Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 15. November 2009 bis Samstag 21. November 2009

Dreiunddreißigste Woche im Jahreskreis

P. Todd Belardi LC, P. John Doyle LC, P. Dominic Pham LC und P. Roderick Ermatinger LC

Zum Himmel Sonntag
Mit dem Glauben sehen Montag
Jesus ist mein Gast Dienstag
Könige und Goldmünzen Mittwoch
Baut euer Leben auf den Fels, der Christus ist Donnerstag
Das Haus Gottes ist heilig Freitag
Christus ist die Antwort Samstag


Zum Himmel

15. November 2009

Dreiunddreißigster Sonntag im Jahreskreis

P. Todd Belardi LC

Mk 13,24-32
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Aber in jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmel werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.

Einführendes Gebet:   Herr, vertrauensvoll wende ich mich heute an dich in der Gewissheit, dass du der Herr des Lebens und der Geschichte bist. Weil ich mir meiner Schwächen und meines Versagens bewusst bin, setze ich meine Hoffnungen auf dich, denn du erfüllst deine Verheißungen immer. Angesichts deiner Liebe, die zur Treue wird, hoffe ich sehr, deine Liebe mit meiner Treue zu erwidern. Heute bin ich hier vor dir, um auf dich zu hören und so deinen Willen zu erfahren.

Bitte:  Herr, möge mein Verstand von der Tugend der Hoffnung erleuchtet werden.

1. Wächter des Versprechens. Christus hielt sein Versprechen. Seine Worte führten einen Sinneswandel herbei: die Art und Weise, wie wir die Welt um uns herum verstehen, was wir ersehnen und auswählen. Alles, was er tat, hatte Folgen, positive Folgen. Immer wieder hat er uns in seinen Reden den Himmel verheißen und hat für uns durch seinen Tod das ewige Leben möglich gemacht, sogar um den Preis seines eigenen Lebens. Wenn wir jemandem etwas versprechen, halten wir dieses Versprechen auch, gleichgültig, was uns das persönlich kostet?

2. Auf festem Boden. Angst verfolgt uns täglich. Die Welt, in der wir leben, kann unser Vertrauen auf Gott untergraben. Leicht können wir an irdischen Dingen hängen, auch wenn sie uns nur ein kurzes Vergnügen oder eine begrenzte Sicherheit geben, bevor sie vergehen. Wenn wir uns an etwas binden, was nicht von Gott ist, überkommt uns Angst, da unser Herz für Gott, den Unendlichen, geschaffen ist. Es ist Angst vor der Zukunft, vor dem Unbekannten. Aber mit Gott kennen wir das Ende und wir wissen, was uns erwartet. Hören wir auf diese Worte: „Himmel und Erde werden vergehen aber meine Worte werden nicht vergehen.“ Alles was wir um uns herum sehen und was uns erfreut, wird vergehen, aber nicht die Verheißungen Christi, namentlich die Verheißung des ewigen Lebens – des Paradieses. Haben wir keine Angst, auf Gott zu hoffen.

3. Lernen aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum. Die Gnade Gottes lässt uns reifen. Seit der Taufe sind wir befähigt, Gott zu sehen. Aber dies hier ist eine Lektion, und sie jagt uns vielleicht etwas Angst ein. Als Jesus in dem heutigen Evangelium über den Feigenbaum sprach, mag er an einen anderen Feigenbaum gedacht haben – an den, der keine Frucht trug, welkte, austrocknete und starb. Christus schockierte sie damals. Wir wissen nicht, wann Christus am Feigenbaum unseres Lebens vorbeigehen wird, um nachzusehen, ob er die Früchte unserer Tugenden ernten kann. Wie auch immer, wir können sicher sein: die Zeit wird kommen. Unsere Taufe hat unsere Zeit auf Erden zu einer Zeit der Ernte gemacht. Wir haben die ganze Ewigkeit zur Verfügung, uns im Hause unseres Vaters auszuruhen. Die Lektion lautet also: bringt jetzt Früchte hervor, lebt jetzt tugendhaft. Christus kam, um Leben zu schenken und es in Fülle zu schenken (vgl. Joh 10,10).

