Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 17. November 2019 bis Samstag 23. November 2019

Dreiunddrei├čigste Woche im Jahreskreis

Br. Pedro Cadena LC

Mit Jesus vor dem TempelSonntag
Unerwartetes auf dem WegMontag
Eine ungew├Âhnliche BegegnungDienstag
Erwartungen an einen K├ÂnigMittwoch
Wir sind da!Donnerstag
Erneuerung des HerzensFreitag
├ťberschrift SamstagSamstag


Mit Jesus vor dem Tempel

17. November 2019

Dreiunddrei├čigster Sonntag im Jahreskreis
Hl. Gertrud von Helfta, Ordensfrau, Mystikerin
Volkstrauertag

Br. Pedro Cadena LC

Lk 21,5-19
In jener Zeit als einige dar├╝ber sprachen, dass der Tempel mit sch├Ân bearbeiteten Steinen und Weihegeschenken geschm├╝ckt sei, sagte Jesus: Es werden Tage kommen an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt, der nicht niedergerissen wird. Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und was ist das Zeichen, dass dies geschehen soll? Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irref├╝hrt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da. ÔÇô Lauft ihnen nicht nach! Wenn ihr von Kriegen und Unruhen h├Ârt, lasst euch nicht erschrecken! Denn das muss als Erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. Dann sagte er zu ihnen: Volk wird sich gegen Volk und Reich gegen Reich erheben. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersn├Âte geben; schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen. Aber bevor das alles geschieht, wird man Hand an euch legen und euch verfolgen. Man wird euch den Synagogen und den Gef├Ąngnissen ausliefern, vor K├Ânige und Statthalter bringen um meines Namens willen. Dann werdet ihr Zeugnis ablegen k├Ânnen. Nehmt euch also zu Herzen, nicht schon im Voraus f├╝r eure Verteidigung zu sorgen; denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, sodass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen k├Ânnen. Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern und manche von euch wird man t├Âten. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. Und doch wird euch kein Haar gekr├╝mmt werden. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, heute m├Âchte ich mit dabei sein, wie du vor dem Tempel mit deinen J├╝ngern inne h├Ąltst. Ich will im Glauben wirklich dich sehen, dich sprechen h├Âren, mich von dir ansprechen lassen. Lass unsere Augen sich treffen. Was sagst du mir? Was will ich dir sagen?

Bitte: Herr Jesus, lass mich heute eine tiefe Erfahrung von deinem liebenden Blick machen.

1. Was meinst du? Jesus geht mit seinen J├╝ngern zum Tempel von Jerusalem hinauf, um dort das Volk zu lehren. Als die Gruppe sich dem Gotteshaus n├Ąhert, fangen einige von den J├╝ngern an, den Tempel zu bewundern. Was f├╝r eine sch├Âne Fassade! Welch reiche Weihegeschenke! Jesus, der an deiner Seite geht, spricht dich freundlich an und sagt: Was meinst du? Wie sieht der Tempel aus? Von welchem Tempel spricht Jesus? Ist das der Tempel deines Lebens? Der Tempel deines Herzens? Deiner Familie? Du darfst dir ruhig Zeit nehmen, um seine Frage zu ├╝berdenken und sie ehrlich zu beantworten.

2. Wann wird das geschehen? Wir sind immer noch vor dem Tempel. Jesus hat eben dar├╝ber gesprochen, dass kein Stein auf dem andern bleiben wird, der nicht niedergerissen wird. Da fragen die erstaunten J├╝nger, wann das geschehen wird. Wird das auch mit anderen Tempeln geschehen? Sind sie auf festem Fundament gebaut? Hast du Angst vor dem, was geschehen k├Ânnte? Jesus ist jetzt bei dir, du kannst ihm das sagen, was du in deinem Inneren sp├╝rst.

