Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 10. Februar 2019 bis Samstag 16. Februar 2019

FĂŒnfte Woche im Jahreskreis

Br. Jonathan Fuhr, LC

Jesus, der HerausfordererSonntag
Auf Maria hören und auf Jesus vertrauenMontag
Jesus, der die FĂŒlle bringtDienstag
Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauenMittwoch
Jesus sendet uns hinaus in die WeltDonnerstag
Effata – Öffne Dich!Freitag
Jesus sorgt sich um unsSamstag


Jesus, der Herausforderer

10. Februar 2019

FĂŒnfter Sonntag im Jahreskreis
Hl. Scholastika OSB, Äbtissin

Br. Jonathan Fuhr LC

Lk 5,1-11
In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Genesaret stand, drĂ€ngte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein StĂŒck weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren GefĂ€hrten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam fĂŒllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu FĂŒĂŸen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein SĂŒnder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des ZebedĂ€us, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: FĂŒrchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurĂŒck und folgten ihm nach.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich danke dir von ganzem Herzen, dass ich nun wieder bei dir sein darf. Du bist hier gegenwĂ€rtig und möchtest zu mir sprechen, du möchtest mir den Weg durch diesen Tag zeigen. Danke, dass du ein Teil meines Lebens sein möchtest. Ich bitte dich, schenke mir den Glauben, um dein Werk in meinem Leben zu erkennen, und entfache in mir das Feuer deiner Liebe, damit ich zu deinem Apostel werde.

Bitte: Herr, lass mich dir begegnen, und lass mich deinen Ruf zur Nachfolge hören.

1. Jesus tritt in unser Leben. In dieser Woche möchte uns der Herr bereit machen fĂŒr die Mission. Wir sind dazu berufen, seine JĂŒnger zu werden und sein Wort in diese Welt zu tragen. Dabei gibt uns Jesus zur Vorbereitung einige Tipps und Hinweise mit auf den Weg. Im Evangelium betrachten wir Jesus, der uns heute zeigt, dass er ein Teil unseres Lebens sein möchte. Er tritt an das Ufer unseres Alltags und möchte unser Gast sein, an unserem Alltag teilnehmen. Darin ist er ganz diskret und kommt auf uns zu. Jesus wartet nicht nur einfach, sondern er klopft an. So wie er an das Herz des Petrus geklopft hat, so klopft er auch an unser Herz. Reflektieren wir nun einen Moment und schauen wir, wo Jesus uns darum bittet, ihm unser Boot zur VerfĂŒgung zu stellen, damit er den Menschen seine Botschaft verkĂŒnden kann.

2. Jesus verkĂŒndet seine Botschaft uns und den Menschen. In einem zweiten Moment schauen wir auf Christus, der zu den Menschen und zu uns spricht. Im Evangelium wird nicht explizit erwĂ€hnt, worĂŒber Jesus gesprochen hat. Doch seine Worte galten auch Petrus und sie haben den Boden seines Herzens bereitet, um ihn zu einem großen Abenteuer einzuladen. Jesus spricht zu uns jeden Tag und in vielen verschiedenen Momenten. Diese Worte sprechen von seiner Liebe, von seinem Vater und von seinem Reich, sie sind voller Hoffnung und in einer speziellen Art und Weise sinnstiftend. Wenn wir auf ihn hören, werden wir wissen, worauf es in unserem Leben ankommt. Halten wir nun einen Moment inne und betrachten wir diese Situation: Petrus arbeitet in dem Boot und hört den Worten des Meisters zu. Und fragen wir uns, auf welche Art und Weise der Herr heute zu unserem Herzen spricht.

