Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 22. September 2019 bis Samstag 28. September 2019

F├╝nfundzwanzigste Woche im Jahreskreis

Patricia Klein und Sarah Briemle, Gottgeweihte Frauen des Regnum Christi

Das wahre GutSonntag
In jedem Falle Licht seinMontag
Innere VerbundenheitDienstag
Mein AuftragMittwoch
Anh├Ąngerschaft, nicht GetriebenseinDonnerstag
Um was es wirklich gehtFreitag
Der Weg der NachfolgeSamstag


Das wahre Gut

22. September 2019

F├╝nfundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis
Hl. Mauritius und Gef├Ąhrten, M├Ąrtyrer der thebanischen Legion

Patricia Klein, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 16,1-13
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen J├╝ngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Verm├Âgen. Darauf lie├č er ihn rufen und sagte zu ihm: Was h├Âre ich ├╝ber dich? Leg Rechenschaft ab ├╝ber deine Verwaltung! Denn du kannst nicht l├Ąnger mein Verwalter sein. Da ├╝berlegte der Verwalter: Was soll ich jetzt tun, da mein Herr mir die Verwaltung entzieht? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht und zu betteln sch├Ąme ich mich. Ich wei├č, was ich tun werde, damit mich die Leute in ihre H├Ąuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin. Und er lie├č die Schuldner seines Herrn, einen nach dem anderen, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er antwortete: Hundert Fass ├ľl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich schnell hin und schreib ÔÇ×f├╝nfzigÔÇť! Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib ÔÇ×achtzigÔÇť! Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte, und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen kl├╝ger als die Kinder des Lichtes. Ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es zu Ende geht! Wer in den kleinsten Dingen zuverl├Ąssig ist, der ist es auch in den gro├čen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den gro├čen. Wenn ihr nun im Umgang mit dem ungerechten Mammon nicht zuverl├Ąssig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen? Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverl├Ąssig gewesen seid, wer wird euch dann das Eure geben? Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr k├Ânnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus Christus, hilf mir, dein Wort besser und tiefer zu verstehen, um daraus zu leben. Ich, deine Tochter/dein Sohn, warte voll Hoffnung auf dein Wort. Was m├Âchtest du mir heute sagen?

Bitte: Heilige Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, du wohnst in mir. Ich bitte dich, mir Mut zuzusprechen, um an diesem Tag Zeugnis von deiner Liebe zu geben. Schenke mir Freude daran, mich deine Tochter/dein Sohn nennen zu d├╝rfen.

1. Eigensucht kommt ans Licht. ÔÇ×Ein reicher Mann hatte einen Verwalter...ÔÇť - Der Diener in dieser Parabel missbrauchte das Vertrauen seines Herrn: Statt verantwortungsvoll mit dem Verm├Âgen zu wirtschaften, um es zu vermehren, nutzte er es f├╝r sein Eigeninteresse. Der Diener wollte mehr, als er vom Herrn schon bekam. Sein Blick wendete sich von der ihm geltenden G├╝te ab, und wandte sich der Eigensucht zu. Dies geschah vielleicht nicht pl├Âtzlich, sondern Schritt f├╝r Schritt: ein Fass ├ľl, dann zwei, dann drei, etc.Jesus, in meiner Taufe und in meinem Leben habe ich viele gute Dinge aus deinem Verm├Âgen anvertraut bekommen: mein Leben, meine Familie, ein Dach ├╝ber dem Kopf, etc. Durch meine Taufe darf ich an deinem g├Âttlichen Leben teilhaben.Wo rufst du mich auf, wieder meinen Blick auf dich zu wenden? Erleuchte mein Herz und meinen Verstand, Herr!

2. Was soll ich jetzt tun..? Der Verwalter ist blo├čgestellt, vielleicht sch├Ąmt er sich. Ganz sicher ist er sich nur ├╝ber das, was er in der Zukunft nicht tun kann oder m├Âchte, um zu ├╝berleben. Seine Eigensucht bleibt bestehen, aber seine Handlungsweise ist auf den Kopf gestellt. Das Verm├Âgen des Besitzers wird so zum Wohl anderer, denen jetzt weniger abgenommen wird, benutzt. Der Besitzer lobt diese Handlungsweise (nicht die Tatsache, dass der Verwalter vorher sich selbst Dinge zu eigen gemacht hat!), sein Verm├Âgen kommt anderen zugute. Du kennst mein Herz, du wei├čt, dass ich oft eigenn├╝tzig handle oder aus Angst vor Verlust und Leid mir dein mir anvertrautes Verm├Âgen aneigne. Aber du wei├čt auch, dass ich anders handeln kann. Und selbst wenn meine Absicht noch nicht ganz rein ist, kann ich anderen dein Verm├Âgen zug├Ąnglich machen.