3. Worum geht es am Ende? Jesus spricht noch weiter. Er sagt voraus, was seine J├╝nger alles zu leiden haben werden. Und doch sagt er: ÔÇ×Kein Haar wird euch gekr├╝mmt werdenÔÇť. Was empfindest du, wenn Jesus uns voraussagt, was mit uns geschehen kann? Glauben wir, dass uns kein Haar gekr├╝mmt werden wird, wenn wir Jesus treu bleiben? Warum, oder warum nicht? Das w├Ąre ein gutes Thema zum Gespr├Ąch mit Jesus, der in diesem Moment bei dir ist.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, mein Herr, du kennst mein Herz besser als ich selber. Heute hat sich einiges in mir bewegt, einiges ist in meinem Herzen aufgetaucht. Wie schaust du mich an in diesem Moment? Was entdecke ich gerade in deinem Blick? Lass mich erfahren, wie du mich ansiehst, und was du mir heute sagen willst. Heile, was zu heilen ist, Jesus, denn du bist gekommen, damit wir das Leben in F├╝lle haben.

Vorsatz: Heute werde ich Jesus in der Eucharistie besuchen und ihn f├╝r die Menschen danken, die zu den gro├čen Freuden meines Lebens beigetragen haben.


Unerwartetes auf dem Weg

18. November 2019

Montag der dreiunddrei├čigsten Woche im Jahreskreis
Weihetag der Basiliken St. Peter und St. Paul in Rom

Br. Pedro Cadena LC

Lk 18,35-43
Als Jesus in die N├Ąhe von Jericho kam, sa├č ein Blinder an der Stra├če und bettelte. Er h├Ârte, dass viele Menschen vorbeigingen, und fragte: Was hat das zu bedeuten? Man sagte ihm: Jesus von Nazaret geht vor├╝ber. Da rief er: Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Die Leute, die vorausgingen, wurden ├Ąrgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und lie├č ihn zu sich herf├╝hren. Als der Mann vor ihm stand, fragte ihn Jesus: Was soll ich dir tun? Er antwortete: Herr, ich m├Âchte wieder sehen k├Ânnen. Da sagte Jesus zu ihm: Du sollst wieder sehen. Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen. Da pries er Gott und folgte Jesus. Und alle Leute, die das gesehen hatten, lobten Gott.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, ich preise dich und danke dir, dass du mich so liebst, wie ich in diesem Moment bin. Gib mir die Gnade, vor dir so aufzutreten, wie ich wirklich bin, und mich von dir ber├╝hren zu lassen.

Bitte: Herr Jesus, lass mich heute eine tiefe Erfahrung von deinem liebenden Blick machen.

1. Siehst du ihn? Heute sind wir im Glauben mit Jesus unterwegs, und so gehen wir nach Jericho hinab. Wir laufen mitten unter den J├╝ngern, die sich unterhalten oder nachdenkend voranschreiten. Als die Stadtmauer vor uns am Horizont auftaucht, h├Âren wir eine Stimme, die von irgendwoher aus der N├Ąhe ruft: ÔÇ×Ein Almosen f├╝r einen armen Blinden! Um Gottes Willen erbarmt euch meiner! Wie ist deine Reaktion? Wie w├╝rdest du reagieren, wenn dich keiner sehen w├╝rde? Du kannst dar├╝ber mit Jesus ein paar Minuten sprechen, wenn du willst.

2. Was machen wir jetzt? Mittlerweile laufen wir ganz nahe bei Jesus, an seiner Seite. Hinter uns ert├Ânt die Stimme von vorher noch einmal, und diesmal richtig laut: Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! W├Ąhrend der Blinde versucht, zu Jesus zu kommen, wiederholt er st├Ąndig seinen dringenden Ruf. Sofort aber versuchen einige Menschen, ihn zum Schweigen zu bringen. Jesus schaut dich freundlich an, und fragt dich: Was machen wir jetzt? Was w├╝rdest du spontan antworten? Welche Gef├╝hle entspringen deinem Herzen? Willst du mit Jesus dar├╝ber sprechen?