3. Jesus lĂ€dt uns ein, unsere Komfortzone zu verlassen. Am Ende steht eine ganz persönliche Einladung Jesu. Er spricht Petrus an und bittet ihn, seine eigene Komfortzone zu verlassen und dem Herrn die ZĂŒgel in die Hand zu geben. Dem Herrn sein Leben anzuvertrauen, damit dieser sein Werk vollbringen kann. Jesus bittet Petrus nicht um etwas Unmögliches. Er möchte seinem Leben eine neue Dimension geben, die sein bisheriges Erfassen und Handeln ĂŒbersteigt. Eine solche Einladung ergeht auch an uns. Jesus lĂ€dt uns ein, ihm unsere Leben anzuvertrauen, damit er durch uns den Menschen nahe sein kann.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus du lĂ€dst mich ein, dir in meinem Alltag nachzufolgen, dir in meinem Leben einen Platz zu geben. Ich danke dir fĂŒr deine Liebe zu mir und zu allen Menschen. Du liebst mich und nimmst mich so, wie ich bin. Danke dafĂŒr, das gibt mir Vertrauen und Hoffnung, weil ich die Sicherheit habe, dass du auch in den dunklen Momenten meines Tages bei mir bist. Hilf mir, heute dein Werk fortzufĂŒhren und mache mich zu einem Werkzeug in deinen HĂ€nden.

Möglicher Vorsatz: Heute eines meiner Talente nutzen (Frohsinn, Geduld, Ernst, Fleiß), um einem NĂ€chsten die Liebe Gottes zu zeigen.


Auf Maria hören und auf Jesus vertrauen

11. Februar 2019

Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes

Br. Jonathan Fuhr LC

Joh 2,1-11
In jener Zeit fand in Kana in GalilĂ€a eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine JĂŒnger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne WasserkrĂŒge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefĂ€hr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: FĂŒllt die KrĂŒge mit Wasser! Und sie fĂŒllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der fĂŒr das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den BrĂ€utigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die GĂ€ste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurĂŒckgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in GalilĂ€a, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine JĂŒnger glaubten an ihn.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus vielen Dank fĂŒr diesen Moment mit dir. Vielen Dank fĂŒr diesen neuen Tag, dafĂŒr dass du mich heute wieder durch diesen Tag begleiten wirst. Ich glaube an deine Kraft, dass du dein Reich in dieser Welt ausbreiten möchtest. Du hast die Welt von der SĂŒnde erlöst, du hast dem Leben in dieser Welt einen neuen Horizont gegeben. Den Horizont deiner Liebe und das Leben der kommenden Welt. Danke Jesus.

Bitte: Herr, schenke mir tiefes Vertrauen, in deine Macht. Hilf mir zu verstehen, was du von mir möchtest.

1. Jesus und seine Mutter sind uns nahe. Jesus und Maria sind zu Gast bei der Hochzeit und Maria hat ein Auge auf das große Dilemma, das sich da gerade anbahnt. Sie sieht es kommen und erkennt, dass ihr Sohn etwas tun kann, deshalb bittet sie ihn um Hilfe. Das passiert so oft in unserem Leben, wenn wir die beiden in unser Herz einladen. Dann kommen sie und nehmen Teil an unserem Leben. Maria ist dann die Mutter unseres Herzens, die die Schwierigkeiten schon kommen sieht und den Herrn um Hilfe bittet. Denn ein Sohn kann seiner Mutter nichts ausschlagen. Bitten wir nun den Herrn und seine Mutter darum, dass sie ein Teil unseres Lebens werden.

2. Jesus bittet uns darum, unseren Teil beizutragen. Von den Dienern wird nun Vertrauen erwartet, denn Jesus befiehlt ihnen, bloßes Wasser zu holen. Sie könnten bei sich sagen: „Jetzt gibt es fast keinen Wein mehr und wir sollen dem Mundschenk Wasser bringen. Das wird ja ein fröhliches Gelage werden!“ Doch die Diener vertrauen auf den Herrn. Jesus zeigt uns damit zwei Dinge: Zum einen, dass Jesus sich unserer Mithilfe bedienen möchte, er möchte, dass wir teilhaben an seinem Werk. Und zum anderen, dass er unseren kleinen Beitrag nutzt, um etwas viel GrĂ¶ĂŸeres zu schaffen.

