Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 15. April 2018 bis Samstag 21. April 2018

Dritte Woche in der Osterzeit

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Der Gleiche und doch ganz andersSonntag
Auf der Suche nach mehrMontag
MEIN VaterDienstag
Was f├╝r ein Gott!Mittwoch
Sch├╝ler GottesDonnerstag
Besiegelt Freitag
Beziehung, die Entscheidung fordertSamstag


Der Gleiche und doch ganz anders

15. April 2018

3. Sonntag der Osterzeit
Jubilate Deo

Hl. Damian De Veuster, Priester, Ordensmann
Hl. Nidgar von Augsburg
Hl. Huna

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 24,35-48
Die beiden J├╝nger, die von Emmaus zur├╝ckgekehrt waren, erz├Ąhlten den elf und den anderen J├╝ngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot brach.

W├Ąhrend sie noch dar├╝ber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten gro├če Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so best├╝rzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine H├Ąnde und meine F├╝├če an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine H├Ąnde und F├╝├če. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein St├╝ck gebratenen Fisch; er nahm es und a├č es vor ihren Augen.

Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erf├╝llung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen ├╝ber mich gesagt ist. Darauf ├Âffnete er ihnen die Augen f├╝r das Verst├Ąndnis der Schrift. Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen V├Âlkern, angefangen in Jerusalem, verk├╝nden, sie sollen umkehren, damit ihre S├╝nden vergeben werden. Ihr seid Zeugen daf├╝r.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, ich will in diesem Moment des Gebets mit meiner ganzen Person bei dir sein. Nimm meinen Verstand und richte ihn auf die Wahrheit aus. Nimm meinen Willen und richte ihn auf das Gute aus. Nimm mein Herz und richte es auf die Liebe aus.

Bitte: Herr, ich bitte dich, lass mich sehen! Ich will deine Gegenwart in meinem Leben wahrnehmen.

1. ÔÇ×Angst und Schrecken.ÔÇť Zahlreiche Male geschieht es nach der Auferstehung, dass Jesus seinen J├╝ngern begegnet und sie ihn nicht erkennen. Dieselben J├╝nger, die ihn schon auf dem Weg nach Emmaus nicht erkannt hatten, erkennen ihn wieder nicht. Es scheint ihre rein menschliche Denkweise zu sein, die sie blind macht. Wer h├Ątte Jesus leichter erkennen k├Ânnen als seine eigenen J├╝nger? Wer h├Ątte sich mehr gew├╝nscht, Jesus wiederzusehen, als seine J├╝nger? Erfahren wir uns nicht auch oft als hilflos, nur dazu f├Ąhig, das rein Menschliche zu erkennen, Dinge, die in unsere ganz normalen Denkmuster passen? Denn solche Dinge durchschauen und kontrollieren wir. Zumindest scheinen wir darin den ├ťberblick zu bewahren. Und was, wenn dann etwas Unerwartetes geschieht? Wenn das Leben einmal nicht nach unseren Schemen funktioniert? Genau diese erschreckenden und be├Ąngstigenden Momente sind so oft Momente, in denen sich Gottes Gegenwart klar und m├Ąchtig in unserem Leben zeigen will. Die Frage ist: Erkenne ich ihn dann?

2. Erkenntnis ist so wesentlich. Es scheint, dass Jesus mit seinen J├╝ngern nach seiner Auferstehung erst einmal eine Art Trainingsprogramm durchl├Ąuft. Mehrere Male erscheint er ihnen, sie erkennen ihn nicht, und mit der Zeit ├Âffnen sich ihre Augen. Er will sie wohl auf das Leben vorbereiten, wie es sein wird, wenn er in den Himmel aufgefahren und nicht mehr auf diese Weise sichtbar ist. Sie werden ihn suchen m├╝ssen. Sie werden das Licht des Glaubens anz├╝nden m├╝ssen, um ihn mit ihrem inneren Auge zu erkennen. F├╝r die J├╝nger sind die Momente, in denen sie Jesus erkennen, Schl├╝sselmomente. Sie ver├Ąndern ihre Situation komplett. Angst wird in Freude verwandelt. Schrecken in Frieden. Die ├Ąu├čeren Umst├Ąnde von Verfolgung und Unsicherheit haben sich nicht ge├Ąndert. Doch wenn Jesus in ihrer Mitte ist, ist alles grundlegend anders. Auch f├╝r uns ist die Erkenntnis seiner wirklichen Gegenwart der Schl├╝ssel zur Ver├Ąnderung unseres Lebens. Gott ist da!

