Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 23. April 2017 bis 29. April 2017

Zweite Woche in der Osterzeit

P. Bertalan EgervĂĄri LC

Ă€rz
Wem ihr die SĂŒnden vergebtSonntag
Aus dem Geist geborenMontag
Ich bin gesandtDienstag
Rettung statt GerichtMittwoch
Das ist das ewige LebenDonnerstag
Jesus prĂŒft die JĂŒngerFreitag
GĂŒtig und demĂŒtig wie JesusSamstag


Wem ihr die SĂŒnden vergebt

23. April 2017

Zweiter Sonntag in der Osterzeit
Barmherzigkeitssonntag

P. Bertalan EgervĂĄri LC

Joh 20,19-31
Am Abend des ersten Tages der Woche, als die JĂŒnger aus Furcht vor den Juden die TĂŒren verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine HĂ€nde und seine Seite. Da freuten sich die JĂŒnger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die SĂŒnden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert. Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen JĂŒnger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der NĂ€gel an seinen HĂ€nden sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der NĂ€gel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine JĂŒnger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die TĂŒren waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine HĂ€nde! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht unglĂ€ubig, sondern glĂ€ubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner JĂŒnger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich will mich mit dir ĂŒber deine Auferstehung freuen. Auch uns schenkst du neues Leben und die Verheißung einer Ewigkeit in FĂŒlle. Hilf uns, so zu leben und dich so zu lieben, dass uns diese Gnade zuteilwird.

Bitte: Herr, schenke uns immer deine Barmherzigkeit!

1. Ein Fest der Freude. Am heutigen Sonntag endet die Osteroktav, in der wir die Auferstehung Jesu und seinen Sieg ĂŒber SĂŒnde und Tod besonders feiern. Unser Versagen und unsere SĂŒnden haben nicht mehr das letzte Wort und der Tod verliert seinen Schrecken, weil uns ein Leben in ewiger FĂŒlle offensteht. Gleichzeitig ist heute der Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit, an dem wir der grenzenlosen Barmherzigkeit Jesu gedenken, weil er nie mĂŒde wird, uns zu vergeben und uns nichts und niemand jemals von seiner Liebe trennen kann. Herr Jesus, in einem kurzen Moment der Stille will ich dir von Herzen danken fĂŒr all diese Dinge.

2. Vergebung der SĂŒnden. Auf welche Weise gelangt die Barmherzigkeit Gottes zu uns? Bedeutet Barmherzigkeit am Ende etwa, dass sowieso alle in den Himmel kommen? Wohl kaum, denn nirgends in der Bibel oder der Tradition finden wir eine Andeutung, dass dem so wĂ€re. Dagegen spricht Jesus selbst sehr oft vom ewigen Feuer und warnt davor. Vergebung geschieht nicht automatisch, doch es gibt verschiedene Wege dahin. Der Katechismus, der die Heilige Schrift und die KirchenvĂ€ter zitiert, nennt „als Mittel, um Vergebung der SĂŒnden zu erlangen“, unter anderem folgende (KKK 1434): „die BemĂŒhungen, sich mit seinem NĂ€chsten zu versöhnen, die TrĂ€nen der Buße, die Sorge um das Heil des NĂ€chsten, die FĂŒrbitte der Heiligen und die tĂ€tige NĂ€chstenliebe — ‚denn die Liebe deckt viele SĂŒnden zu‘ (1 Petr 4,8)“.

