Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag, 4. September 2016, bis Samstag, 10. September 2016

Dreiundzwanzigste Woche im Jahreskreis

Ellen Charlotte Petermann

RadikalitÀtSonntag
Gottes Liebe sprengt Zeit und RaumMontag
Dem Gebet Taten folgen lassenDienstag
Wo ist mein Herz?Mittwoch
Einfach und demĂŒtig wie MariaDonnerstag
Von Splittern und BalkenFreitag
Auf Sand gebaut?Samstag


RadikalitÀt

4. September 2016

Dreiundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

Ellen Charlotte Petermann

Lk 14,25-33
In jener Zeit als viele Menschen Jesus begleiteten, wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, BrĂŒder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein JĂŒnger sein. Wer nicht sein Kreuz trĂ€gt und mir nachfolgt, der kann nicht mein JĂŒnger sein. Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel fĂŒr das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertig stellen kann. Und alle, die es sehen, wĂŒrden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende fĂŒhren. Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und ĂŒberlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrĂŒckt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, so lange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Darum kann keiner von euch mein JĂŒnger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, du bist mein Erlöser, und ich möchte nicht nur zusammen mit dir meinen Lebensweg gehen, ich möchte dir auch nachfolgen, unbedingt! Ich möchte die Freude ĂŒber meinen Glauben allen Menschen bringen, und ich möchte lieben, lieben wie du liebst. Reine, absichtslose Liebe geht immer mit Schmerz, mit Kreuz einher. Manchmal ist es sehr schwer, und ich laufe vor meinem Kreuz davon, möchte es nicht tragen.

Bitte: Jesus, hilf mir, trotz meiner Schwachheit mein Kreuz anzunehmen, es aus Liebe zu dir zu tragen. Mach mich stark!

1. Eine kategorische Entscheidung. Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem und predigt. Er hat viele AnhĂ€nger, die ihn begleiten, ihm nachfolgen möchten. Die junge Kirche beginnt zu wachsen, denn es sind nicht mehr nur wenige auserwĂ€hlte JĂŒnger, die mit ihm gehen, sondern eine große Menschenmenge, in der alle Bevölkerungsschichten vertreten sind. Jesus stellt dann mit scheinbar harten Worten ganz klar, wie er sich die rechte JĂŒngerschaft vorstellt. Er stellt Bedingungen, und man könnte meinen, dass diese Bedingungen der Liebe widersprechen, denn wer verlĂ€sst so einfach seine Frau, sein Kind, seine Eltern? Was Jesus sagen will ist, dass „JĂŒnger sein“ den ganzen Menschen erfordert und nicht nur einen Teil seines Lebens. Rechte JĂŒngerschaft erfordert eine kategorische Entscheidung. Man legt sich fest, unwiderruflich. Es gibt keine Schnupperzeit. Ebenso erfordert rechte JĂŒngerschaft die rechte Distanz zu allem, zu weltlichen GĂŒtern und zu Menschen. Denn nur so ist wahre Nachfolge möglich!

2. Treue bis zum Ende. Sein Kreuz auf sich nehmen, bedeutet: Lieben, bis es weh tut; bis zum Ende, bis zu Vollendung; bedingungslose Hingabe, die einmalige Entscheidung leben. Im Alltag ist das sicherlich nicht einfach, aber wir dĂŒrfen gewiss sein: Gott kennt unsere Grenzen. Niemals wĂŒrde er ein Kreuz zulassen, das wir mit seiner Gnade nicht tragen könnten. Wenn wir unter unserem Kreuz zusammenbrechen, können wir mit seiner Hilfe aufstehen und weitergehen, es sei denn, der Herr braucht unser Opfer im Krankenbett oder es ist vielleicht ein Kreuz, das wir uns selber gezimmert haben. Treue bis zum Ende, das ist auch der ĂŒber 80 Jahre alte Priester, der im Rollstuhl sitzend die Gemeindemesse feiert, und der ein Strahlen im Gesicht hat, als sei seine Priesterweihe gestern gewesen. „Jagd der Liebe nach!“ (1 Kor 14,1)