3. Gegenwart, die niemals weicht. Nach dieser Zeit des ÔÇ×TrainingsÔÇť und der Himmelfahrt Jesu kommt der Heilige Geist auf die J├╝nger herab. Diese m├Ąchtige und belebende Gegenwart Jesu ist nun nicht mehr an Raum und Zeit gebunden. Er selbst, seine Gegenwart ist von da ab f├╝r jeden zug├Ąnglich, der nicht vor ihr flieht. Wir d├╝rfen unser gesamtes Leben in und aus dieser Gegenwart leben. Es ist nicht mehr nur Gott mit uns, sondern GOTT IN UNS. Doch auch wenn Gott nun in uns wohnt, bedarf es unserer Augen, um ihn zu erkennen. Wie ihn damals die J├╝nger nicht erkannten, werden auch wir Blinde bleiben, wenn wir uns nicht f├╝r eine Sichtweise ├Âffnen, die menschliche Kriterien ├╝bersteigt. Gott ist ganz da und es ist dennoch m├Âglich und tats├Ąchlich so oft der Fall, dass wir ihn nicht erkennen. Wenn wir unsere Augen ├Âffnen, werden wir ihn erkennen und voll Freude staunen.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, ich glaube an dich. Ich glaube, dass du da bist. Wenn ich dich nicht erkennen kann, dann bitte ich dich, meine Augen zu ├Âffnen. Ich will deine lebendige Gegenwart an diesem heutigen Tag wahrnehmen k├Ânnen. Ich will mich ver├Ąndern lassen.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will heute bewusst Gottes Gegenwart in den ganz normalen Umst├Ąnden zu erkennen suchen.


Auf der Suche nach mehr

16. April 2018

Montag der dritten Osterwoche
Hl. Benedikt Josef Labre, Pilger
Hl. Bernadette Soubirous, Seherin von Lourdes, Ordensfrau

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Joh 6,22-29
In jener Zeit sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war, dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus nicht mit seinen J├╝ngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die J├╝nger allein abgefahren waren. Von Tiberias her kamen andere Boote in die N├Ąhe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten. Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine J├╝nger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierhergekommen? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. M├╝ht euch nicht ab f├╝r die Speise, die verdirbt, sondern f├╝r die Speise, die f├╝r das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Da fragten sie ihn: Was m├╝ssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, ich will in diesem Moment des Gebets mit meiner ganzen Person bei dir sein. Nimm meinen Verstand und richte ihn auf die Wahrheit aus. Nimm meinen Willen und richte ihn auf das Gute aus. Nimm mein Herz und richte es auf die Liebe aus.

Bitte: Herr, ich bitte dich, mehre meinen Glauben. Gib mir den Blick f├╝r das ewige Leben. Hilf mir, diesen Tag nachhaltig und sinnvoll zu leben.

1. Auf der Suche. Das Evangelium zeugt von einer gro├čen Schar Menschen, die Jesus suchten und folgten. Sie wollten bei ihm sein. Die Gr├╝nde hierf├╝r waren mit Sicherheit verschiedenste. Die einen suchten ihn aus Neugier, die anderen aus Faszination, die einen, weil sie hofften, geheilt zu werden, die anderen, weil sie sich schon von ihm haben ver├Ąndern lassen, diese, weil sie eine Sehnsucht sp├╝rten, und jene, um ihn verurteilen zu k├Ânnen. Jeder Einzelne dieser Menschen hat Jesus daher auch auf eine v├Âllig andere Art und Weise erfahren. Unser Herz findet das, was es sucht. Jesus ist ein und derselbe, doch meine Freiheit und Herzenshaltung spielen in meiner Gotteserfahrung eine wesentliche Rolle. Wer ist Jesus f├╝r mich? Was suche ich in ihm? Warum will ich ihn heute suchen? Wie damals zu seinen J├╝ngern, sagt Jesus auch heute zu mir: ÔÇ×Komm und siehÔÇť (vgl. Joh 1,39).

