Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 17. Juli 2016 bis Samstag 23. Juli 2016

Sechzehnte Woche im Jahreskreis

Magdalena Sczuka, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Ora et laboraSonntag
Gibt Gott Zeichen?Montag
Wenn Gott uns Bruder, Schwester und Mutter nenntDienstag
Wort des LEBENDIGEN GottesMittwoch
Wer Sehnsucht hat, dem wird gegebenDonnerstag
Warum weinst du?Freitag
Wenn Gott reinigtSamstag


Ora et labora

17. Juli 2016

Sechzehnter Sonntag im Jahreskreis

Magdalena Sczuka, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 10,38-42
In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf, und eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu FĂŒĂŸen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, fĂŒr ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kĂŒmmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein ĂŒberlĂ€sst? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und MĂŒhen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewĂ€hlt, das soll ihr nicht genommen werden.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, danke, dass ich jetzt bei dir sein darf. Wie Marta möchte ich dich in mein Haus aufnehmen, aber auch wie Maria dir zu FĂŒĂŸen sitzen und deinen Worten zuhören. Schenke meinem unruhigen Herz Frieden, und öffne meine Ohren fĂŒr deine sanfte Stimme.

Bitte: Ich bitte dich: Lehre mich heute, so zu leben, wie es dir gefĂ€llt.

1. Die fĂŒrsorgliche Schwester. Jesus ist lange unterwegs gewesen und freut sich sehr ĂŒber Martas Gastfreundschaft. Endlich kann er ein wenig zur Ruhe kommen. Im Haus der drei Geschwister, Maria, Lazarus und Marta, fĂŒhlt er sich immer wohl. Er kann hier ganz frei sein und muss sich nicht mit hinterlistigen Fragen auseinandersetzen, wie es in so manchen GesprĂ€chen mit den Schriftgelehrten der Fall war. Vor allem wird er hier geliebt, geschĂ€tzt und mit viel Freude empfangen. Marta gibt sich alle MĂŒhe, den Meister zu versorgen. Sie lĂ€uft zwischen Kochherd und GĂ€sten hin und her, und tischt die besten Speisen auf. Jesus beobachtet sie dabei.

2. Die aufmerksame Schwester. Maria schaut Jesus aufmerksam an, als er zur TĂŒr hereinkommt. Er sieht mĂŒde aus. Sicher hat er Hunger und Durst. Doch Maria sieht noch mehr: Sie sieht eine Sehnsucht im Blick des Meisters, die Sehnsucht eines Herzens, das sich verschenken will, und so oft abgelehnt wird; die Sehnsucht, die Frohe Botschaft zu verkĂŒnden, die bei vielen auf Unglauben stĂ¶ĂŸt; die Sehnsucht nach offenen Herzen, denen er sich bedingungslos hingeben kann. All das sieht der aufmerksame Blick Marias. Und obwohl sie die viele Arbeit ihrer Schwester Marta auch wahrnimmt, setzt sie sich zu FĂŒĂŸen des Meisters hin, um aufmerksam seinen Worten zu lauschen.

3. Wenn Schwestern sich streiten. â€žHerr, kĂŒmmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein ĂŒberlĂ€sst? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!“ Man hört den vorwurfsvollen Ton in Martas Stimme, als sie diese Worte an Jesus richtet. Sie meint es wirklich gut. Sie möchte Jesus das Beste geben, was sie hat. Und wenn Jesus antwortet: „Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und MĂŒhen!“, dann tadelt er sicher nicht ihre Gastfreundlichkeit, sondern die ĂŒbermĂ€ĂŸige Sorge, die sie dabei an den Tag legt. Jesus fĂŒhlt sich von beiden geliebt: von der aktiven Marta und von der kontemplativen Maria. Was er nicht möchte, ist ein Herz, das ihn kennt und das sich dennoch in weltlichen Sorgen verliert.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, du kennst mein Leben. Du weißt, wie schwer es ist, ein ausgeglichenes VerhĂ€ltnis zwischen Ruhe und AktivitĂ€t, Gebet und Tat, Innenleben und Apostolat zu wahren. Oft fĂŒhle ich mich von der vielen Arbeit erdrĂŒckt und finde keine Zeit, um im Gebet zu verweilen. Sende deinen Heiligen Geist! Hilf mir, das rechte Maß zu finden. Hilf mir, zu unterscheiden, wann das Gebet und wann die Tat an der Reihe sind.

