Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 8. Juni 2014 bis Samstag 14. Juni 2014

Zehnte Woche im Jahreskreis

P. Jeffrey Bowker LC, P. Shawn Aaron LC, P. Matthew Kaderabek LC, P. John Doyle LC

Die Kraft des Heiligen GeistesSonntag
Das Zeugnis des GeistesMontag
Aufgeben oder erfüllen – Leere oder FülleDienstag
Der Ruf zur JüngerschaftMittwoch
Die Macht der WorteDonnerstag
Ein reines HerzFreitag
Ja oder NeinSamstag


Die Kraft des Heiligen Geistes

8. Juni 2014


Pfingstsonntag

P. Jeffrey Bowker LC

Joh 20,19-23
Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

Einführendes Gebet:  Herr, heute feiern wir, dass du der Kirche den Heiligen Geist geschenkt hast, den du uns an Pfingsten herab gesandt hast. Ich glaube und vertraue darauf, dass seine Kraft mich zu einem besseren Apostel für dein Reich machen kann. Möge er in mir das Feuer entzünden, wo ich lau geworden bin. Möge er mir helfen , mich von meiner Bequemlichkeit zu lösen und die Unschuld meiner Taufe wiederherzustellen. So möge meine Seele reiner und wertvoller werden, um dir jeden Tag zu dienen und dich zu ehren.

Bitte: Komm, Heiliger Geist, erfülle mein Herz mit deiner Gnade und entzünde in mir das Feuer deiner Liebe.

1.  Die Türen waren verschlossen. Was genau hält einen Jünger Christi auf seinem Weg der Bekehrung und der Hingabe auf? Verborgen unter unserer geistlichen Trägheit und unserem fehlenden Eifer sind nicht so sehr unsere persönlichen Fehler und unser Mangel an menschlichen Tugenden, sondern die Blindheit gegenüber der dynamischen Kraft des gekreuzigten und auferstandenen Herrn. Wir können unsere selbst gemachten Gefängnisse nur verlassen, indem wir unsere Herzen ganz für den Glauben an Christus öffnen: vollkommenes Vertrauen (trotz der Verwirrung der Gegenwart und der Unsicherheit der Zukunft), vollkommene Hoffnung (indem wir uns davon lösen, immer erst perfekt sein zu wollen, bevor wir handeln), und vollkommene göttliche Zuversicht (indem wir die Sünden anderer und unser persönliches Versagen beiseite stellen, die uns in kurzsichtigen Visionen vom Leben gefangen sein lassen). Christus kommt auch heute wieder durch verschlossene Türen. Wir brauchen ihn nur zu bitten, diese Türen zu öffnen und so die Erfahrung des auferstandenen Herrn in der Kraft des Heiligen Geistes zu machen.

2. Friede sei mit Euch! Es ist wichtig, unseren „Frieden“ zu prüfen und zu sehen, ob es derselbe Frieden ist, den Christus meint. Manchmal verwechseln wir Frieden mit Zufriedenheit und Wohlbehagen. So manches vergängliche Wohlbehagen ist Teil unseres Lebens, und wir können dafür auch dankbar sein. Aber wenn wir das Wohlbehagen um seiner selbst willen suchen, laufen wir leicht Gefahr, das Leben des Geistes, der kommt, um uns tiefen Frieden und Erfüllung im Leben zu bringen, zu übertönen. Pfingsten muss uns vor allem davon überzeugen, dass das Gebet und ein geordnetes Leben uns erlauben, steten Kontakt mit den Quellen der Gnade und der göttlichen Eingebung zu haben.

