Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 7. Juli 2019 bis Samstag 13. Juli 2019

Vierzehnte Woche im Jahreskreis

Br. Jonathan Fuhr LC

Der Herr besucht unsere HerzenSonntag
Jesus, der BarmherzigeMontag
Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig ArbeiterDienstag
Jesus beruftMittwoch
Der Lohn ist großDonnerstag
Die Nachfolge ist taffFreitag
Dem Herrn nachfolgenSamstag


Der Herr besucht unsere Herzen

7. Juli 2019

Vierzehnter Sonntag im Jahreskreis
Hl. Willibald, Bischof, Glaubensbote

Br. Jonathan Fuhr LC

Lk 10,1-12.17-20
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle StĂ€dte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter fĂŒr seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! GrĂŒĂŸt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wĂŒnscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurĂŒckkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes. Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe. Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren FĂŒĂŸen klebt, lassen wir euch zurĂŒck; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt. Die Zweiundsiebzig kehrten zurĂŒck und berichteten voll Freude: Herr, sogar die DĂ€monen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen. Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu ĂŒberwinden. Nichts wird euch schaden können. Doch freut euch nicht darĂŒber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darĂŒber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich begebe mich nun in deine Gegenwart, du bist hier gegenwĂ€rtig und möchtest mir nun auf eine persönliche Weise begegnen. Ich danke dir fĂŒr diesen neuen Tag und fĂŒr deine Liebe zu mir, die ich immer wieder erfahren darf. Danke, dass du mich liebst und so annimmst, wie ich bin. Ich bitte dich, begleite mich durch diese Zeit des Gebets, und hilf mir, mein Herz fĂŒr deine Botschaft zu öffnen.

Bitte: Herr, ich bitte dich, berĂŒhre du mein Herz, und werde Teil meines Lebens.

1. Der Herr tritt in unser Leben. In dieser Woche lĂ€dt der Herr uns ein, ihm als seine JĂŒnger nachzufolgen. Dazu muss man zuerst den Herrn in sein Herz aufgenommen haben. Denn es ist Jesus, der uns liebt, und in dieser Liebe zieht er uns an sich, um uns dann auszusenden. Betrachten wir in diesem ersten Punkt die Gegenwart Jesu in unserem Leben. Wo ist er gegenwĂ€rtig mit seiner Liebe, wo ist er am Wirken? Danken wir fĂŒr diese Gegenwart und bitten wir ihn weiterhin, in uns gegenwĂ€rtig zu sein und sein Werk in unserem Leben zur Vollendung zu bringen.

2. Wir haben die Wahl. Im Evangelium können wir sehen, dass die Menschen frei sind, Jesus oder seine Zeugen in ihr Haus aufzunehmen oder nicht. Wir sind frei, der Liebe Christi zu entsprechen. Auf sein Anklopfen hin, das in Liebe geschieht, können wir öffnen und mit Liebe antworten, oder wir verschließen ihm das Herz. In diesem zweiten Punkt können wir uns kurz erforschen und schauen: Wo lasse ich den Herrn in meinem Leben wirken, und wo lasse ich ihn außen vor. Bitten wir den Herrn um Licht und eine tiefe Erfahrung seiner Liebe, damit wir ihm immer tiefer vertrauen und ihm Einlass in unser Leben geben.

3. Sendung. Wenn wir den Herrn wirken lassen, kann er uns senden. Bei unserem missionarischen Einsatz wird er immer in uns gegenwĂ€rtig sein, in uns und durch uns wirken. Er möchte uns heute und diese ganze Woche dazu ermutigen, hinauszugehen, um leuchtende Zeugen seiner Liebe zu werden. Der Herr hat jedem von uns eine ganz besondere Mission anvertraut. Lassen wir ihn wirken, und gehen wir mit ihm, denn auf dem Weg mit ihm – in der ErfĂŒllung unserer Sendung – wird uns vom Herrn eine tiefe, innere Freude geschenkt.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, das, was du da von mir erbittest, ist eine ganz schöne Herausforderung. Du möchtest auf mich bauen, dafĂŒr danke ich dir. Doch bitte, hilf mir, immer mehr auf dich zu vertrauen, und lass mich niemals vergessen, dass du es bist, der wirkt. Sei du mein Licht, das mir den Weg zeigt. Du rufst, ich kann folgen, doch ich brauche deine stĂŒtzende Hand. Ich bitte dich, richte mich wieder auf, wenn ich fallen sollte. Jesus, danke fĂŒr diese gemeinsame Zeit, lass uns nun in den Tag starten, zusammen diesen Tag bestreiten und dein Reich ausbreiten.

