Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 16. Dezember 2018 bis Samstag 22. Dezember 2018

Dritte Woche im Advent

Eva Gloserová, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Weihnachten will vorbereitet seinSonntag
Von wem stammt der Messias ab?Montag
FĂĽrchte dich nicht!Dienstag
GroĂźe Freude wird dich erfĂĽllenMittwoch
Emmanuel, Gott mit unsDonnerstag
FreudenbotinFreitag
Magnificat – Meine Seele preist den HerrnSamstag


Weihnachten will vorbereitet sein

16. Dezember 2018

3. Adventssonntag
Hl. Adelheid (Elke), Kaiserin, Gemahlin Ottos I.
Hl. Ado OSB, Erzbischof
Hl. Tanko OSB, Bischof

Eva Gloserová, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 3,10-18
In jener Zeit fragten die Leute den Johannes den Täufer: Was sollen wir also tun? Er antwortete ihnen: Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso. Es kamen auch Zöllner zu ihm, um sich taufen zu lassen, und fragten: Meister, was sollen wir tun? Er sagte zu ihnen: Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist. Auch Soldaten fragten ihn: Was sollen denn wir tun? Und er sagte zu ihnen: Misshandelt niemand, erpresst niemand, begnügt euch mit eurem Sold! Das Volk war voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune zu bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen. Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk in seiner Predigt.

EinfĂĽhrendes Gebet: Ich begebe mich in die Gegenwart Gottes, wie Maria nach der VerkĂĽndigung: „Der Herr ist in mir und wird bald geboren.“ Ich bitte ihn, meinen Glauben, meine Hoffnung und Liebe zu stärken, und mich bei diesem Gebet zu leiten.

Bitte: Herr, hilf mir, mein Herz auf deine Ankunft vorzubereiten!

1. Stimme eines Rufers in der WĂĽste: Achtung! Die WĂĽste ist ein Ort der Stille und Einsamkeit. Ein Ruf in der WĂĽste erregt Aufmerksamkeit: Da ist jemand und er hat eine wichtige Botschaft. Welche Botschaft hat Johannes der Täufer?: „Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade gerade!“ (Mk 1,3) Wacht auf, eine entscheidende Zeit kommt, etwas Wichtiges passiert gleich! Seid ihr darauf vorbereitet? Der Herr kommt! In neun Tagen ist Weihnachten. Freue ich mich darauf oder bin ich gerade im Stress? Sind fĂĽr den Herrn in mir die Wege blockiert, weil ich keine Zeit habe, um an ihn zu denken? Was sagt mir diese Stimme in der WĂĽste, heute?

2. Was sollen wir denn tun? Die Menschen, die zu Johannes gekommen sind, um sich taufen zu lassen, hören zu und stellen ihm die Frage: Was soll ich tun? Was heiĂźt es fĂĽr mich, den Weg des Herrn vorzubereiten? Die Antwort ist einfach, doch sehr persönlich: Sei authentisch und wachse in der Liebe. Mach deinen Weg gerade, wo er vielleicht ein bisschen von der Gerechtigkeit, Wahrheit, Verantwortung usw. abgewichen ist. Baue deinen Weg aus und mach ihn breiter, wo deine Nächstenliebe und Liebe fĂĽr Gott ein bisschen kalt geworden ist. Wenn man einen Besuch erwartet, bereitet man sich darauf vor, zieht sich etwas Schönes an, schmĂĽckt die Wohnung… Wie kann ich mich vorbereiten?

3. Es kommt einer, der stärker und größer ist als ich. Die Gestalt des Johannes weckt Interesse, der Vorläufer Jesu regt zu Umkehr und Wandel an und er schafft Erwartungen: Wer kommt? Wen soll ich erwarten? Wie ist er? Wenn man diese Fragen beantwortet hat, kann man auch entsprechende Vorbereitungen machen. Sollten wir Christen uns vielleicht im Advent öfter diese Frage stellen: Wer kommt an Weihnachten? Wer ist er fĂĽr mich? Wer ist er fĂĽr diese Welt?