Gespräch mit Christus:  Herr Jesus Christus, lass mich tugendhaft leben in der Gewissheit, dass sich mein Leben hin zur Ewigkeit bewegt. Hilf mir, meine Ängste zu überwinden, indem ich sie alle in deine Hände lege, denn ich weiß ja, dass du die Lösung bereithältst. Hilf mir, getreu meinem Taufversprechen zu leben und meine ganze Hoffnung auf deine Verheißungen zu setzen.

Vorsatz:   Ich will den heutigen Tag mit besonderer Intensität leben, indem ich alles für die Bekehrung der Seelen aufopfere.


Mit dem Glauben sehen

16. November 2009

Montag der dreiunddreißigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Margareta, Königin von Schottland

P. John Doyle LC

Lk 18,35-43
Als Jesus in die Nähe von Jericho kam, saß ein Blinder an der Straße und bettelte. Er hörte, dass viele Menschen vorbeigingen, und fragte: Was hat das zu bedeuten? Man sagte ihm: Jesus von Nazaret geht vorüber. Da rief er: Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Die Leute, die vorausgingen, wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und ließ ihn zu sich herführen. Als der Mann vor ihm stand, fragte ihn Jesus: Was soll ich dir tun? Er antwortete: Herr, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Du sollst wieder sehen. Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen. Da pries er Gott und folgte Jesus. Und alle Leute, die das gesehen hatten, lobten Gott.

Einführendes Gebet:   Jesus, unser Herr, du bist das Alpha und das Omega. Du hast mir das Leben gegeben und bietest mir das ewige Leben mit dir an. Du verdienst meine Verehrung, Dankbarkeit und Liebe, und doch drängst du dich mir nie auf. Danke, dass du meine Freiheit respektierst, sodass ich mich dir anbieten kann. Alles, was ich habe, ist dein; ich gebe es dir zurück.

Bitte:  Herr, gib mir einen größeren Glauben an deine beständige Gegenwart in meinem Leben.

1. Am Straßenrand betteln. Wie oft im Leben fühlten wir uns wie dieser blinde Bettler, der am Straßenrand saß, ausgezehrt und vom Unglück verfolgt – physisch, geistig und emotional? Auch an uns gingen manche Menschen vorüber, ohne unsere Not zu sehen. Vielleicht warfen sie uns eine Münze hin, obwohl sie uns nicht wirklich aus unserer Entmutigung oder Schwierigkeit heraushalfen. Andere haben uns verspottet oder wollten uns nicht einmal ansehen. Manche haben uns sogar beschimpft, wie die Leute im Evangelium, die dem Bettler befahlen „zu schweigen“. Genau wie der blinde Bettler im heutigen Evangelium sich nicht selbst geben konnte, wonach er am meisten verlangte – das Augenlicht, so sind auch wir unfähig, uns selbst zu geben, was wir am meisten brauchen – den Glauben. Bitte ich regelmäßig um eine Stärkung des Glaubens? Bin ich mir bewusst, wie sehr ich einen starken Glauben brauche?

2. Jesus kommt vorbei. Das Buch Ijob sagt uns, dass „Menschen einen Kriegsdienst auf der Erde“ haben (Ijob 7,1). Es sollte uns also nicht überraschen, wenn wir in unserem Leben als Christen so manche Schicksalsschläge erleiden oder sogar fallen. Gott will nicht, dass wir den Mut verlieren. Er will, dass wir sie als Gelegenheiten sehen, uns ihm, der Quelle der Stärke und Quelle von allem, was wir brauchen, zuzuwenden. Andere Stimmen werden uns befehlen, still zu sein und den Meister nicht zu belästigen: „Du musst einfach eine Lösung finden“, „Wie findest du bei allem, was geschieht, noch Zeit zum Beten?“ Jesus kommt ständig an uns vorbei. Er ist der Einzige, der mir den Frieden schenken kann, nach dem sich mein Herz sehnt. „Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!“