Möglicher Vorsatz: Ich werde mir heute eine „Maria-Zeit“ nehmen, um gemeinsam mit Jesus darĂŒber nachzudenken, wie viele Anteile von Marta und wie viele von Maria meinen Alltag ausmachen, und mich zu fragen, ob sie jeweils dem Maß entsprechen, das Jesus gefĂ€llt.


Gibt Gott Zeichen?

18. Juli 2016

Montag der sechzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Answer OSB, Abt u. MĂ€rtyrer
Hl. Friedrich von Utrecht, Bischof

Magdalena Sczuka, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Mt 12,38-42
In jener Zeit sagten einige Schriftgelehrte und PharisĂ€er zu Jesus: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen. Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei NĂ€chte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei NĂ€chte im Innern der Erde sein. Die MĂ€nner von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona. Die Königin des SĂŒdens wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich möchte auch manchmal ein Zeichen. Vor allem, wenn ich nicht weiß, was ich tun soll. Hilf mir, die Zeichen, die du in meinem Leben tust, zu erkennen. Hilf mir, auf dich zu hören, wenn du leise in meinem Herzen sprichst.

Bitte: Herr, öffne die Augen meines Herzens fĂŒr deine Spuren in meinem Leben.

1. Darf man Gott um Zeichen bitten? An sich ist es nicht verkehrt, Gott um ein Zeichen zu bitten. Im Gegenteil: Gott selber sagte einst zu König Ahas: „Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe. (Jes 7,11) Als Ahas dann antwortete: „Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen.“, erwiderte Jesaja: „Hört her, ihr vom Haus David! GenĂŒgt es euch nicht, Menschen zu belĂ€stigen? MĂŒsst ihr auch noch meinen Gott belĂ€stigen? Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebĂ€ren und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.“ (Jes 7,12-14)

2. Gott gibt Zeichen. Gott gibt also von sich aus Zeichen und fordert uns sogar dazu auf, um Zeichen zu bitten. Aber wieso nennt er dann die, die hier ein Zeichen erbitten, böse und treulos? Jesus kennt die Herzen. Und er weiß, dass ein glĂ€ubiges Herz die Zeichen, die er schon getan hat, erkannt hĂ€tte – die vielen Heilungen. Hier nur ein paar Beispiele: Zuvor, hatte Jesus im Tempel einen Mann geheilt, dessen Hand verdorrt war. Im Kapitel 9 wird von der Heilung eines GelĂ€hmten, eines Blinden und zweier Stummer berichtet, und sogar eine Totenauferweckung ist dabei. Sind das etwa keine Zeichen? Wenn Menschen, die diese Wunder gesehen oder von ihnen gehört haben, der Botschaft nicht glauben wollen, sondern ihre Herzen verschließen, dann wird ihnen auch kein weiteres Zeichen helfen. Das grĂ¶ĂŸte Zeichen ist das Zeichen des Jona: Jesus selbst, sein Tod und seine Auferstehung, an denen seine bedingungslose Liebe zu uns offenbar wird.