3. Empfangt den Heiligen Geist. Im Sakrament der Beichte werden uns die Sünden durch das Wirken des Heiligen Geistes vergeben, der das Wirken Christi durch den Priester vergegenwärtigt. Wir glauben, dass Gottes Barmherzigkeit neue Hoffnung und eine Veränderung in unserer Seele bewirkt. Warum glauben wir dann nicht, dass dieselbe Gnade des Heiligen Geistes uns zu heroischen Heiligen machen kann, die in der Prüfung siegreich, in schwierigen Beziehungen geduldig und als Apostel wirksamer sein können? Christus versichert uns, dass seine Kraft uns nie verlassen wird, so dass wir keinen Grund mehr haben, uns nach ein paar schlechten Erfahrungen in unserem Leben zurückzuziehen. Vielmehr will der Heilige Geist uns in Christus hinein verwandeln, indem er es möglich macht, dass wir auf geistliche Weise seine Wunden tragen und sie einer ungläubigen Welt offenbaren.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, ich will mehr auf die Kraft deines Heiligen Geistes vertrauen, der mich verändern kann, als auf meine eigenen Bemühungen. Ich will mich auf dich in unserer täglichen Begegnung von Angesicht zu Angesicht verlassen. Lass die Quellen der göttlichen Gnade meine wahre Speise werden, und möge ich mich davon lösen, meine Seele mit vergänglichen Vergnügungen und vergeblichem Ehrgeiz zu nähren.

Vorsatz:  In dieser Woche will ich versuchen die Eingebungen des Heiligen Geistes in meinem Leben zu entdecken. Dabei werde ich mir meine Gedanken aufschreiben und mit Vertrauen und Großzügigkeit nach den Ideen zu handeln.


Das Zeugnis des Geistes

9. Juni 2014

Montag der zehnten Woche im Jahreskreis
Pfingstmontag

P. John Doyle LC

Joh 15,26-16, 3
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. Ich habe es euch gesagt, damit ihr, wenn deren Stunde kommt, euch an meine Worte erinnert.

Einführendes Gebet:  Herr, zu Beginn dieses Gebets gebe ich mich ganz dir hin: meine Gedanken, Wünsche, Entscheidungen, Handlungen, Hoffnungen, Ängste, Schwächen, mein Versagen und die kleinen Erfolge. Ich öffne dir mein ganzes Sein und bin mir bewusst, dass du schon alles weißt. Ich weiß, dass du mir dein Erbarmen schenkst und dass dein von Liebe erfüllter Blick die Macht hat, mich zu heilen.

Bitte: Herr und Gott, hilf mir, als echter Bekenner Christi zu leben.

1.  Das Zeugnis Christi. Es gibt Menschen, die ihre Vorstellungen, die nicht der Lehre Christi entsprechen, damit rechtfertigen, dass sie angeblich vom Heiligen Geist kämen. Eine sorgfältige Betrachtung des heutigen Evangeliums zeigt, dass dies niemals in Gottes Plan liegen kann. Der Heilige Geist liegt weder im Zwiespalt mit der Botschaft Christi, noch ist er Urheber von einem Heilsplans, der sich von der Kirche Christi unterscheidet. Der Heilige Geist ist der Geist Christi und der des Vaters. Die Absicht seines Kommens liegt darin, Christus zu bezeugen. Jede echte Inspiration des Heiligen Geistes bringt uns eine größere Treue zur Wahrheit. Beachte ich das Drängen des Heiligen Geistes zur größeren Treue gegenüber meinen Pflichten als Christ?

2. Zeugen im Geiste. Unser Glaube ist keineswegs eine statische Angelegenheit. Wie auch die ersten Jünger Christi seine Predigten, Wunder und persönliche Liebe erfuhren, so entdecken auch alle ernsthaften Christen die Gegenwart Christi durch ihre täglichen Erfahrungen. Dies gilt besonders für das Sakrament der Buße und der Eucharistie. Jesus ist immer bei uns, und seine Vergebung und Nähe sind der Ursprung unseres Glücks. Der Heilige Geist gibt uns durch die Gnade der Taufe die Kraft, das zu bezeugen, was wir so großmütig erhalten haben. Nehme ich meine Berufung als Christ so ernst, dass ich Zeugnis für die Liebe Christi ablege? Ist mir klar, dass ich zuallererst Zeugnis durch ein wahrhaftig christliches Leben geben muss? Erinnere ich mich bei dieser - vielleicht manchmal entmutigenden - Aufgabe daran, dass ich mich in diesen Belangen vor allem auf den Heiligen Geist als einen treuen Partner verlassen sollte?

