Tägliche Meditationen

Tägliche Meditationen

Sonntag 16. April 2006 bis Samstag 22. April 2006

Osterwoche

P. Michael Sliney LC

Er ist wahrhaftig auferstanden!
Eine persönliche Begegnung mit Christus
Suche und du wirst finden
Die wirkliche Gegenwart
Kein Ostersonntag ohne Karfreitag
Liebst du Christus wirklich?
Aufruf zum Handeln


Er ist wahrhaftig auferstanden!

16. April 2006

Ostersonntag

P. Michael Sliney LC

Joh 20,1-9
Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein. Er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste.

Einführendes Gebet:  Herr Jesus, heute will ich aus tiefstem Herzen zu dir beten. Es ist der Tag deiner Auferstehung von den Toten! Bitte begleite mich bei meinem Gebet und hilf mir, wirksameres Werkzeug in deinen Händenzu sein. Meine größte Sehnsucht ist es, dir zu gefallen. Herr, bitte gieße deine Gnade in mein Herz ein, damit ich in meinem Leben deinen Willen vollkommen erfülle.

Bitte:  Herr, hilf mir, das große Geheimnis deiner Auferstehung besser zu verstehen. Gib, dass ich nie vergesse, dass du immer über mich wachst. Bitte hilf mir, dich besser zu erkennen und zu lieben, damit ich diese Liebe in meinem Alltag täglich leben werde.

1. Fürchte dich nicht vor dem Tod.  „Wir sind aufgerufen, uns mit dem Tod auseinanderzusetzen und somit auch mit der Frage, wie man richtig lebt und glücklich wird. Psalm 112 gibt die Antwort: „Wohl dem Mann, der gütig und zum Helfen bereit ist, der das Seine ordnet, wie es recht ist.“ „Selig ist der Mensch, der in der Liebe für Gott und den Nächsten lebt. So leben wir richtig und haben keinen Grund, uns zu fürchten, denn wir erfahren die ewige Freude, die von Gott kommt.” (Papst Benedikt XVI, Audienz, 2. Nov. 2005) Wenn wir als wahre und authentische Christen leben, haben wir keinen Grund, den Tod zu fürchten. Im Gegenteil, wir sollten uns auf den Tag freuen, an dem wir Christus von Angesicht zu Angesicht schauen dürfen und uns der Wärme seiner liebevollen Gegenwart bis in alle Ewigkeit erfreuen können.

2. Der Sinn des Lebens? Warum gibt es so viel Leid? Warum so viel Schmerz und Kummer? Körperliche Schmerzen, seelisches Leid, Depressionen? Warum? Die Antwort darauf liegt im österlichen Geheimnis. Die Auferstehung wirft ein helles und klärendes Licht auf diese Fragen. Wir sind berufen, Spiegel der Liebe Gottes zu sein, und wir sind aufgerufen, Christus in der liebenden Annahme des Willens Gottes nachzuahmen. Ihn, der in seiner unendlichen Weisheit und Liebe immer unser Bestes will. Unsere wahre Heimat ist nicht hier auf dieser Erde. Wir sind Pilger, die durch dieses Tal der Tränen wandern, in der Erwartung des Tages, an dem auch wir, wie Christus, in unsere ewige Heimat eingehen dürfen. Wir sollten unsere Augen zum Himmel wenden, und unsere Herzen auf die Seelen, die uns anvertraut sind, ausrichten. Wir sollten dafür keine Mühen scheuen.

3. Sich der Gegenwart Christi im Leben bewusst sein. Christus ist unser Begleiter, Freund, älterer Bruder, König, Gott. Er ist immer bei uns. Wir könne jederzeit und überall mit ihm sprechen. Obwohl der beste Platz des Gebets immer vor dem Allerheiligsten ist, kann uns das nicht abhalten, wo auch immer wir sind, ein herzliches Gespräch mit ihm zu führen; sei es im Auto, auf einem Parkplatz, auf einem Schiff oder in einem Flugzeug. Er ist immer zu einem Gespräch mit einem seiner Freunde bereit. Wir alle müssen unser Kreuz tragen aber die Gegenwart Christi kann uns, wenn er uns sanft an den Sinn des Leides erinnert, diese Last erleichtern. . Christus ist wahrhaftig auferstanden und er hat uns seine Begleitung bis zu unserem letzten Tag auf dieser Erde versprochen: „Siehe, ich bin bei euch bis ans Ende der Welt!” (Mt 28,20)

Gespräch mit Christus:  Danke Herr, dass du mich an das große Geheimnis der Auferstehung erinnert hast. Du bist mein Freund, mein Begleiter und mein Vorbild. Ich weiß, wenn ich mit dir sterbe, werde ich auch eines Tages mit dir in Herrlichkeit auferstehen. Bitte sei heute meinem Herzen und meiner Seele ganz nahe!