3. Ein großes Geschenk. Wenn es so viele Mittel zur Vergebung der SĂŒnden gibt, wozu braucht man dann noch die Beichte? Kann man das nicht direkt mit Gott ausmachen? Die Beichte ist sicher nicht die einzige Möglichkeit, um Nachlass der SĂŒnden zu erlangen, aber wieso sagt Jesus dann im heutigen Evangelium: „Wem ihr die SĂŒnden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert“? Offensichtlich hat Jesus den Aposteln die Vollmacht verliehen, SĂŒnden zu vergeben. Ihre Nachfolger, die geweihten Bischöfe und Priester, ĂŒben diesen Dienst auch heute aus. So hat jeder GlĂ€ubige, der seine SĂŒnden bereut und sie vor ihnen bekennt, die Gewissheit, dass Gott ihm durch das Wirken der Nachfolger der Apostel alle SĂŒnden im Moment der Beichte vollstĂ€ndig vergeben hat. Eine sofortige, vollstĂ€ndige Vergebung der SĂŒnden und die Gewissheit darĂŒber kann kein anderes Mittel uns geben.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich danke dir fĂŒr deine grenzenlose Liebe und Barmherzigkeit. Wir haben sie nicht verdient, aber du willst sie uns schenken. Lass uns immer die Demut besitzen, um Verzeihung zu bitten und hilf uns, dich nicht wieder zu verletzen, sondern immer mehr zu lieben.

Möglicher Vorsatz: Ich werde heute eines der genannten Mittel nutzen, um Vergebung zu erlangen.


Aus dem Geist geboren

24. April 2017

Montag in der zweiten Osterwoche
Hl. Fidelis von Sigmaringen, Ordenspriester und MĂ€rtyrer

P. Bertalan EgervĂĄri LC

Joh 3,1-8
Es war ein PharisĂ€er namens Nikodemus, ein fĂŒhrender Mann unter den Juden. Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Er kann doch nicht in den Schoß seiner Mutter zurĂŒckkehren und ein zweites Mal geboren werden. Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr mĂŒsst von neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.

EinfĂŒhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, erfĂŒlle die Herzen deiner GlĂ€ubigen und entzĂŒnde in ihnen das Feuer deiner Liebe. Lenke du unser Leben, hilf uns, deine Stimme zu vernehmen und gib uns die Kraft, den Willen des Vaters zu erfĂŒllen.

Bitte: Herr, gib uns ein Leben aus dem Geist!

1. Das Reich Gottes sehen. Der arme Nikodemus
 Er war PharisĂ€er, ein fĂŒhrender Mann unter den Juden, kannte sich wirklich im Glauben seines Volkes aus, hatte womöglich auch viel guten Willen, aber bei diesem GesprĂ€ch ist er völlig ĂŒberfordert. So außergewöhnlich ist die Neuigkeit der Botschaft Jesu, dass er zunĂ€chst nichts damit anfangen kann. Jesus offenbart ihm, dass alle, die aus dem Wasser und dem Geist neu geboren werden, das Reich Gottes sehen können, wovon sicher auch Nikodemus trĂ€umt. Wie ist es mit mir, der ich getauft, also neu geboren bin? Sehe ich das Reich Gottes oder ist mein geistiges Auge noch ungeĂŒbt oder vielleicht getrĂŒbt?

2. Leben aus dem Geist. Jesus selbst hat ganz und gar aus dem Geist gelebt. Er hat sich völlig von ihm leiten lassen. Von ihm wurde er 40 Tage in die WĂŒste gefĂŒhrt, mit ihm war er stĂ€ndig im Gebet verbunden, letztlich war alles, was Jesus tat, vom Heiligen Geist gefĂŒhrt. Damit auch wir uns von ihm leiten lassen können, brauchen wir eine nach innen gerichtete Aufmerksamkeit. Anderswo im Evangelium gibt uns Jesus den Ratschlag, ohne Unterlass zu beten. Dazu hilft es vor allem, möglichst hĂ€ufig am Tag ein kleines Stoßgebet, einen Aufschwung des Herzens, einen kurzen Gedanken an den Herrn zu richten. Durch diesen stĂ€ndigen Kontakt werden wir aufmerksamer fĂŒr die Eingebungen des Heiligen Geistes.