3. Herr, ich möchte wieder sehen können. Jesus verspricht uns, dass er auf unsere Bitten hört, genau wie er es bei dem Blinden getan hat. Aber was sollte unsere Bitte sein? Einen bequemeren Stuhl zu haben, damit wir gemütlich am Straßenrand sitzen und betteln können? Eine silberne Tasse zu haben, in der wir unsere Münzen sammeln können? Oder sehen zu können? Oft ist das, was wir wirklich brauchen, nicht das, worum wir im Gebet bitten. Wir brauchen die Sicht, die nur die übernatürliche Tugend des Glaubens geben kann. Wir brauchen die Fähigkeit, alles von Gottes Standpunkt aus zu sehen und zu sehen, wie die Schwierigkeiten und Prüfungen, die wir erfahren, Teil eines größeren Bildes sind. Wir müssen eine feste Überzeugung vom letzten Sieg des Lammes, Jesus, haben, und die Stärke, in Treue auszuharren. Herr, bitte lass mich sehen… Bitte vermehre meinen Glauben.

Gespräch mit Christus:  Jesus, unser Herr, ich will dich preisen und ehren für deine beständige Begleitung und dafür, dass du mich in meinen Kämpfen und Prüfungen nie allein gelassen hast. Vermehre meinen Glauben, damit ich fähig werde, deine Liebe auch inmitten von Schwierigkeiten und Prüfungen zu erfahren.

Vorsatz:   Ich werde drei „Vater unser“ für die Vermehrung des Glaubens meiner Familienangehörigen beten.


Jesus ist mein Gast

17. November 2009

Dienstag der dreiunddreißigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Gertrud von Helfta, deutsche Mystikerin

P. John Doyle LC

Lk 19,1-10
Dann kam Jesus nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste. Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt. Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

Einführendes Gebet:   Jesus, unser Herr, du bist das Alpha und das Omega. Du hast mir das Leben gegeben und bietest mir das ewige Leben mit dir an. Du verdienst meine Verehrung, Dankbarkeit und Liebe, und doch drängst du dich mir nie auf. Danke, dass du meine Freiheit respektierst, sodass ich mich dir anbieten kann. Alles, was ich habe, ist dein; ich gebe es dir zurück.

Bitte:  Herr, vermehre meinen Glauben.

1. Zachäus auf dem Baum. Das gestrige und das heutige Evangelium betont die Notwendigkeit, Christus um jeden Preis zu begegnen. Der Blinde, von dem gestern die Rede war, hört nicht auf zu schreien, bis er vor Jesus gebracht wird. Heute hören wir von einem kleinwüchsigen und sehr unbeliebten Mann, der in der Menge umherrennt, bis er schließlich, weil er Christus unbedingt begegnen will, auf einen Baum klettert. Und Jesus verliert keine Zeit, in das Leben dieses Zöllners einzutreten und es zu verwandeln. Das ähnelt unserer eigenen Begegnung mit Christus. Auf unserem Weg stoßen wir immer wieder auf Hindernisse, die uns die Sicht auf den Herrn und auf sein Handeln in unserem Leben nehmen. Vor allem fehlt es uns an Entschlossenheit. An Ausreden fehlt es uns nicht: „Ich bin einfach zu unbedeutend“, „vielleicht hat Jesus zu viel zu tun“, „ich bin einfach ein Sünder“. Wenn wir wirklich wollen, dass der Herr bei uns bleibt, dann wird er es auch tun, aber wir müssen dazu vielleicht zuerst „auf einen Baum klettern“.

2. Jesus empfangen. Kaum jemand hat Jesus je mit solcher Freude und Begeisterung aufgenommen wie dieser kleine Mann. Er ist vom Baum herabgestiegen, hat die Hälfte seines Vermögens den Armen gegeben und hat versprochen, das Vierfache denen zurückzubezahlen, die er betrogen hatte. Zachäus ist wirklich wie jener Kaufmann, der nach kostbaren Perlen suchte (vgl. Mt 13,45f). Für die kostbarste aller Perlen – Freundschaft und Nähe zu Gott – ist er bereit, seinen ganzen Besitz zu geben. Wie oft hat Jesus zu uns hinaufgeschaut und uns gebeten, bei ihm zu bleiben? Wie oft ist uns die unermessliche Gnade zuteil geworden, den König der Könige in der heiligen Eucharistie in unser Herz aufzunehmen? Bieten wir ihm nur einen Platz in der Ecke unseres Herzens an, oder reservieren wir ihm den besten Platz? Wie rein halten wir unsere Seele für diesen Gast?

