Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 10. September 2017 bis Samstag 16. September 2017

Dreiundzwanzigste Woche im Jahreskreis

P. Klaus Einsle LC

Gemeinsam sind wir starkSonntag
Das offene Herz findet GottMontag
Das Geheimnis des Lebens JesuDienstag
Jesus zwischen Wohl und WeheMittwoch
Jesus, der Himmel und das Leben in FĂŒlleDonnerstag
Unsere Mutter, unser Anker: MariaFreitag
Die Kraft der einfachen WahrheitSamstag


Gemeinsam sind wir stark

10. September 2017

Dreiundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

P. Klaus Einsle LC

Mt 18,15-20
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen JĂŒngern: Wenn dein Bruder sĂŒndigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurĂŒckgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei MĂ€nner mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er fĂŒr dich wie ein Heide oder ein Zöllner. Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Gott und Vater, Herr des Himmels und der Erde, du hast die Welt geschaffen, erlöst und geheiligt. Darum bete ich dich in tiefer Ehrfurcht an und will dich von ganzem Herzen lieben. Ich danke dir, dass du mich geschaffen und erlöst hast. Gib mir Kraft und StĂ€rke, meine Berufung zum Christsein zu leben. Deine Gnade begleite mich und alle, die mir am Herzen liegen, auf ihren Wegen. Amen. (Aus dem Gebetbuch des Regnum Christi)

Bitte: Ă–ffne mir in diesem Gebet meine Augen fĂŒr die Not der Mitmenschen.

1. Verantwortung fĂŒr die Mitmenschen. â€žWenn dein Bruder sĂŒndigt, dann geh zu ihm
“ Ganz zu Beginn der Heiligen Schrift spielt sich eine Szene ab, die einen Ă€hnlichen Wortlaut wiedergibt: Kain und Abel. Kain erschlĂ€gt aus Neid seinen Bruder Abel. Als er von Gott zur Rechenschaft gezogen wird, will er sich herausreden mit den Worten „Bin ich denn der HĂŒter meines Bruders?“ (Gen 4,9). In der heutigen Schriftstelle sagt uns Jesus: Ja, ihr seid die HĂŒter eurer BrĂŒder und Schwestern. Wir sind nicht nur fĂŒr unser eigenes Leben verantwortlich. Die Liebe Gottes drĂ€ngt uns, die Augen fĂŒr unser GegenĂŒber zu öffnen. Wir haben eine Verantwortung fĂŒr das Wohl unserer Mitmenschen: in der Familie, im Freundeskreis, im sozialen Bereich (Schule, Uni, Gemeinde, Politik, Umfeld
). Ein Christ darf sich dieser Verantwortung nicht entziehen. Stehen wir ein fĂŒr das Wohl der anderen: entschieden, positiv und kreativ. Gemeinsam mit anderen.Was kannst du heute fĂŒr einen deiner „BrĂŒder“ tun?

2. Wert des gemeinsamen Gebets. â€žWas zwei oder drei
 erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.“ Das ist eine klare und deutliche Aussage. Das gemeinsame Gebet ist fĂŒr Gott besonders gehalt- und kraftvoll. Worin besteht der Wert des gemeinsamen Gebets?-in der Einheit der Herzen. Das ist eines der großen Ziele Gottes in dieser Welt. Denn er ist drei und eins. Da wir sein Abbild sind, sollen auch wir eins sein.-in der Offenheit der Herzen. Auch das ist eines der großen Ziele, dass wir uns einander öffnen. Denn darin liegt die FĂ€higkeit zu lieben. Gott ist die Liebe. Wir sind sein Abbild. Daher sollen wir einander lieben und vertrauen, indem wir unsere Herzen voreinander im Gebet öffnen.-in der Suche nach dem Willen Gottes. Wenn drei um etwas bitten, wird es wohl objektiver etwas sein, was dem Willen Gottes entspricht, als wenn wir alleine beten. Im persönlichen Gebet stehen oft auch unsere persönlichen Anliegen im Mittelpunkt. Wenn wir „zu dritt“ beten, öffnen wir uns fĂŒr die Nöte der anderen. Dein Wille geschehe.Betest du gemeinsam mit deinem/r Vertrautesten? Mit dem Ehepartner, Freund, Geliebten, Kollegen, Kind
? Beginne heute damit oder tue es wieder.