3. Die Zeichen der Zeit. Jeden Tag tut Gott in unserer Welt Zeichen und Wunder. Wir mĂŒssen nur die Augen offen halten: Wie viele Hinweise auf seine Gegenwart können wir in der Natur entdecken! Wie oft begegnet er uns in einem Menschen, einem LĂ€cheln, einem GesprĂ€ch! Wie viele Zeichen nehmen wir in uns selber wahr: In den Regungen unseres Herzens, in denen Gott zu uns spricht. Wir können Gott auch um spezielle Zeichen bitten. Er wird sie uns schenken, wenn sie gut fĂŒr uns sind. Doch wir dĂŒrfen das wichtigste Zeichen nicht vergessen: Das Zeichen, das Gott Ahas in verschlĂŒsselter Rede versprach: die Menschwerdung! Jesus! In ihm ist Gott selbst zum sichtbaren Zeichen geworden.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr, ich danke dir fĂŒr das, was du in meinem Leben tust. Du kennst unsere Schwachheit, und weißt, dass wir darauf angewiesen sind, dass du uns Zeichen schenkst, um unseren Glauben zu stĂ€rken. Schenke mir ein glĂ€ubiges Herz, das keine Beweise einfordert, sondern die Zeichen, die du schenkst, dankbar annimmt.

Möglicher Vorsatz: Ich möchte heute auf Gottes Zeichen in meinem Leben aufmerksam sein. Und wenn ich keins entdecke, aber eins brauche, werde ich Gott demĂŒtig darum bitten.


Wenn Gott uns Bruder, Schwester und Mutter nennt

19. Juli 2016

Dienstag der sechzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Justina und Rufina, MĂ€rtyrerinnen
Hl. Bernulf von Utrecht, Bischof

Magdalena Sczuka, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Mt 12,46-50
In jener Zeit, als Jesus mit den Leuten redete, standen seine Mutter und seine BrĂŒder vor dem Haus und wollten mit ihm sprechen. Da sagte jemand zu ihm: Deine Mutter und deine BrĂŒder stehen draußen und wollen mit dir sprechen. Dem, der ihm das gesagt hatte, erwiderte er: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine BrĂŒder? Und er streckte die Hand ĂŒber seine JĂŒnger aus und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine BrĂŒder. Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erfĂŒllt, der ist fĂŒr mich Bruder und Schwester und Mutter.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, du möchtest, dass wir Teil deiner Familie sind. Lass mein Herz nun ruhig werden bei dir. Bei dir kann ich frei und echt sein, so wie ich es mit einem Bruder bin. Voll Vertrauen komme ich zu dir, denn ich weiß: Du wirst mich nicht abweisen. Du freust dich ĂŒber mich und möchtest, dass ich dir nahe bin.

Bitte: Jesus, bitte lass mich heute etwas besser verstehen, was es bedeutet, zu deiner Familie zu gehören.

1. Familie Gottes. Jesus meint, was er sagt. Seine Aussage „Das hier sind meine Mutter und meine BrĂŒder“, ist nicht eine daher gesagte Höflichkeitsfloskel nach dem Motto „mi casa es tu casa“(Mein Haus ist dein Haus, spanisch). Jesus meint es ernst. Er möchte wirklich, dass wir Teil seiner Familie sind. Oder besser gesagt: Er bringt hier zum Ausdruck, dass er uns schon als Teil seiner Familie sieht. Er sagt ja nicht, „diese hier werden eines Tages meine Mutter und meine BrĂŒder werden“, sondern „das hier SIND meine Mutter und meine BrĂŒder“. Er möchte alles mit uns teilen. Alles, was ihm gehört, gehört auch uns. Er möchte, dass wir Anteil haben an seinem Reichtum, an seiner Macht, an seinem Haus, dem Reich Gottes. Stell dir vor, er schaut dir jetzt in die Augen, sagt deinen Namen, und spricht: „DU bist wirklich mein Bruder/DU bist wirklich meine Schwester.“