3. Das wahre Gut. Welches ist das wahre Gut, das du f├╝r mich vorbereitet hast? Deine Kreaturen sind Geschenke aus deiner Hand, aber das wahre Gut? Das bist du selbst! Du bist mein wahres Verm├Âgen, nicht die Dinge, die du mir schenkst. Herr, ich will meine Freundschaft mit dir nicht durch die Sorgen, Ambitionen, ├ängste, Fragen, etc. verblassen lassen. Du bist verl├Ąsslich in dieser Freundschaft. Du hast unsere Gestalt angenommen, damit ich in deinem Gesicht, in deinem Herzen, den Vater erkenne. Unsere Freundschaft f├╝hrt mich heraus in die Weite der G├╝te, des Friedens und der Geborgenheit. Mit dir brauche ich mich vor nichts zu f├╝rchten, auch nicht vor meinen eigens├╝chtigen Handlungen. Mit dir kann ich sie ├╝berwinden. Jesus, ich vertraue dir. Du bist mein wahres Gut. Ich w├Ąhle dich erneut als meinen Herrn und Gott.

Gespr├Ąch mit Christus: Heiligste Dreifaltigkeit, du bist mein Gott, mein Gut, meine St├Ąrke, mein Heil. Gottvater, ich danke dir f├╝r..., Jesus, Sohn des Vaters, ich danke dir f├╝r..., Heiliger Geist, ich danke dir f├╝r...

Vorsatz: Heute werde ich in einem Moment der Stille am Abend f├╝r wenige Minuten mit Jesus auf meinen Tag schauen und ihn bitten, mir Augenblicke zu zeigen, in denen ich einen Teil des Verm├Âgens selbsts├╝chtig und aus Gedankenlosigkeit, Angst, Selbstsucht, Ambitionen nicht im Sinne des Besitzers verwaltet habe. Ich werde mir vornehmen, am darauffolgenden Tag in ├Ąhnlicher Situation im Sinne des Vaters zu handeln. Am Ende des Moments der Stille, danke ich Gott f├╝r seine Geduld und Barmherzigkeit mit mir. Ich bin geliebt. Ich bin Tochter/Sohn Gottes.


In jedem Falle Licht sein

23. September 2019

Montag der f├╝nfundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Pio von Pietrelcina (Padre Pio), Ordenspriester

Patricia Klein, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 8,16-18
In jener Zeit sprach Jesus: Niemand z├╝ndet ein Licht an und deckt es mit einem Gef├Ą├č zu oder stellt es unter das Bett, sondern man stellt das Licht auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, es leuchten sehen. Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt. Gebt also acht, dass ihr richtig zuh├Ârt! Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er zu haben meint.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus Christus, hilf mir, dein Wort besser und tiefer zu verstehen, um daraus zu leben. Ich, deine Tochter/dein Sohn, warte voll Hoffnung auf dein Wort. Was m├Âchtest du mir heute sagen?

Bitte: Heilige Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, du wohnst in mir. Ich bitte dich, mir Mut zuzusprechen, um an diesem Tag Zeugnis von deiner Liebe zu geben. Schenke mir Freude daran, mich deine Tochter/dein Sohn nennen zu d├╝rfen. Lehre mich, in meinem Leben auf deine Stimme zu h├Âren.

1. Licht sein, Hoffnung schenken. ÔÇ×Niemand z├╝ndet ein Licht an und deckt es mit einem Gef├Ą├č zu...ÔÇť - Diese Aussage scheint ├Ąu├čerst logisch. Es w├Ąre dumm, so etwas zu tun, selbst gef├Ąhrlich: Ein Brand k├Ânnte ausbrechen und alles in Schutt und Asche legen. Jesus sagt: ÔÇ×Ihr seid das Licht der Welt.ÔÇť (Mt 5,14) Gott hat in mich ein Licht gestellt, sein Licht, ein Licht, dass die Welt erhellen soll. Jedes Licht ist einzigartig in Gottes Kreativit├Ąt. Jesus, was f├╝r ein Licht siehst du in mir? Ist es gro├č, klein, warm, kalt, flackernd oder stark? Egal wie es aussieht, es ist meins und ich m├Âchte, dass du es n├Ąhrst. Ich m├Âchte dort, wo ich bin, Licht sein, egal, wie gro├č, klein, warm, kalt flackernd oder stark es ist. Jedes Licht in dunklen Momenten ist unentbehrlich, weil es Hoffnung gibt. Ich bin dein Bote der Hoffnung! Danke, dass du mich Teil deines Heilsplans sein l├Ąsst.

