Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 29. Mai 2016 bis Samstag 4. Juni 2016

Neunte Woche im Jahreskreis

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Gott stauntSonntag
Die Frucht des WeinbergsMontag
WahrheitDienstag
ZugehörigkeitMittwoch
Die LiebeDonnerstag
Der HirteFreitag
Das HerzSamstag


Gott staunt

29. Mai 2016

Neunter Sonntag im Jahreskreis

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk7,1-10
In jener Zeit, als Jesus seine Rede vor dem Volk beendet hatte, ging er nach Kafarnaum hinein. Ein Hauptmann hatte einen Diener, der todkrank war und den er sehr schĂ€tzte. Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige von den jĂŒdischen Ältesten zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten. Sie gingen zu Jesus und baten ihn instĂ€ndig. Sie sagten: Er verdient es, dass du seine Bitte erfĂŒllst; denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut. Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen: Herr, bemĂŒh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Deshalb habe ich mich auch nicht fĂŒr wĂŒrdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden. Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt ĂŒber ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden. Und als die MĂ€nner, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurĂŒckkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich komme jetzt zu dir. Auch wenn ich mich nicht wĂŒrdig fĂŒhle, verrĂ€t dein barmherziger Blick, wie sehr möchtest, dass ich bei dir bin. Diesen Blick möchte ich nie wieder missen, denn ich glaube an dich und an deine Liebe.

Bitte: Jesus, ich lass mich von deiner Liebe ĂŒberraschen.

1. Die Not. Der Hauptmann hatte einen Diener, den er sehr schĂ€tzte und der sehr krank -„schwerkrank“- geworden war. Als Römer fand er letztendlich keinen anderen Ausweg, als Jesus, einen Juden und den Sohn eines Zimmermanns, um Hilfe zu bitten. Die Not, das Leid und das Kreuz, das ich und andere tĂ€glich tragen mĂŒssen, können uns zu Jesus bringen. Oft sehe ich aber keinen anderen Ausweg aus dem Leid, als mich darĂŒber aufzuregen oder sogar die Schuld dafĂŒr Gott in die Schuhe zu schieben. Kann es sein, dass sich dann irgendetwas in mir strĂ€ubt, Jesus aufzusuchen? Suche ich nach seinem Blick oder nach seiner Hilfe?

2. Die Haltung. Dieses Evangelium wird in vieler Hinsicht und zu Recht mit der Glaubenshaltung des Hauptmanns in Verbindung gebracht. Sein Glaube ist bewundernswert und ein großes Vorbild fĂŒr mich. Bemerkenswerter ist jedoch, dass der Hauptmann zunĂ€chst einige jĂŒdische Älteste zu Jesus schickt. Bevor Jesus in sein Haus eintreten kann, sendet er auch Freunde. Hinter der BegrĂŒndung, nicht wĂŒrdig zu sein, verbirgt sich, neben einer einfachen und großen Demut, die Zuwendung zu seinem Diener. Ihm geht es nicht um eine offizielle Begegnung mit dem großen Meister, sondern einzig und allein um die Genesung seines geliebten Dieners. Diese Liebe zu einem anderen Menschen bewegt das Herz Gottes.

3. Die Antwort. Jesus reagiert mit Staunen auf den Hauptmann. Er bewundert und schĂ€tzt diesen Menschen. Gott staunt ĂŒber einen Menschen
! Habe ich in meinem Leben Gottes Staunen, seine Bewunderung und WertschĂ€tzung fĂŒr mich erfahren?

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, es gibt viel Leid, das andere in meinem Umfeld und das ich selber trage. Ich suche nach dir. Du kennst meine Liebe zu meinen NĂ€chsten und zu dir. Du kennst auch meine Liebe zu mir selbst. Ich möchte in diesem Gebet so gern dein Herz berĂŒhren und dein Staunen ĂŒber mich erfahren.

Möglicher Vorsatz: Ich werde Jesus durch einen Akt der NĂ€chstenliebe ĂŒberraschen, oder indem ich ihn im Allerheiligsten besuche.