3. Jesu Gegenwart in der Gemeinde. â€žWo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Auch das ist eine klare und starke Aussage. Jesus ist da. Wenn zwei oder drei versammelt sind. IN SEINEM NAMEN! Diese Bedingung ist wichtig. In Jesu Namen versammelt sein. Darin besteht der Sinn aller Sitzungen in der Kirche: in Jesu Namen versammelt sein. Das ist der Sinn jeder Besprechung im Apostolat, in der Jugendarbeit, in der Katechese-Vorbereitung, der Planung von AktivitĂ€ten fĂŒr Kinder usw. In SEINEM Namen. Sitzungen ohne Gebet, Sitzungen zur Durchsetzung der eigenen PlĂ€ne sind im kirchlichen Raum letztlich zum Scheitern verurteilt. Wo wir uns in seinem Namen versammeln, da ist er da und da wirkt sein Geist. Dieser Geist macht lebendig, ist dynamisch, kraftvoll, ĂŒberwindet Hindernisse, macht fruchtbar. Jeder, der das erlebt hat, weiß, was ich damit meine.

GesprĂ€ch mit Christus: Sprich mit deinen Worten zum Herrn.

Möglicher Vorsatz: Fasse deinen eigenen Vorsatz.


Das offene Herz findet Gott

11. September 2017

Montag der dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Maternus, Bischof
Hl. Ludwig IV. von ThĂŒringen
Hl. Johann Gabriel Perboyre CM

P. Klaus Einsle LC

Lk 6,6-11
An einem anderen Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die PharisĂ€er gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nĂ€mlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber wusste, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund. Da wurden sie von sinnloser Wut erfĂŒllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

EinfĂŒhrendes Gebet: Mein guter Jesus, danke, dass du dir jetzt Zeit fĂŒr mich nimmst. Ich will ganz da sein, um dir zu begegnen und schenke dir alle Momente, in denen ich versucht bin, mich ablenken zu lassen. Ich freue mich, bei dir zu sein. Denn du bist wunderbar und so liebevoll. Danke. Danke. Danke.

Bitte: Ă–ffne mein Herz ganz, damit ich dir ganz vertrauen kann. Ich weihe dir mein Leben und das aller meiner mir Anvertrauten. Segne uns mit deinem reichen Segen.

1. Jesus, ein wundervoller Mensch der Wahrheit, GĂŒte und Kraft. In dieser Szene sehen wir drei Arten von Menschen: Jesus; den Mann mit der verdorrten Hand; die Gruppe der PharisĂ€er und Schriftgelehrten. Alle lehren uns etwas ĂŒber unser Herz. Betrachten wir die drei Gruppen:Jesus ist wundervoll. Äußerlich und innerlich. Seine Art zu handeln, zu reden, die Menschen zu sehen. Was fĂŒr ein schönes, gĂŒtiges und echtes Herz muss in dieser Brust schlagen. Ich höre in Gedanken seiner Lehre zu und ich spĂŒre, wie echt und gut das ist, was er sagt „Noch nie hat ein Mensch so gesprochen“ und „Sie hörten ihm gerne zu, denn er redete wie einer, der Vollmacht hat“ (so lesen wir an anderen Stellen). Stell dir in Gedanken vor, wie Jesus spricht. Und lass dich davon beeindrucken.Durch seine tiefe GĂŒte sieht er jeden Menschen. Auch den Mann mit der verdorrten Hand. Und weil er innerlich gut ist, hat er Mitleid. Was fĂŒr ein schönes Herz. Mitleid mit den Kranken, gĂŒtiger Blick, sanfte und klare Worte. So sollen wir auch werden.Und was fĂŒr eine Vollmacht im Handeln. Nur ein Wort, und es geschieht Heilung. Was fĂŒr ein kraftvoller Herr. Das ist Jesus. Er ist wundervoll, gĂŒtig und mĂ€chtig.