Gespräch mit Christus: Ich verweile bei dem Punkt, der mich am meisten berĂĽhrt hat und nehme mir die Zeit, die dabei aufkommenden Fragen im Gespräch mit Jesus zu beantworten.

Möglicher Vorsatz: Kann ich heute fĂĽr jemanden eine Stimme in der WĂĽste sein und an den Sinn des Advents oder Weihnachten erinnern?


Von wem stammt der Messias ab?

17. Dezember 2018

Messe vom Kalendertag
Hl. Jolanda von Marienthal OP, Priorin
Hl. Sturmius OSB, Abt
Hl. Wiwina (Viviana) von BrĂĽssel

Eva Gloserová, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Mt 1,1-17
Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: Abraham war der Vater von Isaak, Isaak von Jakob, Jakob von Juda und seinen Brüdern. Juda war der Vater von Perez und Serach; ihre Mutter war Tamar. Perez war der Vater von Hezron, Hezron von Aram, Aram von Amminadab, Amminadab von Nachschon, Nachschon von Salmon. Salmon war der Vater von Boas; dessen Mutter war Rahab. Boas war der Vater von Obed; dessen Mutter war Rut. Obed war der Vater von Isai, Isai der Vater des Königs David. David war der Vater von Salomo, dessen Mutter die Frau des Urija war. Salomo war der Vater von Rehabeam, Rehabeam von Abija, Abija von Asa, Asa von Joschafat, Joschafat von Joram, Joram von Usija. Usija war der Vater von Jotam, Jotam von Ahas, Ahas von Hiskija, Hiskija von Manasse, Manasse von Amos, Amos von Joschija. Joschija war der Vater von Jojachin und seinen Brüdern; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft. Nach der Babylonischen Gefangenschaft war Jojachin der Vater von Schealtiël, Schealtiël von Serubbabel, Serubbabel von Abihud, Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor. Azor war der Vater von Zadok, Zadok von Achim, Achim von Eliud, Eliud von Eleasar, Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob. Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird. Im ganzen sind es also von Abraham bis David vierzehn Generationen, von David bis zur Babylonischen Gefangenschaft vierzehn Generationen und von der Babylonischen Gefangenschaft bis zu Christus vierzehn Generationen.

EinfĂĽhrendes Gebet: Ich begebe mich in die Gegenwart Gottes, wie Maria nach der VerkĂĽndigung: „Der Herr ist in mir und wird bald geboren.“ Ich bitte ihn, meinen Glauben, meine Hoffnung und Liebe zu stärken, und mich bei diesem Gebet zu leiten.

Bitte: Herr, hilf mir, mein Herz auf deine Ankunft vorzubereiten!

1. Jesus hat einen Stammbaum. FĂĽr viele mag diese Bibelstelle sehr langweilig klingen. Warum haben sich sogar zwei Evangelisten die MĂĽhe gemacht, einen Stammbaum Jesu aufzustellen? FĂĽr sie war der Stammbaum so etwas wie ein Ausweis, wie ein Beweis der Zugehörigkeit Jesu zu einer konkreten Familie, mit allen Rechten und Pflichten. Der Sohn Gottes wollte fĂĽr immer auch Mitglied einer menschlichen Familie werden.

2. Was ist das fĂĽr eine Familie? Lesen Sie langsam die Namen in Jesu Stammbaum. Welchen von diesen Menschen kennen Sie? Wie sah ihr Leben aus? Was waren sie fĂĽr Menschen? Und etwas ganz Bemerkenswertes: Matthäus erwähnt auch fĂĽnf auĂźerordentliche MĂĽtter. Eine lange Liste von Patriarchen, Gläubigen, Helden, Königen, aber auch SĂĽndern, feigen und vielen, scheinbar ganz unbedeutenden Menschen. So eine Verwandtschaft hat sich der Sohn Gottes ausgesucht. Und er schämt sich nicht fĂĽr sie. Er nimmt sie an, so wie sie sind: einfach Menschen von jedem Schlag. Zu diesen Menschen und fĂĽr diese Menschen ist er gekommen, auch fĂĽr mich.