2. Glaube! Jesus weist das gesamte Evangelium hindurch vehement auf diese Herzenshaltung hin. Es scheint DER springende Punkt zu sein. Jesus, der die Herzen sieht, erkennt in der Menge eine gro├če Mehrheit, die ihn nur sucht, weil sie ihn als ihren Probleml├Âser engagieren m├Âchte. Diese Menschen suchen nicht ihn, sondern sie wollen etwas von ihm haben. Wenn Jesus in meinem Leben der Probleml├Âser sein soll, wird meine Gotteserfahrung extrem frustrierend bleiben. Denn Jesus, der so viel mehr f├╝r mich sein will, wird sich nicht darauf einlassen, mich mit verg├Ąnglichen G├╝tern zufriedenzustellen. Er will mein Leben ver├Ąndern und erf├╝llen! Glaube ich, dass Jesus in meinem Leben mehr bewirken kann und will, als mir meine praktischen Probleme zu l├Âsen?

3. Was wirklich z├Ąhlt. Es ist beeindruckend, wie schwer es uns Menschen f├Ąllt, klug zu handeln und unsere Lebensenergie vern├╝nftig zu verwalten. Auch wenn wir an ein ewiges Leben glauben, verbringen wir doch tats├Ąchlich unsere Zeit damit, 90% (oder sogar mehr) unserer Energie in Dinge zu investieren, die keinen ewigen Wert haben. Es sind M├╝hen, die nur f├╝r diesen Lebensabschnitt von Bedeutung sind - und diese Zeit, ja, sie k├Ânnte morgen schon enden. Jesus sagt uns: ÔÇ×M├╝ht euch nicht ab f├╝r die Speise, die verdirbt, sondern f├╝r die Speise, die f├╝r das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird.ÔÇť Wie viel meiner Energie und Leidenschaft, meiner M├╝he und Kraft gilt dem, was ewig bleibt? Liebe ist das einzige, was ewig z├Ąhlt.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, ich will dir jetzt bewusst all meine M├╝hen hingegeben. Hilf mir, in ihnen nicht mein einziges Lebensziel zu sehen. Richte mein Herz auf das ewige Leben aus. Lehre du mich lieben in allem, was ich heute tue.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will mir jetzt vornehmen, heute in einem ganz bestimmten Bereich mehr Liebe zu investieren.


MEIN Vater

17. April 2018

Dienstag der dritten Osterwoche
Hl. Eberhard OPraem, Probst
Hl. Max Joseph Metzger, Priester
Hl. Katharina Tekawitha, B├╝├čerin

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Joh 6,30-35
In jener Zeit sagte die Menge zu Jesus: Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du? Unsere V├Ąter haben das Manna in der W├╝ste gegessen, wie es in der Schrift hei├čt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen. Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben. Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot! Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, ich will in diesem Moment des Gebets mit meiner ganzen Person bei dir sein. Nimm meinen Verstand und richte ihn auf die Wahrheit aus. Nimm meinen Willen und richte ihn auf das Gute aus. Nimm mein Herz und richte es auf die Liebe aus.

Bitte: Jesus, ich bitte dich, mir zu zeigen, wie der Vater ist. Hilf mir, deine Liebe heute von neuem als lebensnotwendig zu erkennen.

