Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 31. Dezember 2017 bis 6. Januar 2018

Woche der Weihnachtszeit

P. Bertalan Egervári LC

Ein Zeichen, dem widersprochen wirdSonntag
Unsere wunderbare MutterMontag
Wer bin ich?Dienstag
Zeugnis ├╝ber den Sohn GottesMittwoch
Einen Tag mit Jesus verbringenDonnerstag
Empfangen und weitergebenFreitag
Der K├Ânig der K├Ânige wird angebetetSamstag


Ein Zeichen, dem widersprochen wird

31. Dezember 2017

Fest der Heiligen Familie - Sonntag in der Weihnachtsoktav
Hl. Silvester I., Papst
Hl. Apollonia Radermecher STFE
Hl. Katharina Labour├ę FDC

P. Bertalan Egervári LC

Lk 2,22-40
Es kam f├╝r die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gem├Ą├č dem Gesetz des Herrn, in dem es hei├čt: Jede m├Ąnnliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe. Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel gef├╝hrt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erf├╝llen, was nach dem Gesetz ├╝blich war, nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: Nun l├Ąsst du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen V├Âlkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit f├╝r dein Volk Israel. Sein Vater und seine Mutter staunten ├╝ber die Worte, die ├╝ber Jesus gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selber aber wird ein Schwert durch die Seele dringen. Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter P├ęnuels, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges M├Ądchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich st├Ąndig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach ├╝ber das Kind zu allen, die auf die Erl├Âsung Jerusalems warteten. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galil├Ąa in ihre Stadt Nazaret zur├╝ck. Das Kind wuchs heran und wurde kr├Ąftig; Gott erf├╝llte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr und Gott, ich danke dir, dass du mich einl├Ądst, Zeit mit dir zu verbringen. Sende deinen Heiligen Geist, damit mein Gebet dir Freude bereitet.

Bitte: Herr, sch├╝tze die Familien und hilf ihnen, nach dem Vorbild der Heiligen Familie zu leben.

1. So leben, wie es Gott gef├Ąllt. Heute begeht die Kirche das Fest der Heiligen Familie. Sicher bildeten Jesus, Maria und Josef die liebevollste aller Familien und ein perfektes Vorbild f├╝r jede andere Familie auf der Erde. Gott sei Dank ist uns in den Evangelien wenigstens ein kleiner Einblick in dieses Familienleben gew├Ąhrt. An der Stelle, die uns die Liturgie heute vorschl├Ągt, zeigt sich vor allem die Gesetzestreue Josefs und Marias. Sie wissen, dass ihr ganzes Leben und Dasein ein Geschenk Gottes ist, und wollen es deshalb so leben, wie es Gott gef├Ąllt. Im Gesetz erkennen sie einen Ausdruck des Willens Gottes und eine vorz├╝gliche M├Âglichkeit, Gott Ehre zu erweisen.

2. Das Heil der Welt. An den Ereignissen und an den Worten Simeons und Hannas erkennen wir, dass die Darbringung Jesu im Tempel tats├Ąchlich Teil des Planes Gottes war. Durch Simeon wollte Gott vieles ├╝ber Jesus offenbaren. Jesus, seine Person, ist das Heil, das Gott allen V├Âlkern bereitet hat. Keine Lehre, keine Wunder, keine ├änderung der Machtverh├Ąltnisse oder des menschlichen Lebens selbst, sondern Jesus, ganz Gott und ganz Mensch, ist unser Heil. Ihn gilt es zu suchen, zu erkennen und zu lieben.