2. Der Mann mit der verdorrten Hand, ein verwundetes Schaf. Wir wissen nichts ĂŒber den Mann. Nur dass er am Sabbat in der Synagoge ist und dass er Jesus sofort gehorcht, als dieser ihn in die Mitte des Raumes bittet. Er ist kein Gelehrter, sondern ein einfacher Mann des Dorfes. Gott liebt diese einfachen, unkomplizierten Herzen. Auch dich und mich. Bei ihm mĂŒssen wir nichts Besonderes sein. Wir können so sein, wie wir sind. Jesus sieht voller Mitleid alle unsere Wunden.Hab keine Angst, deine Wunden Jesus zu zeigen: Wunden in der GefĂŒhlswelt, der Gedankenwelt, Wunden aus vergangenen SĂŒnden, Wunden aktueller SĂŒnden, Wunden der Angst, des Hochmuts, Wunden der Selbstverliebtheit
 Jesus ist fĂŒr die Kranken gekommen! Halt ihm jetzt die Wunde hin, die am meisten schmerzt, fĂŒr die du dich am meisten schĂ€mst, die dir die grĂ¶ĂŸte MĂŒhe bereitet. Bitte ihn um Heilung und sage: „Ich vertraue. Du kannst alles.“ Glaube, dass Jesus voll Mitleid, GĂŒte und Kraft auf dich blickt.

3. Die Schriftgelehrten und PharisĂ€er, verschlossene Herzen. Es ist schon erstaunlich: da geschieht ein Wunder nach dem anderen. Jeder gesunde Menschenverstand spĂŒrt, dass Jesus besonders ist. Aber ein verschlossenes Herz kann das alles ĂŒbersehen und seine eigene Welt schaffen. Zahlreiche PharisĂ€er und Schriftgelehrte haben ihre eigene Welt des Stolzes, der Machtbesessenheit, des „So war das immer“, der VerhĂ€rtung geschaffen. Sie können Jesus nicht als das sehen, was er ist. FĂŒr sie ist und bleibt er eine Gefahr und ein Stolperstein. Arme verschlossene Herzen! Sie stiften in ihrer eigenen Seele Unfrieden und stĂ€ndige innere Anspannung. Aber da wĂ€re doch der FriedensfĂŒrst, der sanft und demĂŒtig ihre Wunden heilen wĂŒrde.Hab niemals Angst vor Gott und seinem Wirken in deiner Seele. Alles, was er tut und zulĂ€sst, geschieht aus Liebe.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich bewundere dich zutiefst. Du schenkst mir so viel Sicherheit, Kraft, Lebendigkeit und Fruchtbarkeit. Mit dir will ich mein Leben leben, dir will ich mein Dasein anvertrauen und schenken, und deinen Worten und Vorgaben will ich voller Freude Folge leisten, weil ich weiß, dass du der Weg, die Wahrheit und das Leben bist.Ich bete dich an, mein Herr und mein Gott. Ich liebe dich sehr, mein Freund und WeggefĂ€hrte.

Möglicher Vorsatz: Halte heute Jesus eine deiner inneren Wunden hin und bitte ihn um Heilung und Frieden fĂŒr dein Herz.


Das Geheimnis des Lebens Jesu

12. August 2017

Dienstag der dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. MariÀ Namen (Marion)
Hl. Guido, KĂŒster
Hl. Degenhard

P. Klaus Einsle LC

Lk 6,12-19
In jenen Tagen ging er auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. Als es Tag wurde, rief er seine JĂŒnger zu sich und wĂ€hlte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel. Es waren Simon, dem er den Namen Petrus gab, und sein Bruder Andreas, dazu Jakobus und Johannes, Philippus und BartholomĂ€us, MatthĂ€us und Thomas, Jakobus, der Sohn des AlphĂ€us, und Simon, genannt der Zelot, Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum VerrĂ€ter wurde. Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner JĂŒnger stehen, und viele Menschen aus ganz JudĂ€a und Jerusalem und dem KĂŒstengebiet von Tyrus und Sidon strömten herbei. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. Alle Leute versuchten, ihn zu berĂŒhren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, mein Herr. Danke, dass ich bei dir sein darf. Danke, dass du dir Zeit fĂŒr mich nimmst. Danke, dass du mich liebst. Danke, dass ich dich „Freund“ nennen darf. Danke. Ich will nun beten und mit meinem Verstand, meinem Herz und meinem Geist ganz bei dir sein. Lehre mich beten.

Bitte: Jesus, ich trage viele Anliegen in mir: Ich vertraue dir heute besonders 
 an. Ich bete fĂŒr diese Person und weiß, dass du ihr Anliegen erhören kannst.

