Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 21. Dezember 2014 bis Samstag 27. Dezember 2014

Vierte Woche im Advent

P. Jason Koch LC, P. Edward McIlmail LC, P. Barry O’Toole LC, P. Ernest Daly LC

Heiligkeit ist ein bedingungsloses „Ja“!Sonntag
Gipfel der DemutMontag
Hört auf den VorbotenDienstag
Der Himmel hat die Schlüssel in der HandMittwoch
Fleisch, Herrlichkeit, GnadeDonnerstag
Die Kraft des ZeugnissesFreitag
Ein eifriges HerzSamstag


Heiligkeit ist ein bedingungsloses „Ja“!

21. Dezember 2014

Vierter Sonntag im Advent

P. Jason Koch LC

Lk 1,26-38
Der Engel Gabriel wurde von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

Einführendes Gebet:  Herr, du bist der Urheber des Lebens und der Liebe. Du willst mich näher an dich ziehen, und doch scheint es, dass ich so viele Ausflüchte finde, mich von dir zu entfernen. Vergib mir meine Torheit und Kälte des Herzens. Ich bin jetzt hier, um dich voller Sehnsucht zu erkennen und mehr und mehr zu lieben.

Bitte: Himmlischer Vater, hilf mir, dass ich entschieden nach Heiligkeit strebe.

1.  Gott trifft die erste Wahl. Wenn wir das Alte Testament lesen, wundern wir uns über die vielen Menschen, die Gott zur Erfüllung bestimmter Aufgaben ausgewählt hat. Wir kennen die Berufungsgeschichten der Propheten Jesaja (vgl. Jes 6), Jeremia (vgl. Jer 1), Moses (Ex 3) und anderer. Im Neuen Testament ist Maria das Musterbeispiel für die Berufung durch Gott. In allen Fällen ergreift Gott die Initiative; er sendet seinen Boten, um seine Wahl mitzuteilen. Für Maria, die demütige junge Frau aus Nazareth, kommt diese Berufung unerwartet und liegt außerhalb rein menschlicher Möglichkeiten. Deshalb haben sie die Worte des Engels Gabriel verwirrt, und sie wundert sich über seine Begrüßung. Ist mir klar, dass der Plan Gottes für mein Leben auch seiner Initiative entstammt? Habe ich schon geantwortet? Herr, hilf mir, dass ich ganz auf dich eingehe und so handle, wie es deinem Plan für mein Leben entspricht.

2. Das hohe Gut der Freiheit. Gott will nicht, dass Maria blindlings handelt; er möchte eine Antwort, die ihr ganzes Herz, ihren Geist und ihre Seele einbezieht. Deshalb beantwortet der Engel Gabriel die Fragen Marias und geht auf das ein, was nicht Zweifel offenbart, sondern nur Demut im Bemühen, Gottes Willen zu verstehen. Gott schuf Maria ohne Sünde und machte sie reich an Gnade und Tugend. Doch er respektiert ihre Freiheit zu entscheiden, seinen Willen zu tun. Welch ein Geheimnis, dass der allmächtige Gott, der alles erschaffen hat und so liebevoll für uns sorgt, so großmütig unsere Freiheit respektiert! Herr, lass mich nie meine Freiheit missbrauchen, indem ich mich von meinen Leidenschaften treiben lasse: dem Stolz, der Eitelkeit und der Sinnlichkeit.