Die Frucht des Weinbergs

30. Mai 2016

Montag der neunten Woche im Jahreskreis
Hl. Johanna von Orleans
Hl. Otto Neururer, MĂ€rtyrer

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Mk 12,1-12
In jener Zeit begann Jesus zu den Hohenpriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten in Form von Gleichnissen zu reden. Er sagte: Ein Mann legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Zeit dafĂŒr gekommen war, schickte er einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen seinen Anteil an den FrĂŒchten des Weinbergs holen zu lassen. Sie aber packten und prĂŒgelten ihn und jagten ihn mit leeren HĂ€nden fort. Darauf schickte er einen anderen Knecht zu ihnen; auch ihn misshandelten und beschimpften sie. Als er einen dritten schickte, brachten sie ihn um. Ähnlich ging es vielen anderen; die einen wurden geprĂŒgelt, die andern umgebracht. Schließlich blieb ihm nur noch einer: sein geliebter Sohn. Ihn sandte er als Letzten zu ihnen, denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Die Winzer aber sagten zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, dann gehört sein Erbgut uns. Und sie packten ihn und brachten ihn um und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus. Was wird nun der Besitzer des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Winzer töten und den Weinberg anderen geben. Habt ihr nicht das Schriftwort gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder? Daraufhin hĂ€tten sie Jesus gern verhaften lassen; aber sie fĂŒrchteten die Menge. Denn sie hatten gemerkt, dass er mit diesem Gleichnis sie meinte. Da ließen sie ihn stehen und gingen weg.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich werde ganz ruhig vor dir. Mein Herzschlag soll sich mit deinem vereinen, meine Ohren dein Wort hören und meine Gedanken sich jetzt ganz auf dich konzentrieren.

Bitte: Gott, du mein Fels und meine Burg. Wirke du in mir in diesen Momenten des Gebets, sodass ich dich als meinen Fels und meine Burg besitze.

1. Der Weinberg. Ein Mann hat einen Weinberg angelegt. Ringsum hat er ihn mit einem Zaun umgeben. Eine Kelter und ein Turm vervollstĂ€ndigen den Weinberg. Dieser Weinberg kann in Jesu Gleichnissen mehrere Bedeutungen annehmen. Offensichtlich spricht Jesus vom Reich Gottes, das im MatthĂ€usevangelium mit diesem Gleichnis in Verbindung gebracht wird. Der Weinberg kann aber auch ein Bild von meiner eigenen Seele sein. Gott hat mir eine Seele eingehaucht, und so eine Kelter angelegt, in der der Saft der FrĂŒchte aus dem Weinberg meines geistlichen Lebens nach Wachstum, Reife und Ernte gewonnen werden soll. Wie die Winzer bin ich fĂŒr das Wachstum verantwortlich.

2. Die Erntezeit. Wenn eine Frucht reif geworden ist, ist es an der Zeit, diese Frucht zu ernten und zu genießen. Der Mann, der den Weinberg angelegt hat, schickt deswegen seine Knechte, um seinen Anteil zu erhalten. Die Winzer verprĂŒgeln jedoch den abgesandten Knecht. Dreimal schickt der Mann seine Knechte. Jedes Mal erteilt man ihnen eine Abfuhr. Der dritte Knecht wird von den Winzern sogar umgebracht. Betrachten wir kurz die Herzen der Winzer. Sie wollen die FrĂŒchte des Weinbergs fĂŒr sich behalten. Die Winzer wollen nicht wahrhaben, dass dem Mann, als Besitzer dieses Weinbergs, ein guter Anteil an seinen FrĂŒchten zusteht. Gott hat ein Anrecht auf mich, den ich gehöre ihm. Er hat mich geschaffen und mir das geistliche Leben durch die Taufe geschenkt, lĂ€sst mir aber die Freiheit, ihm alles zu geben. Diese Freiheit ist Ausdruck seiner Liebe. Er möchte, dass ich mich frei fĂŒr Ihn entscheide. Möchte nun Gott die FrĂŒchte ernten, weil er den Weinberg angelegt hat? Nicht aus Herrschsucht will der Herr die FrĂŒchte ernten, sondern weil er an meiner Freude teilhaben möchte. Er ist mein Vater. Wie jeder Vater sich auf die ersten Schritte seines Kindes freut, freut sich Gott ĂŒber jede Frucht, die wir in unserem geistlichen Leben bringen. Auch wenn ich fĂŒr mich allein die FrĂŒchte ernten möchte, wird Gott nicht aufhören, zu mir zu kommen, um an dieser Freude teilzuhaben.

