Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 24. September 2017 bis Samstag 30. September 2017

F├╝nfundzwanzigste Woche im Jahreskreis

Br. Manuel Suchy LC

Unser gn├Ądiger GottSonntag
Im Lichte Gottes lebenMontag
Teil der Familie GottesDienstag
Von Jesus ausgesandtMittwoch
Der Wunsch, Jesus zu begegnenDonnerstag
Gottes RufFreitag
Ein offenes HerzSamstag


Unser gn├Ądiger Gott

24. September 2017

F├╝nfundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis
Hll. Rupert und Virgil, Bisch├Âfe von Salzburg, Glaubensboten

Br. Manuel Suchy LC

Mt 20,1-16a
In jener Zeit erz├Ąhlte Jesus seinen J├╝ngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der fr├╝h am Morgen sein Haus verlie├č, um Arbeiter f├╝r seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar f├╝r den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste Stunde und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag unt├Ątig herum? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen von den letzten, bis hin zu den ersten. Da kamen die M├Ąnner, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar. Da begannen sie, ├╝ber den Gutsherrn zu murren, und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag ├╝ber die Last der Arbeit und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir geh├Ârt, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich zu anderen g├╝tig bin? So werden die Letzten die Ersten sein.

Einf├╝hrendes Gebet: Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich! Nichts soll mich mehr ├Ąngstigen und beunruhigen. Ich vertraue auf dich fr├╝h und sp├Ąt, in Freuden und Leiden, in Versuchungen und Gefahren, im Gl├╝ck und Ungl├╝ck, im Leben und Tode, f├╝r Zeit und Ewigkeit. Ich vertraue auf dich beim Gebet und bei der Arbeit, bei Erfolgen und Misserfolgen, im Wachen und Ruhen, bei Tr├╝bsal und Traurigkeit, ja selbst in meinen Fehlern und S├╝nden will ich unersch├╝tterlich auf dich vertrauen. Du bist ja der Ankergrund meiner Hoffnung, der Stern meiner Wanderschaft, die St├╝tze meiner Schwachheit, die Verzeihung meiner S├╝nden, die Kraft meiner Tugend, die Vollendung meines Lebens, der Trost meiner Sterbestunde, die Freude und Wonne meines Himmels. Barmherziger Jesus, du starke Ruhe und sichere Burg meiner Seele, vermehre mein Vertrauen und vollende meinen Glauben an deine Macht und G├╝te. Wenn ich auch der ├Ąrmste deiner Verehrer und der letzte deiner Diener bin, so will ich doch gro├č und vollkommen sein im Vertrauen, dass du mein Heil und meine Rettung bist f├╝r die ganze Ewigkeit. Dieses mein Vertrauen sei meine Empfehlung bei dir, jetzt und alle Zeit, am meisten aber in der Stunde meines Todes! Amen. (Weihegebet an den Barmherzigen Jesus)

Bitte: Herr, gib mir ein g├╝tiges Herz!

1. F├╝r Gott gibt es kein ÔÇ×zu sp├ĄtÔÇť. Gott vergleicht sich mit einem Gutsherrn. Dabei handelt er ganz anders, als wir es erwarten w├╝rden. Die ersten Arbeiter, die schon morgens fr├╝h anfangen f├╝r ihn zu arbeiten, bekommen auf jeden Fall ihren gerechten Lohn. Doch jemand, der erst kurz vor Schluss die Last der Arbeit ertragen muss? F├╝r Gott scheint das kein Problem zu sein. Welch gro├če Ermutigung ist das f├╝r mich! Vielleicht war ich in meinem Leben schon immer sehr eng mit Gott verbunden und habe mich bem├╝ht, nach seinem Willen zu handeln. Vielleicht gab es aber auch Zeiten, in denen ich mich von Gott entfernt habe. Egal, wie die Vergangenheit aussieht, Gott gibt mir die Chance, jetzt nah bei ihm zu sein. Er wird mich niemals versto├čen. Er ist immer bereit, mich zu empfangen.

2. Es ist Gott, der ruft. Gott ist immer bereit, mich zu empfangen, wof├╝r ich ihm sehr dankbar bin. Wie sieht es in meinem Herzen aus, wenn andere Gottes Barmherzigkeit erfahren? Ist meine Reaktion so wie die der anderen Arbeiter im Gleichnis, die begannen zu murren und eifers├╝chtig zu werden? Es scheint, dass die fr├╝hen Arbeiter vergessen haben, wer sie eigentlich sind. Sicherlich haben sie hart gearbeitet, doch ist es wirklich ihr Verdienst, dass sie ├╝berhaupt die Chance bekommen, an dem Tag zu arbeiten und so den Lohn zu erhalten? Der Gutsherr selbst ist es, der entschieden hat, wer zu welcher Zeit in seinem Weinberg arbeiten darf. Es ist wichtig, sich immer daran zu erinnern, dass nicht zuerst wir Gott erw├Ąhlt haben, sondern er uns. Wir m├╝ssen dankbar sein f├╝r die gro├če Gnade, ihn zu kennen. Und wir sollen uns freuen, dass er sich auch anderer Menschen erbarmt, so wie er sich unser erbarmt hat.