3. Treue oder Widerspruch? Jesus ist ein Zeichen, dem widersprochen wird. Die Juden haben sich den Erl├Âser ganz anders vorgestellt. Er sollte ein m├Ąchtiger K├Ânig sein, der Israel aus der Hand der R├Âmer befreit und ein gro├čes weltliches Reich errichtet. Doch sein Wirken als Messias sollte diese Erwartungen entt├Ąuschen. Auch wir erwarten oder erhoffen uns vielleicht eine andere Art und Weise der Herrschaft Jesu in der heutigen Welt. Sollte Jesus nicht anders herrschen, als es geschieht? Sollte er nicht viel mehr eingreifen in die Geschicke der Welt? Es g├Ąbe so viel Leid und Ungerechtigkeit zu beenden und Liebe zu bringen. Versuchen wir, wie die Heilige Familie in aller Treue und im festen Vertrauen auf das Wirken Gottes zu leben und dabei alles zu geben. Seien wir offen daf├╝r, dass Gott und seine Pl├Ąne anders sind, als wir sie uns vorstellen.

Gespr├Ąch mit Christus: Guter Gott, du bist die Liebe selbst, du bist allm├Ąchtig, aber du bist auch der ganz Andere. Wir k├Ânnen dich und deine Pl├Ąne nicht begreifen. Hilf uns, trotzdem voller Vertrauen dir zu folgen. Danke, dass du uns in diesem Jahr begleitet hast. Nimm uns auch im kommenden Jahr in deine Liebe und deinen Schutz.

M├Âglicher Vorsatz: Ich werde mich heute an einige Erlebnisse des letzten Jahres erinnern und Gott daf├╝r danken.


Unsere wunderbare Mutter

1. Januar 2018

Oktavtag von Weihnachten - Hochfest der Gottesmutter Maria
Hl. Clarus, Abt
Hl. Wilhelm von Dijon

P. Bertalan Egervári LC

Lk 2,16-21
In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erz├Ąhlten sie, was ihnen ├╝ber dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es h├Ârten, staunten ├╝ber die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte dar├╝ber nach. Die Hirten kehrten zur├╝ck, r├╝hmten Gott und priesen ihn f├╝r das, was sie geh├Ârt und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vor├╝ber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Scho├č seiner Mutter empfangen wurde.

Einf├╝hrendes Gebet: Guter Gott, wie gro├č sind deine Pl├Ąne mit uns Menschen! Welch ein Geschenk ist es, dass du selbst Mensch und damit unser Bruder geworden bist! Daf├╝r m├Âchte ich dir danken. Ich bitte dich, dass du mich jetzt in dieser Zeit der Betrachtung begleitest.

Bitte: Lass mich Maria als meine Mutter lieben.

1. Die ganz Wunderbare. Die Kirche l├Ądt uns ein, jedes Jahr mit dem Hochfest der Gottesmutter Maria zu beginnen. Sie spielt eine besondere Rolle im Erl├Âsungswerk Christi, denn sie steht am Anfang der Erl├Âsung, am Anfang des Neuen Bundes und ist f├╝r uns die Quelle aller Gnaden. Sie ist die ganz Reine, ganz Wunderbare, die vor jedem Makel der Erbschuld bewahrt wurde und jeden Moment ihres Lebens ganz entsprechend dem Willen des Vaters gelebt hat. So, wie sie Gott auf Erden nie etwas verwehrt hat, so kann ihr Gott jetzt im Himmel keinen Wunsch abschlagen. Sie ist unsere gro├če F├╝rsprecherin und m├Âchte uns in ihrer liebevollen und m├╝tterlichen F├╝rsorge ihrem Sohn immer n├Ąher bringen. Danken wir dem Herrn f├╝r solch eine wunderbare Mutter und lassen wir keine Gelegenheit aus, sie um ihren Schutz und ihre F├╝rsprache zu bitten.

2. Die Betrachtende. Im Mittelpunkt des heutigen Evangeliums steht die F├Ąhigkeit Marias, das Wirken Gottes in ihrem Herzen zu erw├Ągen. Sie bewahrt darin alles sorgsam auf und denkt dar├╝ber nach. Sie vergisst nicht so schnell, was geschehen ist, und h├Ârt nicht auf, dar├╝ber nachzusinnen, wieso Gott in solch ├Ąrmliche Verh├Ąltnisse hineingeboren werden wollte, warum die Engel ausgerechnet einigen Hirten erscheinen und ihnen die Geburt des Erl├Âsers ank├╝ndigen oder weshalb das wichtigste Ereignis in der Geschichte der Menschheit den meisten Zeitgenossen verborgen bleiben sollte. Der Plan Gottes ist geheimnisvoll und unbegreiflich. Der beste Weg, Antworten zu finden, ist, was Gott verf├╝gt hat im Herzen zu bewahren und dar├╝ber nachzudenken.

