Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 17. September 2017 bis Samstag 23. September 2017

Vierundzwanzigste Woche im Jahreskreis

Ellen Charlotte Petermann

Vergebung – so notwendig – und oft so schwerSonntag
Der starke Glauben eines HeidenMontag
Gott ist grĂ¶ĂŸer!Dienstag
Lasst uns Kinder der Weisheit sein!Mittwoch
Gott ruft, wen er will.Donnerstag
Die verborgene, radikale Liebe der Frauen im HintergrundFreitag
Die Wucherungen des Lebens beseitigenSamstag


Vergebung – so notwendig - und oft so schwer

17. September 2017

Vierundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

Ellen Charlotte Petermann

Mt 18,21-35
In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versĂŒndigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurĂŒckzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurĂŒckzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, wĂŒrgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist! Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurĂŒckzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins GefĂ€ngnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die ĂŒbrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrĂŒbt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. HĂ€ttest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben mĂŒssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn ĂŒbergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt.

EinfĂŒhrendes Gebet: Barmherziger Vater, du vergibst mir immer. Du vergibst mir alles, jede SĂŒnde. Du wartest auf mich und freust dich, wenn ich zu dir komme und dich um Vergebung bitte. Dieses Wissen lĂ€sst mich vertrauen, und ich liebe dich in tiefer Dankbarkeit dafĂŒr.

Bitte: Bitte hilf mir, wenn es mir schwerfĂ€llt, meinen NĂ€chsten zu vergeben.

1. Siebenundsiebzigmal. An dieser Textstelle aus dem MatthĂ€usevangelium geht es um Vergebung. Vielleicht können manche Menschen dieses Thema nicht mehr hören. Es wird oft in der Kirche darĂŒber gepredigt. Jeder weiß, worum es geht. Auch eine der Bitten im „Vaterunser“ handelt davon
 - „und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“, heißt es da. Den ersten Teil betet man noch relativ bewusst und ĂŒberzeugt, denn man weiß ja, Gott vergibt. Darum geht es hier aber nicht. MatthĂ€us benutzt in seinen Aufzeichnungen die Zahl Siebenundsiebzig. Das ist symbolisch gemeint und bedeutet: unzĂ€hlige Male. Also immer und immer wieder. Gelegenheiten dazu bietet uns das tĂ€gliche Leben ja genug. Wollen wir sie nutzen?

2. Vergebung erwarten aufgrund von Mitleid. Von Gott wissen wir, dass er uns immer wieder vergibt, wenn wir ihn aufrichtig darum bitten, unsere Fehler bereuen und in einer Beichte zu ihm bringen. Aber wie sieht das im tĂ€glichen Umgang mit anderen aus? Ich mache einen Fehler, suche vielleicht meinen Vorteil auf Kosten eines anderen Menschen und tue ihm Unrecht. Irgendwann plagt mich mein Gewissen und - vielleicht habe ich noch so viel Mut, besser noch Demut -, gehe zu dieser Person mit dem Vorhaben, mich zu entschuldigen, und denke: dann ist diese Sache ja wohl aus der Welt. Ich schildere dem anderen einfach, dass das Ganze passiert ist, weil ich ein Problem hatte. So schnell geht das. Und was ist eigentlich, wenn der andere meine Entschuldigung nicht annimmt?