3. Gott ist noch gr├Â├čer. Ein Gleichnis versucht immer einen bestimmten Aspekt hervorzuheben, aber jedes Gleichnis (bzw. jeder Vergleich) hinkt. Das Gleichnis will hervorheben, dass es nie zu sp├Ąt ist, sich an Gott zu wenden. Doch Gott ist noch viel gr├Â├čer, als der Gutsherr dieser Erz├Ąhlung. Ein Leben mit Gott ist kein Vertrag, in dem es darum geht, etwas zu erf├╝llen, damit man dann anschlie├čend seinen Lohn erh├Ąlt. Ein Leben mit Gott ist jeden Tag voller Lohn. Er ist nicht nur ein Gutsherr, er ist ein Freund, der alles daf├╝r tut, dass es mir gut geht. Er gibt meinem Leben Sinn und Sicherheit. Es lohnt sich auf jeden Fall, schon von der ersten Stunde ab in seinem Weinberg zu arbeiten.

Gespr├Ąch mit Christus: Herr, ich danke dir, dass du wie ein wohlmeinender Gutsherr bist. Du bist immer bereit, mich zu empfangen, egal, wie sp├Ąt ich komme oder wie oft ich mich entfernt habe. Hilf mir, tiefer zu verstehen, dass ich dir ganz vertrauen kann und dass du mich tief erf├╝llen willst! Danke, dass du jedem von uns hilfst, dich besser kennen und lieben zu lernen. Ich will dir danken f├╝r all die Gnaden, die du mir und meinen Mitmenschen schenkst.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will Gott heute f├╝r all die Gnaden danken, die er meinen Freunden und Verwandten schenkt, und ein Gebet f├╝r sie sprechen.


Im Lichte Gottes leben

25. September 2017

Montag der f├╝nfundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Wigger OPraem, Bischof
Hl. Nikolaus von Fl├╝e
Hl. Frimius von Amiens, M├Ąrtyrer

Br. Manuel Suchy LC

Lk 8,16-18
In jener Zeit sprach Jesus: Niemand z├╝ndet ein Licht an und deckt es mit einem Gef├Ą├č zu oder stellt es unter das Bett, sondern man stellt das Licht auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, es leuchten sehen. Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt. Gebt also acht, dass ihr richtig zuh├Ârt! Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er zu haben meint.

Einf├╝hrendes Gebet: Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich! Nichts soll mich mehr ├Ąngstigen und beunruhigen. Ich vertraue auf dich fr├╝h und sp├Ąt, in Freuden und Leiden, in Versuchungen und Gefahren, im Gl├╝ck und Ungl├╝ck, im Leben und Tode, f├╝r Zeit und Ewigkeit. Ich vertraue auf dich beim Gebet und bei der Arbeit, bei Erfolgen und Misserfolgen, im Wachen und Ruhen, bei Tr├╝bsal und Traurigkeit, ja selbst in meinen Fehlern und S├╝nden will ich unersch├╝tterlich auf dich vertrauen. Du bist ja der Ankergrund meiner Hoffnung, der Stern meiner Wanderschaft, die St├╝tze meiner Schwachheit, die Verzeihung meiner S├╝nden, die Kraft meiner Tugend, die Vollendung meines Lebens, der Trost meiner Sterbestunde, die Freude und Wonne meines Himmels. Barmherziger Jesus, du starke Ruhe und sichere Burg meiner Seele, vermehre mein Vertrauen und vollende meinen Glauben an deine Macht und G├╝te. Wenn ich auch der ├Ąrmste deiner Verehrer und der letzte deiner Diener bin, so will ich doch gro├č und vollkommen sein im Vertrauen, dass du mein Heil und meine Rettung bist f├╝r die ganze Ewigkeit. Dieses mein Vertrauen sei meine Empfehlung bei dir, jetzt und alle Zeit, am meisten aber in der Stunde meines Todes! Amen. (Weihegebet an den Barmherzigen Jesus)

Bitte: Herr, hilf mir, in deinem Licht zu leben und ein Beispiel f├╝r andere zu sein!

1. Licht f├╝r die Welt. Gott hat eine gro├če Berufung f├╝r jeden von uns. Er will, dass auch ich ihm helfe, sein Reich unter den Menschen auszubreiten. Gott k├Ânnte alles alleine machen, aber er traut mir zu, dass ich ihm helfen kann. Er hat mir viele Talente gegeben und vertraut darauf, dass ich sie gut nutze.Wie gehe ich mit all den Gnaden und Talenten um, die Gott mir geschenkt hat? Nutze ich sie gut oder verstecke ich sie? Traue ich mich, ein Licht f├╝r die Welt zu sein? Gott will mich zu seinem Licht machen, damit viele Menschen ihn durch mich finden k├Ânnen.

