Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 25. August 2013 bis Samstag 31. August 2013

Einundzwanzigste Woche im Jahreskreis

P. Alexander Kim LC, P. Richard Gill LC

Das Eine NotwendigeSonntag
Bin ich etwa der Hüter meines Bruders?Montag
Die wichtigen Dinge zuerstDienstag
Sein oder Nicht-SeinMittwoch
Zeugen der WahrheitDonnerstag
Seid ihr bereit?Freitag
Wir sind verantwortlichSamstag


Das Eine Notwendige

25. August 2013

Einundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

Lk 13,22-30
Auf seinem Weg nach Jerusalem zog Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte. Da fragte ihn einer: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden? Er sagte zu ihnen: Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen. Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt, dann steht ihr draußen, klopft an die Tür und ruft: Herr, mach uns auf! Er aber wird euch antworten: Ich weiß nicht, woher ihr seid. Dann werdet ihr sagen: Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken und du hast auf unseren Straßen gelehrt. Er aber wird erwidern: Ich sage euch, ich weiß nicht, woher ihr seid. Weg von mir, ihr habt alle Unrecht getan! Da werdet ihr heulen und mit den Zähnen knirschen, wenn ihr seht, dass Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes sind, ihr selbst aber ausgeschlossen seid. Und man wird von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen. Dann werden manche von den Letzten die Ersten sein und manche von den Ersten die Letzten.

Einführendes Gebet:  Ich glaube an dich, mein Gott. Du hast mich aus nichts geschaffen und wachst über mich. Du hast sogar die Haare auf meinem Kopf gezählt. Ich vertraue in deine unendliche Güte und lege alles in deine Hände, meine Ängste, mein Hoffen, meine Nöte, meine Wünsche. Ich liebe dich, Herr, und will dich lieben von ganzem Herzen, Verstand, Seele und Kraft.

Bitte: Ich werde nicht um meine Erlösung fürchten, sondern in meiner Zuversicht zu dir mein Gott wachsen.

1.  Wenn es um unser Heil geht, sind Zahlen unwichtig. Auch wir stellen oft die Frage, die Jesus heute im Evangelium gestellt wird. Wenn wir das ewige Leben nicht erlangen, war alles, was wir im Leben erreicht haben, umsonst. Wir würden von Jesus gern hören, dass viele gerettet werden und dass es sehr leicht ist, das ewige Leben zu gewinnen. Er warnt uns aber davor, diese Frage auf die leichte Schulter zu nehmen. Auch der heilige Paulus sagt später: „Müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil!“ (Phil 2,12). Wir müssen diese Frage also äußerst ernst nehmen. Wir müssen jeden Tag um die Gnade bitten, bis zum Ende beharrlich zu sein. Wir müssen jeden Tag so leben, als ob es unser letzter wäre. Wir sollten den alten Brauch erneuern, um einen „guten Tod“ zu beten.

2. Das enge Tor. Jesus will mit dem „engen Tor“ sagen, dass unsere Rettung kein Geburtsrecht ist und nicht von vorneherein garantiert ist. Sie hängt von unserer aktiven Mitarbeit mit seiner Gnade ab – dem festen Willen, Gott zu lieben und seinem Willen zu folgen. „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“ (Joh 14,15). Jesus warnt davor, dass nicht jeder, der „Herr, Herr…“ ruft, in das Reich Gottes eintreten wird, sondern nur jene, die den Willen des Vaters erfüllen. Der beste Weg, um unser Heil zu sichern, ist der Gehorsam gegenüber Gottes Willen. Was entspricht in meinem Leben nicht dem Willen Gottes?

3. Richtet nicht… Vielleicht werden auch wir überrascht sein, dass viele aus dem „Osten und Westen“ vor vielen anderen in das Reich Gottes eintreten werden. Wir werden uns vielleicht bei manchen wundern, dass sie gerettet wurden. Die Rettung ist kein Privileg der Rasse oder der Zugehörigkeit zum auserwählten Volk Gottes, sondern sie hängt davon ab, wie wir aus freiem Willen auf die Gnade Gottes und die Einladung des Herrn zu einer ganz bestimmten Lebensweise antworten. Wir sollen nicht glauben beurteilen zu können, wie sie vor Gott stehen; wir sollen allein auf unsere eigene Seele achten. Sagt uns unser Gewissen, dass wir im Frieden mit Gott sind? Machen wir uns wirklich selbst nichts darüber vor, wie wir vor Gott stehen? Unser Gewissen soll rein sein, und wir müssen darauf achten, dass wir den Frieden unserer Seele bewahren. Wenn wir erkennen, dass etwas zwischen uns und dem Willen Gottes liegt, sollten wir zur Beichte gehen und um die Gnade der Umkehr bitten.