Vorsatz:  Ich will heute einen praktischen Vorsatz fassen, um mein eucharistisches Leben zu vertiefen.


Eine persönliche Begegnung mit Christus

17. April 2006

Montag der Osterwoche

P. Michael Sliney LC

Mt 28,8-15
Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen. Noch während die Frauen unterwegs waren, kamen einige von den Wächtern in die Stadt und berichteten den Hohepriestern alles, was geschehen war. Diese fassten gemeinsam mit den Ältesten den Beschluss, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld und sagten: Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Falls der Statthalter davon hört, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, da ihr nichts zu befürchten habt. Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. So kommt es, dass dieses Gerücht bei den Juden bis heute verbreitet ist.

Einführendes Gebet:  Herr Jesus Christus, ich will heute die Liebe in deinen Werken betrachten. Ständig bemühst du dich, mich deine Gegenwart in meinem Leben spüren zu lassen. Ich bin dir dafür sehr dankbar. Danke, Herr, für diesen neuen Tag; danke für eine weitere Gelegenheit, meine Liebe und Freundschaft zu dir zu vertiefen.

Bitte:  Herr, bitte gib mir die Kraft, dein Leben zu betrachten, um dich dadurch immer mehr nachahmen zu können.

1. Er, Jesus, liebt dich. „Er, Jesus, liebt uns. Diese zärtlichen Worte sind uns ein großer Trost und Beruhigung, aber sie bedeuten auch täglich eine große Verantwortung.” (Papst Benedikt XVI., Audienz, 26. Okt. 2005) Jesus liebt uns wirklich. Wir leben in seinen Gedanken und unsere Taten haben eine Auswirkung auf sein Heiligstes Herz. Das bringt auch eine große Verantwortung mit sich. So wie die Frauen am Grab und auch alle Apostel, die persönlich Jesus in seinem verherrlichten Leib begegneten, so sind auch wir dazu berufen, Zeugen der Liebe Christi zu sein. Die Tatsache, dass Sie diese Betrachtung heute morgen beten, zeigt, dass Sie in Ihrer Seele eine vorzügliche Liebe für Christus haben.

2. Christus ist unser Freund und Führer. „Wenn es Gott in meinem Leben nicht gibt, wenn es Jesus in meinem Leben nicht gibt, dann fehlt ein unverzichtbarer Freund und eine große Freude. Ich habe keine Kraft, als Mensch zu wachsen, meine schlechten Angewohnheiten zu überwinden und als menschliches Wesen zu reifen.“ (Papst Benedikt XVI, Katechetisches Treffen mit Kindern, 15. Okt. 2005). Dieses Ringen darum, Christus immer ähnlicher zu werden, ist für uns alle sehr schwierig. Unsere schlechten Gewohnheiten und Leidenschaften nehmen manchmal überhand. Oft ertappen wir uns dabei, dass wir gerade das tun und denken, von dem wir wissen, dass es falsch ist. Christus muss unser Führer sein, der unerlässliche Freund; das dürfen wir in unserem Alltag nicht vergessen. Er muss uns bei diesem Kampf helfen, damit wir siegreich hervorgehen können.

3. Fürchte dich nicht! „Fürchtet euch nicht!” Wie oft haben wir diese Worte von Papst Johannes Paul II. gehört! Immer wieder wiederholte er diese Worte Christi mit Beharrlichkeit. Christus ist bei uns. Christus wird uns nicht verlassen. Christus wird immer an unserer Seite sein und er wird uns niemals mehr abverlangen, als wir ertragen können. Als Katholiken haben wir den größten Schatz, den man sich nur vorstellen kann: die Eucharistie! Dort, in dem kleinen goldenen Kasten, wohnt der König und Schöpfer des Himmels und der Erde! Und in jeder heiligen Messe können wir ihn in unseren Herzen empfangen. Was für ein großes Geschenk und was für ein Mysterium!