Vorsatz: Heute mit jemandem ĂŒber Jesus sprechen.


Jesus, der Barmherzige

8. Juli 2019

Montag der vierzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Kilian, Bischof, Glaubensbote, MĂ€rtyrer

Br. Jonathan Fuhr LC

Mt 9,18-26
In jener Zeit als Jesus redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig. Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen JĂŒngern. Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berĂŒhrte den Saum seines Gewandes; denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berĂŒhre, werde ich geheilt. Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt. Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah, sagte er: Geht hinaus! Das MĂ€dchen ist nicht gestorben, es schlĂ€ft nur. Da lachten sie ihn aus. Als man die Leute hinausgedrĂ€ngt hatte, trat er ein und fasste das MĂ€dchen an der Hand; da stand es auf. Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich danke dir, dass ich jetzt bei dir sein darf und diese Zeit mich ganz dir widmen kann. Ich möchte mein Herz fĂŒr deine Botschaft und deine Liebe öffnen, verfĂŒge du ĂŒber mein Leben, und hilf mir, dir immer Ă€hnlicher zu werden. Du kennst mich, du kennst mein Herz und all das, was mich beschĂ€ftigt. So wie ich bin, stehe ich jetzt vor dir.

Bitte: Jesus, lass mich deine Liebe persönlich erfahren.

1. Jesus begegnet den Menschen im Heute. Heute lĂ€dt uns der Herr in diesem Evangelium ein, uns ihm zu nĂ€heren und ihn auf eine neue, tiefe Art und Weise kennen zu lernen, um dann seine Botschaft in die Welt hinauszutragen. Zuallererst begegnet Jesus den Menschen. Er versteckt sich nicht vor ihnen, sondern er ist dort, wo sie leben. Er zieht durch die Straßen und ist in ihren Dörfern. Er hat stets ein offenes Ohr und ein Auge fĂŒr die BedĂŒrfnisse der Menschen, die ihn umgeben. Er zieht durch GalilĂ€a und öffnet den Personen, die ihm begegnen möchten, sein Herz, damit sie an seiner Liebe teilhaben können.

2. Jesus heilt unsere Wunden. Die Frau, von der das Evangelium berichtet, kommt mit ihren Wunden zum Herrn. Sie hofft auf seine Kraft, auf seine Liebe. Dieses Vertrauen belohnt der Herr. Er freut sich darĂŒber, denn wenn wir mit Vertrauen zu ihm kommen, kann er mit seiner Liebe wirken. Diese Frau ist fĂŒr uns alle eine Ermutigung, dem Herrn unsere Wunden hinzuhalten. Die Wunden, von denen wir glauben, dass niemand sie heilen kann – Jesus kann und möchte sie heilen! Stellen wir uns nun vor den Herrn hin, so wie wir sind, und bitten wir ihn darum, unsere Wunden zu heilen.