Gespräch mit Christus: Herr, gib mir die Gnade, deinen Willen zu erkennen, und die Fähigkeit, zu erkennen, ob in meiner Seele etwas ist, das mich von dir trennt. Hilf mir, jedes Hindernis zu überwinden, damit ich eins mit dir bin und damit mich dein Wille jeden Tag leite.

Vorsatz:  Die häufige Beichte soll zu einer festen Gewohnheit werden, ebenso die tägliche Gewissenserforschung, um die Einheit und den Frieden mit dem Herrn zu bewahren.


Bin ich etwa der Hüter meines Bruders?

26. August 2013

Montag der einundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Gregor von Utrecht, OSB

P. Richard Gill LC

Mt 23,13-22
Darauf wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sagte: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Ihr selbst geht nicht hinein; aber ihr lasst auch die nicht hinein, die hineingehen wollen. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr zieht über Land und Meer, um einen einzigen Menschen für euren Glauben zu gewinnen; und wenn er gewonnen ist, dann macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, der doppelt so schlimm ist wie ihr selbst. Weh euch, ihr seid blinde Führer! Ihr sagt: Wenn einer beim Tempel schwört, so ist das kein Eid; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist an seinen Eid gebunden. Ihr blinden Narren! Was ist wichtiger: das Gold oder der Tempel, der das Gold erst heilig macht? Auch sagt ihr: Wenn einer beim Altar schwört, so ist das kein Eid; wer aber bei dem Opfer schwört, das auf dem Altar liegt, der ist an seinen Eid gebunden. Ihr Blinden! Was ist wichtiger: das Opfer oder der Altar, der das Opfer erst heilig macht? Wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf liegt. Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt. Und wer beim Himmel schwört, der schwört beim Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.

Einführendes Gebet:  Herr, hier bin ich wieder im Gebet vor dir. Auch wenn ich dich nicht sehen kann, weiß ich dennoch im Glauben, dass du in meinem Leben da bist. Ich hoffe auf dein Versprechen, bei mir zu sein. Ich liebe dich und weiß mich geliebt von dir. Nimm dieses Gebet als ein Zeichen meiner Liebe.

Bitte: Hilf mir ein ganzer Mensch zu sein – sowohl nach Innen als auch nach Außen.

1.  Heuchler werden nicht gebraucht. Die Schriftgelehrten und Pharisäer hatten nicht die Aufrichtigkeit des Gewissens, die man braucht, um Gott zu gefallen. Unser Verhalten, unsere Worte und unser Gewissen müssen harmonisch und offen für Gott sein. Das Gewissen ist das verborgene Heiligtum, in welchem wir allein mit Gott sind und die Stimme des Heiligen Geistes hören, der zu uns in der Tiefe unseres Herzens spricht. Wenn wir das Gewissen verletzen, das heißt, wenn wir das als wahr Erkannte bekämpfen, dann berauben wir uns dessen, was für unser Heil am wichtigsten ist. Ein gutes Gewissen ist das Beste, was wir in diesem Leben besitzen können. Es schenkt uns Frieden, Gelassenheit und verleiht uns Beharrlichkeit.

2. Wir sind füreinander verantwortlich. Christus hat sehr harte Worte für jene, die andere in die Irre führen, besonders mit jenen, die durch ihr Amt dafür verantwortlich sind, andere auf den Weg des Heiles zu führen. Es ist eine große Sünde, andere zur Sünde zu verführen und vom Weg der Wahrheit abzuhalten. Es gibt dafür viele Beispiele: Da sind jene, die im Auftrag der Kirche lehren sollen, diese Stellung aber dazu missbrauchen, ihre eigenen Meinungen zu verbreiten; oder jene, die durch ihre ungeordnete Lebensführung besonders junge Menschen irreleiten. Unser aller Heil ist eng miteinander verwoben; wir müssen einander gegenseitig aufbauen und uns helfen, Christus nachzufolgen. Die anderen haben ein Recht darauf, dass ich ihnen ein gutes Beispiel gebe und die Wahrheit sage.