3. Die ganz dem Willen Gottes Ergebene. Wie es damals ├╝blich war, lie├č Maria ihren Sohn beschneiden und gab ihm den Namen, den der Engel genannt hatte. Sie folgte nicht ihren eigenen Pl├Ąnen, sie beschwerte sich nicht, sondern sie tat das, was sie f├╝r richtig und vom Herrn gewollt hielt. Schon bei der Verk├╝ndigung durch den Engel lie├č sie an sich geschehen, was Gott geplant hatte, auch wenn das ihr Leben v├Âllig durcheinanderbrachte und sehr schwerwiegende Konsequenzen hatte. Aber etwas anderes als der Wille Gottes kam f├╝r sie ├╝berhaupt nicht in Frage, wusste sie doch, dass Gott nur das Beste f├╝r die Menschen will. Von Millionen M├Âglichkeiten will Gott die allerbeste. Der so verstandene Wille Gottes war es, von dem sie sich ihr ganzes Leben lang leiten lie├č.

Gespr├Ąch mit Christus: Heilige Maria, meine Mutter, ich danke dir, dass du in jedem Augenblick deines Lebens den Willen Gottes erf├╝llt hast. Ich danke dir, dass du mich liebevoll begleitest. Lass mich und alle Menschen, die mir anvertraut sind, deine Liebe und deinen Schutz erfahren und f├╝hre uns immer mehr zu deinem Sohn.

M├Âglicher Vorsatz: Ich werde in einem Gebet dieses Jahr unter den Schutz der Muttergottes stellen.


Wer bin ich?

2. Januar. 2018

Gedenktag
Hl. Basilius d. Gro├če, Kirchenlehrer
Hl. Gregor von Nazianz, Kirchenlehrer
Hl. Dietmar, Bischof

P. Bertalan Egervári LC

Joh 1,19-28
Dies ist das Zeugnis Johannes des T├Ąufers: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir m├╝ssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du ├╝ber dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der W├╝ste ruft: Ebnet den Weg f├╝r den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharis├Ąer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschn├╝ren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, ich m├Âchte dir jetzt Zeit widmen und Freude machen, indem ich dein Wort betrachte. Sende deinen Heiligen Geist. Er m├Âge mich erleuchten und mir dabei helfen, nicht mich selbst zu suchen, sondern den Willen des Vaters, meine eigene Bekehrung und das Wohl meiner Mitmenschen.

Bitte: Herr, zeige mir, wer ich bin, und lass mich entsprechend leben.

1. Wer bin ich? Das Wirken des Johannes bleibt nicht verborgen. So viele Menschen str├Âmen zu ihm, dass die religi├Âsen F├╝hrer aus Jerusalem mehr ├╝ber ihn wissen wollen. Wer ist er? Johannes kann diese Frage sehr pr├Ązise, wenn auch auf ungew├Âhnliche Weise, beantworten: ÔÇ×Ich bin die Stimme, die in der W├╝ste ruftÔÇŽÔÇť Er wei├č genau, wer er ist, was seine Aufgabe ist, wozu Gott ihn ruft. Nur so kann er seine Sendung, das Kommen des Messias vorzubereiten, erf├╝llen. Wei├č ich, wer ich vor Gott bin, welche Sendung Gott mir gegeben hat, wo mein Platz im Leben ist?