3. Jesus weckt die Toten auf. Dabei bleibt es aber nicht, denn Jesus ist der Herr ĂŒber Leben und Tod. Ihm ist vom Vater alle Macht gegeben. Er schenkt neues Leben. Er kann uns eine zweite Chance geben, selbst wenn wir in unserem Leben alles komplett vermasselt haben. Selbst wenn wir alles fĂŒr verloren glauben, kann Jesus uns wiederaufrichten. Es kann Dinge in unserem Leben geben, die uns weit vom Herrn entfernen, die uns sterben lassen, auf eine innerliche Art und Weise. Hier lĂ€dt uns der Herr ein, ihm Zutritt zu unserem Herzen zu geben, um uns wiederaufzurichten. Oder wir kennen eine andere Person, die in der Dunkelheit der Gottesferne lebt. Dann können wir ganz besonders fĂŒr diesen Menschen beten.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, danke fĂŒr deine NĂ€he. Du bist in die Welt gekommen, um uns Menschen zu erlösen, um bei uns zu sein und uns die Liebe vom Vater auf eine besondere Art und Weise zu offenbaren. Danke dafĂŒr! Hilf mir, mich dir immer mehr zu öffnen, damit du zum Arzt meiner Seele werden kannst. Du kennst die verborgenen Winkel meines Herzens, du möchtest auch diese mit dem Licht deiner Liebe erfĂŒllen. Lass mich zu einem Quell deiner Liebe werden, der unter den Menschen dein Licht verbreitet.

Vorsatz: Heute dafĂŒr beten, dass ein Mensch sich Christus öffnet.


Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter

9. Juli 2019

Dienstag der vierzehnten Woche im Jahreskreis

Br. Jonathan Fuhr LC

Mt 9,32-38
In jener Zeit brachte man zu Jesus einen Stummen, der von einem DĂ€mon besessen war. Er trieb den DĂ€mon aus, und der Stumme konnte reden. Alle Leute staunten und sagten: So etwas ist in Israel noch nie geschehen. Die PharisĂ€er aber sagten: Mit Hilfe des AnfĂŒhrers der DĂ€monen treibt er die DĂ€monen aus. Jesus zog durch alle StĂ€dte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkĂŒndete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren mĂŒde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen JĂŒngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter fĂŒr seine Ernte auszusenden.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich bin hier vor dir. Diese Zeit gehört ausschließlich dir. Ich möchte meinen Glauben an deine Gegenwart erneuern, ich weiß, dass du da bist, hier, an meiner Seite. Danke fĂŒr deine Gegenwart. Ich möchte auch meine Liebe zu dir erneuern. Du hast mir deine Liebe angeboten, ich möchte darauf mit meiner unvollkommenen Liebe antworten.

Bitte: Jesus, mach mich frei!

1. Jesus bringt die Stummen zum Reden. Auch heute werden wir wieder vom Herrn eingeladen, ihn in unser Leben eintreten zu lassen. Es gibt Dinge in uns, die uns verstummen lassen. Es können Ängste sein, ein Zweifel oder die Frage, ob das, was wir sagen, ĂŒberhaupt von Belang ist. Jesus möchte uns davon befreien, von unseren inneren ZwĂ€ngen und Nöten, damit wir frei sind, um in FĂŒlle zu leben.

2. Jesus sieht die Not. Jesus weiß, wie sehr die Menschen die Botschaft seiner Liebe brauchen. Denn ohne seine Liebe gehen wir augenblicklich in die Irre und verlieren die Orientierung. Wir bleiben stecken in Belanglosigkeiten und sind nicht mehr auf das Wesentliche fokussiert. Deshalb lĂ€dt uns der Herr ein, ihn zuerst in unsere Herzen eintreten und uns formen zu lassen, um dann hinauszugehen und an seiner Sendung teilzunehmen.

3. Jesus möchte uns aussenden. Denn genau das hat der Herr auf dem Herzen: dass so viele Menschen wie möglich zu ihm gelangen. Und er möchte sich seiner Christen bedienen – als Zeugen seiner Liebe. Wir sind dazu berufen, zu GefĂ€ĂŸen zu werden, die von der Liebe des Herrn förmlich ĂŒberströmen. Werkzeuge, die bereit sind, in der Welt zu wirken. Menschen, die mit Jesus im Herzen ausziehen und zu Arbeitern in seinem Weinberg werden. Hier wird die Sendung dann ganz persönlich. Jeder von uns hat vom Herrn einen Auftrag bekommen. Fragen wir uns heute: Weiß ich, wo und in welcher Weise der Herr mich als Werkzeug seiner Liebe einsetzen möchte? Jeder von uns darf sich die Frage stellen: „Bin ich bereit dazu?“

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, danke fĂŒr diese Zeit des Gebets. Danke fĂŒr dein Licht, und dass du heute auf ganz persönliche Weise zu mir sprechen wolltest. So wie ich bin, stehe ich heute vor dir. Ich bitte dich, nimm mich und wandle in mir, was dich daran hindert, in mir zu wirken. Nimm die Barrieren aus meinem Herzen und heile die Wunden, die es gibt. Lass uns gemeinsam in diesen neuen Tag gehen und Gott, dem Vater, die Ehre geben.