Gespräch mit Christus:  Ich danke dir, Jesus, für diese Zeit des Gebets und der Betrachtung. Du bist der Herr meines Lebens, mein engster Freund und Begleiter. Gieße deine Gnade in mein Herz, damit auch ich dein Vorbild von gelebter Nächstenliebe und Selbsthingabe nachahmen kann.

Vorsatz:  Ich will heute aus tiefstem Herzen vor dem Allerheiligsten beten und ihn fragen, woran ich in meinem Leben arbeiten soll, um ein wirkungsvolleres Werkzeug seiner Liebe zu werden.


Suche und du wirst finden

18. April 2006

Dienstag der Osterwoche

P. Michael Sliney LC

Joh 20,11-18
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

Einführendes Gebet:  Hallo, Jesus. Ich danke dir, dass du so leicht zu erreichen bist. Da gibt es weder Bürokratie, Papierkrieg oder Warteraum, noch die Notwendigkeit, einen Termin zu vereinbaren. Du erwartest mich immer, ständig darum bemüht, mir deine Liebe und Gnade zu vermitteln. Christus, hilf mir, alle Einsichten und Eingebungen, die du mir heute gibst, in die Tat umzusetzen.

Bitte: Herr, bitte hilf mir, ein wirkungsvoller und kraftvoller Apostel zu sein. Hilf mir, mit Freude mehr Menschen nahe an dein Herz heranzuführen.

1. Christus steht uns bei! „Der Gott Israels offenbarte sich den Menschen des Alten Testaments als guter Hirte. Der gute Hirte kümmert sich um seine Schafe und verhindert, dass sie verstreut werden. Er sucht die beste Weide für sie aus. Er führt sie zur rechten Zeit zur Ruhestelle. Er wacht besonders über die verlorenen, die kranken oder verletzten Schafe seiner Herde.” (Papst Johannes Paul II., Predigt am 3. Mai 1989). Christus ist unser guter Hirte und sucht beständig nach uns. Wir sind ihm nicht gleichgültig. Er sorgt sich um uns. Er hofft auf eine Gelegenheit, uns nahe zu sein und mit sprechen zu können.

2. Maria stand weinend am Grab. Maria stand weinend am Grab, als sie nach Christus suchte. Sie wollte ihn von Angesicht zu Angesicht sehen, und sie war entschlossen, ihn zu finden.Sie drehte nicht einfach um und ging nach Hause, als sie das leere Grab sah. Sie suchte hartnäckig nach Christus weiter und war entschlossen, nicht nach Hause zu gehen, ehe sie ihn gefunden hatte. So sollten auch wir uns bemühen, Jesus im Gebet zu finden. Wir sollten all unsere Kräfte, unsere ganze Aufmerksamkeit und Liebe in diese überaus wichtige Aufgabe legen. Christus wird unsere Anstrengung der Liebe bemerken und er wird sich uns zeigen. Sein heiligstes Herz kann nicht widerstehen, wenn er so viel Liebe sieht!

3. Ich habe den Herrn gesehen. Mit Christus haben wir alles, was wir wirklich brauchen. Es ist nichts anderes mehr notwendig. Wie können wir Apostel sein, wie können wir ein Beispiel der Liebe, Geduld, Reinheit und Selbstlosigkeit sein, wenn wir Christus nicht im Gebet entdeckt haben? Wie können wir Christus anderen vermitteln, wenn wir uns nicht vorher mit ihm ausgetauscht haben? Dies ist eine überaus wichtige Aufgabe, die Hauptsache, die Gnade, nach der wir in jedem Gebet jeden Tag Ausschau halten sollten: Christus zu entdecken, ihn zu sehen, mit ihm innigzu sprechen. Die Freundschaft mit Christus ist ein Geschenk. Es ist eine besondere Gnade und wir sollten sie von Christi Herzen erbitten. Bitte, Herr, hilf mir, dich zu schauen - deinem Herzen nahe zu sein. Herr Jesus, ich will ein Apostel deiner Liebe sein, aber ohne dich kann ich das nicht!

Gespräch mit Christus:  Was für ein Geschenk, so nahe bei dir sein und mit dir reden zu können Jesus! Deine Freundschaft bedeutet mir mehr als alles andere. Christus, ich danke dir so sehr für deine Freundschaft und für deine Liebe.