3. Der neue Wein. Jesus schenkt. Und er schenkt in FĂŒlle. Denn der neue Wein ist nicht irgendein Wein, sondern er erfreut den Gaumen. Warum ist dieser neue Wein so gut? Weil er aus dem Herzen Jesu stammt. Der gute Geschmack kommt von der Liebe Jesu. Jesus schenkt die Gnade zusammen mit seiner Liebe und möchte, dass wir wirklich im Tiefsten unseres Herzens glĂŒcklich sind. Schauen wir auf unser Leben und suchen wir die Momente, in denen Jesus uns in einer besonderen Art und Weise nahe war und uns neuen Wein eingeschenkt hat. Danken wir ihm dafĂŒr.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, danke fĂŒr diese Zeit des Gebets, danke, dass du mir heute gezeigt hast, wie nahe du mir bist und dass du das Beste möchtest fĂŒr mein Leben. Du weißt, was ich brauche, weil du mir nahe bist. Lass mich heute deine NĂ€he entdecken, und schenke mir Vertrauen in deine Eingebungen, damit ich ein Werkzeug in deinen HĂ€nden sein kann.

Möglicher Vorsatz: Heute ein GesĂ€tz des Rosenkranzes beten: Jesus, der bei der Hochzeit in Kana Wasser in Wein verwandelt hat. Den Herrn um die Gnade bitten, unser Leben zu verwandeln.


Jesus, der die FĂŒlle bringt

12. Februar 2019

Dienstag der fĂŒnften Woche im Jahreskreis

H. Jonathan Fuhr LC

Mk 7,1-13
In jener Zeit hielten sich die PharisĂ€er und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, bei Jesus auf. Sie sahen, dass einige seiner JĂŒnger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen HĂ€nden aßen. Die PharisĂ€er essen nĂ€mlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Hand voll Wasser die HĂ€nde gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere ĂŒberlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das AbspĂŒlen von Bechern, KrĂŒgen und Kesseln. Die PharisĂ€er und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine JĂŒnger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen HĂ€nden? Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er ĂŒber euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen. Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet euch an eure eigene Überlieferung. Mose hat zum Beispiel gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden. Ihr aber lehrt: Es ist erlaubt, dass einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: Was ich dir schulde, ist KorbĂĄn, das heißt: eine Opfergabe. Damit hindert ihr ihn daran, noch etwas fĂŒr Vater oder Mutter zu tun. So setzt ihr durch eure eigene Überlieferung Gottes Wort außer Kraft. Und Ă€hnlich handelt ihr in vielen FĂ€llen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus heute komme ich zu dir. Die Woche hat schon begonnen und ich gehe heute meinen normalen BeschĂ€ftigungen nach und möchte dich einladen, an meinem Leben teilzunehmen. Danke fĂŒr die Zeichen deiner Liebe, die du mir immer wieder zukommen lĂ€sst. Du kennst meine Sorgen und Ängste, ich bitte dich, sei mir nahe. FĂŒhre und begleite mich, damit ich heute ein Zeuge deiner Liebe sein kann.

Bitte: Jesus, schenke mir die Gnade zu verstehen, was es heißt, die Gebote zu halten und zu deiner Ehre zu leben.

1. Berufen zur Reinheit. Im Evangelium ist heute die Sprache von den Geboten und Regeln, die es im Alten Bund gab, und Jesus möchte uns heute einladen, etwas tiefer zu verstehen, wie wir diese Gebote leben sollen. Es geht hier zunĂ€chst um das Gebot der Reinheit, das sich in Ă€ußeren Gesten zeigte. Die Juden wuschen sich nĂ€mlich vor dem Essen und aßen nur reine Dinge, was ein Zeichen fĂŒr Ihre Zugehörigkeit zu Gott war. Sie dachten dabei: Ich gehöre ganz Gott, gehöre zum auserwĂ€hlten Volk und deshalb achte ich auf die Gebote. Auch wir gehören Gott und das auf eine ganz besondere Art und Weise: als Kinder Gottes, nicht nur als seine Geschöpfe. Deshalb sind wir dazu berufen, unser Herz von all den Dingen frei zu halten, die uns von dieser Kindschaft entfernen.

2. Jesu Gebot ist ein Gebot, das uns frei macht „fĂŒr“. Wenn diese Gebote zu einer Ă€ußeren Form, zu einer leeren Gewohnheit werden, dann empfinden wir sie als eine Zwangsjacke, die uns einengt und nicht etwa frei macht fĂŒr die Liebe. Die Gebote sind fĂŒr uns eine Hilfe, um die Liebe zu leben, um frei zu werden fĂŒr Gott, unser Herz frei zu machen und Jesus mit seiner Liebe darin wohnen zu lassen.