2. Zuh├Âren. ÔÇ×Gebt also acht, dass ihr richtig zuh├Ârt.ÔÇť - Gott, du erinnerst uns immer wieder in der Heiligen Schrift daran, dir zu zuh├Âren, dir unser Ohr zuzuneigen. (Jesaja 55,2-3) Herr, ich m├Âchte dir meine ganze Aufmerksamkeit schenken: Wie kann ich heute Licht sein? Wie kann dein Licht heute durch mich leuchten? Gibt es etwas in meinem Leben, das wie ein Gef├Ą├č ├╝ber mein Licht gest├╝lpt ist? Verstecke ich mein Licht unter dem Bett der Faulheit, der Angst, des Egoismus, der Sorgen? Wie kann ich Glaube, Liebe und Hoffnung leben, damit sie das Licht mehren und es nicht in den Umst├Ąnden des Lebens ersticken lassen?

3. Padre Pio. Padre Pio hatte viele schwierige und unerwartete Momente in seinem Leben. Dennoch war er ein Licht f├╝r viele. Er sorgte sich um Kranke an Leib und Seele. Er war vielen wie ein Vater und will auch mich auf meinem Weg begleiten. Ich m├Âchte heute Gott trauen und vertrauen, dass er mich als Licht der Hoffnung in die Welt gesendet hat. Und so werde ich mit Worten, die Padre Pio zugeschrieben sind, bewusst diese sch├Âne Berufung ohne inneren Druck oder Zweifel an deren Realit├Ąt leben: ÔÇ×Bete, hoffe und sorge dich nicht!ÔÇť

Gespr├Ąch mit Christus: Heiligste Dreifaltigkeit, du bist mein Gott, mein Gut, meine St├Ąrke, mein Heil. Gottvater, ich danke dir, dass du in mir dein Licht aufgestellt hast. Jesus, Sohn des Vaters, ich danke dir, dass du mir durch dein Leben, deine G├╝te, Geduld, Barmherzigkeit, und Aufmerksamkeit zeigst, wie ich in meiner Umgebung Licht sein kann. Heiliger Geist, ich danke dir, dass du mein Gebet f├╝hrst, und ich bitte dich, mich immer wieder daran zu erinnern, in meinem Inneren und in meinen Begegnungen auf die Stimme des Vaters zu h├Âren.

Vorsatz: Heute werde ich in einer Begegnung mit einer mir schon bekannten Person gut hinh├Âren: Wie kann ich f├╝r die andere Person Licht sein durch Worte des Trostes, der Ermutigung, des Lobes, etc.?


Innere Verbundenheit

24. September 2019

Dienstag der f├╝nfundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hll. Rupert und Virgil, Bisch├Âfe, Glaubensboten

Patricia Klein, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 8,19-21
In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Br├╝der zu ihm; sie konnten aber wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen. Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Br├╝der stehen drau├čen und m├Âchten dich sehen. Er erwiderte: Meine Mutter und meine Br├╝der sind die, die das Wort Gottes h├Âren und danach handeln.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus Christus, hilf mir, dein Wort besser und tiefer zu verstehen, um daraus zu leben. Ich, deine Tochter/dein Sohn, warte voll Hoffnung auf dein Wort. Was m├Âchtest du mir heute sagen?

Bitte: Heilige Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, du wohnst in mir. Ich bitte dich, mir Mut zuzusprechen, um an diesem Tag Zeugnis von deiner Liebe zu geben. Schenke mir Freude daran, mich deine Tochter/dein Sohn nennen zu d├╝rfen. Lehre mich, in meinem Leben auf deine Stimme zu h├Âren.

1. Vor Jesus stehen. ÔÇ×...sie konnten aber wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen.ÔÇť - Jesus, warum suchen dich so viele Menschen? Warum versammeln sie sich um dich und wollen dich sehen und h├Âren? Welche Hoffnungen bringen sie zu dir? Was schenkst du ihnen durch deine Gegenwart? Vielleicht finde ich in mir ├Ąhnliche Sehns├╝chte und Bed├╝rfnisse, die ich heute vor dich bringen m├Âchte. Es gibt niemanden, der mir im Weg steht, um dir von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, um dir mein Herz mit allem darzubringen, was sich heute darin befindet. Oder gibt es etwas, was dem im Wege steht? Eine Frage, ein Zweifel, Groll, Unsicherheiten, etc.? Auch das lege ich voll Vertrauen in dein Heiliges Herz. Dein g├╝tiger, geduldiger Blick, deine heilenden H├Ąnde, deine tr├Âstenden und ermutigenden Worte bringen Hoffnung und Freude in mein Leben, genauso wie jenen, die sich an den Ufern und auf den Pl├Ątzen um dich herum versammelten.