2. Fiat voluntas tua - Dein Wille geschehe. Fiat voluntas tua. Edith Stein schreibt in ihrer Kreuzeswissenschaft: „Gotteskind sein, heißt, an Gottes Hand gehen, Gottes Willen, nicht den eigenen Willen tun, alle Sorgen und alle Hoffnung in Gottes Hand legen, nicht mehr selbst um sich und seine Zukunft sorgen.“ Es scheint auf den ersten Blick unvernĂŒnftig, so sorglos zu leben. Doch laut Edith Stein gibt es nur eine große Sorge im Leben der Familienmitglieder Gottes: „Das Fiat voluntas tua in seinem vollen Ausmaß muss die Richtschnur des Christenlebens sein. Es muss den Tageslauf vom Morgen bis zum Abend, den Gang des Jahres und das ganze Leben regeln. Es wird dann auch des Christen einzige Sorge. Alle andern Sorgen nimmt der Herr auf sich.“

3. Eine, die den Willen des Vaters erfĂŒllt. â€žWer den Willen meines himmlischen Vaters erfĂŒllt, der ist fĂŒr mich Bruder und Schwester und Mutter.“ Es gibt eine Person, die den Willen des Vaters vollkommen erfĂŒllt hat: Maria, die Mutter Jesu, hat mit ihrem Leben ein treues und bestĂ€ndiges „fiat“ gesprochen. Sie hat all ihre Sorgen und Hoffnungen in die Hand Gottes gelegt. Sie hat sich von Gott umsorgen lassen, und ihm viel Freiraum in ihrem Leben gegeben. Sie hat ihm vollkommen vertraut. Vielleicht haben die Menschen, die Jesu Frage „Wer ist meine Mutter, und wer sind meine BrĂŒder?“ gehört haben, gedacht, er stelle seine leibliche Familie bloß und gebe den JĂŒngern den Vorrang. Doch fĂŒr Maria war die Verbindung zu ihrem Sohn schon von Anfang an auf mehr als auf rein menschliche Bande gegrĂŒndet. Ihr „fiat voluntas tua“, von der VerkĂŒndigung an bis zum Kreuz, macht sie zur wahren Mutter Jesu.

GesprĂ€ch mit Christus: Maria, bitte lehre mich, so zu leben wie du. Du warst so offen fĂŒr den Willen des Vaters. Du hast dich ihm ganz anvertraut. Du hast auch in scheinbar ausweglosen Situationen darauf vertraut, dass der Vater im Himmel sich um dich, seine geliebte Tochter, kĂŒmmern wird. Hilf mir, in diese himmlische Familien-Gemeinschaft einzutreten, in der du mit dem Vater, mit Jesus und mit dem Heiligen Geist gelebt hast.

Möglicher Vorsatz:  Ich werde dem Herrn heute bewusst eine meiner Sorgen abgeben, und ihn bitten „fiat voluntas tua!“ – „Dein Wille geschehe!“


Wort des LEBENDIGEN Gottes

20. Juli 2016

Mittwoch der sechzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Margareta von Antiochia, MĂ€rtyrerin
Hl. Bernhard von Hildesheim, Bischof
Hl. Apollinris

Magdalena Sczuka, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Mt 13,1-9
An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein SĂ€mann ging aufs Feld, um zu sĂ€en. Als er sĂ€te, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, lehre mich, auf dein Wort zu hören! Du möchtest heute dein lebendiges Wort in mein Herz sĂ€en! Lass mich guter Boden sein.

Bitte: Jesus, sprich heute dein Wort zu mir!

1. Der SĂ€mann. Gott ist ein guter SĂ€mann, der den Samen, sein Wort, in unsere Herzen sĂ€t. Dieses Wort ist wirklich ein Same: Es hat eine ungeheure Kraft in sich, die sich entfalten kann, wenn die Bedingungen gĂŒnstig sind. Das Wort Gottes kann unser Leben wirklich auf den Kopf stellen und es grundlegend verĂ€ndern. Geben wir ihm dazu die Gelegenheit? Lesen wir die Heilige Schrift? Hören wir aufmerksam zu, wenn das Wort Gottes in der Messe vorgetragen wird? Sprechen wir gemeinsam darĂŒber, was Gott uns in seinem Wort sagt?