2. Im Licht leben. ÔÇ×Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt.ÔÇť Jesus stellt klar, dass es vor ihm keine Geheimnisse gibt. Es gibt nichts, das er nicht schon wei├č. Trotzdem versuchen wir oft, einige Aspekte unseres Lebens vor ihm zu verbergen. Wenn jeder Mensch alles ├╝ber mich w├╝sste, dann w├╝rde ich mich wahrscheinlich sehr unwohl f├╝hlen. Ich w├╝sste nicht, wie jeder einzelne reagieren w├╝rde. Diese Angst m├╝ssen wir bei Gott nicht haben. Er wei├č sowieso schon alles, und noch viel wichtiger: Er liebt mich immer noch. Vor ihm muss ich mich nicht verstellen. Auch meine Schw├Ąchen halten ihn nicht davon ab, mich zu lieben.

3. Sch├Ątze f├╝r den Himmel sammeln. Dass nichts verborgen bleibt und alles offenbar wird, kann ein gro├čer Trost f├╝r uns sein. Sehr h├Ąufig bem├╝hen wir uns n├Ąmlich, Gutes zu tun, doch keiner bemerkt es. Oft wollen wir anderen Menschen helfen, doch viele lehnen die Hilfe ab. Die gute Nachricht ist, dass all diese Bem├╝hungen nicht vergeblich sind. Gott sieht jedes gute Werk, das wir vollbringen. Auch wenn es von den Menschen nicht anerkannt wird, Gott wird uns eines Tages daf├╝r belohnen.Ich kann mich fragen: Tue ich gute Werke, um von den anderen gesehen zu werden? Bin ich sehr um das Lob anderer bem├╝ht? Oder helfe ich anderen, weil ich Gott gefallen will und ihn in meinen Mitmenschen sehe?

Gespr├Ąch mit Christus: Herr, danke, dass du in diese Welt gekommen bist, um uns den Weg zum Vater zu zeigen. Du zeigst mir, wie ich hier auf Erden leben soll. Oft bin ich um das Lob anderer bem├╝ht. Hilf mir zu erkennen, dass es sich lohnt, einzig f├╝r Gott zu leben. Ich will ein Licht f├╝r meine Mitmenschen sein. Hilf mir, dass in allem, was ich tue, du verherrlicht wirst. Ich will dein Licht in der Welt sein.

M├Âglicher Vorsatz: Ich will heute einen Akt der N├Ąchstenliebe vollbringen, den vielleicht niemand au├čer Gott bemerken wird.


Teil der Familie Gottes

26. September 2017

Dienstag der f├╝nfundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Kosmas und Damian, M├Ąrtyrer
Sel. Papst Paul VI.

Br. Manuel Suchy LC

Lk 8,19-21
In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Br├╝der zu ihm; sie konnten aber wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen. Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Br├╝der stehen drau├čen und m├Âchten dich sehen. Er erwiderte: Meine Mutter und meine Br├╝der sind die, die das Wort Gottes h├Âren und danach handeln.

Einf├╝hrendes Gebet: Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich! Nichts soll mich mehr ├Ąngstigen und beunruhigen. Ich vertraue auf dich fr├╝h und sp├Ąt, in Freuden und Leiden, in Versuchungen und Gefahren, im Gl├╝ck und Ungl├╝ck, im Leben und Tode, f├╝r Zeit und Ewigkeit. Ich vertraue auf dich beim Gebet und bei der Arbeit, bei Erfolgen und Misserfolgen, im Wachen und Ruhen, bei Tr├╝bsal und Traurigkeit, ja selbst in meinen Fehlern und S├╝nden will ich unersch├╝tterlich auf dich vertrauen. Du bist ja der Ankergrund meiner Hoffnung, der Stern meiner Wanderschaft, die St├╝tze meiner Schwachheit, die Verzeihung meiner S├╝nden, die Kraft meiner Tugend, die Vollendung meines Lebens, der Trost meiner Sterbestunde, die Freude und Wonne meines Himmels. Barmherziger Jesus, du starke Ruhe und sichere Burg meiner Seele, vermehre mein Vertrauen und vollende meinen Glauben an deine Macht und G├╝te. Wenn ich auch der ├Ąrmste deiner Verehrer und der letzte deiner Diener bin, so will ich doch gro├č und vollkommen sein im Vertrauen, dass du mein Heil und meine Rettung bist f├╝r die ganze Ewigkeit. Dieses mein Vertrauen sei meine Empfehlung bei dir, jetzt und alle Zeit, am meisten aber in der Stunde meines Todes! Amen. (Weihegebet an den Barmherzigen Jesus)

Bitte: Herr, hilf mir, auf dein Wort zu h├Âren und es zu befolgen!