3. Der erste Platz in unserem Herzen. Es wird sehr viel einfacher, die Stimme des Heiligen Geistes zu vernehmen, wenn Gott wirklich die erste Stelle in unserem Leben einnimmt. Leider ist es so einfach, die Mitte in unserem Leben zu verlieren und im Herzen andere Götter „anzubeten“. Unser Gott ist die Bequemlichkeit, wenn uns unsere Freizeit am wichtigsten ist, unser Gott ist das Geld, wenn wir unser Vermögen um jeden Preis festhalten und nicht bereit sind, davon etwas – unter UmstĂ€nden alles –gratis wegzugeben, unser Gott ist das Vertrauen auf menschliches KalkĂŒl, wenn wir nicht ohne ein gutes Polster auf dem Sparkonto leben können. Zwei Fragen, die uns helfen können, die falschen Götter in unserem Herzen zu identifizieren: Wenn ich keine Arbeit und GeschĂ€fte zu erledigen, sondern einfach nur Zeit habe, was tue ich als erstes oder womit verbringe ich die meiste Zeit? Eine zweite Frage: Welche Vorstellung wĂ€re fĂŒr mich die Hölle? Vielleicht schlecht vor anderen dazustehen, wenn ich Jesus bezeuge? Dann ist mir möglicherweise mein Ego oder die Eitelkeit wichtiger als Gott.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, du hast uns das Geschenk gemacht, aus dem Wasser und dem Geist neu geboren zu sein. Hilf uns, dieses großartige Geschenk des neuen Lebens anzunehmen und aus dem Geist zu leben. Deshalb lehre uns, ohne Unterlass zu beten und sei du der einzig wahre Gott unseres Herzens.

Möglicher Vorsatz: Ich werde heute immer wieder kleine Stoßgebete an Gott richten.


Ich bin gesandt

25. April 2017

Fest
Hl. Evangelist Markus
Hl. Ermin (Erwin) OSB, Bischof

P. Bertalan EgervĂĄri LC

Mk 16,15-20
In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkĂŒndet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lĂ€sst, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie DĂ€monen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die HĂ€nde auflegen, werden gesund werden. Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und predigten ĂŒberall. Der Herr stand ihnen bei und bekrĂ€ftigte die VerkĂŒndigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.

EinfĂŒhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, und öffne mein Herz fĂŒr deine Eingebungen. Lass mich auf deine Stimme hören und bereit sein, das anzunehmen, was du mir mitteilen möchtest.

Bitte: Mache mich zu einem wahren JĂŒnger Jesu!

1. Der Missionsauftrag. Der Missionsauftrag, den Jesus den Elf gibt, ist stark untertrieben ausgedrĂŒckt eine Herausforderung. Sie sollen in die ganze Welt hinausgehen und allen Geschöpfen das Evangelium verkĂŒnden. Das ist nicht nur ein hoher Anspruch, sondern es ist schier unmöglich. Außerdem sollen doch auch die Menschen spĂ€terer Zeiten von der Frohen Botschaft erfahren. Ohne Zweifel brauchen die Elf Mitarbeiter und Nachfolger, um dieser Sendung gerecht zu werden. Ähnliches können wir aus der Parallelstelle bei MatthĂ€us herauslesen. Dort gibt Jesus den JĂŒngern den Auftrag, dass sie „alle Menschen zu seinen JĂŒngern“ machen sollen, also zu Leuten wie sie selbst, die Jesus nachfolgen, nach seinen Geboten leben und das Evangelium verkĂŒnden. Jeder Einzelne von uns soll ein solcher JĂŒnger sein.