2. Vögel, Felsen und Dornen. Jesus entlarvt hier die „Feinde“ des Wortes: Vögel, Felsen und Dornen. Die Vögel stehen fĂŒr den Bösen, der den kostbaren Samen stehlen will. Manchmal tut er das durch falsche EinwĂ€nde, die er uns als Wahrheit verkauft: „Das kannst du doch sowieso nicht leben“, oder „Du hast es doch schon versucht, und es hat nie geklappt!“ Die Felsen stehen fĂŒr die innere Haltung der OberflĂ€chlichkeit. Wir hören das Wort zwar, verstehen es auch halbwegs, aber gehen nicht tiefer. Es kann in unserem Leben keine Wurzeln schlagen. Wir sind unbestĂ€ndig, und sobald es Schwierigkeiten gibt, geben wir es auf, an seinem Wort festzuhalten. Die Dornen stehen fĂŒr unsere Sorgen und den „trĂŒgerischen Reichtum“ (vgl. Mt 13,22). Wir nehmen das Wort zwar auf, hören auf Gottes Stimme, aber schnell ĂŒbertönen die Stimmen unserer Sorgen, unserer GrĂŒbeleien, unserer Sicherheiten das Wort Gottes und ersticken es. Welchen dieser Feind sollte ich in meinem Leben am stĂ€rksten bekĂ€mpfen?

3. Guter Boden sein. So wie Humus viele wichtige NĂ€hrstoffe fĂŒr Pflanzen enthĂ€lt, so ist auch die Demut, humilitas (lat.), ein guter NĂ€hrboden fĂŒr das Wort Gottes. Vor Gott klein sein, ihn preisen und loben, ihm danken und ihn demĂŒtig bitten: All das öffnet unsere Herzen fĂŒr das Wort Gottes.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, danke fĂŒr dein Wort. Danke, dass du es in meinem Leben so konkret und lebendig machst. Danke, dass du die Macht deines Wortes in mir entfalten willst. Hilf mir, mich dafĂŒr zu öffnen! Ich brauche dich!

Möglicher Vorsatz: Ich werde in der nĂ€chsten Woche eine Bibelstelle mit jemandem gemeinsam lesen und darĂŒber sprechen. (In der Familie, mit einem Freund, Besuch bei einer Bibel-Teilen-Gruppe)


Wer Sehnsucht hat, dem wird gegeben

21. Juli 2016

Donnerstag der sechzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Laurentius von Brindisi OFMCap
Hl. Daniel, Prophet

Magdalena Sczuka, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Mt 13,10-17
In jener Zeit kamen die JĂŒnger zu Jesus und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? Er antwortete: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu erkennen; ihnen aber ist es nicht gegeben. Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen, weil sie hören und doch nicht hören und nichts verstehen. An ihnen erfĂŒllt sich die Weissagung Jesajas: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen. Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden, und mit ihren Ohren hören sie nur schwer, und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile. Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören. Amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich komme jetzt zu dir mit all meinen Fragen, Sorgen, Zweifeln. Ich lege sie vor dich hin. Du kennst mich, und nimmst mich an. Ich vertraue dir alles an, und bitte dich: Bete du in mir! Aus eigenen KrĂ€ften kann ich das nicht! Danke, dass du hier bist. Danke, fĂŒr deine Gegenwart in mir.

Bitte: Heiliger Geist, ich bitte dich: Öffne mein hart gewordenes Herz, meine schwerhörigen Ohren und meine geschlossenen Augen!

1. Wer hat, dem wird gegeben. â€žWer hat, dem wird gegeben. Wer nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.“ Tatsache. So ist es wirklich in der Welt: Die Armen werden immer Ă€rmer, die Reichen immer reicher. Doch ich denke, dass Jesus hier etwas anderes meint. Ich möchte es wagen, den Satz einmal umzuformulieren: „Wer Offenheit hat, den werde ich reich beschenken; wer keine Offenheit hat, dem kann ich nichts geben, und er wird auch noch verlieren was er hat.“ Anstelle von Offenheit könnten wir auch Glauben sagen, Vertrauen oder Sehnsucht. Denn Gott zwingt niemandem seine Geschenke auf. Er schenkt dem, der beschenkt werden möchte.

2. Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen. Ich denke, es ist wichtig, sich klar zu machen, dass eine Prophezeiung kein Fluch oder Zauberspruch ist: Nicht etwa der Prophet Jesaja ist daran schuld, dass die armen Menschen nichts verstehen und erkennen. Viel mehr sieht Jesaja voraus, dass die Herzen der Menschen hart sein werden, und dass sie ihre Ohren und Augen verschließen werden, und so prophezeit er es.Jesus sieht diese verschlossenen Herzen und drĂŒckt seinen Schmerz darĂŒber aus: „Das Herz dieses Volkes ist hart geworden, (
) und ihre Augen halten sie geschlossen, (
) damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.“ Es ist wie eine Klage, eine wehmĂŒtige Beschwerde, die Jesus da ausspricht. „Ich möchte sie so gerne heilen! Wieso lasst ihr mich nicht?“ Wie schön ist es, diesen Schmerz Jesu lindern zu können, indem wir ihm einfach unsere Herzen öffnen und unsere Wunden hinhalten, damit er sie heilen kann!

3. Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören. Selig sind wir, wenn wir von ihm die Gnade empfangen, ein wenig in das Mysterium Gottes hineinzuschauen! Nur er kann uns das geben. Wir können es nicht aus eigener Kraft. Danken wir ihm dafĂŒr: dass wir den Glauben haben; dass wir den Wert des Gebetes erkennen; dass wir das Wort Gottes glĂ€ubig hören. Denken wir daran, dass das, was wir haben, uns gegeben wurde – nicht aufgrund von eigenem Verdienst, sondern aus Gnade.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, danke, dass du mir Augen geschenkt hast, die dich sehen: in der Eucharistie und in allen, die ich heute sehe. Danke, dass du mir Ohren geschenkt hast, die dich hören: im Wort Gottes und im Wort der Menschen, mit denen ich heute spreche. Danke, dass du mir ein Herz geschenkt hast, das ich dir öffne: jetzt im Gebet und auch in der Begegnung mit meinen Mitmenschen. Danke fĂŒr alles, was ich habe! Lass nicht zu, dass ich deshalb hochmĂŒtig werde und andere verurteile. Denn du hast mir alles geschenkt.

Möglicher Vorsatz: Ich möchte die Offenheit des Herzens heute ganz konkret ausdrĂŒcken, indem ich freundlich mit einem Menschen umgehe, mit dem es mir schwerfĂ€llt.


Warum weinst du?

22. Juli 2016

Gedenktag der hl. Maria Magdalena
Hl. Verena, MĂ€rtyrerin
Hl. Eberhard OCist

Magdalena Sczuka, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Joh 20,1-2.11-18
Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frĂŒhmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem JĂŒnger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. WĂ€hrend sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen GewĂ€ndern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die FĂŒĂŸe des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der GĂ€rtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf HebrĂ€isch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen BrĂŒdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala ging zu den JĂŒngern und verkĂŒndete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich möchte dich lieben, wie dich zuvor noch keiner geliebt hat. Ich weiß, dass ich das aus eigener Kraft nicht kann. Ich bitte dich: Lass mich heute neu deine Liebe erfahren, dass ich wie Maria Magdalena von dir verwandelt werde und dich in mir und durch mich lieben lasse.

Bitte: Bitte entzĂŒnde in meinem Herzen eine leidenschaftliche Liebe zu dir!