2. Maria. Herr, Maria, deine Mutter und meine Mutter, begleitet dich zusammen mit anderen Verwandten aus deiner Familie. Vielleicht erkannte sie jemand und dachte, dass sie dich gleich sehen und sprechen wolle, denn Familienbande sind sch├Ân und wichtig. Deine Gegenwart, Maria, war von Anfang an entscheidend im Heilsplan des Vaters. Du warst es, die als erstes aller Gesch├Âpfe Ja zum Plan sagte und ihn an dir geschehen lie├čest. Deine Antwort auf diese Berufung war: Fiat und Magnificat! Meine Seele preist den Herrn, denn er hat Gro├čes an mir getan. Sein Name ist heilig! Maria, auch wenn du Jesus nicht gleich sehen konntest, so warst du ihm doch sehr nahe und innerlich verbunden. Mutter, bitte f├╝r mich bei Jesus um diese innere Verbundenheit mit Ihm. Danke!

3. Innere Verbundenheit. ÔÇ×Meine Mutter und meine Br├╝der sind die, die das Wort Gottes h├Âren und danach handeln.ÔÇť - Die innere Verbundenheit ist dir so wichtig, Jesus! Du m├Âchtest sie mir schenken. Dein Herz d├╝rstet nach der Verbundenheit mit allen Menschen, mit jedem auf besondere, wunderbare Weise. Du offenbarst das Herz des Vaters: Ein Herz, dass alle menschlichen Familienbande ├╝bersteigt und mich in deiner Familie willkommen hei├čt. Zusammen mit meinen Schwestern und Br├╝dern hier auf Erden und im Himmel bin ich Mitglied deiner Familie und darf -schon jetzt- an deinem g├Âttlichen Leben teilhaben, in dem ich mit dir in Gebet, N├Ąchstenliebe und den Sakramenten eng verbunden bleibe. Danke Herr! Magnificat!

Gespr├Ąch mit Christus: Gottvater, ich danke dir, dass du mich erschaffen wolltest und ich Mitglied der Familie Gottes und deines Heilplans bin. Jesus, Sohn des Vaters, ich danke dir, dass du mir durch dein Leben, Leiden und Auferstehen die Tore des Himmels ge├Âffnet hast, so dass ich dort willkommen bin. Heiliger Geist, ich danke dir, dass du mein Gebet f├╝hrst und ich bitte dich, mich immer wieder daran zu erinnern, in meinem Inneren und in meinen Begegnungen auf die Stimme des Vaters zu h├Âren. M├Âge die Freude dar├╝ber, Kind Gottes zu sein, mein Herz heute in besonderer Weise ber├╝hren. ÔÇ×...denn Er hat Gro├čes an mir getan und sein Name ist heilig.ÔÇť

Vorsatz: Heute werde ich noch bewusster als Kind und Mitglied der Familie Gottes leben und mich den Tag hindurch mit Freude daran erinnern. Ich werde meine Mitmenschen bewusster als Schwestern und Br├╝der wahrnehmen, um in ihnen das Herz des Vaters zu entdecken: bei solchen, bei denen es mir leicht, aber besonders bei jenen, bei denen es mir schwerf├Ąllt.


Mein Auftrag

25. September 2019

Mittwoch der f├╝nfundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Nikolaus von Fl├╝e, Einsiedler

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 9,1-6
In jener Zeit rief Jesus die Zw├Âlf zu sich und gab ihnen die Kraft und die Vollmacht, alle D├Ąmonen auszutreiben und die Kranken gesund zu machen. Und er sandte sie aus mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verk├╝nden und zu heilen. Er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd. Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn euch aber die Leute in einer Stadt nicht aufnehmen wollen, dann geht weg, und sch├╝ttelt den Staub von euren F├╝├čen, zum Zeugnis gegen sie. Die Zw├Âlf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf. Sie verk├╝ndeten das Evangelium und heilten ├╝berall die Kranken.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, ich komme zu dir, weil ich glaube, dass du hier und ├╝berall zugegen bist. Ich glaube, dass dieser Moment der Stille mit dir der entscheidende Moment meines Tages ist.

Bitte: Jesus, weite meinen Verstand, um die Wahrheit zu erkennen. ├ľffne mein Herz, um deine Sch├Ânheit sehen zu k├Ânnen. Bewege meinen Willen, damit ich mich daf├╝r entscheiden kann, G├╝te und Einheit zu stiften.