3. Das Herz braucht oft lĂ€nger. â€ž..wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
,“ beten wir ja dann auch noch im „Vaterunser“. Das ist dann oft der „neuralgische“ Punkt. Vergeben wir wirklich unseren Mitmenschen, jemandem, der uns vielleicht verletzt hat, traurig gemacht hat? Das Erste ist wohl, im Innersten mit grĂ¶ĂŸter Aufrichtigkeit, am besten im Gebet, zu ĂŒberlegen, ob ich wirklich bereit bin zu vergeben, ob ich das will. Und dann stellt sich die Frage, ob ich es auch kann. Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Sache vom Kopf, vom Verstand her, ins Herz hinabsteigen muss. Ja, ich vergebe, weil ich mit dieser Person noch einmal neu beginnen möchte. Dann sehe ich diesen Menschen wieder, mir fĂ€llt alles wieder ein, und der Zorn, die EnttĂ€uschung oder die Verletzung sind wieder da. Mein menschliches Herz ist noch nicht ganz mitgekommen. Es braucht lĂ€nger, als die Entscheidung der Geistseele, des Gewissens. Vielleicht fĂŒhle ich mich deshalb als Versager, doch ich muss auch Geduld mit mir selbst haben, nicht nur mit anderen. Eine kleine Hilfe könnte sein, mich zu fragen: Wie wĂŒrde Jesus in meiner Situation denken, handeln, fĂŒhlen, wenn er ĂŒber diesen Vorfall urteilen mĂŒsste. Und dann hat es hoffentlich aufgeholt – das Herz, es ist auf Gleichstand, denn dann siegen die Sanftmut, die Demut und die Liebe.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, wie oft hoffe ich auf GroßzĂŒgigkeit und Vergebung, und wie oft bin ich kleinlich. Lass mein Herz dem deinen so Ă€hnlich werden, dass es sanft und demĂŒtig wird; weite es, auch, wenn es weh tut, damit es mir leichter fĂ€llt, zu vergeben. Wenn ich es nicht alleine schaffe, hilf du mir dabei.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich mir ganz konkret ĂŒberlegen, ob es jemanden gibt, dem ich vergeben sollte. Und dann werde ich es zusammen mit Jesus tun.


Der starke Glaube eines Heiden

18. September 2017

Montag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Lambert, Bischof
Hl. Richardis

Ellen Charlotte Petermann

Lk 7,1-10
In jener Zeit als Jesus seine Rede vor dem Volk beendet hatte, ging er nach Kafarnaum hinein. Ein Hauptmann hatte einen Diener, der todkrank war und den er sehr schĂ€tzte. Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige von den jĂŒdischen Ältesten zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten. Sie gingen zu Jesus und baten ihn instĂ€ndig. Sie sagten: Er verdient es, dass du seine Bitte erfĂŒllst; denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut. Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen: Herr, bemĂŒh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Deshalb habe ich mich auch nicht fĂŒr wĂŒrdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden . Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt ĂŒber ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden. Und als die MĂ€nner, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurĂŒckkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, wer bin ich, dass du dich meiner Kleinheit annimmst? Die Sehnsucht in meinem Herzen treibt mich immer wieder neu, das GesprĂ€ch mit dir zu suchen, Zeit mit dir zu verbringen, denn ich weiß, du wirst auch mich heilen, wenn ich es zulasse.

Bitte: Jesus, lass mein Vertrauen auf dich und deine Kraft ins Unermessliche wachsen.

1. VĂ€terliche FĂŒrsorge. Jesus hat dem Volk eine große Rede gehalten und zieht weiter in die Stadt Kafarnaum, die ein wichtiges Zentrum der VerkĂŒndigung Jesu war. Bei dem Hauptmann handelte es sich um einen Heiden mit römischem BĂŒrgerrecht. Es war ungewöhnlich, dass sich ein Hauptmann um das Wohl eines niedrigen Sklaven sorgte. Vielleicht ist die FĂŒrsorge des Hauptmanns sogar auf ein freundschaftliches VerhĂ€ltnis zurĂŒckzufĂŒhren. - Jedenfalls tritt der Hauptmann völlig in den Hintergrund und nimmt die Rolle eines Bittstellers an.

2. Kann ein Heide etwas vom Glauben verstehen? Die Ältesten, die mit der Bitte des Hauptmanns zu Jesus kamen, schlossen sich dieser noch an, indem sie sagten, dass der Hauptmann es gewesen sei, der die Synagoge gebaut hĂ€tte. Das ist noch ungewöhnlicher, dass ein Hauptmann sich als Heide dem ihm fremden jĂŒdischen Volk gegenĂŒber so positiv verhĂ€lt. Ja, er erweist sich als WohltĂ€ter und deshalb sind die Ältesten sehr dankbar und setzen sich derart fĂŒr ihn ein. Sie behaupten sogar, der Hauptmann liebe das israelitische Volk. Geht das eigentlich? Versteht der Hauptmann etwas vom jĂŒdischen Glauben?