2. Ich, ein JĂŒnger Jesu. Heißt das tatsĂ€chlich, jeder Christ soll das Evangelium verkĂŒnden? Ja, genau das ist der springende Punkt. Diese Sendung ist nicht etwa ein Extra fĂŒr die Priester oder die besonders Engagierten, sondern es gehört zu unserer IdentitĂ€t als Christen, dass wir eine Sendung besitzen! Eine interessante Stelle hierzu finden wir im Schreiben Evangelii Gaudium von Papst Franziskus. In Nr. 28 spricht er ĂŒber die Pfarreien: „Die Pfarrei ist eine kirchliche PrĂ€senz im Territorium, ein Bereich des Hörens des Wortes Gottes, des Wachstums des christlichen Lebens, des Dialogs, der VerkĂŒndigung, der großherzigen NĂ€chstenliebe, der Anbetung und der liturgischen Feier.“ So weit, so gut. Das könnten wir wohl alle unterschreiben. Aber verstehen wir auch, wozu das alles dient?

3. Anderen von Jesus erzĂ€hlen. Die Antwort darauf gibt uns Papst Franziskus unmittelbar im Anschluss: „Durch all ihre AktivitĂ€ten ermutigt und formt die Pfarrei ihre Mitglieder, damit sie aktiv Handelnde in der Evangelisierung sind. Sie ist eine Gemeinde der Gemeinschaft, ein Heiligtum, wo die Durstigen zum Trinken kommen, um ihren Weg fortzusetzen, und ein Zentrum stĂ€ndiger missionarischer Aussendung.“ Also jedes Pfarreimitglied soll sich aktiv in der Evangelisierung einsetzen, die Pfarrei soll ein Zentrum stĂ€ndiger missionarischer Aussendung sein. Wie ist es mit mir? Komme ich nur, um wieder aufzutanken, um mich besser zu fĂŒhlen, oder tanke ich Kraft fĂŒr meine missionarische Sendung? Die Sendung ist Teil unserer christlichen IdentitĂ€t und uns fehlt etwas absolut Wesentliches, wenn wir unseren Glauben einfach zur Privatsache machen. Die wahre Freude des Evangeliums werden wir nur dann erfahren, wenn wir mit Jesus leben und anderen Menschen von diesem Leben erzĂ€hlen.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, du willst, dass alle Menschen deine JĂŒnger werden. Ich will mich heute von Neuem dafĂŒr entscheiden, dir nachzufolgen und mein ganzes Leben so zu leben, wie du es dir wĂŒnschst. ErfĂŒlle mein Herz mit deiner Liebe, damit es mir ein brennendes Anliegen wird, anderen Menschen von dir und deiner Liebe zu erzĂ€hlen.

Möglicher Vorsatz: Ich werde heute mit mindestens einer Person ĂŒber Jesus sprechen.


Rettung statt Gericht

26. April 2017

Mittwoch in der zweiten Osterwoche
Hl. Radbert von Corbie OSB
Hl. Trudbert, MĂ€rtyrer,
Hl. Kletus, Papst, MĂ€rtyrer

P. Bertalan EgervĂĄri LC

Joh 3,16-21
Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat. Denn mit dem Gericht verhÀlt es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, ich danke dir fĂŒr deine NĂ€he und GĂŒte zu uns Menschen. Danke, dass du nur Gutes fĂŒr uns willst und uns so vieles im Leben schenkst. Einmal mehr will ich aus Dankbarkeit nun diese Gebetszeit mit dir verbringen und versuchen, dir damit Freude zu machen.

Bitte: StĂ€rke unseren Glauben!

1. Die Sache mit dem Gericht. Vor Gericht zu stehen oder angeklagt zu werden, ist nie angenehm. Automatisch kommt Angst vor einer Bestrafung auf. In dieser Welt, die leider nicht immer gerecht ist, werden manchmal auch Unschuldige verurteilt. Jedem von uns ist es schon einmal passiert, dass er beschuldigt wurde, etwas getan zu haben, obwohl die Wirklichkeit ganz anders aussah. Aber noch viel hĂ€ufiger kommt es vor, dass wir straflos davonkommen, wo wir gefehlt haben. Gottes Urteile dahingegen sind immer gerecht und wir brauchen keine Angst zu haben, dass wir schuldlos verurteilt werden. Zum GlĂŒck ist es auch nicht Gottes Absicht, uns fĂŒr alles bezahlen zu lassen, was wir falsch gemacht haben. Allerdings mĂŒssen wir anderen gegenĂŒber auch großzĂŒgig im Vergeben sein und daran glauben, dass sein Sohn uns rettet.