3. Heiligkeit ist ein bedingungsloses „Ja“. Maria muss dem Boten Gottes ihre Antwort geben, nachdem sie ihn angehört hatte. Sie macht das hervorragend. Ihre Großzügigkeit spiegelt die Großzügigkeit Gottes einzigartig wider. Jeder Augenblick des Tages ist eine neue Gelegenheit für uns, Maria nachzuahmen. Ihr Leben war ein „Ja“-Sagen zu allem, was Gott von ihr verlangte, was auch immer es war. Sie wurde belohnt mit der Gnade der leiblichen Aufnahme in den Himmel. Nur Heilige gelangen in den Himmel, deshalb müssen wir uns bemühen, dem Pfad der Heiligkeit zu folgen. Das bedeutet, ein einfaches, demütiges „Ja“ zu sagen zu jeder Gelegenheit, die Gott uns bietet, um Christus ähnlicher zu werden. Herr, schenke mir den Mut, dir mein Leben anzubieten wie ein weißes Blatt Papier, dass du darauf meine Lebensgeschichte mit dir schreiben kannst.

Gespräch mit Christus: Mein Jesus, ich weiß, dass du mich heute aufforderst, dir ähnlich zu werden. Ich bin mir bewusst, dass das nicht leicht ist, aber du wirst mir die Gnade schenken, dieses Ziel zu erreichen. Ich muss dir vertrauen und alles, was du mir über den Weg schickst, als Hilfe betrachten, mein Ziel, die Heiligkeit, zu erreichen. Schenke mir Gnade, Motivation und viele gute Vorbilder, damit ich großzügig werde wie Maria, deine Mutter.

Vorsatz:  Ich will etwas Zeit dafür aufbringen, jemanden zu ermutigen, sich auch um Heiligkeit zu bemühen. Besonders will ich junge Menschen behutsam ermuntern, für eine geistliche Berufung offen zu sein, sollte der Herr sie rufen.


Gipfel der Demut

22. Dezember 2014

Montag der vierten Woche im Advent
Hl. Jutta von Sponheim OSB

P. Edward McIlmail LC

Lk 1,46-56
Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

Einführendes Gebet:  Herr, ich liebe dich, weil du mich zuerst geliebt hast. Du hast mich deine helfende Hand in so vielen Ereignissen meines Lebens erkennen lassen; wie kann ich nicht an dich glauben? Diese Tage des Advents sind so schnell vorbei gegangen. Du bist schon fast an meiner Türschwelle, bereit anzuklopfen. Ich möchte an Weihnachten für dein Kommen gerüstet sein. Daher bringe ich meine demütige Bitte vor dich.

Bitte: Herr Jesus, hilf mir, für das Leben und alle deine Gnaden dankbar zu sein.

1.  Das Schlüsselwort. Das Magnifikat, ja sogar die ganze Geschichte der Erlösung, kann in dem Wort „Wohlwollen“ zusammengefasst werden. Das ist das wahre Weihnachtsmotiv. Gott schaut mit Wohlwollen auf die Menschheit. Manchmal sehen wir unser geistliches Leben als ein Bemühen an, das wir auf uns nehmen, um Gott gefällig zu werden und um dadurch seinen Segen auf uns zu ziehen. Das würde bedeuten, dass wir in gewisser Weise unser eigenes Wachsen in Heiligkeit bewirken können. Das ist jedoch nicht der Fall: Gnade heißt ja gerade unverdient und ungeschuldet. Wir haben keinen Anspruch gegenüber Gott. Unser geistliches Leben sollte darin bestehen, uns vor Gott als die zu zeigen, die wir wirklich sind: Sünder. Indem wir unsere Schwäche vor seine Allmacht bringen, kann er uns aus unserer Armseligkeit befreien und uns als seine Kinder annehmen. So geschah es ja auch, als er „auf die Niedrigkeit seiner Magd“ geschaut hat.