3. Des Hauptmanns starker Glaube. Scheinbar ist der Hauptmann vom jĂŒdischen Glauben stark angezogen und ein gerechter Mensch, denn welche Demut wird da erkennbar, wenn er sagt: „Herr, bemĂŒh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Deshalb habe ich mich auch nicht fĂŒr wĂŒrdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden.“ Eigentlich könnte man jetzt erwarten, dass Jesus in das Haus des Hauptmanns geht, ein Machtwort spricht und den Diener heilt. Das tut er aber nicht. Er macht sich selber nicht zur Hauptperson, sondern das Entscheidende, das Wichtigste soll der starke Glaube des Hauptmanns bleiben.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, wer bin ich, dass du dich meiner Kleinheit annimmst? Die Sehnsucht in meinem Herzen treibt mich immer wieder neu, das GesprĂ€ch mit dir zu suchen, Zeit mit dir zu verbringen, denn ich weiß, du wirst auch mich heilen, wenn ich es zulasse.

Möglicher Vorsatz: Jesus, lass mein Vertrauen auf dich und deine Kraft ins Unermessliche wachsen.


Gott ist grĂ¶ĂŸer!

19. September 2017

Dienstag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Januarius, Bischof
Hl. Theodor v. Canterbury, Erzbischof
Hl. Igor v. Kiew

Ellen Charlotte Petermann

Lk 7,11-17
In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens NaĂŻn; seine JĂŒnger und eine große Menschenmenge folgten ihm. Als er in die NĂ€he des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die TrĂ€ger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurĂŒck. Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen. Und die Kunde davon verbreitete sich ĂŒberall in JudĂ€a und im ganzen Gebiet ringsum.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, du bist grĂ¶ĂŸer. GrĂ¶ĂŸer als alle meine klĂ€glichen Versuche demĂŒtig zu sein, meine NĂ€chsten zu lieben, dir nachzufolgen. Du bist grĂ¶ĂŸer, ja mĂ€chtiger als der Tod. Du hast ihn besiegt. Wenn ich das glaube und in dieser Erkenntnis ganz fest verankert bin, dann kann ich der glĂŒcklichste, hoffnungsvollste, meist liebende Mensch sein, denn du, Gott, bist auch in mir, in meinem Herzen.

Bitte: Herr, weite mein Herz, dass es groß wird fĂŒr die Nöte der anderen, fĂŒlle es mit deiner Demut, Sanftmut und Liebe, damit es lernt, in deinem Takt zu schlagen.

1. Leben und Tod begegnen sich. Was passiert hier vor den Toren der Stadt NaĂŻn? Es findet eine Begegnung statt zwischen einem Leichenzug, denn der einzige Sohn einer Mutter war gestorben, und einem „Heilszug“, der Leben spendete und aus einer großen Menschenmenge bestand, die Jesus folgte. Diese beiden Personengruppen stoßen aufeinander. Der Tod des Sohnes hat alle innerweltliche Heilshoffnung dieser Mutter zerstört, denn, wir lesen, dass sie eine Witwe ist, und somit hat sie jetzt niemanden mehr, der fĂŒr sie sorgen könnte. Also, nicht nur seelisches Leid um den Verlust ihres geliebten Kindes, sondern auch blanke existentielle Angst dĂŒrfte sie ergriffen haben.

2. Jesus lĂ€sst sich berĂŒhren und schenkt heilbringende NĂ€he. Jesus sieht die trauernde, verzweifelte Mutter, die den Tod ihres einzigen Sohnes beweint und hat Mitleid mit ihr. Er zeigt hier ganz seine menschliche Seite. Er hat Mitleid. Er könnte tröstende Worte sprechen und sie in den Arm nehmen. Aber es ist mehr. Er lĂ€sst sich einerseits berĂŒhren, aber er sieht vielleicht auch ihren Glauben. Deshalb schenkt er nicht nur menschliche NĂ€he, sondern benutzt auch seine göttliche Allmacht, denn er stellt die zerstörte Heilshoffnung der Mutter wieder her, indem er ihrem Sohn neues Leben schenkt, ihn auferweckt von den Toten. Es heißt, dass er die Bahre berĂŒhrt und den Sohn der Mutter zurĂŒckgibt. Vermutlich hat er auch den Sohn berĂŒhrt. Gott hat sich in Jesus persönlich erfahrbar gemacht. Dennoch erkannten die Menschen nicht, wen sie vor sich hatten.