3. Was soll ich dir tun? W├Ąhrend wir noch einmal in diese Szene aus dem Evangelium eintauchen, sehen wir Jesus, der auf dem Weg mit einer Menge von J├╝ngern stehen bleibt. Vor ihm steht auch Petrus, auf dessen Arm sich der blinde Bettler st├╝tzt. ÔÇ×Was soll ich dir tun?ÔÇť fragt Jesus den Blinden. Daraufhin antwortet der Blinde: ÔÇ×Herr, ich m├Âchte wieder sehen k├Ânnen.ÔÇť Da sagt Jesus zu ihm: ÔÇ×Du sollst wieder sehen. Dein Glaube hat dir geholfen.ÔÇť Was geschieht nun vor deinen Augen? Wie f├╝hlst du dich angesichts dessen, was Jesus eben getan hat? Warum? Willst du das Jesus erz├Ąhlen?

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, mein Herr, du kennst mein Herz besser als ich selber. Heute hat sich einiges in mir bewegt, einiges ist in meinem Herzen aufgetaucht. Wie schaust du mich an in diesem Moment? Was entdecke ich gerade in deinem Blick? Lass mich erfahren, wie du mich ansiehst, und was du mir heute sagen willst. Heile, was zu heilen ist, Jesus, denn du bist gekommen, damit wir das Leben in F├╝lle haben.

Vorsatz: Heute werde ich Jesus in der Eucharistie besuchen und ihm f├╝r die Menschen danken, die aus Liebe zu Gott gro├čz├╝gig zu mir waren.


Eine ungew├Âhnliche Begegnung

19. November 2019

Hl. Elisabeth von Th├╝ringen
Gedenktag

Br. Pedro Cadena, LC

Lk 19,1-10
In jener Zeit kam Jesus nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort wohnte ein Mann namens Zach├Ąus; er war der oberste Zollp├Ąchter und war sehr reich. Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste. Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zach├Ąus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. Als die Leute das sahen, emp├Ârten sie sich und sagten: Er ist bei einem S├╝nder eingekehrt. Zach├Ąus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die H├Ąlfte meines Verm├Âgens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zur├╝ck. Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, heute bin ich hier, weil du mich eingeladen hast, eine Weile mit dir zu verbringen. Du kennst meine Erwartungen und meine tiefsten Sehns├╝chte. Ich sehne mich nach dir, nach echtem Gl├╝ck. Gib mir das, was ich heute am n├Âtigsten habe, um gl├╝cklicher zu sein.

Bitte: Herr Jesus, lass mich heute eine tiefe Erfahrung von deinem liebenden Blick machen.

1. Jesus ist angekommen. Heute sind wir in Jericho, w├Ąhrend Jesus in der Stadt ankommt. Wir stehen auf dem Balkon unseres zweist├Âckigen Hauses, genau den Toren der Stadt gegen├╝ber, durch die Jesus in diesem Moment von einer wimmelnden Menschenmenge begleitet voranschreitet. Er sieht jung und gl├╝cklich aus, begr├╝├čt die Leute um sich herum und h├Ąlt immer wieder an, um ein Kind zu segnen oder die Hand einer Frau oder eines Mannes zu ergreifen und wieder loszulassen. Was f├╝hlst du, w├Ąhrend du ihn von deinem Standort aus betrachtest und vorbeigehen siehst? Sehnst du dich nach etwas? Was sp├╝rst du im Herzen? Du kannst das Jesus erz├Ąhlen, er ist hier f├╝r dich, jetzt.

2. Ich? Jetzt entscheiden? Wir sind immer noch auf dem Balkon und folgen Jesus mit dem Blick. Er hat etwas Besonderes... Jetzt aber biegt er um die Ecke, und wir verlieren ihn aus den Augen. Was machen wir jetzt? Wir haben nichts anders zu tun. Bleibst du da stehen? Gehst du die Treppen hinunter und begibst dich auf die Stra├če? Du kannst jetzt entscheiden, was du tun wirst. Keiner zwingt dich. Was willst du tun? Warum? Wie f├╝hlst du dich dabei? Wie schaut dich Jesus in deinem Inneren an in diesem Augenblick?