3. Von Sündern und Heiligen. Was macht den einen zum Heiligen und den anderen zum Sünder? Sicher nicht das Murren der eifersüchtigen Menge, die nicht auf den Baum klettern will, aber welche denjenigen, der es tut, sofort verurteilt. Tatsächlich ist jeder ein Sünder. Der heilige Paulus schreibt: „Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um die Sünder zu retten. Von ihnen bin ich der Erste“ (1 Tim 1,15). Doch der heilige Paulus, Zachäus und wir alle können von Sündern zu Heiligen werden, wenn wir Christus begegnen und an seiner Freundschaft festhalten. Das Heil ist dem Haus des Zachäus geschenkt worden als Jesus es betrat, und das Heil kommt zu uns durch die Gnaden, die wir in der Taufe empfangen, im Sakrament der Buße erneuert und in der Eucharistie genährt haben.

Gespräch mit Christus:  Jesus, hilf mir bereitwillig alles zu tun, was notwendig ist, um zu einer tieferen und engeren Freundschaft mit dir zu gelangen. Gib, dass mich das Murren der Menge nicht beunruhigt, dass ich vielmehr nur auf deine Stimme höre und freudig darauf antworte.

Vorsatz:   Ich will mir vornehmen, bei der nächsten Gelegenheit zur Beichte zu gehen und Jesus um Vergebung meiner Sünden und um Hilfe bei der Abkehr von der Sünde und dem Streben nach Heiligkeit zu bitten. Es soll für mich eine echte Begegnung mit Jesus werden.


Könige und Goldmünzen

18. November 2009

Mittwoch der dreiunddreißigsten Woche im Jahreskreis
Weihetag der Basiliken St. Peter und St. Paul zu Rom

P. John Doyle LC

Lk 19,11-28
Weil Jesus schon nahe bei Jerusalem war, meinten die Menschen, die von all dem hörten, das Reich Gottes werde sofort erscheinen. Daher erzählte er ihnen ein weiteres Gleichnis. Er sagte: Ein Mann von vornehmer Herkunft wollte in ein fernes Land reisen, um die Königswürde zu erlangen und dann zurückzukehren. Er rief zehn seiner Diener zu sich, verteilte unter sie zehn Goldmünzen und sagte: Macht Geschäfte damit, bis ich wiederkomme. Da ihn aber die Einwohner seines Landes hassten, schickten sie eine Gesandtschaft hinter ihm her und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser Mann unser König wird. Dennoch wurde er als König eingesetzt. Nach seiner Rückkehr ließ er die Diener, denen er das Geld gegeben hatte, zu sich rufen. Er wollte sehen, welchen Gewinn jeder bei seinen Geschäften erzielt hatte. Der erste kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Goldmünze zehn weitere erwirtschaftet. Da sagte der König zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger Diener. Weil du im Kleinsten zuverlässig warst, sollst du Herr über zehn Städte werden. Der zweite kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Goldmünze fünf weitere erwirtschaftet. Zu ihm sagte der König: Du sollst über fünf Städte herrschen. Nun kam ein anderer und sagte: Herr, hier hast du dein Geld zurück. Ich habe es in ein Tuch eingebunden und aufbewahrt; denn ich hatte Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist: Du hebst ab, was du nicht eingezahlt hast, und erntest, was du nicht gesät hast. Der König antwortete: Aufgrund deiner eigenen Worte spreche ich dir das Urteil. Du bist ein schlechter Diener. Du hast gewusst, dass ich ein strenger Mann bin. Dass ich abhebe, was ich nicht eingezahlt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe. Warum hast du dann mein Geld nicht auf die Bank gebracht? Dann hätte ich es bei der Rückkehr mit Zinsen abheben können. Und zu den anderen, die dabeistanden, sagte er: Nehmt ihm das Geld weg, und gebt es dem, der die zehn Goldmünzen hat. Sie sagten zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn. Da erwiderte er: Ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Doch meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde - bringt sie her, und macht sie vor meinen Augen nieder! Nach dieser Rede zog Jesus weiter und ging nach Jerusalem hinauf.