3. Mögliche Fragen fĂŒr mich. Es ist ja eigentlich schon ziemlich spektakulĂ€r, was die Menschenmenge zu sehen bekommt: Eine Totenauferweckung! Dennoch realisieren die Menschen nicht, dass Gott es ist, der ihnen in der Gestalt Jesu Christi begegnet und dieses Wunder wirkt. Wie ist es mit mir? Sehe ich die vielen kleinen unscheinbaren Beweise von Gottes Anwesenheit in meinem Leben, oder erwarte ich großartige Beweise, ja eventuell sogar ein solches Wunder? Ist nicht ein liebevoll gesprochener Satz eines Freundes, oder die unerwartet positive Wendung eines Problems auch Gottes FĂŒgung? Erkenne ich das? Bin ich dankbar dafĂŒr, oder ist es selbstverstĂ€ndlich?

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, du kennst mich, du rufst mich und du hast unendliche Geduld mit mir. Manchmal laufe ich blind durch die Welt, nehme dich nicht wahr und mache dir VorwĂŒrfe, weil du einen anderen Plan fĂŒr mein Leben hast als ich. Lass meine Sehnsucht wachsen, deinen Willen in meinem Leben zu erkennen und ihm zu dienen.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich mir ĂŒberlegen, bei welchen konkreten AnlĂ€ssen ich bewusst wahrgenommen habe, dass Gott in mein Leben eingegriffen hat.


Lasst uns Kinder der Weisheit sein!

20. September 2017

Gedenktag
Hl. Andreas Kim Taegon, MĂ€rtyrer
Hl. Warin, OSB
Hl. Eustachius, MĂ€rtyrer

Ellen Charlotte Petermann

Lk 7,31-35
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich also die Menschen dieser Generation vergleichen? Wem sind sie Ă€hnlich? Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen und einander zurufen: Wir haben fĂŒr euch auf der Flöte gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint. Johannes der TĂ€ufer ist gekommen, er isst kein Brot und trinkt keinen Wein, und ihr sagt: Er ist von einem DĂ€mon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagt ihr: Dieser Fresser und SĂ€ufer, dieser Freund der Zöllner und SĂŒnder! Und doch hat die Weisheit durch alle ihre Kinder Recht bekommen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, lass mich im Licht deiner Weisheit erkennen, was dein Plan fĂŒr mein Leben ist. Ich möchte mit dem Verstand und einem glaubenden, vertrauenden Herzen den Weg gehen, den du fĂŒr mich vorgesehen hast.

Bitte: Herr, lass mein Denken deinem Lenken folgen und eins mit ihm werden.

1. Die EnttĂ€uschung Jesu. Schon zu Beginn seiner Rede ist Jesu Emotion und EnttĂ€uschung spĂŒrbar. Er signalisiert den Menschen ein Problem. Und dieses Problem sind sie selber. Er wird keine Geschichte zum Schmunzeln erzĂ€hlen und auch keine Streicheleinheiten verteilen. Er wird den Menschen ins Gewissen reden. Er tut es mit einer Alltagsszene, einer ganz banalen Geschichte aus der Welt der Kinder. Er vergleicht uns mit Kindern. Ein Kind spielt auf der Flöte, vergeblich, die anderen tanzen nicht. „Spielverderber“ wĂŒrde das Kind mit der Flöte sagen oder wenigstens denken.