3. Der Blick Jesu. Wir wissen nicht genau, warum oder wieso, aber jetzt sitzen wir bei Zach├Ąus auf einem niedrigeren Ast dieses Maulbeerfeigenbaumes. Auch wir wollen Jesus sehen, egal, was es kostet. Manche aus der Menge lachen uns aus, zeigen auf uns... Dann aber kommt Jesus an die Stelle, wo wir sind. Er h├Ąlt unter dem Baum inne. Dann ruft er dich laut und deutlich, mit seiner m├Ąnnlichen, freundlichen Stimme bei deinen Namen: Liesel, Paul, ÔÇŽ, kommt schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. Dein Blick trifft sich mit dem seinen. Wie ist deine Reaktion? Was willst du? Du darfst Jesus das zeigen, er verurteilt keinen, auch dich nicht.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, mein Herr, du kennst mein Herz besser als ich selber. Heute hat sich einiges in mir bewegt, einiges ist in meinem Herzen aufgetaucht. Wie schaust du mich an in diesem Moment? Was entdecke ich gerade in deinem Blick? Lass mich erfahren, wie du mich ansiehst, und was du mir heute sagen willst. Heile, was zu heilen ist, Jesus, denn du bist gekommen, damit wir das Leben in F├╝lle haben.

Vorsatz: Heute werde ich Jesus in einer Kirche besuchen und ihm daf├╝r danken, dass er Menschen auf meinen Weg gestellt hat, die bereit waren, um meinetwillen Opfer darzubringen.


Erwartungen an einen K├Ânig

20. November 2019

Mittwoch der dreiunddrei├čigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Korbinian, Bischof
Bu├č- und Bettag

Br. Pedro Cadena LC

Lk 19,11-28
In jener Zeit meinten die Menschen, weil Jesus schon nahe bei Jerusalem war, das Reich Gottes werde sofort erscheinen. Daher erz├Ąhlte er ihnen ein weiteres Gleichnis. Er sagte: Ein Mann von vornehmer Herkunft wollte in ein fernes Land reisen, um die K├Ânigsw├╝rde zu erlangen und dann zur├╝ckzukehren. Er rief zehn seiner Diener zu sich, verteilte unter sie Geld im Wert von zehn Minen und sagte: Macht Gesch├Ąfte damit, bis ich wiederkomme. Da ihn aber die Einwohner seines Landes hassten, schickten sie eine Gesandtschaft hinter ihm her und lie├čen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser Mann unser K├Ânig wird. Dennoch wurde er als K├Ânig eingesetzt. Nach seiner R├╝ckkehr lie├č er die Diener, denen er das Geld gegeben hatte, zu sich rufen. Er wollte sehen, welchen Gewinn jeder bei seinen Gesch├Ąften erzielt hatte. Der erste kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Mine zehn Minen erwirtschaftet. Da sagte der K├Ânig zu ihm: Sehr gut, du bist ein t├╝chtiger Diener. Weil du im Kleinsten zuverl├Ąssig warst, sollst du Herr ├╝ber zehn St├Ądte werden. Der zweite kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Mine f├╝nf Minen erwirtschaftet. Zu ihm sagte der K├Ânig: Du sollst ├╝ber f├╝nf St├Ądte herrschen. Nun kam ein anderer und sagte: Herr, hier hast du dein Geld zur├╝ck. Ich habe es in ein Tuch eingebunden und aufbewahrt; denn ich hatte Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist: Du hebst ab, was du nicht eingezahlt hast, und erntest, was du nicht ges├Ąt hast. Der K├Ânig antwortete: Aufgrund deiner eigenen Worte spreche ich dir das Urteil. Du bist ein schlechter Diener. Du hast gewusst, dass ich ein strenger Mann bin? Dass ich abhebe, was ich nicht eingezahlt habe, und ernte, was ich nicht ges├Ąt habe? Warum hast du dann mein Geld nicht auf die Bank gebracht? Dann h├Ątte ich es bei der R├╝ckkehr mit Zinsen abheben k├Ânnen. Und zu den anderen, die dabeistanden, sagte er: Nehmt ihm das Geld weg, und gebt es dem, der die zehn Minen hat. Sie sagten zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn. (Da erwiderte er:) Ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Doch meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr K├Ânig werde - bringt sie her, und macht sie vor meinen Augen nieder! Nach dieser Rede zog Jesus weiter und ging nach Jerusalem hinauf.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, ich komme zu dir im Bewusstsein, dass ich ein S├╝nder bin. Du kennst mein Herz und wei├čt, wonach ich mich sehne, und wer ich wirklich bin. Schenke mir alles, was ich n├Âtig habe, denn du liebst mich unendlich und bedingungslos.