3. Gottes Sohn. Er geht sogar so weit, seinen einzigen Sohn zu schicken. In Jesus, seinem Sohn, zeigt uns Gott, wie sehr er uns liebt. In diesem Gleichnis wurde auch der Sohn umgebracht. Dies ist eine Anspielung auf Jesu Tod. Doch der Stein, den die Bauleute verwarfen, wird zum Eckstein. Was bedeutet das fĂŒr mich? Ist Jesus der Eckstein meines Lebens? Kann ich mich inmitten aller StĂŒrme geborgen fĂŒhlen, wie in einer Burg? Teile ich mit Gott die FrĂŒchte meines geistlichen Lebens?

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich will jetzt die Ruhe nutzen, um mit dir ins GesprĂ€ch zu kommen. Gieße den Heiligen Geist ĂŒber mich und deinen ganzen Weinberg, die Kirche, aus, so dass wir erkennen, welche FrĂŒchte dir zustehen, und bereit sind, sie dir ganz zu weihen. Die Frucht der Freude, der Liebe, des Friedens, der Langmut, der GĂŒte, der Treue, und der Sanftmut. Ich danke dir, dass du mich jeden Tag so reichlich beschenkst.

Möglicher Vorsatz: Ich will heute mein Gewissen erforschen und mir die Zeit nehmen, darĂŒber nachzudenken, wie oft ich schon in meinem Leben diese FrĂŒchte ernten durfte.


Wahrheit

31. Mai 2016

Dienstag der neunten Woche im Jahreskreis
Hl. Petra, MĂ€rtyrerin
Hl. Mechthild OSB
Hl. Fulko OSB, Abt

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Mk 12,13-17
In jener Zeit wurden einige PharisĂ€er und einige AnhĂ€nger des Herodes zu Jesus geschickt, um ihn mit einer Frage in eine Falle zu locken. Sie kamen zu ihm und sagten: Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und dabei auf niemand RĂŒcksicht nimmst; denn du siehst nicht auf die Person, sondern lehrst wirklich den Weg Gottes. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen? Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Warum stellt ihr mir eine Falle? Bringt mir einen Denar, ich will ihn sehen. Man brachte ihm einen. Da fragte er sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Da sagte Jesus zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! Und sie waren sehr erstaunt ĂŒber ihn.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich ĂŒbergebe dir mein Denken und mein Tun. Ich gebe dir mein ganzes Sein. Ich lege alles in dein Herz. Dort bin ich geborgen.

Bitte: Jesus, zeig mir heute, was ich dir vorenthalte. Lass mich heute in deiner Wahrheit leben.