Einführendes Gebet:   Jesus, unser Herr, du bist das Alpha und das Omega. Du hast mir das Leben gegeben und bietest mir das ewige Leben mit dir an. Du verdienst meine Verehrung, Dankbarkeit und Liebe, und doch drängst du dich mir nie auf. Danke, dass du meine Freiheit respektierst, sodass ich mich dir anbieten kann. Alles, was ich habe, ist dein; ich gebe es dir zurück.

Bitte:  Herr Jesus, lehre mich meine Gaben geduldig und beharrlich in deinen Dienst und den meines Nächsten zu stellen.

1. Jesus, der König der Könige. Heutzutage ist ein neu erwachtes Interesse an der bevorstehenden Wiederkunft des Herrn festzustellen. Jeden Sonntag bekennen wir im Glaubensbekenntnis, dass Christus „wieder kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten“. Aber keiner weiß, wann das sein wird, wie der Herr sagt: „Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand“ (Mt 24,36). Was sollen wir also in der Zwischenzeit tun? Die Antwort ist sehr einfach: Treu zu den Werten des Reiches Gottes stehen und zeigen, dass er hier und jetzt unser König ist. Gibt es Bereiche in meinem Leben, über die Christus nicht Herr ist? Erfülle ich meine christlichen Verpflichtungen gewissenhaft? Verwende ich meine Zeit gut?

2. Jeweils eine Münze dazugewinnen. Im heutigen Gleichnis bekommt jeder Diener nur eine Münze, aber die einen machen mehr daraus als die anderen. Gott hat uns gewisse Eigenschaften in gleichem Maße zugeteilt, und andere hat jeder von uns in unterschiedlichem Maße erhalten. Bei der Taufe erhalten wir die Gaben Glaube, Hoffnung und Liebe sozusagen in Form von Samen, und wir müssen dafür sorgen, dass sie gepflegt und gegossen werden und genug Licht bekommen, damit sie wachsen und Frucht bringen können. Diese Gaben des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe sind uns nicht für Regentage oder schwierige Zeiten zugedacht, sie sollen vielmehr unser Bewusstsein dafür schärfen, was es heißt, Kinder Gottes und Erben des Himmelreiches zu sein. Diese Tugenden zu üben ist wie Goldmünzen zu verdienen, immer wieder eine dazu. Wie oft habe ich Gott für seine Gaben des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe gedankt? Bemühe ich mich, in diesen Tugenden zu wachsen, indem ich mein Herz auf die Dinge des Himmels richte und Nächstenliebe übe?

3. Gottes Großzügigkeit. Der heilige Johannes sagt uns: „Gott ist die Liebe” (1 Joh 4,8). Gottes Wesen ist Hingabe. Der Mann, der seine Münze vergraben hatte, konnte das nicht herausfinden oder begreifen, aber der, der seine Münze „ausgab“, fand es heraus, indem er viele dazugewann. Jesus sagt uns: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein“ (Joh 12,24). Später aber kommt es zu einer Verwandlung, die viele neue Weizenkörner hervorbringt. Der Tod Jesu am Kreuz ist das perfekte Beispiel für die Verwandlung von Opfer und Hingabe in Fruchbarkeit. Jesus kann nur dann unser König sein, wenn wir bereit sind, ihn auf seinem Weg nach Jerusalem und zum bevorstehenden Tod zu begleiten. Wir müssen vieles aufgeben, aber wir können so viel mehr dazugewinnen, wenn wir unsere Gaben für das Himmelreich einsetzen.

Gespräch mit Christus:  Herr Jesus, manchmal habe ich Angst davor, mir selbst zu „sterben“. Hilf mir, meine Begabungen ganz für dein Reich einzusetzen. Hilf mir zu begreifen, dass ich nichts zu verlieren und alles zu gewinnen habe. Hilf mir, mutig das zu tun, was mir hilft, dich zu lieben.

Vorsatz:   Ich will heute meine Liebe zu Jesus dadurch beweisen, dass ich Geduld übe mit jemandem, der mir auf die Nerven geht.