3. Treue inmitten von Widerstand. Christus teilt den um ihn beim Letzten Abendmahl versammelten Jüngern mit, dass das Bekenntnis zu ihm nicht immer auf Anerkennung stoßen wird. Widerstand zu erfahren, scheint wesentlich zum Christsein zu gehören. Tief verwurzelte und unerschrockene Anhängerschaft für Christus und die Stimme des Gewissens war nie mit einem populären Zeitgeist vereinbar. Es ist einfach so, dass Christen nicht dazu berufen sind, sich anzupassen, sondern einen eigenen Standpunkt und eine Selbstverständnis zu haben. Dies hat natürlich - wie auch im Leben unseres Herrn - unvermeidliche Folgen. Das Schöne daran ist, dass uns ein endgültiger Sieg versprochen worden ist. Christus geht uns voran, und der Heilige Geist steht uns zur Seite.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, es war noch nie leicht, authentisch Zeugnis für dich abzulegen. Lehre mich, nicht auf meine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen, sondern durch die Treue zu den Inspirationen des Heiligen Geistes an geistiger Kraft und innerer Stimmigkeit zu wachsen.

Vorsatz:  Ich will heute öffentlich ein Zeichen meines Glaubens geben.


Aufgeben oder erfüllen – Leere oder Fülle

10. Juni 2014

Dienstag der zehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Bardo OSB, Abt
Hl. Olivia, Märtyrerin

P. Shawn Aaron LC

Mt 5,13-16
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

Einführendes Gebet:  Himmlischer Vater, du Quelle aller Gnaden, du hast mich mein ganzes Leben lang begleitet, und du führst mich auch jetzt noch. Ich danke dir für deine väterliche Fürsorge. Jesus, du Sohn Gottes, du bist für mich am Kreuz gestorben, um für meine Sünden die Schuld zu bezahlen und mir deine bedingungslose Liebe zu zeigen. Ich danke dir, dass du mir den Weg heim zum Vater zeigst. Heiliger Geist, du treuer Gast meiner Seele, du heilst und stärkst mich und du entfachst die innersten Tiefen meiner Seele mit deinem Feuer. Ich danke dir für deine liebende Gegenwart in mir.

Bitte: Jesus, hilf mir, wahre Freiheit in Einheit mit deinem Willen zu leben.

1.  Ganz erfüllen. Gott hat sein Volk durch das Gesetz und die Propheten für das Heil vorbereitet. In Christus ist dieses Heil nah: Jesus, das Fleisch gewordene Wort, wird das Gesetz und die Propheten erfüllen und sie richtig auslegen. Das Gesetz wird von den Steintafeln in die Herzen der Menschen geschrieben, wie wir in den Seligpreisungen sehen konnten. Jesus kam besonders deshalb, um die tiefe Sehnsucht des menschlichen Herzens nach Glück zu erfüllen, welches letztlich im ewigen Leben bei Gott seine höchste Erfüllung findet. „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen” (Gal 4,4-5).

2. Das Brechen der Regeln. „Regeln sind dazu da, dass sie gebrochen werden“, so lautet das „Credo der Jugend“. Wenn wir erwachsen werden, können wir die Erfahrung machen, dass äußere Schranken unserem subjektiven Glück im Wege stehen. Wir nennen sie Gesetze. Wenn nun der Wunsch, unseren eigenen Willen durchzusetzen, größer wird, wiegt das Gewicht dieser Gesetze immer schwerer – „Tu dies, tu das nicht.“ Autoritätspersonen können dann als wachsendes Hindernis unserer persönlichen Erfüllung im Wege stehen. Wir ziehen die falsche Schlussfolgerung, dass sich Gesetze und Glück wie Öl und Wasser nicht miteinander vereinbaren lassen. Und so lassen wir zu, dass sich Sündenmuster entwickeln und wir nicht das tun, was uns unser Gewissen sagt, und unbewusst erhaschen wir einen Blick auf die Methodik, die der Teufel anwendet, um uns seine Kriterien einzuflüstern. Wenn wir nicht aufpassen, können sich in uns Haltungen tief verwurzeln, die uns gegen Gott und seine Kriterien – die Zehn Gebote, die Seligpreisungen, das Kreuz und die Lehre der Kirche - kämpfen lassen.