1. Verwandt mit Jesus. Wer ist Jesus f├╝r mich? Sicherlich gibt es da viele Sachen, die einem in den Sinn kommen k├Ânnen: Er ist mein Gott, er ist mein Herr, er ist mein Erl├Âser, er ist mein K├ÂnigÔÇŽ Das alles ist wahr. Wenn man nun das alles im Kopf beh├Ąlt, wie viel bedeutungsvoller ist es dann, dass Jesus als Bruder bezeichnet werden m├Âchte! Begriffe wie ÔÇ×HerrÔÇť und ÔÇ×K├ÂnigÔÇť k├Ânnen so abstrakt und entfernt klingen. Jesus zeigt sich aber ganz konkret als unser Bruder, als jemand, der uns nahe ist und dem wir nahe sein k├Ânnen.

2. In seiner Familie bleiben. Jesus ist bereit, mich als Teil seiner Familie zu betrachten. Er stellt nur eine Bedingung: Auf das Wort Gottes h├Âren und danach handeln. Es liegt nun an mir, diese Einladung anzunehmen. Wenn ich sie annehme, dann ist nicht nur Jesus mein Bruder, sondern sein Vater ist auch mein Vater. Der Vater und Jesus sind immer bereit, mich als Teil ihrer Familie anzunehmen. Gibt es etwas, was mich zur├╝ckh├Ąlt? Vertraue ich darauf, dass ich als Mitglied der Familie Gottes besch├╝tzt und geliebt bin?

3. Eine gro├če Ehre f├╝r Maria. In diesem Evangelium scheint Jesus seine Mutter abzuweisen. Dabei ehrt er sie in h├Âchstem Ma├če. Maria ist einerseits die Mutter Jesu, weil sie ihn geboren hat. Sie ist aber auch seine Mutter, weil sie wie kein anderer Mensch auf das Wort Gottes geh├Ârt und danach gehandelt hat. Maria zeigt uns, wie wir der Familie Gottes angeh├Âren k├Ânnen. Sie ist unsere Mutter und will uns helfen, immer bessere Br├╝der und Schwestern ihres Sohnes zu sein.

Gespr├Ąch mit Christus: Danke, Jesus, dass ich dich meinen Bruder nennen darf. Ich danke dir, dass du mir so nahe bist. Ich will mich bem├╝hen, auf dein Wort zu h├Âren und danach zu handeln. Hilf mir dabei! Ohne deine Hilfe schaffe ich es nicht!

M├Âglicher Vorsatz: W├Ąhrend des Tages kurz innehalten und Gott um ein h├Ârendes und offenes Herz bitten.


Von Jesus ausgesandt

27. September 2017

Gedenktag
Hl. Vinzenz von Paul CM
Hl. Hiltrud
Hl. Dietrich von Naumburg

Br. Manuel Suchy LC

Lk 9,1-6
In jener Zeit rief Jesus die Zw├Âlf zu sich und gab ihnen die Kraft und die Vollmacht, alle D├Ąmonen auszutreiben und die Kranken gesund zu machen. Und er sandte sie aus mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verk├╝nden und zu heilen. Er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd. Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn euch aber die Leute in einer Stadt nicht aufnehmen wollen, dann geht weg, und sch├╝ttelt den Staub von euren F├╝├čen, zum Zeugnis gegen sie. Die Zw├Âlf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf. Sie verk├╝ndeten das Evangelium und heilten ├╝berall die Kranken.

Einf├╝hrendes Gebet: Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich! Nichts soll mich mehr ├Ąngstigen und beunruhigen. Ich vertraue auf dich fr├╝h und sp├Ąt, in Freuden und Leiden, in Versuchungen und Gefahren, im Gl├╝ck und Ungl├╝ck, im Leben und Tode, f├╝r Zeit und Ewigkeit. Ich vertraue auf dich beim Gebet und bei der Arbeit, bei Erfolgen und Misserfolgen, im Wachen und Ruhen, bei Tr├╝bsal und Traurigkeit, ja selbst in meinen Fehlern und S├╝nden will ich unersch├╝tterlich auf dich vertrauen. Du bist ja der Ankergrund meiner Hoffnung, der Stern meiner Wanderschaft, die St├╝tze meiner Schwachheit, die Verzeihung meiner S├╝nden, die Kraft meiner Tugend, die Vollendung meines Lebens, der Trost meiner Sterbestunde, die Freude und Wonne meines Himmels. Barmherziger Jesus, du starke Ruhe und sichere Burg meiner Seele, vermehre mein Vertrauen und vollende meinen Glauben an deine Macht und G├╝te. Wenn ich auch der ├Ąrmste deiner Verehrer und der letzte deiner Diener bin, so will ich doch gro├č und vollkommen sein im Vertrauen, dass du mein Heil und meine Rettung bist f├╝r die ganze Ewigkeit. Dieses mein Vertrauen sei meine Empfehlung bei dir, jetzt und alle Zeit, am meisten aber in der Stunde meines Todes! Amen. (Weihegebet an den Barmherzigen Jesus)

Bitte: Herr, mach mich zu deinem Apostel!