1. St├Ąndiger F├╝rsorger. ÔÇ×Mein VaterÔÇť. Wie wunderbar zu wissen, dass ich Gott MEINEN VATER nennen darf. Gott meinen Vater nennen zu d├╝rfen, ist nicht eine nette Art, ├╝ber Gott zu sprechen. Es dr├╝ckt seinen tiefsten Wesenszug aus. Es bringt zum Ausdruck, wer er f├╝r mich sein will und wer ich f├╝r ihn bin. Gott ist mein best├Ąndiger F├╝rsorger, Gott ist immer treu, Gott will mich vor allem besch├╝tzen, was meiner Seele schaden kann. Ich bin sein geliebtes Kind. Wie sicher l├Ąsst es sich doch in dieser Gewissheit leben. Mein Vater ist heute da und wird es auch morgen sein. Er will mir die n├Âtige Lebenskraft schenken, meinen Tag heute in einer erf├╝llenden Weise zu leben.

2. Lebenspendendes Brot. Wie sehr l├Ąsst unser K├Ârper es uns doch sp├╝ren, wenn ihm Nahrung fehlt. Wir werden m├╝de, schwach, weniger leistungsf├Ąhig etc. Wie sehr leidet doch auch unsere Seele, wenn ihr Gott fehlt. Unsere Sinne nehmen das nicht war. Doch wer beginnt, den geistigen Sinn zu entwickeln, der sp├╝rt es, wenn ihm Gott fehlt. Er sp├╝rt dann, dass es ihm schwerer f├Ąllt, sich f├╝r das Gute zu entscheiden, die Liebe schw├Ąchelt, der Weg scheint zu anstrengend. Lasst uns aufbrechen zu dem, der uns Nahrung gibt! Geben wir unserer Seele das, was sie braucht. Lassen wir unsere Seele bei ihm aufleben!

3. Ewig. Nie mehr Hunger und nie mehr Durst zu sp├╝ren, sind f├╝r unsere menschliche Erfahrung fremde Vorstellungen. Die Verg├Ąnglichkeit ist ein Lebenskonzept, mit dem wir uns doch so oft zufriedengegeben haben. Doch was, wenn es etwas Gutes gibt, das nie enden wird und das mir niemand nehmen kann? Wer sich nur an verg├Ąngliche Dinge h├Ąlt, wird immer mit einer gewissen Angst leben. Wann wird es enden? Wie kann ich m├Âglichst lange daran festhalten? Wird es mir jemand wegnehmen? Gott will uns zu einem Leben ohne Angst einladen. Er gibt uns die Chance, eine v├Âllig neue Lebensfreiheit zu entdecken, die aus der Gewissheit entspringt: Das, was mich lebendig macht, ist mein f├╝r immer.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, zeig mir das Herz des Vaters! So oft fehlt mir Vertrauen auf seine Vorsehung. So oft suche ich meine Lebenskraft auf weltliche Dinge zu st├╝tzen. Gib mir Sehnsucht nach dem Ewigen. Ich will heute eine tiefere Freiheit und Lebenskraft entdecken, die von dir kommt.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will heute meine Seele n├Ąhren, z.B. durch einen Moment der Anbetung, einen Vortrag, ein Buch, ein Gespr├Ąch oder Bibellesen.


Was f├╝r ein Gott!

18. April 2018

Mittwoch der dritten Osterwoche
Hl. Wigbert von Augsburg, Bischof
Hl. Aya von Mons OSB

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Joh 6,35-40
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt gesehen, und doch glaubt ihr nicht. Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen; denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Letzten Tag. Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, ich will in diesem Moment des Gebets mit meiner ganzen Person bei dir sein. Nimm meinen Verstand und richte ihn auf die Wahrheit aus. Nimm meinen Willen und richte ihn auf das Gute aus. Nimm mein Herz und richte es auf die Liebe aus.

Bitte: Herr, ich bitte dich um eine echte Erfahrung deiner Liebe. Ich will dich kennen, so wie du wirklich bist.