3. Wie sieht mein Stammbaum aus? Vielleicht kann ich mich an meinen Stammbaum erinnern: Woher komme ich? Wer sind meine Vorfahren? Wie ist meine Beziehung zu ihnen? Ich kann mir auch einen Stammbaum meines Glaubens vorstellen: Wer sind die Personen, die mir den Glauben beigebracht und weitergegeben haben? Durch Jesus bin ich auch Mitglied der Familie Gottes geworden. Was bedeutet das fĂĽr mich heute?

Gespräch mit Christus: Ich verweile bei dem Punkt, der mich am meisten berĂĽhrt hat und nehme mir die Zeit, die dabei aufkommenden Fragen im Gespräch mit Jesus zu beantworten.

Möglicher Vorsatz: Ich sammle mich einen Moment und bete fĂĽr meine Familie.


FĂĽrchte dich nicht!

18. Dezember 2018

Messe vom Kalendertag
Hl. Philipp v. Ratzeburg OPraem, Bischof

Eva Gloserová, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Mt 1,18-24
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.

EinfĂĽhrendes Gebet: Ich begebe mich in die Gegenwart Gottes, wie Maria nach der VerkĂĽndigung: „Der Herr ist in mir und wird bald geboren.“ Ich bitte ihn, meinen Glauben, meine Hoffnung und Liebe zu stärken, und mich bei diesem Gebet zu leiten.

Bitte: Herr, hilf mir, mein Herz auf deine Ankunft vorzubereiten!

1. Josef erschrak. Als Marias Verlobter wusste er, dass es nicht sein eigenes Kind war. Und weil er ein frommer Jude war, sah er nur zwei Alternativen: BloĂźstellung oder stille Trennung. Er war tief erschrocken. Vielleicht hat er geweint und geklagt: Herr wie kannst du so etwas zulassen? Warum? Ich verstehe nicht… Trotzdem entscheidet er sich fĂĽr die Alternative, die wahrscheinlich fĂĽr ihn eine DemĂĽtigung darstellte, Maria und ihrem Kind jedoch das Leben retten wĂĽrde. So tief ist seine Liebe zu ihr. Tiefer als seine Angst und sein Frust.

2. Josef, Sohn Davids, fĂĽrchte dich nicht… Durch die Krise offenbart ihm Gott seine Identität und Mission: Josef, du bist Sohn Davids, du gehörst zum Stamm des Messias. Du bist dazu bestimmt, ihm eine Familie zu geben und stellvertretend als Vater fĂĽr ihn zu sorgen. Kann es sein, dass auch ich schwierige Momente erlebt habe, durch die mir ein StĂĽck meiner Identität, meiner Talente oder Mission bewusst wurde?

3. Als Josef erwachte, tat er, was ihm gesagt worden war. Es ist beeindruckend, wie Josef reagiert: mit Vertrauen und Entschlossenheit. Als er erwachte, tat er alles, was ihm gesagt worden war. Er hatte klar erkannt, was seine Aufgabe war, er wankte nicht und machte sich an die Arbeit. Ein Sprung im Glauben. Bin ich fähig in meinem Herzen die leisen Einladungen Gottes wahrzunehmen und sie zu befolgen?

Gespräch mit Christus: Welcher Punkt hat mehr Bezug zu meinem eigenen Leben? Ich spreche mit Gott darĂĽber und bitte ihn um die Gnade, die ich jetzt am meisten brauche.

Möglicher Vorsatz: Ich suche eine Gelegenheit, um jemandem anhand einer konkreten Tat zu zeigen, dass Gott ihn liebt.


GroĂźe Freude wird dich erfĂĽllen

19. Dezember 2018

Messe vom Kalendertag
Hl. Petrus von Arolsen Can-Reg, Priester
Hl. Konrad von Lichtenau OPraem, Probst
Hl. Susanna, die Keusche
Benjamin