Vorsatz: Heute versuchen, in einer besonderen Art und Weise in der Gegenwart Christi zu leben.


Jesus beruft

10. Juli 2019

Mittwoch der vierzehnten Woche im Jahreskreis
Hll. Knud von DĂ€nemark; Erich von Schweden; Olaf von Norwegen, MĂ€rtyrer

Br. Jonathan Fuhr LC

Mt 10,1-7
In jener Zeit rief Jesus seine zwölf JĂŒnger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des ZebedĂ€us, und sein Bruder Johannes, Philippus und BartholomĂ€us, Thomas und MatthĂ€us, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des AlphĂ€us, und ThaddĂ€us, Simon KananĂ€us und Judas Iskariot, der ihn spĂ€ter verraten hat. Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkĂŒndet: Das Himmelreich ist nahe.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich glaube an deine Gegenwart und trete wieder vor dich hin. Du weißt, was mich heute alles erwartet, und du hast eine ganz besondere Botschaft der Liebe fĂŒr mich. Ich bitte dich, lass mich deine Liebe erneut erfahren und stĂ€rke meine Hoffnung auf dich, damit ich immer mehr aus dir heraus lebe und nicht mehr menschliche Sicherheiten suche.

Bitte: Herr, lass mich deine Stimme in mir hören.

1. Jesus ruft beim Namen. Jesus kennt die Apostel, er kennt sie alle sehr gut, besser als sie selbst sich kennen, und genau deswegen beruft er sie. Weil sie sind, wer sie sind. Er liebt sie so, wie sie sind, und beruft sie so in seinen Dienst. Mit ihren Talenten, ihren SchwĂ€chen und ihrer Geschichte. Genauso wie die JĂŒnger stehen wir vor dem Herrn so, wie wir sind, und so liebt er uns auch. Schauen wir auf unser Leben, und suchen wir nach Momenten, in denen wir seine Liebe, seinen Ruf der Liebe, auf eine besondere Weise erfahren haben. Danken wir ihm fĂŒr seine Liebe.

2. Ausgesandt mit Vollmacht. Wie schon in den letzten Tagen, lĂ€dt uns Jesus ein, unser Sendungsbewusstsein und unser Ja zu seinem Auftrag zu erneuern. Er sendet uns nicht einfach so, sondern er gibt uns Vollmacht, die Ausstattung, die wir brauchen, um unseren Auftrag zu erfĂŒllen. Jesus beruft nicht die FĂ€higen, sondern er befĂ€higt die, die er beruft. Setzen wir unser Vertrauen auf den Herrn, und erneuern wir unsere Bereitschaft, mit ihm auszuziehen.

3. Wir haben eine Botschaft. Es ist nicht so, als ob der Herr uns einfach ins Blaue senden wĂŒrde, sondern er hat uns eine Botschaft mit auf den Weg gegeben. „Das Himmelreich ist nahe!“ Was fĂŒr eine freudige Nachricht. Eine Botschaft der Liebe und der Hoffnung, dass es weitergeht, dass der Herr gewonnen hat. Die Ankunft seines Reiches ist das Beste, was uns passieren kann, und er lĂ€dt uns ein, diese Nachricht zu den Menschen zu bringen. Es gibt nichts Besseres in diesem Leben, als ein Botschafter Jesu Christi zu sein. Erneuern wir unsere Hoffnung auf das siegreiche Kommen des Reiches Christi, und bauen wir heute mit an diesem Reich der Liebe.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, danke fĂŒr deine Liebe, danke fĂŒr deine Gegenwart in meinem Leben. Ich möchte heute meine Zugehörigkeit zu dir erneuern. Ich gehöre zu deiner Herde. Hilf mir, in dieser Herde meinen Platz und meine Aufgabe zu finden, und steh mir bei, damit ich diese in Liebe und Treue erfĂŒllen kann. Weißt du, manchmal ist es schwer, den rechten Weg zu wĂ€hlen, den Weg der Liebe, doch mit deiner Hilfe kann ich deine Liebe immer weitergeben. Lass uns gemeinsam an deinem Reich bauen.