3. Kluge Nachfolge. Zur Verdeutlichung seiner Worte baut Jesus zwei Gleichnisse in seine Belehrung ein: Die Gleichnisse vom klugen Turmbauer und vom taktisch klugen König. Im Gleichnis vom Turmbau können sich die Menschen sehr gut selber wiederfinden. Es ist lebensnah und man kann sich in die Situation des Bauherrn gut hineinversetzen. Jeder wĂŒrde sich bei solch einem Vorhaben hinsetzen und einen Plan machen, um den Erfolg des Projektes sicherzustellen, keinen finanziellen Ruin zu erleiden und sich nicht den Spott anderer einzuhandeln. Jesus spricht hier die taktische Klugheit an. Entscheidend ist nicht, ob das Vorhaben in guter Absicht ausgefĂŒhrt wird, sondern ob man tatsĂ€chlich die FĂ€higkeit besitzt, das Vorhaben erfolgreich umzusetzen. Es geht nicht darum, in einem Moment großer Emotionen Jesus alles Mögliche zu versprechen, sondern darum, ob ich mir wirklich bewusst bin, was ich da verspreche. Bin ich mir wirklich darĂŒber im Klaren, was es fĂŒr mein Leben bedeutet, wenn ich mich entscheide, die ungeteilte Nachfolge des Herrn anzutreten?

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, oftmals bin ich verzagt und möchte mich an Dingen festhalten, die nur scheinbar Sicherheit verleihen. Es fĂ€llt mir schwer Dinge, Personen, Gewohnheiten und vieles mehr loszulassen. VerlustĂ€ngste schleichen sich ein. Dabei weiß ich, dass ich alles gewinnen werde, wenn ich mich, mein ganzes Sein, in deine HĂ€nde lege. Jesus, entfache in mir die Sehnsucht, dir tĂ€glich mehr und mehr nachzufolgen.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich ĂŒber mein persönliches Kreuz nachdenken, es voller Liebe annehmen und Jesus dafĂŒr danken.


Gottes Liebe sprengt Zeit und Raum

5. September 2016

Montag der Dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Sel. Mutter Teresa von Kalkutta
Hl. Roswitha von Gandersheim,
Hl. Maria Theresia von WĂŒllenweber

Ellen Charlotte Petermann

Lk 6,6-11
An einem anderen Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die PharisĂ€er gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nĂ€mlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber wusste, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund. Da wurden sie von sinnloser Wut erfĂŒllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, du allein weißt genau, was gut und schlecht ist. Du kennst meine Vorhaben und alle meine PlĂ€ne. Aber oft lasse ich mich vom Gerede und Verhalten anderer Menschen aus der Ruhe bringen. Dann bin ich verunsichert, gerate in Zweifel, oder stelle sogar Vergleiche an. Ich bin zu dir gekommen, um dir all meine Fragen zu stellen, um dann in der Stille meines Herzens auf deine Antworten zu warten.

Bitte: Jesus, hilf mir, standhaft zu bleiben, damit ich mich nicht vom Gerede anderer Menschen beeindrucken lasse.

1. Ein verkĂŒmmerter Geist. Jesus geht an einem Sabbat in den Tempel, um zu predigen, die Menschen zu belehren. Dort sitzt ein Mann mit einer verdorrten Hand. Wahrscheinlich kann er auch nicht mehr arbeiten, und so gehen Krankheit und Armut Hand in Hand. Jesus möchte ihn heilen, denn Jesus ist unser Arzt und Heiland. Vielleicht sitzt dieser arme, kranke Mann mit seiner verdorrten Hand auch da als Symbol fĂŒr den verkĂŒmmerten Geist der PharisĂ€er. Jesus wusste, was in den Köpfen der PharisĂ€er vorging und stellte den Mann in die Mitte, um ihnen eine Lehre zu erteilen.