1. Die Falle. Wie schon so oft versuchen die PharisĂ€er, an Jesus einen Fehler zu finden, aufgrund dessen sie ihn endlich anklagen können. Dieses Mal stellen sie Jesus eine geschickte Fangfrage, bei der sowohl ein Ja als auch ein Nein ihm schaden wĂŒrde. ZunĂ€chst schmeicheln sie Jesus, indem sie anerkennen, dass er immer die Wahrheit sagt und dabei auf niemanden RĂŒcksicht nimmt. Jesus sĂ€he nicht auf die Person, sondern er lehre den Weg Gottes. Stimmt das aber, dass es Jesus einfachhin egal ist, ob sein GegenĂŒber seine Lehre annehmen kann? Ist in Jesu Handeln tatsĂ€chlich diese Haltung bemerkbar? Die Evangelien berichten ĂŒber Heilungen und die Vergebung von SĂŒnden. Die PharisĂ€er und Schriftgelehrten sehen nicht, dass Jesus die Wahrheit ĂŒber den Weg Gottes von der Person, die er anspricht, nie trennt, sondern diese Wahrheit verkĂŒndet, indem er auf die Person RĂŒcksicht nimmt, denn er ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“. FĂŒr Gott gibt es keinen Widerspruch zwischen der Wahrheit (Gottes Weg) und der Person, dem Menschen. In Jesus selbst findet die Wahrheit ErfĂŒllung nach Gottes Plan. Lebe ich in der Wahrheit? Jesus, komm in mein Herz, damit du seine dunkelsten Ecken erleuchtest. Ich vertraue dir, denn du nimmst mich an, in Wahrheit und Liebe.

2. Der Denar. Die Fangfrage, ob Steuern an den Kaiser gezahlt werden sollen oder nicht, beantwortet Jesus nicht gleich. Er bittet darum, dass man ihm einen Denar bringt. „Ich will ihn sehen!“ Diese Bitte, einen Denar zu sehen, ĂŒberrascht. Es ist anzunehmen, dass damals jeder schon einmal einen Denar zu Augen bekommen hatte. Wieso möchte dann Jesus ihn zunĂ€chst sehen? Obwohl Jesus selbst Gott ist, der die tiefsten AbgrĂŒnde des Herzens kennt, will er als Mensch seine Sinne benutzen, er will sehen, hören und fĂŒhlen. Die Sinne haben also ihre Berechtigung. Deswegen sollen auch wir ihm unsere GefĂŒhle ausdrĂŒcken und so durch ihn unsere Sinne auf das ÜbernatĂŒrliche ausrichten. Mit dem Denar zeigt uns der Herr, wie wir ĂŒber unsere Sinne zu einer höheren Ebene, zu ihm, gelangen können. Auf dieser Ebene können wir die Wahrheit ĂŒber uns selbst besser erkennen und so danach leben.

3. Die Antwort. Mit dieser Antwort haben die PharisĂ€er und Schriftgelehrten wohl nicht gerechnet. Es geht in meinem Leben oft nicht um schwarz oder weiß. Entweder zahle ich Steuern oder nicht. Es geht um ein rechtes Maß, um „die goldene Mitte“. Im Licht der Wahrheit, im Licht der Lehre Jesu ĂŒber meine wahre Zugehörigkeit zu Gott und zur Welt, kann ich mich selber erkennen. Vor allem aber offenbart sich Gott mir als mein Schöpfer und meine erste Bezugsperson. Im rechten Maß lerne ich, in dieser Wahrheit zu leben.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, ich danke dir, dass du mir meine Sinne geschenkt hast, dass ich fĂŒhlen, schmecken, riechen und sehen kann. In der Hektik des Alltags fĂ€llt es mir oft schwer, diese Sinne aufmerksam und im rechten Maß zu nutzen. Ich schenke sie dir. Denn du hast sie mir gegeben, um Freude an deiner Schöpfung zu haben. Lehre mich durch sie die Wahrheit, die du selbst bist, sie zu erkennen und danach zu handeln.

Möglicher Vorsatz: Ich werde heute bewusst in meinen Alltag gehen und durch meine Sinne Gottes Schöpfung wahrnehmen, und ihm dafĂŒr danken.