2. Gott versucht, die Menschen aus ihrem Versteck hervorzulocken. Szenenwechsel. Wir befinden uns in der Welt der Erwachsenen. Gott gibt nicht auf, wie vielleicht diese Kinder. Gott will uns, unsere Umkehr. Deshalb schickt er Johannes den TĂ€ufer. Er möchte uns von der Seite der GleichgĂŒltigen, der Spielverderber, auf seine Seite bringen. Aber die Menschen verstehen ihn nicht, sie halten Johannes fĂŒr einen Irren, fĂŒr einen, der von einem DĂ€mon besessen ist. Das Optimum, was Gott anbieten kann, ist, dass er seinen Sohn schickt. Nur ganz wenige verstehen, die meisten halten Jesus fĂŒr anmaßend, denn er nennt Gott seinen Vater und verkehrt mit SĂŒndern. Mit ihnen isst und trinkt er.

3. Sind wir MittĂ€nzer oder Verweigerer? Muss es nicht fĂŒr Gott frustrierend sein, mit anzusehen, dass alles, was er uns anbietet, die Menschen nicht bewegt, sie weiterhin trĂ€ge in ihrem Versteck der GleichgĂŒltigkeit frönen und sitzen bleiben lĂ€sst. Sogar seinen Sohn, Jesus, der jedem verlorenen Schaf nachgeht, uns zu seinem Hochzeitsmahl einlĂ€dt, akzeptieren die Wenigsten. Die Menschen wollen nicht mittanzen, nicht mitspielen. Das Leben kann ein Spiel sein und sehr schnell können wir auch zum Spielball unserer GefĂŒhle und Einsichten werden, wenn wir uns unsere eigenen Spielregeln aufstellen und damit im Drama der Erlösung leicht zu Spielverderbern werden. Unser Leben ist ein ernstes Spiel, dessen mĂŒssen wir uns bewusst sein. Es kann zum fröhlichen Spiel werden, wenn wir uns von Gott in sein Drehbuch hineinnehmen lassen, mittanzen, uns von Gott einladen lassen, wenn wir uns von ihm beim Tanz fĂŒhren lassen. Sind wir nun Mitspieler oder Spielverderber?

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich nehme deine Einladung an. Sei du der VortĂ€nzer in meinem Leben. Schenke mir die nötigen Erkenntnisse und Einsichten, dass ich kein Spielverderber bin. Lass mich im Drama der Erlösung auf deiner Seite sein. Lass mich ein Kind deiner Weisheit sein.

Möglicher Vorsatz:  Heute werde ich mir ĂŒberlegen, welche Person ich aus ihrem Versteck hervorlocken und zu einer christlichen Veranstaltung einladen kann.


Gott ruft, wen er will!

21. September 2017

Fest
Hl. Apostel und Evangelist MatthÀus
Hl. Debora
Hl. Jona

Ellen Charlotte Petermann

Mt 9,9-13
In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens MatthĂ€us am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand MatthĂ€us auf und folgte ihm. Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und SĂŒnder und aßen zusammen mit ihm und seinen JĂŒngern. Als die PharisĂ€er das sahen, sagten sie zu seinen JĂŒngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und SĂŒndern essen? Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die SĂŒnder zu rufen, nicht die Gerechten.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, mit großer Hoffnung komme ich heute zu dir, um mit dir im Gebet zusammen zu sein. Lass deinen heiligen Geist mein Herz durchfluten, damit ich Klarheit bekommen, gute Erkenntnisse wahrnehmen und Wahrheit erkennen kann.

Bitte: Herr, schenke mir die Kraft, dich immer an die erste Stelle zu setzen, auch wenn meine Mitmenschen das oft nicht verstehen.

1. Die Anziehungskraft Jesu. Jesus zieht mit seinen JĂŒngern durch GalilĂ€a und kommt an eine Zollstation. Dort sitzt MatthĂ€us. Er ist Zöllner. Das bedeutet, dass er Geld einfordert. Zöllner hatten damals keinen guten Ruf, ja es wurde ihnen unterstellt, auch schon einmal in die eigene Tasche zu wirtschaften. Es wird nicht erwĂ€hnt, ob MatthĂ€us weiß, wer da vor ihm steht, aber irgendetwas muss ihn veranlasst haben, Jesu Aufforderung nachzukommen, ihm zu folgen. MatthĂ€us lĂ€sst alles stehen und liegen und zieht hinter Jesus her. Vielleicht hat MatthĂ€us eine Ahnung, wer vor ihm steht, oder aber er spĂŒrt eine unbestimmte Sehnsucht in seinem Herzen, diesem Mann zu folgen. Irgendetwas zieht ihn an.