2. Gesetze, die die Liebe ausschließen. Jesus lĂ€sst die PharisĂ€er ihre Kritik erst gar nicht in Worte fassen, sondern er kommt ihnen zuvor, nimmt den kranken Mann in die Mitte und stellt die rhetorische Frage, ob es denn erlaubt sein, am Sabbat zu heilen. Aus Sicht der PharisĂ€er ist das natĂŒrlich ganz gegen die Regel, gegen ihr Gebot. Jesus konfrontiert den Menschen mit den Geboten Gottes, und somit stellt er die bloß menschliche Ordnung in Frage. Gott findet durch Jesus Christus seinen Weg zu den Menschen – wann er will, auch am Sabbat. Man darf das Heil nicht von der Einhaltung von Regeln, die vom Menschen geschaffen sind, abhĂ€ngig machen. Ebenso wenig kann man es durch deren Einhaltung erzwingen. Die PharisĂ€er hassen ihn um dieser Klarstellung willen, sinnlose Wut erfĂŒllt sie und böse Rachegedanken.

3. Das Heil als Geschenk Gottes. Gott wendet sich in der Gestalt Jesu Christi den Menschen zu. Durch ihn erfahren wir seine ĂŒberquellende Liebe. Gerade darum heilt Jesus auch am Sabbat. Gott liebt und heilt. Er kann nicht anders. Warum soll man ihm ausgerechnet an diesem Tag Einhalt gebieten? Man kann Gottes Liebe nicht auf bestimmte Tage festlegen. Auch kann man Gott unmöglich in begrenzte Denkschemen hineinzwĂ€ngen. Das geht nicht. Jesus wartet auf uns. Strecken wir ihm doch unser verkĂŒmmertes Herz entgegen, damit er uns heilt!

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich bin so dankbar, dass deine Liebe niemals aufhört, an keinem Tag. Dass sie immer da ist, deine Liebe, dein Angebot der Heilung. Schenk mir Klarheit und Wachsamkeit, damit ich frĂŒhzeitig erkenne, wann ich deine Heilung brauche.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich jemandem erzĂ€hlen, wie sehr Gott darauf wartet, zu heilen. Vielleicht werde ich persönlich Zeugnis geben.


Dem Gebet Taten folgen lassen

6. September 2016

Dienstag der dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Magnus OSB, Apostel des AllgÀus
Hl. Theobald OFM
Hl. Gundolf von Metz, Bischof

Ellen Charlotte Petermann

Lk 6,12-19
In jenen Tagen ging er auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. Als es Tag wurde, rief er seine JĂŒnger zu sich und wĂ€hlte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel. Es waren Simon, dem er den Namen Petrus gab, und sein Bruder Andreas, dazu Jakobus und Johannes, Philippus und BartholomĂ€us, MatthĂ€us und Thomas, Jakobus, der Sohn des AlphĂ€us, und Simon, genannt der Zelot, Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum VerrĂ€ter wurde. Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner JĂŒnger stehen, und viele Menschen aus ganz JudĂ€a und Jerusalem und dem KĂŒstengebiet von Tyrus und Sidon strömten herbei. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. Alle Leute versuchten, ihn zu berĂŒhren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.

EinfĂŒhrendes Gebet: Herr, auch ich brauche diese Zeit des Gebets mit dir. Es soll eine exklusive Zeit sein, ganz fĂŒr dich allein reserviert. Ich möchte mit dir sprechen, dir zuhören, hören, was du mir zu sagen hast. Es soll ein persönlicher Austausch sein, ein Dialog der Liebe. Erleuchte mich, damit ich erkennen kann, was du mir Wichtiges zu sagen hast.

Bitte: Herr, schĂ€rfe meine Sinne, damit ich deine Einladungen zum GesprĂ€ch im LĂ€rm des Alltags nicht ĂŒberhöre.

1. Wo und wie lange bete ich? Jesus geht auf einen Berg, um zu beten, um sich mit dem Vater auszutauschen. Er bleibt dort die ganze Nacht. Warum wĂ€hlt er einen solchen Ort? Er könnte es bequemer haben. Warum betet er so lange? Ist er nicht mĂŒde? Sicherlich möchte er allein sein mit dem Vater, ganz ungestört, denn zu der Zeit folgten ihm viele Leute. Er wollte ungestört sein, denn scheinbar hatte er viel mit seinem Vater zu besprechen, wenn sein Gebet die ganze Nacht dauerte. Auch fĂŒr mich ist es manchmal nötig, mich herauszunehmen aus der Alltagswelt, einen besonderen, ruhigen Ort aufzusuchen, um zu beten. Und ein wichtiges GesprĂ€ch mit Gott sollte ich auf keinen Fall von einem Zeitlimit bestimmen lassen.