1. Was beten fĂŒr Jesus wirklich bedeutet. Geht es dir auch manchmal so, wenn du betest: Nach ein paar Minuten weißt du schon nicht mehr, was du beten sollst. Dann wird dir langweilig und die Gedanken wandern umher?Bei Jesus war das anders. Offensichtlich. „Er verbrachte die ganze Nacht im Gebet.“ Sechs, sieben Stunden beten
 Uff, wie anstrengend. Finden wir. Jesus scheint das anders zu sehen. Er war 40 Tage in der WĂŒste, hat gefastet und gebetet. 40 Tage! Bei seinem öffentlichen Wirken geht er immer wieder frĂŒh morgens schon in die Stille, um zu beten. Oder die ganze Nacht. Was findet Jesus im Gebet, was wir zu selten finden?Seinen geliebten Vater! Wenn er betet, ist Jesus bei seinem Vater. Und den liebt er ĂŒber alles. Jesus denkt nicht nur nach, wenn er betet. Er ist bei seinem Vater. Jesus rezitiert nicht nur, wenn er betet. Er ist bei seinem Vater. Jesus konzentriert sich nicht nur, wenn er betet. Er ist bei seinem Vater. Sein Vater ist die Liebe in Person. Wie schön muss das sein
Und du? Gerade betest du. Bist du beim Vater? Oder liest du? Denkst du nach? Versuchst du, dich zu konzentrieren? Rezitierst du? Höre jetzt auf zu lesen. Nimm dir fĂŒnf Minuten Zeit – und sei einfach beim Vater. Er ist ganz nah bei dir, in dir, vor dir, neben dir, mit dir. Er ist ĂŒberall. Er ist der „Ich bin da.“ Sei einfach beim Vater. FĂŒnf Minuten


2. Jesus betet vor wichtigen Entscheidungen. Diese ganze Nacht des Betens geht einer wichtigen Entscheidung voraus: der Wahl der zwölf Apostel, auf denen der Herr seine Kirche aufbauen wird. Aus so vielen JĂŒngern nun die „richtigen“ Zwölf auswĂ€hlen: Dazu muss Jesus beten. Und zwar viel. Zu Beginn seines öffentlichen Wirkens muss Jesus viel beten: 40 Tage lang. Und dann beginnt seine Mission.Vor der Entscheidung, das Kreuz anzunehmen und Ja zum erlösenden Leid zu sagen, muss Jesus beten. Stundenlang im Ölgarten („Wacht hier und betet mit mir.“)Sicher gibt es viele andere Momente, in denen Jesus vor wichtigen oder schweren Entscheidungen stand. Und was tat er? Er betete. Er suchte die NĂ€he des Vaters. Die NĂ€he dessen, der Liebe und Wahrheit und der Gute ist. Denn Jesus wollte immer lieben und immer die Wahrheit tun und immer das wirklich Gute verbreiten.Was tust du vor wichtigen Entscheidungen? „Aus dem Bauch raus entscheiden“? Oder suchst du Rat bei einem guten Freund? Oder schiebst du die Entscheidung auf, weil du keine Kraft dafĂŒr hast? Oder gehst du in die Stille (einer Kirche, der Natur, deines Zimmers), um lange zu Gott zu beten?

3. Die Mitte muss immer Jesus sein. Interessant, dass die Menschen JESUS hören wollten. Sie wollten IHN berĂŒhren. Nicht die Apostel, nicht die Mutter Jesu, sondern IHN. In all unserem Wirken im kirchlichen Umfeld dĂŒrfen wir das nie aus den Augen verlieren: Worauf es wirklich ankommt, ist, dass die Menschen mit Jesus in Kontakt kommen; dass sie IHN „berĂŒhren“ können. Viele AktivitĂ€ten, viel Einsatz mögen gut und schön sein. Ihren tiefen Sinn finden sie dann, wenn sie zu Gott fĂŒhren; im entfernten oder direkten Sinn. -entfernt: Zur Wahrheit, zum Guten, zum Gemeinwohl, zur SolidaritĂ€t, zum Dienst am NĂ€chsten-direkt: durch die Sakramente, die Katechese, durch die Glaubensunterweisung, durch das Gebet, durch Gottesdienste, das persönliche Glaubenszeugnis.

GesprĂ€ch mit Christus: Sprich jetzt mit Gott darĂŒber, wie du betest und wie du das Gebet verbessern kannst. Und dann bleib einfach ein paar Minuten still beim Herrn (und wenn du willst, stell dir vor, wie du deinen Kopf an seine Schulter lehnst und bei ihm ausruhst).