1. Was haben meine Augen gesehen? Wer als J├╝nger Jesu auf dem Weg ist, sieht und erlebt doch so viel Wunderbares. Wir d├╝rfen erfahren, wie Gott ein Leben komplett ver├Ąndert, wir d├╝rfen sehen, wie seine Vorsehung unverkennbar am Wirken ist, wir d├╝rfen sehen, wie er aus den schwierigsten Situationen die reichsten Erfahrungen unseres Lebens gemacht hat. Was h├Ąlt uns davon ab, im Jetzt zu glauben? Wenn Gott bis jetzt treu war, warum sollte er es nicht weiterhin sein? Das Ged├Ąchtnis des Herzens ist eine der gr├Â├čten Quellen der Hoffnung und Zuversicht. Welche Erfahrungen birgt meine Seele, aus denen ich Hoffnung und Glauben sch├Âpfen kann?

2. Bedingungslos angenommen. Wovor f├╝rchtet sich dann noch so oft meine Seele? Wir haben einen Gott, der mir versprochen hat, mich nicht abzuweisen. Sein Bund ist ein ewiger Bund. Nichts kann ihn dazu bringen, ihm untreu zu werden. Nichts und niemand kann seine bedingungslose Liebe zu mir ├Ąndern. Wenn ich das Gef├╝hl habe, hinter Gott herrennen zu m├╝ssen, wenn ich mich verunsichert f├╝hle in seiner Gegenwart, wenn er mir weit weg und nur schwer zu befriedigen erscheint, dann kenne ich Gott einfach noch nicht. Wenn wir Gott kennen w├╝rden, w├╝rden wir nie vor ihm weglaufen wollen, w├╝rden wir nie an seiner G├╝te zweifeln. H├Âren wir nie auf, nach dem wahren Gott zu suchen, damit er uns die Gewissheit seiner Liebe schenkt!

3. Jesus, mein Leben. Es gibt kein wahres Leben ohne Jesus. In ihm, der sein Leben f├╝r mich gab, darf ich leben. Was ist eigentlich wahres Leben? Vielleicht habe ich schon einmal die Erfahrung gemacht, dass das Leben mich mehr oder weniger ├╝berf├Ąhrt, dass ich funktioniere, aber wenn ich dann innehalte, mein Inneres leer ist. Genau diese innere Leere will Jesus mit Leben erf├╝llen, auferwecken. Ich darf innerlich mit ihm auferstehen. Wie lohnenswert ist es doch, ihm gerade diese Aspekte meines Herzens hinzuhalten, die tot oder schwer krank sind. Jesus, sei du mein Leben!

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, ich spreche hier mit dir und kenne dich doch so wenig. Lass mich dich besser kennenlernen, damit ich mein Leben immer mehr auf dich ausrichten kann. Ich will dir in diesem Moment ganz aufrichtig begegnen und deine bedingungslose Liebe annehmen.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will heute in der Bibel lesen und versuchen, Gott dadurch ein wenig besser kennenzulernen.


Sch├╝ler Gottes

19. April 2018

Donnerstag der dritten Osterwoche
Hl. Marcel Callo, M├Ąrtyrer
Hl. Leo IX., Papst
Hl. Gerold, Einsiedler
Friedrich von Altzelle OCist, M├Ąrtyrer

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Joh 6,44-51
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir f├╝hrt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Bei den Propheten hei├čt es: Und alle werden Sch├╝ler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater h├Ârt und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen au├čer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure V├Ąter haben in der W├╝ste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin f├╝r das Leben der Welt.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, ich will in diesem Moment des Gebets mit meiner ganzen Person bei dir sein. Nimm meinen Verstand und richte ihn auf die Wahrheit aus. Nimm meinen Willen und richte ihn auf das Gute aus. Nimm mein Herz und richte es auf die Liebe aus.

Bitte: Gott, ich m├Âchte von dir lernen. ├ändere meine Denkweise. Gott, ich m├Âchte dich sehen. Lass mich dich erkennen, wie du wirklich bist. Gott, ich m├Âchte deine Liebe begreifen.