3. Ihr sollt nicht schwören. Jesus warnt uns davor, unnütze Worte zu machen oder zu übertreiben und er will nicht, dass wir im Namen Gottes oder bei seinem Altar schwören. Er will, dass wir in allem, was wir sagen und tun, ehrlich sind, damit alle unsere Aufrichtigkeit sehen können. Wenn wir mit einem reinen Gewissen leben und alles vor Gott tun, dann genügt es, wenn wir unser Wort geben, denn es ist der Ausdruck unseres Innersten. Wie wunderbar ist der Umgang mit Menschen, die einfach und transparent sind, auf die wir zählen können, weil sie niemals unaufrichtig, falsch oder berechnend sind.

Gespräch mit Christus: Herr, gib mir die Gnade eines aufrichtigen Herzens im Umgang mit dir und mit anderen. Lehre mich, mein Wort so zu geben, dass ich es aus ganzem Herzen auch halten will.

Vorsatz:  In meiner Gewissenserforschung will ich mich fragen, ob ich wirklich tief genug gehe, um zu erkennen, was Gott von mir will.


Die wichtigen Dinge zuerst

27. August 2013

Dienstag der einundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Monika, Mutter des Augustinus

P. Richard Gill LC

Mt 23,23-26
Jesus sagte: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz außer Acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. Man muss das eine tun, ohne das andere zu lassen. Blinde Führer seid ihr: Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr haltet Becher und Schüsseln außen sauber, innen aber sind sie voll von dem, was ihr in eurer Maßlosigkeit zusammengeraubt habt. Du blinder Pharisäer! Mach den Becher zuerst innen sauber, dann ist er auch außen rein.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme wieder im Gebet zu dir. Auch wenn ich dich nicht sehen kann, weiß ich durch den Glauben, dass du in meinem Leben gegenwärtig bist. Ich hoffe auf dein Versprechen, dass du bei mir bist. Ich liebe dich, und ich weiß, dass du mich liebst. Nimm dieses Gebet als ein Zeichen meiner Liebe an.

Bitte: Herr, hilf mir, mein Leben mit gewichtigeren Dingen zu verbringen als nur den schnell vergänglichen.

1.  Die wahre Bedeutung des Zehnten. Ursprünglich wollte Gott von seinem Volk den Zehnten, damit es ihn – Gott – als die Quelle aller Gaben in ihrem Leben anerkenne. Das Geben des Zehnten soll unsere Anerkennung sein, dass alles, was wir haben, von ihm kommt, dass er unser Herr ist, und dass sein Gesetz der Weg zu unserem Heil ist. Die Israeliten sind aber einer sturen Gesetzestreue verfallen und haben den wahren Sinn des Zehnten vergessen. Sie haben die Buchstaben des Gesetzes befolgt und dabei die wahre Bedeutung des Gesetzes vergessen: die Anerkennung der Souveränität Gottes. Letztlich gehört alles, was wir sind und haben, Gott. Darum müssen wir unsere Talente, unseren Reichtum und unseren Besitz für ihn und sein Reich einsetzen. Gibt es einen Bereich, wo ich Gottes Souveränität in meinem Leben nicht anerkenne?

2. Was wirklich zählt. Welche Dinge im Gesetz sind am wichtigsten? Jesus spricht von Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben. Wenn wir diese vernachlässigen, dann verdrehen wir den wahren Sinn der Religion. Denn weder Formalismus noch Aktionismus gefallen Gott, sondern allein das Öffnen unseres Herzens für sein Wort. Unsere Herzen sollen seinem Herzen ähnlich werden, wir sollen wie er unsere Nächsten lieben und mit ihnen barmherzig sein. Wie oft vergessen wir die wichtigen Dinge und kümmern uns um Unwichtiges? Wie oft meinen wir, dass wir Gottes Willen tun, und tun stattdessen unseren eigenen Willen? Wie oft verlieren wir den eigentlichen Sinn der Gebote Gottes aus den Augen?

3. Innere Reinigung. „Mach den Becher zuerst innen sauber…“ Wir sollten uns um unsere Seele kümmern und darauf achten, dass hinter unseren Handlungen reine Absichten stehen. Manchmal handeln wir nur, um vor den anderen gut dazustehen, um für tugendhaft und heilig gehalten zu werden, in unserem Inneren sind wir aber voll von negativen Urteilen, und es fehlt uns an wahrer Nächstenliebe. Tugend wächst aus dem Herzen des Menschen, wo der Geist wohnt und uns erleuchtet, wie er will. Wir müssen auf die Stimme des Heiligen Geistes hören und ihr folgen.