Möglicher Vorsatz: Ich werde heute einmal die Stille suchen, um einfach bei Gott zu sein (und meinen Kopf an seine vĂ€terliche Schulter zu lehnen).


Jesus zwischen Wohl und Wehe

13. September 2017

Gedenktag
Hl. Johannes Chrysostomus, Kirchenlehrer
Hl. Notburga
Hl. Tobis und Tobit

P. Klaus Einsle LC

Lk 6,20-26
In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine JĂŒnger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre VĂ€ter mit den Propheten gemacht. Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre VĂ€ter mit den falschen Propheten gemacht.

EinfĂŒhrendes Gebet: Denk du in mir, o Jesus, dann denk ich licht und klar.Sprich du durch mich, o Jesus, dann sprech ich mild und wahr.Wirk du in mir, o Jesus; gesegnet ist mein Tun.Gesegnet meine Arbeit, gesegnet auch mein RuhÂŽn.Durchdring mein ganzes Wesen. ErfĂŒllÂŽ mein ganzes Sein, dass man in mir kann lesen die große Liebe dein.Mach, dass ich hier auf Erden durch deiner GnadÂŽ Gewalt kann allen alles werden. Herr, werdÂŽ in mir Gestalt. (Theresia von Avila)

Bitte: Mein Herr und mein Gott, ich bitte dich in diesem Gebet um die Gabe, dass ich
 (vergeben, besser beten, großzĂŒgiger sein, bescheiden
) kann. (formuliere deine eigene Bitte nach deinen BedĂŒrfnissen).

1. Die Augen Jesu. â€žJesus richtete seine Augen auf seine JĂŒnger“. Die Augen und der Blick sagen so viel ĂŒber die Seele und das Herz. Wir kennen das: Wenn wir jemanden von Herzen lieben, blicken wir ihm/ihr gerne und lange in die Augen. Der Blick kann aber auch unangenehm sein und wir weichen ihm aus, wenn wir in uns oder im anderen Negatives spĂŒren. Oder wir blicken beschĂ€mt zu Boden, wenn wir bei einem Fehler ertappt worden sind.Betrachte jetzt den Blick Jesu und lass dich von ihm anschauen. Jesus richtet seine Augen auf seine JĂŒnger, auf dich. Augen des tiefen Friedens; ein Blick des VerstĂ€ndnisses und des Mitleids; ein liebender Blick, der aufrichtet; ein Blick des Arztes, der die Krankheit heilen möchte; Augen, die sanft und gĂŒtig sind; barmherzige Augen.Lass diesen Blick jetzt auf dir ruhen, und wenn du kannst, öffne dein Inneres ganz vor dem Herrn und „entblĂ¶ĂŸe“ deine Seele, im Frieden, in der Geborgenheit dieser Liebe Jesu.

2. â€žSelig seid ihr!“ Jesus lĂ€chelt. Er schaut die unendliche Zahl von Menschen, die sich verĂ€ndern lassen und Bewohner des Reiches Gottes in dieser Welt und in der kommenden sein werden. Selig seid ihr. „makarioi“ lautet das griechische Wort. Schwer zu ĂŒbersetzen. Es beinhaltet vieles. ErfĂŒllt sein, inneres GlĂŒck gefunden haben, definitiv im Frieden leben; vielleicht das, was wir heute im Begriff „GlĂŒcklichsein“ eigentlich suchen. Jesus will, dass wir erfĂŒllt sind. Er will, dass wir Leben in FĂŒlle haben (dafĂŒr ist er gekommen); er will, dass wir uns allzeit in ihm freuen (so sagt Paulus). Jesus ist nicht gekommen, damit wir unerlöste „Karfreitagschristen“ sind, sondern sĂŒndige „Ostersonntags-Erlöste“.Wir haben unsere Fehler, unsere SĂŒnden und Unvollkommenheiten. Das weiß Jesus. Er sprach auf dem Berg nicht zu einer Gruppe Super-Heiliger, sondern zu normalen Menschen wie du und ich. Lebe das christliche Leben in FĂŒlle. Lies dir die Seligpreisungen (Wege zu einem Leben in FĂŒlle) durch und setze heute etwas davon um.