2. Kenne ich meine Sendung? Johannes der T├Ąufer zitiert mit seiner Aussage ├╝ber sich selbst eine Stelle aus dem Buch Jesaja. Bei solchen Verweisen auf das Alte Testament ist es immer interessant, den Kontext des Zitats zu kennen. Wenn man Jes 40,1-11 liest, wo es eingebettet ist, stellt man fest, dass ÔÇ×die Stimme in der W├╝steÔÇť eine gute Nachricht verk├╝nden soll: Trost f├╝r das Volk, Schuld und deren ├ťberwindung, die Offenbarung der Herrlichkeit des Herrn, das Wort Gottes, das ewig bleibt, das Kommen und die Herrschaft Gottes, der seine Herde wie ein Hirte weidet, alle diese Dinge sind Inhalt der Botschaft. Johannes wei├č, dass er das Kommen des Messias ank├╝ndigen soll.

3. ├ändere ich mein Leben? F├╝r Johannes den T├Ąufer ist der Messias all das, was er bei Jesaja ├╝ber ihn liest, und noch mehr. Er wei├č, dass er nicht w├╝rdig ist, ihm die Schuhe aufzuschn├╝ren. Er wusste, dass er die Stimme in der W├╝ste sein sollte. Dieses Wissen hat ihn dazu bewegt, sein ganzes Leben dementsprechend auszurichten. Er hat in der W├╝ste unter einfachsten Umst├Ąnden gelebt, er hat getauft, gepredigt, ermahnt, verk├╝ndet. Wer ist Jesus f├╝r mich? Was wei├č ich ├╝ber ihn? Wer bin ich? Aber vor allem: Bewegt mich dieses Wissen dazu, dass auch ich mein Leben ├Ąndere und v├Âllig danach ausrichte?

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, ich danke dir f├╝r diese Zeit der Betrachtung, bei der du bei mir geblieben bist. Hilf mir, meine eigene Identit├Ąt und deinen Willen f├╝r mein Leben immer besser zu erkennen, und gib mir die Kraft, entsprechend zu leben.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will heute eine gute Tat tun, wo es mir schwer f├Ąllt.


Zeugnis ├╝ber den Sohn Gottes

3. Januar 2018

Wochentag der Weihnachtszeit
Heiligster Name Jesu
Hl. Genoveva
Hl. Odilo OSB, Abt

P. Bertalan Egervári LC

Joh 1,29-34
In jener Zeit sah Johannes der T├Ąufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die S├╝nde der Welt hinwegnimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekannt zu machen. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Das habe ich gesehen, und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.

Einf├╝hrendes Gebet: Jesus, du hast viele Jahre unerkannt mitten unter den Menschen gelebt. M├Âge uns dein Vorbild eine Lehre sein, um nicht Macht und Anerkennung zu suchen. Sende uns deinen Geist, der uns wahre Gr├Â├če verleiht und uns nach deinem Bild gestaltet.

Bitte: Gib dich vielen Menschen zu erkennen.

1. Gott gibt sich zu erkennen. Im gestrigen Evangelium fragen die Juden Johannes den T├Ąufer, warum er denn taufe, aber Johannes gibt keine klare Antwort. Er deutet nur an, dass mitten unter ihnen einer steht, der viel gr├Â├čer ist als er. Erst an dieser Stelle, einige Verse sp├Ąter, bekommen wir die Antwort: Er ist gekommen und tauft mit Wasser, um Israel mit dem Lamm Gottes bekannt zu machen, das die S├╝nde der Welt hinwegnimmt. Dies ist der zentrale Grund seiner Sendung: das Volk Gottes mit dem Sohn Gottes bekannt zu machen. Bin ich mir bewusst, dass Gott sich auch mir zu erkennen geben m├Âchte?