Gespräch mit Christus: Herr, du weißt, wie es in meinem Herzen aussieht. Reinige es und bilde es nach deinem göttlichen Herzen, damit ich dich liebe und die anderen so liebe, wie du sie liebst. Nimm alle Eitelkeit und den Wunsch, vor anderen gut dazustehen, von mir weg, denn das dient nicht deiner Ehre.

Vorsatz:  Ich will bei meiner Gewissenserforschung immer die Absichten meiner Handlungen überprüfen und so darauf achten, dass ich mich von der Barmherzigkeit, der Gerechtigkeit und vom Glauben leiten lasse.


Sein oder Nicht-Sein

28. August 2013

Mittwoch der einundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Augustinus von Hippo
Hl. Elmar von Lüttich

P. Alexander Kim LC

Mt 23, 27-32
Jesus sagt: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr seid wie die Gräber, die außen weiß angestrichen sind und schön aussehen; innen aber sind sie voll Knochen, Schmutz und Verwesung. So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber seid ihr voll Heuchelei und Ungehorsam gegen Gottes Gesetz. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten und sagt dabei: Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebt hätten, wären wir nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig geworden. Damit bestätigt ihr selbst, dass ihr die Söhne der Prophetenmörder seid. Macht nur das Maß eurer Väter voll!

Einführendes Gebet:  Herr Jesus, ich glaube, dass du „der Weg und die Wahrheit und das Leben“ bist (Joh 14,6). Ich komme heute demütig zu dir. Ich vertraue dir völlig und daher will ich, dass mein Leben wie ein unbeschriebenes Buch ist, auf dessen Seiten du meine Lebensgeschichte schreibst.

Bitte: Herr Jesus, schenke mir ein offenes und demütiges Herz.

1.  Wasser predigen und Wein trinken. Eine der strengsten Rügen, die Jesus erteilte, war gegen die Heuchelei derer, die mit der wichtigen Aufgabe der Führung des Volkes Gottes betraut waren. Sie waren berufen, die Hoffnung auf Gottes Versprechen weiterzugeben, das Volk zu erlösen: „Sie werden mein Volk sein, und ich werde ihr Gott sein“ (Jer 24,7). Ihre eitle Rechtschaffenheit war aber nichts anderes als Zügellosigkeit und erlegte den Israeliten Bürden auf, die diese fast zur Verzweiflung trieben. Anstatt dem Volk Gottes zu helfen, sich von der Sünde abzuwenden und sich einem Leben in Treue zu Gottes Liebe zuzuwenden, betrogen sie das Volk, das offen für religiöse Belehrungen war, zugunsten ihres eigenen schäbigen Gewinns.

2. Die Guillotine der Heiligen oder die Heiligen zur Guillotine? Eine zu hohe Achtung vor der Meinung anderer Menschen ist die „Guillotine der Heiligen“. Sie hat einen selbstmörderischen Effekt und eine tödliche Kraft, die Wirksamkeit eines leidenschaftlichen Herzens zu vermindern. Zu hohe Achtung vor der Meinung anderer Menschen macht die Liebe Gottes und die Seelen unfruchtbar, weil sie nichts ist als Hochmut, verkleidet als Furcht, als Zweifel oder als Wunsch, die Gefühle anderer nicht verletzen zu wollen. Andererseits gibt die echte Nächstenliebe ein Zeugnis für die Wahrheit, ungeachtet der Folgen, die damit verbunden sein können – selbst Verfolgung oder Schwert (vgl. Röm 8,35). Wenn wir die Meinung anderer Menschen über uns gering achten, mag uns das zur „Guillotine“ führen, aber dann sind wir auf dem Weg, Heilige zu werden.

3. Wie der Vater, so der Sohn: alle Heuchler. Die Vorfahren der Pharisäer töteten die Propheten, weil sie das Volk in Gottes Namen rügten. Nun drängt Jesus ironisch die Pharisäer, sich ihres Erbes würdig zu erweisen. Jesus distanzierte sich von den Religionslehrern seiner Zeit. Anders als die Pharisäer und Tempelpriester, die für die Israeliten gleichsam Söldner geworden waren, war Jesus der gute Hirte. Jesus führte eine neue Priesterschaft ein, gegründet auf seiner eigenen: die des leidenden Gottesknechtes, des Passahlamms, des Messias und der zweiten Person der Heiligen Dreifaltigkeit. Er machte alles neu und befreite uns wahrhaft von der Sünde.