3. â€žWeh euch!“ â€žWutentbrannt schmettert der Herr den Hartherzigen das „Wehe“ entgegen“. So oder Ă€hnlich ist in manchem Kommentar zu dieser Bibelstelle zu lesen. Muss dieses „Wehe“ wirklich wutentbrannt, zornig und hart sein? Kann man es nicht auch so lesen, wie Jesus von sich selber sagt: „Sanft und demĂŒtig“? Kann es nicht einfach die liebevolle Sorge einer Mutter um das Kind sein, das sehenden, aber nicht verstehenden Auges ins UnglĂŒck lĂ€uft? Und die liebevolle Warnung, doch nicht weiterzugehen, weil der Weg nicht gut endet?Ich lese es eher so. Denn Jesus liebt auch die Hartherzigen. Er nennt nicht gut, was sie tun und wie sie sind. Er ist die Wahrheit und sagt die Wahrheit. Aber er liebt sie. Diese Liebe kann das Herz der Hartherzigen am ehesten erweichen. Lass dich von der Liebe dieses gĂŒtigen Jesus ansprechen.

GesprĂ€ch mit Christus: Sprich dich selber ĂŒber dieses Evangelium mit dem Jesus aus, der durch die Gnade in deiner Seele gegenwĂ€rtig ist: Du kannst es!

Möglicher Vorsatz: Ich werde heute eine der Seligpreisungen ĂŒben.


Jesus, der Himmel und das Leben in FĂŒlle

14. September 2017

Fest
Kreuzerhöhung
Hl. Conan O‘Rourke OCist MĂ€rtyrer
Hl. Kreszenz, MĂ€rtyrer
Hl. Albert von Jerusalem, Bischof

P. Klaus Einsle LC

Joh 3,13-17
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der WĂŒste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr und Gott, ich komme zu dir, um mich in deiner Gegenwart daheim zu fĂŒhlen. Du bist der, der die Welt so sehr liebt, dass er kommt, um sie zu retten. Rette auch mich, der ich im Gebet jetzt zu dir komme.

Bitte: Ich bitte um die Gnade, einen ĂŒbernatĂŒrlicheren Blick fĂŒr mein Leben zu erhalten.

1. Jesus verbindet die Welt mit dem Himmel. â€žNiemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist.“Dieser Satz wirft ein vielsagendes Licht auf die Gestalt Jesu und auf den Himmel. Wer ist Jesus? Er ist der, der seit Ewigkeit im Himmel lebt. Er ist Gottes Sohn, dem Vater gleich. Und wo ist er zuhause? Im Himmel. Der Himmel ist fĂŒr ihn so real, wie fĂŒr dich dein Zimmer. Oder der Garten. Jesus spricht so selbstverstĂ€ndlich vom Himmel, dass er uns dadurch dazu auffordert, mehr ĂŒber diesen „Ort“ nachzudenken. Der Himmel ist da, wo die Liebe in absoluter und unaufhörlicher FĂŒlle herrscht. Dort, wo Gott fĂŒr uns endlich sichtbar wird. Der Himmel ist unsere Heimat, die auf uns wartet. Der Himmel ist die ErfĂŒllung. Er ist unser Zuhause; dort, wo wir fĂŒr immer glĂŒcklich sein werden; dort beim Vater, bei Jesus, beim Geist, der mit Freude, Friede und Liebe erfĂŒllt. Spricht mit Jesus ĂŒber sein Zuhause


2. Jesus kommt, damit du ewiges Leben hast. â€žGott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“Lass mich den Satz ein wenig Ă€ndern. Statt „die Welt“ schreibe ich „dich“; und statt „hat geliebt“ schreibe ich „liebt“. Dann klingt er so:„Gott liebt dich so sehr, dass er seinen einzigen Sohn hingibt, damit
 du das ewige Leben hast.“Werde still und genieße diese Wahrheit. Du bist ein geliebtes Kind Gottes. Und er kĂ€mpft fĂŒr dich; denn er will, dass du eines Tages fĂŒr alle Zeit bei ihm zuhause bist, wo du das ewige Leben hast. Verkoste das. Bleibe hier stehen und gehe nicht weiter, wenn dir das zum Gebet genĂŒgt.

3. Jesus ist nicht Richter, sondern Retter. Sollte es dir nicht genĂŒgen, dann hier noch ein Gedanke (aber ich denke, es genĂŒgt dir
):Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

GesprĂ€ch mit Christus: Teile Jesus deine Freude mit, die du empfindest, weil du so sehr geliebt bist.