2. Jesus ist das Lamm. Auf die Frage, wer er selbst sei, antwortete Johannes der T├Ąufer mit einer Stelle aus dem Buch Jesaja: ÔÇ×Ich bin die Stimme, die in der W├╝ste ruft: Ebnet den Weg f├╝r den Herrn!ÔÇť Nun, da der Moment gekommen ist, Israel mit dem Herrn bekannt zu machen, tut er es erneut mit Worten des Propheten Jesaja: ÔÇ×Seht, das Lamm Gottes, das die S├╝nde der Welt hinwegnimmt.ÔÇť Noch eindrucksvoller sind die Lieder vom Gottesknecht, z.B. das vierte (Jes 52,13-53,12): ÔÇ×ÔÇŽer wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer S├╝nden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheiltÔÇŽ Wie ein Lamm, das man zum Schlachten f├╝hrt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht aufÔÇŽ Mein Knecht, der gerechte, macht die vielen gerecht; er l├Ądt ihre Schuld auf sichÔÇŽ Denn er trug die S├╝nden von vielen und trat f├╝r die Schuldigen ein.ÔÇť

3. Wie viel hast du f├╝r mich getan! Wie bei der Stimme, die in der W├╝ste ruft, im Falle des Johannes, geht es auch bei diesen Aussagen ├╝ber Jesus nicht nur um irgendwelche Eigenschaften seiner Person, sondern es geht um seine Identit├Ąt selbst. Es geh├Ârt ganz wesentlich zu seiner Person und zu seiner Sendung, dass er sich wie ein Lamm verh├Ąlt und behandeln l├Ąsst und unsere S├╝nden s├╝hnt. Das ist es, wozu er gekommen ist und was ihn ausmacht. W├Ąre ich denn bereit, mein Leben zu geben f├╝r jemand anderen? Der allm├Ąchtige, vollkommen gl├╝ckliche, ganz unschuldige Gott war bereit, das f├╝r mich zu tun! Dieser Gedanke darf uns nicht kalt und gleichg├╝ltig lassen.

Gespr├Ąch mit Christus: Herr, ich danke dir von Herzen, dass du bereit warst, dein vollkommenes Gl├╝ck im Himmel ÔÇ×aufzugebenÔÇť, um Mensch zu werden und am Kreuz f├╝r mich zu sterben, damit meine S├╝nden ges├╝hnt sind und ich das ewige Leben habe. Es gibt nichts, womit ich das auch nur ann├Ąhernd wettmachen kann. Ich will dir daf├╝r mein ganzes Leben schenken, so gut ich kann.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will heute auf f├╝nf Minuten meiner Erholung verzichten, um gezielt mit Jesus zu sprechen.


Einen Tag mit Jesus verbringen

4. Januar 2018

Wochentag der Weihnachtszeit
Hl. Angela von Foligno, Mystikerin
Hl. Marius, Bischof
Hl. Roger OCist, Abt

P. Bertalan Egervári LC

Joh 1,35-42
In jener Zeit stand Johannes wieder am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner J├╝nger standen bei ihm. Als Jesus vor├╝berging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden J├╝nger h├Ârten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das hei├čt ├╝bersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes geh├Ârt hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias hei├čt ├╝bersetzt: der Gesalbte ÔÇô Christus. Er f├╝hrte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas hei├čen. Kephas bedeutet: Fels - Petrus.

Einf├╝hrendes Gebet: Guter Gott, vor 2000 Jahren bist du als Mensch auf Erden gewandelt, f├╝r jedermann sichtbar und erfahrbar. Heute k├Ânnen wir dich nicht sehen oder h├Âren. Lass uns dich trotzdem so erfahren, wie es die J├╝nger damals durften, und schenke uns die Gewissheit, dass du als unser K├Ânig und Erl├Âser genau der bist, den wir alle brauchen.

Bitte: Jesus Christus, schenke uns eine Begegnung mit dir.

1. Nur h├Âren oder auch handeln? Schon zum zweiten Mal weist Johannes der T├Ąufer auf Jesus, das Lamm Gottes, hin. Wer wei├č, wie viele Menschen, wie viele von den J├╝ngern des Johannes das geh├Ârt haben. Aber diesmal gibt es zwei, die es nicht nur h├Âren, sondern reagieren. Warum nur zwei, und was ist der Unterschied zwischen diesen und allen anderen? Offensichtlich wollten sie mehr wissen. Sie wollten selbst herausfinden, was es mit diesem Lamm Gottes auf sich hatte, auch wenn sie keine klare Vorstellung davon hatten, was sie genau tun sollten. Bin auch ich wirklich auf der Suche nach Gott? Bin ich bereit, alles stehen und liegen zu lassen, um mehr ├╝ber Jesus Christus zu erfahren? Oder h├Âre ich immer wieder etwas, reagiere aber nicht darauf?