1. Der Auftrag. Wie oft fragen wir Gott: ÔÇ×Was ist mein Auftrag? Was soll ich tun?ÔÇť Im heutigen Evangelium gibt uns Jesus eine Antwort auf diese Frage. Jesus schickte seine J├╝nger aus, damit sie ein Zweifaches tun: verk├╝nden und heilen. Und genau dieses Zweifache brachte die J├╝nger stets auf die richtige F├Ąhrte, wenn zu kl├Ąren war, was denn jeweils genau im Hier und Jetzt zu tun sei. Stelle ich mir auch die Frage, worin denn meine Aufgabe in dieser Welt und konkret an diesem Tag besteht? Jesus ruft dich auf zu VERK├ťNDEN und zu HEILEN. Genauso wie die J├╝nger nach den Worten Jesu nicht alle in dieselbe Richtung aufgebrochen sind und dieselben Dinge getan haben, wird auch mein Weg ganz pers├Ânlich und konkret sein, anders als der Weg anderer Menschen. Wir k├Ânnen nur verk├╝nden, was wir selber gesehen und erlebt haben. Daher liegt auch die Antwort auf meinen konkreten Weg in meinem Inneren. Wie ist mir Gott in meinem Leben begegnet? Genau das kann ich verk├╝nden. Welche Leiden hat Gott in mir schon geheilt oder welche Schmerzen und Leiden der Menschen ber├╝hren mich besonders? Vielleicht konkretisiert sich in genau diesen inneren Regungen, was mein konkreter Auftrag und Weg ist.

2. Was wir brauchen. Oftmals k├Ânnen wir uns beim Betrachten dieses Evangeliums darauf fokussieren, dasse Jesus uns einl├Ądt, bestimmte Dinge loszulassen und wir h├Âren einfach eine Auflistung all dessen, was wir nicht brauchen, um unseren Auftrag gut zu erf├╝llen. Doch ├╝bersehen wir dabei vielleicht das Wichtigste, n├Ąmlich, was wir brauchen und haben sollten und was Jesus uns deshalb zusichert. Bevor Jesus seine J├╝nger aussandte, stattete er sie mit der Kraft aus, die sie f├╝r ihren Auftrag brauchten. Jesus gibt uns nicht nur ein paar Hilfsmittel, die n├╝tzlich sein k├Ânnen, sondern eine ├╝bernat├╝rliche Kraft, ohne die wir gar nicht wirken k├Ânnen, mit der wir aber vollkommen bef├Ąhigt sind. Ja, dieses Evangelium zeugt von der treuen Vorsehung Gottes, der uns niemals schutzlos in die Welt aussendet. Mit Gott d├╝rfen wir Gewissheit haben. Und wer sich sicher wei├č, darf und will auch alles ├╝berfl├╝ssige ÔÇ×GewichtÔÇť auf dem Weg loswerden. Wer will schon an unn├Âtigen Dingen festhalten. Nur der, der keine bessere Alternative hat.

3. Freiheit. Wenn wir beauftragt sind und uns auf den Weg machen, kann uns dennoch etwas Angst einjagen, obwohl wir uns von Gott best├Ąrkt wissen: Was, wenn es nicht funktioniert? Was, wenn meine M├╝he nicht wertgesch├Ątzt wird? Was, wenn die Resultate nicht die sind, die ich mir erhofft hatte? Und Jesus sagt uns im heutigen Evangelium nicht, dass wir in jedem Fall Erfolg haben werden. Ja, er bereitet uns sogar darauf vor, dass es Misserfolge geben wird. Das sollte uns, statt mit Frust und Angst, mit Frieden und Zuversicht erf├╝llen. Denn es geht zun├Ąchst nicht darum, wie andere reagieren oder ob sie unsere Botschaft annehmen. Es geht zun├Ąchst darum, dass ich getan habe, was gut und richtig war, denn mein Friede liegt nicht im Herzen der anderen Menschen, sondern in meinem Herzen. Den Staub der Welt und ihren Unfrieden d├╝rfen wir dann als freie Kinder Gottes immer von unseren F├╝├čen sch├╝tteln und weiter gehen.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, f├╝hre mich in das innere meines Herzens, um dort zu h├Âren, wie du heute zu mir sprichst und mich sendest. Ich will gehen und wirken, wo ich gebraucht werde. Welchen Auftrag habe ich heute zu erf├╝llen? Welches Puzzlest├╝ck bin ich heute f├╝r dein Reich?

Vorsatz: Ich will mich heute konkret fragen, was ich tun kann, um diese Welt durch ein gelebtes Zeugnis des Glaubens und der Liebe besser zu machen.


Anh├Ąngerschaft, nicht Getriebensein

26. September 2019

Donnerstag der f├╝nfundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hll. Kosmas und Damian, M├Ąrtyrer

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 9,7-9
In jener Zeit h├Ârte der Tetrarch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. Denn manche sagten: Johannes ist von den Toten auferstanden. Andere meinten: Elija ist wiedererschienen. Wieder andere: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Herodes aber sagte: Johannes habe ich selbst enthaupten lassen. Wer ist dann dieser Mann, von dem man mir solche Dinge erz├Ąhlt? Und er hatte den Wunsch, ihn einmal zu sehen.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, ich komme zu dir, weil ich glaube, dass du hier und ├╝berall zugegen bist. Ich glaube, dass dieser Moment der Stille mit dir der entscheidende Moment meines Tages ist.