Vorsatz:  Ich will mich heute sehr anstrengen, jede Minute als eine Gelegenheit zu betrachten, immer tiefer das Herz Jesu zu verstehen.


Die wirkliche Gegenwart

19. April 2006

Mittwoch in der Osterwoche

P. Michael Sliney LC

Lk 24,13-35
Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen, und der eine von ihnen - er hieß Kleopas - antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Aber nicht nur das: Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.

Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr. Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Einführendes Gebet:  Christus, ich danke dir dafür, dass du heute wieder hier bist. Ich komme zu dirals ein schwaches Geschöpf, das deiner Gnade bedarf. Bitte heile meine Wunden und stärke meinen Willen, auf dass ich treu auf deine Botschaft höre.

Bitte:  Herr, Jesus, hilf mir, dass ich das große Geheimnis der Eucharistie als das Geheimnis deiner Liebe besser verstehe.

1. Die Eucharistie: Die Gegenwart Christi.  „Der hl. Gaetano Catanoso war ein Liebhaber und Apostel des Heiligen Antlitz Christi. ‚Das Heilige Antlitz,´ so sagte er, ‚ist mein Leben. Es ist meine Stärke´. Diese wunderbare Einsicht fügte er der Andacht der eucharistischen Anbetung hinzu. Er sagte: ‚Wenn wir das wahrhaftige Antlitz Jesu anbeten wollen..., können wir es in der göttlichen Eucharistie finden, wo, im Fleisch und Blut Jesu Christi, das Antlitz unseres Herrn hinter dem Schleier der weißen Hostie verborgen ist.´” (Papst Benedikt XVI., Predigt zum Ende des Jahres der Heiligen Eucharistie, 23. Okt. 2005) Was für schöne Worte des Heiligen Vaters! Christus ist leibhaftig im Sakrament der Liebe, der Eucharistie, gegenwärtig,. Sein Gesicht, seine Augen, sein ganzes Menschsein ist anwesend – das ist das großartige Geschenk, das wir Katholiken haben! So wie Gott im Himmel ist, so ist er auch im Allerheiligsten wahrhaftig gegenwärtig.

2. Die Eucharistie: Der kürzeste Weg zum Heiligkeit. „Man muss verstehen, dass ein christliches Leben ohne die eucharistische Speise unmöglich ist. Es ist genau so, als würde man versuchen, seinen Körper allein mit Luft fit zu halten. 'Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.' Der enge Kontakt mit Christus durch die heilige Kommunion ist für einen Christen der wichtigste Weg, um den nötigen Antrieb, Unterstützung und Hilfe zu bekommen, durch die er in einer beständigen Bereitschaft leben kann, den Willen Gottes zu erfüllen.” (P. Marcial Maciel, Envoy III, S. 192).
Wie nähren wir unsere Seele? Welche Nahrung geben wir ihr? Es gibt keinen besseren und wirkungsvolleren Weg Gnade zu empfangen, als in diesem Sakrament der Liebe. In ihm empfangen wir nicht nur Gnade sondern auch den Spender der Gnade selbst.

3. Berufen zur Verkündigung der Liebe Gottes. „Die Emmaus-Jünger, die den Herrn im Brechen des Brotes erkannten und deren Herzen durch die Worte des Auferstandenen entzündet und erleuchtet wurden, kehrten eilig nach Jerusalem zurück. Sie wurden Boten der Auferstehung des Herrn. Ebenso müssen auch wir den Weg wieder aufnehmen, angetrieben durch die tiefe Sehnsucht, Zeugen des Geheimnisses der Liebe zu sein, das der Welt Hoffnung gibt.”(Papst Benedikt XVI., Predigt am Schluss des Jahres der Eucharistie, 23. Okt. 2005). „Die Liebe Christi drängt uns.” (2 Kor 5,14). Die Worte von Paulus sollten auch uns Motivation sein. Auch wir sollten nach dem Empfang Christi das Verlangen spüren, sein Reich zu verbreiten und das gewaltige Geschenk der Freundschaft Christi allen Seelen anzubieten, die er zu uns führt.

Gespräch mit Christus:  Ich danke dir, Herr, dass du mich an die Bedeutsamkeit der Eucharistie in meinem Leben erinnert hast. Es gibt keine Heiligkeit oder apostolische Fruchtbarkeit ohne eine tiefe Liebe zur Eucharistie.