Eva Gloserová, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 1,5-25
Zur Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester namens Zacharias, der zur Priesterklasse Abija gehörte. Seine Frau stammte aus dem Geschlecht Aarons; sie hieß Elisabet. Beide lebten so, wie es in den Augen Gottes recht ist, und hielten sich in allem streng an die Gebote und Vorschriften des Herrn. Sie hatten keine Kinder, denn Elisabet war unfruchtbar, und beide waren schon in vorgerücktem Alter. Eines Tages, als seine Priesterklasse wieder an der Reihe war und er beim Gottesdienst mitzuwirken hatte, wurde, wie nach der Priesterordnung üblich, das Los geworfen, und Zacharias fiel die Aufgabe zu, im Tempel des Herrn das Rauchopfer darzubringen. Während er nun zur festgelegten Zeit das Opfer darbrachte, stand das ganze Volk draußen und betete. Da erschien dem Zacharias ein Engel des Herrn; er stand auf der rechten Seite des Rauchopferaltars. Als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es befiel ihn Furcht. Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben. Große Freude wird dich erfüllen, und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn. Wein und andere berauschende Getränke wird er nicht trinken, und schon im Mutterleib wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein. Viele Israeliten wird er zum Herrn, ihrem Gott, bekehren. Er wird mit dem Geist und mit der Kraft des Elija dem Herrn vorangehen, um das Herz der Väter wieder den Kindern zuzuwenden und die Ungehorsamen zur Gerechtigkeit zu führen und so das Volk für den Herrn bereit zu machen. Zacharias sagte zu dem Engel: Woran soll ich erkennen, dass das wahr ist? Ich bin ein alter Mann, und auch meine Frau ist in vorgerücktem Alter. Der Engel erwiderte ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, um mit dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen. Aber weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die in Erfüllung gehen, wenn die Zeit dafür da ist, sollst du stumm sein und nicht mehr reden können, bis zu dem Tag, an dem all das eintrifft. Inzwischen wartete das Volk auf Zacharias und wunderte sich, dass er so lange im Tempel blieb. Als er dann herauskam, konnte er nicht mit ihnen sprechen. Da merkten sie, dass er im Tempel eine Erscheinung gehabt hatte. Er gab ihnen nur Zeichen mit der Hand und blieb stumm. Als die Tage seines Dienstes (im Tempel) zu Ende waren, kehrte er nach Hause zurück. Bald darauf empfing seine Frau Elisabet einen Sohn und lebte fünf Monate lang zurückgezogen. Sie sagte: Der Herr hat mir geholfen; er hat in diesen Tagen gnädig auf mich geschaut und mich von der Schande befreit, mit der ich in den Augen der Menschen beladen war.

EinfĂĽhrendes Gebet: Ich begebe mich in die Gegenwart Gottes, wie Maria nach der VerkĂĽndigung: „Der Herr ist in mir und wird bald geboren.“ Ich bitte ihn, meinen Glauben, meine Hoffnung und Liebe zu stärken, und mich bei diesem Gebet zu leiten.

Bitte: Herr, hilf mir, mein Herz auf deine Ankunft vorzubereiten!

1. Eine Freude fĂĽr das Herz Gottes. Wer waren Zacharias und seine Frau Elisabet fĂĽr Gott? – Seine geliebten Kinder, die ihr ganzes Leben in Treue und Liebe zu ihm und zueinander verbracht haben. Diese stille, beharrliche, liebevolle Treue war eine Freude fĂĽr das Herz Gottes. Zacharias und Elisabet sind ein Bild fĂĽr das Volk Israel, das so viele Generationen auf den Messias wartete. Sie sind im gewissen Sinne auch ein Bild von uns, die wir auf die ErfĂĽllung der VerheiĂźungen Gottes warten.

2. FĂĽrchte dich nicht! Im wichtigsten Moment seines priesterlichen Dienstes im Tempel erscheint Zacharias ein Bote Gottes. Gott hat sein Gebet erhört und wird ihm einen Sohn schenken. Der alte Mann ist erschrocken und kann es kaum glauben. Es ist nicht einfach zu glauben, aber Gott ermutigt uns geduldig: FĂĽrchte dich nicht! Dein Gebet ist erhört worden… groĂźe Freude wird dich erfĂĽllen! Der Glaube des Zacharias soll wachsen, – wie auch unser Glaube. Gott schickt uns Zeichen, Zeugen, Beweise, aber ihm verlangt auch nach unserer Einwilligung im Glauben.