3. Der richtige Gebrauch der Freiheit. „Das Sittengsetz kommt von Gott und findet immer in ihm seine Quelle“ (Papst Johannes Paul II., Veritatis splendor, Nr. 40) Unsere wahre Freiheit liegt nicht in der Ablehnung von Gottes Gesetz, sondern in seiner Annahme. Gott ist kein herzloser Diktator, sondern ein Vater, der uns liebt und unser Bestes will. Wenn er für uns Normen aufstellt, dann deshalb, weil er unser ewiges Glück im Sinn hat, so wie ein begabter Trainer, der die Sportler immer wieder herausfordert, damit diese ihr volles Potential entwickeln können. „Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet, oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet?“ (Mt 7,9-10). Jesus stellt diese Frage, weil er seinen Vater kennt. Selbst wenn wir Eltern kennen würden, welche ihr Kind nicht liebten, so kann Gott der Vater unmöglich das nicht wünschen, was wirklich das Beste für uns ist. Gott ist und wird immer die Liebe sein.

Gespräch mit Christus: Herr, die Sünde klopft immer an meine Tür, aber du hast versprochen, dass wir immer deine Gnade erlangen können. Hilf mir, die Gnaden, die du mir gibst, um in Einheit mit deinem ewigen Gesetz zu leben, zu nützen. Heilige Jungfrau, bewahre mein Herz allein für Jesus.

Vorsatz:  Heute will ich einige Augenblicke über die Zehn Gebote oder meine Verantwortung als Christ nachdenken.


Der Ruf zur Jüngerschaft

11. Juni 2014

Mittwoch der zehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Barnabas, Apostel

P. Shawn Aaron LC

Mt 10,7-13
Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel. Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt. Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden. Wenn das Haus es wert ist, soll der Friede, den ihr ihm wünscht, bei ihm einkehren. Ist das Haus es aber nicht wert, dann soll der Friede zu euch zurückkehren.

Einführendes Gebet:  Herr, ich beginne diesen Tag im Vertrauen auf deine nie versagende Vorsehung. Du bist die tiefste Sehnsucht meines Herzens. In diesem Moment des Gebets möchte ich allein dir gefallen. Wenn ich auch müde und uninspiriert sein mag, wenn ich auch nur Trockenheit verspüren mag, soll dies mein Gebet sein: Ich gebe dir alles, was ich bin und habe, hin.

Bitte: Herr, gib mir den Eifer und den Mut, heute dein Apostel zu sein.

1.  Geht und verkündet die Frohe Botschaft: „Wenn ihr zur Arbeit geht, zur Schule, zum Training, zum Essen mit Freunden, verkündet Christus in euren Worten, Taten und der Treue zum Glauben. Kein getaufter Christ wird von dieser edlen Berufung ausgeschlossen, und niemandem kann das Recht genommen werden die Botschaft vom Heil zu hören. Durch seine Kirche vertraut Euch Christus die fundamentale Mission an, die Gabe der Erlösung mit anderen zu teilen, und er lädt Euch ein, an der Errichtung seines Reiches teilzunehmen. Er wählt Euch aus, trotz der persönlichen Begrenztheiten, die jeder hat, weil er Euch liebt und an Euch glaubt” (Papst Johannes Paul II, Predigt, 24. November 1991).

2. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Manche Mitglieder der Kirche haben ein besonderes Charisma für Heilungen (vgl. Katechismus, 1508). Aber auf einzigartige Weise ist dieser Satz an Christi Priester gerichtet. Jeden Tag handeln diese Männer in persona Christi, was bedeutet, dass Christus selbst persönlich durch sie handelt, wenn sie die Sakramente spenden. Im Sakrament der Beichte heilt der Priester beispielsweise jene, die geistlich krank sind, bringt tote Seelen zurück zum Leben, heilt vom Aussatz der Sünde und treibt Dämonen aus. Sogar der sichtbare Verhaltenswandel bezeugt, was Jesus gerade an der Seele bewirkt hat. Das Reich Gottes ist nahe.

3. Steckt nicht Gold, Silbermünzen oder Kupfermünzen in euren Gürtel. Jesus setzt die Maßstäbe hoch: Was er von uns verlangt mag oft zu “hoch”, zu unrealistisch scheinen. Schließlich lehrt Jesus uns, keine Angst zu haben das Evangelium im Wort und in der Wahrheit zu verkünden, an Gottes Macht über die Sünde und den Teufel zu glauben und auf die göttliche Vorsehung zu vertrauen. Gott ist unser Vater, er wird sich um unsere Bedürfnisse kümmern. Suchen wir sein Reich, suchen wir seinen Willen, tun wir seinen Willen. Habe ich dieses Vertrauen auf Gott? Wenn ja, muss ich Gott dankbar sein und dieses Vertrauen bewahren. Wenn nicht, bete ich genug für diese Gnadengabe?

Gespräch mit Christus: Herr, du kennst meine Niedrigkeit und weißt, wie sehr ich deine Gnade brauche, um deinen Willen zu tun. Gib mir deine Gnade ein Apostel zu sein. Hilf mir besonders so zu beten, wie du mir eingibst, damit ich leben kann, wie du willst. Mutter des Erlösers, forme mein Herz nur für deinen Sohn.

Vorsatz:  Heute werde ich die Heilige Jungfrau Maria in einem Bild oder einer Statue besuchen und sie um ihre Fürsprache für alle Missionare bitten.


Die Macht der Worte

12. Juni 2014

Donnerstag der zehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Leo III, Papst

P. Shawn Aaron LC

Mt 5,20-26
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe. Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen.

Einführendes Gebet:  Himmlischer Vater, du Quelle aller Gnaden, du hast mich mein ganzes Leben lang begleitet, und du führst mich auch jetzt noch. Ich danke dir für deine väterliche Fürsorge. Jesus, du Sohn Gottes, du bist für mich am Kreuz gestorben, um für meine Sünden die Schuld zu bezahlen und mir deine bedingungslose Liebe zu zeigen. Ich danke dir, dass du mir den Weg heim zum Vater zeigst. Heiliger Geist, du treuer Gast meiner Seele, du heilst und stärkst mich und du entfachst die innersten Tiefen meiner Seele mit deinem Feuer. Ich danke dir für deine liebende Gegenwart in mir.

Bitte: Jesus, sanftmütig und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen.

1.  Zorn in unserem Herzen. Jesus spricht hier im Besonderen über das Zürnen, das heißt, über den Wunsch nach Vergeltung oder über eine Haltung, die schlicht die Vergebung verweigert. Jesus führt uns immer zum menschlichen Herzen. Alles Handeln kommt von den Entscheidungen, die im Herzen getroffen werden, auch wenn das nicht gleich offensichtlich ist. Wenn wir in unserem Herzen ein Gefühl entwickeln – sei es nun gut oder böse – wird es irgendwann Früchte tragen. „Lasst euch durch den Zorn nicht zur Sünde hinreißen! Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen“ (Eph 4,26). Wer nicht bereit zur Vergebung ist, wird in seinem Herzen Gefühle der Verbitterung entwickeln, welche letztlich das Leben und die Beziehungen zerstören. „Verzeihen heißt, sich auf das Gute zu berufen, das größer ist als jegliches Böse“ (Papst Johannes Paul II., Erinnerung und Identität, S. 15).