2. Er wollte einer von uns werden. Um uns seine unermessliche Liebe zu zeigen, wird Gott einer von uns. Liebe lässt uns danach verlangen, der Person, die wir innig lieben, ähnlicher zu werden. Wie konnte Gott seinem geliebten Geschöpf ähnlicher werden? Er wurde nicht nur Mensch, sondern er teilte das Schicksal der Ärmsten der Armen. Nur sehr wenige, auch kaum Sozialhilfeempfänger, wurden in einem Stall geboren. Wie viele Kinder werden in einen Futtertrog einer Kuh oder eines Pferdes gelegt? Genau dies ist eine Krippe. Obwohl er reich war (er war der allmächtige Gott), wurde er arm, um uns durch seine Armut zu reich zu machen. Wir sollten uns selbst fragen, was wir tun, um unserem Geliebten ähnlicher zu werden. Was machen wir, um Christus in seiner Selbsthingabe nachzuahmen? Haben wir gelernt, unsere Launen und Begierden abzulegen, um Dinge zu tun, die unserem Ehepartner, unseren Kindern oder Eltern gefallen? Das ist die Art und Weise, wie wir uns selbst auf ein gnadenreiches Weihnachten vorbereiten.

3. Unerschöpflicher Segen. Der Schluss des Magnifikats ist eine Verherrlichung Gottes in der Erkenntnis, dass er denen sein Wohlwollen schenkt, die ihn lieben. Alle Generationen werden uns „selig“ preisen. Gott wird die Macht seines Armes zeigen, er wird die Niedrigen erhöhen und die Hungernden mit guten Gaben beschenken. Wir haben wirklich so viel bekommen, für das wir dankbar sein sollten. Die Herausforderung unseres christlichen Lebens besteht darin, dass wir uns an unsere Gnadengaben erinnern und unsere Taten mit dem Siegel der Dankbarkeit kennzeichnen. Wir ehren Gott und preisen Gott, wenn wir versuchen, auf all das Gute, das er in unserem Leben getan hat, zu antworten. Dann werden auch andere uns selig nennen, weil unsere kindliche Haltung Gott die Tür öffnet, noch mehr Gutes durch uns zu tun. Zähle ich oft meine Gnadengaben? Versuche ich wirklich, Gott etwas zurückzugeben, indem ich mit ihm mitarbeite, und bin ich mir bewusst, dass er dadurch noch mehr Gutes vollbringen und mich noch mehr segnen wird?

Gespräch mit Christus: Herr, ich bereite meine Seele auf dein Kommen an diesem Weihnachtsfest vor und lade dich ein, in meine bescheidene Wohnung einzutreten. Bitte gehe nicht vorüber, ohne meiner armen Seele deine Gnaden zu verleihen. Ich bedarf deiner Gnade. Ich werde heute unser Zusammensein nicht beenden, ohne zuvor wenigstens einen Krümel von deinem Gastmahl mitzunehmen. Erlaube mir, dir zu danken und dich zu preisen für deine grenzenlose Barmherzigkeit, mit der du auf mich schaust.

Vorsatz:  Heute werde ich aus Dankbarkeit für die vielen Gnaden, die ich empfangen habe, jemandem in Not etwas Gutes tun.


Hört auf den Vorboten

23. Dezember 2014

Dienstag der vierten Woche im Advent
Hl. Johannes von Krakau
Hl. Victoria, Märtyrerin

P. Edward McIlmail LC

Lk 1,57-66
Für Elisabeth kam die Zeit der Niederkunft, und sie brachte einen Sohn zur Welt. Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr. Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben. Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen. Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt. Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle. Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes. Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott. Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken, und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa. Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn es war deutlich, dass die Hand des Herrn mit ihm war.

Einführendes Gebet:  Herr, während ich demütig im Gebet vor dir knie, erkenne ich deine Macht und Herrlichkeit. Ohne dich bin ich nichts, aber mit dir kann ich alles vollbringen. Mit diesem Vertrauen bitte ich dich, mir zu helfen, diese Zeit des Gebets gut zu nutzen, als einen Ausdruck meines tiefen Wunsches, dich zu lieben und dich nachzuahmen. Ich bin hier, um dir zu gefallen und dich zu verherrlichen.

Bitte: Herr, hilf mir, die Rolle der Eltern und Familien als eine Kirche im Kleinen tiefer zu schätzen.