1. Von Gott lernen. Im Evangelium hei├čt es: ÔÇ×Und alle werden Sch├╝ler Gottes sein.ÔÇť Es kann vielerlei Gr├╝nde geben, weswegen man sich einen Lehrer sucht. Weil man die Schulpflicht oder die Voraussetzungen f├╝r ein Studium erf├╝llen muss, weil man Aussicht auf Berufschancen haben m├Âchte oder weil man Interesse an einem konkreten Thema hat. Das alles k├Ânnen Beweggr├╝nde sein, die mich zum Sch├╝ler machen. Was aber, wenn es einen Meister gibt, der mein Leben komplett ver├Ąndern kann? Was, wenn es einen Lehrer gibt, dessen Denkweise absolut alles besser macht? Was, wenn er mir Sinn und Freude verleiht? Was, wenn er f├╝r absolut jede Lebenssituation hilfreiche Weisheiten anzubieten hat? W├╝rden wir nicht Schlange stehen, um seine Sch├╝ler sein zu d├╝rfen. Gott wartet heute auf jeden von uns, um uns zu unterweisen. Er bietet Kriterien und Ma├čst├Ąbe an, die mein Leben und diese Welt garantiert besser machen werden.

2. Gott sehen. Vor dem S├╝ndenfall durften Adam und Eva mit Gott in dieser Welt ein- und ausgehen, vertrauensvollen Umgang haben. Irgendwie hat die S├╝nde uns Gott gegen├╝ber blind gemacht. Wir k├Ânnen Gott nicht mehr so sehen, wie er ist. Doch Jesus, dessen Blick immer auf den Vater gerichtet ist, ist das perfekte und vollkommene Abbild Gottes. Er ist das Licht, das die Dunkelheit unserer Augen erhellt. Wir waren blind, doch in seinem Licht k├Ânnen wir sehen. In ihm k├Ânnen wir den Vater erkennen. Mit dem Blick auf ihn gerichtet, werden auch wir zum Licht f├╝r diese Welt. Wenn ich Gott sehe, strahle ich ihn aus. Ja, Menschen werden durch mich Gott schauen k├Ânnen: ÔÇ×Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten.ÔÇť (Psalm 34,6)

3. Sein Leben empfangen. Er gab sein Leben f├╝r mich. Jeden Tag neu vergegenw├Ąrtigt sich diese Hingabe in der Feier der heiligen Messe. Da ist jemand bereit, nichts f├╝r sich zur├╝ckzubehalten, nur damit ich leben darf. Was f├╝r ein Gott! Wie unendlich gro├č und unfassbar ist seine Liebe und so oft verstehen wir einfach gar nichts. Wir zweifeln an der Liebe und G├╝te Gottes, wir bezweifeln, dass Gott sich ├╝berhaupt f├╝r uns interessiert, wir feiern die heilige Messe wie einen Ritus, der Gott eben gef├ĄlltÔÇŽHaben wir damit nicht den Kern der Sache v├Âllig verfehlt? Gott hat sein Leben f├╝r mich hingegeben, damit ich leben kann! Welchen Dank, welche Freude, welchen Lobpreis sollte dieses Bewusstsein in mir wecken!

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, wie oft gebe ich mich doch mit einem mittelm├Ą├čigen Glauben zufrieden. Ich will nicht mittelm├Ą├čig leben. Ich will mehr! Ich will mehr von dir lernen, mehr von dir sehen, deine Liebe noch tiefer erfahren.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will heute die heilige Messe besuchen und sie mit tiefem Bewusstsein leben.


Besiegelt

20. April 2018

Freitag der dritten Osterwoche
Hl. Hildegund von Sch├Ânau OCist
Hl. Odette von Rivreulle OPraem
Hl. Wilhelm der Pilger

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Joh 6,52-59
In jener Zeit stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die V├Ąter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, ich will in diesem Moment des Gebets mit meiner ganzen Person bei dir sein. Nimm meinen Verstand und richte ihn auf die Wahrheit aus. Nimm meinen Willen und richte ihn auf das Gute aus. Nimm mein Herz und richte es auf die Liebe aus.

Bitte: Jesus, ich bitte dich, ├Âffne in diesem Moment des Gebets meinen Blick f├╝r die Ewigkeit. Ich m├Âchte deinen Plan f├╝r mein Leben besser und klarer erkennen.