2. Gott will uns retten. â€žDenn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.“ Jesus ist also nicht gekommen, um Schulden einzutreiben, sondern um uns zu retten. Der Evangelist prĂ€sentiert uns den Ausweg aus dem Gericht und der gerechten Verurteilung: den Glauben. An Jesus Christus glauben ist tatsĂ€chlich alles, was wir tun mĂŒssen. Nur bedeutet glauben auch immer, dass wir diesem Glauben entsprechend leben und handeln. Ein reiner Kopfglaube hilft uns da wenig weiter. Lebendig ist unser Glaube nur, wenn wir unser ganzes Leben nach ihm ausrichten und Taten folgen lassen.

3. Glauben heißt, Jesus Christus und die Menschen lieben. Das Evangelium nach MatthĂ€us prĂ€sentiert uns eine Version des Gerichts, die vielleicht eher unserer Vorstellung entspricht (Mt 25,31-46). Dort wird Jesus bei seinem Kommen in Herrlichkeit alle Völker versammeln und die Guten das Reich in Besitz nehmen lassen, die Bösen dagegen dem ewigen Feuer ĂŒbergeben. Interessant ist hierbei die Tatsache, dass die Menschen danach beurteilt werden, ob sie Jesus Gutes getan haben oder nicht („Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben
“). Ist das ein Widerspruch zum heutigen Tagesevangelium? Im Gegenteil, es zeigt uns nur noch deutlicher, dass reiner Kopfglaube nicht genĂŒgt, sondern dass sich Glaube in Werken der Liebe zu Jesus Christus und zu den Menschen ausdrĂŒcken muss.

GesprĂ€ch mit Christus: Danke, dass du uns nicht verurteilen, sondern retten willst. Hilf mir, zum Licht zu kommen und in der Wahrheit zu bleiben. Lass mich meinen Glauben dadurch ausdrĂŒcken, dass ich dich liebe und meinen Mitmenschen Gutes tue.

Möglicher Vorsatz: Ich will heute ganz bewusst Jesus zuliebe drei gute Werke tun.


Das ist das ewige Leben

27. April 2017

Donnerstag in der zweiten Osterwoche
Hl. Petrus Canisius SJ,
Hl. Floribert, Bischof

P. Bertalan EgervĂĄri LC

Joh 3,31-36
Er, der von oben kommt, steht ĂŒber allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht ĂŒber allen. Was er gesehen und gehört hat, bezeugt er, doch niemand nimmt sein Zeugnis an. Wer sein Zeugnis annimmt, beglaubigt, dass Gott wahrhaftig ist. Denn der, den Gott gesandt hat, verkĂŒndet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt. Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.

EinfĂŒhrendes Gebet: Guter Gott, ich möchte dir diese Gebetszeit schenken. Sende deinen Heiligen Geist, damit er meine Gedanken und mein Herz lenke, damit ich dich wahrhaft anbeten und deine Liebe erfahren kann.

Bitte: Lass uns dich erkennen und lieben!

1. Glaube und Gehorsam. Normalerweise denken wir viel zu selten daran, dass unsere wahre Heimat der Himmel ist. Wir leben ganz versunken in dieser Welt und sind mit tausend Dingen beschĂ€ftigt. Das ewige Leben hingegen interessiert uns in der Praxis recht wenig. Dabei geht es eigentlich um nichts Anderes in diesem Leben. ZunĂ€chst einmal fĂ€llt in diesem Sinne an der heutigen Evangeliumsstelle der Zusammenhang zwischen Glaube und Gehorsam auf. „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen“. Entweder gehorcht man also dem Sohn oder man glaubt nicht wirklich an ihn. Das bedeutet, dass jeder Glaube ohne Gehorsam unvollstĂ€ndig, ungenĂŒgend ist. Wer nicht gehorcht, glaubt irgendwie nicht. Es soll uns daher immer ein Anliegen sein, den Willen Gottes zu suchen und seinen Geboten zu gehorchen.