3. Gott hält sein Versprechen. Zacharias wird stumm. Auch seine Frau Elisabet lebt die ersten Monate ihrer Schwangerschaft in Stille, und staunend betrachtet sie, wie das Versprechen Gottes an ihr in ErfĂĽllung geht. Vielleicht ist es genau diese Stille, die uns am meisten dabei hilft, die an uns gerichteten Zeichen der Liebe Gottes zu entdecken und zu verstehen.

Gespräch mit Christus: Welcher Punkt hat mehr Bezug zu meinem eigenen Leben? Ich spreche mit Gott darĂĽber. Ich bitte ihn um die Gnade, die ich jetzt am meisten brauche.

Möglicher Vorsatz: Ich verschaffe mir heute einen oder mehrere Momente der Stille und danke Gott fĂĽr seine Liebe zu mir.


Emmanuel, Gott mit uns

20. Dezember 2018

Messe vom Kalendertag
Hl. Hoger (Holger) OSB
Hl. Vitus von Litauen
Hl. Eido (Eico), Bischof

Eva Gloserová, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 1,26-38
Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

EinfĂĽhrendes Gebet: Ich begebe mich in die Gegenwart Gottes, wie Maria nach der VerkĂĽndigung: „Der Herr ist in mir und wird bald geboren.“ Ich bitte ihn, meinen Glauben, meine Hoffnung und Liebe zu stärken, und mich bei diesem Gebet zu leiten.

Bitte: Herr, hilf mir, mein Herz auf deine Ankunft vorzubereiten!

1. VerkĂĽndigung. Wenn es Ihnen hilft, lesen Sie einfach langsam das heutige Evangelium, versuchen Sie, die Szene zu betrachten, sich den Ort vorzustellen, Maria, den Engel. Hören Sie, was gesagt wird und wie es gesagt wird. Staunen Sie ĂĽber die Liebe und Demut Gottes, der möchte, dass das Ewige Wort, Gott Sohn, auch Mensch und Sohn Marias wird. Dazu können Sie ein schönes Bild von der VerkĂĽndigung hernehmen und es betrachten. Was berĂĽhrt Sie?

2. Der Herr ist mit dir. Einer der Namen des Messias lautet „Emmanuel“: Gott ist mit uns. Und Maria hört aus dem Mund des Engels: Der Herr ist mit dir. FĂĽr ihn ist nichts unmöglich. Er liebt dich. Das ist auch die Botschaft Jesu an uns: Ich bin immer bei dir, bis zum Ende der Welt. Ich gehe mit dir durch dick und dĂĽnn.

3. Mir geschehe, wie du es gesagt hast! Es ist erstaunlich, dass Gott, dem nichts unmöglich ist, nach unserem Ja verlangt. Er braucht nicht viel von uns, nur einen Schritt im Glauben und unsere Zustimmung. Dennoch sind wir dazu oft nicht bereit. Maria, hilf uns, mit dir in Gottes Pläne einzuwilligen.

Gespräch mit Christus: Welcher Punkt hat mehr Bezug zu meinem eigenen Leben? Ich spreche mit Gott darĂĽber. Ich bitte ihn um die Gnade, die ich jetzt am meisten brauche und öffne mich wie Maria fĂĽr Wege, die die Not anderer lindern.

Möglicher Vorsatz: Ich erinnere mich an einem oder mehreren Momenten des Tages daran, dass der Herr auch mit mir ist.


Freudenbotin

21. Dezember 2018

Messe vom Kalendertag
Hl. Richard OCist, Priester

Eva Gloserová, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 1,39-45
Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

EinfĂĽhrendes Gebet: Ich begebe mich in die Gegenwart Gottes, wie Maria nach der VerkĂĽndigung: „Der Herr ist in mir und wird bald geboren.“ Ich bitte ihn, meinen Glauben, meine Hoffnung und Liebe zu stärken, und mich bei diesem Gebet zu leiten.

Bitte: Herr, hilf mir, mein Herz auf deine Ankunft vorzubereiten!