3. Das Gebot ist kein Limit, sondern ein Startpunkt. Der große Fehler der PharisĂ€er war nicht, die Gebote zu halten, sondern sie ohne Liebe zu leben, und das kreidet Jesus ihnen an. Denn sie engen ihr Herz ein, schnĂŒren es zu. Jesus möchte, dass wir die Liebe in FĂŒlle leben, so wie er es getan hat, und deshalb zeigt er uns, dass wir nicht bei der ErfĂŒllung des Buchstabens der Gebote stehen bleiben sollen, sondern dass wir dazu berufen sind, mit ihm gemeinsam ĂŒber diese Schwelle hinĂŒberzugehen und sie zu ĂŒbertreffen. Die Gebote geben uns Orientierung. Wenn ich nach den Geboten lebe, dann bin ich wie beim Baseball auf der „Base“ in gewissem Sinne „safe“, doch entgeht mir dabei viel offener Raum, denn nach oben hin gibt es kein Limit. Die Liebe kennt keine Grenzen.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, in deiner Weisheit und Liebe fĂŒhrst und begleitest du mich durch mein Leben. Heute wolltest du mir zeigen, auf welche Weise du mich einlĂ€dst, die Gebote zu leben. Ich bitte dich, schenke mir die Gnade, immer mehr nach deinem Vorbild zu leben. Hilf mir, dich nachzuahmen, damit ich Gott Vater mit meinem Leben die Ehre gebe.

Möglicher Vorsatz: Heute bewusst mit viel Liebe zu Jesus ein bestimmtes Gebot oder ein Werk der Barmherzigkeit bzw. eine Seligpreisung leben.


Selig die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen

13. Februar 2019

Mittwoch der fĂŒnften Woche im Jahreskreis

Br. Jonathan Fuhr LC

Mk 7,14-23
In jener Zeit rief Jesus die Leute zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage: Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Er verließ die Menge und ging in ein Haus. Da fragten ihn seine JĂŒnger nach dem Sinn dieses rĂ€tselhaften Wortes. Er antwortete ihnen: Begreift auch ihr nicht? Seht ihr nicht ein, dass das, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann? Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird wieder ausgeschieden. Damit erklĂ€rte Jesus alle Speisen fĂŒr rein. Weiter sagte er: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, du bist der Herr aller Zeiten und bist hier auf die Erde gekommen, um deine Liebe zu offenbaren, um uns Menschen ganz nahe zu sein. Danke fĂŒr deine Gegenwart in meinem Leben, dass du an meiner Seite stehst und mich begleitest auf meinem Weg hier auf dieser Welt.

Bitte: Jesus ich bitte dich, reinige mein Herz und lass mich dein Angesicht schauen.

1. Die Reinheit, ein Ideal. Die Reinheit war ein großes Thema bei den Juden und schon gestern hat uns Jesus gelehrt, dass die Gerechtigkeit, die von uns verlangt wird, ĂŒber die hinausgeht, die sich die Juden abverlangten. Jesus hebt die Normen der Juden nicht auf, sondern er hebt sie auf ein höheres Niveau, denn es bedeutet viel mehr, im Herzen rein zu sein, als nur Ă€ußere Normen zu erfĂŒllen. Jesus möchte, dass wir unser Herz sauber halten, damit wir ganz ihm gehören können.

2. Der Herr zeigt uns, worauf es ankommt. Wir können nun einen Moment die Worte betrachten, die Jesus im Evangelium an uns richtet, denn das Evangelium ist immer aktuell. Wir mĂŒssen darauf achten, was in unser Herz hinein und was aus ihm herauskommt. Alles, was im Herzen ist, ist irgendwie in uns eingetreten und bringt uns entweder zum Herrn oder entfernt uns von ihm. Es geht also darum, darauf zu schauen, was ich in mich hineinlasse. Bringt es mich nĂ€her zu Jesus und zu seiner Liebe oder verschließt es mich in mir selbst und entfernt mich von ihm? Außerdem mĂŒssen wir in uns hineinschauen und erforschen, was schon in unserem Herzen ist.