Zugehörigkeit

1. Juni 2016

Mittwoch der neunten Woche im Jahreskreis
Hl. Justin, MĂ€rtyrer

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Mk 12,18-27
In jener Zeit kamen einige von den SadduzĂ€ern, die behaupten, es gebe keine Auferstehung, zu Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlĂ€sst, aber kein Kind, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Es lebten einmal sieben BrĂŒder. Der Erste nahm sich eine Frau, und als er starb, hinterließ er keine Nachkommen. Da nahm sie der Zweite; auch er starb, ohne Nachkommen zu hinterlassen, und ebenso der Dritte. Keiner der sieben hatte Nachkommen. Als Letzte von allen starb die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. Jesus sagte zu ihnen: Ihr irrt euch, ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes. Wenn nĂ€mlich die Menschen von den Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten, sondern sie werden sein wie die Engel im Himmel. Dass aber die Toten auferstehen, habt ihr das nicht im Buch des Mose gelesen, in der Geschichte vom Dornbusch, in der Gott zu Mose spricht: Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Er ist doch nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden. Ihr irrt euch sehr.

EinfĂŒhrendes Gebet: Mein Herr und mein Gott. Mein Alles. Mein Atem und mein Leben. Meine Auferstehung. Meine Liebe.

Bitte: Herr, lehre mich, dich mit dem Herzen zu begreifen.

1. 1. Die SadduzĂ€er. Die SadduzĂ€er, unter denen es auch Schriftgelehrte gab, glaubten weder an Engel und Geister noch an die Auferstehung. Nach ihrem Glauben stirbt die Seele zusammen mit dem Körper. Dieser Irrglaube bringt sie dazu, es mit Jesus aufzunehmen. Der Glaube an die Auferstehung ist auch fĂŒr uns oft nicht greifbar. Wie wird es nach dem Tod mit mir weitergehen? Was bedeutet die Auferstehung der Toten fĂŒr mich, und vor allem die Auferstehung Jesu?

2. 2. Die Schrift und die Macht Gottes. Jesus bezieht sich immer wieder auf die Schrift. „Wie geschrieben steht...“ Durch die Heilige Schrift können wir Glaubenswahrheiten erkennen. Wenn Jesus den SadduzĂ€ern vorwirft, die Schriften nicht zu kennen, bezieht er sich nicht auf den mangelnden Umgang mit den Texten. Die SadduzĂ€er haben wohl die Schriften vertieft studiert, versuchten aber Gottes Wort allein mithilfe der Vernunft zu begreifen und nicht mit dem Herzen. FĂŒr Jesus ist jedoch das Begreifen mit dem Herzen wichtiger, also ein Akt des Glaubens. Er spricht nicht nur von der Schrift, sondern auch von der Macht Gottes. Gottes Macht liegt in der Liebe. Gott erobert den Menschen im Herzen und von dort aus seinen Verstand, seinen Willen und sein ganzes Sein.

3. 3. Das Leben im Himmel. Jesu Antwort auf die Frage der SadduzĂ€er grĂŒndet auf der Einsicht, dass die Menschen nach der Auferstehung wie die Engel sein werden. Gott hat dann das Herz des Menschen soweit erobert, dass der Mensch ganz Gott und Gott ganz dem Menschen gehören kann. Die Frage nach der Zugehörigkeit des Ehepartners erĂŒbrigt sich hier.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, sprich du jetzt zu meinem Herzen. Mach mein Herz dem deinen Ă€hnlicher. In der Taufe bin ich dir geweiht und gehöre kraft deiner Auferstehung ganz Gott.

Möglicher Vorsatz: Ich werde mir heute bewusst die Zeit nehmen, in meinem Herzen darauf zu hören, was Gott mir zu sagen hat.


Die Liebe

2. Juni 2016

Donnerstag der neunten Woche im Jahreskreis
Hl. Marzellinus und Petrus, MĂ€rtyrer
Hl. Armin, MĂ€rtyrer

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Mk 12,28b-34
In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen NĂ€chsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist grĂ¶ĂŸer als diese beiden. Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den NĂ€chsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. Jesus sah, dass er mit VerstĂ€ndnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Mein Herr und mein Gott. Ich achte auf jeden Atemzug. Auch der Atem meiner Seele durchzieht mich. Ein Atem, den du mir eingehaucht hast und der mich am Leben erhĂ€lt. Er ist der Beweis fĂŒr deine Liebe, der ersten Liebe zu mir. Ich bin gewollt; gewollt von dir.