Baut euer Leben auf den Fels, der Christus ist

19. November 2009

Donnerstag der dreiunddreißigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Elisabeth von Thüringen

P. Dominic Pham LC

Lk 19,41-44
Als Jesus näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sagte: Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir Frieden bringt. Jetzt aber bleibt es vor deinen Augen verborgen. Es wird eine Zeit für dich kommen, in der deine Feinde rings um dich einen Wall aufwerfen, dich einschließen und von allen Seiten bedrängen. Sie werden dich und deine Kinder zerschmettern und keinen Stein auf dem andern lassen; denn du hast die Zeit der Gnade nicht erkannt.

Einführendes Gebet:   Jesus, unser Herr, oft übersehe ich deine Liebe in meinem Leben. Ich weiß, dass du immer gegenwärtig bist, auch wenn ich deine Liebe nicht spüre. Jetzt habe ich wieder die Gelegenheit, dir meine Liebe zu zeigen, und ich sehne mich wirklich danach, dir Trost zu spenden wie auch du mir so oft Trost spendest.

Bitte:  Himmlischer Vater, bitte hilf mir, deine liebende Hand, die mich in allen Dingen führt, zu sehen, damit ich deine vielen Gnaden tiefer schätzen möge.

1. „Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen“ (Jos 24,15). Die Schönheit des Lebens liegt darin, dass es uns so viele Möglichkeiten bietet. Uns ist allen die Gnade des freien Willens gegeben, und wir können zwischen vielen Dingen wählen. Wir können wählen, wo wir gerne arbeiten würden, wohin wir in den Urlaub fahren wollen, wer unsere Freunde sind, was wir in genau diesem Moment tun werden. Aber die wichtigste Wahl, die wir im Leben treffen, ist zu entscheiden, ob wir Gott lieben und ihm dienen oder ob wir ihn ablehnen. Gottes größte Gabe an uns ist der freie Wille, und mit ihm bestimmen wir unser eigenes Schicksal. Und wie schön ist eine Seele, welche ihr Leben damit verbringt, Gott zu dienen! Sich entschieden für Gott und seine Wege zu entscheiden gibt unserem Leben die rechte Richtung und gibt Klarheit in Zeiten der Dunkelheit und der Prüfung.

2. Jetzt ist die Zeit, sich für einen Sturm vorzubereiten. Die schlechteste Zeit, die Dachrinne zu reinigen, ist inmitten eines Gewitters. Und das Dach hätte viel besser als Schutz funktioniert, wenn es vor einer Woche mit viel Regen repariert worden wäre. Die Vorstellung des Vorbereitetseins ist für uns Menschen so schwer. Christus sagte seinen Jüngern: „Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet“ (Mt 26,41). Er wollte damit sagen: „Seid vorbereitet. Ihr wißt nie, wann Versuchungungen oder harte Zeiten auftreten werden.“

3. Die Stellung halten. Das geistliche Leben ähnelt sehr einem Schloss. Ein Schloss hat starke Stellen und Schwachstellen. Es hat einen Graben, hohe steinerne Mauern und Türme, aber es hat auch ein Tor, das nur aus Holz gemacht ist. Jeder von uns hat ein oder zwei Dinge, die mit diesem Holztor verglichen werden können. Wir alle haben unsere Schwachstellen, aber wissen wir, welches diese Schwachstellen sind? Einer der Schlüssel, um der Sünde widerstehen zu können, ist die Selbsterkenntnis. Wenn wir uns selbst kennen, können wir verhindern, dass wir in gefährliche Situationen kommen. Wir können unsere Stärken nutzen, um den Feind zu bekämpfen und die Schwachstellen zu befestigen. Letztendlich ist unser Gebet und unsere Treue gegenüber seinem Willen, das heißt unsere Abhängigkeit von unserem Herrn, die stärkste Waffe für den Kampf und für die Verteidigung!

Gespräch mit Christus:  Jesus, ich möchte mein Leben nicht nur auf Gefühle und Dinge, die mich glücklich machen, begründen. Ich möchte für dich leben und für dich mein Leben wagen.

Vorsatz:   Ich werde ein beständiges Gebetsleben beginnen, indem ich in dieser Woche jeden Tag den Rosenkranz bete.