1. Durch ihn, mit ihm und in ihm. Wie sehr ersehnt doch Gott, dass wir leben! Es gibt keine gr├Â├čere Ehre f├╝r ihn, als seine Kinder lebendig zu sehen. Seine Meisterhand hat uns geschaffen und doch w├Ąhlen wir so oft aus freien St├╝cken ein niederschwelliges Leben, ein halbes Leben, ein Leben voller Kompromisse. Doch wenn wir uns entsinnen, entdecken wir in unserem Inneren eine Sehnsucht nach dem echten Leben. Tief verborgen hinter Frust und Unzufriedenheit steckt immer eine Sehnsucht nach dem Ewigen. Gehen wir dieser Sehnsucht nach, denn sie soll gestillt werden. Gott hat sie in uns gelegt, damit wir ihn suchen.

2. Wahrhaftiges Blut und wahrhaftiges Fleisch. Wenn Jesus davon spricht, dass wir sein Blut trinken und sein Fleisch essen, ├╝bersteigt das unseren Verstand, wie es den Verstand der J├╝nger v├Âllig ├╝berstiegen hat. Thomas von Aquin schrieb schon: ÔÇ×Augen, Mund und H├Ąnde t├Ąuschen sich in dir, doch des Wortes Botschaft offenbart dich mir. Was Gott Sohn gesprochen, nehm ich glaubend an; er ist selbst die Wahrheit, die nicht tr├╝gen kann.ÔÇť Der Verstand wehrt sich, doch die Seele begreift, wenn sie sich darauf einl├Ąsst (auf das, was der h├Âhere Verstand ihr offenbart hat). Der Glaube ist hier keine Fantasie, sondern die T├╝r zur tieferen Wahrheit. Lassen wir uns von neuem darauf ein, das Geheimnis der Eucharistie zu durchdringen. Dahinter steht ein Bund, ein ewiges Versprechen, das er mit seinem eigenen Blut besiegelt. Welchen Beweis k├Ânnte ich noch von Gott erbitten, um zu glauben, dass er es ernst mit uns meint?

3. Ewigkeit, Ewigkeit! In dieser Osterzeit ist in den Evangelien sehr oft von der Ewigkeit die Rede. Wie es scheint, will die Kirche unseren Verstand und unser Herz begreifen lassen, was wir durch die Erl├Âsung geschenkt bekommen haben. Wer Jesu Liebesangebot annimmt, bekommt nichts Geringeres als eine perfekte Ewigkeit geschenkt. Da auf dieser Erde nichts, absolut nichts, ewig ist, begreifen wir soundso oft die Gr├Â├če dieses Geschenks nicht. Das wahre Leben, n├Ąmlich das in innerem Frieden und innerer Freude, werde ich in Ewigkeit besitzen d├╝rfen. Was n├╝tzt es mir, wenn ich die ganze Welt besitze, sich meine Pl├Ąne erf├╝llen, ich meine Verantwortung extrem gut aus├╝be, daf├╝r aber meine Freude und meinen Frieden verliere? Was k├Ânnte es rechtfertigen, so zu handeln? ÔÇô Nichts! Und doch tun wir es so oft. ÔÇ×Wer dieses Brot isst, wird Leben in Ewigkeit.ÔÇť Nehmen wir das bedingungslose Geschenk der Eucharistie an.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, ich bitte dich um Glauben. Oftmals vereinnahmt mich mein Alltag so sehr, dass ich vergesse, dass dieses Leben nur ein kleiner Abschnitt auf dem Weg zur Ewigkeit ist. Hilf mir, das Geschenk deiner Liebe tiefer zu begreifen.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will heute einen Moment des Gebets vor der Eucharistie suchen und Gott f├╝r das Geschenk seiner Liebe danken.