Gespräch mit Christus: Oh Jesus, ich danke dir von ganzem Herzen für meine Erlösung. Du lässt mich deine Stimme hören, wenn sie mich sanft ruft. Ich will dir immer für dein Kreuzesopfer dankbar sein, durch das du deine Liebe zu mir bewiesen hast. Stärke mich im Glauben und erfülle mich mit deiner Liebe, so dass ich eines Tages zusammen mit dem heiligen Paulus sagen kann: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“ (Gal 2,20).

Vorsatz:  Ich werde ein Feind der Heuchelei sein und ehrlich im Umgang mit den Menschen um mich.


Zeugen der Wahrheit

29. August 2013

Donnerstag der einundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Enthauptung Johannes’ des Täufers

P. Richard Gill LC

Mk 6,17-29
Herodes hatte Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte. Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen. Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen, denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wusste, dass dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu. Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein. Da kam die Tochter der Herodias und tanzte und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, dass der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben. Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre. Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes. Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, dass du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen lässt. Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen. Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes. Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen und das Mädchen gab ihn seiner Mutter. Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.

Einführendes Gebet:  Herr, ich glaube an deine wunderbar strahlende Herrlichkeit, auch wenn sie meinen Augen noch verborgen ist. Ich hoffe auf den Frieden und die niemals endende Freude der kommenden Welt, denn diese Welt ist ein Tal der Tränen. Ich liebe dich, auch wenn ich nicht immer in der Lage bin, die Liebe in deinem göttlichen Plan zu erkennen, wenn du es zulässt, dass ich leide. Du bist mein Herr und mein Gott.

Bitte: Herr, hilf mir, keine Angst vor den Konsequenzen zu haben, wenn ich die Wahrheit spreche.

1.  Die Wahrheit auch Mächtigen gegenüber bekennen. Obwohl Herodes ein grausamer Tyrann war, zögerte Johannes nicht, sein ehebrecherisches Verhalten und seine Sünde öffentlich zu verurteilen. Johannes wurde vom Heiligen Geist bewegt, Zeugnis zu geben und die Menschen zu lehren, dass niemand Gottes Gebote legitim verletzen darf, auch nicht ein König. Johannes fürchtete nicht die Konsequenzen seines Handelns, weil er wusste, dass Gott ihm beistehen und ihn niemals verlassen würde, wenn er treu bleibt, auch wenn er für die Wahrheit leiden müsste. Auch wir sollen mutige Zeugen sein: vor unserer Familie, unseren Freunden und der Gesellschaft im Ganzen. Wenn wir das tun, wird Gott uns beistehen und wir werden nichts zu fürchten haben.

2. Die in Liebe gesprochene Wahrheit kann Herzen bewegen. Der Evangelist Markus erzählt uns, dass Herodes, obwohl er Johannes den Vorwurf des Ehebruchs übel nahm, ihm gerne zuhörte und dadurch unruhig und ratlos wurde. Weil er moralisch schwach war, änderte er sein Leben nicht, und doch drangen die Rufe des Propheten nach Reue in sein Gewissen. Herodes wusste nicht, was er tun sollte; etwas rührte sein Gewissen an; der Heilige Geist wollte sein Inneres zur Reue über seine Sünden bewegen. Gott verlässt die Sünder nicht, er gibt ihnen die Gnade zur Umkehr. Wir dürfen also nie die Hoffnung für jemanden verlieren, der verloren scheint und in Sünde lebt. Wir sollen nie aufhören, die Wahrheit in Liebe zu sprechen und für seine Umkehr zu beten. Gott kann selbst das Herz des schlimmsten Sünders wandeln. Er hat uns so viel vergeben, er kann auch anderen ebenso vergeben.