Bitte: Jesus, weite meinen Verstand, um die Wahrheit zu erkennen. ├ľffne mein Herz, um deine Sch├Ânheit sehen zu k├Ânnen. Bewege meinen Willen, damit ich mich daf├╝r entscheiden kann, G├╝te und Einheit zu stiften.

1. Was wir von anderen h├Âren. Wie viele Informationen ├╝berfluten uns jeden Tag. Wir h├Âren so vieles und der Gro├čteil davon geht an uns vor├╝ber, ohne unser Leben zu ver├Ąndern. Wir h├Âren von Trag├Âdien, Erfolgen und Misserfolgen, von Studien und Erkenntnissen, von Katastrophen und Oberfl├Ąchlichkeiten. Und dann gibt es noch Jesus und seine Kirche. Auch hier h├Âren und sehen wir so einiges. Doch was geschieht mit mir, wenn ich all diese Dinge h├Âre? Was wird in mir in Bewegung gesetzt? Was geschieht in mir, wenn ich von Schmerzhaftem und Kaputtem in dieser Welt h├Âre? Was geschieht in mir, wenn ich davon h├Âre, dass die Kirche ihren Auftrag bei der Verk├╝ndigung der Liebe und der Heilsbotschaft allzu oft nicht ihrer Berufung entsprechend erf├╝llt? Was geschieht in mir, wenn ich davon h├Âre, wie Jesus im Leben so vieler Menschen sichtbar gewirkt hat? Was geschieht in mir, wenn ich von inspirierenden Menschen h├Âre, die f├╝r das Gute k├Ąmpfen? Was geschieht in mir, wenn ich davon h├Âre, dass jemand Gott tiefer begegnet ist und darin Freude und Freiheit erfahren hat? Lasse ich zu, dass etwas in mir geschieht? Auch wenn es nur eine einfache Suche nach mehr ist.

2. Anh├Ąngerschaft. Gerade weil so vieles um mich herum geschieht, liegt es in meiner Freiheit zu w├Ąhlen, wem ich nachfolge, d.h. wem ich erlaube, mich in meinem Leben in eine bestimmte Richtung zu lenken. Wo suche ich meine Antworten? Von wem m├Âchte ich noch mehr beeinflusst werden? Wem folge ich und wie tief und ernsthaft folge ich dieser Person in meinem Leben nach? Die Entscheidung dar├╝ber, ob wir in unserem Leben einfach nur getrieben oder J├╝nger sind, liegt in unserer Hand. Und wer sich f├╝r Nachfolge und J├╝ngerschaft entscheidet, kann nicht zweigleisig fahren. Wir k├Ânnen nur einem folgen: entweder Gott oder der Welt. Wie viele Menschen sahen, was Jesus getan hat, und doch entschieden sie sich nicht f├╝r eine Nachfolge. Sie hatten ihre Meinung ├╝ber Jesus, erlaubten ihm aber nicht, ihr Leben zu ver├Ąndern. Wie sieht es bei mir aus? Hat Gott etwas mit meinem Leben zu tun oder habe ich meine Meinung ├╝ber ihn?

3. Meine Quellen. Auf dem Weg des Glaubens erscheinen immer wieder Fragen. Es gibt Dinge, die wir nicht verstehen oder mit denen wir hadern. Glaubensfragen oder sogar Glaubenskrisen sind Teil dieses Weges. Doch genau diese Fragen bringen wir so oft nicht vor Gott! Wir verbergen, was wirklich in uns vorgeht, weil wir irgendwie meinen, Gott k├Ąme nicht damit zurecht, wenn wir ehrlich zu ihm sind. Auch wenn Herodes kein Glaubensvorbild f├╝r uns ist, k├Ânnen wir von ihm lernen, direkt bei Jesus nach Antwort auf unsere Fragen ├╝ber ihn zu suchen.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, ich will dir folgen. Ich will zulassen, dass du heute meine Leben konkret beeinflusst. Ich will bei dir Antworten auf meine tiefsten Fragen suchen und finden.

Vorsatz: Ich will heute eine konkrete Glaubensfrage, die ich habe, direkt mit Gott besprechen und bereit sein, ihm zuzuh├Âren.


Um was es wirklich geht

27. September 2019

Hl. Vinzenz von Paul, Priester, Ordensgr├╝nder
Gedenktag

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 9,18-22
In jener Zeit, als Jesus in der Einsamkeit betete und die J├╝nger bei ihm waren, fragte er sie: F├╝r wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige f├╝r Johannes den T├Ąufer, andere f├╝r Elija; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, f├╝r wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: F├╝r den Messias Gottes. Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen. Und er f├╝gte hinzu: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den ├ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird get├Âtet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, ich komme zu dir, weil ich glaube, dass du hier und ├╝berall zugegen bist. Ich glaube, dass dieser Moment der Stille mit dir der entscheidende Moment meines Tages ist.