1.  Eine erstaunliche Gnade. Elisabeth und Zacharias erhielten die große Gnade ein Kind zu bekommen in hohem Alter. Und nicht nur irgendein Kind: Es war Johannes der Täufer. Um für die große Berufung bereit zu sein, würde er die Liebe und die Anleitung brauchen, die nur Eltern geben können. Große Menschen führen oft ihren Weg auf die Liebe einer Mutter oder eines Vaters (oft beide) zurück, die vor den Augen der Welt verborgen bleiben. Bin ich meinen Eltern dankbar für das, was ich von ihnen empfangen habe? Suche ich stets danach, was wirklich das Beste für meinen Ehegatten und die Kinder ist, und nicht, was im Licht dieser Welt betrachtet das Beste zu sein scheint?

2. Gottes Ruf. Das Kind würde nicht nach dem Vater benannt werden, sondern vielmehr den Namen erhalten, den Gott erwählte. Große Spannungen im Leben eines Kindes (und manchmal auch von Erwachsenen) ergeben sich aus der Nähe zu den Eltern und deren Plänen für das Leben des Kindes. In Wirklichkeit sollten wir in erster Linie unserem himmlischen Vater nahe sein. Es ist einzig Gott, der uns Sinn und Berufung in unserem Leben gibt. Gibt es eine Erwartung der Eltern oder Familienmitglieder, die mich von Gottes Plan für mich zurückhält? Oder wenn ich eine Mutter oder ein Vater bin, verlange ich ungerechterweise von meinem Kind, dass es nach meinen Plänen lebt? Mische ich mich in seine oder ihre Berufung ein? In seine oder ihre Ehe?

3. Das „Ja“ des Zacharias. Zacharias Stimme kehrt erst dann zurück, als er sich auf den Plan Gottes eingelassen hat und dem Namen des Kindes zustimmt. Wenn wir endlich „Ja“ zu Gott in unserem Leben sagen, dann finden wir den tiefsten Sinn in unserem Leben. Dann können wir uns am besten ausdrücken. Lasse ich Gott warten?

Gespräch mit Christus: Herr, Zacharias nahm einen langen und gewundenen Pfad auf seinem Weg, über neun Monate lang. Lass mich mein eigenes Leben als einen Weg erkennen und habe Geduld mit denen, die immer noch auf ihrem Weg sind.

Vorsatz:  Ich will heute „Ja“ zu Gott sagen, und etwas tun, worum er mich bittet.


Der Himmel hat die Schlüssel in der Hand

24. Dezember 2014


Heiliger Abend

P. Barry O’Toole LC

Lk 1,67-79
Sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt und begann prophetisch zu reden: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause seines Knechtes David. So hat er verheißen von alters her durch den Mund seiner heiligen Propheten. Er hat uns errettet vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen; er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet und an seinen heiligen Bund gedacht, an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat; er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinem Angesicht all unsre Tage. Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten. Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken in der Vergebung der Sünden. Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Einführendes Gebet:  Herr, ich glaube an deine liebende Gegenwart bei mir, und ich bin tief berührt, wenn ich deine unendliche Liebe zu mir betrachte. Ich verdiene deine Gnade nicht, doch ich kann nicht ohne sie leben. Du rufst mich dazu auf, mich über meine Sünden und mein Elend zu erheben und in deiner Liebe als eines deiner Kinder zu leben. Ich möchte dir wirklich meine Liebe zeigen.

Bitte: Herr, hilf mir, dich zu suchen und dich in der Stille zu finden.