Beziehung, die Entscheidung fordert

21. April 2018

Samstag der dritten Osterwoche
Hl. Konrad von Parzham OFMCap
Hl. Anselm von Canterbury OSB, Erzbischof, Kirchenlehrer

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Joh 6,60-69
In jener Zeit sagten viele der J├╝nger Jesu, die ihm zuh├Ârten: Was er sagt, ist unertr├Ąglich. Wer kann das anh├Âren? Jesus erkannte, dass seine J├╝nger dar├╝ber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Ansto├č? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch n├╝tzt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste n├Ąmlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten w├╝rde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele J├╝nger zur├╝ck und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zw├Âlf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr, ich will in diesem Moment des Gebets mit meiner ganzen Person bei dir sein. Nimm meinen Verstand und richte ihn auf die Wahrheit aus. Nimm meinen Willen und richte ihn auf das Gute aus. Nimm mein Herz und richte es auf die Liebe aus.

Bitte: Herr, ich bitte dich um einen entschlossenen Glauben. Ich will dich noch mehr als meinen Weg, mein Wahrheit und mein Leben erfahren.

1. Liebe entscheidet sich. Gibt es nicht auch Dinge im Glauben, an denen ich Ansto├č nehme? Es sind diese Themen, Situationen, Wahrheiten, die mich zutiefst herausfordern. Sie ziehen mich aus meiner Komfortzone heraus. Sie lassen mich erfahren, dass ich nicht Gott bin. Gott ist gr├Â├čer als ich. Ich kann ihn niemals ganz erfassen. Doch sind gerade diese Erfahrungen eine T├╝rschwelle, von der aus ich in eine noch tiefere Gotteserfahrung gef├╝hrt werden kann. Wenn ich Gott vertraue und akzeptiere, dass ich nicht Gott bin, dann folge ich ihm auch, wenn ich innerlich Widerwillen erfahre. Denn Liebe ist keine reine Gef├╝hlssache, sondern auch und so oft prim├Ąr eine feste Entscheidung.

2. Die Frage des Nutzens. Was ist mir n├╝tzlich? Das ist wohl die Hauptsorge des Menschen in seinen t├Ąglichen Besch├Ąftigungen. Unsere Tage kreisen stundenlang um diese Frage: N├╝tzt mir das etwas? Wenn Jesus sagt: ÔÇ×Nur der Geist macht lebendig. Das Fleisch n├╝tzt nichtsÔÇť, sollte das dann nicht die Motivation schlechthin f├╝r den modernen Menschen sein, damit er sich mehr dem GEISTLICHEN zuwendet? Allerdings ergibt sich der Nutzen immer in Bezug auf ein bestimmtes Ziel. Was ist mein Ziel im Leben? Habe ich ein h├Âheres Ziel, als im Heute zu funktionieren oder mein Leben m├Âglichst abgesichert und komfortabel zu gestalten? Wof├╝r lebe ich? Erst wenn ich diese Frage beantwortet habe, werde ich auch erkennen k├Ânnen, was mich meinem h├Âheren Ziel f├╝hren kann, was mir daf├╝r n├╝tzt. Jesu Antwort zeigt uns, welches Lebensziel er hat.

3. Beziehung, die standh├Ąlt. Die Apostel bleiben bei Jesus. Nicht etwa, weil sie verstehen oder gar an den Worten Jesu Gefallen gefunden h├Ątten, sondern weil sie eine pers├Ânliche Beziehung zu ihm haben. Sie wissen tief im Inneren, wer er ist und dass sie ihm vertrauen k├Ânnen. Sie wissen, dass ihnen das, was sie von Jesus bekommen und mit ihm erfahren d├╝rfen, nichts und niemand anderes geben kann. Wenn der Glaube herausfordert, stellt sich schnell heraus, wie tief und pers├Ânlich meine Beziehung zu Jesus ist. Wer Jesus kennt, bleibt bei ihm, denn nichts wird ihm besser oder gr├Â├čer erscheinen, als den Weg mit ihm zu gehen.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, so oft gibt es Dinge, die ich nicht verstehe. Doch ich wei├č, dass sich Treue eben dann beweist, wenn sie zur Entscheidung herausfordert. Gib mir einen neuen Blick f├╝r dich und deine Wege. Zeig mir mit dr├Ąngender Klarheit, wie gro├č ihr Nutzen ist.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will heute eine konkrete, schwierige Entscheidung aus Liebe treffen.