Bitte: Mein Herr und mein Gott, ich bitte dich um die Gnade, dich bedingungslos zu lieben. Lass mich tiefer erfahren, dass ich von dir geliebt und gewollt bin.

1. â€žHöre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.“  â€žHöre, Israel!“ Mit dieser Aufforderung ist das ganze Volk angesprochen. Eine feierliche VerkĂŒndigung steht bevor. Der Herr, unser Gott. Wir haben einen Gott. Er ist der Schöpfer des ganzen Universums. Wenn ich nachts zum Himmel aufschaue, ĂŒberwĂ€ltigt mich dessen GrĂ¶ĂŸe und Schönheit. Wenn ich von einem Berg in die TĂ€ler und WĂ€lder hinabsehe, ĂŒberkommt mich das gleiche Staunen. All das hat Gott erschaffen. Er ist der Einzige. Außer ihm gibt es keinen anderen. Gott, der MĂ€chtigste ĂŒberhaupt, hat mich erschaffen. Er hat mich gewollt. Ich habe eine einzigartige Beziehung zu meinem Gott. Kein anderer kann mich ersetzen. Er ist nicht nur mein Schöpfer, sondern ich darf ihn auch Vater nennen: „Mein Vater“. „Mein Gott und mein Vater“. Ich öffne die Sinne meines Herzens und lasse diese Worte wie wohlriechendes Öl in mein Herz hinabgleiten.

2. â€žMit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft“. Mein Gott, der Herr, hat mein Herz und meine Seele geschaffen. Jeder Herzschlag und jeder Atemzug ist ein Beweis dieses Lebens. Gott will mich, Gott liebt mich. Er will und liebt meine Familie, in der ich geboren worden bin. Ich habe nichts tun mĂŒssen, damit Gott mich liebt. Habe ich mir jemals Gedanken darĂŒber gemacht, was Gott an mir besonders liebt? Wer bin ich fĂŒr Gott? Woran bemerke ich im Alltag diese Liebe? In mir darf die Überzeugung von seiner Liebe wachsen. Darum soll ich Gott lieben, mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all meinen Gedanken und all meiner Kraft.Mein Herr und Gott, sprich zu mir, lass mich deine bedingungslose Liebe erkennen, inmitten aller Schwierigkeiten und des Leids.

3. Du sollst deinen NĂ€chsten lieben wie dich selbst. Die NĂ€chstenliebe setzt eine Liebe zu sich selbst voraus. Eine gesunde Selbstliebe ist von Nöten, um sich hinzugeben und eine heroische NĂ€chstenliebe zu leben. Diese Selbstliebe besteht darin, die Wahrheit ĂŒber sich selbst zu erkennen und anzunehmen. Oft fĂ€llt es einem schwerer, die eigenen SchwĂ€chen demĂŒtig zu akzeptieren, als dem anderen etwas Gutes zu tun. Sich wertzuschĂ€tzen, geliebt zu wissen und die Tugend zu leben, sind nur einige Beispiele der Selbstliebe. Diese Liebe hat ihre Quelle in der Liebe Gottes zu mir.

GesprĂ€ch mit Christus: Mein Herr und mein Gott, von ganzem Herzen, mit meiner ganzen Seele und mit ganzer Kraft möchte ich dich lieben. Ich bitte dich aber um eine tiefe Begegnung mit dir. Sage mir, wer ich denn fĂŒr dich bin.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich eine meiner SchwĂ€chen, die ich nicht annehmen kann, vor Gott hintragen und ihn bitten, dass ich sie in Demut anzunehmen vermag.


Der Hirte

3. Juni 2016

Hochfest
Heiligstes Herz Jesu
Hl. Karl Lwanga und GefÀhrten, MÀrtyrer
Hl. Kevin von Wicklow, Abt

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 15,3-7
In jener Zeit erzĂ€hlte Jesus den PharisĂ€ern und Schriftgelehrten ein Gleichnis und sagte: Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lĂ€sst er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurĂŒck und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war. Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen ĂŒber einen einzigen SĂŒnder, der umkehrt, als ĂŒber neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.

