Mk 1,40-45
In jener Zeit kam ein AussĂ€tziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berĂŒhrte ihn und sagte: Ich will es - werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg und schĂ€rfte ihm ein: Nimm dich in acht! ErzĂ€hl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll fĂŒr sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein. Der Mann aber ging weg und erzĂ€hlte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der StĂ€dte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von ĂŒberallher zu ihm.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich danke dir fĂŒr diese Zeit des Gebetes, dass du dir die Zeit nimmst, bei mir zu sein, dass du mir jetzt begegnen willst. Du bist hier und ich glaube an deine Gegenwart. Ich bitte dich um die Gnade eines tiefen Vertrauens in deine Liebe und deine Macht. Hilf mir, dich besser zu kennen und mit einem reineren Herzen zu lieben.

Bitte: Jesus, wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.

1. Jesus hat Mitleid. Jesus hat keine BerĂŒhrungsĂ€ngste. Er sieht das Unheil und das Leid der Menschen, und er ist der Erste, der uns befreien möchte. Sein Herz ist voller Liebe zu uns, und es schmerzt ihn, uns leiden zu sehen. Treten wir vor den Herrn und halten wir ihm unseren Aussatz hin. Lassen wir uns von ihm anschauen, und bitten wir ihn, uns zu reinigen.

2. Jesus befreit von den BĂŒrden. Jesus ist großzĂŒgig und gut zu uns. Er heilt uns und möchte vor allem, dass wir Ordnung im Leben haben, d.h. ein Leben fĂŒhren, das auf ihn hin ausgerichtet ist. Er möchte, dass wir unser Leben nach seinem Gesetz der Liebe ordnen. Und die tiefe seiner Liebe erkennt nur wahrhaft, wer sein Geheimnis zu wahren weiß. Dankbarkeit ist nur von Dauer, wenn sie noch in der Stille an den Schenker denkt.

3. Dem Herrn danken. So ist es ein Ausdruck des Dankes, dass wir unser Herz nach der Liebe Jesu ausrichten. Wenn wir ihm wirklich begegnet sind, dann wollen wir mit unserem Herzen, mit unserem Leben auf diese Liebe antworten. Diese Antwort ist ganz persönlich. Antworten wir auf die Liebe und die Gnade Jesu!

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, du kennst auch die dunklen Stellen meines Herzens. Diese möchte ich dir jetzt darbringen. Nimm du dich ihrer an, und heile sie. Hilf mir, mein Leben nach deinem Willen zu ordnen, deine Gesinnung zu ĂŒbernehmen, damit du in meinem Herzen herrschst.

Vorsatz: Jesus etwas aufopfern, was mir schwerfĂ€llt.


Jesus vergibt

17. Januar 2020

Hl. Antonius der Große, Mönchsvater
Gedenktag

Br. Jonathan Fuhr LC

Mk 2,1-12
Als er einige Tage spĂ€ter nach Kafarnaum zurĂŒckkam, wurde bekannt, dass er wieder zu Hause war. Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der TĂŒr Platz war; und er verkĂŒndete ihnen das Wort. Da brachte man einen GelĂ€hmten zu ihm; er wurde von vier MĂ€nnern getragen. Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den GelĂ€hmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem GelĂ€hmten: Mein Sohn, deine SĂŒnden sind dir vergeben! Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im Stillen: Wie kann dieser Mensch so reden? Er lĂ€stert Gott. Wer kann SĂŒnden vergeben außer dem einen Gott? Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was fĂŒr Gedanken habt ihr im Herzen? Ist es leichter, zu dem GelĂ€hmten zu sagen: Deine SĂŒnden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde SĂŒnden zu vergeben. Und er sagte zu dem GelĂ€hmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, heute komme ich zu dir und möchte dir im Gebet begegnen. Du bist immer bei mir, doch oft bin ich nicht bereit, deine Gegenwart zu erkennen. Doch nun möchte ich alles zurĂŒcklassen und vor dich hintreten, so wie ich bin. Diese Zeit gehört ganz dir. Komm du in mein Herz. Jesus, ich liebe dich. Es ist genial, dass du da bist.

Bitte: Jesus vergib mir.

1. Jesus sieht das Äußere. Jesus sieht das Leid des Mannes, er sieht den Eifer der Freunde, er sieht die Menschen, die im Haus anwesend sind. Er weiß um die Bedeutung des Moments. Er handelt ganz bewusst und möchte ein Zeichen setzen. Er möchte im Sichtbaren, fĂŒr den Menschen Fassbaren, zeigen, was er im Inneren tun kann.

2. Jesus, sieht die Herzen. Doch seine Kraft geht weiter. Jesus sieht unsere Herzen, er sieht das Herz des Mannes, er sieht in die Herzen aller Anwesenden. So erkennt Jesus das Vertrauen der Freunde, sieht die inneren Leiden des Mannes, sieht die Hoffnung in seinem Herzen, sieht die HĂ€rte in den Herzen der Gelehrten. Lassen wir uns von Jesus anschauen, denn in ihm gibt es nur eines: Die Liebe.