2. Das ewige Leben beginnt hier und jetzt. Weiterhin scheint hier interessant, dass das ewige Leben nicht ausschließlich etwas KĂŒnftiges ist: „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben“. Allein in den Kapiteln drei bis sechs des Johannesevangeliums heißt es sechsmal, dass ewiges Leben hat, wer an den Sohn glaubt, jedoch kein einziges Mal, dass er es irgendwann in Zukunft haben wird. Noch deutlicher wird das in Joh 6,54: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag“. Die Auferstehung ist also kĂŒnftig (ich werde ihn auferwecken), das ewige Leben aber nicht (der hat das ewige Leben). Und was ist das ewige Leben dann? „Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.“ (Joh 17,3)

3. Was heißt erkennen? Wenn wir Geburtsdatum, KörpergrĂ¶ĂŸe, Beruf, Lieblingsspeise, Lebenslauf, und noch vieles mehr ĂŒber eine Person wissen, heißt das noch lange nicht, dass wir sie auch kennen. Dazu mĂŒssen wir in Beziehung zu ihr treten. Es braucht Dialog und Austausch, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Und solange sich unser GegenĂŒber nicht öffnet und sein Denken, sein FĂŒhlen, sein Innerstes preisgibt, werden wir sie nur sehr oberflĂ€chlich kennen. Die Gotteserkenntnis bildet da keine Ausnahme. Gott möchte sich uns Menschen auf zutiefst innige Weise zu erkennen geben. Er möchte uns seine Liebe „am eigenen Leib“ erfahren lassen. Er geht sogar so weit, dass er uns an seinem göttlichen Leben teilhaben lĂ€sst. Erkennen hat also sehr viel mit eins werden zu tun. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf bekommen die SĂ€tze des Evangeliums „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben“ und „Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast“, eine ganz neue Bedeutung.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich danke dir fĂŒr das Geschenk des ewigen Lebens. Hilf uns, immer mehr zu glauben und dir zu gehorchen, damit wir dich inniger erkennen und lieben können. Herr, gib allen Menschen ewiges Leben.

Möglicher Vorsatz: Ich will im Lauf des heutigen Tages liebende Zwiesprache mit Gott halten und ihm fĂŒr das ewige Leben danken.


Jesus prĂŒft die JĂŒnger

28. April 2017

Freitag in der zweiten Osterwoche
Hl. Pierre Chanel, MĂ€rtyrer
Hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort, OrdensgrĂŒnder

P. Bertalan EgervĂĄri LC

Joh 6,1-15
In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von GalilĂ€a, der auch See von Tiberias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen JĂŒngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Brot fĂŒr zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines StĂŒck bekommen soll. Einer seiner JĂŒnger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fĂŒnf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das fĂŒr so viele! Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nĂ€mlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fĂŒnftausend MĂ€nner. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt war, sagte er zu seinen JĂŒngern: Sammelt die ĂŒbrig gebliebenen BrotstĂŒcke, damit nichts verdirbt. Sie sammelten und fĂŒllten zwölf Körbe mit den StĂŒcken, die von den fĂŒnf Gerstenbroten nach dem Essen ĂŒbrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen wĂŒrden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurĂŒck, er allein.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, du kannst alles. Du kannst mit wenigen Broten und Fischen tausende Menschen ernĂ€hren. Lass uns mit diesem Bewusstsein leben und stĂ€rke unser Vertrauen auf dich.

Bitte: Gib dich uns immer mehr zu erkennen!