1.  Stille für die Betrachtung. Zacharias konnte neun Monate lang nicht reden. Ein Schweigen, das ihm von Gott auferlegt wurde. Anfangs war es für ihn bestimmt frustrierend, dass er sich mit den anderen nicht normal unterhalten konnte. Mit der Zeit verwandelt sich diese Frustration in Resignation und zögerliches Annehmen. Durch Beharrlichkeit und Gebet beginnt er plötzlich die Prüfung, die Gott ihm auferlegt hatte, zu lieben und von ganzem Herzen bereitwillig anzunehmen. So wird es immer sein. Wenn wir sehen, wie jemand im Krankenhaus, im Pflegeheim oder sogar auf der Straße oder bei der Arbeit viel leidet, können wir ihnen diese Botschaft der Hoffnung bringen. Das Leiden hat einen Sinn, es hat einen erlösenden Wert, wenn wir unser Leiden mit dem Leiden Christi vereinen.

2. Stille für die Vereinigung mit unserem Herrn. Wir sehen, dass diese neun Monate, in denen Zacharias stumm war, für ihn eine Gelegenheit waren, Gott näher zu kommen. Durch das Gebet erlangte er ein tieferes und erfahrbareres Wissen über Gott, welches ihn zu einem Apostel machte, der anderen diese Erfahrung mitteilen wollte. Diese neun Monate der Stille machten ihn sogar zum Propheten: Er verkündigt, dass die Rettung seines Volkes nahe ist. Auch wir werden Worte der Weisheit und der Ermutigung für andere bekommen, wenn wir lernen, allein mit Gott in der Tiefe unseres Herzens zu sein. Die Stille ist ein Mittel, um diese Vertrautheit mit Gott zu erlangen.

3. Stille, um zu loben. Sicherlich musste Zacharias manchmal an die Worte des Engels denken: „Du sollst stumm sein und nicht mehr reden können bis zu dem Tag, an dem all das eintrifft“ (Lk 1,20). Dabei wurde er mit Hoffnung erfüllt. Der Tag wird kommen, an dem er wieder sprechen kann! Er hat neun Monate Zeit, um seine Rede vorzubereiten. Seine ersten Worte richten sich nicht gegen Gott, weil dieser ihn leiden ließ, sondern sie sind ein Lobhymnus auf die Barmherzigkeit Gottes gegenüber der sündigen Menschheit. Er hat sein Erbarmen selbst erfahren. Auch wir sollen durch unser Reden Wahres mitteilen, und die größte Wahrheit ist das, was Gott für jeden von uns getan hat und für jeden Einzelnen tun möchte. Wenn unser Reden das Ergebnis einer tiefen Betrachtung ist, werden unsere Worte Frucht tragen. Baut mein Reden andere auf? Sind meine Worte von Gottes Gegenwart getragen? Ist mir klar, wie sehr wir andere durch gute Unterhaltungen aufbauen können?

Gespräch mit Christus: Herr, heute Nacht wird dein Sohn geboren. Ich will, soweit es an mir liegt, ihm einen gut vorbereiteten Platz bereiten. Komm Du meinen armseligen Bemühungnen zuvor. Lass all mein Tun an diesem Tag eine würdige Huldigung für den kommenden König der Herrlichkeit sein.

Vorsatz:  Heute will ich mich bemühen, andere durch meine Worte aufzubauen.


Fleisch, Herrlichkeit, Gnade

25. Dezember 2014

Weihnachten
Geburt des Herrn

P. Ernest Daly LC

Joh 1,1-18
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

Einführendes Gebet:  Herr, danke für diesen Tag an Gnaden reich, den Weihnachtstag. Ich glaube, dass du ein kleines Kind geworden bist, um mich zu erlösen und mir die Liebe des Vaters zu zeigen. Ich liebe dich. Deine Geburt zeigt mir die Tiefe deiner Liebe zu mir. Ich möchte mir heute von Neuem Mühe geben, ein Christ zu sein, der dich liebt.

Bitte: Herr, hilf mir, mehr über deine Liebe zu staunen.