2. Ein wichtiges Anliegen. Wir lesen, dass Jesus sich die ganze Nacht genommen hatte, um zu beten. Er hat sich lange mit dem Vater beraten, um eine wichtige Entscheidung zu treffen, um dessen Willen zu erfahren. Er möchte seine Apostel berufen. Diese Entscheidung kann er nicht eilig treffen. Nein, er wird sie zusammen mit dem Vater sorgfĂ€ltig ausgewĂ€hlt haben. Er möchte sicher gehen, dass die Auswahl seiner Stellvertreter auch mit dem Willen des Vaters ĂŒbereinstimmt. Vor wichtigen Entscheidungen ist es auch fĂŒr mich sinnvoll, im Gebet nach Gottes Willen zu fragen.

3. Zur Quelle gehen. Aufgrund der im Gebet durchwachten Nacht hatte Jesus viel Kraft und viele Gnaden empfangen. Deshalb konnte er am nĂ€chsten Tag aus einer großen Quelle schöpfen, die erhaltenen Gnaden an die Menschen weiter verschenken, die ihm gefolgt waren, weil sie von ihm geheilt werden wollten. Auch ich muss immer wieder an diese Quelle, vor allem zu den Sakramenten, zurĂŒckkehren, mir von Gott Kraft und Gnaden schenken lassen, damit ich ein gutes Werkzeug sein kann. Gott wird auch zu mir Menschen schicken, die meine Hilfe brauchen, die unterwegs und auf der Suche sind.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, stĂ€rke mich, wenn ich dich im Gebet suche. Schenke mir viel Vertrauen. Mach mich „durchlĂ€ssig“ fĂŒr deine Liebe, damit ich sie anderen Menschen weiterschenken kann.

Möglicher Vorsatz: Ich nehme mir vor, heute im Verlauf des Tages kleine Stoßgebete an Gott zu richten.


Wo ist mein Herz?

7. September 2016

Mittwoch der Dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Stephan Pongracz, MĂ€rtyrer
Hl. Otto OCist, Abt
Hl. Dietrich, Bischof
Hl. Regina, MĂ€rtyrerin

Ellen Charlotte Petermann

Lk 6,20-26
In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine JĂŒnger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre VĂ€ter mit den Propheten gemacht. Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre VĂ€ter mit den falschen Propheten gemacht.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, die Verheißungen, die du mir in den Seligpreisungen schenkst, sind sehr trostreich, aber dennoch manchmal fĂŒr mich in dieser Welt, die deine Werte so oft knallhart verleugnet, schwer zu leben. Lenke meinen Blick auf den Himmel, stĂ€rke meine Hoffnung, wenn es fĂŒr mich scheinbar unĂŒberwindbare Schwierigkeiten gibt und es mir schwerfĂ€llt, an deine Verheißungen zu glauben.

Bitte: Jesus, öffne mein Herz, mache es weit und empfĂ€nglich fĂŒr die wahren Werte, die ich nur bei dir finde.

1. Jesus weiß, was er sagt. Das, was Jesus mir heute zu sagen hat, scheint auf den ersten Blick nicht sehr attraktiv zu sein. Vielleicht befinde ich mich gerade in einer nahezu ausweglosen Situation, alles wĂ€chst mir ĂŒber den Kopf, ich habe Sorgen
 Dann fĂ€llt es schwer, sich von einer zukĂŒnftigen Belohnung im Himmel vertrösten zu lassen. Das scheint so weit entfernt! Dennoch darf ich nicht vergessen, wer da zu mir spricht! Es ist Jesus, der mich liebt, der nur mein Bestes im Auge hat, der auch um meine Situation bestens Bescheid weiß.