3. Die Reinheit, die unser Herz bereitet fĂŒr den Herrn. Heute ist der Tag, um einmal wieder eine kleine AufrĂ€umaktion in unserem Herzen zu starten. Was unordentlich und schmutzig geworden ist, reinigen wir fĂŒr den Herrn. Wenn unser Herz rein ist, dann fĂŒhlt sich Jesus dort wohler und vor allem gibt es mehr Platz fĂŒr seine Liebe.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus danke, dass du mich fĂŒr meinen Sendungsauftrag vorbereitest, danke, dass du mir immer wieder die Möglichkeit gibst, umzukehren. Du kennst meine SchwĂ€che und weißt, dass ich mich immer wieder von dir entferne. Danke fĂŒr deine Geduld mit mir und hilf mir, wieder aufzustehen, wenn ich gefallen bin.

Möglicher Vorsatz: Heute einen Besuch in einer Kapelle oder Kirche machen und dem Herrn alles geben, was in meinem Herzen ist.


Jesus sendet uns hinaus in die Welt

14. Februar 2019

Hl. Cyrill und Methodius, Bischöfe, Schutzpatrone Europas
Fest

Valentinstag
Hl. Valentin, Bischof

Br. Jonathan Fuhr LC

Lk 10,1-9
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle StĂ€dte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter fĂŒr seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! GrĂŒĂŸt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wĂŒnscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurĂŒckkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes. Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, danke fĂŒr diesen Moment des Gebetes. DafĂŒr, dass du mir wieder die Möglichkeit gegeben hast, bei dir zu sein. Ich bitte dich, zeige mir den Weg durch diesen Tag. Du bist jetzt hier gegenwĂ€rtig. Ich möchte mich erneut in Liebe fĂŒr dich entscheiden. Wandle mein Herz, und machÂŽ es deinem Herzen Ă€hnlich.

Bitte: Herr, lass mich den Ort entdecken, an den du mich heute fĂŒhren möchtest.

1. Wir werden gesendet. Die ganze Woche haben wir immer wieder von Jesus Hinweise bekommen, wie wir leben sollen und worauf es ankommt. Er hat uns praktisch den Proviant mitgegeben fĂŒr den Weg. Das, was wir brauchen, wenn er uns nun sendet. Jesus möchte mit uns gehen und durch uns seine Botschaft in die Welt hinaustragen. Es gibt viele Momente, in denen wir zu diesen VerkĂŒndern werden können. Erforschen wir nun einen Augenblick unseren Alltag und schauen wir, wo wir konkret auf diesen Ruf antworten können.

2. Unsere Sendung ist es, den Menschen den Frieden Christi zu bringen. Die Sendung ist ganz konkret: den Frieden und das Kommen des Reiches Christi verkĂŒnden. Und das nicht mit großen Predigten, sondern durch ein Leben nach der Weisung Christi. Durch ein Leben der Liebe, ein Leben der Gebote, in einer Weise, wie Jesus es möchte. Mit tieferem Sinn. Die Menschen in dieser Welt brauchen die Botschaft Christi, nicht nur in diesem historischen Moment, sondern immerzu – gestern, heute und morgen. Wem können wir heute diese Botschaft des Friedens bringen, weil es sonst zu spĂ€t ist?

3. Jesus ist an unserer Seite. Es ist nicht so, dass uns Jesus von heute auf Morgen hinausschickt, sondern er bereitet uns vor, und vor allem ist er an unserer Seite. Jesus lĂ€sst uns niemals allein und besonders in den schweren Momenten, in denen wir nicht weiterwissen und meinen, dass er nicht bei uns ist. Genau dann ist er da, mit seiner Liebe, und versucht uns wieder aufzuhelfen, wenn wir gefallen sind. Oder er weist uns den Weg, wenn wir nicht wissen in welche Richtung es geht. Gehen wir mit viel Vertrauen in unsere Sendung, bitten wir vor allem den Herrn um diese Gnade: dass wir die tiefe Erfahrung seiner Gegenwart in unserem Leben machen.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, du sendest mich hinaus in diese Welt, du möchtest, dass ich als dein JĂŒnger deine Liebe weitergebe. FĂŒlle mein Herz jeden Tag aufs Neue, damit ich nicht mich selbst verkĂŒnde, sondern deine Liebe.