2. Zeit mit Jesus Christus ist Gold wert. Jesus hat nur kurz abgewartet, um sicher zu sein, dass die beiden es ernst meinten und wirklich mit ihm zu tun haben wollten. Dann hat er es ihnen aber leicht gemacht und hat sie eingeladen. Sie haben den Tag mit ihm verbracht, danach war alles klar f├╝r sie: Jesus war der Messias. Wie hat Jesus die beiden ÔÇ×missioniertÔÇť? Er hat sie nicht mit guten Argumenten ├╝berzeugt, ihnen seine Meinung nicht ├╝bergest├╝lpt, keine Gehirnw├Ąsche vollzogen, keine Versprechungen gemacht, sie nicht mit rhetorischen Tricks um den Finger gewickelt. Sie waren einfach bei ihm und haben Zeit mit ihm verbracht.

3. Ich will dir begegnen! Diese Stunden mit Jesus haben Andreas schon gen├╝gt. So ├╝berzeugt ist er, dass er gleich seinem Bruder davon erz├Ąhlen muss. Zeit mit Jesus zu verbringen, kann das Leben eines Menschen v├Âllig ver├Ąndern. Wenn jemand wirklich und ernsthaft auf der Suche nach Gott ist, dann ist vielleicht das Beste, was er tun kann, einen Tag mit Jesus zu verbringen. Im Gebet kann das jeder Mensch. Christus kommt uns entgegen und hilft uns, ihm zu begegnen, auch wenn wir nicht genau wissen, was wir tun sollen. Eine kleine Beichte als Autor dieser Meditation: Ich wei├č, wovon ich rede, verdanke ich doch meine Bekehrung und Berufung einem Tag im Gebet.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus Christus, die Begegnung mit dir, der Liebe selbst, muss eine unglaubliche Erfahrung sein. St├Ąrke unseren Glauben daran, dass auch wir heute dir begegnen k├Ânnen, dass du zuallererst daran interessiert bist und bereit, uns entgegenzugehen. Lass uns dir begegnen und lass uns erfahren, wie du bist.

M├Âglicher Vorsatz: Ich nehme mir vor, bei meinem n├Ąchsten Urlaub den gr├Â├čeren Teil eines Tages im Gebet zu verbringen oder mich in n├Ąchster Zeit zu Schweigeexerzitien anzumelden.


Empfangen und weitergeben

5. Januar 2018

Wochentag der Weihnachtszeit
Hl. Johannes Nepomuk Neumann, Bischof
Hl. Ämiliana (Emilie)

P. Bertalan Egervári LC

Joh 1,43-51
In jener Zeit wollte Jesus nach Galil├Ąa aufbrechen; da traf er Philippus. Und Jesus sagte zu ihm: Folge mir nach! Philippus war aus Betsaida, dem Heimatort des Andreas und Petrus. Philippus traf Natana├źl und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, ├╝ber den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den Sohn Josefs. Da sagte Natana├źl zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh! Jesus sah Natana├źl auf sich zukommen und sagte ├╝ber ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Natana├źl fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natana├źl antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der K├Ânig von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Gr├Â├čeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel ge├Âffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen ├╝ber dem Menschensohn.

Einf├╝hrendes Gebet: Herr Jesus, du bist Mensch geworden und hast uns die frohe Botschaft der Erl├Âsung gebracht. Nimm von uns alle Traurigkeit und schenke uns die Freude der Kinder Gottes. Lass uns ganz in deiner Liebe leben.

Bitte: Lass unser Herz ├╝berflie├čen vor Liebe zu dir.