1.  Fleisch. „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ Für die meisten Familien ist Weihnachten ein Tag der besonderen Nähe. Wir nehmen uns Zeit füreinander. Wir wissen auch, dass Gott uns nah ist. Er ist der „Eine“, der uns in der Liebe verbindet. Heute betrachten wir in stillem Staunen das Christkind. Inmitten aller Aufregung und aller Emotionen von Weihnachten können wir nicht anders als in Verwunderung innehalten: Mein Gott ermöglicht es mir, ihn in diesem Kind zu umarmen. Hier ist ein erstaunliches Geheimnis von inniger Verbundenheit. Hier findet alle menschliche Nähe ihren großartigsten Ausdruck. Und das wurde allein durch Gottes Initiative möglich. Er ist Fleisch geworden. Er hat unter uns gewohnt. Lasse ich mich zu Jesus hinziehen? Erlaube ich ihm, mich zu lieben? Erlaube ich mir, ihn zu lieben?

2. Herrlichkeit. „Und wir haben seine Herrlichkeit gesehen.” Für Johannes ist die Herrlichkeit Gottes, die auf Christi Antlitz erstrahlt, die Herrlichkeit der Liebe. Jesu Herrlichkeit besteht darin, fähig zur Liebe zu sein – zur Liebe zu uns. Was für einen erstaunlichen Gott haben wir! Er fordert unsere Vernunft heraus. Seine weihnachtliche Herrlichkeit besteht darin, sich selbst so klein zu machen, dass er ein winziges Kind wird, das unserer Liebe bedarf. Seine Herrlichkeit wird später darin bestehen, sich aus freiem Willen aus Liebe zu uns kreuzigen zu lassen. Würdige ich diese großartige Liebe? Bin ich bereit, in dieses Geheimnis einzudringen? Bin ich dazu bereit, mich von der Herrlichkeit der Liebe Gottes erfüllen zu lassen und sie auszustrahlen?

3. Gnade. „Voll Gnade und Wahrheit.” Die Gnade, von der hier gesprochen wird, ist der liebende Blick des Vaters. Jesus bringt unserer Welt und unserem Leben den liebenden Blick des Vaters. Er verwandelt unsere Welt in den Ort, an dem der Vater seinen Sohn findet. Der Vater ist zufrieden; Christus lebt unter uns. Dies ist die Gnade, die Christus bedeutet: Gottes Initiative der Liebe. Gnade ist ein Geschenk. Sie ist nicht von mir abhängig. Ich muss sie einfach annehmen. Ich muss sie einfach würdigen, wie Johannes es getan hat. Würdige ich Christus? Versuche ich, mein Leben zu einem Geschenk zu machen, wie sein Leben ein Geschenk für uns war?

Gespräch mit Christus: Jesus, danke für diesen Weihnachtstag. Ich weiß, dass an diesem Tag viel los sein kann, aber ich weiß auch, dass er sehr schön sein wird. Er ist schön, weil du hier bist, Herr. Danke, dass du an diesem Weihnachtstag hier bist. Ich möchte dich lieben, wie Maria es getan hat. Ich möchte deine Gnade und Herrlichkeit den Menschen um mich herum bringen.

Vorsatz:  Heute werde ich mich bemühen, eine besondere Freude und Güte in meinen Beziehungen zu anderen zu zeigen, besonders in meiner Familie. Ich werde nach einem besonderen Weg suchen, jeden von ihnen heute glücklich zu machen.


Die Kraft des Zeugnisses

26. Dezember 2014

Zweiter Tag in der Weihnachtsoktav
Hl. Stephanus, Märtyrer

P. Ernest Daly LC

Mt 10,7-22
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Nehmt euch aber vor den Menschen in Acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen. Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt. Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

Einführendes Gebet:  Herr, öffne mein Herz an diesem neuen Tag für dich. Aufgrund deiner unendlichen Liebe zu mir verdienst du meine tiefe Dankbarkeit und mein vollstes Vertrauen auf dich, und so gebe ich mich dir ganz hin. Tue mit mir, was du willst. Ich weiß, dass du mich liebst, und dass nichts mir wirklich schaden kann, so lange ich danach strebe, in deiner Liebe zu leben.