Vorsatz: Ich will diese besondere Gnade nutzen und öfter das Allerheiligste in tiefer Andacht besuchen.


Kein Ostersonntag ohne Karfreitag

20. April 2006

Donnerstag der Osterwoche

P. Michael Sliney LC

Lk 24,35-48
Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen.

Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist. Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür.

Einführendes Gebet:  Obwohl mich viele Sorgen beschäftigen und mich viele Kreuze beschweren, wende ich meine Augen und mein Herz dir zu, Herr, Jesus. Ich will dir all meinen Kummer überlassen. Hilf mir, mich während dieser Betrachtung ganz auf dich auszurichten, und alles andere zurückzustellen.

Bitte:  Christus, hilf mir zu verstehen, dass du mich zu einem Leben des Dienstes und der Hingabe an den Menschen berufen hast. Erwecke dieses Verlangen in meiner Seele und hilf mir, konkreteEntschlüsse zu fassen um dir immer ähnlicher zu werden.

1. Das Vorbild der Märtyrer.  „Ich besuchte das Kolosseum. Es schien sich nichts verändert zu haben, außer dass ein großes Kreuz am Eingang aufgestellt worden war. Ich sah die Stelle für die Gladiatoren und die Höhlen für die Bestien. Das Gebet blieb mir im Hals stecken... Als ein erlöstes Geschöpf fühlte auch ich in meinen Adern das Blut der Märtyrer. Nach zweitausend Jahren noch fühlte ich in meiner Seele das Licht ihres Glaubens, das Feuer ihrer Liebe und den Trost ihrer Hoffnung. Ich verließ diesen Platz, entbrannt in dem Entschluss in der Weihe und Hingabe meines Lebens etwas Ähnlichesfür meine Brüder zu vollbringen.“ (P. Marcial Maciel, Envoy III, S. 96). Die Märtyrer schauten auf Christus und auf das Ewige Leben. Sie wussten, dass der Himmel nicht weit war.ist. Sie würden ihren Glauben um nichts auf dieser Welt verleugnen.

2. Der selige Jose Luis Sanchez del Rio. Ich hatte die Gnade, bei der Seligsprechung des seligen Jose Luis Sanchez del Rio dabei zu sein, die am 20. November 2005 im Fußballstadion in Guadalajara, Mexiko, stattfand. Dieser Selige war ein 14 Jahre alter Märtyrer, der für seinen Glauben an Christus starb. Trotz vieler Gelegenheiten, der Verfolgung zu entkommen, verleugnete er doch nie seinen Glauben. Ein paar Tage vor seinem Martyrium schrieb er an seine Mutter: „Mama, es war noch nie so leicht, in den Himmel zu kommen.“ Er wurde schrecklich gequält und schließlich mit einem Kopfschuss getötet. Aber sein Tod war nicht umsonst. Als sein Name während der Messe angekündigt wurde, riefen sechzigtausend Menschen in Freude: „Seliger Jose Luis Sanchez del Rio.“ Es war unglaublich. Man stelle sich erst mal den Jubel im Himmel vor!

3. Das Martyrium der Liebe. Wenn überhaupt, werden es wahrscheinlich wenige von uns sein, die, so wie die ersten Christen im Kolosseum, ihr Blut vergießen müssen.. Wenn wir aber wirklich Christus in seinem Leiden nachfolgen wollen, werden wir unser eigenes Leiden erdulden müssen, selbst wenn das in unblutiger Weise geschieht. Das Martyrium der Liebe! Wir müssen Geduld, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Selbstdisziplin und Selbstlosigkeit üben, besonders gegenüber jenen Menschen, bei denen es uns nicht leicht fällt. Das ist unsere Mission – eine Mission der Liebe für alle Seelen, die er uns in seiner Vorhersehung zu uns führt. Das erbittet Christus von uns allen: ein wirkungsvolles Werkzeug seiner Liebe, besonders für diese Seelen, zu sein. Christus, erfülle mein Herz mit deiner Gnade, damit ich nie zu einem Hindernis für deine Liebe werde.

Gespräch mit Christus:  Ich danke dir Herr, dass du mich an die Notwendigkeit des Kreuzes, und besonders an die der Liebe erinnert hast. Bitte gib mir die Großzügigkeit, meine Aufgabe als Vermittler und Botschafter zu erfüllen. Hilf mir, beständig mit meinem Leben, meiner Arbeit und allem, was ich tue, die Botschaft deiner Liebe zu verkünden.