EinfĂŒhrendes Gebet: Jesus, ich lege jetzt mein Ohr an dein Herz, um dessen Schlag hören zu können. Ich will es hören, weil ich deine Zuwendung suche und brauche. Ich will wie Johannes an deiner Seite stehen, dir zuhören und bei dir sein. Am Kreuz hast du erlaubt, dass dein Herz verwundet wird. FĂŒr mich.

Bitte: Ich bitte dich, lass mein Herz wie deines werden.

1. Der Hirte. Jedes Schaf ist fĂŒr den Hirten einzigartig. Bei hundert Schafen könnte man meinen, dass das verlorene nicht ins Gewicht fĂ€llt. Hundert Schafe waren fĂŒr die damalige Zeit eine Menge. Doch fĂŒr den Hirten ist genau dieses Schaf viel wichtiger gewesen, als die neunundneunzig anderen. Er verlĂ€sst die große Menge und sucht das Verlorene. Jesus bezeichnet sich selbst im Johannesevangelium als den Hirten, der sein Leben fĂŒr die Schafe hingibt. Damit verspricht er mir, mich immer wieder aufzusuchen, wenn ich mich verirre. DarĂŒber hinaus gibt er sein Leben fĂŒr mich, sein verirrtes Schaf. Was fĂŒr ein Versprechen!

2. Die Freude. Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schulter. Die Zuneigung und Hingabe, die der Hirt dem verlorenen Schaf zeigt, wenn es von ihm gefunden worden ist, ist wohl sehr groß. Oft aber stimmen meine Vorstellungen nicht mit der PĂ€dagogik des Herrn ĂŒberein. Das Gefunden-werden kann oft schmerzhaft sein. Die Wahrheit ĂŒber sich selbst und die Erkenntnis, etwas falsch gemacht zu haben, zu akzeptieren, setzen eine gewisse Demut voraus. Umso grĂ¶ĂŸer ist Jesu Freude ĂŒber meine Bekehrung. Er kann nicht anders, als mich auf seine Schulter zu nehmen. In jeder Beichte nimmt mich Jesus auf seine Schultern. Seine Barmherzigkeit findet darin ihre grĂ¶ĂŸte Ausdrucksform.

3. Mit anderen die Freude teilen. Habe ich einmal diese Barmherzigkeit und Liebe erfahren, komme ich nicht umhin, sie mit anderen zu teilen. Denn die Liebe ist viel grĂ¶ĂŸer als der Schmerz. Die Freude und der Enthusiasmus sind viel grĂ¶ĂŸer als jede schmerzliche Selbsterkenntnis. Ich darf schwach sein und ihm meine Fehler gestehen.

GesprĂ€ch mit Christus: Jesus, mein guter Hirte, wie sehr sehne ich mich danach, von dir gefunden zu werden. Ich spĂŒre oft nicht, dass du mich auf deinen Schultern trĂ€gst. Oft fehlt mir die Freude. Zeige mir, wie sehr du mich liebst. Lass mich deine Barmherzigkeit spĂŒren.

Möglicher Vorsatz:  Ich werde mit dem Vorsatz zur Beichte gehen, mich selbst von ihm getragen zu wissen, und vor ihm ehrlich meine Fehler eingestehen.


Das Herz

4. Juni 2016

Samstag der neunten Woche im Jahreskreis
Unbeflecktes Herz MariÀ
Hl. Christa, MĂ€rtyrerin

Ilona Kies, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 2,41-51
Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach. Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der junge Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten. Sie meinten, er sei irgendwo in der Pilgergruppe, und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurĂŒck und suchten ihn dort. Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn hörten, waren erstaunt ĂŒber sein VerstĂ€ndnis und ĂŒber seine Antworten. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie sehr betroffen und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht. Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört? Doch sie verstanden nicht, was er damit sagen wollte. Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurĂŒck und war ihnen gehorsam. Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen.