Vorsatz: Heute Jesus in der Eucharistie besuchen.


Der Lohn ist groß

11. Juli 2019

Donnerstag der Woche im Jahreskreis
Hl. Benedikt von Nursia, Vater des abendlÀndischen Mönchtums, Schutzpatron Europas
Fest

Br. Jonathan Fuhr LC

Mt 19,27-29
In jener Zeit sagte Petrus zu Jesus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafĂŒr bekommen? Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf StĂ€mme Israels richten. Und jeder, der um meines Namens willen HĂ€user oder BrĂŒder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafĂŒr das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, vielen Dank fĂŒr diesen Moment mit dir. Vielen Dank fĂŒr diesen neuen Tag, dafĂŒr, dass du mich heute wieder durch diesen Tag begleiten wirst. Ich glaube an deine Kraft, dass du dein Reich in dieser Welt ausbreiten möchtest. Du hast die Welt von der SĂŒnde erlöst, du hast dem Leben in dieser Welt einen neuen Horizont gegeben. Den Horizont deiner Liebe und das Leben der kommenden Welt. Danke, Jesus.

Bitte: Jesus, ich bitte dich, schenke mir die Kraft, die ich brauche, um dir nachzufolgen.

1. Die Nachfolge hat ihren Preis. Petrus stellt eine Frage, die wir wahrscheinlich alle in irgendeiner Weise im Herzen tragen. Wir können in diesem Evangelium betrachten, wie menschlich die Apostel sind. Sie sind aus demselben Holz geschnitzt wie wir und haben „dennoch“ die Botschaft des Herrn in die ganze Welt gebracht. Sie sind zu großen Heiligen geworden, weil sie den Herrn in ihr Leben haben eintreten lassen. Es hat sie alle etwas gekostet, denn alle haben sie alles auf eine Karte gesetzt und sind Jesus bis in den Tod nachgefolgt. Wo lĂ€dt uns Jesus ein, unsere Sicherheiten aufzugeben, um ihn in unser Herz einziehen zu lassen?

2. Der Lohn ist groß. Doch was wir aufgeben, das bekommen wir in einer verwandelten und grĂ¶ĂŸeren Art und Weise wieder zurĂŒck. Denn Jesus möchte uns erfĂŒllen, er möchte, dass wir glĂŒcklich werden. Wenn es manchmal scheint, dass uns Jesus etwas wegnimmt, dann geschieht das nur, weil er uns etwas viel Besseres schenken möchte. Er verspricht es uns, und Jesus hĂ€lt immer Wort. Denn nichts in dieser Welt kann man mit dem vergleichen, was uns im zukĂŒnftigen Leben geschenkt wird.

3. Ein Schritt des Vertrauens. Um Jesus heute nachzufolgen, brauchen wir vor allem eines: Vertrauen. Mit unserem Vertrauen steht und fĂ€llt alles. Denn wenn wir auf Jesus vertrauen, dann lassen wir ihm alle Freiheit, um unser Herz umzugestalten und uns ein neues Leben zu schenken, das von seiner Liebe regiert wird – was viel erfĂŒllender ist als das Leben, das wir ohne Jesus leben könnten. Bitten wir den Herrn heute erneut in diesem Moment der Begegnung um eine tiefe Erfahrung seiner Liebe, damit wir ihm voll und ganz vertrauen, ihm voller Hoffnung und Freude nachfolgen.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, in diesem Moment, den ich mit dir verbringe, lobe und preise ich dich. Danke, dass du Teil meines Lebens sein möchtest. Ich danke dir fĂŒr deine Gnade, die in meinem Leben wirkt. Lass mich dich immer mehr zur Mitte meines Lebens machen. Hilf mir, die Schönheit des Lebens mit dir zu entdecken. Du kennst mein Herz, du weißt, was ich brauche. Forme du mein Herz und gehe heute mit mir durch diesen Tag.