Bitte: Jesus, weite meinen Verstand, um die Wahrheit zu erkennen. ├ľffne mein Herz, um deine Sch├Ânheit sehen zu k├Ânnen. Bewege meinen Willen, damit ich mich daf├╝r entscheiden kann, G├╝te und Einheit zu stiften.

1. Kennen und erkennen. Jesus betet und aus dem Gebet gehen diese zwei bohrenden Fragen hervor: ÔÇ×F├╝r wen halten mich die Leute?ÔÇť ÔÇ×F├╝r wen haltet ihr mich?ÔÇť Warum sind diese Fragen so entscheidend? Mit Sicherheit fragt Jesus nicht einfach interessehalber und noch viel weniger h├Ątte das Evangelium diese Fragen festgehalten, wenn sie nicht auch f├╝r uns wichtig w├Ąren. Die J├╝nger Jesu wissen, wer Jesus ist, weil sie ihn kennen. Nur wer Jesus an seinem Leben teilhaben l├Ąsst und selbst am Leben Jesu teilhat, kann in ihm den Messias erkennen, den wir brauchen. Vielleicht sollten die J├╝nger und auch wir durch diese Frage Jesus tiefer verstehen, verstehen, wie wichtig es ist, ihn zu kennen ÔÇô das hei├čt, eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Wer Jesus so kennt, wird ihn als den erkennen, der er ist.

2. Sprachverbot. Es kann uns vollkommen unverst├Ąndlich erscheinen, dass Jesus seinen J├╝ngern verbietet, ├╝ber das zu sprechen, was sie von ihm erkannt haben. Warum nicht mehr Leute davon ├╝berzeugen? Warum nicht so viel mehr Nachfolger gewinnen? Noch mehr Argumente k├Ânnen einem dazu einfallen. Eines ist jedoch sicherlich klar: Jesus weist die J├╝nger darauf hin, dass ├╝berzeugende Worte nicht die entscheidende Sache sind, wenn es darum geht, Menschen das Heil Gottes zu bringen. Viel mehr Kraft als unsere Worte hat unser Lebenszeugnis. Denn die Menschen werden in erster Linie sehen, wie die J├╝nger Jesu leben, wie sie ver├Ąndert wurden. Darin liegt die wahre ├ťberzeugungskraft. Unsere Worte sollten immer nur eine Best├Ątigung oder Erl├Ąuterung dessen sein, wie wir leben. Als Christen brauchen wir nicht dringend Worte, die evangelisieren, sondern unser Leben sollte ein lebendiges Evangelium sein.

3. Das Kreuz. Immer wieder weist Jesus seine J├╝nger auf das Kreuz hin. Sie folgen einem Messias, der sein Leben hingeben wird - aus Liebe. Das Herz der J├╝nger wird nach und nach daf├╝r ger├╝stet, die Tiefe und Radikalit├Ąt der Liebe Gottes zu begreifen, die das Leid nicht ausl├Âscht, sondern auf sich nimmt. Das ist vielleicht die alles entscheidende Frage bei unserer Nachfolge: ÔÇ×Bin ich bereit mein Kreuz auf mich zu nehmen und Jesus nachzufolgen ÔÇô aus Liebe? Bin ich bereit, an dieses Paradox zu glauben?ÔÇť Wenn Jesus uns gezeigt hat, dass das der Weg zum Leben ist, warum z├Âgern wir dann so oft? Was k├Ânnte ich mehr ersehnen als Auferstehung, Freiheit, Freude und absolute F├╝lle. M├Âge die Angst vor dem Kreuz uns nicht davon abhalten, dem Weg zu folgen, der uns genau dort hinf├╝hrt, wo wir mit all unserer Kraft und Sehnsucht hinwollen.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, ich will dich kennenlernen. Wer bist du? Wie bist du? Ich will dir heute ein klein wenig n├Ąherkommen, um dich so zu erkennen, wie du wirklich bist. Nimm mich mit auf den Weg, der zum Leben f├╝hrt.

Vorsatz: Ich will heute ganz bewusst so leben, dass mein Lebensstil von meiner Nachfolge Jesu zeugt.


Der Weg der Nachfolge

28. September 2019

Samstag der f├╝nfundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Lioba, Äbtissin
Hl. Wenzel, M├Ąrtyrer

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 9,43b-45
In jener Zeit staunten alle Leute ├╝ber das, was Jesus tat; er aber sagte zu seinen J├╝ngern:, Merkt euch genau, was ich jetzt sage: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden. Doch die J├╝nger verstanden den Sinn seiner Worte nicht; er blieb ihnen verborgen, so dass sie ihn nicht begriffen. Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, ich komme zu dir, weil ich glaube, dass du hier zugegen bist. Ich glaube, dass dieser Moment der Stille mit dir der entscheidende Moment meines Tages ist.