EinfĂŒhrendes Gebet: Maria, Josef und Jesus. Ich komme zu euch wie zu meiner Familie. Lasst mich fĂŒr einen Moment in eure Familie hinein. Maria und Josef, ich will mit euch auf die Suche nach Jesus gehen, denn auch ich suche nach ihm.

Bitte: Unbeflecktes Herz MariĂ€, öffne mein Herz fĂŒr Jesus.

1. Das Herz Jesu. â€žDer junge Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten.“ Was ging im Herzen Jesus vor? Sein Herz suchte nach seinem Vater. Es drĂ€ngte ihn, dort zu sein, wo sein Vater ist. Die Liebe birgt die innere Sehnsucht, bei dem Geliebten zu sein. Es ist eine freie Liebe, die frei entscheidet, sich selbst hinzugeben und sich zu verschenken. Nur in dieser Freiheit erkannte Jesus in der Sorge seiner Eltern einen Teil des Planes seines Vaters und entschied sich aus Liebe dazu, sich seinen Eltern gehorsam unterzuordnen. Der Gehorsam gegenĂŒber der AutoritĂ€t macht nur Sinn, wenn er in Liebe und Freiheit geschieht.

2. Das Herz Josefs. Oft wird Josef in diesem Evangelium nicht wirklich beachtet. Josef sagt kein einziges Wort. Maria eröffnet uns ein bisschen, was in Josef vorgegangen ist. „Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht.“ Josef hatte Angst. In seiner vĂ€terlichen GĂŒte sorgte sich Josef sehr um Marias Sohn. Er hat Jesus als seinen eigenen Sohn angenommen. Ihm ist Jesus ans Herz gewachsen. Die Angst, jemanden zu verlieren, ist Ausdruck von großer Zuwendung und Liebe. Auch Josef sehnte sich danach, Jesus bei sich zu haben. Er hĂ€lt sich aber mit Worten zurĂŒck und begleitet Maria schweigend auf der Suche nach Jesus. Als sie Jesus gefunden haben, hĂ€lt sich Josef auch zurĂŒck. Er erkennt die tiefe Verbundenheit zwischen dem Sohn und dem Vater, aber auch die Verbundenheit zwischen dem Menschen und Gott.

3. Das Herz Mariens. Maria bewahrte all das Geschehene in ihrem Herzen. Sie sorgte sich um Jesus, suchte ihn voll Angst und machte ihm VorwĂŒrfe, als sie ihn fand. Jesu Antwort bringt Maria dazu, alles in ihrem Herzen zu bewahren. Das Herz ist der intime Bereich eines Menschen. Von dort her wĂ€chst das geistliche Leben, von dort her wird der Mensch zum Menschen. Die Menschlichkeit, von der oft die Gesellschaft spricht, entspringt dem Herzen. Durch das Herz offenbart der Mensch, wer er ist. Es ist aber wichtig, das Herz zu nĂ€hren. Maria zeigt mir, wie ich mein Herz nĂ€hren kann. Sie bewahrte Jesu Worte und sein Handeln in ihrem Herzen. Auch ich kann Maria folgen und Jesu Worte und sein Wirken in meinem Herzen bewahren. So wird mein Herz immer mehr dem Herzen Jesu Ă€hnlich.

GesprĂ€ch mit Christus: Maria, ich danke dir fĂŒr dein Beispiel. Auch ich will Gottes Wirken in meinem Herzen bewahren. So kann ich dem Herzen Jesu Ă€hnlicher werden. Lass mich in dein Herz hineinschauen, und lehre mich den Weg zu Jesus.

Möglicher Vorsatz: Ich werde mir im Gebet die Zeit nehmen und alle Momente meines Lebens betrachten (und vielleicht aufschreiben), in denen Gottes Wirken in meinem Leben erfahrbar war. Ich bewahre all sein Wirken in meinem Herzen.