Vorsatz: Heute eine geistige Kommunion machen und mich mit dem Herrn vereinigen.


Die Nachfolge ist taff

12. Juli 2019

Freitag der vierzehnten Woche im Jahreskreis

Br. Jonathan Fuhr LC

Mt 10,16-23
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben! Nehmt euch aber vor den Menschen in acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen. Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige gefĂŒhrt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt. Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. BrĂŒder werden einander dem Tod ausliefern und VĂ€ter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet. Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den StĂ€dten Israels, bis der Menschensohn kommt.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, du bist der Herr aller Zeiten und bist dennoch hier auf die Erde gekommen, um deine Liebe zu offenbaren, um uns Menschen ganz nahe zu sein. Danke fĂŒr deine Gegenwart in meinem Leben, dass du mir zur Seite stehst und mich auf meinem Weg begleitest.

Bitte: Jesus, ich bitte dich, schenke mir die Kraft, die ich brauche, um dir nachzufolgen.

1. Verfolgung. Diese Woche hat es in sich. Denn Jesus zeigt uns, was es heißt, in seiner Nachfolge zu stehen. Wir werden von den Kindern dieser Welt verfolgt werden. Denn nicht alle Menschen wollen ihr Herz fĂŒr die Botschaft Christi öffnen. Seine Botschaft ist kontrovers, denn in einer gewissen Art und Weise fordert sie heraus. Und wenn man die Liebe des Herrn nicht in sein Leben eintreten lassen möchte, dann bekĂ€mpft man sie schnell mit allen Mitteln, die einem zur VerfĂŒgung stehen.

2. Opfer. Wir werden Opfer auf uns nehmen mĂŒssen, denn Jesus nachzufolgen, kann auch bedeuten, sich gegen die eigene Familie und gegen Freunde stellen zu mĂŒssen. Das ist schwer. Es ist ein großes Opfer, das wir nur verstehen können, wenn wir in der Logik Jesu Leben, in der Logik der Ganzhingabe. Dann kann uns nichts auf Erden etwas anhaben. Denn seine Liebe ist grĂ¶ĂŸer.

3. Vertrauen. Wieder kommen wir zu diesem so wichtigen Punkt: Vertrauen. Wir brauchen es auf dem Weg der Nachfolge – wirklich! Bitten wir den Herrn jeden Tag um dieses tiefe Vertrauen in seine Gegenwart und Liebe. Er ist da, in jedem Moment unseres Lebens und er zeigt uns den Weg. Er gibt uns ein, was wir sagen sollen. Er zeigt uns, wie zu handeln ist. Jesus ist an unserer Seite und möchte uns helfen. Es liegt an uns, auf ihn zu vertrauen und seine Hilfe anzunehmen. Bitten wir den Herrn um die Gnade, sein Wirken in unserem persönlichen Leben zu entdecken, um seine Liebe und GrĂ¶ĂŸe auf eine neue Art und Weise zu erfahren.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, danke! Danke fĂŒr deine Gegenwart in meinem Leben! Danke, dass du mich auch in den schweren Momenten meines Lebens unterstĂŒtzt! Wenn ich mich alleine und verlassen fĂŒhle, bist du bei mir. Du weißt, was es heißt, verfolgt zu werden und verlassen zu sein, verraten und verletzt von denen, die uns nahestehen. Du stehst mir bei und erfĂŒllst mein Herz mit deiner Liebe. In den Momenten, in denen ich schwach bin, bist du auf eine besondere Weise stark in mir. Ich möchte jetzt mein Vertrauen auf dich erneuern. Ich vertraue dir mein Leben an. Wirke du in mir und hilf mir, dir in Treue und Liebe nachzufolgen.

Vorsatz: Ich werde heute den Kreuzweg beten und Jesus auf seinem Weg des Leidens begleiten.