1. Jesus sendet mich aus. So wie Jesus damals seine J├╝nger ausgesandt hat, so sendet er auch heute Menschen aus. Jesus l├Ądt mich ein, an seiner Sendung teilzuhaben. Er tut es nicht, weil er mich unbedingt br├Ąuchte. Er k├Ânnte auch alles alleine vollbringen. Doch er will mich brauchen und er findet Gefallen daran, dass wir Menschen ihm helfen. Jesus l├Ądt auch mich ein. Es h├Ąngt nun von mir ab, ob ich seine Einladung annehmen will. Bin ich bereit, mich auf seinen Ruf einzulassen? Glaube ich, dass, wenn Gott mir etwas anvertraut, er mich auch st├Ąrken und unterst├╝tzen wird?

2. Vertrauen auf Gottes Vorsehung. Jesus sendet seine J├╝nger aus, ohne ihnen menschliche Sicherheiten zu geben (kein Brot, kein Geld, kein zweites HemdÔÇŽ). Wie sollen die J├╝nger wissen, ob sie ohne Absicherungen gegen├╝ber allen Herausforderungen gewappnet sein werden? Das Einzige, was sie wissen, ist, dass Jesus ihnen geboten hat, sich nicht um Zweitwichtiges zu k├╝mmern. Das Wort Jesu ist das Einzige, an dem sie sich festhalten k├Ânnen. Jesus l├Ądt sie ein, ganz auf Gottes Vorsehung zu vertrauen. Und sie stellen fest, dass Gott sie nicht entt├Ąuscht. Inwieweit vertraue ich auf Gott? Glaube ich, dass er sich um mich k├╝mmert?

3. Alles in Gottes H├Ąnde legen. Obwohl Jesus seine J├╝nger mit seiner Botschaft aussendet, hei├čt das noch nicht, dass alles immer funktionieren wird. Die Leute, die die Botschaft h├Âren sollen, haben ihren freien Willen. Man kann niemals den Glauben aufzwingen. Jesus wei├č das und deshalb warnt er seine J├╝nger und sagt ihnen voraus, dass sie nicht in jeder Stadt gut aufgenommen werden. Gleichzeitig zeigt er aber auch, dass dies kein Versagen seitens der J├╝nger ist. H├Âhen und Tiefen geh├Âren zum Leben dazu. Auch wenn es dann f├╝r die J├╝nger in einer Stadt keinen Erfolg gab, wissen sie, dass sie ihr Bestes gegeben haben, und das allein z├Ąhlt in den Augen Jesu. Ich kann die Handlungen anderer oft nicht beeinflussen und bestimmen, wie die Dinge ausgehen werden, nicht einmal in meinem eigenen Leben. Das Einzige, worum Gott mich bittet, ist, mein Bestes zu geben. Alles andere kann und muss ich getrost in seine H├Ąnde legen, in dem Wissen, dass er sich darum k├╝mmern wird.

Gespr├Ąch mit Christus: Jesus, so wie du damals deine J├╝nger ausgesandt hast, so willst du auch mich heute aussenden. Danke f├╝r dein Vertrauen! Du wei├čt, dass ich deinem Ruf oft nicht genug entspreche. Hilf mir, in jedem Moment zu versuchen, mein Bestes zu geben. Und lass mich erkennen, dass ich, wenn ich falle, wieder aufstehen und weitergehen kann. Du gibst mir die Kraft dazu. Danke f├╝r deine N├Ąhe und Liebe!

M├Âglicher Vorsatz: Ich will mich bem├╝hen, in einer Sache, die mir schwerf├Ąllt, mein Bestes zu geben und die Situation Gott anvertrauen, damit er daraus Frucht hervorbringen kann.


Der Wunsch, Jesus zu begegnen

28. September 2017

Donnerstag der f├╝nfundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Lioba, Äbtissin
Hl. Wenzel, M├Ąrtyrer
Hl. Thekla, Äbtissin
Hl. Lorenzo Ruiz, M├Ąrtyrer
Hl. Chuniald und Gislar, Priester

Br. Manuel Suchy LC

Lk 9,7-9
In jener Zeit h├Ârte der Tetrarch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. Denn manche sagten: Johannes ist von den Toten auferstanden. Andere meinten: Elija ist wiedererschienen. Wieder andere: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Herodes aber sagte: Johannes habe ich selbst enthaupten lassen. Wer ist dann dieser Mann, von dem man mir solche Dinge erz├Ąhlt? Und er hatte den Wunsch, ihn einmal zu sehen.