2. Beleidigende Worte sind schlimm. „Stock und Stein brechen mein Gebein, doch Worte bringen keine Pein.”Jeder von uns weiß, wie durchdringend die Macht der Worte ist. Mit ihnen können wir aufbauen oder zerstören, ermutigen oder niederdrücken, heilen oder verwunden. Es ist sehr eindrucksvoll, dass Jesus beleidigende Worte gegen „unsere Nächsten“ anspricht, das heißt, jene beleidigen, die uns am Nächsten stehen, die unserem Herzen am Nächsten sind. Wir wissen schon, dass die, welche wir am meisten lieben, diejenigen sind, welche uns zutiefst verletzen können. Ein liebloses Wort eines geliebten Menschen kann uns tiefer verwunden als ein Dolch. Was Jesus uns hier offenbaren will ist die Tatsache, dass Gott jedes unserer Worte ernst nimmt. Und er wird von uns Rechenschaft für sie fordern, weil Worte die äußere Bekanntmachung dessen sind, was wir im Herzen tragen. Die Macht der Worte offenbart das Gewicht der Worte.

3. Keinen Groll im Herzen bewahren. „Wenn dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat…“ Dieser Satz macht uns unruhig in unserer Bequemlichkeit . Jesus gibt uns einen erschütternden Einblick in Gottes Herz. Gottes innerstes Wesen ist eine Einheit in der Liebe – drei Personen, eine Natur. Wir sind nach dem Bild Gottes geschaffen, und wir sind geschaffen, um für immer in Einheit mit Gott zu leben. Das trifft aber auch auf unsere Nächsten zu. Wenn wir die Einheit der Liebe mit denen um uns herum verwundet haben, müssen wir diese Verletzung wieder gut machen. Und es ist in der Tat für Gott so wichtig (und so wichtig für uns), dass Gott unser „Opfer“ nicht annehmen wird, wenn wir bewusst die Einheit mit unseren Nächsten verwundet haben. Nehmen wir besonders schwierige Beziehungen ins Gebet und holen wir uns von Gott die Kraft, so zu lieben, wie es unsere Pflicht ist. Er fordert keine Tugend und verweigert uns dann seine Gnade.

Gespräch mit Christus: Herr, lehre mich zu lieben und hilf mir, ein Heiliger zu werden. Du hast mich erschaffen und du hast mich zum katholischen Glauben berufen. Hilf mir, diesen Glauben großzügig zu leben und den Primat der Liebe in meinem Alltag zu verwirklichen. Heilige Jungfrau, bewahre mein Herz allein für Jesus.

Vorsatz:  Heute will ich drei verborgene Taten der Nächstenliebe tun.


Ein reines Herz

13. Juni 2014

Freitag der zehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Antonius von Padua OFM

P. Matthew Kaderabek LC

M 5,27-32
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt. Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.

Einführendes Gebet:  Herr, heute will ich deine Liebe in ihrem Wirken betrachten. Du bemühst dich beständig, mir deine Gegenwart in meinem Leben bewusst zu machen, und ich bin dir sehr dankbar. Ich danke dir, Herr, für einen weiteren Tag. Er ist eine neue Möglichkeit, meine Liebe und Freundschaft mit dir zu vertiefen.

Bitte: Erschaffe in mir ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist. (Ps 51,12)

1.  Achte auf deine Augen. Jesus geht in seinem Anspruch für ein reines Herz tiefer als im Alten Testament. Er lehrt, dass es eine schwere Sünde sei, eine Frau auch nur lustvoll anzuschauen, als ein Objekt, um lüsternes Verlangen zu befriedigen. Jesus sagt nicht, dass es eine Sünde wäre, eine Frau als wunderschön zu erkennen oder – umgekehrt – dass es sündhaft sei, wenn eine Frau einen Mann als gutaussehend anerkennt. Nur wenn wir den anderen als ein Objekt betrachten und unreine Gedanken über ihn oder sie haben, sündigen wir. Mit anderen Worten: die Versuchung ist nicht bereits Sünde, nur wenn wir der Versuchung in unserem Herzen immer weiter Raum gebenwir mit unreinen Gedanken spielen, überschreiten wir die Grenzen. Herr, man fällt so leicht in Beziehungen, aber mit deiner Hilfe will ich fest bei meinem Vorsatz bleiben, auf meine Sinne zu achten, besonders in dieser Zeit, in der wir im Internet und anderen Medien sehen, wie Menschen zu Objekten gemacht werden.