2. Einzig der Lohn im Himmel zĂ€hlt. Jesus möchte, dass ich mutig den Blick zum Himmel erhebe. Er liebt mich und möchte nicht, dass meine Befindlichkeiten, Sorgen und Verletzungen mein Leben regieren. Er wird fĂŒr mich sorgen und alles einrichten. Ich soll erkennen, dass es das „Paradies auf Erden“ fĂŒr mich nicht gibt. Es geht um den Weitblick im Glauben, um mein Vertrauen, um meine ganz persönliche Beziehung zu meinem liebenden Vater, der alle TrĂ€nen abwischt und mich im Himmel in die Arme schließen will.

3. Warnung. Am Ende ĂŒbermittelt uns der Evangelist Lukas aus Jesu Mund vier Weherufe, quasi das GegenstĂŒck zu den Seligpreisungen. Warum? Die SĂ€tze, die wir lesen, sind wie Warnungen, denn wenn mein Leben auf Werte wie irdische Freuden, Karriere, materielle GĂŒter, und solcherlei Dinge ausgerichtet ist, muss ich aufpassen. Mein Weg könnte dann sehr leicht in die Irre gehen. Ich sollte daher immer wieder mein Herz befragen. An wen habe ich es denn verloren? War es nicht dieser Jesus von Nazareth?

GesprĂ€ch mit Christus: Ja, Jesus, ich habe mein Herz an dich verloren, und die Sehnsucht nach dir wird mein Herz immer brennen lassen, egal welche Widrigkeiten sich mir in den Weg stellen. Deshalb glaube ich an die Freude, an den Lohn im Himmel.

Möglicher Vorsatz: Ich werde mir diese Stelle der Heiligen Schrift merken und sie bei der nĂ€chsten Schwierigkeit durchlesen.


Einfach und demĂŒtig wie Maria

8. September 2016

Donnerstag der Dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
MariÀ Geburt
Hl. Adrian, MĂ€rtyrer,
Hl. Sergius, Papst

Ellen Charlotte Petermann

Mt 1,1-16.18-23
Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: Abraham war der Vater von Isaak, Isaak von Jakob, Jakob von Juda und seinen BrĂŒdern. Juda war der Vater von Perez und Serach; ihre Mutter war Tamar. Perez war der Vater von Hezron, Hezron von Aram, Aram von Amminadab, Amminadab von Nachschon, Nachschon von Salmon. Salmon war der Vater von Boas; dessen Mutter war Rahab. Boas war der Vater von Obed; dessen Mutter war Rut. Obed war der Vater von Isai, Isai der Vater des Königs David. David war der Vater von Salomo, dessen Mutter die Frau des Urija war. Salomo war der Vater von Rehabeam, Rehabeam von Abija, Abija von Asa, Asa von Joschafat, Joschafat von Joram, Joram von Usija. Usija war der Vater von Jotam, Jotam von Ahas, Ahas von Hiskija, Hiskija von Manasse, Manasse von Amos, Amos von Joschija. war der Vater von Jojachin und seinen BrĂŒdern; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft. Nach der Babylonischen Gefangenschaft war Jojachin der Vater von SchealtiĂ«l, SchealtiĂ«l von Serubbabel, Serubbabel von Abihud, Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor. Azor war der Vater von Zadok, Zadok von Achim, Achim von Eliud, Eliud von Eleasar, Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob.Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird. Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. WĂ€hrend er noch darĂŒber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fĂŒrchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebĂ€ren; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen SĂŒnden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfĂŒllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebĂ€ren, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt ĂŒbersetzt: Gott ist mit uns.

EinfĂŒhrendes Gebet: Mein Vater, mit großer Dankbarkeit möchte ich wĂ€hrend der ganzen Zeit dieser Meditation bei dir verweilen. Allen Zerstreuungen zum Trotz will ich mein Leben in deiner Gegenwart erneuern lassen. Ich möchte mich vorbehaltlos von deinem Geist der Liebe fĂŒhren lassen.

Bitte: Herr, lass mich niemals meine wahre Herkunft vergessen!