Bitte: Herr Jesus, lass mich heute eine tiefe Erfahrung von deinem liebenden Blick machen.

1. Eine Frage an Jesus. Im Glauben sind wir heute mit Jesus und den J├╝ngern unterwegs nach Jerusalem. Die Heilige Stadt auf dem Berg Zion ist schon am Horizont zu erblicken. Nach der Brotzeit zerstreuen sich die J├╝nger in kleinen Gruppen, andere legen sich hin oder gehen ein Bisschen spazieren. Da kommt Petrus zu Jesus und fragt ihn: Herr, wann wird das Reich Gottes kommen? Wird das nicht sofort sein, wenn wir in Jerusalem ankommen? Hast du heute auch eine Frage, die du Jesus stellen m├Âchtest? Willst du von ihm etwas wissen? Was erwartest du von ihm? Jesus kennt schon alles, was in deinem Herzen ist, und will deine tiefsten, echten Sehns├╝chte erf├╝llen. Willst du ├╝ber diese Sehns├╝chte mit Jesus sprechen?

2. Ein weiteres Gleichnis. Eine Weile ist schon vergangen, und Jesus ruft die J├╝nger zu sich. Er will ihnen ein Gleichnis erz├Ąhlen. Wir sind auch dabei, und h├Âren dem Meister aufmerksam zu. Jesus f├Ąngt an, ├╝ber einen vornehmen Mann zu sprechen, der als K├Ânig eingesetzt wird. Wie f├╝hlst du dich, w├Ąhrend du die Worte Jesu h├Ârst? Was verstehst du vom Gleichnis? Wie ist deine Reaktion darauf? Du kannst dir eine Weile nehmen, um Jesus deine Gedanken und Gef├╝hle zu er├Âffnen, damit er das ber├╝hren kann, was seiner Gegenwart bedarf.

3. Jesus zog weiter. Nachdem wir Jesus unser Herz ge├Âffnet haben, geht unser Tag weiter, genauso, wie der Tag Jesu damals weitergegangen ist. In welcher inneren Haltung willst du deinen Tag fortsetzen? Wie schaut Jesus dich in diesem Moment an, w├Ąhrend du entscheidest, wie du heute leben willst?

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, mein Herr, du kennst mein Herz besser als ich selber. Heute hat sich einiges in mir bewegt, einiges ist in meinem Herzen aufgetaucht. Wie schaust du mich an in diesem Moment? Was entdecke ich gerade in deinem Blick? Lass mich erfahren, wie du mich ansiehst, und was du mir heute sagen willst. Heile, was zu heilen ist, Jesus, denn du bist gekommen, damit wir das Leben in F├╝lle haben.

Vorsatz: Heute werde ich Jesus in der Eucharistie besuchen und ihm f├╝r die Menschen danken, die mir einmal die Gelegenheit zu einem Neuanfang geschenkt haben.


Wir sind da!