2. Der Neid der PharisĂ€er. Die PharisĂ€er können das ĂŒberhaupt nicht verstehen. Wie kann denn Jesus in das Haus eines SĂŒnders gehen und dort auch noch zusammen mit anderen SĂŒndern essen. Und sie, die Gerechten, die alles richtig machen, jede Regel befolgen, sind nicht dabei. Die PharisĂ€er fĂŒhlen sich ĂŒbergangen und sind von Neid erfĂŒllt. Sie wagen es aber nicht, es Jesus ins Gesicht zu sagen oder ihn darĂŒber zu befragen. Sie wenden sich an die JĂŒnger, denn feige sind sie auch noch.

3. Gott liebt unsere Umkehr. Ob die PharisĂ€er die Antwort Jesu verstehen? Können sie ihrer Selbstgerechtigkeit eigentlich entkommen? Jesus erteilt ihnen eine Lehre. Doch verstehen sie ihn? Gott ist kein ErbsenzĂ€hler, der uns liebt, weil wir treu (aus Pflichtbewusstsein und nicht aus Liebe) alle Gebote erfĂŒllen, Opfer bringen, die wir uns selber aussuchen und die meistens eigentlich gar keine sind, ohne Liebe Gebete aufsagen, nur um unsere Pflicht getan zu haben. Gott möchte unsere Liebe, besonders aber unsere Umkehr, uns selbst. Er möchte, dass wir vertrauensvoll und voller Reue zu ihm kommen, selbst wenn wir mit den grĂ¶ĂŸten SĂŒnden beladen sind, alles in sein barmherziges Herz legen und um Verzeihung bitten. Dann liebt Gott uns am meisten.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, danke fĂŒr die Zeit mit dir. Danke, dass du mir auch eine Lehre erteilt hast. Lass die Sehnsucht in mir nach deiner verzeihenden, barmherzigen Liebe niemals erlöschen.

Möglicher Vorsatz: Ich nehme mir vor, bei nĂ€chster Gelegenheit zur Beichte zu gehen.


Die verborgene radikale Liebe der Frauen im Hintergrund

22. September 2017

Freitag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Mauritius (Moritz), MĂ€rtyrer
Hl. Emmeran, Bischof

Ellen Charlotte Petermann

Lk 8,1-3
In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkĂŒndete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn, außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben DĂ€monen ausgefahren waren, Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere. Sie alle unterstĂŒtzten Jesus und die JĂŒnger mit dem, was sie besaßen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, du kennst mich durch und durch. Du weißt alles von mir, auch wie klein meine Liebe manchmal ist und wie groß die Zweifel. Sende mir deinen heiligen Geist, durchflute meine Seele mit deinem Licht, damit ich deinen Willen in meinem Leben erkenne.

Bitte: Herr, stĂ€rke mich in meinem BemĂŒhen, eine eifrige JĂŒngerin deiner Liebe zu sein!

1. Nachfolge aus Dankbarkeit Frauen hatten im Altertum einen niedrigen gesellschaftlichen Rang. Im damaligen Judentum waren sie noch nicht einmal als Zeuginnen vor Gericht zugelassen. Dennoch wird erwĂ€hnt, dass Maria von Magdala, Johanna und Susanna Jesus nachfolgten und ihn unterstĂŒtzen. Warum taten sie das? Wir lesen, dass sie sogar teilweise verheiratet waren. Einige dieser Frauen hatte Jesus von körperlichen und seelischen Krankheiten geheilt, von inneren Verletzungen. Er hatte ihnen Frieden geschenkt, so dass sie anderen vergeben konnten. Sie folgten ihm aus Dankbarkeit und wurden so zu glĂŒhenden Aposteln seiner Liebe. Aber gab es noch andere GrĂŒnde?