1. Die PrĂŒfung soll uns helfen. In dieser schönen Passage stellt Jesus seine JĂŒnger zum wiederholten Male auf die Probe. Er wollte sehen, ob sie inzwischen verstanden hatten, ob sie schon glaubten, ob sie ihn gut genug kannten. In dem Fall hĂ€tten die JĂŒnger nĂ€mlich ganz anders geantwortet. Sie hĂ€tten in etwa gesagt: Wir können unmöglich so viel Brot kaufen. Wir haben nur fĂŒnf Brote und zwei Fische. Aber fĂŒr dich, Jesus, ist das kein Problem. Wirke du, dass alle satt werden. Einen solchen Glaubensakt und ein solches Gebet könnten wir im Alltag sehr hĂ€ufig an den Herrn richten: Jesus, ich habe dieses und jenes Problem und weiß nicht weiter. Ich kann da nichts mehr tun. Aber fĂŒr dich ist das kein Problem. Wirke du. Ich vertraue darauf, dass du hilfst.

2. Jesus ist die Lösung. Jesus prĂŒft die JĂŒnger immer wieder, damit sie nach und nach lernen, genau auf solche Weise zu ihm zu kommen. Wie sie sollen auch wir lernen, uns glĂ€ubig an ihn zu wenden und ihn um Hilfe zu bitten. Durch die PrĂŒfungen sollen wir ihn immer besser kennenlernen und glauben, dass er die Lösung fĂŒr so viele Probleme sein möchte. Und eine Person zu kennen oder zu erkennen (wir erinnern uns an die gestrige Betrachtung) bedeutet nicht, alle Informationen ĂŒber sie zu besitzen, sondern es beinhaltet eine ganzheitliche, zutiefst persönliche Erkenntnis, die mich im Innersten berĂŒhrt, die mich mit dem anderen vereinigt und mich zur Liebe fĂŒhrt. Fragen wir uns selbst: Wie sieht es mit meinem Glauben, mit meiner Kenntnis von Jesus aus?

3. Erfahren, dass Jesus in mir ist. Eine solche Aufgabe stellt Paulus auch der Gemeinde von Korinth: „Fragt euch selbst, ob ihr im Glauben seid, prĂŒft euch selbst! Erfahrt ihr nicht an euch selbst, dass Christus Jesus in euch ist? Sonst hĂ€ttet ihr ja (als GlĂ€ubige) schon versagt“ (2 Kor 13,5). Das ist eine harte, aber klare Ansage: Unser Glaube hat versagt, wenn wir nicht erfahren, dass Jesus Christus in uns ist. Es geht im Glauben um solche erfahrungsmĂ€ĂŸige Kenntnis. Rein informatives Wissen bleibt fern von unserem Herzen, wir mĂŒssen uns in keinerlei Beziehung dazu setzen. Gott will aber eine Erkenntnis seiner selbst, die es unmöglich macht, sie als etwas Unpersönliches von uns zu schieben. Diese Erkenntnis sollen wir suchen, sie uns wĂŒnschen, sie ersehnen. Wir können sie uns nur von Gott schenken lassen, aber Gott sehnt sich danach, sie uns zu schenken. Bitten wir ihn hĂ€ufig um diese Erkenntnis!

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich kenne dich nicht gut genug und möchte dich besser kennen, mehr an dich glauben. Ich weiß aber nicht, wie ich das anstellen soll. Aber fĂŒr dich ist das kein Problem, ebenso wenig wie es die geringe Menge von fĂŒnf Broten und zwei Fischen angesichts der 5000 MĂ€nner war. Wirke du. Ich vertraue darauf, dass du hilfst.

Möglicher Vorsatz: Ich werde dieses Gebet um eine bessere Kenntnis Jesu heute noch mehrmals wiederholen.