3. Das Geschenk der Vergebung. Jesus vergibt die SĂŒnden. Er hat die Macht dazu. Er macht dem GelĂ€hmten dieses Geschenk. Die SĂŒnde lĂ€hmt uns im Inneren. Jesus mobilisiert uns wieder, indem er unsere LĂ€hmungen heilt. Er gibt uns eine neue Chance, um auf eigenen Beinen durch das Leben zu gehen. Betrachten wir die Liebe Jesu zu uns, der unsere LĂ€hmungen heilen möchte und uns helfen möchte, wieder aufzustehen, unsere Bahre zu nehmen und voranzugehen.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, du siehst das, was mein Herz lĂ€hmt, du weißt um meine SchwĂ€che in so vielen Bereichen. Du weißt darĂŒber Bescheid, wenn nicht deine Liebe, sondern andere Dinge in meinem Herzen herrschen. Herr, nimm all das von mir, was mich lĂ€hmt und von dir entfernt. Befreie mein Herz von Stolz und Unglauben, die es lĂ€hmen. Ich bitte dich, vergib mir, und heile mein Herz.

Vorsatz: Heute, wenn es möglich ist, zur Beichte gehen oder ganz bewusst das Schuldbekenntnis beten und den Herrn um Vergebung bitten.


Jesus ruft zur Umkehr

18. Januar 2020

Samstag der ersten Woche im Jahreskreis
Beginn der Weltgebetsoktav fĂŒr die Einheit der Christen

Br. Jonathan Fuhr LC

Mk 2,13-17
In jener Zeit ging Jesus wieder hinaus an den See. Da kamen Scharen von Menschen zu ihm, und er lehrte sie. Als er weiterging, sah er Levi, den Sohn des AlphĂ€us, am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf und folgte ihm. Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, aßen viele Zöllner und SĂŒnder zusammen mit ihm und seinen JĂŒngern; denn es folgten ihm schon viele. Als die Schriftgelehrten, die zur Partei der PharisĂ€er gehörten, sahen, dass er mit Zöllnern und SĂŒndern aß, sagten sie zu seinen JĂŒngern: Wie kann er zusammen mit Zöllnern und SĂŒndern essen? Jesus hörte es und sagte zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die SĂŒnder zu rufen, nicht die Gerechten.

EinfĂŒhrendes Gebet: Heute trete ich vor dich hin, so wie ich bin. Nimm du mein Leben in deine HĂ€nde. Du kennst den Weg hin zu dir, du weißt wo ich gerade stehe. Nimm mich mit in die richtige Richtung. Ich danke dir, Herr, dass du mich kennst und trotzdem liebst, dass du mich beim Namen genannt hast, ich möchte deine Liebe mit meinem Leben erwidern.

Bitte: Herr, sei zu Gast in meinem Haus!

1. Jesus macht den ersten Schritt. Zu Beginn der Woche haben wir gesehen, wie Jesus sich auf den Weg macht, um die Apostel zu rufen, und auch heute beruft er wieder einen Menschen zur Umkehr und Nachfolge, fĂŒrs ganze Leben. Jesus macht den ersten Schritt, er kennt Levi schon, er sieht ihn, er sieht die Sehnsucht, aber auch die Furcht und die Fesseln in seinem Leben, deshalb ruft er ihn. Er hat Respekt vor Levi, er nimmt ihn so an, wie er ist, und begegnet Levi ohne Vorurteile.

2. Jesus zeigt seine Liebe. Da wir alle SĂŒnder sind, zeigt Jesus im Kontakt mit uns Menschen seine Liebe, seine Barmherzigkeit, die eine verĂ€ndernde Kraft hat. Seine Liebe zieht in den Bann, hat etwas Gewinnendes. Jesus verurteilt Levi nicht, sondern er möchte ihm helfen, ein neues Leben anzufangen. Darin besteht die Barmherzigkeit: Jesus hilft Levi, sich aufzurichten. Wir können zum Herrn mit allem kommen, er wird uns helfen, uns aufzurichten, wenn wir ihn aufrichtig darum bitten und neu anfangen wollen.

3. Jesus ruft jeden Menschen, der ihm das Herz öffnet. Jesus braucht unsere Gerechtigkeit nicht, sondern er braucht unsere Einfachheit und SchwĂ€che. In unserer BedĂŒrftigkeit kann er seine Liebe und GrĂ¶ĂŸe offenbaren, wenn wir schwach sind, dann ist er stark. Von ihm kommt alles und wir dĂŒrfen ihm vor allem vertrauen und ihm unser Herz öffnen.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich durfte dich in dieser Woche besser kennen lernen, dich begleiten und dein Wirken in meinem Leben entdecken. Hilf mir, heute mit meiner BedĂŒrftigkeit zu dir zu kommen und einen neuen Anfang mit deiner Liebe zu wagen, in den Bereichen, in denen du in mir nicht herrschst.

Vorsatz: Einer bedĂŒrftigen Person helfen bzw. dienen.