21. November 2019

Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem

Br. Pedro Cadena, LC

Mt 12,46-50
In jener Zeit, als Jesus noch mit den Leuten redete, standen seine Mutter und seine Br├╝der vor dem Haus und wollten mit ihm sprechen. Da sagte jemand zu ihm: Deine Mutter und deine Br├╝der stehen drau├čen und wollen mit dir sprechen. Dem, der ihm das gesagt hatte, erwiderte er: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Br├╝der? Und er streckte die Hand ├╝ber seine J├╝nger aus und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Br├╝der. Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erf├╝llt, der ist f├╝r mich Bruder und Schwester und Mutter.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, hier bin ich vor dir, weil du mich eingeladen hast, eine Weile bei dir zu sein. Du wei├čt alles, Herr, du kennst meine Sehns├╝chte und meine Wunden, meine Freuden, Tr├Ąume und ├ängste. Hilf mir, dir mein Herz zu ├Âffnen, damit du mich heilen kannst. Lass mich heute dir ├Ąhnlicher werden.

Bitte: Herr Jesus, lass mich heute eine tiefe Erfahrung von deinem liebenden Blick machen.

1. Jesus kommt. In der heutigen Betrachtung befinden wir uns mit Maria und ein paar anderen Verwandten Jesu vor einem Haus, in dem Jesus gerade lehrt. Einer von den J├╝ngern, vielleicht Thomas, der in einem Augenblick der Zerstreuung aus dem Fenster nach drau├čen schaut, erkennt die Mutter Gottes. Er winkt ihr und uns zu, und dreht sich dann nach Jesus um, um ihm unsere Gegenwart bekannt zu machen. Was f├╝hlst du, wenn du wahrnimmst, dass es m├Âglich ist, dass Jesus bald bei dir sein wird? Was denkst du? Warum? Du kannst mit Jesus zusammen diese Fragen ehrlich beantworten. Du kannst immer sicher sein, dass er dich dabei liebevoll anschaut.

2. Was ist in seinen Augen? Thomas hat Jesus schon Bescheid gesagt, dass wir drau├čen auf ihn warten. Er schaut durch das Fenster auf uns herab. Seine Augen treffen die deinen. Wie reagierst du darauf? Warum? H├Ąttest du jetzt etwas, das du Jesus sagen m├Âchtest? Du kannst alles sagen, was du willst, denn Jesus kennt schon alles, was du denkst und f├╝hlst, und mit dem allen liebt er dich unendlich.

3. Was f├╝r eine Antwort! Nachdem Jesus uns angeschaut hat, f├Ąngt er an zu reden: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Br├╝der? Wir k├Ânnen ihn klar h├Âren, w├Ąhrend er weiterspricht: ÔÇ×Das hier, das sind meine Mutter und meine Br├╝der...ÔÇť Wie hallen in dir seine Worte wider? Willst du mit ihm dar├╝ber sprechen?

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, mein Herr, du kennst mein Herz besser als ich selber. Heute hat sich einiges in mir bewegt, einiges ist in meinem Herzen aufgetaucht. Wie schaust du mich an in diesem Moment? Was entdecke ich gerade in deinem Blick? Lass mich erfahren, wie du mich ansiehst, und was du mir heute sagen willst. Heile, was zu heilen ist, Jesus, denn du bist gekommen, damit wir das Leben in F├╝lle haben.

Vorsatz: Heute werde ich Maria in einer Kirche oder vor einem Marienbild besuchen und ihr daf├╝r danken, dass sie sich damals mit ganzem Herzen um Jesus und die Urkirche gek├╝mmert hat, wie sie es auch heute mit uns tut. Wenn ich es n├Âtig habe, werde ich eine Beichtgelegenheit suchen, um Jesus ganz nah als Bruder, Arzt und Vater zu begegnen.


Erneuerung des Herzens

22. November 2019

Hl. C├Ącilia, Jungfrau, M├Ąrtyrin
Gedenktag

Br. Pedro Cadena, LC

Lk 19,45-48
In jener Zeit ging Jesus in den Tempel und begann, die H├Ąndler hinauszutreiben. Er sagte zu ihnen: In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine R├Ąuberh├Âhle gemacht. Er lehrte t├Ąglich im Tempel. Die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die ├╝brigen F├╝hrer des Volkes aber suchten ihn umzubringen. Sie wussten jedoch nicht, wie sie es machen sollten, denn das ganze Volk hing an ihm und h├Ârte ihn gern.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, ich will vor dich hintreten, so, wie ich bin. Danke, dass du mich kennst und mich mit alldem, was ich im Herzen trage, unendlich liebst. Ich brauche dich nur am Kreuz anzuschauen, um zu erfahren, wie sehr du mich liebst. Ich verdiene deine Liebe gar nicht, dennoch liebst du mich unendlich. Danke, Herr Jesus.