1. Wen suchst du? Maria Magdalena geht frĂŒhmorgens zum Grab, als es noch dunkel ist. Was fĂŒhrt sie dorthin? Was lĂ€sst sie nicht schlafen? Es ist ihr Wunsch, bei Jesus zu sein. FĂŒr sie ist Jesus ALLES. Ohne ihn kann sie nicht mehr leben. Er war es, der sie aus der Dunkelheit geholt hatte, der sie mit Barmherzigkeit angeschaut hatte, als die Blicke aller anderen sie verurteilten. Er hat ihr ein neues Leben ermöglicht, als sie sich selbst schon lĂ€ngst aufgegeben hatte. Und jetzt hatte sie mitangesehen, wie er, das Zentrum ihres Lebens, gekreuzigt worden war. Sie kann es nicht begreifen. Sie lĂ€uft einfach zum Grab, und das Einzige, was sie im Kopf hat, ist, ihn zu finden. Ist das auch unsere einzige Sorge? Was suchen wir?

2. TrĂ€nen, die den Blick verschleiern. Es gibt TrĂ€nen, die unsere Seele reinigen. Es gibt TrĂ€nen, die Liebe ausdrĂŒcken. Es gibt TrĂ€nen der Verzweiflung. Weinen kann gut und heilsam sein. Es ist wichtig, weinen zu können. Wenn TrĂ€nen uns den Blick verschleiern, besteht aber die Gefahr, dass wir die RealitĂ€t nicht mehr richtig wahrnehmen. Wie Maria Magdalena kann es uns passieren, dass der Herr, unser GlĂŒck, zu uns kommt und greifbar nahe vor uns steht, wir ihn aber nicht erkennen. Wie Maria mĂŒssen wir dann unseren Blick neu auf ihn richten und auf ihn hören, wenn er uns beim Namen ruft.

3. Gott wird alle TrĂ€nen trocknen. Im Buch der Offenbarung sieht Johannes, der JĂŒnger, den Jesus liebte, in einer Vision den neuen Himmel und die neue Erde. Die Worte, die er dabei hört, scheinen genau widerzuspiegeln, was hier mit Maria Magdalena am Grab passiert: „(
) Er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle TrĂ€nen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine MĂŒhsal. Denn was frĂŒher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu.“ (Off, 21, 3-5) Nur Jesus, der den Grund unserer Traurigkeit kennt, kann alle TrĂ€nen und alles Leid wegnehmen.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, du kennst die Nöte und Leiden unserer Welt. Kein Mensch, der auf dieser Erde weint, wird von dir ĂŒbersehen. Herr, ich suche dich. Ich glaube, dass du allein die Antwort auf unsere SehnsĂŒchte bist. Ich vertraue auf dich. Du kannst alle Wunden heilen! Ich bitte dich fĂŒr alle, die unter der Last ihres Lebens zusammenbrechen: StĂ€rke sie, trockne ihre TrĂ€nen, und mache du alles neu.

Möglicher Vorsatz: Ich möchte Jesus heute meine TrĂ€nen schenken (vielleicht auch die aus der Vergangenheit), und ihn bitten, sie eines Tages zu trocknen.


Wenn Gott reinigt

23. Juli 2016

Fest der hl. Birgitta von Schweden, Schutzpatronin Europas
Hl. Liborius von Le Mans, Bischof
Bischof
Hl. Apollinaris, Bischof und MĂ€rtyrer

Magdalena Sczuka, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Joh 15,1-8
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen JĂŒngern: Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine JĂŒnger werdet.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, du bist mein Herr, mein Gott, mein Leben. Von dir kommt alles, was gut ist. Du möchtest, dass ich Frucht bringe, in Glaube, Hoffnung und Liebe. Lehre mich, mit dir verbunden zu leben, damit mein Leben reiche Frucht bringen kann.

Bitte: Jesus, bitte lass mich heute ein bisschen besser verstehen, was du mit meinem Leben vorhast.