Das Haus Gottes ist heilig

20. November 2009

Freitag der dreiunddreißigsten Woche im Jahreskreis

P. John Doyle LC

Lk 19,45-48
Dann ging Jesus in den Tempel und begann, die Händler hinauszutreiben. Er sagte zu ihnen: In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht. Er lehrte täglich im Tempel. Die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die übrigen Führer des Volkes aber suchten ihn umzubringen. Sie wussten jedoch nicht, wie sie es machen sollten, denn das ganze Volk hing an ihm und hörte ihn gern.

Einführendes Gebet:   Jesus, unser Herr, du bist das Alpha und das Omega. Du hast mir das Leben gegeben und bietest mir das ewige Leben mit dir an. Du verdienst meine Verehrung, Dankbarkeit und Liebe, und doch drängst du dich mir nie auf. Danke, dass du meine Freiheit respektierst, sodass ich mich dir anbieten kann. Alles, was ich habe, ist dein; ich gebe es dir zurück.

Bitte:  Mein Gott, lehre mich eine tiefere Ehrfurcht vor deinem Haus.

1. Eifer für das Haus des Vaters. Jesus hatte nichts gegen Händler. Denn das Evangelium erwähnt oft Käufe und Verkäufe, ohne damit irgendwelche negativen Assoziationen zu verbinden. Im heutigen Evangelium allerdings finden wir unseren Herrn zornig aus zwei Gründen. Zuerst, weil die Geschäftstätigkeiten im Tempelbereich stattfanden. Das war in gewisser Hinsicht eine „Entweihung“ des Hauses Gottes. Der Tempel in Jerusalem enthielt, verborgen hinter einem gewaltigen Vorhang, das Allerheiligste, wo Gott geheimnisvoll gegenwärtig war. Paradoxerweise mussten die Besucher des Tempels, um vor Gott zu beten, zuerst einen Platz überqueren, der wie ein Marktplatz aussah. Zum zweiten war Jesus ungehalten, weil die Tempelhändler unehrlich waren. Bin ich bei meinen Geschäften immer ehrlich? Ehre ich immer den Namen Gottes und alles, was zu Gott gehört?

2. Zur Ehrfurcht zurückkehren. Jesus brannte vor Eifer für das Haus seines Vaters und sorgte dafür, dass es als Haus des Gebets respektiert wird. Stille, Verehrung Gottes und Gebet sind die wesentlichen Elemente jeden Kirchenbesuchs, besonders der heiligen Messe am Sonntag. Im Tabernakel jeder katholischen Kirche ist unser Herr in der Eucharistie wie ein Gefangener der Liebe gegenwärtig und wartet auf ein Gespräch mit uns. Wir sind dem Himmel niemals näher, als wenn wir uns vor unserem eucharistischen Herrn befinden. Leider vergessen wir diese Wahrheit manchmal. Unsere Haltung, unser Reden und unsere Kleidung können prinzipiell zu einer „Entweihung“ des Hauses Gottes beitragen. Versuche ich immer, wenn ich eine Kirche betrete, mich zu erinnern, dass ich vor meinem Herrn stehe, der Himmel und Erde erschaffen hat? Können andere erkennen, dass ich glaube, dass Jesus in der heiligen Eucharistie wirklich gegenwärtig ist? Ist er der Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit? Kann ich alle Ablenkungen vermeiden?

3. An Jesus hängen und ihn gern hören. Die Menge, so wurde berichtet, „hing“ an Jesus und hörte ihn gern. Jesus zeigte eine Ehrfurcht vor dem Hause des Vaters, die weitaus größer war als jede äußere Frömmigkeit, die die Pharisäer vorführten. Er sagte die Wahrheit und fürchtete sich niemals, für sie einzustehen, auch wenn es ungelegen war. Er war auch denen gegenüber furchtlos, die „ihn töten wollten“. Jesu Aufrichtigkeit war der Schlüssel für seinen Erfolg und die eindrucksvolle Kraft seiner Worte. Als Christen sind wir dazu aufgerufen, die Aufrichtigkeit unseres Herrn in Wort und Tat nachzuahmen.