Bitte: Herr Jesus, lass mich heute eine tiefe Erfahrung von deinem liebenden Blick machen.

1. Was machst du, Jesus? Heute betrachten wir Jesus, der schon in Jerusalem angekommen ist. Wir gehen mit ihm und den J├╝ngern zum Tempel hinauf. W├Ąhrend wir in den Tempelhof eintreten, sehen wir eine wimmelnde Menge von Menschen, die Opferl├Ąmmer und Opfertauben kaufen und verkaufen. Der Tempelhof sieht mehr nach einem Marktplatz als nach dem Vorhof des Hauses Gottes aus. Wir suchen Jesus mit den Augen, finden ihn aber nicht. Wo ist er? Auf der rechten Seite des Hofes beginnt ein Aufruhr. L├Ąmmer laufen frei umher und in die Menge, w├Ąhrend wir pl├Âtzlich Jesus wiederentdecken. Was macht er? Wie reagierst du darauf? Was h├Ąltst du davon? Was denkst oder f├╝hlst du? Du kannst mit ihm dar├╝ber sprechen.

2. Was sagst du, Herr? Jesus sagt zu den H├Ąndlern: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine R├Ąuberh├Âhle gemacht. Wir, die wir mitten unter den H├Ąndler stehen, fragen uns: ├ťber welches Haus spricht er? Wie schaut er mich an, w├Ąhrend er mir das sagt? Was bewegt sich in meinem Inneren, w├Ąhrend ich diese Worte Jesu h├Âre? Du kannst das alles in Jesu H├Ąnde legen. Er ist in diesem Augenblick bei dir, und will dir mit seinem Blick zeigen, dass er dich unendlich liebt, auch mit dem, was du vor ihm ausbreitest. Er hat die Macht, Herzen zu heilen und zu verwandeln. Jesus, ich vertraue auf dich.

3. Hast du schon geh├Ârt? Am Abend des gleichen Tages, spazieren wir alleine durch die prall gef├╝llten Stra├čen Jerusalems. Da h├Âren wir im Vor├╝bergehen die Unterhaltung eines Ehepaares: -Hast du schon geh├Ârt? Man sagt, dass die Schriftgelehrten und die F├╝hrer des Volkes Jesus umbringen wollen.- Wenn wir ins Haus zur├╝ckkehren, erz├Ąhlen wir Jesus davon. Er schaut dir in die Augen, wenn du ihn ansprichst. Welche Entdeckung machst du ├╝ber dich in seinem Blick? Wie reagiert er auf das, was du sagst? Was denkst du dar├╝ber? Du kannst dir Zeit nehmen, um mit ihm dar├╝ber zu sprechen.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, mein Herr, du kennst mein Herz besser als ich selber. Heute hat sich einiges in mir bewegt, einiges ist in meinem Herzen aufgetaucht. Wie schaust du mich an in diesem Moment? Was entdecke ich gerade in deinem Blick? Lass mich erfahren, wie du mich ansiehst, und was du mir heute sagen willst. Heile, was zu heilen ist, Jesus, denn du bist gekommen, damit wir das Leben in F├╝lle haben.

Vorsatz: Heute werde ich Jesus in der Eucharistie besuchen und ihm f├╝r die Menschen danken, die mich in tr├╝ben Zeiten getr├Âstet und begleitet haben.