GĂŒtig und demĂŒtig wie Jesus

29. April 2017

Fest
Hl. Katharina von Siena OSD, Ordensfrau, Kirchenlehrerin und Schutzpatronin Europas
Hl. Roswitha, Äbtissin
Hl. Theoger OSB, Bischof

P. Bertalan EgervĂĄri LC

Mt 11,25-30
In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den UnmĂŒndigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles ĂŒbergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gĂŒtig und von Herzen demĂŒtig; so werdet ihr Ruhe finden fĂŒr eure Seele. Denn mein Joch drĂŒckt nicht und meine Last ist leicht.

EinfĂŒhrendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, erfĂŒlle mein Herz mit deinem Licht und deiner Gnade. Hilf mir, dich mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all meiner Kraft zu suchen und zu lieben.

Bitte: Bilde mein Herz nach deinem Herzen!

1. Menschliche Weisheit. Menschliche Weisheit und Klugheit kommen oft zu ganz anderen SchlĂŒssen als die Weisheit Gottes. Menschliche Weisheit war es zum Beispiel, im Tod Jesu den besten Ausweg zur Wahrung des jĂŒdischen Glaubens zu sehen. Und wie sehr hatte sich der Hohe Rat damit getĂ€uscht! Allerdings kann es auch eine große Hilfe fĂŒr unseren Glauben sein, wenn wir uns redlich darum bemĂŒhen, die Dinge Gottes mithilfe unserer Vernunft besser zu verstehen. Beachten wir eben nur Folgendes: Wenn Gott sich seinen Kindern offenbart, geht es letztlich weniger um ein intellektuelles als um ein intuitiv kindliches Verstehen.

2. Ruhe. Wie schön ist es, frei von Sorgen und Problemen zu sein. Wer trĂ€umt nicht davon, in Ruhe und Frieden seinen Angelegenheiten nachgehen zu können? Normalerweise sieht die RealitĂ€t leider anders aus und wir haben eine Menge Probleme, die uns beschĂ€ftigen, Sorgen, die an uns zehren, Schmerz und Leid, die zu einer großen Last werden. Tragen wir diese Dinge vor Jesus hin! Er möchte uns Ruhe schenken, Seelenfrieden verschaffen. Zwar lösen sich unsere Probleme durch den Austausch mit Jesus in der Regel nicht automatisch in Luft auf, aber wir sind nicht mehr allein, die Probleme werden relativiert und wir können sie manchmal auch als Gottes Willen erkennen und so leichter tragen.

3. GĂŒtig und demĂŒtig. Jesus lĂ€dt uns ein, seine GĂŒte und Demut nachzuahmen. Zu diesem Zweck ist er uns selbst vorangegangen und hat uns Beispiel gegeben: Er hat eine GĂŒte ausgestrahlt, die alle Menschen wahrnehmen konnten. Er war so demĂŒtig, dass er sich nie in den Vordergrund drĂ€ngte, dass er immer bereit war, den anderen zu dienen und den letzten Platz einzunehmen, dass er, ohne zu zögern, den Willen des Vaters erfĂŒllte. Es schenkt tiefen Frieden, wenn man weiß, dass man immer auf die Hilfe Gottes vertrauen kann. So fĂ€llt der Druck von uns ab, immer Großes leisten zu mĂŒssen. Wie beruhigend, dass nicht wir die Welt retten mĂŒssen, sondern Gott. Er hat es getan und tut es weiterhin – wir dĂŒrfen mitmachen. So verschaffen uns seine GĂŒte und Demut Ruhe und Frieden.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr Jesus, du bist gĂŒtig und von Herzen demĂŒtig. Du lĂ€dst uns ein, dich in deinen Tugenden nachzuahmen. Schenke auch uns ein gĂŒtiges und demĂŒtiges Herz, das fĂ€hig ist, so zu schlagen, wie dein Herz.

Möglicher Vorsatz: Ich werde heute einmal den letzten Platz einnehmen oder einen demĂŒtigen Dienst tun.