Bitte: Herr, hilf mir, deine Vergebung zu erfahren und zu lernen, anderen zu vergeben.

1.  Rechne ihnen diese Sünde nicht an. Diese Worte des heiligen Stephanus (Apg 7,60), wie es die Apostelgeschichte berichtet, wiederholen Christi letzte Worte auf der Erde. Er ist in Christi Herz eingedrungen. Er ist für den Herrn entflammt. Dieses Feuer ermöglicht ihm, die gleiche Feuerprobe der Ablehnung und des Todes durchzustehen, die Christus durchmachte. Und er geht durch dieses Feuer, ohne verbrannt zu werden. Sein Herz brennt so für Christus, dass Hass und Verzweiflung nicht an ihm nagen können. Wie der Herr will er nur die Erlösung seiner Verfolger. Lasse ich es zu, dass mein Herz Feuer fängt durch die Flamme der Liebe, die in dem Kind in der Krippe brennt? Zeige ich den Eifer der Liebe, der sich in selbstlosem Dienst zeigt?

2. Der Fall des Saulus. Die Apostelgeschichte berichtet die Billigung des Martyriums des Stephanus durch Saulus. Saulus war ein Mann, der dachte, alles zu verstehen. Er dachte, er wüsste, wie böse Stephanus war und welche Bedrohung seine Lehre brachte. Seine Absichten schienen korrekt zu sein, aber er lag total falsch. Saulus wird später von sich selbst als Totgeburt reden. Er war tot, weil er das Wichtigste nicht hatte – er war tot in seiner Seele. Aber Gott ist barmherzig. Saulus wird bald der heilige Paulus. Jesus akzeptiert das Gebet des Stephanus so, wie der Vater das Gebet Jesu annimmt. Wir brauchen keine Angst zu haben. Gott nimmt auch unser Gebet an. Er wird Wunder vollbringen, wenn wir im Gebet und im Dienst standhaft bleiben.

3. Ein starkes Herz. Oft versucht Christi Botschaft uns aus unserer Bequemlichkeit herauszureißen. Wir sind schnell dabei, uns von Christus oder anderen vergeben zu lassen, aber es ist nicht so einfach, den nächsten logischen Schritt zu gehen und anderen schnell und leicht zu vergeben. Um ein vergebender heiliger Stephanus zu werden, müssen wir im Blick halten, dass auch wir ein Saulus sind. Die Weihnachtszeit ist ein perfekter Zeitpunkt für eine Veränderung des Herzens. Während wir das liebende Antlitz Gottes in dem Kind in der Krippe betrachten, können wir seine zarte, unendliche Liebe zu uns erfahren. In seiner Freundschaft verankert können wir die Großherzigkeit erlangen, jeden bösen Willen vergangener Verletzungen beiseite zu legen und jedem zu wünschen, den Frieden und die Freude zu finden, die nur davon kommen können, das menschgewordene Wort zu kennen.

Gespräch mit Christus: Herr, danke für das Beispiel des heiligen Stephanus, des ersten Märtyrers deiner jungen Kirche. An diesem Tag nach deiner Geburt zeigst du mir auch die Geburt einer ganz mutigen Liebe. Ich glaube, dass ich in deinen Armen sicher bin, egal wie hart die Schwierigkeiten sind. Ich glaube, dass du mir deine Sendung anvertraust. Heute will ich mein Bestreben erneuern, meiner Sendung als Christ und Apostel treu zu sein „bis zum Tod“. Du bist mein Herr, Jesus. Ich will dir folgen.

Vorsatz:  Heute werde ich bei jedem, den ich treffe, die positive Seite suchen. Ich werde über ihre Begrenztheiten hinwegsehen. Und wenn jemand mir Böses wünscht, will ich ihm vergeben. Ich möchte eine frohe, positive Ausstrahlung vermitteln.