Möglicher Vorsatz: Heute mit einem Akt der NĂ€chstenliebe die frohe Botschaft Christi verkĂŒnden.


Effata – Öffne Dich!

15. Februar 2019

Freitag der fĂŒnften Woche im Jahreskreis

Br. Jonathan Fuhr LC

Mk 7,31-37
In jener Zeit verließ Jesus das Gebiet von Tyrus wieder und kam ĂŒber Sidon an den See von GalilĂ€a, mitten in das Gebiet der Dekapolis. Da brachte man einen Taubstummen zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berĂŒhren. Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren und berĂŒhrte dann die Zunge des Mannes mit Speichel; danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu dem Taubstummen: Effata!, das heißt: Öffne dich! Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit, und er konnte richtig reden. Jesus verbot ihnen, jemand davon zu erzĂ€hlen. Doch je mehr er es ihnen verbot, desto mehr machten sie es bekannt. Außer sich vor Staunen sagten sie: Er hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, danke fĂŒr das Geschenk dieses neuen Tages. Ich bitte dich, erneuere meinen Glauben, damit ich deine Gegenwart in meinem Leben sehen kann, stĂ€rke meine Hoffnung, und hilf mir das Ziel des Lebens nicht aus den Augen zu verlieren. Schließlich bitte ich dich, entzĂŒnde in meinem Herzen das Feuer deiner immerwĂ€hrenden Liebe und mach mein Herz weit und groß.

Bitte: Herr, hilf mir, deine Worte zu hören.

1. Ă–ffne dein Herz aufs Neue fĂŒr den Herrn. Heute lĂ€dt uns Christus ein, ihm zu begegnen. Auf eine persönliche Art und Weise. Denn es gibt Momente im Leben, in denen wir uns vom Herrn entfernt haben. Wir haben uns in die Dekapolis unseres Lebens zurĂŒckgezogen. Christus kommt zu uns. Er sucht uns in diesen entfernten Orten, um uns zu begegnen. Schauen wir auf unser Herz und suchen wir diese Orte, in denen wir fern sind von Jesus und anderen „Göttern“ dienen.

2. Ă–ffne deine Ohren fĂŒr die Botschaft und die Gegenwart des Herrn. Jesus lĂ€dt uns ein: „Öffne Dich!“ Zuallererst mĂŒssen wir unsere Ohren fĂŒr Jesus öffnen, fĂŒr seine Worte, die er immer wieder an uns richtet. Denn nur wenn wir Ihn hören, können wir seine Liebe zu uns in seinen Worten und durch seine Taten erfahren. Öffnen wir unsere Ohren fĂŒr seine frohe Botschaft und lassen wir uns von ihr erfĂŒllen.

3. Ă–ffne deinen Mund und verkĂŒnde die Botschaft Christi. Es geht nicht nur darum, seine Worte zu hören, sondern vor allem darum, sie zu beantworten und den Herrn auf eine neue Art und Weise zu loben und zu preisen. Das können wir nun in einem Moment des persönlichen Gebets tun.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, ich lobe und preise dich fĂŒr deine Gegenwart in meinem Leben. FĂŒr deine GĂŒte und Barmherzigkeit, die sich meiner angenommen hat. Du kennst mein Herz, du kennst alles, was ich dort „drinnen“ habe, die SchĂ€tze, aber auch den Schmutz und die ĂŒberflĂŒssigen Dinge, die es dort gibt. Danke, dass du mir hilfst, immer freier zu werden fĂŒr dich. Dir möchte ich mein Leben in die Hand geben, hilf mir, dir immer mehr zu vertrauen und auf deine Worte zu bauen.

Möglicher Vorsatz: Heute einen Besuch in einer Kapelle oder Kirchen machen und dem Herrn in mir und meinem Leben Raum geben.