1. Philippus ist vom ersten Moment an Missionar. Wie Andreas seinen Bruder Simon, so f├╝hrt hier Philippus den Natana├źl zu Jesus. Auch hier hei├čt es ÔÇ×Komm und siehÔÇť. Anscheinend ist die Begegnung mit Jesus so eindrucksvoll, dass es keiner weiteren Worte bedarf und dass sie Menschen dazu bringt, andere zur gleichen Erfahrung f├╝hren zu wollen. Das Christentum ist vom Wesen her missionarisch. Fehlt diese Eigenschaft, dann ist das Christsein unvollst├Ąndig. Aber Mission bedeutet nie, einem anderen den eigenen Glauben aufzuschwatzen. Sie ist der Versuch, seinen N├Ąchsten in aller Freiheit zu einer Begegnung mit Jesus Christus und zu einer Erfahrung seiner Liebe zu f├╝hren.

2. Empfangene Liebe weitergeben. Philippus wurde von niemand gedr├Ąngt, niemand hat ihn beauftragt, niemand hat ihm gesagt, dass Mission wichtig ist. Es ist einfach v├Âllig selbstverst├Ąndlich f├╝r ihn, dass er seinem Freund sein Erlebnis erz├Ąhlen m├Âchte und ihm die gleiche Erfahrung w├╝nscht. Er ÔÇ×hat es auf dem HerzenÔÇť, Natana├źl die Freude mitzuteilen, dass er den Messias gefunden hat. Auch unser Auftrag zur Evangelisierung, diese Sendung, die jeder Christ von Gott bekommt, soll frei von Zwang oder Druck sein. Es geht auch nicht darum, den anderen zu ├╝berzeugen oder mit Argumenten zu gewinnen, sondern in erster Linie darum, die Freude und Liebe, die man von Gott empfangen hat, anderen weiterzugeben.

3. Das Beste, was wir f├╝r andere tun k├Ânnen. Es ist nicht verboten, sich voller Eifer f├╝r die Rettung der Seelen, f├╝r das ewige Leben anderer, einzusetzen. Im Gegenteil, es ist eine Tugend. Gerade bei Neubekehrten sieht man oft viel Eifer und sie w├╝rden am liebsten die ganze Welt auf einen Schlag bekehren. Meist folgt schnell die ern├╝chternde Erfahrung, dass das gar nicht so einfach ist. Trotzdem ist dieser Eifer eine gro├če Kraftquelle. Sie soll bewahrt und in die richtige Richtung gelenkt werden. Das gelingt in dem Ma├č, in dem wir die Beziehung zu Jesus Christus vertiefen und die Liebe, die wir empfangen, weitergeben. Wahrer Eifer f├╝r die Rettung der Seelen ist nichts anderes als der ├ťberfluss der Liebe Christi in unserem Herzen, den wir nicht f├╝r uns behalten, sondern anderen mitteilen wollen.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, lass mein Herz immer mehr davon ├╝berzeugt sein, dass du das Beste bist, was einem Menschen passieren kann. Erf├╝lle mich mit deiner Liebe. Gib so viel, dass auch genug f├╝r andere da ist. Lass mich diesen ├ťberfluss an Liebe nicht f├╝r mich behalten, sondern gib mir die Bereitschaft und das innere Bed├╝rfnis, ihn anderen weiterzugeben.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will heute etwas von dem Guten, das ich bekommen habe, jemand anderem durch ein gutes Wort oder eine gute Tat mitteilen.


Der K├Ânig der K├Ânige wird angebetet

6. Januar 2017

Hochfest
Epiphanie - Erscheinung des Herrn
Heilige Drei K├Ânige: Kaspar, Melchior, Balthasar
Hl. Pia
Hl. Julian, M├Ąrtyrer

P. Bertalan Egervári LC

Mt 2,1-12
Als Jesus zur Zeit des K├Ânigs Herodes in Betlehem in Jud├Ąa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene K├Ânig der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als K├Ânig Herodes das h├Ârte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er lie├č alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: In Betlehem in Jud├Ąa; denn so steht es bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den f├╝hrenden St├Ądten von Juda; denn aus dir wird ein F├╝rst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und lie├č sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgf├Ąltig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des K├Ânigs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr gro├čer Freude erf├╝llt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Sch├Ątze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zur├╝ckzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Einf├╝hrendes Gebet: Guter Gott, du bist Mensch geworden und hast dich uns offenbart. Du bist unser K├Ânig und Erl├Âser. Sende deinen Geist, damit ich dich jetzt wahrhaft anbeten kann.