2. Nachfolge aus weiblicher FĂŒrsorge. Es heißt. „Sie alle unterstĂŒtzten Jesus und die JĂŒnger mit dem, was sie besaßen.“ Was ist damit gemeint? Vor allem wohl, dass sie sich darum kĂŒmmerten, jeden Tag 13 hungrige MĂ€nner satt zu bekommen. Dazu brauchten sie Geld, um Lebensmittel zu kaufen. Sie schenkten außerdem ihre Zeit und ihre Arbeit. Sie investierten das alles nicht, um gut bei Jesus dazustehen, sondern aus Dankbarkeit, weil sie reich beschenkt worden waren. Durch Jesus hatten sie Liebe, Gnade und Vergebung erfahren. Sie wollten auch anderen Menschen ermöglichen, diese Erfahrung zu machen. Deshalb unterstĂŒtzten sie ihren Meister, wo immer ihnen das möglich war.

3. Wie antworte ich, wenn der Meister mich ruft? Wie geht es mir dabei, wenn ich ĂŒber die konsequente Nachfolge dieser Frauen nachsinne? Wie sieht es aus mit meiner JĂŒngerschaft? Setze ich den Herrn auch an die erste Stelle, oder fliehe ich, wie die Apostel es spĂ€ter tun werden, wenn es schwierig wird? Betrachten wir Maria Magdalena, die bis zum Schluss bei Jesus ausgehalten hat. Sie stand unter dem Kreuz, war bei Jesus geblieben - zum Zeichen ihrer Dankbarkeit, Treue und unermesslichen Liebe. Sie hat als Erste den Menschen die Auferstehung Jesu verkĂŒndet. Nach ihrer Begegnung mit dem Auferstandenen hat sie daran geglaubt und festgehalten, dass seine Liebe triumphiert und dass das Leben in ihm stĂ€rker ist, als der Tod. Das können wir auch, wenn wir unser Leben auf Glaube, Hoffnung und Liebe ausrichten. Jeden Tag neu.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, auch ich möchte dein JĂŒnger, deine JĂŒngerin sein und dir unerschrocken und beharrlich nachfolgen. Schenke mir die Gnade, in meinen PrĂŒfungen Glaube und Hoffnung zu bewahren, und zeige mir den wahren Weg in der bestĂ€ndigen Bekehrung und Reinheit des Herzens.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich mir 3 Punkte notieren, wie ich meine Nachfolge Christi verbessern kann.


Die Wucherungen des Lebens beseitigen

23. September 2017

Gedenktag
Hl. Pio von Pietrelcina (Padre Pio) OFMCap
Hl. Linus, Papst
Hl. Thekla MĂ€rtyrerin

Ellen Charlotte Petermann

Lk 8,4-15
In jener Zeit als die Leute aus allen StĂ€dten zusammenströmten und sich viele Menschen um ihn versammelten, erzĂ€hlte er ihnen dieses Gleichnis: Ein SĂ€mann ging aufs Feld, um seinen Samen auszusĂ€en. Als er sĂ€te, fiel ein Teil der Körner auf den Weg; sie wurden zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf Felsen, und als die Saat aufging, verdorrte sie, weil es ihr an Feuchtigkeit fehlte. Wieder ein anderer Teil fiel mitten in die Dornen, und die Dornen wuchsen zusammen mit der Saat hoch und erstickten sie. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfach Frucht. Als Jesus das gesagt hatte, rief er: Wer Ohren hat zum Hören, der höre! Seine JĂŒnger fragten ihn, was das Gleichnis bedeute. Da sagte er: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen. Zu den anderen Menschen aber wird nur in Gleichnissen geredet; denn sie sollen sehen und doch nicht sehen, hören und doch nicht verstehen. Das ist der Sinn des Gleichnisses: Der Samen ist das Wort Gottes. Auf den Weg ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort zwar hören, denen es aber der Teufel dann aus dem Herzen reißt, damit sie nicht glauben und nicht gerettet werden. Auf den Felsen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort freudig aufnehmen, wenn sie es hören; aber sie haben keine Wurzeln: Eine Zeit lang glauben sie, doch in der Zeit der PrĂŒfung werden sie abtrĂŒnnig. Unter die Dornen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort zwar hören, dann aber weggehen und in den Sorgen, dem Reichtum und den GenĂŒssen des Lebens ersticken, deren Frucht also nicht reift. Auf guten Boden ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, daran festhalten und durch ihre Ausdauer Frucht bringen.