1. Meine wahre Herkunft. Bei den Juden wie auch bei den ĂŒbrigen Nomadenvölkern kam dem Stammbaum besondere Bedeutung zu. Der einzelne gehörte einer Sippe oder einem Stamm an, mit der bzw. mit dem er in erster Linie in Verbindung gebracht wurde. Weniger zĂ€hlte der Ort, an dem er wohnte. Auch heutzutage ist es teilweise wieder „in“, einen Familienstammbaum zu erstellen, sogenannte Ahnenforschung zu betreiben. Vielleicht findet man ja irgendwo in der Vergangenheit eine berĂŒhmte Person und könnte sich deshalb glĂŒcklich schĂ€tzen. Wenn wir der Sache aber ganz auf den Grund gehen, dĂŒrfen wir alle ĂŒberglĂŒcklich sein, denn unsere wahre Herkunft liegt in der Ewigkeit der unermesslichen Liebe Gottes – es könnte gar nicht besser sein! Noch bevor wir durch unsere Eltern gezeugt wurden, existierten wir fĂŒr ihn, unseren barmherzigen Vater. Damals schon hatte er uns im Blick und auch heute gĂ€be es uns nicht mehr, wĂŒrde er auch nur einen Wimpernschlag lang nicht an uns denken!

2. Gott wird einer von uns. Es ist schon eine Sensation: Gott beschließt, Mensch zu werden, einer von uns zu werden. Das hat er doch ĂŒberhaupt nicht nötig! Aber wir haben es nötig. Und wie! Eben weil Gott uns so sehr liebt, steigt er aus der Ewigkeit zu uns herab und wird Mensch in der Gestalt des Jesus von Nazareth. Auch in meinem irdischen Stammbaum gibt es Gutes und Schlechtes, Treue und Schwachheit. All das, meine ganz persönliche Abstammung, meine Lebensgeschichte macht Jesus zu seiner Lebensgeschichte, formt sie um zu einer Erlösungsgeschichte. Ja, er liebt mich so sehr, dass er fĂŒr mich am Kreuz sterben will.

3. Gott liebt die Einfachheit. Gott wird Mensch. Er plant dafĂŒr keinen großen Auftritt, wie man sich vielleicht vorstellen könnte. Gott ist allmĂ€chtig, ihm gebĂŒhrt alle erdenkliche Ehre. Er will die BĂŒhne der Welt betreten und kein Scheinwerfer strahlt, fast niemand bemerkt es, denn Gott wĂ€hlt fĂŒr sein Kommen die Einfachheit und Demut des frommen MĂ€dchens Maria. Er fĂŒgt sich in einen menschlichen, gewiss auch fehlerhaften, Stammbaum, das Geschlecht David, ein. Und er nimmt das, was Maria ihm in aller Freiheit, Einfachheit und Demut anbietet, nĂ€mlich ihre vollstĂ€ndige Hingabe, ihr einfaches „Fiat“, um sein Erlösungswerk zu vollbringen. Maria lĂ€uft nicht umher und erzĂ€hlt jedem, dass sie die AuserwĂ€hlte ist. Nein, mit einem Höchstmaß an Demut und Bescheidenheit behĂ€lt sie alles fĂŒr sich, in ihrem Herzen.

GesprĂ€ch mit Christus: Vater, ich danke dir fĂŒr mein Leben, dafĂŒr, dass du mich aus Liebe geschaffen hast. Ich danke dir auch fĂŒr meine Familie, fĂŒr die Menschen, die mir in Liebe begegnen. Lass mich mehr und mehr die Tugenden Mariens erkennen und bilde mein Herz nach ihrem Herzen.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich mich ganz bewusst bemĂŒhen, die Einfachheit zu leben.


Von Splittern und Balken

9. September 2016

Freitag der Dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Petrus Claver SJ

Ellen Charlotte Petermann

Lk 6,39-42
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen JĂŒngern: Kann ein Blinder einen Blinden fĂŒhren? Werden nicht beide in eine Grube fallen? Der JĂŒnger steht nicht ĂŒber seinem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, wĂ€hrend du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Vater, ich danke dir, dass du immer Zeit fĂŒr mich hast. Ich kann immer mit der Gewissheit zu dir kommen, dass du mich niemals abweisen wirst. Ich danke dir, dass ich zwei gesunde Augen habe, fĂŒr mein Augenlicht, aber ich danke dir auch fĂŒr die Lichter, die meine Seele erhellen und mich nĂ€her zu dir bringen, dich fĂŒr mich anziehend machen.