2. Wenn es deine Seele in Gefahr bringt, muss es weg. Der Aufruf Christi zu heiliger Keuschheit, ist – wie auch zu jeder anderen Tugend – etwas überaus Positives. „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken”. (Mt 22,37). Reinheit ist eine Folge der Liebe, die uns dazu bringt, uns Christus hinzugeben, mit unserer ganzen Seele und unserem Körper, unseren Eigenschaften und Sinnen. Jesus benutzt das Bild des „rechten Auges” und der „rechten Hand”, um sich auf das zu beziehen, was uns am wertvollsten ist. Er macht uns klar, sobald uns etwas in unserer Beziehung zum Herrn zum Stolperstein wird, müssen wir es loswerden. Es ist weit besser, einen Besitz oder eine Position zu verlieren oder eine Beziehung abzubrechen, als das Heil der Seele in Gefahr zu bringen. Wir sollten bereit sein, mit aller Kraft für unsere Rechtschaffenheit zu kämpfen und alles zu entfernen, was dem Herrn missfallen könnte.

3. Und die zwei werden eins werden. Jesus hat das Prinzip der Unauflöslichkeit der Ehe eingeführt, ein Prinzip, das die Kirche von Anfang sehr verteidigt hat. Papst Pius XI. erinnert uns in Casti Connubii (31. Dezember 1930) an die unveränderbare und unverletzliche Wahrheit, dass „die Ehe nicht von Menschen eingesetzt und wiederhergestellt worden ist, sondern von Gott. … Diese Gesetze können daher in keiner Weise dem Gutdünken von Menschen, keiner entgegenstehenden Vereinbarung, auch nicht der Gatten, unterworfen sein. Das ist die Lehre der Heiligen Schrift und die ständige und allgemeine Tradition der Kirche.” Die Ehe dauert bis zum Tod, die Liebe aber möge in alle Ewigkeit bleiben. Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen. Lebe ich meine Ehe als einen Bund? Behandle ich meinen Ehepartner mit Respekt und Zuneigung? Setze ich mein Herz, meine Zeit und Energie dafür ein, unsere Liebe zu pflegen, damit sie fortdauert und blüht?

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, ich will in Reinheit leben, und ich weiß, das verlangt einen starken Willen und beständige Anstrengung, besonders in einer Welt, die eine sofortige Befriedigung aller Wünsche und Triebe für erstrebenswert hält. Gib mir die Kraft, besonders über meine Augen zu wachen und meine Phantasie zu beherrschen. Hilf mir, meinem Ehepartner unbedingt treu zu sein.

Vorsatz:  Ich will die Tugend der Keuschheit in meinem persönlichen Leben befürworten und anderen ein gutes Beispiel geben, indem ich die bewährten, zeitlosen, asketischen Methoden der Kirche übe: häufige Beichte und Kommunion, Verehrung der Mutter Gottes, den Geist des Gebets und der Entsagung, Wachsamkeit über die Sinne, Vermeidung von Versuchungen zur Sünde, Vermeidung von Müßiggang durch sinnvolle Beschäftigung.


Ja oder Nein

14. Juni 2014

Samstag der zehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Burchard von Meißen, Bischof

P. Matthew Kaderabek LC

Mt 5,33-37
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

Einführendes Gebet:  Vater der Liebe, Quelle allen Segens, du hast mich in meinem Leben immer geleitet und leitest mich auch jetzt. Ich danke dir für deine väterliche Fürsorge. Jesus, Sohn Gottes, du bist für mich am Kreuz gestorben, um die Schuld meiner Sünden zu bezahlen und um mir deine bedingungslose Liebe zu zeigen. Ich danke dir, dass du mir den Weg zum Vater gezeigt hast. Heiliger Geist, du treuer Gast meiner Seele, du heilst und stärkst mich und entzündest im Tiefsten meiner Seele das Feuer deiner Liebe. Ich danke dir für deine liebende Gegenwart in mir.