1. Mit dem Schatz auf dem Weg zu anderen. Von Gott besucht und beschenkt, mit Jesus „in ihr“, macht sich Maria auf den Weg. Die Freude bewegt sie zu dienen, zu teilen. Wann habe ich so etwas zum letzten Mal gelebt und erfahren? Will ich diese Erfahrung nicht wiederholen?

2. Johannes freut sich. Johannes, der Vorläufer, verspĂĽrt schon als Kind die Gegenwart Jesu und freut sich darĂĽber. Auch wir können als Christen anderen Freude bringen, einfach dadurch, dass wir mit Gott leben und ihn in die Welt ausstrahlen. Es ist dieses Etwas, „ich weiĂź nicht, was“, das ĂĽberspringt und sich mitteilt.

3. Elisabet ermutigt Maria. Elisabet brach ihre Stille, rief vom Heiligen Geist bewegt mit lauter Stimme und pries Maria. Sie lobte und ermutigte sie. Wie wichtig war das fĂĽr Maria! Wie sehr hat es ihren eigenen Glauben bestärkt! Genauso wichtig kann es fĂĽr uns sein, Worte der Ermutigung zu hören, und auch andere im Glauben zu ermutigen. Habe ich so etwas erfahren und anderen zu dieser Erfahrung verholfen?

Gespräch mit Christus: Welcher Punkt hat mehr Bezug zu meinem eigenen Leben? Ich spreche mit Gott darĂĽber. Ich bitte ihn um die Gnade, die ich jetzt am meisten brauche.

Möglicher Vorsatz: Ich mache jemandem heute eine Freude – durch einen Besuch, Anruf, Dienst…


Magnificat – Meine Seele preist den Herrn

22. Dezember 2018

Messe vom Kalendertag
Sel. Jutta von Sponheim OSB
Hl. Franziska Xaviera Cabrini, OrdensgrĂĽnderin

Eva Gloserová, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 1,46-56
Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

EinfĂĽhrendes Gebet: Ich begebe mich in die Gegenwart Gottes, wie Maria nach der VerkĂĽndigung: „Der Herr ist in mir und wird bald geboren.“ Ich bitte ihn, meinen Glauben, meine Hoffnung und Liebe zu stärken, und mich bei diesem Gebet zu leiten.

Bitte: Herr, hilf mir, mein Herz auf deine Ankunft vorzubereiten!

1. â€žMeine Seele preist den Herrn.“ Wie beantwortet Maria so viel Liebe, die sie von Gott erfahren hat? – Mit einem Lied! Können wir uns auf Christi Geburt auch vorbereiten, indem wir ihn in Liedern preisen? Maria preist Gott und erkennt damit seine Größe, seine Liebe, seine Gerechtigkeit und sein Erbarmen an. FĂĽr welche meiner Erfahrungen mit Gott möchte ich ihn heute preisen?

2. â€žMein Geist jubelt ĂĽber Gott, meinen Retter.“ Maria freut sich unermesslich ĂĽber alles, was Gott ihr geschenkt hat, das Leben und alle damit verbundenen Gaben. Sie freut sich, wie er ihr geholfen, sie erwählt und begleitet hat… WorĂĽber freue ich mich? Haben diese Gaben einen Bezug zu Gott?

3. â€žEr denkt an sein Erbarmen.“ Gott vergisst sein Volk nicht. Und ihrerseits vergisst Maria, eine treue Israelitin und Tochter ihres Volkes die groĂźen Taten Gottes nicht. Immer wenn wir uns daran erinnern, was Gott fĂĽr die Menschen getan hat, an seine Treue und Liebe in ganz konkreten geschichtlichen Ereignissen, dann ist das eine Art, Gott zu danken, „Danksagung“ zu feiern: „Eucharistie“. Das nährt unseren Glauben und unsere Liebe, stärkt unsere „eucharistische“ Lebensweise.

Gespräch mit Christus: Ich möchte dich preisen, Gott, mich ĂĽber dich freuen, mich an dich erinnern, daran, wie du in der Heilsgeschichte allgemein und in meiner Heilsgeschichte, im GroĂźen wie im Kleinen, gewirkt hast.

Möglicher Vorsatz: Am Ende des Tages preise ich Gott und danke ihm fĂĽr das, was ich heute erfahren habe.