Bitte: Vater, bitte hilf mir, meine Mitmenschen mit deinen Augen zu sehen.

1. Meine eigene Blindheit. Die wichtige Frage stellt Jesus sofort selber, nĂ€mlich ob ein Blinder einen Blinden fĂŒhren kann. Die Antwort erĂŒbrigt sich eigentlich. Worum geht es hier? Am Tag meiner Taufe bin ich nicht nur Kind Gottes geworden, sondern habe auch Anteil am allgemeinen Priestertum der Kirche empfangen. Das bedeutet, Apostel zu sein, meinen Glauben zu verkĂŒnden und andere Menschen zu Gott zu fĂŒhren. Und damit wird Jesu Frage fĂŒr mich aktuell: Der Blinde, das ist derjenige, der Gott nicht kennt, oder, ihn noch nicht richtig kennt. Aber wie steht es mit mir? Bin ich auch (noch) blind? Oder kenne ich den Weg? Brauche ich Hilfe? Wer ist der Weg? Jesus ist der Weg. Nur durch ihn kann ich zum Sehenden werden. Ich muss mir im Klaren darĂŒber sein, dass ich mich immer eng an ihn halten, meinen Weg korrigieren muss, damit ich nicht abkomme und in die falsche Richtung laufe.

2. Lernprozess. Jesus gibt nach seinen beiden Fragen schon eine erste Antwort, eine Art „Gebrauchsanweisung“: Ein JĂŒnger steht zwar nie ĂŒber seinem Meister, aber er kann von ihm lernen und dann wie er werden. Wenn wir also andere fĂŒhren, bzw. (be)lehren wollen, sollten wir uns ganz an die Lehre dessen halten, der schon perfekt sieht, das heißt an Jesus und somit an die Lehre der Kirche. Heutzutage hat leider ein Großteil der Menschen ein sehr geringes Glaubenswissen. Umso mehr gilt: Der Lernprozess, sowohl der eigene, als auch derjenige anderer Menschen, dauert das ganze Leben.

3. Die eigene „Evangelisierung“. Im zweiten Teil seiner Belehrung trifft Jesus einen jeden von uns wohl an einem ganz sensiblen Punkt. In unserem Hochmut schauen wir oft von oben herab auf unsere Mitmenschen. Wir kritisieren ihre SchwĂ€chen und Fehler. Wir werden zornig ĂŒber ihre Unbelehrbarkeit und Lasterhaftigkeit. Dabei ĂŒbersehen wir unsere eigene Fehlerhaftigkeit und Arroganz. MĂŒssen wir nicht zu allererst an uns selber arbeiten, die Tugenden Jesu verinnerlichen, um anderen effektiv helfen zu können?

GesprĂ€ch mit Christus: Vater, immer wieder stehe ich als SĂŒnder vor dir. Im Umgang mit meinen NĂ€chsten stehen mir oft mein Hochmut und meine subjektive Sicht der Dinge im Wege. Bitte, schenke mir die Gnade, in den Tugenden zu wachsen, mich selber zu vergessen und das Gute in meinen Mitmenschen wirklich zu sehen.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich jemandem, der mich verletzt hat, bewusst in Liebe begegnen.


Auf Sand gebaut?

10. September 2016

Samstag der Dreiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Nikolaus von Tolentino OSA

Ellen Charlotte Petermann

Lk 6,43-49
Es gibt keinen guten Baum, der schlechte FrĂŒchte hervorbringt, noch einen schlechten Baum, der gute FrĂŒchte hervorbringt. Jeden Baum erkennt man an seinen FrĂŒchten: Von den Disteln pflĂŒckt man keine Feigen, und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage? Ich will euch zeigen, wem ein Mensch gleicht, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt. Er ist wie ein Mann, der ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte. Als nun ein Hochwasser kam und die Flutwelle gegen das Haus prallte, konnte sie es nicht erschĂŒttern, weil es gut gebaut war. Wer aber hört und nicht danach handelt, ist wie ein Mann, der sein Haus ohne Fundament auf die Erde baute. Die Flutwelle prallte dagegen, das Haus stĂŒrzte sofort in sich zusammen und wurde völlig zerstört.