Einf├╝hrendes Gebet: Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich! Nichts soll mich mehr ├Ąngstigen und beunruhigen. Ich vertraue auf dich fr├╝h und sp├Ąt, in Freuden und Leiden, in Versuchungen und Gefahren, im Gl├╝ck und Ungl├╝ck, im Leben und Tode, f├╝r Zeit und Ewigkeit. Ich vertraue auf dich beim Gebet und bei der Arbeit, bei Erfolgen und Misserfolgen, im Wachen und Ruhen, bei Tr├╝bsal und Traurigkeit, ja selbst in meinen Fehlern und S├╝nden will ich unersch├╝tterlich auf dich vertrauen. Du bist ja der Ankergrund meiner Hoffnung, der Stern meiner Wanderschaft, die St├╝tze meiner Schwachheit, die Verzeihung meiner S├╝nden, die Kraft meiner Tugend, die Vollendung meines Lebens, der Trost meiner Sterbestunde, die Freude und Wonne meines Himmels. Barmherziger Jesus, du starke Ruhe und sichere Burg meiner Seele, vermehre mein Vertrauen und vollende meinen Glauben an deine Macht und G├╝te. Wenn ich auch der ├Ąrmste deiner Verehrer und der letzte deiner Diener bin, so will ich doch gro├č und vollkommen sein im Vertrauen, dass du mein Heil und meine Rettung bist f├╝r die ganze Ewigkeit. Dieses mein Vertrauen sei meine Empfehlung bei dir, jetzt und alle Zeit, am meisten aber in der Stunde meines Todes! Amen. (Weihegebet an den Barmherzigen Jesus)

Bitte: Herr, schenke mir ein tiefes Verlangen, dich zu sehen und dir zu begegnen!

1. HerodesÔÇÖ Wunsch, Jesus zu begegnen. Herodes wusste nicht, wer Jesus war. Aus purer Neugier m├Âchte er ihn einmal sehen. Er hat verschiedene Geschichten ├╝ber ihn geh├Ârt und will sich seine eigene Meinung bilden. Vielleicht hofft er auch, Zeuge eines Wunders zu sein. Doch es ist bei dieser Neugier geblieben. Herodes bem├╝hte sich nicht sehr um eine Begegnung. Dazu h├Ątte er seinen Palast verlassen m├╝ssen. Obwohl er also nie einen konkreten Schritt getan hatte, um Jesus tats├Ąchlich zu sehen, wird Pilatus ihn am Tage seiner Verurteilung zu ihm schicken. Doch bei der Gelegenheit verweigert ihm Jesus seinerseits dann jedes Wort.

2. Mein Wunsch, Jesus zu begegnen. Wie sieht es bei mir aus? Habe ich den Wunsch, Jesus zu begegnen? Und wie zeigt sich das? Bleibe ich wie Herodes bei der Neugier stehen? W├╝rde ich zwar gerne Jesus kennenlernen, doch l├Ąsst meine Tr├Ągheit es nicht zu? Oder f├╝rchte ich mich davor, etwas an meinem Leben ├Ąndern zu m├╝ssen, wenn ich ihn besser kennenlerne? Vertraue ich darauf, dass ein Leben mit Jesus die beste Wahl ist, die ich treffen kann?

3. Jesu Wunsch, mir zu begegnen. Ganz gleich, wie sehr ich mich anstrenge, mit Jesus in Kontakt zu treten, er ist immer mehr daran interessiert, mir zu begegnen, als ich es mir vorstellen kann. Jesus hat eine tiefe Sehnsucht nach mir. Er will mein Freund sein. Er will mir nahe sein und mir zeigen, wie sehr er mich liebt. Lasse ich ihn vergeblich darauf hoffen?

Gespr├Ąch mit Christus: Danke Jesus, dass du mir nahe sein willst. Oft verstehe ich gar nicht, wie sehr du mich liebst und dich nach mir sehnst. Es tut mir Leid, dass ich dieser Liebe so h├Ąufig nicht entspreche. Lass mich klarer erkennen, wie gro├č deine Liebe ist, damit ich besser darauf antworten kann. Ich will dir begegnen!

M├Âglicher Vorsatz: Wenn m├Âglich, will ich heute in einer Kirche einen Besuch bei Jesus machen und ihm f├╝r seine Liebe danken.


Gottes Ruf

29. September 2017

Fest
Michaelistag
Hll. Erzengel Michael, Gabriel, Rafael

Br. Manuel Suchy LC

Joh 1,47-51
In jener Zeit sah Jesus Natana├źl auf sich zukommen und sagte ├╝ber ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Natana├źl fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natana├źl antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der K├Ânig von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Gr├Â├čeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel ge├Âffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen ├╝ber dem Menschensohn.

Einf├╝hrendes Gebet: Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich! Nichts soll mich mehr ├Ąngstigen und beunruhigen. Ich vertraue auf dich fr├╝h und sp├Ąt, in Freuden und Leiden, in Versuchungen und Gefahren, im Gl├╝ck und Ungl├╝ck, im Leben und Tode, f├╝r Zeit und Ewigkeit. Ich vertraue auf dich beim Gebet und bei der Arbeit, bei Erfolgen und Misserfolgen, im Wachen und Ruhen, bei Tr├╝bsal und Traurigkeit, ja selbst in meinen Fehlern und S├╝nden will ich unersch├╝tterlich auf dich vertrauen. Du bist ja der Ankergrund meiner Hoffnung, der Stern meiner Wanderschaft, die St├╝tze meiner Schwachheit, die Verzeihung meiner S├╝nden, die Kraft meiner Tugend, die Vollendung meines Lebens, der Trost meiner Sterbestunde, die Freude und Wonne meines Himmels. Barmherziger Jesus, du starke Ruhe und sichere Burg meiner Seele, vermehre mein Vertrauen und vollende meinen Glauben an deine Macht und G├╝te. Wenn ich auch der ├Ąrmste deiner Verehrer und der letzte deiner Diener bin, so will ich doch gro├č und vollkommen sein im Vertrauen, dass du mein Heil und meine Rettung bist f├╝r die ganze Ewigkeit. Dieses mein Vertrauen sei meine Empfehlung bei dir, jetzt und alle Zeit, am meisten aber in der Stunde meines Todes! Amen. (Weihegebet an den Barmherzigen Jesus)

Bitte: Herr, schenke mir einen offenes Herz, das auf deinen Ruf h├Ârt!