Bitte: Herr, hilf mir, im Umgang mit meinen Mitmenschen aufrichtig und ehrlich zu sein.

1.  So wahr mir Gott helfe! Ein Schwur ist eine feierliche Anrufung Gottes, dass er die Wahrheit dessen, was wir sagen, oder die Aufrichtigkeit geplanter Taten bezeuge. Die meisten Christen anerkennen jedoch die Wichtigkeit und Richtigkeit des Schwörens, wenn es um eine wichtige Angelegenheit geht. Staatsmänner legen einen Eid ab, Soldaten schwören, dass sie treu das Vaterland verteidigen werden. Wir sehen Menschen im Gerichtssaal, mit einer Hand auf der Bibel, die andere erhoben; sie schwören, dass sie die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit sagen werden und sie schließen, indem sie sagen: „So wahr mir Gott helfe!” Alle rufen Gott an, ihnen dabei zu helfen, in der Wahrheit zu bleiben, denn dies ist, menschlich gesehen, sehr schwierig und benötigt die Hilfe Gottes.

2. Baut eure menschlichen Beziehungen auf die Wahrheit. Zur Zeit Christi war das Schwören so häufig und die begleitenden Umstände so kompliziert, dass sehr viel Missbrauch herrschte, was eine schwere Missachtung des Namens Gottes bedeutete. Jesus legt hier die Richtlinien fest, welche seine Jünger in ihrem Leben anwenden sollten. In ihnen geht es um die Wiederherstellung gegenseitigen Vertrauens, und um Aufrichtigkeit. Der Teufel ist „der Vater der Lüge” (Joh 8,44). Deshalb muss die Kirche Christi lehren, dass menschliche Beziehungen nicht auf Betrug und Unaufrichtigkeit aufgebaut werden können. Gott ist die Wahrheit, und die Kinder seines Reiches müssen deshalb ihre gegenseitigen Beziehungen auf Wahrheit gründen. Jesus verurteilte in seiner Lehre beständig die Scheinheiligkeit und er lobte die Aufrichtigkeit als eine der besten Tugenden: „Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit” (Joh 1,47). Gibt es in meinem Leben irgendeine Form von Heuchelei?

3. Alles andere stammt vom Bösen. Jesus lehrt uns, „Ja“ zu sagen, wenn wir „Ja“ meinen und „Nein“ zu sagen, wenn wir „Nein“ meinen. Würden wir da zu viel hineininterpretieren, wenn wir dieses Prinzip auf die Lüge im Allgemeinen anwenden? Jesus bestätigt, dass alles „vom Bösen” sei, was dazu dient, den Sinn unserer Worte zu verschleiern, andere in die Irre zu führen, etwas zu verstecken oder durch falsche Betonung zu verfälschen. Er zeigt uns, dass es die Unaufrichtigkeit ist, durch die das politische und wirtschaftliche Leben der Wahrheit entfremdet wird. Sie wird dadurch zum Zerstörer des Reiches Gottes, des Reiches dessen, der das eine war und immer noch ist: „Ein Zeichen, dem widersprochen wird” (Lk 2,34). Bin ich meiner Familie und meinen Arbeitskollegen gegenüber aufrichtig?

Gespräch mit Christus: Du siehst alles, Herr, und du liest in meinem Herzen. Du schaust auf mich in Trauer, wenn ich es mir erlaube, mit den Regeln des Teufels zu spielen. Ich werde mir von neuem vornehmen, im Licht zu leben und alle Falschheit in mir auszurotten. Von nun an wird mein „Ja” ein „Ja“ sein und mein „Nein” ein „Nein“.

Vorsatz:  Ich will heute damit beginnen, alle meine zwischenmenschlichen Beziehungen, besonders die Beziehung mit meinem Ehepartner, zu erneuern, die vielleicht durch einen Mangel an Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit geschädigt sind.