EinfĂŒhrendes Gebet:  Jesus, wieder komme ich zu dir, um mit dir zu sprechen, deine Antworten zu hören und um Gnade zu bitten. Ich möchte dir meine ganze Schwachheit und mein Unvermögen schenken, damit du mich heilst und stĂ€rkst.

Bitte: Jesus, lass in meinem Herzen die Sehnsucht siegen und mich eines Tages sehen, dass mein Glaube auf festem Fundament steht.

1. Wir mĂŒssen unser Herz befragen. Jesus wĂ€hlt hier an dieser Bibelstelle wieder lebensnahe Beispiele, die fĂŒr die Menschen damals gut zu verstehen waren. Er spricht von guten und schlechten BĂ€umen und FrĂŒchten, vom Dornenstrauch, der garantiert keine Trauben trĂ€gt. Dann spricht er von unseren Herzen. Wie sieht es darin aus? Habe ich ein geduldiges, liebevolles Herz? Ist meine Seele gesund und stark, so solide wie der gute Baum? Oder ist mein Leben geprĂ€gt von den Wellen des Eigensinns, des Stolzes, und der Streitsucht? Wenn ich mich Ă€ndern und gute FrĂŒchte fĂŒr das Reich Gottes bringen möchte, dann muss ich ganz tief in meinem Inneren damit beginnen, etwas zu verĂ€ndern, das Übel bei der Wurzel packen und es ausreißen. Ich muss mich von den Sakramenten heilen und durch sie immer wieder mein Leben von Grund auf neu gestalten lassen.

2. Die Statik meines Glaubenslebens. Das zweite Gleichnis handelt von der Art des Fundaments, auf das ein Haus gebaut ist. Ist das Fundament gut, tief im Boden verankert oder auf einen Felsen gebaut, dann wird dieses Haus geschĂŒtzt sein und allen Katastrophen standhalten können. Hat man sein Haus jedoch auf Sand gebaut, dann kann es beim ersten Unwetter zusammenstĂŒrzen. So ist es auch mit unserem Glaubensleben. Wenn alles gut geht, nichts und niemand unsere Beziehung zu Gott trĂŒbt, die Versuchungen und Anfechtungen klein bleiben, dann wĂ€hnen wir uns in Sicherheit. Wir können selbstsicher und stolz werden, und das kann dann die Eintrittspforte fĂŒr den Widersacher sein.

3. Wackeliges Fundament. So wie im Gleichnis die Fundamente des Hauses bei einer Sturmflut erst richtig auf die Probe gestellt werden, so wird auch unser geistliches Leben erst bei einer „Sturmflut“ seine Widerstandskraft unter Beweis stellen. Vielleicht erleiden wir einmal einen schweren Schicksalsschlag, werden enttĂ€uscht, oder jemand verletzt uns tief. Wie sieht es dann mit unserem Fundament aus? HĂ€lt es? Ist unser Vertrauen auf Gott und seinen Plan fĂŒr unser Leben groß genug? Oder verzweifle ich und hadere mit Gott? HĂ€lt mein Glaubensfundament stand? Eines ist klar: Ich kann in Momenten schwerer PrĂŒfung nur auf das zurĂŒckgreifen, was ich schon habe: auf mein Fundament. Ich kann es nicht auf die Schnelle aufstocken. Darum muss ich mich tĂ€glich und immer wieder darum kĂŒmmern, dass mein Fundament stabil und stark wird – und bleibt. Gott wird mir dabei helfen, wenn ich zulasse, dass er mich formt und mein Herz verwandelt.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich danke dir fĂŒr deine Liebe. Bitte, zeige mir auf, wo das Fundament meines Glaubenslebens MĂ€ngel aufweist. Lass nicht zu, dass ich mich in falscher Sicherheit wiege, dass ich die Augen vor meinen Fehlern verschließe.

Möglicher Vorsatz: Bei nĂ€chster Gelegenheit werde ich zur Anbetung gehen und ehrlich prĂŒfen, wo mein Fundament MĂ€ngel aufweisen könnte.