Möglicher Vorsatz: Erneuere heute in dir die Freude an Gott, indem du den Satz „Gott liebt mich so sehr, dass er seinen Sohn hingibt, damit
 ich das ewige Leben habe.“ öfter wiederholst.


Unsere Mutter, unser Anker: Maria

15. September 2017

Gedenktag
GedÀchtnis der Schmerzen Mariens
Hl. Dolores, Melitta, MĂ€rtyrerin

P. Klaus Einsle LC

Joh 19,25-27
In jener Zeit standen bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den JĂŒnger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem JĂŒnger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der JĂŒnger zu sich.

EinfĂŒhrendes Gebet: Gott, ich möchte jetzt mit der Mutter Jesu und meiner Mutter sein, um von ihr zu lernen, wie ich Jesus und die Menschen besser lieben kann. Danke, dass ich von dir eine himmlische Mutter erhalten habe.

Bitte: Unter deinen Schutz und Schirm Fliehen wir, o heilige Gottesmutter.VerschmĂ€he nicht unser Gebet in unseren Nöten. Sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren.Oh du glorwĂŒrdige und gebenedeite Jungfrau.Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere FĂŒrsprecherin.FĂŒhre uns zu deinem Sohne; empfiehl uns deinem Sohne; Stelle uns vor deinem Sohne.

1. Maria steht zu ihrem Sohn. Beim Kreuz eines Verbrechers zu stehen, ist nicht leicht. Schnell wird man mit dem Verbrecher selber in Verbindung gebracht. Maria musste wohl das ein oder andere Zischeln in der Menge vernommen haben „Schau, das ist die Mutter dieses GotteslĂ€sterers.“ „Konnte sie ihm die Flausen nicht frĂŒher austreiben.“ „Was fĂŒr eine Rabenmutter“. Aber Maria steht. Fest und entschieden. Sie achtet nicht auf die Meinung der anderen und die Kritik. Maria hat einen festen Felsen: Ihre unerschĂŒtterliche Liebe zu Gott und ihren Glauben an Christus. Hast du dich auch schon definitiv entschlossen, Gott treu zu sein? Jeden Tag neu? Oder wankst du?

2. Maria tut den Willen Gottes. Als Jesus das Wort spricht „Siehe, dein Sohn“ und auf Johannes deutet, da muss es Maria das Herz zerrissen haben. Ihr wahrer Sohn Jesus geht nun. Er stirbt. Es ist bald vorbei.Aber auch im tiefen Schmerz steht Maria fest. Vielleicht wiederholt sie in ihrem Inneren die Worte, die sie damals vor ĂŒber 30 Jahren gesprochen hat „Ich bin die Magd des Herrn. Mit geschehe nach deinem Wort.“ Und dann geht sie mit Johannes und nimmt ihn als ihren Sohn an. „Dein Wille geschehe.“

3. Maria wird Mutter aller Menschen. In Johannes hat die Kirche von Anfang an alle JĂŒnger Jesu gesehen. Und mit der Übernahme der Mutterschaft bezĂŒglich Johannes nimmt Maria auch uns alle als ihre Kinder an. Sie ist wirklich unsere himmlische Mutter. Sie sorgt sich um uns, betet fĂŒr uns. Sie ist uns nahe, kennt unsere Sorgen. Sie hĂ€lt FĂŒrsprache und begleitet und fĂŒhrt uns auf diesem Lebensweg, damit wir eines Tages sicher im Himmel ankommen.Hast du dich und dein Leben schon Maria geweiht? Wenn nicht, dann kannst du das mit folgendem Gebet tun. Es lohnt sich.

GesprĂ€ch mit Christus: O meine Gebieterin und meine Mutter:Dir bringe ich mich ganz dar. Und um dir meine Hingabe zu bezeugen,weihe ich dir jetzt meine Augen, meine Ohren, meinen Mund, mein Herz, mich selber ganz und gar.Weil ich also dir gehöre, oder gute Mutter, so bewahre und beschĂŒtze michals dein Gut und Eigentum. Amen.

Möglicher Vorsatz: Ich möchte heute ein Gebet zu Maria sprechen, weil Jesus sie mir als Mutter geschenkt hat.