Vorsatz:  Ich will eine tiefere Dankbarkeit und Liebe für meine christliche Berufung zeigen, indem ich froh danach strebe, ein deutliches Zeichen der Liebe Christi in dieser Welt zu sein.


Liebst Du Christus wirklich?

21. April 2006

Freitag der Osterwoche

P. Michael Sliney LC

Joh 21,1-14
Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus (Zwilling), Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.

Einführendes Gebet: Hallo, Jesus! Es ist wunderbar, wieder in deiner Gesellschaft zu sein. Ich sehne mich nach dieser Zeit mit dir, und obwohl ich viele Zerstreuungen und Sorgen habe, will ich sie beiseite lassen, um mich auf dich und deinen Willen für mein Leben zu konzentrieren.

Bitte:  Christus, hilf mir, mich daran zu erinnern, was in meinem Leben wirklich wichtig ist. Manchmal bin ich so überwältigt von meinen Pflichten und Verantwortungen, dass ich den absoluten Vorrang der Liebe vergesse. Hilf mir, zu erkennen, dass es nicht so wichtig ist, was ich tue, sondern mit wie viel Liebe ich es tue.

1. Wir zeigen unsere Liebe für Christus, indem wir ihn nachahmen.  „'Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht.'(Phil 2,5). Wir müssen lernen, so zu fühlen, wie Jesus fühlte. Wir müssen lernen, unsere Denkweise, unsere Entscheidungsfindung und unser Handeln ihm anzugleichen. Wir werden seinen Weg gehen, wenn wir feststellen, dass unsere Gefühle mit Jesus im Einklang sind. Lasst uns den rechten Weg gehen.” (Papst Benedikt XVI., Audienz vom 26. Okt. 2005). Schauen wir auf die große Liebe, die Christus für seine Apostel hat. Er sucht sie zum dritten Mal nach seiner Auferstehung auf, bereitet ein wundervolles Frühstück für sie und stärkte sie mit Worten der Ermutigung. Auch wir haben Seelen, die uns anvertraut sind, und auch wir sollten dieses Beispiel der Liebe Christi nachahmen.

2. Fischer für Christus! Christus bittet uns alle, Menschenfischer zu sein. Fischer von Menschen für sein Königreichs. Es ist nicht genug, eine tolle Persönlichkeit zu sein oder sehr wirkungsvolle Fähigkeiten oder ein spezielles Charismen zu haben. Wenn wir Herz und Sinn anderer Seelen erreichen wollen, brauchen wir die Hilfe und Gnade Christi. Es gibt keinen anderen Weg. Wenn Christus unser Apostolat nicht segnet, dann vergeuden wir unsere Zeit. Er muss der Motor und die antreibende Kraft hinter allem sein, was wir tun. Er ist es, der tatsächlich wirkt, wir sind sozusagen nur die Tragtiere, die Christus von Mensch zu Mensch tragen. Er braucht unsere Mitarbeit, aber nur dank seiner Gnade können wir Werke tatsächlich vollbringen.

3. In der Gegenwart Christi leben. Christus ist wahrhaftig auferstanden. Er ist am Leben und er ist bei uns. Er kam zu den Aposteln und er kommt jeden Tag in der Eucharistie zu uns. Wir müssen nur seine Gegenwart erkennen. Wir sollten seiner Gegenwart Aufmerksamkeit schenken und ihn fragen, was er von uns will. Christus lebt und ist im Vollbesitz seiner Kräfte. Er kümmert sich immer noch um die Rettung der Seelen, die Rettung aller Seelen, die er uns anvertraut hat. Unsere Zeitspanne auf dieser Erde ist so kurz – so kurz! - und es gibt viel für Christus zu tun. Jesus, bitte mache deine Gegenwart in meinem Leben sichtbar. Von ganzem Herzen will ich bei der Rettung vieler, vieler Seelen mitarbeiten.

Gespräch mit Christus:  Ich danke dir, Christus, für dieses wunderbare Gespräch. Es tut mir leid, dass ich gelegentlich vergesse was dir am meisten bedeutet: mein Gebet und meine Liebe. Bitte sende diesen Geist der Liebe in mein Herz. Erlaube mir nicht, zu vergessen, dass meine wahre Heimat im Himmel ist, obwohl ich ein Bewohner dieser Welt bin.