Ein eifriges Herz

27. Dezember 2014

Dritter Tag in der Weihnachtsoktav
Hl. Johannes, Apostel und Evangelist

P. Ernest Daly LC

Joh 20,2-8
Am ersten Tag der Woche lief Maria Magdalena schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.

Einführendes Gebet:  Herr, heute werde ich an die Intensität der Liebe, die du in den Herzen deiner Jünger entfachst, erinnert. Ich möchte heute dein Jünger sein. Ich glaube, dass du mich liebst. Ich glaube, dass du die Sünde und den Tod überwunden hast. Ich glaube, dass du mit mir gehst.

Bitte: Herr, hilf mir, dich voll Freude zu entdecken, wie der heilige Johannes dich entdeckt hat.

1.  Eifrig. Der heilige Johannes war von Anfang an begeistert von Christus. Schon sehr früh hatte Christus sein Herz gewonnen. In seinem Evangelium berichtet er viele Dinge über Christus in einer sehr persönlichen Weise und gibt uns einen besonderen Blick auf Christus. Christus erlaubte ihm, in sein Herz zu blicken, und Johannes’ Glauben gab ihm Grund, auf die Auferstehung zu hoffen. Darum rennt er mit solch einem Eifer zum Grab. Er weiß noch nicht, dass Christus auferstanden ist, aber er will es wissen. Er will wissen, wo Christus ist. Begeistere ich mich dafür, mit Christus zusammen zu sein? Diese Weihnachtszeit ist eine besondere Zeit, in der ich mich ganz natürlich zu Christus hingezogen fühlen kann. Nutze ich seine Gnade und versuche, mehr mit ihm zu sprechen?

2. Schnell. Kein Zweifel: Gelange so schnell wie möglich dorthin. Johannes weiß, wohin er gehen muss. Nichts anderes ist wichtig. Er lässt nichts seinen Weg kreuzen. Ein Heiliger lebt sein Leben schnell, auch wenn er lange Jahre lebt. Er lebt es schnell, weil er jeden Tag, jeden Moment, intensiv für Christus und die Seelen lebt. Er lebt sein Gebetsleben intensiv – trotz der natürlichen Müdigkeit und Momenten der Dürre – weil er weiß, dass die Zeit, die er mit Beten verbringt, der wichtigste Moment des Tages ist. Ein Heiliger lebt seinen Dienst für die Familie und für Andere mit der Intensität der Liebe. Statt ihn zu ermüden, bringt ihn die Liebe näher zu Gott. Habe ich Angst davor, intensiv zu lieben und zu leben?

3. Gläubig. Johannes wird für seinen Glauben belohnt. Sein Herr lebt! Weder Grausamkeit noch das Böse, nicht einmal der Tod selber kann seinen Herrn besiegen. Johannes lehrt uns, an Christus zu glauben, die Zeichen seiner Gegenwart mit Freude zu entdecken. Nutze ich diese Weihnachtszeit, um meinen Glauben an Christi Gegenwart in der Welt neu zu stärken? Pflege ich einen übernatürlichen Blick auf die Dinge, die ich tue, auf die Art, mit der ich mit den Menschen um mich herum umgehe? Wächst in mir das Vertrauen auf Christi Sieg in den Seelen und entdecke ich die Zeichen dieses Sieges?

Gespräch mit Christus: Herr, danke für den Glauben des heiligen Johannes. Er war deinem Herzen nahe. Hilf mir, mein Herz in deinem Herzen zu bergen. Ich möchte zu dir laufen, Herr, im Auf und Ab meines Lebens, in guten Zeiten wie in schlechten Zeiten. Heute werde ich in meinem Herzen dir nahe bleiben. Bleibe auch du nah bei mir.

Vorsatz:  Ich werde heute das Glaubensbekenntnis vor der Krippe beten und mir besonders Mühe geben, in Gesprächen mit anderen von Gottes Vorsehung zu sprechen.