3. Die Sünde kann Gottes Gnade auslöschen. Im Evangelium hören wir, wie Herodes durch sein unkluges Versprechen, das er der Tochter der Herodias gemacht hat, sich daran gebunden fühlte und aus Angst, sein Gesicht zu verlieren, den Befehl gab, Johannes zu enthaupten. Seine moralische Schwäche war stärker als das beginnende Wirken der Gnade zur Umkehr. Aufgrund seiner Sinneslust und seiner Eitelkeit verschloss er sein Herz dem Wirken von Gottes Gnade und ließ einen unschuldigen Menschen umbringen. Die Sünde kann das Gewissen verdunkeln und Gottes Gnade im Herzen eines Menschen auslöschen, der allein seine Leidenschaften befriedigen will.

Gespräch mit Christus: Herr, ich will deinen Lehren treu bleiben und denen, die ich liebe, dein Wort offen sagen, wenn sie es hören sollen. Ich weiß, dass hier Klugheit, Mut und Standfestigkeit notwendig sind. Hilf mir, dir immer treu zu bleiben. Gib mir die Gnade eines reinen Gewissens und hilf mir, immer die Wahrheit mit Geradheit und aus Liebe zu deinem Gesetz zu sagen.

Vorsatz:  Ich werde um die Gnade bitten, die Wahrheit zu bezeugen, ob das nun gefällt oder nicht, und egal, was für Konsequenzen das mit sich bringt.


Seid ihr bereit?

30. August 2013

Freitag der einundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Heribert von Köln
Hl. Ingeborg

P. Richard Gill LC

Mt 25,1-13
Jesus erzählte den Jüngern dieses Gleichnis: Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den Klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme wieder im Gebet zu dir. Auch wenn ich dich nicht sehen kann, weiß ich durch den Glauben, dass du in meinem Leben gegenwärtig bist. Ich hoffe auf dein Versprechen, dass du bei mir bist. Ich liebe dich, und ich weiß, dass du mich liebst. Nimm dieses Gebet als ein Zeichen meiner Liebe an.

Bitte: Herr, leg mir eine tiefe Sehnsucht nach dem Reich Gottes ins Herz.

1.  Eine große Ölknappheit. Das Evangelium lädt uns ein, genügend Öl für unsere Lampen zu haben, um immer bereit für das Kommen des Herrn zu sein. Denn der Herr begegnet uns den Tag hindurch auf eine Weise, wie wir es nicht erwarten. Die unklugen Jungfrauen haben sich keine Gedanken darüber gemacht, wann und auf welche Weise der Herr kommen würde. Oft lassen wir uns von tausenderlei Dingen und Sorgen gefangen nehmen und verlieren das Wichtige aus den Augen. Auch wir übersehen die Gegenwart Christi in den Menschen um uns herum, in den Umständen, in denen wir leben. Manchmal kommt Christus zu uns durch ein Opfer oder ein Leid, wir erkennen ihn aber nicht darin und lehnen es ab. Wir müssen unseren Glauben stärken, damit wir erkennen, wie der Herr uns in unserem Leben begegnen will.

2. Die Türen verschlossen. Immer wieder macht uns Jesus im Neuen Testament klar, dass es die wirkliche Möglichkeit gibt, dass Menschen, entsprechend ihrer eigenen Entscheidung, verloren gehen können. Das furchtbarste, das jemandem geschehen kann, ist es, die Worte des Herrn, der uns geschaffen hat und für unsere Errettung gestorben ist, zu hören: „Ich kenne dich nicht.“ Der Herr nimmt unseren freien Willen sehr ernst. Er übt niemals Druck auf unseren Willen aus. Er drängt sich uns niemals auf. Vielmehr lädt er uns ein, ihm aus freiem Willen in Liebe und Gehorsam zu antworten und den Weg, den er uns gelehrt hat, zu gehen. Wir müssen uns entscheiden, fest entschlossen den Weg eines christlichen Lebens weiterzugehen. Gott kann uns nicht ohne unsere Mitarbeit retten.

3. Seid wachsam. Der heilige Augustinus sagte: „Gebt acht! Die Gnade Gottes zieht vorbei und kommt nicht zurück.“Wir müssen Gottes Gegenwart in den kleinen alltäglichen Dingen erkennen und die Gelegenheit nie vorbeigehen lassen, ihn zu lieben und ihm zu dienen. Im Glauben müssen wir immer bereit sein und nach ihm Ausschau halten. Wenn wir meinen, dass wir schon gerettet sind, können wir die Chance verpassen, bei ihm zu sein.