EinfĂŒhrendes Gebet:  Herr, auch in mir hast du gesĂ€t. Kleine Samenkörnchen des Glaubens. Immer wieder muss ich schwer darum kĂ€mpfen, dass sie nicht mutwillig zertreten werden, muss sie hegen und pflegen. Deshalb komme ich immer wieder zu dir, um mir bei dir Hilfe zu holen.

Bitte: Herr, bitte hilf mir, dass ich in scheinbar ausweglosen Situationen niemals vergesse, dass du immer an meiner Seite bist.

1. Ein scheinbar ernĂŒchterndes Ergebnis. Viele Menschen waren aus allen StĂ€dten zusammengeströmt, um zu hören, was Jesus ihnen zu sagen hatte. Ja, sie hingen förmlich an seinen Lippen. Er erzĂ€hlte das Gleichnis vom SĂ€mann und lieferte am Ende eigentlich schon die Auflösung. Der SĂ€mann sĂ€t und es ist fast schon ernĂŒchternd, wie viel von seiner Saat verloren geht. Dennoch hat sich der SĂ€mann etwas dabei gedacht, als er auf sein Feld ging, um zu sĂ€en. Er gibt jedenfalls nicht auf. Von seinen JĂŒngern erwartet Jesus, dass sie verstehen, was er mit diesem Gleichnis sagen möchte. Den anderen Menschen erklĂ€rt er im Folgenden, was es mit diesem Gleichnis auf sich hat.

2. EmpfĂ€nglichkeit fĂŒr die Botschaft Jesu. Von Anfang an war es immer so. Nicht ĂŒberall bringen Samenkörner Frucht. Einige werden zertreten, von den Vögeln aufgepickt, sie verdorren, oder es reicht nur zu einem kurzen AufblĂŒhen. Nur auf gutem Boden bringt die Saat gute Frucht. So ist es auch mit dem Wort bei den Menschen. Denn der Samen, den der SĂ€mann sĂ€t, ist das Wort Gottes. Der Glaube scheint nicht jedermanns Sache zu sein. Es liegt an der Unterschiedlichkeit der Menschen. Ob ihr Herz verhĂ€rtet ist, ob der Alltag sie im Griff hat, ob sie sich öffnen können oder ob sie verschlossen sind.

3. Es gibt keinen Grund zur Verzagtheit. Der SĂ€mann könnte es ja noch verschmerzen, wenn ein Teil seines Saatguts verlorenginge. Aber wie ist es mit uns Menschen, die wir ja die Saat aufnehmen sollten? Trotz aller Freiheit will Gott nicht, dass auch nur ein Einziger verloren geht. Jeder Einzelne in seiner Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit ist von Gott gewollt und wird von Gott gehĂŒtet. Der göttliche SĂ€mann geht ja auch nicht nur ein einziges Mal aus. Jedes Jahr sĂ€t er seine Saat in uns von neuem aus. Deshalb: Er selbst lĂ€sst niemanden verloren gehen. Vielleicht wĂŒrden die Samenkörnchen unter dem DornengestrĂŒpp sogar die besten und schönsten FrĂŒchte bringen, wenn sie sich von den Wucherungen ihres Lebens befreien ließen und zuerst das Reich Gottes suchen wĂŒrden!

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, ich möchte, dass du mich benutzt, um reiche Frucht zu bringen und ich erlaube dir, mich so „zurechtzustutzen“ wie es dir nötig erscheint, damit ich frei wachsen kann und nĂŒtzlich sein kann fĂŒr dein Reich.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich mir 3 Punkte ĂŒberlegen, in denen ich mehr Frucht fĂŒr Gottes Reich bringen kann und an einem dieser Punkte arbeiten.