Die Kraft der einfachen Wahrheit

16. September 2017

Gedenktag
Hll. Kornelius und Cyprian, Papst und Bischof, MĂ€rtyrer
Hl. Edith von Wilton, Äbtissin

P. Klaus Einsle LC

Lk 6,43-49
Es gibt keinen guten Baum, der schlechte FrĂŒchte hervorbringt, noch einen schlechten Baum, der gute FrĂŒchte hervorbringt. Jeden Baum erkennt man an seinen FrĂŒchten: Von den Disteln pflĂŒckt man keine Feigen, und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage? Ich will euch zeigen, wem ein Mensch gleicht, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt. Er ist wie ein Mann, der ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte. Als nun ein Hochwasser kam und die Flutwelle gegen das Haus prallte, konnte sie es nicht erschĂŒttern, weil es gut gebaut war. Wer aber hört und nicht danach handelt, ist wie ein Mann, der sein Haus ohne Fundament auf die Erde baute. Die Flutwelle prallte dagegen, das Haus stĂŒrzte sofort in sich zusammen und wurde völlig zerstört.

EinfĂŒhrendes Gebet: Mein Gott, du bist in meiner Seele gegenwĂ€rtig. Verborgen und still bist du. So will auch ich still werden, damit ich in meinem Innern dir begegnen kann. Gibt mir deinen Geist, denn ohne ihn kann ich nicht gut beten. Danke fĂŒr diese Gelegenheit, mit der Quelle der Wahrheit, des Lebens und der Liebe in Kontakt zu sein.

Bitte: Mein Herr und mein Gott,nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.Mein Herr und mein Gott,gib alles mir, was mich fördert zu dir.Mein Herr und mein Gott,nimm mich mir und gibt mich ganz zu Eigen dir. (Hl. Nikolaus von der FlĂŒe)

1. Jesus ist wahrhaftig und einfach. Jesus ist umwerfend einfach. Die „Welt“ versteht ihn oft nicht. Sie will nicht, weil sie die Wahrheit immer wieder verdreht und sie sich zurechtbiegt. Jesus ist so klar. Ein guter Baum bringt gute FrĂŒchte hervor. Ein schlechter bringt schlechte hervor. Ganz einfach. Und dann noch einmal: Disteln geben keine Feigen. Dornen bringen keine Trauben hervor. Fast ein wenig intolerant, könnte man sagen. Aber so ist er nun mal, keine faulen Kompromisse. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil sein Herz gut ist. Ein Böser bringt Böses hervor, weil sein Herz böse ist. Jesus geht es um unser Herz. An anderer Stelle sagt er, dass nicht das, was in den Menschen hineinkommt (unreine Speisen), sondern was aus dem Menschen herauskommt, ihn verunreinigt; weil es aus einem unreinen Herz hervorgeht. Dieses unser Herz will und wird der Heilige Geist verĂ€ndern, wenn wir ihn lassen und darum bitten. Es ist eine Lebensaufgabe. Doch wenn das Herz gut wird, bringt es immer mehr Gutes hervor.

2. Leben in der einfachen Wahrhaftigkeit.  Wir schön ist es, wenn ein Mensch die Wahrheit nicht verdreht, sondern die Dinge einfach so sagt, wie sie sind. Das ist heute nicht einfach. Aber faszinierend. Und wenn es mit Bescheidenheit geschieht, dann ist es umwerfend. So umwerfend war Jesus.Es gibt einen Film ĂŒber Johanna von Orleans. Dort soll sie durch so manche Spitzfindigkeit auf das Glatteis gefĂŒhrt werden. Aber sie ist in ihrem Wesen so schlicht und einfach, so gradlinig und selbstlos, dass die Wahrheit geradezu durch sie hindurch scheint. Wie hĂ€ltst du es mit der schlichten Wahrheit? Kannst du auch Wahres sagen, obwohl andere dann negativ reagieren?

3. Auf die Wahrheit bauen. Jesus will, dass unser Lebenshaus von Bestand ist. Er möchte, dass unser Leben gelingt und dass wir uns auf die große PrĂŒfung vorbereiten – auf den Tag, an dem wir in die Ewigkeit hinĂŒbergehen. Daher lĂ€dt er uns ein, auf Felsen zu bauen. Auf Felsen baut, wer seine Worte hört und sie befolgt. So einfach. So ist Jesus eben.

GesprĂ€ch mit Christus: Sprich in aller Wahrheit mit dem Geist Gottes, der in dir wohnt. Halte ihm dein Herz hin und bitte ihn, dass er es gut mache.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich mich nicht drĂŒcken, wenn es darum geht, fĂŒr eine einfache und offensichtliche Wahrheit einzustehen.