Dem Herrn nachfolgen

13. Juli 2019

Samstag der vierzehnten Woche im Jahreskreis
Hll. Heinrich und Kunigunde, Kaiser und Kaiserin

Br. Jonathan Fuhr LC

Mt 10,24-33
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Ein JĂŒnger steht nicht ĂŒber seinem Meister und ein Sklave nicht ĂŒber seinem Herrn. Der JĂŒnger muss sich damit begnĂŒgen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn. Wenn man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt, dann erst recht seine Hausgenossen. Darum fĂŒrchtet euch nicht vor ihnen! Denn nichts ist verhĂŒllt, was nicht enthĂŒllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flĂŒstert, das verkĂŒndet von den DĂ€chern. FĂŒrchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fĂŒrchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stĂŒrzen kann. Verkauft man nicht zwei Spatzen fĂŒr ein paar Pfennig? Und doch fĂ€llt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezĂ€hlt. FĂŒrchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, danke fĂŒr diesen Moment des Gebets. DafĂŒr, dass du mir wieder die Möglichkeit gegeben hast, bei dir zu sein. Ich bitte dich, zeig mir den Weg durch diesen Tag. Du bist jetzt hier gegenwĂ€rtig. Meine Entscheidung, dir meine Liebe zu schenken, möchte ich erneuern. Wandle mein Herz und mach es deinem Herzen Ă€hnlich.

Bitte: Jesus, ich bitte dich, wandle mein Herz und mach es deinem Herzen Ă€hnlich.

1. Nachfolge ist eben Nachfolge. Eigentlich sollten wir uns nicht beklagen, denn Nachfolge bedeutet, wirklich unserem Vorbild gleich zu werden. Und deswegen ist sehr klar, wohin der Weg uns fĂŒhren wird. Er fĂŒhrt ĂŒber die Verfolgung ans Kreuz, denn schon Jesus hat hier auf Erden gelitten und dadurch dem Kreuz einen Sinn verliehen. Wenn wir Jesus auf dem Weg des Kreuzes nachfolgen, dann können wir an seinem Erlösungswerk teilnehmen, dem zweifellos grĂ¶ĂŸten Werk, das je auf Erden vollbracht wurde.

2. FĂŒrchtet euch nicht! Jesus sagt uns gleich zweimal im heutigen Evangelium: Wir brauchen uns nicht zu fĂŒrchten, denn der Vater ist an unserer Seite und möchte uns bei sich im Himmel haben. Ja, die Menschen können uns nichts anhaben. Auch Jesus ist immer an unserer Seite, es geht immer wieder darum, auf ihn zu vertrauen, auf seine Gegenwart in unserem Herzen zu bauen. Er ist dort zu Hause, solange wir ihn nicht hinauswerfen. Und dort vollbringt er sein Werk. Mit ihm in unserem Herzen brauchen wir wirklich nichts zu fĂŒrchten.

3. Es geht um den Himmel. Unser Glaube beruht auf der Auferstehung. Dieser Glaube nĂ€hrt unsere Hoffnung auf das ewige Leben. Wenn wir als Christen leben, dann, indem wir mit beiden FĂŒĂŸen auf dem Boden stehen und die Liebe im Heute praktizieren. Aber unsere Augen sind dabei fest auf das Ziel gerichtet, und dieses Ziel ist der Himmel. Es ist immer wieder wichtig, sich bewusst zu machen, warum und wofĂŒr man lebt. Denn nur wenn wir wissen, wohin wir gehören, können wir dem Herrn wirklich nachfolgen.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, heute hast du mir gezeigt, was es heißt, dir nachzufolgen; dass dieser Weg immer mit dem Kreuz verbunden ist. Ich möchte dich bitten, mir zu helfen, immer tiefer zu verstehen und zu erfahren, dass du es bist, der das Kreuz meines Lebens trĂ€gt. Du gehst an meiner Seite. Danke fĂŒr dein Liebe und NĂ€he. Lass mich immer mehr auf dich vertrauen. Maria, du meine Mutter, ich bitte dich, steh mir bei und fĂŒhre mich an deiner Hand immer nĂ€her zu deinem Sohn.

Vorsatz: Heute einen Moment vor einer Marienstatue innehalten und mit Maria, unserer Mutter, sprechen.