Eine schwierige Frage

23. November 2019

Samstag der dreiunddrei├čigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Klemens I., Papst
Hl. Kolumban, Abt, Glaubensbote

Br. Pedro Cadena, LC

Lk 20,27-40
In jener Zeit kamen einige von den Sadduz├Ąern, die die Auferstehung leugnen, zu Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterl├Ąsst, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Nun lebten einmal sieben Br├╝der. Der Erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm sie der Zweite, danach der Dritte, und ebenso die anderen bis zum Siebten; sie alle hinterlie├čen keine Kinder, als sie starben. Schlie├člich starb auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. Da sagte Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen. Die aber, die Gott f├╝r w├╝rdig h├Ąlt, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten. Sie k├Ânnen auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und durch die Auferstehung zu S├Âhnen Gottes geworden sind. Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn f├╝r ihn sind alle lebendig. Da sagten einige Schriftgelehrte: Meister, du hast gut geantwortet. Und man wagte nicht mehr, ihn etwas zu fragen.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, hier bin ich, weil du mich eingeladen hast, bei dir zu sein. Du liebst mich so sehr, ohne dass ich es verdiene. Ich kann das nicht fassen, aber ich danke dir von Herzen, dass ich so sein darf, wie ich bin. Du bist wirklich gut, Herr. Ich danke dir!

Bitte: Herr Jesus, lass mich heute eine tiefe Erfahrung von deinem liebenden Blick machen.

1. Was kannst du in meinem Herzen sehen? Wir befinden uns schon seit ein paar Tagen mit Jesus zusammen in Jerusalem. Jeden Tag ist er zum Tempel hinaufgegangen, um dort dem Volk zu begegnen und es ├╝ber das Himmelreich zu belehren. Als er seine Rede am Morgen beendet, sehen wir von unserem Platz aus zwei in pr├Ąchtige Gew├Ąnder gekleidete Sadduz├Ąer, die vor Jesus hintreten. ÔÇ×Meister!ÔÇť ÔÇô reden sie ihn an. Als Jesus sie anschaut und ihnen zeigt, dass er zum H├Âren bereit ist, fangen sie an, die Geschichte von den sieben Br├╝dern zu erz├Ąhlen. Wie schaut Jesus sie an, w├Ąhrend sie sprechen? Was sieht er in ihren Herzen? Und in dem deinen? Wie schaut er dich an?

2. Zu schwierig? Die Sadduz├Ąer haben Jesus ihre Frage schon gestellt. Wessen Frau wird die Frau von der Geschichte nun sein? Jesus h├Ąlt kurz inne. Hat er diesmal keine Antwort f├╝r seine erkl├Ąrten Gegner parat? War ihm die Frage zu schwierig? ÔÇ×Nur in dieser Welt heiraten die MenschenÔÇť ÔÇŽ setzt Jesus an. H├Âre, was er sagt. Schau ihn an, w├Ąhrend er spricht. Wie ist deine Reaktion auf seine Worte, auf sein Tun? Wenn du willst, kannst du ihm das er├Âffnen, was sich in dir bewegt hat.

3. Wagst du es? Jesus hat den Sadduz├Ąern schon geantwortet. Um ihn herum w├Ąchst die Stille. Die Menschen gehen langsam weg und wenden sich ihren t├Ąglichen Arbeiten zu. Genauso macht sich Jesus auf den Weg nachhause. Wir sind unterwegs mit Jesus. Willst du ihn etwas fragen? Du darfst ihn alles fragen, ihm alles erz├Ąhlen, was du willst. Er schaut dich jetzt liebevoll an. Sp├╝rst du seinen Blick?

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, mein Herr, du kennst mein Herz besser als ich selber. Heute hat sich einiges in mir bewegt, einiges ist in meinem Herzen aufgetaucht. Wie schaust du mich an in diesem Moment? Was entdecke ich gerade in deinem Blick? Lass mich erfahren, wie du mich ansiehst, und was du mir heute sagen willst. Heile, was zu heilen ist, Jesus, denn du bist gekommen, damit wir das Leben in F├╝lle haben.

Vorsatz: Heute werde ich Jesus in der Eucharistie besuchen und ihm f├╝r alle Menschen danken, bei denen ich mich angenommen f├╝hle und wei├č.