1. In Jesus bleiben. Wie unfassbar sind diese Worte: „Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch.“ Wir können die Bedeutung nur erahnen, und den Heiligen Geist bitten, sie uns tiefer zu erschließen. Als Christen glauben wir an einen liebenden Gott, der Vater ist und sich um uns kĂŒmmert. Doch sind wir uns auch dessen bewusst, dass sein Plan fĂŒr uns noch viel weiter geht? Er möchte nicht nur fĂŒr uns da sein, er möchte uns nicht nur beschenken, er möchte IN UNS LEBEN, und lĂ€dt uns dazu ein, IN IHM ZU LEBEN. Eine tiefere Einheit und IntimitĂ€t ist nicht möglich. Wir können in dieser Einladung die tiefe Sehnsucht Gottes nach uns entdecken. Dieses „In-ihm-Leben“ ist das wahre Leben. Es ist das Leben in der Dreifaltigkeit, das heißt Teilhabe am Leben Gottes aufgrund der Taufe. Aus dieser Lebensquelle, die Gott selber ist, entspringt alles, was gut ist in unserem Leben.

2. Das Leben der Gnade. Der Rebzweig kann nur wachsen, wenn er mit dem Weinstock verbunden ist. Sobald er vom Weinstock getrennt wird, fĂ€ngt er an, abzusterben, und er vertrocknet. Er hat kein eigenes Leben in sich; der Weinstock ist seine „Lebensquelle“. Das Gleiche gilt auch fĂŒr uns. Deshalb sagt Jesus: „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“. Wie kostbar ist das Leben in der Gnade Gottes! Mehr als um alles andere sollten wir uns deshalb um unsere Verbindung mit Gott bemĂŒhen und sie schĂŒtzen. Und wenn wir uns durch die SĂŒnde von ihm trennen, dann sollten wir keine Angst davor haben, im Sakrament der Beichte diese lebenswichtige Verbindung wiederherzustellen. Jesus sehnt sich danach, wieder eins mit uns zu sein, und leidet noch mehr als wir unter der Trennung.

3. Gereinigt werden und Frucht bringen. Der Vater ist ein guter Winzer und weiß, was die Rebe braucht. „(
) jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“ Im geistlichen Leben gibt es Phasen der Trockenheit und der Trostlosigkeit. Manchmal spĂŒren wir die Gegenwart Gottes nicht, und es scheint, als wĂŒrde Gott uns das Lebensnotwendige versagen: Wir schöpfen keine Kraft mehr aus dem Gebet; die Messe „berĂŒhrt“ uns nicht mehr; die Bibelstellen, die uns vorher viel gesagt haben, sprechen uns nicht mehr an; die Freude am Glauben ist abhandengekommen. Gerade dann, wenn wir das GefĂŒhl haben, dass Gott unseren Rebzweig vom Weinstock abgeschnitten hat, ist es wichtig, zu bedenken, dass Gott uns wahrscheinlich reinigt, aber nicht abschneidet. Er erlaubt Phasen der Trockenheit, solange sie zu unserem Heil beitragen, doch er gibt uns immer das, was wir zum Leben brauchen. Treue und Vertrauen sind dann FrĂŒchte des Geistes, die wir durch seine Gnade hervorbringen können, zur Ehre Gottes.

GesprĂ€ch mit Christus: Herr Jesus, ich danke dir fĂŒr deine lebensspendende Kraft in meinem Leben. Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass ich aus eigener Kraft nichts vermag. Ohne dich ist mein Leben unfruchtbar, aber mit dir kann ich reiche Frucht bringen, die ewig bleibt. Ich danke dir dafĂŒr und bitte dich: Lass nicht zu, dass ich jemals von dir getrennt werde! Ich liebe dich.

Möglicher Vorsatz: Ich möchte mich heute wĂ€hrend des Tages einige Male daran erinnern, dass Jesus in mir lebt, und ich in ihm. (Dabei kann mir vielleicht das Gebet des Angelus, ein Lied, ein Stoßgebet, usw. helfen. z.B. „Jesus, ich vertraue auf dich.“ oder „Du bist bei mir, Herr“ oder „aus Liebe zu dir tue ich 
 “. )