Gespräch mit Christus: Jesus, ich danke dir, dass du uns so deutlich lehrst, wie wichtig unsere Entscheidungen sind. Wie schlimm wäre es doch, wenn wir uns für den Tod statt für das ewige Leben mit dir entscheiden würden! Ich will mich für dich und deine Wege entscheiden, aber ich bin so schwach. Hilf mir, wachsam zu sein und immer auf dich zu warten, damit ich dich in allen Dingen erkennen und deinen Willen erfüllen kann.

Vorsatz:  Ich will heute aktiv danach Ausschau halten, wo Christus in den anderen gegenwärtig ist.


Wir sind verantwortlich

31. August 2013

Samstag der einundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Paulinus von Trier

P. Richard Gill LC

Mt 25,14-30
Jesus erzählte den Jüngern dieses Gleichnis: Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazu gewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazu gewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder. Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme wieder im Gebet zu dir. Auch wenn ich dich mit meinen Augen nicht sehen kann, weiß ich durch den Glauben, dass du in meinem Leben gegenwärtig bist. Ich hoffe auf dein Versprechen, dass du bei mir bist. Ich liebe dich, und ich weiß, dass du mich liebst. Nimm dieses Gebet als ein Zeichen meiner Liebe an.

Bitte: Lehre mich, Herr, die Talente, die du mir gegeben hast, zu nutzen und mit ihnen Früchte für dein Reich zu bringen.

1.  Gottes Gaben. Das Evangelium lässt uns deutlich erkennen, dass Gott seine Gaben unter uns verteilt und jeden von uns mit einer Mission betraut. Er gibt uns das, was wir brauchen, um Früchte für sein Reich zu bringen, und er erwartet von uns, dass wir diese Gaben verantwortlich und sorgsam nutzen. Es gibt keine zwei Personen, die absolut gleich sind, und Gott behandelt jeden individuell als einzigartige Person, geschaffen nach seinem Bild. Wir sollen vor Gott leben und ihm aufrichtig antworten, indem wir die Talente, die er uns gegeben hat, aufs beste entfalten. Nutzen wir all das, was Gott uns gegeben hat, auf die beste Art und Weise? Oder haben wir manches vernachlässigt oder für selbstverständlich genommen? Habe ich vielleicht eine Sünde der Unterlassung begangen, was meine Talente betrifft?

2. Das Leben als eine Sendung. Die Diener, die ihre Talente nutzen und sie gewinnbringend einsetzen, haben den Sinn ihres Lebens und der Zeit, die ihnen zur Verfügung steht, verstanden. Diese Diener waren mit allem, was Gott ihnen gegeben hat, großzügig, sie haben Früchte gebracht und den Lohn größerer Vertrautheit und Verantwortung erhalten. Jedem von uns steht eine begrenzte Lebenszeit zur Verfügung, um die verschiedenen Gaben zu nutzen zur größeren Ehre Gottes und zum Heil anderer Seelen. Auch wir sollen jeden Tag so arbeiten, dass wir diese Worte hören dürfen: „Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener.“

3. Der nutzlose Diener. Wie oft lähmt uns die Angst oder eine falsch verstandene Vorsicht, und so unterlassen wir es, etwas zu tun, weil wir nur um uns besorgt sind! Manchmal nehmen wir Gottes Gaben nicht ernst, oder wir meinen, dass wir sehr wenig bekommen haben und das zum Vorwand nehmen, uns nicht anzustrengen und wenig für Gott zu tun. Wir geben den Umständen oder anderen die Schuld; Tatsache ist aber, dass wir unseren Auftrag vernachlässigen, die Früchte zu bringen, die Gott von uns erwartet. Er erwartete keine fünf Talente von dem Mann, dem er ein Talent anvertraut hatte. Er wäre sehr zufrieden gewesen, wenn er eins dazu gewonnen hätte, aber der faule Diener verschloss sich hinter seinem Egoismus, seiner Selbstliebe und seiner Faulheit. Wir müssen den festen Entschluss fassen, unsere Talente so klug einzusetzen, dass wir damit einen guten Ertrag erwirtschaften.

Gespräch mit Christus: Herr, gib mir die Gnade und die Liebe, für dein Reich zu arbeiten mit allem, was du mir gegeben hast. Ich will dir deine mir anvertrauten Gaben zurückgeben mit echten Früchten für dein Reich.

Vorsatz:  Ich will einen Plan fassen, wie ich andere Seelen mit deiner Botschaft vertraut machen kann und ihnen helfe, Früchte der Heiligkeit zu bringen.