1. Gott m├Âchte jedem Menschen begegnen. Das Evangelium von heute zeigt am Beispiel von Natana├źl, dass Gott einen ganz konkreten Plan hat, um jedem Menschen begegnen. Wie diese Begegnung aussieht, kann ganz unterschiedlich sein. Jesus benutzte gewisse Vorurteile, die Natana├źl hatte, um mit ihm ins Gespr├Ąch zu kommen. Gott ist nicht an ein bestimmtes Schema gebunden. Er findet verschiedene Wege, um mit uns in Kontakt zu treten.Wie m├Âchte Gott in mein Leben eintreten? Lasse ich mich auf ihn ein, wenn ich merke, dass er mit mir in Kontakt treten will?

2. Die allgemeine Berufung. So wie Gott in unser Leben eintreten will, will er uns auch helfen, unser Leben in F├╝lle zu leben. Gott hat uns erschaffen und kennt uns, deshalb wei├č er auch am besten, wie wir unser Leben erf├╝llt leben k├Ânnen. Ein Leben in F├╝lle bedeutet, mit Gott zu leben. Wie das konkret aussieht, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Viele Aspekte, wie zum Beispiel der Ruf, die N├Ąchstenliebe zu leben, gelten f├╝r jeden Menschen in gleicher Weise. Wenn wir Gottes Gebote leben, werden wir ein gesegnetes Leben, ein Leben in F├╝lle f├╝hren. Dieses Leben in F├╝lle wird auch Heiligkeit genannt, zu der jeder Mensch berufen ist.

3. Meine pers├Ânliche Berufung. Neben der allgemeinen Berufung zur Heiligkeit, hat jeder Mensch von Gott auch eine pers├Ânliche Berufung erhalten. Und jede Berufung sieht anders aus. Zwar gibt es bestimmte Lebenswege, zu denen Gott einen berufen kann (Priestertum, Ehe, gottgeweihtes LebenÔÇŽ), doch ist die Berufung noch viel konkreter. In jedem Moment ruft Gott mich, ihm zu folgen und seinen Willen zu tun. Das hat nichts mit Einschr├Ąnkung oder Vorherbestimmung zu tun. Gottes Ruf ist nur eine Einladung, die wir entweder annehmen oder auch ablehnen k├Ânnen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Gott uns dazu beruft, gl├╝cklich zu sein und ein Leben in F├╝lle zu f├╝hren. Wenn wir seinem Ruf folgen, werden wir es niemals bereuen.

Gespr├Ąch mit Christus: Herr, danke, dass du mir begegnen willst. Danke, dass du immer da bist, auch wenn ich mich vielleicht von dir entferne. Danke, dass du mich dazu berufst, heilig zu sein und so mein Leben in F├╝lle zu Leben. Herr, oft habe ich Angst, dass ich etwas verliere, wenn ich mich auf dich einlasse. Hilf mir zu erkennen, dass diese Furcht v├Âllig unbegr├╝ndet ist. Hilf mir, dir immer enger nachzufolgen!

M├Âglicher Vorsatz: Ich will mir heute einige Minuten Zeit nehmen, um zu schauen, wie Gott in meinem Leben gewirkt hat und wie ich f├╝r seinen Ruf offener werden kann.


Ein offenes Herz

30. September 2017

Samstag der f├╝nfundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Hieronymus, Priester, Kirchenlehrer
Hl. Otto, Bischof von Bamberg, Glaubensbote in Pommern
Hl. Sophie, M├Ąrtyrerin
Hll. Urs und Viktor, M├Ąrtyrer

Br. Manuel Suchy LC

Lk 9,43b-45
In jener Zeit staunten alle Leute ├╝ber das, was Jesus tat; er aber sagte zu seinen J├╝ngern: Merkt euch genau, was ich jetzt sage: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden. Doch die J├╝nger verstanden den Sinn seiner Worte nicht; er blieb ihnen verborgen, so dass sie ihn nicht begriffen. Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte.