Vorsatz:  Ich will das Bewusstsein der Gegenwart Christi in meinem Leben pflegen, indem ich häufig die geistige Kommunion empfange, und wann immer möglich das Allerheiligste besuche.


Aufruf zum Handeln

22. April 2006

Samstag der Osterwoche

P. Michael Sliney LC

Mk 16,9-15
Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und die nun klagten und weinten. Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht. Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten. Auch sie gingen und berichteten es den anderen und auch ihnen glaubte man nicht. Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

Einführendes Gebet:  Heute ist Samstag, ein dir geweihter Tag, Maria, meine Mutter und Mutter der Kirche. Du warst 33 Jahre lang mit der göttlichen Person Jesu Christi auf Erden zusammen. Du kennst sein Herz und seinen Sinn. Und jetzt bist du bei ihm, nahe an seinem Thron. Ich bitte dich, Maria, mir zu erlauben in das Innerste des Herzens Christi, deines Sohnes, einzudringen. Erlaube mir, seine Worte zu hören, und hilf mir ihn nachzuahmen.

Bitte:  Maria, bitte hilf mir, tiefer in das Herz Christi einzudringen. Halte Fürsprache für mich bei Christus, deinem Sohn, und erflehe die Gnaden, die ich so dringend brauche, um tugendhaft zu leben.

1. Die verschiedenen Formen der Gegenwart Christi. „Eucharistische Frömmigkeit sollte der innere Motor jeder Handlung sein. Es ist in der Mission der Verbreitung des christlichen Geistes in der Welt keine Trennung zwischen Glauben und Leben akzeptabel.” (Papst Benedikt XVI., Predigt zum Schluss des Eucharistischen Jahres, 23. Okt. 2005). Wir dürfen keine spirituellen Schwämme sein, die einfach die Gnade aufsaugen, aber keinen apostolischen Eifer haben. Wir existieren, um zu evangelisieren. Wir beten, damit wir alle erhaltenen Gnaden den Seelen in Form von Liebe weiterschenken können: unseren Familien, unseren Freunden und all den Menschen, die Gott uns bringt. Das ist der Antrieb eines lebendigen eucharistischen Lebens.

2. Gebet führt zu apostolischem Eifer. „Ohne inneres Leben, ohne Gebet, ohne beharrliches Bemühen um Heiligkeit existiert kein Apostolat und kann kein Apostolat existieren, weder für Priester noch für Laien.” (Papst Johannes Paul II., 4. Nov. 1982). Papst Johannes Paul II. lebte diese Worte nachdrücklich. Er betete hingebungsvoll, er betete oft. Er betete mit der ganzen Liebe seines großen Herzens. Er betete, weil er fähig sein wollte, mehr zu lieben, besser zu lieben, intensiver zu lieben. Er betete, weil er wusste, dass dies in der Tat der größte Akt der Liebe war, den er für uns alle vollbringen konnte. Gott sei Dank für Papst Johannes Paul II. Johannes Paul II., wir lieben dich!

3. Maria, Königin der Apostel. Marias Mission war mit der Himmelfahrt Christi nicht beendet. Sie betete mit den Aposteln und sie half, die Apostel zu unterrichten. Sie betet mit uns und lehrt uns, auch zweitausend Jahre später. Maria, bitte hilf mir, Christus mehr zu lieben. Hilf mir den ewigen Wert einer Seele zu verstehen. Bitte sende Feuer in mein Herz, das mir helfen wird, mich auf die Rettung der Seelen auszurichten, ohne die Anstrengungen zu scheuen. Du stehst im Himmel deinem Sohn am nächsten. Maria, bitte halte Fürsprache für mich!

Gespräch mit Maria:  Ich danke dir, Maria, dass du mich während dieser besonderen Zeit im Gebet begleitet hast. Danke, dass du mir die Wichtigkeit gezeigt hast, wirklich ein Apostel für Christus zu sein. Hilf mir, in der Liebe und Nachfolge Christi zu wachsen, damit andere durch meine Worte und Handlungen seine Liebe und Gegenwart erfahren.

Vorsatz:  Ich will vor einem Bild der Mutter Gottes innig beten und sie bitten, mir zu helfen, dass ich eine größere Liebe für Christus und die Rettung der Seelen gewinne.