Gespräch mit Christus:  Herr, ich habe mich häufig in der Kirche ablenken lassen und vergessen, dass du gegenwärtig bist. Ich bitte dich um Verzeihung. Lass mich ein eifriger Zeuge deiner Liebe sein, und ich will dir versprechen, eine größere Erfurcht vor dem Allerheiligsten Sakrament des Altars zu zeigen.

Vorsatz:   An diesem Sonntag will ich der heiligen Messe mit besonderer Erfurcht beiwohnen.


Christus ist die Antwort

21. November 2009

Samstag der dreiunddreißigsten Woche im Jahreskreis
Unsere Liebe Frau in Jerusalem

P. Roderick Ermatinger LC

Lk 20,27-40
Von den Sadduzäern, die die Auferstehung leugnen, kamen einige zu Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm sie der zweite, danach der dritte und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben. Schließlich starb auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. Da sagte Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen. Die aber, die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten. Sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und durch die Auferstehung zu Söhnen Gottes geworden sind. Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig. Da sagten einige Schriftgelehrte: Meister, du hast gut geantwortet. Und man wagte nicht mehr, ihn etwas zu fragen.

Einführendes Gebet:   Jesus, unser Herr, du bist das Alpha und das Omega. Du hast mir das Leben gegeben und bietest mir das ewige Leben mit dir an. Du verdienst meine Verehrung, Dankbarkeit und Liebe, und doch drängst du dich mir nie auf. Danke, dass du meine Freiheit respektierst, sodass ich mich dir anbieten kann. Alles, was ich habe, ist dein; ich gebe es dir zurück.

Bitte:  Herr Jesus, hilf mir deutlicher zu erkennen, was es bedeutet, ein Kind Gottes, ein Kind der Auferstehung zu sein.

1. Einfache und beständige Konversation. Heute sehen wir, wie einige Sadduzäer Christus eine wichtige Frage über den Himmel stellen. Christus lehrt uns, dass es im Himmel erheblich anders sein wird als hier auf Erden. Das ist ein schönes Beispiel, wie wir mit Christus sprechen können. Wir müssen ihm einfach Fragen stellen: Fragen über den Glauben, über Schwierigkeiten, die wir in unseren Beziehungen mit bestimmten Menschen haben, über unseren beruflichen Lebensweg, usw. Die Antworten fallen vielleicht nicht immer so aus, wie wir das erwarten oder erhoffen würden, aber es ist vor allem wichtig, dass wir Christus jeden Tag in unser Leben mit einbeziehen und dass wir ihm in allem, was wir tun, gefallen wollen. Dieser offene, warme Kontakt mit Unserem Herrn ist schon ein kleiner Vorgeschmack des Himmels.

2. Mit Christus vereinigt. Christus erinnert uns daran, dass er und der Vater der Gott der Lebenden ist. Er gab uns unser Leben; wir haben es verloren. Er ist Mensch geworden, hat gelitten, ist gestorben und am dritten Tag auferstanden, damit wir das neue Leben haben sollten – ein Leben in und mit Gott, jetzt und für alle Ewigkeit. Unsere letzte Hochzeit wird im Himmel sein, wo wir eins sein werden mit Gott, wie Jesus das ist.

3. Teilhabe am Leben Gottes. Wenn Gott uns seine Geheimnisse offenbart, nehmen wir Teil an seinem Leben. Gott hat uns erschaffen, damit wir ihm nachfolgen, damit wir auf ihn hören, damit wir ihn verstehen, damit wir uns mit ganzem Herzen nach den Dingen Gottes sehnen. Ist das nicht schon ein Geheimnis für sich? Wir haben einen Gott, der immer mit uns über die Dinge des Himmels sprechen will! Diese Wirklichkeit, dieses unschätzbare Geschenk sollte uns dazu bewegen, die gute Nachricht mit anderen zu teilen.

Gespräch mit Christus:  Herr Jesus, durch deinen Tod und deine Auferstehung und durch meine Taufe hast du mich zum Kind Gottes gemacht. Hilf mir, heute mehr zu schätzen, was es bedeutet, ein Kind Gottes zu sein. Gewähre mir die Gnade, entsprechend diesem Geschenk aller Geschenke zu leben.

Vorsatz:   Heute will ich alle Dinge so betrachten, als wenn Gott zu mir jeden Augenblick durch sie sprechen wollte.