Einf├╝hrendes Gebet: Barmherziger Jesus, ich vertraue auf dich! Nichts soll mich mehr ├Ąngstigen und beunruhigen. Ich vertraue auf dich fr├╝h und sp├Ąt, in Freuden und Leiden, in Versuchungen und Gefahren, im Gl├╝ck und Ungl├╝ck, im Leben und Tode, f├╝r Zeit und Ewigkeit. Ich vertraue auf dich beim Gebet und bei der Arbeit, bei Erfolgen und Misserfolgen, im Wachen und Ruhen, bei Tr├╝bsal und Traurigkeit, ja selbst in meinen Fehlern und S├╝nden will ich unersch├╝tterlich auf dich vertrauen. Du bist ja der Ankergrund meiner Hoffnung, der Stern meiner Wanderschaft, die St├╝tze meiner Schwachheit, die Verzeihung meiner S├╝nden, die Kraft meiner Tugend, die Vollendung meines Lebens, der Trost meiner Sterbestunde, die Freude und Wonne meines Himmels. Barmherziger Jesus, du starke Ruhe und sichere Burg meiner Seele, vermehre mein Vertrauen und vollende meinen Glauben an deine Macht und G├╝te. Wenn ich auch der ├Ąrmste deiner Verehrer und der letzte deiner Diener bin, so will ich doch gro├č und vollkommen sein im Vertrauen, dass du mein Heil und meine Rettung bist f├╝r die ganze Ewigkeit. Dieses mein Vertrauen sei meine Empfehlung bei dir, jetzt und alle Zeit, am meisten aber in der Stunde meines Todes! Amen. (Weihegebet an den Barmherzigen Jesus)

Bitte: Herr, schenke mir ein offenes Herz!

1. Das Kreuz im Leben Jesu. Das Kreuz, also das Leiden und Sterben Jesu, ist zentral im Erl├Âsungswerk. Das war den J├╝ngern bis zur Passion Christi nicht bewusst. W├Ąhrend seines ├Âffentlichen Lebens wurde viel ├╝ber die Wunder und Heilungen gesprochen. Das alles bildet auch einen wichtigen Teil des Lebens Jesu. Doch dabei konnte es nicht bleiben. Jesus wusste, dass es seine Mission war, sein Leben f├╝r uns hinzugeben. Er akzeptierte das Kreuz, das ihm bevorstand. Jesus nahm das Leiden, das ihm widerfuhr, nicht nur hin. Er wusste, dass er uns durch dieses Leiden erl├Âsen w├╝rde. Jesus hie├č das Kreuz in seinem Leben willkommen.

2. Das Kreuz in meinem Leben. Jeder Mensch erf├Ąhrt hier auf Erden Leiden. Jeder hat sein Kreuz zu tragen. Es geh├Ârt zum Leben eines jeden Menschen dazu. Die Frage ist, wie wir damit umgehen sollen. Wie in allem k├Ânnen wir hierf├╝r das beste Beispiel bei unserem Herrn finden.Akzeptiere ich die Tatsache, dass es auch in meinem Leben Schwierigkeiten und Leiden gibt? Wie gehe ich damit um? Versuche ich, mein Kreuz zu ignorieren? Beschwere ich mich bei Gott und anderen, dass ich so viel zu leiden habe? F├╝hle ich mich ungerecht behandelt? Oder erkenne ich, dass das Kreuz Teil meines Lebens hier auf Erden ist und dass ich durch das Kreuz am Erl├Âsungswerk Christi teilnehmen kann?Diese Fragen kann ich mir ganz ehrlich stellen. Gott wei├č, was in meinem tiefsten Herzen vorgeht. Ich muss mich vor ihm nicht verstellen.

3. Offenheit mit Gott. Obwohl Jesus offen mit seinen J├╝ngern ├╝ber seine bevorstehende Passion gesprochen hatte, waren sie dennoch vollkommen ├╝berrascht, als es soweit war. Das Problem war, dass die J├╝nger sich nicht getraut hatten, dar├╝ber offen mit Jesus zu sprechen. Sie verstanden nicht, was Jesus damit meinte, als er sie auf seine Passion hinwies. Anstatt ihn zu fragen, blieben sie in sich verschlossen und waren somit auch f├╝r das, was Jesus am Kreuz f├╝r sie tun w├╝rde, noch nicht offen.Auch mir kann es passieren, dass ich mich vor Gott verschlie├če. Oft verstehe ich viele Dinge nicht. Wei├č ich, dass ich offen mit ihm sprechen kann? Vertraue ich darauf, dass er niemals m├╝de wird, mich anzuh├Âren?

Gespr├Ąch mit Christus: Danke Herr, dass du mich immer mit Freude empf├Ąngst. Danke, dass ich mit all meinen Sorgen und ├ängsten zu dir kommen darf. Oft verstehe ich nicht, warum mir und anderen so viel Leid widerf├Ąhrt. Oft kann ich keinen Sinn im Kreuz erkennen. Hilf mir, in diesen Momenten meinen Blick auf dich zu richten und zu sehen, wie du uns durch dein Kreuz erl├Âst hast.Danke f├╝r deine gro├če Liebe! Jesus, ich vertraue auf dich!

M├Âglicher Vorsatz: Ich will heute eine Zeit finden, um mit Gott offen ├╝ber alles zu sprechen, was mich bedr├╝ckt.