Bitte: Zeige mir, dass es sich lohnt, f├╝r dich Risiken einzugehen.

1. Ein gro├čes Risiko. Was hat es f├╝r die Sterndeuter bedeutet, sich auf den langen Weg nach Betlehem zu machen? Sie haben sich auf eine Reise ins Ungewisse eingelassen. Vermutlich gab es eine Prophezeiung dar├╝ber, dass ein Stern einen neuen K├Ânig ank├╝ndigt, aber mehr Sicherheiten gab es nicht. Sie mussten Haus, Arbeit und Familie hinter sich lassen, um eine wochen- oder gar monatelange Reise anzutreten, die vielleicht gef├Ąhrlich werden w├╝rde und deren Ausgang im wahrsten Sinne des Wortes in den Sternen stand. Sie gingen ein gro├čes Risiko ein, bei dem sie viel verlieren konnten. Aber zu gewinnen gab es noch viel mehr.

2. Wissen und Handeln. Was war im Gegensatz dazu mit den ÔÇ×EinheimischenÔÇť los? Ganz Jerusalem erschrickt ├╝ber die Nachricht des neugeborenen K├Ânigs. Und die Schriftgelehrten wissen sogar, wo er zur Welt kommen sollte. F├╝r sie w├Ąre es eine Kleinigkeit gewesen, die kurze Reise nach Betlehem auf sich zu nehmen. Sie besitzen viel Wissen, sie kennen sich bestens aus, und doch verpassen sie die Chance ihres Lebens, weil das Wissen in ihrem Leben keine Konsequenzen hat. Es bewegt sie nicht zum Handeln. Wie ist es mit mir? Gen├╝gt es mir, mich in meinem Glauben gut auszukennen und meine religi├Âsen Pflichten zu erf├╝llen oder bewegt mich mein Glaube dazu, die frohe Botschaft in die Tat umzusetzen?

3. Das Ziel ist die Anbetung. Ziel der Reise der Sterndeuter war es, dem neugeborenen K├Ânig der Juden zu huldigen und ihm ihre Gaben zu bringen. So viel M├╝he, so viel Risiko, um sich letztlich nur vor einem kleinen Baby auf den Boden zu werfen und Geschenke dazulassen. War es das wirklich wert? Ist Gott es wert, dass wir unseren Alltag hinter uns lassen, um ihn anzubeten? Lohnt es sich, M├╝hen und Risiken auf sich zu nehmen? Wir sind dazu geschaffen, Gott anzubeten und mit ihm in Beziehung zu treten. Es lohnt sich immer, etwas auf der Suche nach Gott zu wagen, denn wer ernsthaft sucht, der wird auch finden. Gott m├Âchte sich von uns immer mehr finden lassen.

Gespr├Ąch mit Christus: Herr Jesus, schon als neugeborenes Kind hast du dich von den Menschen finden lassen. Du w├╝nschst dir, dass wir Menschen dich als K├Ânig und Erl├Âser erkennen, anbeten und lieben. Hilf uns, dass wir unserem Glauben Taten folgen lassen, dass wir bereit sind, Risiken f├╝r dich einzugehen und dass wir dich ernsthaft in unserem Leben suchen. Lass uns erkennen, dass du wahrhaft anbetungsw├╝rdig bist und ber├╝hre uns mit deiner Liebe.

M├Âglicher Vorsatz: Ich werde heute einen konkreten Aspekt meines Glaubens in die Tat umsetzen, z.B. freiwillig einen kleinen Dienst ├╝bernehmen.