Jesus sorgt sich um uns

16. Februar 2019

Samstag der fĂŒnften Woche im Jahreskreis

Br. Jonathan Fuhr LC

Mk 8,1-10
In jenen Tagen waren wieder einmal viele Menschen um Jesus versammelt. Da sie nichts zu essen hatten, rief er die JĂŒnger zu sich und sagte: Ich habe Mitleid mit diesen Menschen; sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts mehr zu essen. Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke, werden sie unterwegs zusammenbrechen; denn einige von ihnen sind von weither gekommen. Seine JĂŒnger antworteten ihm: Woher soll man in dieser unbewohnten Gegend Brot bekommen, um sie alle satt zu machen? Er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie antworteten: Sieben. Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen. Dann nahm er die sieben Brote, sprach das Dankgebet, brach die Brote und gab sie seinen JĂŒngern zum Verteilen; und die JĂŒnger teilten sie an die Leute aus. Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und ließ auch sie austeilen. Die Leute aßen und wurden satt. Dann sammelte man die ĂŒbrig gebliebenen BrotstĂŒcke ein, sieben Körbe voll. Es waren etwa viertausend Menschen beisammen. Danach schickte er sie nach Hause. Gleich darauf stieg er mit seinen JĂŒngern ins Boot und fuhr in das Gebiet von Dalmanuta.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich bin wieder hier vor dir in dieser Zeit des Gebets. Ich komme zu dir, weil ich nach deiner Liebe hungere. Komm und fĂŒlle mein Herz mit deiner Liebe, nĂ€hre mich und mache mich satt durch deine Speise.

Bitte: Herr, schenke mir die Gnade zu entdecken, wo ich dir heute meine sieben Brote zur VerfĂŒgung stellen kann.

1. Jesus hat Mitleid mit uns Menschen. Es ist unglaublich schön zu wissen, dass der Herr einen Blick fĂŒr unsere BedĂŒrfnisse hat. Er lehrt uns nicht nur mit seinem Wort und heilt uns nicht nur von unseren Krankheiten, sondern er möchte uns wirklich nahe sein und sieht auch die Details, die uns fehlen. Das ist die feinfĂŒhlige Liebe Jesu zu uns, die nicht beim Buchstaben stehen bleibt, sondern darĂŒber hinausgeht. Schauen wir in diesem Punkt auf unser Leben und suchen wir die Momente, in denen wir auf besondere Art und Weise sein Liebe erfahren haben. Danken wir ihm dafĂŒr.

2. Er bedient sich menschlicher Werkzeuge. Jesus will sich von Beginn an unser als Werkzeuge und Mittler seiner Liebe bedienen. Deshalb bittet er die JĂŒnger um Hilfe, er bittet seine JĂŒnger, ihm von dem zu geben, was sie haben. Dieser Ruf erlangt auch uns in unserem Alltag. Wir sind dazu berufen, Werkzeuge und Mittler seiner Liebe zu sein und das nicht mit außerordentlichen Dingen, sondern mit dem, was wir haben und sind. Es geht darum, unsere Talente in den Dienst des Herrn zu stellen.

3. Er gibt in FĂŒlle. Jesus nutzt diese kleinen BeitrĂ€ge, um in ÜberfĂŒlle zu geben. Jesu Liebe hat keine Grenzen, er gibt im Überfluss und das mithilfe unseres kleinen Beitrags. Also dĂŒrfen wir ihm auf eine besondere Art und Weise vertrauen. Denn er gibt und gibt. Und je mehr und großzĂŒgiger wir uns selbst an den NĂ€chsten hingeben, desto mehr kann der Herr uns als KanĂ€le seiner Gnade nutzen. Schauen wir auf unser Leben, wo wir diese Geschenke des Herrn empfangen haben und wo wir noch zu KanĂ€len seiner Liebe werden können, um sein Reich ein StĂŒck weiter auszubreiten.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, du bittest mich, dich in mein Leben eintreten zu lassen. Ich bitte dich, zeige mir immer mehr, wie ich das tun kann. Lass mich dir immer mehr Raum geben, Dir in meinem Leben immer freiere Hand geben, bis du das Steuer ĂŒbernimmst und mich zu einem wirksamen Werkzeug deiner Liebe im Dienst an den Menschen machst.

Möglicher Vorsatz: Heute besonders aufmerksam auf die Eingebungen des Heiligen Geistes sein, um ein wirksames Werkzeug in seinen HĂ€nden zu werden.