Bitte: Jesus, erhelle meinen Verstand, um die Wahrheit zu erkennen. ├ľffne mein Herz, um deine Sch├Ânheit sehen zu k├Ânnen. Beuge meinen Willen, damit ich mich daf├╝r entscheiden kann, G├╝te und Einheit zu stiften.

1. Vom Staunen zur Nachfolge. Viele Menschen staunten ├╝ber Jesu Wunder und Worte. Ja, es war wohl einfach faszinierend zu sehen, wie jemand menschliche Grenzen durchbricht und Dinge tut, die niemand vor ihm vollbracht hat. Das Staunen ├╝ber das Wirken Jesu war damals ein wichtiger Faktor, der Menschen in die N├Ąhe Jesu brachte. Vielleicht ist dieser erste Schritt des Staunens und der Faszination ein wichtiger Erstschritt, den wir heute so oft au├čer Acht lassen. Kann ich ├╝ber die Taten Gottes Staunen? Oder kann ich gar Menschen helfen, die Augen zu ├Âffnen f├╝r das Staunenswerte an Gott? Faszination setzt unser Herz in Bewegung. Sie weckt in uns das suchende Herz.

2. Das Kreuz. Es scheint Jesus ein sehr wichtiges Anliegen zu sein, dass seine J├╝nger diese seine Worte verstehen. So spricht er mit gewisser Vehemenz: ÔÇ×Merkt euch genau, was ich jetzt sage.ÔÇť Hier geht es wohl um etwas sehr Wichtiges und Jesus wei├č, dass diese Worte in gewissen Momenten f├╝r seine J├╝nger entscheidend sein werden: Der Menschensohn wird ausgeliefert werden. Es wird Momente geben, in denen keiner mehr staunen wird, in denen alle sogar vollkommen abgesto├čen werden. Das Staunen kann uns auf den Weg bringen. Aber das Kreuz f├╝hrt uns ans Ziel. J├╝ngerschaft ohne Kreuz geht nicht. Jesu Worte sind in diesem Sinne aber keine drohende Warnung, sondern eine tiefe Ermutigung, nicht die Hoffnung zu verlieren, wenn diese Wundertaten einmal nicht sichtbar sind. Das werden dann n├Ąmlich die Momente sein, die die gr├Â├čte Wundertat vorbereiten, n├Ąmlich die Auferstehung. Durch das Kreuz ÔÇô und nur dadurch ÔÇô kann, was in uns tot ist, lebendig werden. Die Erinnerung an die faszinierenden Momente und Erfahrungen geben uns die Kraft, unter dem Kreuz standzuhalten. So danken wir Jesus f├╝r das Kreuz, das er uns schenkt, denn es f├╝hrt uns dorthin, wo wir unbedingt hinwollen.

3. Die Demut, zu fragen. Das Evangelium zeigt uns immer wieder die Schw├Ąchen der J├╝nger auf. Das darf uns mit tiefer Zuversicht erf├╝llen, dass unsere Schw├Ąchen kein Hindernis sind, um aus uns gro├če Heilige zu machen. Gott arbeitet geduldig mit uns. Doch sind die Schw├Ąchen und Fehler der J├╝nger f├╝r uns auch ein Hinweis , damit wir unsere eigenen Fehler erkennen. Die J├╝nger verstehen nicht, was Jesus sagt, und sie sind ganz einfach zu stolz, um Fragen zu stellen. Wie schwer f├Ąllt es uns doch manchmal zuzugeben, dass wir nicht alles verstehen, dass uns etwas ├╝bersteigt, dass wir gerne ein wenig mehr Erkl├Ąrung h├Ątten. Die J├╝nger haben es schlie├člich gelernt, doch vielleicht w├Ąre es viel fr├╝her m├Âglich gewesen, wenn sie innerlich frei genug gewesen w├Ąren, um in Demut zu fragen.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, ich m├Âchte heute ├╝ber dich staunen und dir danken f├╝r das, was tu tust und schon getan hast ÔÇô in meinem Leben und im Leben so vieler Menschen. Wenn ich die Schwierigkeiten meines Lebens anschaue, m├Âchte ich dir in diesem Moment hier auch genau daf├╝r danken. Ich bin gewiss, beides ist notwendig, um den Weg zum wahren Gl├╝ck in dir zu finden.

Vorsatz: Ich will heute etwas, was mir schwerf├Ąllt, mit besonderer Liebe und Hingabe tun und mich so mit dem Kreuz Jesu vereinen.